🛈 Ankündigung
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  1. #1441
    Avatar von gertgb81 Kam, sah und tippte
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    Nun hat es doch etwas länger als gedacht gebraucht, bis Gert endlich den Senat und Amtssitz der Bürgermeisterin erreicht hat. Eilig wirft er den langen Brief in den Kasten und begibt sich nun wieder
    auf den Heimweg.
    Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Calypso1960
    Es freut mich Ihnen jetzt auch Schreiben zu dürfen. Bevor ich zu meinem Anliegen komme, erlaube ich mir Ihnen einiges an Kunde zu tun, was sie, geschätzte Bürgermeisterin Calypso1960 und eine gute Freundin von Ihnen Tangorina, bestimmt noch interessieren dürfte. Mein Vater war der freie Händler Antonius1957. Er hatte hier in Annoport seine letzte Geliebte Tangorina. Im Jahr 1709 entschloss er sich nach Jahrzehnten als Freier Händler in der alten Welt niederzulassen und dort seinen Einfluss zu nutzen um den Buchhandel unter dem Namen Antazon aufzubauen. Der Handel begann zu florieren und bald wurde die Ganze Welt von Antazon beliefert. Doch dann geschah das Unvorstellbare. 1712 tauchte Donluther1981, der als Verschollen galt, als verrückter gefährlicher Räuberoberhaupt Darklector wieder auf und zündete alle Warenlager meines Vaters an. Darklector wie er sich seit 1710 nannte, war in seiner Verrücktheit wie von Dämonen besessen davon überzeugt, dass mein Vater seine geliebte Schwester ermordert hätte. Literweise hochprozentiges tat bei Darklector das Übrige dazu. Eines Nachts schlich Darklector sich in das Haus meines Vaters und wollte ihn im Schlafgemacht vergiften. Doch mein Vater kam gerade erst selbst nach Hause und ertappte Darklector im Schlafgemach, schlug ihm eine Flasche Wein über den Kopf. Darklector wurde von Wachen ins Gefängnis geworfen, wo sich Darklector schließlich umbrachte. 1713 übergab mein Vater schließlich seinen Buchhandel an mich. 1714 wütete die Pest erneut in der alten Welt, was auch den Tot von Antonius1957 bedeutete.

    Jetzt wissen Sie, geschätzte Bürgermeisterin Calypso1960, was sich um meinen Vater und Donluther1981 zugetragen hat.

    In der alten Welt herrscht ein neuer Krieg um die Nordischen Länder, in Spanien gingen gerade die Erbfolgekriege zu-ende. Die Pest tut ihr übriges. Mein Vater hat mir in einem letzten Brief geschrieben, dass wenn ich jemals nach Annoport kommen sollte, dass ich das Haus Nr. 28 aufsuchen soll, indem er mit Donluther und dessen Schwester Sandra gewohnt hat. Ich soll es dann bewohnen und zu meinem Zu Hause machen. Da ich bei meiner Ankunft hier in Annoport, weder sie Frau Bürgermeisterin Calypso1960, noch sonst jemand außer Hauptmann Neven antraf wo mich informieren hätte können, habe ich das Haus kurzerhand tatsächlich übernommen und mit Händen und Füßen so gut es ging wieder auf Vordermann gebracht. Selbstverständlich hätte ich es auch akzeptiert, wenn es zwischenzeitlich neu vergeben worden wäre. Für mich allein ist ein großes Haus, aber ich hege und pflege es so gut es geht. Es hat 4 Schlafzimmer, wobei ich eines davon baulich bereits zu einer kleinen Bibliothek umgebaut habe. Ein Schlafzimmer benötige ich
    für mich selbst, die anderen beiden würde ich im Bedarfsfall zur Verfügung stellen. Es geht nur mit und füreinander. In den Bergen soll sich laut dem letzten Brief meines Vaters das Haus Nr. 30 befinden, wo er einst eine Produktion für Schreibtafeln und dergleichen betrieben haben soll. Ganz ehrlich, Frau Bürgermeisterin Calypso1960, ich bin nicht daran interessiert, selbst wenn dieses Haus noch steht. Falls ich ihrer guten Freundin Tangorina begegnen sollte, soll ich ihr ausrichten, dass er sie immer geliebt hätte. Vielleicht pflegen sie noch Kontakt mit dieser Tangorina oder wissen etwas über deren Verbleib. Richten sie es ihr bitte aus, denn ich bin viel zu sehr, voller Tatendrang.

