🛈 Ankündigung
Seid gegrüßt! Die Anno Foren sind jetzt archiviert und können nur noch im Read-Only Modus gelesen werden, bitte gehe zu unserer neuen Plattform um das Spiel mit anderen zu besprechen.
  1. #1471
    Avatar von gertgb81 Kam, sah und tippte
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    Gert hat nach einem längeren Umweg nun doch den Senat erreicht und gibt einige Dokumente ab, die der Senat als auch die Bürgermeisterin Calypso als solche neutral und objektiv zu behandeln haben.
    "Geschätzte Senatoren, geschätzte Frau Bürgermeisterin Calypso.

    Ich wende mich heute an Sie, als objektive und neutrale Personen, da ich Zweifel an der Ordnung, dem Gesetz und dem Recht in Annoport anmelde. Bestimmt dürfte ihnen geschätzte Damen und Herren nicht entgangen sein, dass ich im Hinblick auf den Bau meines florierenden Geschäftes Antazon einige harte Maßnahmen vollzogen habe. Der Vorwurf der Nachtarbeit, muss ich mit der Unterstützung der Armensiedlungen hier in Annoport ausgleichen. Die Nachtarbeit wurde nach einigen Tagen wieder eingestellt. Das Geld und die anderen Dinge haben die Arbeiterinnen und Arbeiter trotzdem bekommen.

    Ich kenne nicht den Kenntnisstand ihrerseits, doch ihr geschätzter Feldherr Neven, hat die letzten Wochen, aus meiner und aus der Sicht vieler der Bevölkerung für einiges an fragwürdigen Dingen gesorgt. Bestimmt, er ist besorgt um Annoport, doch seine Vorgehensweise ist in Frage zu stellen.
    1.) Der Pakt mit den Piraten. Ich war selbst dabei, Seite an Seite, und habe mit ihm diese Seeschlacht bei Nacht und Nebel ausgefochten. Die Piraten wurden in den Schuldturm gebracht. Bis hierher hat niemand was einzuwenden. Doch sind Sie darüber in Kenntnis dass er die Piraten nun als Unterstützung für seine unterbesetzte Garde einsetzt? Und wenn ja, warum muten sie der Bevölkerung von Annoport ein solches Vorgehen zu? Meines Wissens hat das Volk ein Recht auf Anhörung im Senat und damit verbunden muss es eine Volksabstimmung geben, um diesen gewagten Schritt auch gegenüber den Hoheiten der Juristica zu rechtfertigen. Es entzieht sich meiner Kenntnis das dies geschehen ist.
    2.) Die Brände der letzten Woche, die Verwüstungen und die Randalierer in Annoport, versetzen das Volk in Aufruhr. Auch hier höre ich von den Menschen immer wieder dass es insgesamt scheinbar um immer denselben Täter gehen muss und der hat Rechnungen mit Feldherr Neven offen. Geschätzte Senatoren, geschätzte Frau Bürgermeisterin Calypso. Ich gebe für gewöhnlich nicht viel auf Gerüchte, aber vor 2 Tagen habe ich selbst die Straße in der ich wohne vor 5 Randalieren beschützt und selbige in die Flucht geschlagen. Sie können ja meine Nachbarn, Frau Adira, meine Hanna und auch Mr. J.R. Ewing dazu befragen. Aber sie haben ja letzte Woche vielleicht selbst die Brände gesehen und die Verwüstung beim Stadtzentrum. Jedes Mal können einige Schurken geschnappt werden, doch der oder die Haupttäter sind nach wie vor auf freiem Fuß.
    3.) Der Anschlag auf einen Senator. Auch wenn man unterschiedlicher Auffassung ist, aber Mensch ist Mensch. Der Angriff galt dem Herzen von Annoport. Bis heute gibt es keine Erkenntnisse über den Täter. Der Täter könnte auch Frau Bürgermeisterin Calypso im Visier haben.
    4.) Die britische Garde. Sie können sich gerne mit der Britischen Krone in Verbindung setzen, meinen geschätzten Freund Stephanus fragen. Ich war es der schriftlich mit Hilfe von Georg Friedrich Händel mit dem König Georg I. Ludwig um eine Verstärkung der unterbesetzten Garde des Feldherrn Neven erfolgreich verhandelt hat. Da der Feldherr dies jedoch nicht zu würdigen wusste und lieber einen Piratenpakt ohne Volksabstimmung vollzieht, hat vorgestern die komplette britische Garde wieder den Heimweg angetreten.
    Diese Vorgehensweise wird auch am Samstag ein Leitartikel der New World Times sein. Bei allem Respekt, für sie geschätzte Senatoren, geschätzte Bürgermeisterin Calypso. Die Rechtfertigung bei der britischen Krone übernehmen sie höchst persönlich und ich fordere als Bürger von Annoport eine Öffentliche Anhörung im Senat zu all diesen Praktiken unseres Feldherrn Neven. Dem haben sie als Neutrale und Objektive Macht der Stadt Annoport nachzukommen. Das Volk soll entscheiden, ob solch ein Feldherr noch für Annoport tragbar ist. Es dürfte ihnen bekannt sein, welche Folgen ein Ignorieren in dieser Angelegenheit auch für die Glaubwürdigkeit des Senats und der Bürgermeisterin hat. Wenn sie mich fragen, ich würde dem Feldherr eine echte 2te Chance einräumen. Er macht wie ich auch Fehler in Annoport und leistet sich viel zu viel Blutzoll ohne erkennbare Fortschritte, außer das Annoport mittlerweile als Verbrecherstadt verschrien ist. Doch einer öffentlichen Anhörung muss sich sowohl der Senat, die Bürgermeisterin aber auch Feldherr Neven stellen. Ebenso den Abstimmungen.
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  2. #1472
    Avatar von gertgb81 Kam, sah und tippte
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    Ein weiteres Anliegen betrifft die neue Marktleiterin Frau Synola. Die Stelle hatte bis vor kurzem Frau Carmina_Lara inne. Es gab meinerseits Bestrebungen mit ihr zusammen zu arbeiten, auch von ihrer Seite liegt mir ein Schreiben vor, welches ich diesem Schreiben beigelegt habe: (Zitat Carmina_Lara: 24.07. Verehrter Herr Gert,

