1. #41
    Avatar von Andrey-Delany Forum Veteran
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    tja, dann heißt es wohl: Fortsetzung

    ...dann blitzte die Klinge des rothaarigen Mädchens schon auf. Nur mit Mühe parrierte er die
    wirbelnden Kurzschwerter, wich einem weiteren Angriff aus und holte blitzschnell zum weitreichenden Streich aus. Funken stoben, als Stahl gegen Stahl schlug und beide Kontrahenten taumelten von der Wucht des Hiebes zurück.
    Ganz in ihrer Nähe tanzten blade-devil und Andrey ihren Klingentanz. Andreys schmale Schwerter schienen überall gleichzeitig zu sein,
    unablässig durchschnitten sie die Luft, wirbelten herum und fuhren immer wieder auf blade-devil herab. Doch der Kopfgeldjäger schaffte es tatsächtlich, die stürmischen Attacken abzuwehren. Schließlich brachte er es fertig, einen unerwarteten Ausfallschritt nach hinten zu machen und Andreys blitzende Klingen mit einem einzigen blitzschnellen Rundumschlag seines Säbels zu parrieren. blade-devil nutzte den Schwung seines eigenen Schlages und stürzte sich nach vorne, den Dolch zum Stoß erhoben.
    Doch plötzlich stolperte er ins Leere. Als der Kopfgeldjäger ein metallisches Sirren neben sich
    vernahm, vollführte er instinktiv eine halbe Drehung und schaffte es mit Mühe, Andreys wirbelndes Schwert zu parrieren.
    Nun ergriff Andrey die Initiative und drang mit wilden, schnellen Hieb- und Stichfolgen unerbittlich auf seinen Gegner ein. blade-devil hatte keine andere Wahl als sich von den stürmischen Attacken Andreys zurücktreiben zu lassen. Schließlich beschrieben Andreys Klingen einen Scherenschnitt, welchen blade-devil mit senkrecht geführter Klinge parrierte. Er machte einen blitzschnellen Ausfallschritt zur Seite und wollte Andrey den Dolch in die ungeschützte
    Hüfte rammen. Doch seine Klinge glitt ins, als sich Andrey leicht nach hinten fallen lies. Sofort setzte blade-devil nach, klemmte seinen Säbel wieder zwischen Andreys Waffen, zog seinen
    Arm zurück um Schwung zu holen und drückte dann mit aller Kraft gegen Andreys Schwerter. Der Schwertkämpfer taumelte ein gutes Stück rückwärts. Sofort nutze blade-devil die offene Deckung und schleuderte seinen Dolch.
    Andrey brachte es noch mit Mühe fertig, sich etwas zur Seite zu drehen. Der scharfe Stahl bohrte sich tief in seine Schulter. Wäre er nicht ausgewichen, dann hätte die Klinge ihn an der Kehle erwischt und vermutlich getötet.
    Sofort drang der Kopfgeldjäger mit kraftvollen beidhändig geführten Säbelhieben auf ihn ein. Andrey ignorierte den höllischen Schmerz jedoch in seiner unglaublichen Kämpferdisziplin und wich dem mächtigen Schlaghagel seitens blade-devil gekonnt aus. Aber er musste den Kampf schnell zuende bringen, die Wunde würde ihn immer mehr schwächen, bis er zusammenbräche. Das wäre sein Ende...
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  2. #42
    Avatar von blade-devil Forum Veteran
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    blade-devil lies nicht ab und machte seinem Namen alle Ehre. Er stieß immer wieder sein Schwert nach vorne, in der Hoffnung irgendwann die schwindenden Kräfte seines Gegners überwinden zu können und den finalen Hieb zu setzen.
    Doch Andrey gab in seiner Extase nicht nach, der Gedanke, den skrupellosen Kopfgeldjäger zur Strecke zu bringen, verlieh ihm dem Anschein nach immer mehr Macht. Immer wieder musste er an das Mädchen denken, dass blade-devil zum Opfer gefallen war und in seinen Armen starb. Seine Augen begannen zu leuchten. Tränen bahnten sich ihren Weg das schmale Gesicht entlang, teilweise auch ausgelöst von den höllischen Schmerzen des Dolches, der immer noch in seiner Schulter steckte.
