1. #11
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    Kommandant Arthur kommt auf sie zugeeilt.

    Guten Abend Calypso, was verschafft mir die Ehre Ihres abendlichen Besuchs? Hat es sich schon rumgesprochen, dass wir uns neue Kampftechniken aneignen? Eigentlich hätten wir sie vorab informieren sollen, aber da wir nicht wissen, ob wir diese Art zu Kämpfen ausbauen wollen, haben wir uns entschlossen, vorerst zu schweigen.

    Ich bin sprachlos, sagt sie und schaut ihn strahlend an. Dass Sie sich dafür interessieren, hätte ich niemals geglaubt. Lassen Sie mich noch einen Moment zusehen bitte, ich bin sehr daran interessiert.

    Gerne, hier nehmen Sie Platz, dann können Sie in aller Ruhe den Übungseinheiten beiwohnen.
    Er schiebt ihr einen Stuhl hin, aber sie lehnt dankend ab.
    Nein danke Kommandant, ich bleibe lieber stehen, dann habe ich einen besseren Überblick. Wenn man etwas genau begreifen will, sollte man immer besser stehen, das erdet und macht den Geist frei.
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  2. #12
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    Der fremdländische Kämpfer wird ihr vorgestellt und Kommandant Arthur bittet ihn, der Bürgermeisterin einen kurzen Umriss um die Geschichte des Judo zu geben.

    Mit einem Lächeln verbeugt sich der Meister vor ihr und beginnt, mit niedergeschlagenen Augen, zu erzählen.

    Die am weitesten verbreitete fernöstliche Kampfsportart ist Judo, der "sanfte Weg".
    Seine Wurzeln in Japan reichen rund 1.300 Jahre zurück, bis zu Ringkämpfen, die der Tenno alljährlich an seinem Hof abhalten ließ.
    Lange Zeit waren die Kampfkünste vorwiegend auf Kraft ausgelegt. Erst im 16. Jahrhundert beobachtete Kampflehrer Akiyama Shirobei Yoshitoki, wie die "starken" Äste einer Kiefer unter Schneemassen brachen, während die elastischen Äste einer Weide sich unter dem Gewicht bogen und so den Schnee abstreiften.
    Daraufhin machte Akiyama das Ju, das Nachgeben, zu einem Prinzip seiner Lehre. Und diese Technik ist diejenige, welche ich hier lehre, eine von gefährlichen Elementen weitgehend befreite Kampfkunst: Sie verzichtete auf Stöße, Schläge, Tritte und viele Hebeltechniken oder integrierte sie in die so genannte Kata - formale Bewegungsabläufe von Kampftechniken gegen imaginäre Gegner.

    Und das wollen wir erlernen, es kann uns weiterhelfen im Kampf gegen die Gegner, wenn wir Techniken beherrschen, die ihnen nicht geläufig sind, sagt Kommandant Arthur mit stolzgeschwellter Brust.
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  3. #13
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    Na, dann mal viel Vergnügen weiterhin, lächelt sie und verbschiedet sich von Kommandant Arthur mit einem Handschlag und von dem fernöstlichen Meiste mit einer Verbeugung.

    Komm Candy, ruft sie der Hündin zu um sich auf den Heimweg zu machen.
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  4. #14
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    Sie marschiert mit Candy in die Garnison und geht direkt in das Arbeitszimmer von Kommandant Arthur.

    Guten Tag Kommandant, wie schön Sie hier anzutreffen. Ich will Sie auch nicht lange aufhalten, aber eine Bitte hätte ich. Wenn Sie dafür Sorge tragen würden, dass das Schloß in Zukunft von einigen Männern bewacht wird, denn der Bischof hat mir heute die alten Kirchenbücher der Stadt gezeigt. Das sind diese Dokumente von unschätzbarem Wert. Es wäre eine Katastrophe, wenn sie gestohlen würden.

    Ich denke 6 Männer vor und im Schloss sowie 2 Gardisten, die abwechselnd vor den Räumen mit den Kirchenbüchern Wache halten, würden reichen.
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  5. #15
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    Ja Frau Bürgermeisterin, daran habe ich auch schon gedacht. Ich werde gleich morgen eien Mannschaft von 8 Männern abkommandieren, ihren Dienst am Schloß zu verrichten. Sie werden wöchentlich wechseln, damit sich keine Gewohnheit einschleicht.

    Danke Kommandant, das Schloß ist momentan in einem desolaten Zustand, ich werde erst einige Reinigungskräfte mobilisieren, die morgen in der Frühe beginnen, den Prunkbau auf Vordermann zu bringen. Auf die sollten Ihre Männer auch ein Auge haben.
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  6. #16
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    Sie trinken noch einen Kaffee zusammen und unterhalten sich über die Geschehnisse der letzten Tage, bis Calypso sich verabschiedet, denn sie will im Senat mit James alles Notwendige besprechen.
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  7. #17
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    Kommandant Arthur hat 8 Gardisten abberufen, die ihren Dienst im Schloß versehen sollen und sie mit letzten Instruktionen versorgt.

    Aber auch so wissen sie genau, wie sie sich zu verhalten haben, denn schließlich sind sie durch eine harte Schule gegangen und gehören zu den Besten.
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  8. #18
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    Calypso reitet in den Innenhof der Garnison ein und Velvet beginnt unruhig zu tänzeln, da die Kavallerie Übungen abhält und der Wallach sehr neugierig auf die anderen Pferde reagiert.

    Sie bindet ihn am anderen Ende des Platzes an und begrüßt Kommandant Arthur, um sich den Ablauf der Übungen erklären zu lassen.

    Sie setzen sich auf die Tribüne und Kommandant Arthur beginnt ihr einiges zu erzählen: Wir legen in erster Linie Wert auf die Beherrschung der grundlegenden Techniken des Reitens und die Ausbildung geländesicherer Pferde, denn die Schulung der Kavallerieoffiziere in der Geländereiterei wird immer wichtiger werden. Es werden in der Ausbildung Distanzritte im Sinne von Melderitten über weite Entfernungen sowie Stafettenritte eine große Rolle spielen, damit wir mit den anderen Ländern Schritt halten können. Außerdem bilden wir Reiter und Pferd bis zu den Übungen der hohen Schule aus, das garantiert eine enge Bindung zwischen Pferd und Reiter und ist dabei hilfreich beim täglichen Umgang mit den Pferden.

    Sie hört sich alles interessiert an und denkt dabei an Velvet, der auch noch viel zu lernen hat.
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  9. #19
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    Es wird ihnen eine Tasse Kaffee gebracht und sie schauen sich Vorstellung noch weiter an. Calypso kann nur staunen, welche Einheit Pferd und Reiter bilden, wieviel Vertrauen zwischen ihnen herrscht und welche schwierigen Lektionen sie beherrschen.

    Sie nimmt sich gleich vor, mit Velvet ein wenig mehr zu üben. Vielleicht kann sie ja bei Inasha einige Stunden Unterricht nehmen, die ist ja auch eine sehr gute Reiterin, denkt sie und trinkt ihren Kaffee aus.
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  10. #20
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    Sie verabschieden sich voneinander und Calypso verspricht, bald wieder vorbeizuschauen.

    Hoffentlich komme ich in halbwegs gerader Haltung mit Velvet hier raus, denkt sie beunruhigt, während sie aufsteigt. Aber als hätte er es geahnt und sich ein wenig von den anderen Pferden abgeguckt, reiten sie in bester Manier aus der Garnison.

    Draußen auf dem freien Feld lässt sie die Zügel lang und sie preschen im schnellen Galopp über die Wiesen in Richtung Wald.
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