1. #101
    Avatar von asmaron Kam, sah und tippte
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    "Mensch das gibts doch gar nicht!", fluchte Firen. "Die hätten uns doch bestimmt bescheid gegeben, wenn sie weggegangen wären oder?" Unsicher blickte Asmaron über den menschenleeren Platz. Plötzlich kniff er die augen zusammen und zog mit einem sirrendem Geräusch sein Schwert. Mit einem Zeichen befahl er Firen das gleiche zu tun. Völlig verwirrt tat Firen es ihm nach und wollte schon zu einer Frage ansetzen, als sein Lehrmeister ihn mit erhobenen Zeigefinger an den Lippen bedeutete zu schweigen. Geduckt hielt er auf eine dunkle Gasse zu, die an den Platz des Lazaretts anschloss. Firen hätte fast laut aufgeschrien, als er die Leichen der drei Soldaten sah. Der eine lag mit aufgeschlitzter Kehle blutend auf dem staubigen Asphalt, die anderen lehnten mit aufgerissenen Bäuchen an der kalten hauswand. Im schwachen Licht konnte man erkennen, dass einer der beiden noch lebte. Röchelnd und mit aller Kraft die er aufbringen konnte sagte er:
    "Wenn ihr edle Männer seid, dann helft einem halbtoten Krieger seine letzte Reise anzutreten!" Asmaron kniete sich vor ihm hin. "Ich werde dir helfen einzuschlafen, aber sag mir noch: Was ist hier geschehen?" Der Mann zitterte. Blut floss in einem Rinnsal aus seinem Mundwinkel. Sein Lebenslicht flackerte. "Bitte!",flehte Asmaron,"es ist wichtig das wir erfahren was hier geschehen ist!" Er hasste sich in diesem Moment selbst, dass er einen Sterbenden im Glauben ließ, dass er auf dessen Seite stünde. Mit einer Stimme die schon fast ein Flüstern war, erzählte der Soldat was geschehen war. "Und jetzt hilf mir! Bitte! Es tut so weh!", endete er. Firen sah wie Asmarons Blick kalt wurde und sich seine Finger um den Knauf seines Schwertes verkrampften. Firen wusste, dass der Verwundete eine schwehre Entscheidung von Asmaron forderte. Wie war die oberste Regel des Schwertkampfes, die ihm sein Lehrmeister selbst immer wieder gelehrt hatte?
    "Töte niemals einen wehrlosen Menschen, egal wie sehr du ihn hasst, es sei denn du willst von da an immerfort als kalblütiger Möder gelten!"
    Doch auch die Ausnahme dieser Regel war Firen in diesem Moment bewusst:
    "Wenn dich dieser Mensch jedoch keine Chanchen mehr hat zu überleben und dich bittet ihn von seinem Leiden zu befreihen, dann liegt die Entscheidung ganz bei dir und du allein musst dich dafür verantworten!"
    Asmaron erhob sich. Er sah noch einmal in das flehende, schmerzverzerrte Gesicht im halbdunkel. "Danke!",flüsterte der Schwertmeister ihm zu und drehte sich um.
    Mit nur einer Bewegung wirbelte er herum, zog sein Schwert und rammte es dem Mann mitten ins Herz. Noch einmal bäumte sich der Köper des Soldaten auf, dann glätteten sich seine Gesichtszüge. Asmaron drehte sich weg, während Firen ihm die letzte Ehre erwies.
    Nach nur kurzer Zeit hatte Asmaron sich wieder gefangen. "Nun wissen wir was geschehen ist! Sie haben Schatten und Keksus in Richtung Hafen verfolgt! Firen! Hö mir jetzt genau zu: Ich werde sofort die Verfolgung aufnehmen! Du musst bei Trickser bleiben! Wenn es ihr wieder besser geht, bring sie zu mir nach hause und warte dort auf uns! Schau mich nicht so an! Dort werden Law und die Stadtwachen uns am wenigsten suchen! Wir werden so schnell es geht zu euch stoßen!"
    Mit diesen Worten rannte er in Richtung Hafen und verschmolz schon bald mit der dunkelheit. Ein völlig verwirrter Firen blieb zurrück.
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  2. #102
    Avatar von Keksus Meister der Buchstaben
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    Asmaron erreichte den Hafen, und fand dort Keksus vor. Als er näher kam konnte er erkennen dass noch 2 weitere Personen dort lagen. Als er näher kam konnte er erkennen das die eine, eine Stadtwache war, und die andere Schatten, über der Keksus kniete. "žWas ist passiert?", war asmarons erste Frage. "žSIE IST TOT!", war Keksus Antwort, die Tränen liefen ihm über das Gesicht. "žSie ist tot!", wiederholte er daraufhin leise, kaum fähig noch zu sprechen. Asmaron kniete sich neben Keksus, ihm war bewusst dass manche Leute in so einer Situation übertreiben, und deshalb fühlte er Schattens Puls. Dann erkannte er das Keksus recht hatte, nun fast recht hatte. Er spürte noch einen schwachen Puls, doch wenn sie sich beeilen, können sie Schatten noch retten. Asmaron verschwendete keine Zeit Keksus zu sagen was nun wirklich los war, das würde nur Zeit kosten. Er schnappte sich Schatten, und suchte auf schnellstem Weg jemandem der ihr helfen kann.
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  3. #103
    Avatar von princess-o-p Forum Veteran
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    Asmaron lief und lief mit Schatten in den Armen. Keksus jedoch blieb zurück, senkte den Kopf und vom nassen Haar her rannten ihm die Wassertropfen über's Gesicht bis sie an der Nasenspitze hingen und schließlich zu Boden fielen. Asmaron wusste nicht wohin er hätte laufen können, er lief einfach nur wohin ihn seine Beine tragen würden.