    zunächst möchte ich mich für die Darlegung Ihrer Pläne bezüglich eines Buchhandels in Annoport recht herzlich bedanken.
    Sollten Sie ihren Plan realisieren können, werde ich alles in meiner Macht stehende tun, Ihnen dabei zu helfen. Sie können also mit meiner uneingeschränkten Hilfe rechnen.

    Die Anmietung eines Lagerhauses wird hier noch das geringste Problem darstellen. Vielleicht ist es sogar möglich und hilfreich, ein neues Lagerhaus in Nähe der Buchhandlung zu bauen.

    Auch mit einer Gewinnbeteiligung in Höhe von 1/3 des Umsatzes wäre ich einverstanden.

    Vor einigen Jahren hatten wir hier in Annoport eine eigene Buchdruckerei. Leider musste diese mangels Mitarbeiter geschlossen werden.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und hoffe, dass auch die Bürgermeisterin ihr Ansinnen befürwortet.

    Für weitere Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich auch in einem persönlichen Gespräch gern zur Verfügung. Wir können gern jederzeit einen Termin dafür vereinbaren.

    Mit besten Grüßen
    Gez. Carmina-Lara, Markthausleiterin )

    Die Macht und uneingeschränkte Hilfe, sowie das angesprochene Lagerhaus, waren anscheinend Frau Carmina_Lara nicht mehr zur Verfügung gestanden, ihr Schreiben hätte aber nach wie vor Gültigkeit für mich und unter ihrer Führung wäre ich auch ohne Lagerhaus und Hilfe bereit freiwillig ein Drittel meines Umsatzes an das Markthaus abzugeben. Doch Carmina_Lara wurde ja nach Goldfurt für höhere Aufgaben geschickt und es wurde bei einem privaten Treff im Hause der Bürgermeisterin Calypso ohne Öffentliche Ausschreibung Frau Synola, als neue Markthausleiterin seitens der Bürgermeisterin festgesetzt. Da es sich aber um ein Öffentliches Gebäude, mit Steuergeldern der Bevölkerung mitfinanziert, handelt, wäre ein derartig hohe und verantwortungsvolle Position in jedem Fall Öffentlich auszuschreiben. Synola hat schriftlich gegenüber Frau Adira vom Palast des Orients Zweifel an dem angebotenen Handelsvertrag mit dem Orient angemeldet und mit ihrem Rückschreiben welches hier beigelegt ist, für einen Nervenzusammenbruch bei Frau Adira gestern Abend gesorgt.
    (Synola: 12.08: Geehrte Adira,

    zunächst möchte ich mich in aller Höflichkeit bei Ihnen bedanken, für die immens reichhaltigen Informationen, die Sie mir mit ihrem Schreiben zukommen ließen.
    Auch darf ich Ihnen nochmals herzlich danken, für die Darbietungen in Ihrem Palast des Orient. Es war ein bezaubernder Abend, den ich bei Ihnen verleben durfte.