    Andrey bis noch einmal seine Zähne zusammen, verdrängte jeglichen Schmerz, drängte blade-devil in die Defensive und steckte all seine zur Verfügung stehende Kraft in einen Tritt, der blade-devil aus seiner Abwehrhaltung hinaus zu Boden befödete.
    Da lies Andrey eines seiner Schwerter zu Boden fallen, bewegte seine Hand zu dem Dolch, umgriff ihn fest und riss ihn unter Tränen mit einem mächtigen Schrei aus seiner Schulter. Stark blutend hielt Andrey den Dolch in seiner Hand und starrte blade-devil mit entschlossener aber schmerzverzerrter Miene an. blade-devil konnte es nicht begreifen, was da gerade vor ihm geschehen war. Ungläubig und furchtdurchflossen von der plötzlichen Stärke seines Gegners richtete er sich wieder auf, umklammerte sein Schwert fest und stürzte auf Andrey zu.
    Dieser hatte bereits viel Blut verloren, er war kurz davor, sein Bewusstsein zu verlieren, als er gerade noch erkennen konnte, wie blade-devil auf ihn einstürmte. Sein kriegerischer Instinkt führte von nun an die Kontrolle über Andreys Köper. schnell riss er sein schmales Schwert hoch, parrierte damit den Hieb seines Gegners und schlug im selben Moment mit blade-devils Dolch auf den Griff des Schwertes, dessen Hieb er gerade so gekonnt pariert hatte. blade-devil stieß einen lauten Schrei aus: "Ah verdammt, wo hast du diese Kraft her?!! AHHHH meine Finger!!!"
    Andrey hatte blade-devils linken Mittel- und Ringfinger durchtrennt, die nun auf den staubigen Straßen Babylons lagen.
    Da brach Andrey zusammen und fiel ungebremst auf den harten Boden. Aus dem Augenwinkel konnte er noch erkennen, wie blade-devil sich seine verwundete Hand hielt und seiner Gefährtin deutete, zu verschwinden, ehe er endgültig das Bewusstsein verlor.
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  3. #43
    Avatar von Keksus Meister der Buchstaben
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    Firen konnte nur leicht aus den Augenwinkeln erkennen wie der Kampf zwischen Andrey und blade-devil verlief. Allerdings bemerkte er dies kaum, er hatte genug damit zu tun seinen eigenen Kampf zu kämpfen, schliesslich war er ein Dieb, und kein Soldat, er hatte zwar bei asmaron trainiert, doch das war lange her, er hatte sich vielmehr für die Kunst des Schleichens intressiert, und was er noch an Schwertkunst konnte war leider nicht genug um gegen Yuna zu bestehen. Ausserdem war er abgelenkt durch das was in den letzten Tagen passiert ist, er ahnte das irgendetwas grosses im Gange war, er wusste nur noch nicht welche Rolle er bei all dem spielte. "Ihr seid abgelenkt" sagte Yuna lässig während sie Firen mit einem Tritt zu Boden beföderte. Firen hatte nicht aufgepasst, er hatte nur auf die Klingen seiner bezaubernden Gegnerin geachtet, und dabei ganz die Beine aus den Augen gelassen, und so wie es schien, war das nun sein Ende. Firen schloss seine Augen und wartete auf das unausweichliche. Dann höte er ein metallisches Geräusch, als ob Stahl auf Stein schlägt. Er öffnete die Augen und sah wie die Klinge von Yuna nur Millimeter neben seinen Hals im Stein steckte. "Ich lasse euch leben, eines Tages werdet ihr erfahren warum" mit diesen Worten, und einem Tritt in Firens Gesicht, der ihm das Bewusstsein nahm, verabschiedete sich Yuna, und machte sich auf den Weg zu ihrem eigentlichem Ziel: asmaron.

