1. #1
    Avatar von dreibuchstaben Kam, sah und tippte
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    Kam gerade ein Funkspruch rein: Auf Artillerie ist zu verzichten. Um Torpedos zu sparen gehe ich aber fast nur mit Deckkanone auf BRT-Fang.

    Nur ein Flavour-Funkspruch oder gefährlich für die weitere Karriere?
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  2. #2
    Avatar von rowi58 Banned
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    Moin,

    das kannst Du halten wie Du willst - der Funkspruch hat nur hinweisenden Charakter und keinen Einfluss auf die Karriere.

    Ich würde aber dennoch in der Nähe der britischen Küste (Biskaya) auf Artillerieeinsatz verzichten - sonst kommen die Flieger gerne auf Dich zu und drängen Dich unter Wasser.

    Gruß
    rowi58
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  3. #3
    Avatar von Tommel1965 Kam, sah und tippte
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    Moin, moin !
    Das mit der Deckkanone kannst du ab 42 mehr und mehr vergessen. Die Frachter, auch die kleinen, rüsten hier ziemlich auf und haben ja selbst Kanonen an Bord. Einzig US-Tanker kannst du in der Regel mit der Kanone angreifen.
    Sei vorsichtig mit aufgetauchtem Angriff an Mitte 42. Ein Treffer von so einem bewaffneten Frachter, und gehst drauf.
    Wenn du doch angreifen willst, setze dich mit dem Boot so, dass der Winkel zum Frachter möglichst klein ist. Und nie achtern an den Frachter ran. im Zweifel kleine Frachter fahren lassen und nur die großen Pötte suchen.
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  4. #4
    Avatar von Albatros786 Neuzugang
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    moin

    was auch geht, zumindest klappt es bei mir, ist,

    von hinten ran bei nacht, mit leuchtkugeln blenden und dann feuern

    breitseite würd ich meiden und von vorn, is meine erfahrung, aber generell gilt mitte ende 42 is vorbei mit möwenschiessen

    Lg Albatros
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  5. #5
    Avatar von dreibuchstaben Kam, sah und tippte
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    Warum eigentlich sollte "mit Leuchtkugeln blenden" funktionieren?

    Hab mich über die Leuchtkugel-Platzverschwendung immer geärgert. Da hätten sie lieber mehr Explosivgranaten gebunkert.
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  6. #6
    Avatar von Albatros786 Neuzugang
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    moin,
    hast an sich recht, würde auch lieber entscheiden, von welcher muni ich wieviel mitnehme.

    : Warum eigentlich sollte "mit Leuchtkugeln blenden" funktionieren?

    .... weil es realistisch wär dadurch kann er nich sehen von wo aus du schiesst, denn er is geblendet. also nich über dem kutter die kugel zum leuchten bekommen sondern direkt vor ihm.
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  7. #7
    Avatar von Blubberkiste Junior Mitglied
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    Moin,
    wie hier auch schon geschrieben wurde, ab 42-43 (LSH4) wird es zunehmend gefährlich, das Deckgeschütz einzusetzen.

    In den ersten Kriegsjahren tauche ich schon öfter mal auf, um "Kleinvieh", das keinen Torpedo "Wert" ist mit der Kanone zu bearbeiten. Dabei lasse ich immer meine
    Männer das Geschütz bedienen.
    Einen Zerstörer aus 5000 - 6000m in einem Artilleriegefecht zu zerstören, wie hier im Forum schon zu lesen war, halte ich schlichtweg für unrealistisch.

    Natürlich ist das in SH3 möglich, wenn man sich selber hinters Rohr klemmt. Im wahren Leben bildete ein U-Boot einfach keine geeignete Geschützplatform, um auf eine solche Entfernung ein Ziel wirksam zu bekämpfen.

