1. #21
    Avatar von Keksus Meister der Buchstaben
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    Gerade als er Firen in sein Zimmer gezogen hat und dieser die Tür geschlossen hatte hielt Keksus ihm ein Messer an die Kehle "žWenn du nicht willst das dieses Messer deine Kehle aufschlitzt dann halt dich von Schatten fern." sagte Keksus erbost zu Firen und drückte das Messer so sehr an dessen Kehle das er blutete. Firen wollte etwas erwiedern, doch Keksus liess das nicht zu und warf ihn zu Boden. "žDu hast hier nix zu sagen! Wenn es nach mir ginge würdest du draussen schlafen!". Daraufhin legte sich Keksus in sein Bett und schlief ein.

    Schliesslich ging auch Schatten in ihr Zimmer, Trickster lag schon in ihrem Bett, war aber noch wach. "žHälst du das wirklich für so gut Keksus und Firen im selben Zimmer schlafen zu lassen?" fragte sie Schatten "žIch mein, du siehst doch ganz genau wie sehr Keksus ihn hasst, und ich bezweifle das du morgen eine Leiche aus dem Haus schleifen willst." "žKeksus wird ihm nix tun." "žWieso bist du da so sicher?" "žWeil ich es ihm gesagt hab", mit diesen Worten legte sich auch Schatten hin und ruhte sich für den bevorstehenden Tag aus.
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  2. #22
    Avatar von Ahuramazda_03 Kam, sah und tippte
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    Obwohl sie die Augen geschlossen hatte, konnte sie nicht einschlafen. Ständig dachte sie an Keksus, den sie doch sehr mochte, der sie aber durch seine unbegründeten Eifersuchtsanfälle ab und an in den Wahnsinn treiben konnte... wollte oder konnte er nicht verstehen?
    Derweil saß Ahura unter dem Fenster von Schatten und Trickster und kaute gedankenversunken auf seiner Pfeife. Langsam kehrte Stille in das Haus ein und der Schlaf lies alle in ferne Gefilde abschweifen. Die Stadt schlief.
    Hier und da stahlen sich Schatten in dunkle Gassen und manchmal zeriss Hundejaulen den Schleier der Nacht.
    Ahura hatte nie verstanden warum ausgerechnet er die 4 hatte beschützen müssen, konnten sie doch recht gut selbst auf sich Acht geben...
    Doch der Meister verlangte es so.... und sein Wille war Gesetz.
    Und so hüllte sich Ahura fest in seinen roten Mantel ein, zog sich die Kaputze ins Gesicht und blickte müde in sein kleines Lagerfeuer.
    Der Besucher auf dem Dach war ihm jedoch nicht entgangen...
    Dieser glaubte sich ungesehen in der Dunkelheit der Nacht und verharrte regungslos genau über dem Fenster der Mädchen. Ein Blick würde ihm für diese Nacht genügen, dachte die Gestalt. Nur ein Blick...
    Firen wälzte sich in seinem Bett hin und her, aber sonst war im Haus nichts zu höen.
    "Was willst du hier, du Wurm?", fragte eine Stimme hinter der Gestalt auf dem Dach. Ahura war aufs Dach geklettert, um sich den Fremden aus der Nähe anzusehen. Dieser Zischte ängstlich und versuchte sich schnell hinter ein paar Kisten zu verstecken. Doch Ahura war zu schnell und packte ihn am Kragen und warf ihn auf den Boden. Helles Mondlicht beschien nun das Gesicht der Kreatur und man konnte einen, mit messerscharfen Zehnen gespicktetn Mund ausmachen, sowie ein 3. Auge auf seiner Stirn. Seine Haut war über und über versehen mit Schuppen, das im Licht des Mondes grünlich schimmerte...
    In Ahuras Klammergrief würgte er seinen Namen (Asmag!) hervor und dass er aus dem Dschungel hinter dem Steinernen Meer (Gebírge hinter Babylon) komme, um Tauschgeschäfte in der Stadt zu machen, wobei er auf einen Sack voll mit Krempel verwies, der neben seinen Füssen lag. "Für Tauschgeschäfte ist es aber reichlich spät", erwiederte Ahura ," und welcher Käufer würde sich schon auf das Dach dieser heruntergekommenen Hütte verirren?"