    Law hingegen schaute gen Himmel und bemerkte die bereits eingebrochene Dunkelheit. Verwundert ließ er sich nieder und verstand einfach nicht, warum er nicht tot war. Konnte blade-devil gebleuft haben? Sollte er sein Werkzeug sein? Der Schmerz allerdings war noch immer da und so beschloss er, sich zum königlichen Palast zu schleppen.

    Darkwarrior war auch verletzt: Als er sich vom Kampf entfernte und schließlich wieder in seinem verlassenen Bürp war, war ihm etwas auf den Kopf gefallen, als das ganze Gebäude erschütterte. Nun wollte er sehen, wie sich das Geschehen so entwickelt hatte und konnte nicht glauben was er sah, als er zum Schauplatz des Grauens zurückgekehrt war. Er setzte sich im Schneidersitz auf den blutvertrockneten Boden: Offensichtlich hatte sich noch keiner darum gekümmert, denn Leichen und Dreck lagen noch da rum, es begann sogar zu stinken. Er grübelte darüber nach, ob das, was er getan hatte, das richtige war und ob er sich besser rausgehalten hätte. Als seine Blicke so über den Haufen toter Menschen wanderte, entdeckte er etwas, das nun gar nicht in das hässliche Bild passte: Eine dünne Hand, vermutlich weiblicher Natur. überrascht und neugierig stand er auf und zog an der Hand, die einen schmalen Köper hinter sich herzog. Er betrachtete sie von oben bis unten und als er ihren Puls spürte und bemerkte, dass sie noch lebte, beschloss er, sich um sie zu kümmern, der Neugierde wegen.
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  4. #104
    Avatar von Schatten1988 Forum Veteran
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    Darkwarrior schleppte die schmale Gestallt in die nächste Gasse. Er legte sie auf den Boden und musterte die junge Frau. Er wusste: er kannte sie irgendwoher. Darkwarrior gefiel, wie sie auf dem Boden lag, ohnmächtig aber trotzdem anmutig. Sie war schmutzig, voller schwarzem Pulver. Darkwarrior wusste nicht was das für ein Pulver war, aber es roch so, wie nach einer Schiffschlacht mit Kanonen.

    Firen lief auf und ab. Einerseits war er verwirrt wohin Asmaron so schnell hinwollte, andererseits dachte er an seine Schwester und Trickster. Bei beiden wusste er nicht, wie es ihnen ergeht.
    Da kam der Arzt aus dem Zelt. Firen rannte auf ihn zu "žWie geht es ihr?" fragte er. Der Arzt hob die Plane vor dem Eingang des Zeltes an. Firen ging hindurch. Er blieb stehen und sah besorgt zu Tricksters Bett.