    Egal zu welcher Zeit, wenn ich mich zum Einsatz meines Geschützes entschließe lasse ich auf ca. 2500 - 2000m mit einem WZB von 90 Grad anblasen und meine Mannschaft bei kleiner bis mittlerer Fahrt auf Wasserlinie feuern. Meist kann ich 10 - 20 Treffer landen, bevor sich die gegnerische Artillerie auf mich eingeschossen hat.
    Bei kleinen Zielen ist dies oft schon ausreichend, um selbiges zu versenken. Größere kann ich so zumindest verlangsamen oder zum Stillstand bringen. Wenn der Gegner 2-3 Schüsse abgegeben hat wird spätestens wieder getaucht und versucht, sich erneut vor das Ziel zu setzen.

    In späteren Kriegsjahren und in Reichweite des Festlandes wird dies zunehmend schwieriger. Wenn die Bienen erst einmal den Himmel bevölkern schenke ich mir meist das Auftauchen und opfere für einen angeschossenen Gegner einen weiteren Torpedo.
    Ich möchte mein Boot und meine Männer schließlich gesund nach Hause bringen.

    Gruß

    Blubber
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  8. #8
    Avatar von Soni2 Kam, sah und tippte
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    Mal sehen, was die MDV 906 "Handbuch für U-Bootskommandanten" dazu sagt ...

    Auszüge aus "Abschnitt V: Das U-Boot als Artillerieträger":

    - Das U-Boot als Artillerieträger ist von Haus aus ein Widerspruch in sich.

    - Für das Torpedo-Angriffs-U-Boot bleibt die Artillerie eine Gelegenheits und Nebenwaffe, weil die Verwendung der Artillerie – sichtbar und über Wasser – dem Urzweck des U-Bootes, d.h. dem ungesehenen und daher überraschenden Unterwasserangriff, zuwiderläuft.

    - Artillerieeinsatz gegen einen bewaffneten Gegner kann nur zum Erfolg führen, wenn er unter Ausnutzung der Überraschung auf nächster Entfernung sofort zu schweren Treffern beim Gegner führt und das U-Boot ferner in der Lage ist, durch Einsatz aller seiner leichten Waffen das Besetzen und in Aktion treten der feindlichen Artillerie zu verhindern.

    - 10,5cm gegen Brücke bzw. Aufbauten, beginnt mit 10 Schuss Brandgranaten, um durch entstehenden Brand guten Abkommpunkt zu bekommen. 3,7cm M.G.34 gegen Heck (Geschütz). 2cm (blendet stark) schiesst erst auf Befehl Kommandant, falls 3,7cm Ladehemmung. (Typ VII C-Boote sinngemäss handeln).

    - In wenig überwachten Gebieten ist Artillerieeinsatz gegen torpedierte, aber noch schwimmende Schiffe sehr erfolgversprechend und spart Torpedos.

    - Während jedes Artilleriegefechts unablässig scharfen Ausguck halten (Luft- und Horizontbeobachtung). Nachlässigkeit im Ausguck ist gefährlich.
    Wie man schon an der Erwähnung des 10,5 cm Geschützes sieht, waren damit eher die Typ IX Boote gemeint, die abseits der Geleitzugrouten in entfernten Seegebieten operierten. Ansonsten gilt "Das U-Boot als Artillerieträger ist von Haus aus ein Widerspruch in sich."
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  9. #9
    Avatar von dreibuchstaben Kam, sah und tippte
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    Kaleu Dreibuchstaben hat mit der Artillerie schon dick zu seinem Tonnage-Rekord beigetragen.

    Wenns also raschelt im Geschichtsbuch: Da wird gerade einiges umgeschrieben.

    Allein schon die mehrfache Versenkung der Warspite ist eine sensationelle Entdeckung: Vermutlich wurden von den Engländern auf diese Art und Weise die Erfolge der deutschen Röhrentauchern geschmälert. Da taucht einfach ein baugleiches Schiff gleichen Namens auf und schon gibts den Abschuss nicht mehr.