    Asmag zischte böse und biss plötzlich in Ahuras Unterarm und seine scharfen kleinen Beisserchen senkte sich tief in das warme Fleisch. Ahura schrie auf, lies Asmag los, der sich seinen Beutel schnappte und das Weite suchte...
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  3. #23
    Avatar von miss_trickster Kam, sah und tippte
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    Trickster konnte lange Zeit nicht einschlafen, sie machte sich Sorgen, dass Keksus' Temperament mit ihm durchgehen konnte und sie tatsächlich eine Leiche am nächsten Tag fanden. Sie höte Schattens gleichmäßiges Atmen und beobachtete wie langsam die Schatten länger wurden als die Sonne sich langsam im Osten zu zeigen begann.
    Leise, um Schatten nicht zu wecken, glitt Trickster aus dem notdürftigen Lager und ging in den Hauptraum. Waffen lagen kreuz und quer durchs Zimmer verteilt und mittendrin am Tisch saß Keksus und sah sie nicht gerade erfreut an. "žAlso den Plunder hier können wir mal auf alle Fälle vergessen, da kannst ja eher jemanden mit der alten Pfanne hier fertig machen.", bemerkte er und schleuderte das besagte Teil zum Fenster raus. Protestlaute von der Straße waren zu höen. "žGanz toll Keksus, wenn dir was nicht passt, dann kauf dir was Neues, aber bitte spinn nicht rum!" "žDas sagt mir jemand, der unsere Beute verliert..." Höhnisch blickte er Trickster an. Aggressiv sah sie ihn an. "žDanke, ich liebe deine Direktheit!" "žUnd ich hasse deine Ironie." Amüsiert wandte sich Trickster ab, doch dann höte man einen lauten Knall und das Sirren eines Schwertes. "žAua!" Vor lauter Schreck zuckte sie zusammen und schnitt sich an einem der herumliegenden Messer in den Fuß. "žNa ganz toll..." Keksus sah sich nach der Quelle des Geräusches um und sah Firen im Zimmer stehen mit einer toten Ratte zu Füßen. "žAlso ihr lässt eure Behausung ja mehr als verkommen" Spöttisch grinsend kickte er die Ratte vor Keksus Füßen. "žWas ist los?", Schatten stand im Türrahmen und blickte Keksus an, der schon wieder drohend einen Dolch erhoben hatte. "žBitte, könntet ihr das nicht einfach bleiben lassen? Es nervt mittlerweile nur noch!" Entnervt humpelte Trickster zu einem Stuhl und machte sich ans Verarzten ihres Fußes. "žWir müssen Waffen kaufen und was zu Essen wäre wohl auch nicht das Schlechteste. Ich finde wir sollten uns gleich auf den Weg machen. Firen... ich weiß nicht, aber die Stadtwache scheint jetzt dein Gesicht zu kennen. Vielleicht solltest du dich ein wenig zurückhalten..." "žMach dir mal um mich keine Sorge, Keksus." "žGut, lasst uns gehen und versucht bitte keinerlei unnötige Aufmerksamkeit zu erregen, danke.", sprach Schatten das letzte Wort, wobei ihr Blick auf Keksus hängen blieb.
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  4. #24
    Avatar von Keksus Meister der Buchstaben
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    Keksus, Trickster und Schatten waren auf dem Weg zum Markt, es war schon merkwürdig, obwohl sie jede Nacht durch die Stadt schlichen und jede Menge Beute machten, kannte niemand ihre Gesichter, dadurch genossen sie eine Freiheit die viele andre Diebe nicht hatten: Sie konnten nicht nur bei Zwielichtigen Händlern einkaufen, sondern auch bei ganz normalen.
    "žIch finde wir sollten Firen wegschicken" sagte Keksus "žEs war ein Fehler ihn mit zu uns zu nehmen, sein Gesicht ist bekannt! Er bringt uns alle in Gefahr." "žIch finde wir sollten ihm eine Chance geben" war Tricksters Antwort dadrauf. Keksus war dadrüber nichht erfreut, aber er wusste auch nicht was er erwiedern sollte. Schatten höte nur stumm zu. Nachdem sie am Marktplatz angekommen waren brach sie das wieder eingetretene Schweigen "žKeksus, du holst uns neue Waffen, Trickster, du besorgst uns neue Vorräte, und ich wird mal nachgucken ob ich neue Rüstungen finden kann"