    Asmaron, Keksus, Schatten, Trickster liefen durch die düsteren Gassen Babylons, aufgeschreckt von den Worten blade-devils. Gerade als sie sich in Sicherheit wiegten, fiel ein langer Schatten auf sie, sie sahen die Gasse zurück und erkannten die mysteriöse Begleitung blade-devils. Gegen sie konnten sie vielleicht gewinnen, allerdings konnten sie nirgends den Kopfgeldjäger selbst sichten, wahrscheinlich wartete er in einer Seitengasse auf sie um zuzuschlagen. Die Gruppe wusste das sie gegen blade-devil keine Chance hatten, und seine Begleitung sollte sie wahrscheinlich in eine Falle locken. Asmaron und Keksus zogen sofort ihre Waffen und wollten angreifen, doch die beiden Frauen hielten das nicht für eine so gute Idee, und versuchten sie davon abzuhalten. "žSchnell, verstecken wir uns im Schatten!" war Trickster's Vorschlag. Doch die Männer ließen sich davon nicht abhalten, und stürmten vor.
    "žIhr habt keine Chance" sagte die mysteriöse Helferin blade-devil's "žGebt besser gleich auf". Das war die einzige Warnung die gegeben wurde, doch nur Trickster und Schatten höten darauf, und rannten weg.
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  4. #44
    Avatar von Andrey-Delany Forum Veteran
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    Siegessicher und unter brennenden Schmerzen näherte sich blade-devil dem ohnmächtigen Andrey.
    Ein boshaftes Grinsen umspielte seine Mundwinkel und er flüsterte mit leiser Stimme:" Ich hatte dir ja ein Angebot gemacht. Du hättest das hier überleben können." Mit einer übertrieben triumphierenden Geste erhob er seinen Säbel zum Todesstoß. Doch dann kamen ihm Zweifel. Dieser Kampf war wirklich seine bisher größte Herausforderung gewesen seit er den Ruf des gefährlichsten aller Kopfgeldjäger Persiens besaß. Sollte er seinem Feind denn so ein unwürdiges Ende bereiten. Seine Hände begannen zu zittern, der Schmerz in seiner Hand wurde immer schlimmer.
    Plötzlich schlug Andrey unvermittelt die Augen auf und bedachte ihm mit einem derart bösem Blick, als hätte er blade-devils Gedanken geahnt. Der Kopfgeldjäger wollte seine Klinge in
    Andreys Brust stoßen, doch seine Beine versagten ihm den Dienst, als etwas mit ungeheurer Wucht gegen seine Kniekehle trat. Sofort verlor blade-devil sein Gleichgewicht und stürzte der Länge nach hin. Hart schlug er auf dem Straßenboden auf und es knackte laut. blade-devil enrfuhr ein stummer Schmerzensschrei, als sich seine Rippe bei der Wucht des Aufpralls verbog und schließlich brach. Der Säbel entglitt seinen Händen und fiel klirrend zu Boden. Der Kopfgeldjäger streckte seine Hände nach hinten und zog sich mit einem Ruck durch seine einzigartige Kraft hoch.
    Da stand er vor ihm, wie der Tod selbst, der gekommen war um blade-devil zu holen.
    Andrey löste die Spange, die seinen Umhang hielt und lies den Mantel zu Boden gleiten. Er ballte die Hände zu Fäusten, dass seine Gelenke knackten. Eiskalt und mit berechnendem Blick maß er blade-devil. " Es ist noch nicht vorbei, "
    sagte er tonlos. Dann griff er ohne weitere Vorwarnung an. Nur knapp entging blade-devil dem
    Tritt, der seine Brust hatte treffen sollen. Doch Andrey lies sich nicht aus dem Konzept bringen. Unablässig schossen seine gefalteten Fäuste vor, seine Ellebogen und Handkanten donnerten immer wieder gegen die abwehrenden Unterarme des Kopfgeldjägers. blade-devil duckte sich unter einem hochangesetzten Tritt Andreys hinweg und packte seinen Gegner mit aller Kraft an der verletzten Schulter. Andrey brüllte vor Schmerz, als die muskolösen Hände des Kopfgeldjägers seine Schultermuskeln zusammendrückten. Langsam, aber beständig, sank
    er in die Knie. Der siegessichere blade-devil übersah dabei Andreys eigentliches Vorhaben.
    Plötzlich schoss die Handkante des Schwertmeisters nach oben und traf mit ungeheurer Wucht die Kehle des Kopfgeldjägers.
    blade-devil rang nach Atem, nachdem die Wucht des Schlages alle Luft aus seiner Lunge gepresst hatte. Langsam taumelte der Kopfgeldjäger nach hinten und verlor das Gleichgewicht. Die Dunkelheit der nächtlichen Straßen von Babylon
    verschwamm in seinen Augen, dann stürzte blade-devil zu Boden und verlor das Bewusstsein
    ...