    Nun zu ihrem Brief, von dem ich leider sagen muss, dass sich mir etliche Fragen bzw. Ungereimtheiten bezüglich Ihrer Mitteilungen stellen.

    Hier wäre zunächst Ihr Handelsvertrag mit Händlern in Abu Dhabi. Sie leben bereits drei Jahre in Annoport, haben aber nie etwas darüber der früheren Markthausleiterin, Carmina-Lara, mitgeteilt. Dieses kann ich genau aus unseren Unterlagen ersehen, denn Carmina hat dort nichts dergleichen vermerkt. Sollten in dieser Sache inoffizielle Gespräche stattgefunden haben, können diese leider nicht für mich relevant sein.
    Außerdem war Abu Dhabi einige Jahre so gut wie abgeschnitten von allen Handelswegen, der Ort wurde weitestgehend zerstört und auch die Plantagen und Betriebe konnten nichts mehr produzieren.
    Ihren Worten nach ist genau das Gegenteil der Fall, nämlich dass dort sogar die Chinesen zu den besten Händlern gehören. Das ist für mich ein gewaltiger Widerspruch zu unserem Kenntnisstand.
    Auch diese Verhältnisse müssten also zunächst vollständig geklärt werden.

    In meiner Eigenschaft als Markthausleiterin habe ich bereits vor einigen Tagen die nötigen Schritte eingeleitet, um Klarheit über die aktuelle Lage in Abu Dhabi zu bekommen. Sobald hier genaue Informationen vorliegen, werden wir gegebenenfalls auch wieder unsere früheren Handelsbeziehungen fortsetzen. Dieses sollte dann auch Ihren Bedarf an den genannten Dingen abdecken können. Wir benötigen hier also nicht generell einen neuen Handelsvertrag, da bereits ein außerordentlich günstiger Vertrag im Sinne von Annoport vorhanden ist.
    Daher bitte ich Sie in dieser Sache noch um ein wenig Geduld und um Ihr Verständnis, dass ich mir selbst zunächst ein Bild machen möchte und mich nicht auf die Aussagen Dritter verlassen kann.

    Ihre Information hinsichtlich der chinesischen Dschunken klingt interessant, jedoch habe ich darüber keinerlei Befugnisse. Hierüber entscheidet einzig und allein unsere geschätzte Frau Bürgermeisterin Calypso gemeinsam mit dem Senat. Sollte jedoch eine Wiederaufnahme unseres Handels mit Abu Dhabi möglich sein, werde ich diesbezüglich sicherlich den Wunsch nach einem solchen Schiff an die Bürgermeisterin herantragen.

    Für Ihr überaus großzügiges Angebot der Überlassung des Luxus-Zimmers danke ich Ihnen sehr, sehe mich aber leider außerstande, dieses anzunehmen. Da ich erst kürzlich das Markthaus übernommen habe, arbeite ich an fast allen von Ihnen genannten Tagen bis in den späten Abend hinein, außer Sonntag.
    Ihre Gastfreundschaft werde ich aber gern dann und wann in meiner Freizeit genießen. Sollte ich über einige Tage Urlaub nachdenken können, würde ich auch gern ein weniger luxeriöses Zimmer buchen.