    Firen rieb sich seine Kehle, die Wunde war mittlerweile verkrustet, allerdings würde für immer eine Narbe zurückbleiben. Keksus verstand etwas davon andere fertig zu machen, und er würde wohl auch nicht zögern Firen zu töten. Allerdings erinnerte sich Firen dadran wie überrascht sie waren das er Law verwunden konnte, dadurch nahm er an das er wohl mit Keksus ohne grössere Probleme fertig werden könnte.
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  5. #25
    Avatar von Ahuramazda_03 Kam, sah und tippte
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    Dass niemand ihre Gesichter kannte war ein Irrglaube. Nur weil keiner der Bürger etwas über sie wusste hieß das nicht, das andere ihre Identität auch nicht kannten... denn manche kannten sie nur zu gut... dank Trickster.

    Manchmal sind Menschen nicht immmer das, was sie vorgeben zu sein.

    Und Trickster wusste das, hatte sich doch schon in ihrer Kindheit bewahrheitet, was der Greise Usmael ihr prophezeit hatte. "Und es wird der Tag kommen, an dem du das sein wirst, wofür man dich vorgesehen hat, kleine Ennai. Doch zuvor wirst du allein unter der heißen Sonne Persiens stehen. Ganz allein!"

    Und dieser Tag war nicht mehr fern.
    Keksus und Schatten ahnten von alledem nichts.
    Wie sollten sie auch...

    Die Sonne schickte unerbittlich ihre heißen Strahlen auf die Häupter der Menschen und selbst der kühle Nordwind konnte einen nicht erfrischen.
    Ahura hatte sich für wenige Stunden zur Ruhe gelegt, denn am Tage wachte Dorien über sie. Sie liefen ihr öfter über den Weg als sie dachten, doch erkannten sie in ihr nicht immer dasselbe Gesicht, konnter sie doch aussehen, wie sie wollte. Nomaden hatten ihr diesen kleinen Zauber beigebracht. Nicht gerade sehr mächtig, aber gut genug um sich in der Stadt zu tarnen...
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  6. #26
    Avatar von asmaron Kam, sah und tippte
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    Als die kleine Gruppe schließlich alles eigekauft (und sich anderweitig besorgt hatten) ging es schon gegen Abend und die untergehende Sonne färbte das Meer blutrot als sie wieder zu ihrem Unterschlupf zurrückkehrten, um sich auf ihren nächtlichen Besuch bei Asmaron vorzubereiten. Firen erwartete sie bereits, hielt jedoch immer einen gehöigen Abstand zu Keksus, da er ihm seit dem kleinen Zwischenfall nicht mehr geheuer war.
    Als sich endlich die Dunkelheit über die Stadt legte, brachen sie gemeinsam auf. Ahura folgte ihnen unbemerkt durch die engen Gassen und Schleichwege. Die Truppe hatte nur ein Ziel: Möglichst schnell, zu dem einwenig Abseits gelegenen Haus des Schwertmeisters zu kommen.
    Sie mussten sehr vorsichtig vorgehen... Law hatte die Wachen seit der letzten Nacht verdoppeln lassen, in jedem Stadtviertel patrouillierten die erfahrenen Soldaten der Stadtwache. Dennoch kamen sie unbemerkt bis zu Asmarons Haus. Plötzlich durchdrang ein Klirrendes Geräusch die Stille der Nacht."Halt!", befahl Keksus. Die anderen pressten sich in die Schatten der Hausmauern. Jetzt konnte man deutlich den Kampflärm höen, der aus dem Unterschlupf des Schwertmeisters kam.

