1. #31
    Avatar von asmaron Kam, sah und tippte
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    Im selben Augenblick kam Asmaron wider zu sich. Beisender Gestank stach ihm in die Nase. Vorsichtig richtete er sich auf und zuckte vor schmerz zusammen, als seine Schulterwunde wieder aufbrach und zu bluten begann. Jetzt fiel ihm alles wieder ein. 'Keksus, Schatten, Trickser und Firen! Sie waren gekommen als ich in Ohnmacht fiel! Was war geschehen? Und wer hat die Pfeile entfernt, die in meiner Schulter steckten?', dachte er verwirrt. Mit schmerzverzerrten Gesicht sah er sich um. Alles war dunkel und klamm. Nur ein paar kleine Lichtstrahlen drangen durch das vergitterte Fenster. Als sich seine Augen langsam an die Dunkelheit gewöhnten, konnte er eine schwere Eisentür ausmachen, die der einzige Ausweg zu sein schien... 'Verdammt ich bin im Kerker des Palastes!',ging ihm durch den Kopf. Er kannte die Zellen des Kerkers von Babylon zwar nur vom höensagen, aber das reichte vollkommen aus. Was war geschehen? Asmaron erinnerte sich nur noch, dass er halb ohnmächtig von mehreren Maskierten in den Hinterhof gezerrt worden war und dass sie ihn durch dunkle Gassen weiterschleppten, doch plötzlich war er einfach auf dem Boden geworfen worden. Seine Enführer rannten vor etwas Hals über Kopf davon...
    'Sie müssen von einer Patrouillie entdeckt worden sein!' Dieser Gedanke drängte sich immer mehr in sein Bewusstsein.
    Als Asmaron darüber grübelte wie er aus dieser misslichen lage entkommen konnte, wurden plötzlich die schweren Riegel der Eisentür beiseite gestoßen und zwei Männer in der Uniform der Palastwache öffneten die Tür. Ohne ein Wort zu sagen schleppte einer der beiden einen Bewusstlosen in die Zelle und ließ ihn achtlos in einer Ecke liegen. Gleich darauf schloss sich die Tür, die Eisenbolzen wurden vorgeschoben und es herrschte wieder stille. Neugierig wer sein mitgefangener wohl war ging Asmaron hinüber und rüttelte die bewusstlose Gestalt an der Schulter. Der Bewusstlose rührte sich nicht. Asmaron drehte ihn auf den Rücken, so dass er dessen Gesicht besser erkennen konnte. Er wurde bleich..."Keksus!",stieß er hervor. Sofort griff Asmaron zu dem Wasserkrug der neben seiner drckigen Pritsche stand und schüttete Keskus den ganzen Inhalt über den Kopf.
    Prustend und schnaubend schüttelte sich sein Freund:"Was zum Donnerwetter..." Weiter kam er nicht! Hektisch sah er sich um. "Wo bin ich? Und wer bist eigentlich du?", schrie er und packte Asmaron am Kragen. "Das gleiche könnte ich dich fragen Keksus!", stieß dieser hervor. Völlig verdutzt lies Keksus ihn los. Unsicher fragte er: "Asmaron? Bist du das? Was ist hier los? Du warst doch weg! Wo sind wir hier? Ohhh! Mein Kopf brummt als wäre ich voll gegen eine Mauer gerannt!" "Nun mal langsam!",antwortete Asmaron,"Ich glaube wir sind im Kerker von Babylon! Versuch dich mal zu erinnern! Was ist mit euch passiert! Ich kann mich nur an den Kampf in meinem Haus erinnern, aber dann wird alles verschwommen... Erzähl mir deine Geschichte, dann sag ich dir was mir passiert ist ok?"
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  2. #32
    Avatar von Keksus Meister der Buchstaben
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    Sie erzählten sich beide was ihnen wiederfahren war, doch leider wussten sie beide nur Bruchstückhaft was nun eigentlich los war, niemand wusste wer der mysteriöse Mann war der Asmaron überfallen hatte, genauso wusste niemand wie Law ihr Versteck gefunden hatte.