    Mit den besten Grüßen
    Synola, Markthausleiterin von Annoport
    am 12. August 1715 )
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  3. #1473
    Avatar von gertgb81 Kam, sah und tippte
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    Geschätzte Senatoren, geschätzte Frau Bürgermeisterin Calypso. Ich weiß seit diesem Treff im Hause Calypso dass hier eine gewisse Voreingenommenheit durch unsere geschätzte Bürgermeisterin vorliegt. Dennoch, als Händler und Geschäftsmann, mit Erlaubnis durch Frau Adira, haben sich uns große Zweifel an Frau Synola aufgetan. Gerade jetzt wo die Planungen um den Handel mit dem Orient nicht mehr zu überhören sind, käme nichts gelegener als ein zusätzlicher Vertrag, der zudem Annoport den Weg für den Handel mit dem Kaiserreich China eröffnet. Und so günstig, auf dem Tablett serviert, bekommt Annoport keinen Handelsvertrag für gewöhnlich. Ich darf ihnen mitteilen, das Frau Adira ihren Handelsvertrag nun für sich behält. Das dürfte Annoport ja anhand des Schreibens von Synola nicht stören, dass eine Marktleiterin Handelsverträge ablehnt. Es ist aber auch ihre Verantwortung eine befähigte Person, anhand einer Öffentlichen Ausschreibung mit diesem Posten zu belegen.

    Zum Abschluss dieses Schreibens und Vorlegens einiger Dokumente möchte ich Sie,Geschätzte Senatoren, geschätzte Frau Bürgermeisterin Calypso auf ein weiteres heikles Thema hin informieren.
    Soweit mir bekannt, sind sie alle Geschätzte Damen und Herren, seit 5 Jahren oder mehr im Amt. Wie ihnen bekannt sein dürfte, sind von der hohen Juristica alle 5 Jahre Wahlen vorgeschrieben. Von Synola wie auch Feldherr Neven genießen sie hier Rückendeckung und es ist nicht anzunehmen das beide in der Wahl gegen sie antreten. Die Kirche darf sich eines politischen Amtes auch nicht bekleiden. Ich teile ihnen hiermit ganz offiziell mit das ich, Herr Gert, mich zur Wahl stellen werde. Ich räume mir selbst keine großen Chancen ein, doch als 2ter wäre ich als Stellvertretender Bürgermeister an zu geloben. Meine künftige Gemahlin würde im Falle dessen Antazon führen. Als Stellvertretender Bürgermeister, hätte ich das Amt des Bürgermeisters, während der Abwesenheit durch Frau Bürgermeisterin Calypso zu leiten und zu führen.
    Ebenso verzichte ich als Stellvertretender Bürgermeister freiwillig auf meinen monatlichen Obolus oder wenn es nicht anders geht, spende ich diesen für die Armensiedlungen.

    Sie brauchen dieses Schreiben nicht zu beantworten, ihre Handlungen werden die Antworten geben, dennoch würde ich mich über ein Schreiben ihrerseits sehr freuen

    Hochachtungsvoll

    Herr Gert "
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  4. #1474
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    Schon wieder klopft es draußen. Mit leicht gereizter Stimme ruft sie: "Zum Henker noch mal, ich wollte doch nicht gestört werden. Was ist denn jetzt schon wieder?"

    James tritt ein und zieht einen der jungen Senatsburschen am Kragen hinter sich her. Der Junge, er mag vielleicht 14 Jahre alt sein, windet sich und heult, was das Zeug hält. Tränen laufen über sein rotes Gesicht und er kann vor lauter Schluchzen kaum atmen.

    "Was soll das denn jetzt werden", raunzt sie James an, der seinerseits ebenfall langsam wütend wird.

    "Hier … der Junge hat Ihnen was zu erzählen. Und es ist nichts Gutes. Er ist beim Lauschen und Tratschen erwischt worden, aber ich denke, es sollte uns interessieren, was er uns zu sagen hat.

    Ach ja … und Herr Gert hat eben auch einen Brief für Sie abgegeben, sehr dickes Dokument, steht bestimmt viel drin", grinst James.

    "Den tue ich mir heute nicht mehr an, trieft bestimmt wieder vor Eigenlob, Selbstüberschätzung, Verschwörungstheorien und Denunziantentum", flüstert sie James zu.
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  5. #1475
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    "Los, rede endlich, meine Zeit ist knapp", herrscht sie den Jungen an, der voller Furcht vor ihr steht.

    Dann beginnt er, noch immer unter Schluchzen, zu erzählen, was er gehört hat. Danach ist Stille!

    Calypso ist zutiefst empört! So außer sich hat James sie lange nicht gesehen.

    "Was hat er gesagt? Der Senat verliert die Kontrolle? Feldherr Neven unternimmt Aktionen, von denen ich keine Ahnung habe?
    Ich fass es nicht", schnaubt sie wütend und schlägt mit der flachen Hand auf den Schreibtisch.