    Asmaron kämpfte um sein Leben. Die Kerle die seine Haustür zertrümmert hatten waren hoch in der überzahl. Sie waren alle maskiert und bewaffnet, aber Asmaron erkannte sofort, dass es keine gewöhnlichen Diebe waren. Glücklicherweiße war er noch nicht im Bett gewesen, so dass er noch sein Schwert bei sich trug. Schon war der erste Angreifer heran und zielte mit seiner Axt direkt auf seine Brust. Nur ein schneller Sprung nach hinten rettete ihm das Leben. Der Maskierte war überrascht von der Schelligkeit seines Gegners, dass er zuspät die Axt hochriss. Das Schwert Asmarons fuhr ihm durch die Kehle und leblos fiel er zu Boden. Asmaron riss den Dolch aus seinem Gürtel und warf ihn auf einen weiteren Maskieren der etwas weiter hinten stand. Der Dolch fuhr ihm mitten in den Bauch. Stöhnend ging auch dieser zu Boden. Die gefahr war noch nicht vorbei. Mnderstens fünf Gegner waren noch übrig. Jetzt vertrat ihm ein gorßer hagerer Mann den Weg. Er hielt ein Schwert in der Hand und sah so aus als wüsste er wie man damit umging. Der Maskierte machte einen Ausfall, den Asmaron geschikt parrierte und mit dem komplizierten Halbmondschlag erwiederte. Der Mann wehrte gerade noch rechtzeitig ab, doch bei dem gewaligen Aufprall zersprang dessen Klinge. Plötzlich spürte Asmaron einen stechenden Schmerz in seinen rechten Schulter. Er taumelte zurück, als ihn ein zweiter Pfeil an der gleichen Stelle traf. Ein Armbrustschütze hatte sich in eine geeignete Position gebracht und richtete gerade wieder seine Armbrust auf ihn um den tötlichen Schuss anzubringen, als der hagere Maskierte schrie:"Halt! Aufhöen! Ich will ihn selbst erledigen!" Damit stand er auf, warf das Heft seines zerbrochenen Schwertes in eine Ecke, zog seinen Dolch und hielt ihn Asmaron an die Kehle. "Du Narr! Du glaubst doch wohl nicht, dass ich dich den größten Raub der Geschichte machen lasse, damit du den ganzen Ruhm einheimst! Dein Tod heißt Merlon!" Gerade als er zustechen wollte, höte Asmaron einen Dumpfen Aufpral. Die Spitze eines schwarzen Pfeiles stak aus der Kehle Merlons, der röchelnd über Asmaron zusammenbrach. Asmaron sah nur noch wie Schatten, Trickser, Keksus und sein Schüler Firen auf die übrigen Männer losgingen, dann wurde ihm Schwarz vor Augen.



    Edit: Es hat leider etwas gedauert...
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  7. #27
    Avatar von Ahuramazda_03 Kam, sah und tippte
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    Als die anderen Maskierten merkten, dass ihr Hauptmann getötet worden war, überkam sie die Angst.
    Viele fielen in dieser Nacht noch durch die Hand von Schatten, Keksus und Trickster, die restlichen flohen in die verzweigten Gassen Babylons.
    Keksus folgte ihnen, um so viele wie möglich für die grausame Tat an Asmaron zu bestrafen.
    Derweil betraten Schatten und Trickster das Haus von Asmaron. überall lagen tote Kämpfer, doch von Asmaron war keine Spur. Hatte er doch eben noch an dieser Stelle gelegen. Schleifspuren im Sand deutetn darauf hin, dass er ins Hinterzimmer gezogen worden war. Von dort aus wurde in den Hof getragen und dann verloren sich die Spuren... Asmaron war weg.

    Keuchend trat Keksus zwischen die Mädchen "Was ist los? Wo ist Asmaron?" Verwirrt blickte er in die betretenen Gesichter der zwei. "Sagt schon!", schrie er sie an, denn die Stille machte ihm Angst und Grauen stieg in ihm hoch. "Wir...wir wissen es nicht!", antwortete Schatten. Als wir das Haus betreten hatten, war er weg und... und.. mehr wissen wir auch nicht!"
    Keksus stürmte zurück ins Haus und durchsuchte es, doch auch er fand nichts brauchbares, dass ihn auf die Spur des Entführers hätte bringen können... sie waren machtlos.

