1. #1421
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    Die Mitteilung für das Kontor hat sie soeben fertig geschrieben und schickt gleich einen der Laufjungen los, um sie dort anzubringen.

    Für ihren Brief an Thamia benötigt sie etwas länger, den wird sie erst heute Nachmittag in Angriff nehmen.
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  2. #1422
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    Der Brief an Thamia ist fertig und auch mit der übrigen Korrespondenz ist sie weit vorangekommen.

    Candy streckt sich ausgiebig, die Hündin hat den ganzen Tag vor dem Kamin verschlafen.

    Calypso räumt ihre Unterlagen weg, zieht die Jacke an und steckt den Brief in ihre Tasche. Sie wird ihn gleich auf dem Heimweg abschicken.
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  3. #1423
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    Prunklord kommt im Senat an.

    Er grüßt die Wachleute, die sich freuen ihn zu sehen und geht dann in das Senatsgebäude.

    Dort geht er ersteinmal zum Büro der Bürgermeisterin und sieht, dass es wie immer nicht abgeschlossen ist. Von daher geht er hinein und gibt sein Bericht ab, den er auf das Jahr 1711 datiert hat.


    Bericht über die sechsmonatige Reise des Gesandten Prunklord durch Europa im Jahre 1711.

    Die Reise begann in Annoport. Von Annoport aus reisten wir auf der "Pelikan" und einem Eskortschiff, die "Fortuna", in Richtung England. Wir ankerten im Hafen von London und mieteten uns in einer Taverne ein. Von dort schickte ich einen Boten zum englischen Monarchen, welcher uns eine Woche warten ließ, bevor er uns empfing. Wir führten zwei Tage lang Verhandlungen. Dabei kam ein Vertrag zustande.

    Nach der Vertragsunterzeichnung setzten wir Segel nach Schweden. Sofort nachdem unser Schiff an der schwedischen Küste ankam, wurden wir zum Monarchen geführt. Dieser unterzeichnete unseren Vertrag ebenfalls.

    Nach diesem nächsten erfolgreichen Vertragsschluss ging es weiter. Wir verabschiedeten uns vom Monarchen und führen zum deutschen Kaiserreich. Auf dem Weg dorthin gerieten wir in einen schrecklichen Sturm, bei dem wir leider die "Fortuna" samt Crew verloren. Nach langen Strapazen gelangten wir nach Hamburg, wo uns der Obersouverän der deutschen Staaten empfing und ebenfalls Unterzeichner unseres Vertrags wurde.

    Nachdem auch Deutschland Reibungslos verlief waren wir zuversichtlich, auch die restliche Tour erfolgreich zu beenden. Allerdings wurden wir an der belgisch-französischen Küstenregion von einer belgischen Flotte aufgegriffen und in ein Verlies gesteckt. Wir fristeten 2 Wochen Gefängisaufenthalt, angeblich wegen eines "Aktes der Agression gegen die Beneluxstaaten". Nachdem der französische König jedoch eine Kaution von 1.200.000 Silberlingen zahlte, konnten wir aus der Haft. Wir wurden zu unserem Schiff gebracht und gingen in Calais an Land. Dann wurden wir per Kutsche in die königliche Residenz gebracht. Auch der französische Monarch stimmte zu.

    Das nächste Ziel der Reise war Spanien. Allerdings war es uns, aufgrund schlechten Wetters, nicht möglich, mit dem Schiff dorthin zu fahren. Wir ritten also dorthin, während ein Teil unseres Trupps das Schiff "nachholte". In Madrid konnten wir ebenfalls den spanischen Monarchen überzeugen unseren Pakt zu unterzeichnen, womit wir alle Atlantikstaaten außer Portugal aufnehmen konnten. Jedoch wurden wir in Protugal nicht einmal in die Hauptstadt gelassen.

    Von Gibraltar aus segelten wir zum osmanischen Sultanat. Der osmanische Sultan, ein Verbündeter Annoports, empfing uns herzlich und "Zwang" uns mehr oder weniger einen Monat zu bleiben. Am Ende unterzeichnete er den Vertrag ohne großere Probleme und verabschiedete uns. Er gab uns zudem ein Schiff mit, dass uns im Gebiet des Mittelmeeres militärisch eskortiert. Nun kam die schwerste Etappe der Reise.