    "Was bildet sich dieser sich selbst überschätzende Emporkömmling überhaupt ein?
    Er hat keine Ahnung von den Unterredungen, die ich mit Feldherrn Neven führe, er hat keine Ahnung von den Berichten, die ich fast täglich von ihm über die Situation in Annoport erhalte.
    Aber solche Gerüchte in die Welt setzen, das kann er. Muss alles rausposaunen, was ihm gerade durch sein kleines Hirn schießt … und so viel Unsinn dabei verzapfen. Er sollte lieber einen Gang zurückschalten", schimpft sie.

    James fühlt sich nicht so ganz wohl in seiner Haut, er mag es gar nicht, wenn Calypsos Stimme vor Zorn bebt. Selbst Candy ist mit eingezogener Rute unter dem Besuchertisch verschwunden, nur noch ihre Nase sieht man.

    "Danke James, dass Sie mich informiert haben. Und bitte" … sie lächelt dem Jungen zu ... "Hör auf zu heulen, Du brauchst keine Angst vor mir zu haben, ich reiße Dir nicht den Kopf ab, auch wenn manche Bürger das von mir behaupten. Du kannst ja schließlich nichts dafür, wenn Du vor einem Haus auf einen Boten wartest und das Fenster offen steht. Müssen die Leute eben aufpassen, was sie an Unwahrheiten durchs Fenster rausposaunen. Es ist schon in Ordnung, dass Du mir alles berichtet hast.

    Aber nächstes Mal überleg besser, was Du hören willst. Nicht alles, was man hört, ist auch gut für einen".

    Sie nickt dem Jungen zu, gibt ihm ein großes Stück vom Kuchen, der noch vom Nachmittagstee übrig war und schickt ihn aus dem Zimmer.


    "Wollen Sie nicht doch noch den Brief von Herrn Gert lesen"? fragt James.

    "Nein danke James, kein Bedarf mehr heute. Irgendwann muss ich auch mal Feierabend haben. Außerdem kann ich mir schon denken, was drin steht. Wahrscheinlich will er mich mal wieder aus dem Amt stoßen, weil ihm die Galle überkocht.

    Ich kann mich erinnern, es war lange Zeit her, fast in einem anderen Leben, es hieß Annoworld. Da hatte er ähnliche Konflikte zu regeln, aber mit Inasha. Sie ist ja Ärztin und hatte damals schon große Zweifel an seiner psychischen Stabilität. Wahrscheinlich haben ihm die letzten Tage so zugesetzt, dass ihn sein Schicksal wieder einholt und er wieder kurz davor ist, den Verstand zu verlieren", meint sie leicht irritiert.
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  6. #1476
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    "Nichts wie raus hier", ruft sie Candy zu und lockt die Hündin mit einem Stückchen getrocknetem Schweineohr unter dem Tisch hervor.

    Sie packt ihre Tasche, legt den Brief von Polizei-Kommandant Neven auf den Stapel Korrespondenz, sie will ihn morgen den anderen Senatoren zeigen. Bei einigen Fragen gibt es leichte Kontroversen zwischen den Parteien, aber im Großen und Ganzen sind sie sich einig und ziehen alle an einem Strang, nämlich das Wohl von Annoport. Sie und ihre Senatoren sind eine eingeschworene Gemeinschaft.
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  7. #1477
    Avatar von Synola Foren-Trockenfleisch
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    Sie hält die Kutsche an, springt vom Bock und grüßt die Garde. Man lässt sie auch direkt die Treppen hochlaufen, mittlerweile wird sie gleich erkannt, nachdem sie öfter hier anwesend war.

    Sie klopft an die Bürotür von James, er freut sich, sie zu sehen und bietet ihr ein Getränk an, was sie aber dankend ablehnt, denn sie hat es sehr eilig, muss sie doch auch noch zum Hafen.

    "Ich habe hier aber eine brandeilige Sache, James, ich benötige noch eine Urkunde für Kapitän Siegfried, die ihn als Botschafter von Annoport für Abu Dhabi ausweist. Lässt sich das auf die Schnelle machen?"

    "Das bekommen wir hin, Synola, ich werde das eben veranlassen," anwortet James und will das Zimmer gerade verlassen.