    "žBlade war hier..." sprach Yuna. "žWieso sollte er das tun?" fragte Andrey seine Begleiterin. Diese senkte nur ihren Kopf. "žIch weiß nicht ob du es mitbekommen hast..." sagte sie "žAber Blade-devil...er hat uns damals gesehen..." Andrey wusste nicht was er von all dem halten sollte.

    Asmaron rannte durch die Straßen. Schatten in den Armen. Er beeilte sich, sie in das Lazarett zu bringen. Er wusste: lange würde sie nicht durchhalten. Keksus folgte Asmaron nur langsam. Er war verzweifelt. Für ihn war Schatten verloren.

    Darkwarrior hob die Hand. Langsam kam er dem Gesicht der Frau näher. Er strich sanft mit seiner Hand über ihr Gesicht. Im gleichen Moment riss die Frau die Augen auf. Sie sprang auf und gab Darkwarrior einen kräftigen Tritt ins Gesicht. Sie sah den schwarzen Mann böse an und schrie ihn an: "žOkubyomono!!" Darkwarrior sah sie verwirrt an. "žDu schon wieder? ...Wer bist du?" fragte er "žDas weißt du ganz genau!" schrie die Frau. "žMein Name lautet...."

    Firen sah Trickster erleichtert an. Sie war gesund und bei vollem Bewusstsein. "žMeine Schulter tut noch weh" sagte sie und lächelte "žAber ich kann wieder laufen...und stehlen!" grinste sie Firen an. Doch gleich wurde ihr Gesicht ernst. "ž...Wo..." fragte sie. "žWo ist Schatten? ...und...wo ist Asmaron?"
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  5. #105
    Avatar von Keksus Meister der Buchstaben
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    Asmaron wusste das sie nicht viel Zeit hatten. Bald würden die toten Wachen entdeckt werden. Und dann würde man nach den Mödern suchen. Und wer passte in diese Rolle besser als die merkwürdigen Personen die erst vor einer Stunde angekommen sind?

    Keksus wusste nicht was er tun sollte. Asmaron glaubte zwar Schatten noch retten zu können, doch in seinen Visionen sah er sie nur das eine mal, in dem Militärlager. Und obwohl er versucht hatte alles zu ändern, geschah alles so wie er gesehen hatte. Er hatte zwar Schattens Tod nicht direkt gesehen, aber er vermutete das es für sie keine Hoffnung gab.
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  6. #106
    Avatar von Shadow.painted. Kam, sah und tippte
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    "...Norou", sprach sie, doch dies sagte Darkwarrior nichts. Lediglich die Stimme... Wie aus einer älteren Zeit....
    "Mangelt es dir an Hirnzellen??? Ha!! Ein lächerlicher Krieger bist du! Ohne jegliche würde! Ohne Ehre! Einfach fortgelaufen, vom Kampfgeschehen!!", ihr Atem war schwer und an Stellen, an denen das Mädchen verletzt war hatte waren leuchtende Wunden. sie lächelte kurz ironisch auf., " hm... Aber das warst du ja schon damals...."

    Nun sah sie ihn wieder an - mitten in die Augen. Ihre Schultern und Brust hob und senkte sich durch die Schwere der Atemzüge.
    Sie war kleiner als er und schaute von unten zu ihm hoch mit einem durchdringenden, stechenden Blick.

    Diese Augen...Er kannte sie..
    Darkwarriors Gestalt wirkte leer. Plötzlich durchdrangen ihn Erinnerungen, die schon längst vergessen waren. In kurzen Filmrissen erschienen ihm Szenen.
    Freundschaft...
    Verrat...
    Tod....

    Die Stimme....

    >>Also kaufst du nun dieses Schwert?? Es ist wie geschaffen für den Kampf!!<<

    Eines Mannes...

    >>Ich mache dir einen Sonderpreis<<

    Eines Händlers....