    Wir reisten zu unserem ehemaligen Feind, dem Dogen von Venedig. Nachdem wir 3 Wochen vor den Stadttoren warten mussten, weil uns der Einlass verwehrt wurde, mussten wir dem Dogen ein „Zeichen unserer Freundschaft" geben. Ich gab ihm daher die Geldkassete, die wir für unsere Auslagen vom Staat Annoport bekommen hatten. Er fand es "zufriedenstellend" und hat uns daher eine Audienz gewährt. Diese verlief kühl und am Ende schlossen wir endlich offiziell Frieden und nach einer kurzen Verweildauer kontnen wir ihn überzeugen, uns 25.000 Silberlinge für die Auslagen zu geben. Danach haben wir noch eine Vertragsunterzeichnung vereinbart und somit alle wichtigen europäischen Staaten auf unserer Seite.

    Nach auch dieser letzten Etappe der reise machten wir uns auf den Rückweg nach Annoport und trennten uns bei Gibraltar von dem Eskortschiff. Wir machten uns danach ohne größere Komplikationen auf den Weg nach Annoport und kamen am gestrigen Tage an.


    Das Ergebis meiner Reise ist folgender Vertrag:

    Vertrag über Unabhänigkeit und Neutralität Annoports

    Dieser Vertrag regelt die diplomatisch militärischen Beziehungen zwischen den Staaten Annoport und den Staaten England, Schweden, Spanien, Frankreich, Venedig, dem osmanischen Reich und den deutschen Kleinstaaten sowie deren aller in Personalunion unterstellten Staaten sowie mit allem Folgestaaten, die sich im laufe der Zeit aus den oben genannten Staaten ergeben.

    §1 Annoport führt keine militärischen Aktionen im Staats- und Küstengebiet der Staaten England, Schweden, Spanien, Frankreich, Venedig, dem osmanischen Reich und den deutschen Kleinstaaten sowie deren aller in Personalunion unterstellten Staaten sowie mit allem Folgestaaten, die sich im laufe der Zeit aus den oben genannten Staaten ergeben. Zum Küstengebiet zählt ein Areal von 20 km Luftlinie Entfernung zur Küste.

    §2 Annoport ist ein militärisch neutraler Staat. Die Staaten England, Schweden, Spanien, Frankreich, Venedig, dem osmanischen Reich und den deutschen Kleinstaaten sowie deren aller in Personalunion unterstellten Staaten sowie alle Folgestaaten, die sich im laufe der Zeit aus den oben genannten Staaten ergeben erkennen die Neutralität an und verpflichten sich, diese zu erhalten.

    §3 Der Handels- und Schiffsverkehr zwischen Annoport und den Staaten England, Schweden, Spanien, Frankreich, Venedig, dem osmanischen Reich und den deutschen Kleinstaaten sowie deren aller in Personalunion unterstellten Staaten sowie mit allem Folgestaaten, die sich im laufe der Zeit aus den oben genannten Staaten ergeben ist frei. Einzig anmeldepflichtig sind alle bewaffneten Schiffe, die die Küstengebiete (nach §1 Satz 2) passieren.

    Unterschriften

    Vertreter Annoports -
    Herr Marinius Prunklord, Gesandter und Bevollmächtigter Annoports

    Vertreter Englands -
    Königin Anne Stuart, Königin v. Großbritannien und Irland

    Vertreter Schwedens -
    König Karl XII., König v. Schweden und Herzog zu Bremen und Verden

    Vertreter der deutschen Kleinstaaten -
    Karl VI., deutscher Kaiser, Erzherzog von Österreich, Souverän der übrigens Habsburger Erblande, König von Ungarn und Kroatien sowie König von Böhmen

    Vertreter Frankreichs -
    König Ludwig XiV., König von Frankreich und Navarra

    Vertreter Spanien -
    Philipp V., König von Spanien, König von Sardinien sowie König von Sizilien und Neapel