    "Moment James, da fällt mir ein, ich könnte auch gleich meinen neuen Vertrag noch unterzeichnen, dazu bin ich bisher nicht gekommen. Wenn Sie ihn mir noch eben raussuchen könnten," bittet sie ihn. Einige Minuten später hat sie den Vertrag in Händen und James hat ihr Feder und Tinte auf den Tisch gestellt, bevor er nun einen der Senatoren aufsucht.

    Synola überfliegt die Konditionen des Vertrags, eigentlich aus reiner Gewohnheit, denn sie hat gleich die Unterschrift von Calypso gesehen, da muss sie sich nicht alles haarklein durchlesen. So ergreift sie schon nach einigen Minuten die Feder und setzt schwungvoll ihre Unterschrift an die entsprechende Stelle.
    Dann legt sie den Vertrag oben auf den Dokumentenstapel, den James vorher herausgesucht hatte. Sie ist sich sicher, dass nun somit alles seine Richtigkeit hat, denn sie kennt die sorgfältige Arbeitsweise von Calypso, gerade was solche wichtigen Dinge anbetrifft.

    James kehrt nun auch gerade wieder zurück und legt ihr die Urkunde für Herrn Siegfried vor.



    "Vielen Dank James, das ging ja schnell, wenn Sie mir noch einen Briefumschlag geben könnten, denn ich muss gleich weiter zum Hafen."
    Nachdem sie die Urkunde in den Umschlag gesteckt und mit dem Adressaten versehen hat,verabschiedet sie sich herzlich von James.
    "Bestellen Sie doch bitte Calypso viele liebe Grüße von mir," lächelt sie ihn an und verlässt dann die Amtsstube.

    Draußen schnell wieder auf den Kutschbock gestiegen folgt nun der letzte Teil ihrer morgendlichen Fahrten und sie fährt los, Richtung Hafen.
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  8. #1478
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    Sie tupft sich mit einem Taschentuch leicht über die Stirn, die heutige Bürgersprechstunde war insofern anstrengend, als es im Raum drückend heiß war. Vielleicht auch ein Grund, warum heute nicht so viele Menschen ihr Anliegen vorbringen wollten, wie sonst.

    Soll mir ganz recht sein, denkt Calypso und nimmt einen kräftigen Schluck von dem mittlerweile auch warm gewordenen Wasser.

    James hat ihr zwischenzeitlich berichtet, dass er eine Urkunde für Herrn Siegfried ausstellen ließ, die ihn ermächtigt, im Namen Annoports im Orient, genauer gesagt in Abu Dhabi, tätig zu werden. Nun ja, die Verwaltung in Annoport arbeitet vorbildlich, denkt sie.

    Nur noch den Brief an Herrn Gert beantworten, dann kann auch ich meinen Heimweg antreten, denkt sie und setzt sich an den Schreibisch, nimmt Papier und Feder und beginnt zu formulieren. Es ist still im Senat, die meisten ihrer Mitarbeiter sind schon nach Hause gegangen und man hört nur noch das Kratzen der Feder auf dem Papier.
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  9. #1479
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    Sie klebt den Briefumschlag zu, drückt ihr Siegel drauf .. soll doch alles seine Ordnung haben und löscht die Kerze aus.

    Dann verlässt sie mit Candy ihr Amtszimmer um nach Hause zu gehen. Den Brief will sie bei Antazon einwerfen.
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  10. #1480
    Avatar von gertgb81 Kam, sah und tippte
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    Ein Matrosse verteilt die neueste Ausgabe der New World Times die im Auftrag von Oscar von Stephanus nach Annoport gebracht wurde. Auch beim Senat kommt er vorbei.

    Die NEW WORLD TIMES. Wochenausgabe: Die Schlagzeilen: Feldherr Neven, es reicht!!! PAKT mit Piraten statt Britischer Garde!!!
    Berufe zu Verkaufen? Markthausleiterin von Annoport bekommt Stelle zugeschanzt, ohne öffentliche Ausschreibung!!
    Antazon: Resoluter Geschäftsmann schlägt Randalierer in die Flucht, vergisst aber seine Manieren!!
    Der Senat verliert Kontrolle, Antazon die neue Verbrecherhauptstadt

    Edit: Wenn schon korrupt, dann richtig, liebe RPGler
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