    Doch Keksus hatte nur einen Gedanken: Er musste fliehen. Allerdings war die Zelle sehr klein, dafür aber auch recht dunkel, Keksus hatte in seinem Leben soviel Zeit in der Dunkelheit verbracht das er im dunkeln besser sehen konnte als andere, dochh leider half ihm das hier nicht weiter. Doch dann fiel ihm etwas auf. Als er an die Decke sah stellte er fest das er sich dort verstecken konnte, es wird zwar nicht leicht sich so einzuklemmen ohne runterzufallen, doch lange brauchte er nicht. "žIch habe einen Plan" flüsterte er Asmaron zu "žTu einfach was ich dir sage". Und schon schwang er sich an die Decke und hielt sich dort fest. "žJetzt ruf die Wache! Schnell!". Asmaron tat genau das. Die Wache öffnete einen kleinen Schlitz in der Tür, und man konnte fast ihr verdutztes Gesicht erkennen. Und schon öffnete sie die Tür um nachzusehen wo Keksus war. Dieser hatte gehofft das das passiert, liess sich fallen, und schlug die Wache im Fall nieder. "žWenn du hier rauskommen willst, bleib dicht hinter mir" sagte er noch zu Asmaron und rannte aus seiner Zelle raus. Sie kannten jetzt zwar sein Gesicht, aber jetzt würde er dafür bekannt werden aus dem Kerker von Babylon entkommen zu sein. Und das würde nicht einfach werden, die Gänge waren allesamt von Fackeln erhellt, und es gab nur wenig dunkle Ecken, doch wenn er sich geschickt anstellte würde er fliehen, und vorher sogar noch seine Waffen aus der Aservatenkammer holen können.
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  3. #33
    Avatar von blade-devil Forum Veteran
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    Ein paar Stockwerke weiter gen Himmel ahnte man noch nichts von den Ereignissen, die sich da unter ihren Füßen abspielten. Law saß gedankenverloren vor seinem Fenster mit Blick auf die Stadt, die gerade vom Mondschein in ein gespenstisches Licht getaucht wurde. Er konnte seine Gedanken einfach nicht darauf vereinen, einen Plan auszuarbeiten, den Rest der Bande hochzunehmen, wohl ahnend, dass sich sein neuerlicher Triumph wol bald wieder in seine Einzelteile auflösen würde.
    In jenem Moment kündigte ein Pochen an der Tür Nachrichten an, die Law sich sicher nicht so erhofft hatte. Er bat den unwillkommenen Boten herein, der ihm sogleich die Nachricht von der Flucht der zwei Gefangenen verkündete. Law saß starr vor dem Fenster, dem Läufer keinen Blick zuwendend. Da erspähte er unten in den Gassen den Grund seiner Wut; die zwei Banditen, die rasch ihr Heil in der Flucht durch Babylon suchten.
    Langsam begann Law seinen Köper wieder lebendig erscheinen zu lassen, er erhob sich von seinem Stuhl und schickte den Boten harsch aus seinem Zimmer. Da erblickte er auf dem Boden einen Schatten, der keinesfalls von einem seiner Gegenstände oder gar ihm selbst stammen konnte.
    "Nun da laufen sie, die Gauner, und ihr sitzt wie versteinert da und verschwendet keine Gedanken daran, sie aufzuhalten.", merkte die Stimme an, die zweifelsohne dem Besitzer des unbekannten Schattens gehöen musste. Law drehte sich erschrocken um, jedoch sogleich begierig darauf, den Quell des Spottes auszumachen.
    "Jetzt ist es zu spät, euer Handeln verlangt mehr Weitsicht und Reaktionsschnelligkeit!", sprach die dunkle Gestalt, die Law auf seiner Liegepritsche ausmachen konnte.
    "Darf ich erfahren, wer ihr seid und was ihr wollt?", richtete Law zögernd an die in Dunkelheit getauchte Person. Diese Frage schien wie das Startsignal für seinen Gegenüber, sich zu erheben und näher ins Licht des Mondes zu treten.
    "Gestatten, blade-devil mein Name, ich komme zu euch aus den Tiefen der Nacht, um euch ein Angebot zu offerieren."
    "Das da wäre?"
    "Da ich gesehn habe, welch Probleme und innere Qualen euch diese Bande zufügt, will ich euch helfen, sie auszuradieren und die Straßen wieder sicher zu machen. Natürlich hat dieses Angebot auch seinen Preis, aber einen verschwindend geringen gegen euren seelischen Schaden, der nicht mit Geld aufzuwiegen ist. Ich sehe wie euer Herz darauf versessen ist, sie dingfest zu machen, sie rauben euch den Schlaf und den Verstand."
    "Was soll mich dieser Dienst kosten."