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  5. #45
    Avatar von princess-o-p Forum Veteran
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    Beide rannten sie auf die junge Frau zu, verärgert darüber, dass Firen nicht hatte gegen sie gewinnen können. "Ich nehme sie von links, greife sie dir dann von unten!", war Asmarons Plan gewesen. Keksus ließ in seiner Geschwindigkeit nach, blieb jedoch in Bewegung, es würde sich nur um Sekunden handeln bis er sein Schwert erheben lassen konnte. "Möge der Tanz beginnen, darf ich bitten Jato?", sagte die Fremde und sogleich prassten Asmarons Säbel von links auf die Frau ein, er hatte sie in verschiedene Höhnen gebracht, denn er rechnete damit, dass sie sich einer widmen und somit die andere offen bleiben würde, auf der er gedachte sie zu treffen. Doch dies war nicht so. Er hatte ihre Geschicklichkeit und den Tanz ihrer Klinge unterschätzt: Wie gedacht schlug er mit der einen Hand auf ihren Kopf ein und zog die die andere gleich etwas tiefer nach, doch sie wehrte nicht nur den oberen, sondern, durch eine Querhaltung ihres Schwertes, auch den unteren Schlag ab. Zugleich kam ein Angriff von unten, es war Keksus. Nur knapp entging sie einer schweren Verletztung, denn dass sie diesen Angriff parrierte, war reiner Zufall: Durch den Schwung, den ihr Schwert hatte, da er von oben kam um Asmarons Angriff zu blocken, glitt Jato nach unten und berührte Keksus' Schwert nur beiläufig, doch es reichte aus, um sie zu schützen. Es war unfair, sie konnte, wenn überhaupt, nur schwer gewinnen. Sie dachte an einen Rückzug und machte einen Satz nach hinten, doch Asmaron hatte schnell reagiert, sprang ebenfalls nach vorne, wandte den Säbel in seiner Rechten, als würde er einen Dolch in der Hand halten, und streifte von oben rechts nach unten. Indes warf sich Keksus auf den Rücken und trat der jungen Frau die Beine weg, sodass Asmaron unweigerlich verfehlte, doch glücklicherweise auf ihr sitzen konnte. Die zwei schienen ein eingespieltes Team zu sein, einer machte sich spontanen Einfälle des anderen zu nutzen. Das hatte schon immer geklappt.
    Die Situation schien auswegslos für die Frau, doch sie hatte immer noch ihren treuen Freund Jato. Wie von selbst sprang der Asmaron an die Kehle, es würde ihn töten. "Was willst du?", fragte der Schwertmeister. "Runter von mir!", sie lächelte, denn sie wusste, es bliebe ihm keine andere Wahl, Jato hatte ihn im Griff.
    Keksus wusste nicht, wie er sich zu verhalten hatte: Jede seiner Bewegung könnte Asmaron das Leben kosten. Ohne Widerwillen stieg dieser von seiner Feindin ab, sie jedoch ließ das Schwert nicht von seiner zitternden Kehle. "Gebt mir Eure Schwerter!", befahl sie und obwohl sie ihre Gegner in der Hand hatte, blieb sie höflich, was den beiden Männern seltsam erschien. Zwar gehorchten sie nicht so, wie sie es wollten, doch um ihr Leben nicht zu riskieren, warfen sie ihre Waffen nach hinten. "Dann halt nicht. Jetzt seid Ihr unbewaffnet, schade, ich hätte Euch gerne fertig gemacht", sie seufzte als schiene sie wirklich enttäuscht. Sie steckte Jato wieder in die Scheide, drehte sich um und lief los. Keksus deutete Asmaron nur mit einem Blick an, was zu tun sei und beide rollten sich so schnell sie konnten zu ihren Waffen, ergriffen das, was ihnen am nächsten war und warfen es nach der verschwindenden Frau. Diese sprang gerade hoch und zog sich an einem Dachvorsprung hoch und wurde tatsächlich von Keksus's Säbel am Bein gestreift. Erschrocken hastete sie hoch und sprang mit der pochenden Wadenwunde von Dach zu Dach, musste jedoch die Zähne zusammenbeißen, denn offensichtlich hat sie der Säbel nicht nur gestreift, sondern sogar eine tiefe Schnittwunde hinterlassen. Als sie einen Mann in schwarz entdeckte, ducke sie sich um nicht gesehen zu werden. Es war blade-devil, der da bewusstlos lag. Sie hatte ihm so gerne helfen wollen, doch durch die Anstrengung konnte sie ihr verletztes rechtes Bein kaum noch anspannen, so konnte sie ihm auf keinen Fall entgegentreten.