    Geschätzte Frau Bürgermeisterin Calypso1960. Ich beabsichtige von Annoport aus einen weltweiten Buchhandel mit dem Titel Antazon aufzubauen. Da nicht jede und jeder einfach machen kann, was er oder sie wollen, ist mir ein Mit und Füreinander wichtig. Mein Vater Antonius1957 hat zu Lebzeiten bereits sehr viele Handelsverträge mit Buchhändlern in der ganzen Welt aufgebaut. Nach seinem Tod habe ich diese Verträge übernommen. Der Buchhandel bringt Annoport einige Vorteile. 1.) Die Bücher für den eigenen Bedarf in Annoport könnte ich dank sehr guter Handelsverträge um 50% günstiger bekommen. 2.) Auf Bücher von Bildung und Forschung hätte Annoport exklusive Erstrechte, das heißt, Annoport würde als erstes mit Neuen Büchern beliefert. Mittel und Langfristig würde, sofern das Angebot angenommen wird, zu einer Bildungsstadt aufgebaut werden können. 3.) Auch Schreibwaren für die Schule, Lampen und Lamperöl könnten zu günstigen Konditionen nach Annoport geholt werden. 4.) Nach und Nach wäre Annoport der Ausgangspunkt und Mittelpunkt des Buchhandels. Der Handel mit Büchern, insbesondere Bücher von Bildung und Forschung könnte von hier aus gesteuert werden.

    Um dieses Vorhaben umzusetzen habe ich mich an die Markthausleiterin Frau Carima_Lara schriftlich gewahnt. Sie hat mir am selben Abend noch eine Rückantwort gegeben, wonach sie mich bei meinem Vorhaben gerne unterstützen würde. Dennoch konnte ich zwischen den Zeilen lesen, dass ich hierfür, auch sie Frau Bürgermeisterin in Kenntnis setzen sollte und auf eine Genehmigung ihrerseits vertrauen sollte. Deshalb hier dieser lange Brief in der Hoffnung auf eine Genehmigung. Damit sich die Sache
    auch lohnt, würde 1/3 der erwirtschafteten Gewinne aus dem Buchhandel an Fr. Carima Lara fließen. 1/3 wird für das Lagerhaus und die Arbeiter dort fließen und 1/3 wäre dann für mich wobei ich davon nur die Hälfte in Anspruch nehmen würde und der Rest als Reserve für den Handel zurückhalten würde.
    An eigenen Produktionsbetrieben oder aktiver Betteiligung an der Politik hier in Annoport bin ich nicht interessiert. Als Berater, bei Fragen rund um den Handel oder als stiller Zuhörer bin ich gerne bei Sitzungen dabei, aber ansonsten sehe ich Annoport politisch bei Ihnen in besten Händen.
    Besonders würde mich persönlich an der Stelle die Währung hier in Annoport interessieren. Wird mit Gold, Talern oder Credits bezahlt? So, nun wünsche ich Ihnen geschätzte Frau Bürgermeisterin Calypso1960 ein schönes Wochenende und erwarte gerne ihre Nachricht.

    Gezeichnet

    Gert
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  2. #1442
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    In der Korrespondenz, die ihr von James Everson, ihrem Sekretär, vorgelegt wurde, befand sich ein Brief, den er ihr mit einem breiten Lächeln überreichte. "Es geht voran bei uns Frau Bürgermeisterin. Während Sie zu sich auf Goldfurt aufhielten, um weiterführende Wirtschaftsverbindungen mit unseren Nachbarstaaten zu knüpfen, hat sich hier auch einiges getan."

    Nachdem James ihr Amtszimmer verlassen hat, betrachtet sie den Absender. Ein Herr Gert ist ihr unbekannt, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    Bereits nachdem sie die ersten Zeilen überflogen hat, zeigt sich ein wehmütiges Lächeln auf ihrem Gesicht und ihre Gedanken wandern für kurze Zeit in die Vergangenheit zurück. Sie erinnert sich an das schwere Schicksal, das Tangorina nach der Abfahrt von Antonius erlitten hat und wieder einmal bedauert sie es sehr, ihre geschätzte Freundin nie wiedersehen zu können.

    Verstohlen wischt sie sich eine Träne aus den Augen, putzt sich geräuschvoll die Nase und setzt sich gerade hin, um weiterlesen zu können.