    Da setzte sich blade-devil in Bewegung, steuerte auf die Tür zu und hinterlies Law eine Botschaft, die ihm zu denken geben sollte: "Das, treuer Gesetzeshüter, liegt ganz in eurem Ermessen"
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  4. #34
    Avatar von asmaron Kam, sah und tippte
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    Sie rannten um ihr Leben... Die Gebäude in Palastnähe rasten nur so an ihnen vorbei. Keksus lief vorraus dicht gefolgt von Asmaron. Sie mussten schnell genug die gut übersichtliche Palaststraße verlassen, bevor die Wachen rechtzeitig ihre Bogenschützen warnen konnten. Wenn das geschah dann war der Ofen aus. Schlitternd kam Keksus zum stehen. Er bremste so abrupt ab, dass Asmaron mit unverminderter Geschwindigkeit in ihn hineinrannte. "Sag mal bist du übergeschnappt?", wollte er ihn anfahren, aber das blieb ihm im Halse stecken. In 200 meter entfernung gab ein Offizier der Palastwache seinen Männern den Befehl zum Angriff. Keksus und Asmaron sahen wie 15 stämmige Soldaten auf sie zurannten.
    "Keksus was sollen wir tun? Die bringen uns um! Wir haben nicht die geringste Chance!!!",schrie Asmaron verzweifelt. Keskus stand für ein zwei Sekunden einfach nur da und sagte nichts... Er schien einen kühlen Kopf zu bewahren und überlegte. "Renn mir nach und bleib dicht hinter mir!", schie Keksus ihm plötzlich zu und lief mit ungeheuerer Geschwindigkeit auf die Soldaten zu. Völlig perplex rannte Asmaron hinter ihm her. Der Abstand zwischen ihnen und den Soldaten verringerte sich immer mehr...
    Als Asmaron schon das Weiße in den Augen der Wachen erkennen konnte und er dachte jetzt ist alles zu spät, warf sich Keksus in einen schmalen dunklen Durchgang zwischen zwei Hausfronten. Asmaron schlüpfte direkt hinter ihm durch. Die Hetzjagd ging weiter. Hinter sich höten sie die kreischende Stimmen des tobenden Offiziers, der seine Männer antrieb und sie weiter verfolgte. Doch Keksus kannte sich in der Stadt aus wie in seiner Westentasche. Er benutzte Schleichwege, die warscheinlich noch niemand benutzt hatte außer er...schließlich wurden die Stimmen der schreienden Offiziere immer leiser und leiser und verstummten schließlich ganz.
    Völlig erschöpft stoplterten die beiden Freunde aus auf einen freien Platz. Asmaron brauchte erst einige Zeit bis er erkannte wo sie waren. Sie hatten die ganze Strecke vom Palast bis zum alten Friedhof in Rekordzeit zurückgelegt. Grinsend lehnte sich Keksus an die Mauerüberreste der alten Kapelle die von der Mondsichel in ein gespenstisches Licht getaucht war. Ein Lächeln huschte über Asmarons Gesicht "Wir haben es tatsächlich geschafft!!! Wir sind aus dem babylonischen Kerker ausgebrochen!!! Das hat noch niemand geschafft!", stieß er hervor.
    Als Keksus antworten wollte, wurde die Stille von einem knarrenden Geräusch durchbrochen. Keksus und Asmaron pressten sich in den Schatten....
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  5. #35
    Avatar von Ahuramazda_03 Kam, sah und tippte
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    Unter einem Grabstein regte sich etwas...
    Die kühle Nachtbrise fegte Sand über den harten, steinigen Boden und im Mondlich konnte man eine leichenblasse Hand erkennen, die sich unter dem Stein hervorwandt, gefolgt von einem langen weißen Arm. Allmählich kam ein ganzer Mann zu Tage, nicht älter als 30, der sein strahlend weißes Haar mit vielen Schnüren zu zwei Zöpfen zusammengebunden hatte, die ihm über die Schultern hingen. Seine klugen, roten Augen durchkämmten die Nacht und er blickte prüfend in alle Richtungen. Sein Mantel tanzte im Wind und er atmete tief ein. Jetzt sah er auch Keksus und Asmaron, die, fest an die Mauer gepresst, im Dunkel des Schattens dem gespenstigem Schauspiel zugesehen hatten. Der Albino gab den beiden ein Zeichen ihm zu folgen und betrat wieder das Grab.
    Licht drang aus dem diesem, aus dem er sich gerade erhoben hatte und gab den Blick auf einen Tunnel frei, der tief in den Friedhofsberg hineinführte.