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  6. #46
    Avatar von blade-devil Forum Veteran
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    Es wären wohl die schlimmsten Minuten in blade-devils bisherigem Leben gewesen, hätte er nicht das Bewusstsein verloren. Er war Andrey ausgeliefert und hatte ihm nichts entegegen zu setzen.
    Andrey richtete sich auf, holte unter Schmerzen tief Luft und stapfte auf blade-devil zu, dessen Kopf nun ebenfalls vom heftigen Aufprall blutete. Andrey blickte verächtlich auf blade-devil hinab doch dann tat er etwas, was gegen jede Kriegermoral verstieß. Er packte seine Schwerter und führte sie in die Scheide. "Tja blade-devil, du hättest es wohl gerne so gehabt, schnell und schmerzlos. Doch diese Gefallen tu ich dir nicht." blade-devil zeigte immer noch keine Regung, doch Andrey war sich sicher, dass er ihn höen konnte. "Ich werde mich nicht auf dein Niveau begegeben. Ich bin kein Möder, das kannst du für dich selbst erledigen!" Mit diesen Worten schmiss Andrey blade-devils Dolch auf den Boden und verschwand gezeichnet vom erbitterten Kampf in die nächtlichen Straßen Babylons.
    Unter blade-devils Kopf bildete sich langsam eine große Blutlache. Wenn ihm niemand helfen würde, würde er langsam aber sicher elendig auf der Straße verbluten. Langsam aber sicher begann es zu dämmern, die gespenstische Atmosphäre der Nacht wich stetig der aufgehenden Sonne, die die zuvor noch ins Dunkel getauchten Gassen ihn ein warmes angenehmes Licht hüllte.
    Da sprang auf einmal die geheimnissvolle rote Kriegerin von einem Dach, das gegenüber der Stelle auf der andere Seite der Straße lag, an dem blade-devil gerade jämmerlich in seinem eigenen Blute dahinsiechte. Schnell lief sie hinüber und betrachtete mit sorgenvoller Miene die überreste des gemtzels. "blade, was ist los mit euch, kommt schon wacht auf!!" Sie nahm ihn in ihre Arme, Tränen flossen über ihre Wangen. "Nein nein so darf es nicht enden!! Ich muss euch schnell hier wegbringen ehe uns jemand sieht."
    Der einzige Ort, an dem sich die zwei Kopfgeldjäger Hilfe erhoffen konnten, war Laws Wirkungsstätte. Sie griff sich blade-devil, riss einen Teil ihres Kleides ab und band es ihm um Kopf und Hand, um die Blutungen zu verringern. Dann packte sie ihn unter den Achseln und legte ihn über ihre Schultern. So rannte sie nun in Richtung des Palastes.
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  7. #47
    Avatar von Andrey-Delany Forum Veteran
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    Fortsetzung

    blade-devil zerbrach sich den Kopf über all seine Möglichkeiten und wägte ab, was das Bessere wäre.
    Yuna hatte ihm eingebleuht, dass nur sie allein Andrey einen Besuch abstatten könne, ohne ihn.
    Das kränkte den Kopfgeldjäger einerseits zutiefst, doch andererseits hatte auch er seine dunklen Geheimnisse, die er nie mit einer Menschenseele teilen würde. Yuna hatte ihm keinen Grund genannt und dennoch lies er sie gewähren. Sie war zu ihm gekommen und hatte ihm beigestanden, als sein Lebenslicht zu verlöschen gedroht hatte, ihr konnte er vertrauen...und doch, ein mulmiges Gefühl in der Magengrube blade-devils lies ihn immernoch nicht von dem Gedanken los lassen, dass etwas nicht stimmte.