    >>Versteht sich doch! Meine Waren gegen deine Künste<<

    Das Lächeln... Eines Großherzigen Freundes.....

    >>HILF MIR!!!<<

    Der Schrei....

    >>Oder ....<<

    Eines Aussichtslosen....

    >> Stehst du nicht zu mir??? <<

    Damals hatte er sich weggedreht...
    Eine zweite Gestalt durchdrang den Mann mit einem Schwert....
    Der Mann fiel hin.. zu seinen Füßen..

    >> Okubyomono....<<

    Die Tochter eines Leiblosen....


    Darkwarriors Blick festigte sich..
    "Feigling......Okubyomono..."
    Es war so still, dass er ihre Atemzüge höen konnte. Die junge Frau lachte wieder auf..
    "Ja!! Und zwar für immer!! Eikyu-ni!!!

    Er holte aus und schlug zu.
    Die Dunkle Gestalt fiel weiter in Richtung der Finsternis. Sie hätte sich wehren können.. aber nicht in diesem Zustand - nun war sie zu schwach. Auf ihrem Gesicht waren Rötliche abdrücke Warriors Hand.
    um sich gegen einen Angriff zu wehren.
    "Sage ich doch".. Krieger...

    Er ging wieder auf sie zu, doch sie floh nicht.
    "einen schwächeren anzugreifen - das sieht dir ähnlich!! verletzte zu jagen - typisch!!"

    Er hob sie hoch, brachte sie in die Nähe einer Lampe und drückte sie gegen die Wand.
    Plötzlich begann Norous Köper an den Stellen zu leuchten, wo Darkwarrior sie hielt.

    "AAAH! Was hast du vor?? Mich zu töten??" Es brannte zu stark...als dass sie es sich verkneifen konnte zu schreien.
    Vor Schreck ließ er sie Fallen. Anders als die alten Wunden waren diese eher rot/gelb.
    Norou griff sich an die Wunden und hielt ihre Hand über sie, woraufhin diese langsam zu heilen schienen.
    "Wirklich!!!"

    Er zog Handschuhe an und hob sie erneut hoch, wobei er sie gegen die Wand drückte. Norou zuckte zusammen, denn die Wunden schmerzten noch..
    Die weichen Gesichtszüge waren dieselben, wie auch die Augen - innen bräunlich grün und nach außen leicht bläulich - untypisch für Asiaten.
    Doch ansonsten ist wenig dem alten Antlitz treu geblieben:
    Wenn ihre Haut früher einen helleren bis durch das viele Reisen bräunlichen Ton hatte, so war sie nun schwarz, wie Ruß.
    Der kindische grade, flache Köper hatte an Rundungen gewonnen.
    Ihre Früher unordentlich abstehenden, kindischen Haare waren nun glatter und hatten an Fülle verloren, doch an Dunkelheit gewonnen. Das schmalere Gesicht eines Kindes hatte sich gewandelt und war nun selbstsicherer und geprägt von Erlebnissen - und doch barg sich etwas Naives dahinter.

    "Du bist ein Möder..."
    "Ich habe ihn nicht getötet"
    "Doch. Genauso wie mich. Lass mich gehen, denn DU bist nicht mein Ziel. Ich habe wichtigeres vor"
    "Natürlich... in genau diesem Zustand"
    Er ließ sie los, doch Norou konnte sich nicht auf ihren Füßen halten.
    Darkwarrior drehte sich um und schien in Gedanken versunken zu sein.
    "Du heißt Kitsu..."
    "Nichtmehr"
    Er entfernte sich...
    sie war damals noch klein, wahrscheinlich 13, gewesen und er jung, etwa 17 und ein Meister des Schwertes... 6 Jahre.. ja, 6 Jahre müsste es nun her sein...
    Er schlenderte auf sie zu, hob sie hoch und nahm sie mit. Vorher jedoch wickelte er sie in seinen Umhang.
    "žSieh, was du getan hast so viele Menschen tot."
    "žIch habe DEINE Aufgabe erfüllt ," warf sie ihm vor.
    Darkwarrior schloss die Augen und trug sie weiter in die Taverne, wo sich sein Zimmer befand.
    "žWohin bringst du mich??"
    Doch er antwortete nicht... als sie in einem der Zimmer waren, legte er sie hin auf eines der Betten.
    "žMorgen müssten deine Wunden verheilt sein. Oder irre ich mich??"
    Norou schaute ihn verwirrt an –woher sollte er das wissen???
    "žDU WILLST, DASS CIH BEI DIR IM ZIMMER SCHLAFE?! DU BIST MIT SCHULD AN MEINES VATERS TOD!!!"
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  7. #107
    Avatar von princess-o-p Forum Veteran
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    "Na gut, dann ist es wohl so. Lass uns eine Bleibe suche, ja?", fragte Yuna und lächelte seltsamerweise dabei. Ermutigt von ihrem Optimismus nahm er sie bei der Hand und sie beide suchten nach einer Unterkunft.