    Die beiden zögerten, völlig überrascht von dessen Aufforderung, folgtem ihm aber, nicht ohne einem mulmigen Gefühl in der Magengegend Platz zu machen.
    Einerseits aus Neugier, andererseits aus Angst, den Palastwachen wieder in die Hände zu fallen, betraten sie das Grab.
    Große Fackeln beleuchteten die grobgehauenen Tunnelwände, in denen die Gebeine und Schädel der Toten aufgebahrt waren. Ein gespenstiger Anblick war es , der sich ihnen da bot, aber sie gingen weiter und verloren ihren weißhaarigen Führer nicht aus den Augen.
    Sie bemerkten nicht, dass Ahura hinter ihnen die Grabstätte betreten hatte...
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  6. #36
    Avatar von Andrey-Delany Forum Veteran
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    Fortsetzung

    Immer tiefer führte der Albino durch die Gänge der verlassenen Krypta. Sie stiegen Treppen hinab, bogen an vielen Kreuzzungen ab, der Weg schien kein Ende zu nehmen und keiner der beiden Männer hatte sich den Weg zurück aus diesem unterirdischen Labyrinth merken können.
    Keksus hätte den Geruch von Verwesung und verfaulendem Fleisch erwartet, doch der Gestank blieb aus.
    Schließlich erreichten sie eine mächtige, in den Fels gehauene Steintür. Der Albino machte sich einen kurzen Moment an der Felstür zu schaffen.
    Der Fels begann laut zu knirschen und langsam schwangen die steinernen Türflügel auseinander.
    Die Beiden folgen dem Albino in den Raum und blickten sich um, als ihr Führer nun halt machte. Der Raum war nur mit vielen Fackeln beleuchtet, er musste etwa Zehn Schritt im Quadrat messen. Die Decke hing hier nicht so tief wie in dem Gang, indem sie sich hatten an manchen Stellen bücken müssen, um dem Albino folgen zu können.
    Nun trat ihr Führer zur Seite und die beiden Männer betrachteten einen seltsam geformten Steinaltar, der etwa die Maße eines geläufigen Holzsarges besaß. Eine Gestalt, die in einen weiten schwarzen Mantel gehüllt war, kniete vor dem Götzen, seine Arme waren auf die felsigen Ränder des Altares ausgestreckt. " Ich habe euch erwartet ," sprach die Gestalt in einer Keksus seltsam vertrauten Stimme.
    Ein metallisches Sirren erklang, dann erhob sich der Mann
    in einer anmutigen Bewegung
    und drehte sich zu seinen beiden Gästen um.
    Die beiden blickten in ein fein geschnittenes Gesicht, langes rabenschwarzes Haar fiel dem
    Mann über die Schultern. Unter dem langen Umhang konnte Keksus zwei schmale Schwerter ausmachen, die der Mann an einem Waffengurt mit sich führte. Keksus erkannte sein Gegenüber sofort, blickte ihn mit ungläubigen Augen an. Der Mann konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. " Es ist schön, euch beide wohlbehalten wieder zu sehen. ich habe mir schon Sorgen gemacht, " begann er, dann trat er zu Asmaron und zu Keksus Verblüffung verneigte er sich tief vor dem Schwertmeister. " Es tut gut, euch wieder zu sehen, Meister Asmaron." Die Augen des Schwertmeisters begannen zu glänzen, er hatte diesen Mann schon so lange gesucht..." Andrey! ," brachte er erfreut hervor. " ich hätte nicht gedacht, dass ich dich in meinem Leben noch einmal sehe, mein Schüler. " Mit diesen Worten umarmte Asmaron Andrey freundschaftlich und klopfte seinem ehemaligen Schüler auf den Rücken.
    Es war Keksus schon fast peinlich, doch er rang sich dazu durch, das Schweigen zu brechen. " Wir haben keine Zeit zu verlieren, Schatten und Trickster sind noch da draußen! Wir müssen sie finden, bevor Law sie erwischt, " sagte er ernst und in einem sehr eindringlichen Ton. Andrey wandte sich zu ihm um. " Du hast Recht. Aber keine Sorge, ich weiss wo sie sich aufhalten. Wenn ihr Beide mir bitte folgen würdet?"...