    "Donnerlittchen" ... ruft sie aus, nachdem sie den Brief zu Ende gelesen hat. Sie musste ihn zweimal lesen, wollte doch ganz sicher gehen, nichts missverstanden zu haben.

    Die Marktleiterin Carmina Lara kennt sie sehr gut und vertraut ihrem Urteil. Insofern steht dem Begehren von Herrn Gert nichts im Wege. Sie liest den Brief ein drittes Mal um ganz sicher zu gehen, nichts übersehen zu haben. Schließlich wollen solche einschneidenden Erneuerungen wohl überlegt sein.

    Sogleich setzt sie ein Antwortschreiben an Herrn Gert auf, das sie ihm heute noch in den Briefkasten werfen möchte.

    Danach nimmt sie ihre Jacke und ruft nach der Hündin, die sich träge gähnend von ihrem Lager erhebt und sich schüttelt. Zusammen treten sie ins Freie, um sich auf den Heimweg zu machen.
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  3. #1443
    Avatar von gertgb81 Kam, sah und tippte
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    Gert hat vor 1 Stunde 3 Zeichnungen und einen Brief im Senat für Frau Bürgermeisterin Calypso abgegeben.
    Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Calypso.
    Zu meinem Schreiben vor einigen Tagen, welches ich Ihnen in ihren Briefkasten bei ihrem Haus geworfen habe, möchte ich ihnen heute nun die Baupläne für Antazon vorlegen.
    [IMG][/IMG]
    Dies ist das Buchlager welches direkt bei der Kreuzung der Strasse zum Dorfzentrum, also auch in der Nähe zum großen Markthaus entstehen soll. Es wird sich im ersten Stock befinden.
    Darunter kommt dann die Bibliothek von Antazon. Es sollen alle Menschen in Annoport auch jene welche gebrechlich sind problemlos Bücher ausleihen können.
    . Mittel und Langfristig sollen besonders Kranke, Gebrechliche und andere Körperlich eingeschränkte Menschen, Leihbücher nach Hause geliefert bekommen und diese werden dann auch wieder abgeholt. Ein deutlicher Fortschritt, allen Menschen Wissen und Bildung näher zu bringen. So bleibt kein Mensch in Annoport vom Wissen und der Bildung zurück.
    [IMG][/IMG]
    Die Vorderansicht der beiden Geschäftshäuser. Ich hoffe mein Ansinnen des Briefes in ihrem Haus Briefkasten, damit noch ein wenig Farbe gegeben zu haben.

    Hochachtungsvoll

    Gert
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  4. #1444
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    Zwar hatte sie letzte Woche alle Korrespondenz abgearbeitet und auch die verschiedenen Anfragen der Bürger versucht zu erfüllen, aber um eine Schriftsache konnte sie sich noch nicht kümmern.

    Herr Gert hatte ihr die Pläne von Antazon hereingereicht, die sie jetzt ausgiebig studiert. Zwar ist sie von der Größe der Pläne etwas erschlagen, aber sie kann alles darauf gut erkennen.

    Genau vergleicht sie die Größe der zur Verfügung stehenden Grundstücke mit den senatseigenen Inseldaten. Das müsste hinkommen, denkt sie sich.

    Die Zeichnungen finden ihre Zufriedenheit. Natürlich wird sie eine Entscheidung von dieser Tragweite nicht alleine entscheiden, obwohl sie dieses Unternehmen sehr befürwortet. Deshalb wird sie am Montag einige Senatoren bitten, die Pläne ebenfalls durchzugehen. Aber sie weiß schon jetzt, dass es keine Probleme geben wird.

    So legt sie die Pläne jetzt auf den Tisch des Konferenzraums der Senatoren und schreibt eine Mitteilung mit Hinweis um Überprüfung und gegebenenfalls Billigung des Vorhabens.

    "Jetzt aber nach Hause", redet sie mit sich selbst, es ist schon wieder weit nach Mittag.
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  5. #1445
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    "Was für ein Tag, diese Hitze bringt mich um", stöhnt sie und tupft sich dezent mit einem Taschentuch über die Stirn.

    Erschrocken schaut sie auf die Tischuhr ... es ist bereits weit nach 20 Uhr.