    Firen war nicht da, als sie zu Hause ankammen. "Der treibt sich wahrscheinlich wieder bei den Hunden rum... wo er sich wohlfühlt!", bemerkte Keksus grimmig. "Du kannst auch kein gutes Haar an ihm lassen", entgegnete Schatten missmutig. "Ihm Gegensatz du dir hat er wohl bei den Hunden gelernt, sich gegen Law zu verteidigen...!" Sauer kickte sie ein Messer in die Ecke und verschwand in ihre Kammer. "Wenn du ihn so gut riechen kannst, warum schlägst du dich dann eigentlich immer noch mit uns rum. Findest du doch auch, Trickster?" "Lasst mich bloss aus dem Spiel. Das könnt ihr zwischen euch zwei ausmachen, ich verschwinde!" Und schon war sie zur Tür hinausgehuscht. Keksus klopfte an Schattens Tür, doch sie antwortete nicht. "Jetzt eingeschnappt zu sein ist nicht der richtige Zeitpunkt!" Langsam öffnete er die Tür. Der Raum war leer...
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  8. #28
    Avatar von Andrey-Delany Forum Veteran
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    dann schreib ich halt jetzt, also löscht eure diskussionsposts hier. Ich will ja mal nicht so sein.

    Keksus betrachtete den Raum genauer. Nichts zeugte mehr davon, dass Schatten jemals hier gewesen war.
    Er hatte Erfahrung in der Kunst des Fährtensuchens, doch all sein Talent konnte ihm keinen Hinweis auf Schattens verbleib bringen. Eine schreckliche Ahnung keimte in ihm auf...
    plötzlich riss ihn ein donnerndes Geräusch im Stockwerk unter ihm aus den Gedanken.
    Keksus höte viele schwere Stiefel auf der knarrenden Holztreppe emporsteigen. Als er mitzählte kam er auf ein Dutzend. Zuviele für einen einzelnen Schwertkämpfer. Keksus bewegte sich zum Fenster und öffnete es, um sich einen Fluchtweg über das Dach zu bahnen. Draußen zeigte die Sonne ihre ersten Strahlen, als eine blutige Scheibe erschien sie am Horizont. Auch sein Blut würde heute fließen, wenn er sich nicht beeilte! Mit einem Knall höte Keksus die Tür hinter sich aufschwingen, ein Mann gab wütend Befehle. Er kannte die Stimme des Kommandanten. Law! Er hatte doch gewusst, dass Firen Ärger bringen würde! Doch das interessierte ihn nicht weiter. Schwungvoll überwand er das Fenster und landete auf dem Dach der heruntergekommenen Hütte.
    So schnell er konnte rannte er über das feste Holz und setzte all seine Kraft in einen Sprung . Nur Knapp erreichte er das nächste Dach, fast verlor er das Gleichgewicht und wäre hinabgestürzt. Doch Keksus schaffte es noch rechtzeitig, sein Gewicht nach vorne zu verlagern und taumelte über das knarrende Holz.
    Ein zischender Luftzug, dem er nur knapp entging, kündigte Bogenschützen an. Hastig rannte Keksus und ließ sich am Rand des Daches fallen, das Gebäude war nicht hoch gebaut. Seine
    Gelenke ächzten, als die Stiefel auf den harten Straßenboden aufschlugen. Doch er konnte sich keine Schmerzen leisten!
    Atemlos hechtete er weiter, bog eilends um die Straßenecke. Wo sollte er nur hin fliehen? Verzweifelt blickte er sich um. Die Straßen waren leer...zu leer für einen normalen Morgen in der großen Stadt. Etwas stimmte hier ganz und garnicht!
    Plötzlich kam ihm eine Gruppe Männer entgegen. Stadtwachen! Sie blockierten die Straße und würden Keksus sicher nicht durchlassen.
    Er wand sich um und sah eine weitere Gruppe aus der entgegen gesetzten Richtung die Straße entlang marschieren. Sie hatten unweigerlich ein einziges Ziel. Ihn. Eingekesselt saß Keksus in der Falle.
    Plötzlich höte Keksus das Holz über sich laut Knirschen und eine Gestalt sprang in einer eleganten Bewegung über ihn hinweg und landete neben ihm. Der Mann war ganz in schwarz gekleidet, schlank und hoch gewachsen. Er trug einen langen, schwarzen Mantel, eine schwarze Kapuze verbarg sein Gesicht. " Flieh, ich werde sie aufhalten. Komm wieder hierher zurück, wenn die Feuerscheibe zum zweitenmal bluten wird," sprach er in einem Ton, der keine Widerrede duldete. Ein Sirren erklang und plötzlich hatte
    der Mann zwei schlanke Schwerter in den Händen.
    Gelassen blickte er den nahenden Stadtwachen entgegen...
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  9. #29
    Avatar von Keksus Meister der Buchstaben
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    Keksus rannte in eine kleine Gasse die frei zu sein schien. Im hintergrund erhöhte er noch den Kampflärm den er mysteriöse Mann verursachte.
    Doch in seiner Hektik machte Keksus einen Fehler, er rannte unbedacht auf die Hauptstrasse, und schon sah er von jeder Seite wieder Wachen auf sich zukommen, Law schien die gesamte Armee mobilisiert zu haben. Keksus blickte sich um, doch er sah keinen Ausweg, und gegen die Masse an Wachen hatte er keine Chance. Jede Nacht konnte er entkommen ohne gesehen zu werden, und jetzt wurde er wegen eines dummen Anfängerfehlers gefasst, doch er hatte keine Wahl, die Stadtwachen hatten ihn schon fast erreicht, und deshalb legte er seine Waffen nieder und ergab sich. Die Wachen erreichten ihn schliesslich und nahmen ihn fest. Das letzte an was er sich dann erinnerte war ein schmerzhafter Schlag auf den Hinterkopf. Danach wachte er im Kerker wieder auf.