    Spaß beiseite: Hab mit der Kanone wirklich viele Abschüsse geschafft. Bin nun Mitte Mai '40, und die ersten Boote schießen zurück. Da muss ich schon selbst an die Kanone und das Gegnerfeuer ausblasen. Meine Kanoniere tun da bisschen stümpern.

    Aufgrund meiner Erfolgsquote bin ich eh immer sehr schnell ratzfatz leer und muss zurück. Von daher hab ich unrealistisch viele Feindfahrten in zu kurzer Zeit mit zu hoher Tonnage.

    Evtl. sollte die Mannschaft auch mal Urlaub haben, aber angesichts der Erfolge und der Tatsache, dass der Kaleu und schon etliche der Mannschaft keine Halsschmerzen mehr haben, sind die schon motiviert ...

    Ich bin wahrscheinlich nur deswegen nicht vors Kriegsgericht gestellt worden (wegen PQ erstmal ignorieren), weil ich so halt mehr Erfolg habe.
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  10. #10
    Avatar von Tommel1965 Kam, sah und tippte
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    Moin, moin !

    Das mit dem Versenken per Bordkananone ist in 1940 überhaupt kein Problem.
    In 41 mal so, mal so, aber ab Mitte 42 wird es kritisch.
    Ich bin jetzt in Sept/Okt.43 unterwegs mit Typ IX-C. Da sieht die Welt aber anders aus.
    Da gibts nicht mehr viel mit der Kanone zu tun. Aus dem Grund hat man den Quatsch auch beim XXI weggelassen.
    Dreibustaben : Du kannst im Museum sehr gut sehen, wie sich die Ausstattung der Frachter in den einzelnen Jahren immer mehr verbessert. ich stoße mittlerweile auf Frachter, die neben einem großen Heckgeschütz auch ein Buggeschutz haben. Zusätzlich auch an den Seiten teilweise jeweils 2, sogar manchmal 4 zusätzliche Geschütze.
    Sinnnlos, hier irgendwas mit der 8.8 oder mit alten 10.5 zu versuchen.
    Ich habe an Bord von U537, IX-C Boot, sowieso genug Aale. Das passt schon.
    Derzeit ist es so, dass die größte Gefahr von den Flugzeugen ausgeht. Bin jetzt 100sm nordlich von Kapstadt, während eines Angriffs, von insgesamt 6 Bombern angegriffen worden, die zunächst als Einzelkontakt identifiert worden sind per Radar.
    Ich habe meine neue Vierlingsflak und die beiden kleinen Lafetten besetzen lassen und wollte kämpfen. Wir mussten vorher schon mehrere Male in den Keller, und dementsprechend waren Sauerstoff und Batterien ziemlich leergenuckelt. . Wie wir sahen, dass es insgesamt 6 große Flieger der Tommies waren, war es natürlich auch viel zu spät zum tauchen.
    Es hat dann ganz schön geraucht. Letztlich mussten wir irgendwie weg von der Oberfläche und tauchen, sonst hätten die uns fertig gemacht, zumal die auch irdendwelche neuartigen DInger geschmissen haben, die eine Art Flächenbombardement erzeugt haben. Ganze Teppiche von Bomben waren das.Das Tauchen hat auch irgendwie geklappt, war aber sau knapp. Und zum Glück schmeißen die Tommies einfach wild drauflos. Das hat uns vermutlich gerettet. Also auch da kannste mit Bordwaffen nicht mehr viel machen. Ab in den Keller ist die einzige Möglichkeit ab 1943.
    Ich hatte in den ganzen 4 Jahren auf knapp 28 FF keinen einzigen Toten oder Verwundeten. Das ist mir sehr wichtig und jede Ehre wert.
    Du must deine Leute immer heile nach Hause bringen, finde ich.
    Halsschmerzen habe ich übrigens auch nicht mehr. Ich bin mit allem dekoriert, was denkbar ist.

    Genieße die Zeit in 1940 & 41 noch, wo du die Kanonen einsetzen kannst. Später wird das auch für dich Geschichte sein.

    KptLt Tommel
    U 537
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