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  7. #37
    Avatar von malgo87 Forum Veteran
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    Keksus wandte sich schon dem Ausgang zu - oder zumindest der Stelle der Wand, an der er die Tür, die sich schon wieder fugenlos und seltsamerweise geräuschlos geschlossen hatte, vermutete. Um sich nicht die Blöße zu geben, ging er schnurstracks drauf zu, ohne sich umzuwenden. Dies war jedoch gar nicht der Weg den Andrey hatte einschlagen wollen und somit bedeutete er seinem Schwertmeister mit einem sowohl ironischen als auch zerknirschten Lächeln - die eigentliche Beschaffenheit des Lächelns war im zarten Lichtschimmer, der das Gewölbe mehr oder weniger gut durchdrang, kaum zu erkennen - Keksus auf seinen Fehler aufmerksam zu machen. Asmaron packte Keksus deshalb im Vorbeigehen sanft am Arm und deutete auf Andrey, der sich schon umgewandt hatte und auf eine dunkle Nische in der hintersten Ecke zuging. Seine Schritte schienen dabei keine Geräusche von sich zu geben, das einzige Geräusch, welches von den Wänden widerhallte war das metallische Sirren von vorhin, dass jedem Schritt, den Andrey tat eine seltsame Anmut beimaß.
    Asmaron schaute seinen Gefährten sowohl erstaunt als auch stolz an, denn solch eine Fähigkeit, sich so geräuschlos fortzubewegen hatte er bisher noch nie wahrgenommen, geschweige denn unbewusst miterlebt. Keksus schien dies nicht sehr zu beeindrucken, er marschierte Andrey einfach hinterher. Seine Bewegungen hingegen erschienen, trotz seiner eigentlich überall bekannten Grazie, neben dem seltsam anmutenden Krieger plump und behäbig.
    Asmaron sputete sich nun, den Vorgängern zu folgen. Keksus war soeben wie sein Vorgänger von der undurchdringlichen Dunkelheit in der Nische verschluckt worden.
    Als er einen Fuß in die Dunkelheit setzte, waberte sie wie ein schwarzer Nebel um sein Schienbein. "Seltsam", murmelte er, kurz bevor er von dem Dunkel umwoben und versteckt wurde.
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  8. #38
    Avatar von Schatten1988 Forum Veteran
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    "žWer bist du?" fragte Schatten den rothaarigen Bogenschützen. Dieser lächelte sie aber nur an und spannte seinen Bogen erneut. Schatten machte sich bereit um ihr Leben zu kämpfen. Doch da drehte der Schütze sich um und schoss erneut auf Asmag, sprang von dem dach herunter und verschwand in einer Gasse. Verwundert über diesen seltsamen Auftritt schaute Schatten in die Gasse.

    Trickster war noch immer unbemerkt geblieben und versteckte sich in einer Seitenstraße vor Laws Truppen. Plötzlich tippte sie jemand auf die Schulter. Erschrocken drehte sie sich um, schrie jedoch nicht. Sie wusste, dass wenn sie schreien würde die Wachen sie sofort entdecken würden. Der gestalt, welche sie angetippt hatte, verpasste sie einen Schlag ins Gesicht. Erstaunt erkannte sie, wen sie da geschlagen hatte. "žFiren! Was zum Teufel tust du hier?" Firen hielt sich das Gesicht und antwortete Trickster: "žDu bist gut. Die Wachen haben euer Haus gestürmt..." "žWAS????" rief Trickster. "žPscht ..nicht so laut" flüsterte Firen ihr zu....

    Schatten starrte immer noch in jene dunkle Gasse, in die der Schütze verschwunden war. Da höte sie eine ihr vertraute Stimme. Als sie sich umsah, erblickte sie Trickster und Firen auf der Straße ein paar Häuser entfernt von ihr. Auf die Straße konnte sie nicht also musste sie über die Dächer. Schatten nahm Anlauf und sprang auf das nächste Dach. Doch die nächste Kluft zwischen den Dächern war zu weit um zu springen. Da sah Schatten einen Lastenkran aus Holz, so wie sie zu Hauf im Hafen herumstanden. Also sprang sie mit einem Satz auf das Seil und hielt sich dran fest. Schatten nahm Schwung und schaffte es so auf das nächste Dach zu gelangen. Von da aus konnte sie direkt zu Trickster und Firen gelangen.