    Schatten sah sich alles unbemerkt vom Dach aus an. Manchmal schien ihr es so als wäre sie Keksus egal, doch warum war er dann jetzt hier? Mitten am Tag hetzte er durch die Stadt, was ihm schliesslich auch zum Verhängnis geworden war.
    "Verdammt!" entfuhr es ihr leise. Jetzt mussten sie auch noch Keksus retten. Seid sie Firen getroffen hatten wurde er immer unberechenbarer und unaufmerksamer.
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  10. #30
    Avatar von Ahuramazda_03 Kam, sah und tippte
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    Ihre Gedanken schweiften ab und ihre Augen streiften die Häuserdächer der Stadt. Hier und da stieg Rauch auf und die ungwöhnlichsten Gerüche wurden aus den Gassen hochgeweht. Sie roch die Gewürze der Händler, den nassen, kalten Lehm der Töpfer und die Düfte der Parfümhändler. Sie bestaunte das lustige Treiben der Menge und ihre Geschäftigkeit beim Handeln. Wie gern wäre sie eine unter den Vielen, die für ihr Essen bezahlten und es nicht klamheimlich stehlen mussten. Sie war nie freiwillig zum Dieb geworden. Zwar waren die Geschichten der Alten über Meisterdiebe allesamt aufregend und spannend gewesen, doch entsprachen sie nicht der Wirklichkeit. Verklärte, kleine Träumereien, sonst nichts. Das wahre Leben sah dann ganz anders aus. Kämpfen um das täglich Brot und immer in Angst gefasst und verurteilt zu werden war für sie zum Alltag geworden.
    Es sollte wohl so sein...

    Plötzlich erspähten ihre Augen etwas, das von Hausdach zu Hausdach sprang. Klein und gelenkig schien es und mit einer nicht zu verachtenden Geschwindigkeit kam es immer näher und näher...
    Asmag kehrte von seinen täglichen Streifzügen in der Stadt zurück. Heute hatte er wieder gute Beute gemacht und so manchen treuseligen Bürger um seinen hart verdienten Tageslohn gebracht. Scham oder dergleichen verspührte er dabei nie... war er doch sein ganzes Leben nichts anderes als ein Betrüger und Tunichtgut gewesen...
    Auch er sah, dass sich etwas auf den Häuserdach vorm ihm regte, doch schenkte er ihm keine große Beachtung, denn er war zu sehr an einer Karte interessiert, die er einem Nomaden vor den Toren der Stadt abgeluchst hatte. Sonderbare Zeichen waren darauf zu lesen, aus denen er sich keinen Reim machen konnte. Nur die 1. Buchstaben konnter er entziffern. So viel er verstanden hatte, ging es in diesem Manuskript um eine Glocke im steinerem Meer, die aus ihrem SChlaf geweckt werden wollte... mehr konnte er aber auch nicht lesen.
    Urplötzlich sprang ein junger Mann mit rotem, langem Haar aus einem Versteck hervor und stellte sich zwischen Schatten und Asmag. Seine Haare flogen wild um seinen Kopf und der Wind spielte mit seinem dunkelgrünen Mantel...
    Der rothaarige Mann zog seinen Bogen und zielte auf Asmags Schulter und der Bogen schnellte von der Sehne...
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