    Gerade als der Arzt davongehen wollte erblickte er Asmaron mit Schatten in den Armen. "Was seid ihr eigentlich für Leute?? Ständig bringt ihr hier Halbleichen her!", er war ein wenig zornig. Asmaron konnte nicht mehr. Er versuchte zwar Schatten behutsam auf den dreckigen Boden zu legen, doch kurz vor dem Aufkommen hielten seine Arme nicht mehr Stand und Schattens Köper fiel in den Dreck. Der Arzt fühlte ihren Puls, lauschte an ihrem Mund, drückte auf ihren Bauch. "Mh, sie ist wohl eine Weile im Wasser gewesen, hab ich Recht?", doch ohne eine Antwort abzuwarten fing er mit einer Herzlungenwiederbelebung an. Nachdem er sie zwei Mal beatmet und danach ihren Druckpunkt ausgemacht hatte, drückte er mit beiden Händen auf ihren Brustkorb. Asmaron musste sich indes umdrehen, es war ihm unangenehm Schattens offene Brust zu sehen. 10 Minuten ging das so und als der Arzt schließlich die Hoffnung aufgab und die Herzmassage einstellte, fing Schatten an zu husten. Das Wasser sprudelte fömlich aus ihr und erschöpft drehte sie sich zur Seite und erfasste Keksus Fuß.