    Vertreter des Osmanischen Reichs -
    Ahmed III., Sultan des Osmanischen Reichs

    Vertreter des Republik Venedig -
    Giovanni II. Cornaro, Doge von Venedig


    Nachdem der Bericht abegeben ist, geht Prunklord in sein Büro. Als er die Tür öffnet stöhnt er ob des Berges internationaler Korrespodenz. Sogar einige Briefe von Bürgern ANnoports sind dabei, in denen sie internationale Beziehungen vorschlagen, die Annoport eingehen sollte.

    Das dauert ne Weile, denkt sich Prunklord und beginnt sofort damit, den Stapel zu bearbeiten.
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  4. #1424
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    Nachdem er die wichtigste Korrespodenz erledigt hat und die Gesuche der Bürger, unter anderem eines das eine Heirat zwischen Calypso und dem deutschen Kaiser verlangt, abgelehnt hat, verlässt er den Senat in Richtung des neuen Wirtshauses, welches er sich unbedingt ansehen will.
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  5. #1425
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    Beim Senat angekommen, rauscht sie leicht winkend an der Garde vorbei, ruft James zu, dass sie ihn die nächsten Stunden nicht benötigt und setzt sich sogleich an den Schreibtisch. Es wartet eine Menge Korrespondenz auf sie, die will erst einmal gesichtet werden.

    Candy legt sich leise schmatzend vor den Kamin und fällt auch gleich in dösigen Halbschlaf, während sich Calypso in das Schriftstück von Herrn Prunklord vertieft.
    Mit diesem Reisebericht hat er sich selbst übertroffen, denkt sie und beginnt noch einmal von vorne zu lesen. Sie muss sich jetzt etwas konzentrieren, nicht dass ihr etwas entgeht. Aber aus Erfahrung weiß sie, dass sie Herrn Prunklord mittlerweile uneingeschränkt vertrauen kann.

    Trotzdem schweifen ihre Gedanken immer wieder leicht ab zu Herrn Neven und sie hofft, dass er weiß, auf was er sich eingelassen hat.
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  6. #1426
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    Sie streckt sich, es ist schon spät geworden, aber nachdem sie sich den Reisebericht des Gesandten sowie den Vertrag über Unabhänigkeit und Neutralität Annoports durchgelesen hat, ist ihr viel wohler zumute.

    Hat er gut gemacht, denkt sie und legt den Vertrag zu den anderen wichtigen Dokumenten. Den Rest der Korrespondenz lässt sie auf dem Schreibtisch liegen, sie wird sich morgen darum kümmern.

    "Komm Candy, auf geht's", ruft sie der Hündin zu, die sich sogleich auf den Weg zur Tür macht. Sie scheint sich auf den Rückweg nach Hause zu freuen.
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  7. #1427
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    Die Wachen grüßen und lächelnd läuft sie die Eingangstreppe hoch, durchquert die große Halle und geht auf direktem Wege in ihr Arbeitszimmer.

    Schon wieder so ein Haufen Korrespondenz, denkt sie und nimmt sich zuerst ein Schreiben von Herrn Prunklord vor, in dem er ihr alles Wissenswerte über die letzten Aktivitäten von Herrn Neven beschreibt.

    Was für ein Glück, dass in Annoport gelandet ist, denkt sie, als sie bei der Passage mit den Diebstählen in Annoport ankommt. Fast scheint es, als würde Herr Neven schon die Initiative ergriffen haben und eine Art Polizeiamt bekleiden. Das ist sehr in ihrem Interesse, besonders da er eng mit Kommandant Arthur zusammenarbeiten wird, der ihr vollstes Vertrauen genießt.

    Sie nimmt sich vor, ihm auf dem Nachhauseweg einen kleinen Willkommensgruß vor die Tür zu stellen. Leider hat sie momentan nicht so viel Zeit für ihn, wie sie es sich wünscht, aber in einigen Wochen wird sich dieser Zustand wohl geändert haben.
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  8. #1428
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    James war so freundlich und hat ihr einen Blumenstrauß aus dem Markthaus mitgebracht, den will sie später Herrn Neven vorbeibringen, zusammen mit einem Brief, den sie soeben fertig gestellt hat.