    Andrey verbrachte wieder einige Zeit vor dem steinernen Schrein. Es war kein Gott zu dem er betete, denn dieser Götzen symbolisierte für ihn
    die reine Schwertkunst selbst. Die Meditation in diesem Raum erfüllte ihn stets mit einer Ruhe und Klarheit, die er sonst nie in seinem Leben erfahren hatte.
    Das Knirschen der sich öffnenden Felstür drang an sein Ohr und er höte Schritte. Zuviele Schritte. Ruckartig nahm er seine beiden Klingen von dem Altar und wirbelte noch in der gleichen Bewegung herum. Sein Diener stand vor ihm, ein Dolch drückte an seine Kehle. Die ihn bedrohende
    Person hielt sich aber ganz im Windschatten des Albino auf und verbarg sich somit vollständig vor Andreys scharfem Auge. Nur den zarten, weiblichen Arm, der den Dolch an die Kehle seines Dieners führte, konnte er sehen. Und er erkannte ihn." Warum bist du hergekommen,"flüsterte Andrey mit einem schon fast verbittertem Ton. " Ich konnte einfach nicht wiederstehen," gab eine ihm wohl vertraute
    Frauenstimme zurück. " Du hättest meinen Meister
    vor drei Nächten fast umgebracht, Delany.
    Tu sowas nie wieder!" Die letzten Worte hatte sie fast geschrien. Dann zog sie den Dolch zurück und schubste ihre Geisel zur Seite.
    Da stand sie nun in all ihrer Schönheit.
    Yuna. Andrey zerging dieser Name wie Zuckerguss auf den Lippen. Sirrend glitten die schlanken Schwerter in Andreys Waffengurt zurück. Mit einer umständlichen Bewegung steckte Yuna den Dolch weg und kam langsamen, eleganten Schrittes auf Andrey zu. Die Zugluft spielte mit ihrem braunen, lockigem Haar, das bis auf ihre Schultern hinab fiel. " Yuna, es ist gefährlich...," begann Andrey mit hilflos anmutender Stimme. Nun waren sie sich ganz nah.
    Yuna legte den Zeigefinger auf Andreys Lippen
    und sie beugte sich zu seinem Ohr vor, als hätte sie Angst, dass sie belauscht werden könnten.
    " Ich habe ihm in der gestrigen Nacht sein heuchlerisches Leben gerettet, mein Lieber. Er schenkt mir seitdem fast unbegrenztes Vertrauen.
    Er weiss sogar, dass ich hier bin," flüsterte sie. Andrey schrak vor ihr zurück." Er weiss es?! Ist dir denn nicht klar, dass er uns erwischen könnte, Yuna?," fragte er mit leicht zitternder Stimme." Vertrau du mir, wie er es tut. Du wirst es nicht bereuen," sagte sie mit einem sehr anziehenden Ton und lächelte verführerisch. Mit einer hastigen Geste bedeutete Andrey seinem Diener, den Raum zu verlassen.Er blickte Yuna in die wunderschönen himmelblauen Augen bis die Schritte des Albinos verklangen. Dann konnte er nichtmehr wiederstehen. Mit einer kraftvollen Bewegung zog er sie an sich und küsste sie voller Leidenschaft. Ihre Köper verschmolzen, wurden eins. Erst jetzt spürte der Schwertkämpfer, wie sehr er seine Liebste vermisst hatte. Es war damals ein nötiges Unterfangen gewesen, sie in blade-devils Dienste hinein zu schmuggeln.
    Ihre Lippen lösten sich von einander, Yuna lächelte glücklich. " Keine Gefahr wird mich jemals davon abhalten, dir nahe zu sein," sagte sie inbrünstig und mit fast feierlicher Stimme.
    Wieder senkten sich Andreys Lippen auf die ihren herab. Der Schwertkämpfer verbarg den Missmut, den er bei dem Klang von Yunas romantischen Worten empfand...
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  8. #48
    Avatar von princess-o-p Forum Veteran
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    Er öffnete die Augen. "Oh, es war nur ein Traum", stellte er verblüfft fest.