    Es war eine billige Unterkunft, die sie sich genommen hatten. Es war zwar bereits dunkel, doch es war immer noch nicht allzu spät. Sie hatten die Fenster weit geöffnet, denn die Nacht war noch schwüler als jede andere in Persien es gewesen war. Yuna und Andrey Delany schliefen. Plötzlich knallte die Tür auf und Männer drängten hinein. Einer stolperte über die auf dem Boden liegenden Kleidungsstücke und stützte sich mit einer Hand am Bett ab. Yuna war wegen dem Krach aufgeschreckt und noch bevor sie reagieren konnte, wurde sie von zwei bewaffneten Männern ergriffen. Andrey Delany wurde wortwötlich aus dem Schlaf gerissen, auch er wurde von zwei Männern gefesselt. Unverständig blickte Yuna ihn an, versuchte mit Blicken zu ihm zu sprechen, doch einer der Männer presste seine Hand auf ihren Mund. Die restilchen Männer sammelten die Kleider auf und entfernten die Waffen. Sie alle waren in Uniformen, trugen jedoch keine Rüstungen. Auch ihre Kleider waren verschwitzt, auf Yunas und Andrey Delanys hat stand ebenfalls glänzender Schweiß.
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  8. #108
    Avatar von Keksus Meister der Buchstaben
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    Keksus wusste erst nicht was geschah, er hatte Schatten aufgegeben! Doch, sie umklammerte seinen Fuß! Sie lebte!
    "žIhr habt Glück gehabt, es wurden keine inneren Organe verletzt" sprach der Arzt, "žaber eine Sache find ich doch merkwürdig" fuhhr er fort, und Keksus begann zu zittern, er ahnte was jetzt kommen würde. "žals ihr ankamt, war sie noch in besten Zustand. Keine Stunde später sind mehrere Wachen tot, und sie verletzt. Findet ihr das nicht auch recht...merkwürdig?".
    Keksus ballte seine Fäuste, noch nie zuvor hatte er sich so sehr seine Waffen gewünscht.
    Asmaron stand nur da, er wusste wovon der Arzt sprach, Keksus und Schatten hatten das halbe Lager in Aufruhr versetzt. Und jetzt grübelte er darüber nach wie er sie da raushauen könnte. Doch die Situation war praktisch aussichtslos.
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  9. #109
    Avatar von princess-o-p Forum Veteran
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    Währenddessen versuchte sich Andrey Delany aus den Klauen der Uniformierten zu befreien, aussichtslos. Yuna dagegen war klar, dass sie nicht gegen die Männer hatten ankommen können. Stattdessen machte sie sich absichtlich schwer, sie wollte es den Feiglingen nicht allzu leicht machen. Einer der Männer, der die Waffen hielt, über gab diese dem anderen, umfasste ihre Beine und sie schleppte sie raus. Sie wurde in einen Karren geworfen. Yuna spürte wie ihr Kopf gegen etwas, das sich darin befand, knallte. Gleich darauf landete auch Andrey Delany auf ihr und leider auch sein Ellebogen in ihrem Bauch. Wegen ihres kurzen dumpfen Aufstöhnens schrieen sie die Wachen an:"Wie werden euch jetzt wohinbringen. Macht ihr nur einen Mucks, ist der andere von euch dran!" Yuna verdrehte die Augen, Andrey Delany dagegen schaute sie nur besorgt an. Sie kauerten sich zusammen und warteten darauf, dass das Gerumpel endlich aufhöen und sie wissen würden, was eigentlich vor sich ging.
    Plötzlich blieben sie stehen. Die Decke, die sie verdeckt hatte, flog in einem Bogen runter und sogleich wurden die zwei Gefangenen von mehreren ergriffen, wieder bestand keine Möglichkeit zur Gegenwehr. Als Yuna den Kopf emporhob erblickte sie die goldenen Kronen des Palastes. Wieder warf man sie zu Boden und forderte sie auf, die Treppen, an denen schwerbewaffnete Wachen standen, hinaufzukriechen.
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  10. #110
    Avatar von Keksus Meister der Buchstaben
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    "žNun, ich werde dann mal gehen und euch allein lassen", mit diesen Worten verabschiedete sich der Arzt.
    Keksus war erleichtert, doch hatte er wirklich einen Grund erleichtert zu sein? Der Arzt konnte jetzt genauso gut die Wachen alarmieren, immerhin war er ein treuer Diener des Königs.
    "žWir müssen hier weg, sofort!" raunte Keksus nach diesem Gedanken Asmaron zu. "žIch nehme Schatten, und geh mit ihr zum Lagerausgang. Ich warte etwa 100m entfernt vom Lager in östlicher Richtung auf dich, Trickster und Firen, und beeil dich! Die Wachen werden wahrscheinlich bald informiert sein." Fügte er noch hinzu. Dann nahm er Schatten, legte sie über seine Schulter, und eilte zum Lagerausgang. Das war kein allzu großes Problem. Es war Nacht und die Wege zwischen den Zelten waren nur mit Fackeln beleuchtet, ausserdem trugen er, wie auch Schatten, schwarze Kleidung. Allerdings patroullierten überall Wachen, ob sie schon gezielt nach ihnen suchten wusste er nicht. Doch als ihn nur noch wenige Meter vom Eingang trennten, kam das grösste Problem. 2 Wachen bewachten diesen, mit dem Blick zur Wüste, und eine 3. patroullierte im Lager, und achtete darauf das niemand unerlaubt das Lager verlässt. über diesen Weg würde er niemals rauskommen, allerdings war die Umzäunung nicht allzu hoch. Deshalb beschloss er diese, an einem anderem Punkt im Lager zu erklimmen. Schatten war wach, und das war ihm jetzt hilfreich. "žHalt dich gut fest" flüsterte er ihr zu. Dann sprang er mit all seiner Kraft, und konnte gerade noch mit seinen Finger das obere Ende der Umzäunung erreichen. Dann zog er sich hoch, und sprang auf der anderen Seite nach unten, dann rannte er zu einigen Felsen abseids des Weges, und versteckte sich dort mit Schatten.
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