    "Jetzt aber nichts wie nach Hause", murmelt sie und packt ihre Tasche. Obenauf legt sie das Schriftstück an Herrn Gert.
    "Er wird sich sicherlich freuen, wenn er liest, dass die Senatoren sein Vorhaben Antazon befürwortet haben, obwohl ich viel Überzeugungsarbeit leisten musste, denn nicht jeder ist für diese Art von Fortschritt. Aber was zählt ist doch, dass ich sie überzeugen konnte", murmelt sie weiter und verschließt die Tür, um sich auf den Heimweg zu machen.
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  6. #1446
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    Sie hätte nicht gedacht, dass sie so schnell wieder hier ist, aber James Notruf klang doch zu bedrohlich.

    Die Garde macht ihr Platz, als sie zusammen mit James in den Senat stürmt. Von den Brocken, die James ihr beim Laufen erzählte, hatte sie kaum etwas mitbekommen. Nur, dass einem der Senatoren etwas zugestoßen sein sollte.

    Hoffentlich nichts Schlimmes, denkt sie, als sie durch die Türe stürmt.
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  7. #1447
    Avatar von gertgb81 Kam, sah und tippte
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    Gert hat einige Frauen in den Senat entsandt die der Medica wissend sind, Senat hin oder her, wenn es um Menschenleben geht, dann ist ihm das Unternehmerische egal. (Kann jetzt bis 23:59 von jedem RPGler verwendet werden)
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  8. #1448
    Avatar von DerEisenfresser Forum Veteran
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    Hauptmann Manius erreicht mit zwei Soldaten und einem Feldarzt das Ratshaus. Er fragt den Gardisten an der Tür: "Was ist hier geschehen?"

    "Ich weiß es nicht, Hauptmann! Einem Senator scheint etwas zugestoßen zu sein."

    Manius und seine Leute betreten das Ratshaus. Er sieht die Bürgermeisterin ebenfalls anwesend.

    "Frau Bürgermeisterin! Können Sie mir sagen, was geschehen ist?"
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  9. #1449
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    "Ach Hauptmann Manius, was für ein Glück, dass Feldherr Neven Sie hierher geschickt hat Ich habe nur von James zwischenzeitlich erfahren, dass einer der Senatoren verletzt aufgefunden wurde. Überall ist Blut und einige der herbeigeeilten Frauen haben ihn notdürftig versorgt, auch die Stelle um das Messer herum, das aus seiner Brust ragt, haben sie gesäubert.

    Unsere Gundi wurde ja von unserer Medica Inasha in die Kunst der Medizin eingeweiht und hat sich sofort um die Wunde gekümmert. Sie ist zwar nicht sehr tief, liegt aber genau über dem Herzen.

    Bislang ist Senator Nevermann noch nicht ansprechbar, er steht noch unter Schock. Wir haben ihn in das Gästezimmer gelegt, damit er sich ausruhen kann. Wer kann so etwas nur getan haben?

    James hat wohl auch nur gehört, dass plötzlich eine dunkel gekleidete Gestalt in die hinteren Räume des Senats eingebrochen ist und sich zielstrebig auf Senator Nevermann gestürzt und ihn mit dem Messer abgestochen hat. Ob es nur eine Drohung war, oder ob er wirklich vorhatte, ihn zu töten, wissen wir nicht.

    Ach ja, da fällt mir noch etwas ein. Ich weiß nicht, ob es für Ihre weitere Arbeit von Wichtigkeit ist, aber der niedergestochene Senator war einer der Gegner des Antazon-Projekts, welches Herr Gert in Annoport verwirklichen will.

    Wie sie ja vielleicht mitbekommen haben, waren nicht alle Senatoren, die dieses Bauvorhaben überprüften, für den Bau dieses Buchhauses. Einige sahen damit große Probleme auf Annoport zukommen. Ja, und einer dieser Senatoren war eben Senator Nevermann, der jetzt verletzt wurde."

    Erleichtert, dass sie nicht alleine vor diesem Problem steht, bietet sie Hauptmann Manius ein Glas Wasser an und setzt sich erschöpft in den Sessel. Sie will sich ein wenig ausruhen.
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  10. #1450
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    Während der letzten Stunden konnte sie sich ein wenig beruhigen, was das Attentat auf Senator Nevermann betrifft. Sie ist zuversichtlich, dass diese üble Tat demnächst aufgeklärt wird.

    Viel mehr macht ihr allerdings zu schaffen, was Feldherr Neven ihr erzählt hat. Nämlich, dass die Garde hoffnungslos unterbesetzt ist. Sie hat momentan keine Idee, wie sie diesem Problem entgegentreten kann. Vielleicht weiß ja Feldherr Neven einen Rat, überlegt sie.
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