    "žSchatten!" rief Trickster freudig. Sie glaubte, dass Schatten gefangen genommen wurde. Schatten aber fing nur an zu erklären: "žWir haben keine Zeit! Wir müssen uns verstecken!" "žJa ...aber wo?" fragte Trickster. "žIch weiß wo...." Sagte Firen gelassen. Trickster und Schatten sahen Firen nur erstaunt an. "žNagut...ich glaube wir müssen ihm wohl vertrauen..." beschloss Schatten "žAber vorher..." setze sie fort, "ž...vorher müssen wir Keksus aus dem Gefängnis holen...." Schatten wusste nicht, dass Keksus bereits frei war "žUnd dazu brauch ich eure Hilfe...." Schatten fühlte sich verpflichtet Keksus zu retten denn er gehöte schließlich genauso zu ihren Freunden wie auch Trickster. Schnell rannten die 3 in Richtung des Gefängnisses....
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  9. #39
    Avatar von blade-devil Forum Veteran
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    So gingen alle ihren Weg, der letztendlich sich doch wieder an einem Punkt vereinen sollte, als nämlich Keksus und dessen Gefolgschaft wieder auf den Rest der Diebesbande trafen.
    Trickster, Schatten und Firen rannten, nur mit einem Ziel vor Augen, ihren Kameraden Keksus wieder zu befreien. Selbiger jedoch sorgte sich wie immer mehr denn je um das Wohl seiner Gefährten als um das eigene, was ihn beim Marsch durch die dunkle Gruft sehr nachdenklich stimmte. Würde es beiden Gruppen wohl ergehen?
    Diese Frage lies sich für beide Seite schnell mehr als zufriedenstellend beantworten, als nämlich irgendetwas Schatten in ihrem Lauf zu Fall brachte. Trickster und Firen rannten sofort besorgt zurück, um sicherzustellen, dass nichts ernsthaftes passiert war, als sie sahen, dass sich eben die Bodenplatte bewegte, die Schatten gerade so unsanft dem Boden näherbrachte. Die Gruppe stand mit entgeisterten Mienen da und sah, wie sich die Platte immer weiter aus dem Boden hob und sich schließlich eine Hand daraus hervorstreckte. Nun hatten ihre Gesichter endgültig ihren gesunden Hautton verloren, der einem kreideähnlichen weiß gewichen war. Einzig Schatten erkannte nach einem kurzen Schockmoment die Situation: Es war die Hand, die sie schon oft so innig an sich hielt.
    "Keksus!!" schrie sie und half ihm aus dem Boden. Langsam aber stetig schoss auch wieder das Blut durch die Muskeln ihrer Begleiter, die eben gerade noch starr daneben gestanden waren. Nach kurzer Regeneration packten auch Firen und Trickster mit an und hoben den Rest der Gefolgschaft aus dem Loch.
    Jedoch vernahmen sie aus heiterem Himmel ein "Oh wie schön, findet die Familie wieder zusammen", was durchaus mit einem sarkastischen Unterton behaftet war. Sie richteten ihre Häupter auf, um zu lauschen, von wo die Stimme zu ihnen drang. Schnell erkannten sie, dass sich eine dunkle Gestalt einige Meter weiter die Straße entlang aufgebaut hatte und dem geschäftigen Treiben mit gewissem Interesse zuschaute.
    "Nur zu schade, dass eure schöne Bande nicht mehr lange auf den Straßen Babylons existieren wird."
    Ungläubig wer ihnen da gegenüberstand blickten die Diebe ins Dunkel der Straße und erkannten, dass sich der ominöse Fremde in Bewegung gesetzt hatte. Immer wieder gaben kleine Mondstrahlen, die über die Dächer in die Straßen hinab scheinen konnten, Details preis. So trugt der Mann zum Beispiel einen langen schwarzen Umhang, der in der leichten Brise der Nacht tanzte und einen ebenso schwarzen Hut, der seine langen dunklen Haare geschmeidig am Gesicht vorbeiführte.
    Da schrie Andrey auf einmal "Nein, nein, das kann nicht wahr sein!!".
    Er packte seine Gefährten und deutete an, das Weite zu suchen. Die anderen standen indes immernoch wie versteinert da, ehe sie bemerkten, dass sich ein Teil der Gruppe bereits eiligen Schrittes entfernt hatte. Nun setzten sich auch die Zruückgeblieben in bewegung und flohen vor der dunklen Gestalt.
    "Ja lauft nur davon, lauft, verschwindet, ihr werdet es eh nicht schaffen! So liebe ich meine Arbeit!"
    Sie liesen die finstere Person in der Dunkelheit der Nacht zurück und ehe sie sich versahen, waren sie bereits mehrere Straßenzüge von ihrem Ausgangsort entfernt.