    Als er sich aufsetzte, entdeckte er einen Zettel neben sich liegen. "Wie kam der hier rein, ver***??", er las in Gedanken:" Ihr nehmt Euch also die Frechheit heraus, meinen Meister anzugreifen? Ihr hättet ihn fast umgebracht. Doch Ihr Narr habt ihn liegen lassen, feige die Tat zu Ende zu bringen. Das war Eurer größter Fehler. Ihr seid zu emotional, könnt Euch nicht beherrschen. Euer Fehler wird mein Vorteil sein. Ihr fragt Euch gewiss, warum ich Euch, meinem Feind, schreibe? Nun, ich will Euch, wenn Ihr am Boden liegt und winselt, sagen höen, ich hätte Euch nicht gewarnt. Ich wünsche Euch noch einen erholsamen Schlaf, und träumt nicht zu viel von mir, Ihr könntet Euch verlieben." Er legte das Stück Papier aus der Hand und dachte:"Ich muss sie finden und töten. Sie kennt mein Versteckt, kann sich anschleichen ohne gehöt zu werden, sie wird mir noch zum Verhängnis..." Plötzlich horchte er auf: Scheinbar hatte sie im Versteck darauf gewartet, dass er ihre Notiz liest und macht sich nun davon. Aber nun war er wach und konnte jeden ihrer Schritte deutlich höen. Er verfolgte sie.

    Es war immer noch dunkel. Sie war verschwunden. Hatte sie ihn tatsächlich bemerkt? Wie ungeschickt. Vor ihm stand ein großer alter Baum, der ihn in Staunen versetzte. Plötzlich höte er Geplätscher und sah zu den Büschen herüber.
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  9. #49
    Avatar von Andrey-Delany Forum Veteran
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    ... Andreys scharfe Sinne nahmen ein plätscherndes Geräusch auf, dass sich etwas von dem natürlichen Rauschen des Wassers unterschied. Seine Adleraugen
    suchten etwas in den Büschen, langsam glitt eine Hand zu seinem Schwertgriff und umschloss fest das schwarze Leder. Doch da erkannte er seinen Fehler, denn plötzlich raschelte das Gehölz lauter und schließlich stieß sich ein kleiner Vogel durch das Grün, der eilig davon flatterte.
    "Es ist schön, nicht wahr,?" erklang eine wohlvertraute Stimme neben ihm. Yuna. Das bloße Geräusch ließ ihn erschrecken. Sie hatte es wieder geschafft, sich ihm lautlos zu nähern.
    Das hatte noch niemand so leicht fertig gebracht." Ist das wieder einer deiner Fallen? Zwingst du mich wieder, von dir zu träumen,?"
    sagte er tonlos und ohne sich umzuwenden." Nein ," sagte Yuna in ernstem Ton. " Ich weiss, dass du meinen Meister hättest töten können. Du bist ein sehr guter Kämpfer, Delany." Auch dieses Kompliment lies Andrey kalt. " Es war ein Fehler von dir, mir zu folgen," fuhr sie mit einem bedauerdem Unterton in ihrer Stimme fort. " Es ist schade um dich. Wenn du diese Gesetzlosen nicht unterstürzen würdest, dann...",sie brach
    ruckartig ab. Nun konnte sich Andrey nicht weiter beherrschen und drehte sich zu Yuna um, schaute ihr in ihre schönen grünen Augen, doch sein Blick blieb ernst. Er zwang sich zu einem melancholischen Lächeln. " Ihr Frauen ward schon immer mein Fluch, meine Schwäche. Es würde mich nicht wundern, wenn ihr mein Untergang wäret,"
    sagte er in einem ironisch-fröhlichem Ton.
    " Es tut mir leid, Delany."Plötzlich höte er Schritte, Yuna zuckte erschrocken zusammen und blickte hinter Andrey. Aus ihrem Gesicht wich langsam die Farbe, bis es fast totenblass war.
    Ungläubig fixierten ihre Augen immernoch den Punkt hinter Andrey. " So ist das also," erklang die wütende Stimme von blade-devil. Aus dem Affekt heraus wendete sich Andrey der neuen Gefahr zu. Wutschnaubend und mit schweren Schritten näherte sich der Kopfgeldjäger den Beiden. Seine Wunden schienen vollkommen verheilt. Erst jetzt bemerkte Andrey, dass er Yuna im Rücken hatte. Doch für einen der beiden musste er sich entscheiden und da blade-devil sicherlich der gefährlichere Gegner war, lies er ihn nicht aus den Augen.