    Hochgeschätzter Feldherr Neven,

    von unserem Gesandten Herrn Prunklord habe ich vernommen dass Sie planen, hier eine Art Polizeistation zu eröffnen. Bitte korrigieren Sie mich, falls ich es falsch verstanden haben sollte.

    Ich möchte Ihnen hiermit dafür die Befugnis erteilen. Sollten weiterreichende Entscheidungen zu treffen sein, bitte ich Sie, sich mit mir oder mit Herrn Prunklord in Verbindung zu setzten. Ansonsten lasse ich Ihnen freie Hand.

    Sicherlich werden Sie ab und an mit Kommandant Arthur zusammenarbeiten, er genießt mein absolutes Vertrauen und hat schon Anweisungen erhalten, Ihren Wünschen zu entsprechen, so Ihre Befehle und Aktionen im Sinne Annoports verlaufen.

    gez. Calypso
    Bürgermeisterin von Annoport


    Sie verschließt den Briefumschlag und macht sich zusammen mit Candy auf den Heimweg.
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  9. #1429
    Avatar von DerEisenfresser Forum Veteran
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    Neven kommt zum Senat. Während er das prächtige Gebäude bestaunt, betritt er es. Nun hinterlegt er seinen Bericht über den Fall "Diebesgilde":

    "Bericht zum Fall 'Diebesgilde':
    Nach den Diebstählen, welche einen Schaden von
    über 17.000.00 Silberlingen verursachten, konnte
    eine 15 Mann starke Gruppe bei dem Versuch Kisten
    von Feldherr Neven zu stehlen. Tatsächlich waren
    in den Kisten weder Waffen noch Gold. Sie dienten
    nur dazu, einige Diebe anzulocken und festzunehmen.

    Nach Verhörung der Gefangenen wurde festgestellt,
    dass eine Verschwörung zur Übernahme von Annoport
    mit Hilfe der Korsaren unter Hassan ben Sahid
    stattfinden sollte. Das Hauptquartier der Diebesgilde
    befand sich in einem unterirdischen Gewölbe im Wald.
    Komissar Neven erstürmte dieses mit seiner 880-Mann
    starken Armee und 150 Gardisten von Annoport.

    Nach weiterer Untersuchung wurde ebenfalls festgestellt,
    das die Gerüchte von einem Waffenlager unter den Besitztümern
    des Herrn Prunklord, Gesandter von Annoport, nicht zutreffend
    waren.
    Stattdessen hat ein Arbeiter aus der Schmiede des Gesandten
    ohne Wissen seines Herrn Waffen für die Diebe hergestellt und
    sie dabei unterstützt, in die Schmiede einzubrechen.

    Die gefangenen Mitglieder der Diebesgilde werden an einem von
    der Bürgermeisterin festgelegten Termin wegen Hochverrats,
    Diebstahl, Mord und Anstiftung zum Mordversuch an einem Beamten
    vor Gericht gestellt.

    Feldherr Neven, Komissar und Leiter der Polizei von Annoport"

    Danach verlässt Neven den Senat wieder.
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  10. #1430
    Avatar von PrunkyTV Forum Veteran
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    Prunklord kommt beim Senat an und sieht den Bericht des Feldherrn Neven, der ja noch im Postfach der Bürgermeisterin liegt.

    Er schreibt schnell eine Notiz und legt diese dazu, danach geht er in sein Büro.


    Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

    da wir in Annoport keine feste Besetzung für das Richteramt haben, würde ich mich gerne bei Ihnen als Richter für den Prozess gegen die Diebesgilde bewerben.
    Da ich, wie sie wissen, ein gutes Informationsnetz in Europa habe, kann ich auch Lüge und Wahrheit in diesem Fall wohl besser unterscheiden als die meisten anderen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Prunklord
    Gesandter Annoports
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