    Keksus konnte die Aufregung nicht verstehen und wollte natürlich sofort eine Grund für die plötzliche Hast erfahren, worauf Andrey, um Luft ringend, folgendes von sich gab:
    "Hütet euch vor ihm, bleibt fern von ihm, er ist blade-devil, der skrupelloseste und berüchtigste Kopfgeldjäger Persiens und er scheint uns nicht wohlgesonnen. Aber was will er hier?"
    Dies Frage konnte zu jenem Zeitpunkt keiner beantworten, außer Law und blade-devil selbst.
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  10. #40
    Avatar von Andrey-Delany Forum Veteran
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    Das plötzliche Ertönen einer Stimme erschreckte die ungleiche Gruppe." Ihr könnt euch nicht vor mir verstecken ," sprach sie spöttisch. Es war blade-devils Stimme." Stellt euch und es wird euch nichts geschehen," sagte der Kopfgeldjäger in ernstem Ton. Angestrengt schauten sich alle um, suchten nach der Quelle der Stimme. Doch sie fanden sie nicht. Stattdessen ertönte ein amüsiertes Lachen." Es bekommt mich nur der zu Gesicht, dem ich es gestatte. Also spart euch die Mühe," sprach blade-devil. " Was willst du von uns,? " schrie Asmaron mehr impulsiv als bedacht in die nächtliche Finsternis. " Ich will
    das Diebesgespann, den Rotschopf und natürlich euch." Die Stimme machte eine Pause, fuhr aber gleich wieder fort. " Andrey, ich habe viel von euch gehöt. Ihr seid doch sicher ein Mann, dem etwas an seinem Leben liegt und ich weiss auch, dass ihr mich kennt. Wir sind uns schon einmal begegnet." Andrey dachte an seine erste Begegnung mit dem Kopfgeldjäger. Es war viele Jahre her, doch die Erinnerung war so prägend für ihn, er dachte so oft an diesen Tag zurück.
    Damals hatte er Beautragten seines Schwertmeisters unerkannt geholfen, vor dem Gesetz zu fliehen. Dann hatte man diesen ominösen Kopfgeldjäger auf die Gruppe angesetzt.
    Er sah die Bilder noch vor sich, als wäre die Erinnerung erst wenige Tage alt. blade-devil hatte sie durch die nächtlichen Straßen Babylons gejagt, hatte Dieb um Dieb zur Strecke gebracht,
    ein junges Mädchen, das ihm sehr sympathisch gewesen war, starb in seinen Armen. Doch Andrey hatte nie den Mut gehabt sich zu stellen.
    " Andrey, du kennst meine Fähigkeiten besser als jeder andere Anwesende hier ," begann blade-devil wieder. Andrey ballte die Fäuste, eine einzige Träne rann ihm über das schmale Gesicht. " Ja, ich kenne deine miesen Tricks,
    du verdammter Meuchler," brüllte Andrey voller Zorn. " Dann weisst du auch, dass eure Lage aussichtslos ist. Gib auf und liefere mir das Pack aus, dann wird dir nichts geschehen. Es ist besser für uns Beide, " bot der Kopfgeldjäger an. Andrey schaute in die Runde. Keksus schaute ihn nur böse an, Schatten schüttelte entschieden den Kopf, Trickster und Firen zuckten nur mit den Schultern und sein Meister, Asmaron, nickte ihm zu. " Vielleicht hat er Recht," flüsterte der Schwertmeister. " Daran darfst du nicht einmal denken, " schallten Schatten und Andrey wie im Chor. " Das, was ich jetzt tue, wird dir nicht gefallen. Verzeih mir," sprach Andrey so laut, dass blade-devil es höen musste. Dann wandte er sich an die Gruppe:" Flieht. Ihr müsst euch beeilen, ich weiss nicht wielange ich ihn aufhalten kann." Alle wandten schweigend um, Asmaron bedachte seinen ehemaligen Schülter mit einem traurigen Blick. " Ich bin stolz, dich in den Künsten der Klinge ausgebildet zu haben," sprach der Schwertmeister mit schleppender Stimme. " Ohne dich wäre ich nicht das geworden, was ich heute bin. Es war mir eine Ehre ," entgegnete Andrey. Sie umfassten kräftig ihre Handgelenke im Kriegergruß, dann wendete sich auch Asmaron zum gehen. Alle hatten sich nun abgewandt, um im richtigen Moment loszulaufen.