    Doch diesmal unterschätzte Andrey den Kopfgeldjäger. Als er sein Schwert ziehen wollte, schnellte blade-devils Arm hervor
    und seine Faust schlug so hart gegen Andreys Schulter, dass sie ausgekugelt wurde und der Schwertarm schlaff an seiner Seite hing. ein brennender Schmerz durchfuhr Andreys Schulter, fuhr die Muskeln entlang und explodierte in seinem Oberarm. Unvermittelt umfasste blade-devils Linke Andreys gesunden Arm und zog eine der schlanken Klingen aus dessen Waffengurt. Andreys wollte sein Knie in blade-devils Bauch schmettern, doch wieder unterschätze er die Schnelligkeit des Kopfgeldjägers. Die schmale Klinge beschrieb einen flirrenden Halbkreis und fuhr in Andreys Knie, der Schmerz lies ihn rückwärts taumeln. Nur kurz gab ihn blade-devil frei. Doch dann trat er dem Schwertkämpfer mit unglaublicher Wucht die Beine unter dem Leib weg. Andrey brach in die Knie, Tränen des Schmerzens liefen ihm über die Wange. Er schloss die Augen und spürte den Luftzug, der das Ausholen blade-devils zum tödlichen Streich mit sich brachte. " NEEEEEEEIIIIN,!" höte er ganz plötzlich Yunas Stimme schreien, er öffnete die Augen und erkannte grade noch, wie sich die Frau zwischen
    ihn und blade-devils herabfahrende Klinge warf.
    Blut spritzte, doch Yuna ignorierte ihre Schmerzen fest entschlossen klammerte sie sich an Andrey, während immer mehr Blut über ihre Kleidung floss. " Du wirst ihn nicht töten Meister," stotterte sie
    Blade-devils Wut mischte sich mit Unglauben.
    Was sollte er nun tun...
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  10. #50
    Avatar von princess-o-p Forum Veteran
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    "Wie konntest du nur?", blade-devil ließ sein Schwert fallen und ließ sich ebenfalls auf die Knie fallen. Das weisse Gewand aus Baumwolle, das Yuna zum Baden trug, schmiegte sich ihren Formen an, der Betrachter war hin- und hergerissen zwischen der Weiblichkeit, die sie verköperte, und dem ganzen Blut, das aus ihrer offenen Bauchdecke quoll und das ganze Gewand färbte. Da der Stoff keine Flüssigkeit mehr aufnehmen konnte, bildete sich unter ihren Knien bereits eine Blutlache. "Ihr versteht nicht...Hättet Ihr mich doch nur machen lassen, Meister...", flüsterte sie und fiel um, es floss sogar Blut aus ihrem Mund, was definitiv ein schlechtes Zeichen war. Wie erstarrt saßen die zwei Rivalen nun um sie und konnten einfach nicht begreifen, was nun geschehen war. "Sie wird sterben", sagte Andrey Delany schluchzend, wobei er selbst nicht wusste, ob seine Tränen aus Trauer um die Liegende oder aus quälenden Schmerzen flossen. Er war gerade im Begriff ihr Gesicht berühren, zu streicheln, da schlug blade-devil sie weg als sei er gerade aufgewacht. "Fass...sie...nie wieder an!", zürnte er. Er selbst nahm sie auf den Arm und rannte los, während das Blut Spuren hinterließ. Andrey jedoch konnte nicht mehr rumsitzen, vergessen war sein Leid; er rappelte sich auf und verfolgte die hinterlassene Spur. Er wusste nicht warum er sie verfolgte, warum ihn das interessierte, wie er dahin gelangt war, was sie von ihm wollte und woher diese Gefühle auf einmal hochkamen. Doch über eines war er sich sicher: Ob Lady Yuna nun überlebt oder nicht, blade-devil wird Rache verlangen, und diese wird kompliziert: Es wird nicht nur ums Kräftemessen gehen; und er wusste nicht, ob er ihn gewinnen würde.
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