    Nur Firen nicht. Der junge Mann sah Andrey mit seinen meeresblauen Augen an. Er konnte in dem Blick sehen, dass er Firen sowieso nicht mit Worten umstimmen könnte, also sagte er nichts , sondern nickte dem rothaarigen Jungen anerkennend zu.
    " Nun, triff endlich deine Entscheidung, Andrey.
    Ich habe noch andere Dinge zu erledigen," ertöne blade-devils ungeduldige und überhebliche Stimme. Andrey straffte seine Schultern, dann
    antwortete er. " Weisst du, mein lieber Kopfgeldjäger, es gibt Dinge, die sich nie ändern." Er machte eine kurze Pause, um seinen Worten Wirkung zu verschaffen. " Andere Dinge
    widerum ändern sich," fuhr er fort und trat,
    gefolgt von Firen, entschlossenen Schrittes hinaus auf die nächtliche Straße und verdeckten
    blade-devils Sicht auf die fliehenden Diebe und den Schwertmeister. " Du hast es nicht anders gewollt," schrie blade-devil, der anscheinend
    nicht damit gerechnet hatte. Plötzlich tauchte eine Gestalt wie aus dem nichts ein paar Schritte entfernt von den Beiden auf. Der Umriss des Hutes machte klar, um wen es sich handelte.
    " So hast du dich also entschieden. Ich hatte dich für weiser gehalten, Andrey," sprach der Kopfgeldjäger mit herblassender Stimme.
    " Weisheit führt dich nicht immer auf den richtigen Weg. Aber was versteht schon ein Meuchler wie du von solchen Werten,?" entgegnete Andrey scharf. " Im Gegensatz zu dir weiss ich, wann ich verloren habe." Gerade als blade-devil die Worte ausgesprochen hatte,
    sirrte etwas durch die Luft und flog direkt auf die beiden zu. Firen spürte den Anflug eines brennenden Schmerzes in seiner Schulter, als
    er mit seiner Hand darüber tastete, bekam er das Holz eines Pfeilschaftes zu fassen. Er
    hielt sich keuchend die verletzte Schulter, brach dann aber den Pfeilschaft ab. Aus den Augenwinkeln erkannte er verschwommen, wie Andrey sich auf ihn zu bewegte. Plötzlich
    verdeckte die schlanke Gestalt des Schwertkämpfers Firens Blickfeld und ein metallisches Sirren drang an seine Ohren.
    Wieder sirrte es, dann klirrte es, wie
    wenn Metall gegen Metall schlug. blade-devil schien sehr überrascht, ja gradezu verblüfft von
    Andreys Umgang mit seinen beiden schlanken Schwertern. Eine schlanke Gestalt trat neben
    blade-devil aus der Dunkelheit heraus.
    Es war eine zierlich anmutende Frau, von einer düsteren Schönheit war sie. Ganz in blutrote Gewänder gehüllt war sie, passend zu der Farbe ihres langen Haares, dass ihr lang über die Schultern fiel. Ein Bogen
    lag in ihren Händen, den sie nun achtlos fallen lies. blade-devil konnte sich ein Grinsen nichtmehr verkneifen. " Ja, auch ich bin nicht allein, Andrey." Langsam zog er den breitkrempigen Hut vom Kopf und enthüllte einen kahlen, runden Schädel, auf dem sich das Mondlicht spiegelte. In den Augen des Kopfgeldjägers stand die pure Mordlust, während in dem Blick seiner Begleiterin nur kalte
    Berechnung lag. Langsam glitten blade-devils
    Hände zu seinem Gürtel und mit einem
    Sirren zog er Säbel und Krummdolch. Seine Gefährtin tat es ihm gleich und hielt nun
    zwei Kurzschwerter in ihren Händen.
    Auch Firen umfasste fest den Ledergriff seiner Waffe und zog sie aus der Scheide, als Andrey mit langsamen Schritten zur Seite wich.
    Nun standen sich die Vier Auge in Auge gegenüber, blade-devil und Andrey tauschten entschlossene Blicke aus und auch die beiden Rotschlöpfe schauten sich tief in die Augen. Plötzlich machte Firens Herz einen Sprung. Er kannte das Mädchen! Doch bevor er einen weiteren Gedanken daran verschwenden konnte, stürmten die Anderen aufeinander los. Er hatte Mühe, mit Andreys fast unmenschlicher Schnelligkeit mitzuhalten...
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