1. #1
    Avatar von EumelTroollin Neuzugang
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    [Feedback/Diskussion] Anbindung der Transportkarren an die Produktionsstätten

    Ich möchte in diesem Post gerne folgendes Zitat ansprechen:
    Die Transportkarren werden nicht von den Lagerhäusern gestellt, sondern von den Produktionsbetrieben, was für mehr Übersicht sorgen soll. Ob, das so bleibt, steht noch nicht fest - Blue Byte Mainz experimentiert hier noch mit dem Balancing.
    Ich, für meinen Teil, würde diese Änderung der Bereitsstellung der Transportkarren durch die Betriebe als keine gute Entscheidung empfinden.Ich möchte dies natürlich auch begründen.

    Betrachten wir diesen Fall. Transportkarren werden nicht vom Lagerhaus gestellt, sondern von den Produktionsstätten. Da jedoch das Transportkarren-System wieder kommt, bedeutet dies im Umkehrschluss auch, dass Produktionsstätten bis zu x Einheiten des Produktes lagern können, welche immer rechtzeitig zum Lager gebracht werden müssen, da sich sonst ein Stau und somit ein Stillstand der Produktionsstätte einstellt. Der entscheidende Punkt hierbei ist jedoch, dass sich dieser Stillstand nur einstellen kann, wenn eine Produktionsstätte mehr Waren produziert, als die Transportkarre in der gleichen Zeit abtransportieren kann.
    Betrachten wir nun alte Teile der Serie. Fällt irgendjemanden ein Beispiel ein, bei dem ein Lagerhaus so weit entfernt von der Produktionsstätte platziert war, dass die Transportkarre zwar zur Produktionsstätte gelangte, es aber nicht schaffte diese zu leeren, bevor sie voll war und somit still stand? Vorausgesetzt eine Karre wird nur für diese eine Produktionsstätte abgestellt. Mir ist ein solcher Fall noch nie untergekommen. Es konnte nur an Transportkarren mangeln, wenn sich mehrere Betriebe quasi eine Karre teilen mussten. Im neuen System wäre sowas unmöglich.

    Sofern mir niemand ein Beispiel für solch einen Fall aus der Erfahrung alter Serienteile nennen kann, nehmen wir an, ein solcher Fall ist unmöglich. Welche Folge hätte der Wechsel der Anbindung der Transportkarre an die Produktionsstätte? Wir würden am exakt gleichen System, wie in Anno 2205 ankommen. Es könnte nie zu einem Stau in den Produktionsstätten kommen und die Komplexität der Logistik sinkt. Das man am Ende wieder am System von Anno 2205 angekommen ist, kann man zwar dadurch kaschieren, dass man keine +/- Statistik angibt, aber am Fakt ändert dies nicht.

    Meine Frage wäre somit: Warum wird überhaupt mit dem Gedanken der Anbindung der Transportkarren an die Produktionsstätten experimentiert? Was ist, abseits des unnötigen Senkens der Komplexität, der Gedanke dahinter?

    PS: Ich konnte mit Anno 2205 absolut nichts anfangen und musste bereits nach Spielstunden im sehr niedrigen zweistelligen Bereich aufhören. Dieser Aspekt mag ein kleiner im Kontext des gesamten Spiels sein, aber er ist meiner Meinung nach oft ein Indiz dafür, in welche Richtung die Reise gehen wird. Und seit Jahren mangelt es mir an einem richtigen und neuen Anno.
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  2. #2
    Avatar von Snoap Kam, sah und tippte
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    Ich sehe das ähnlich wie der TE.

    Das System würde zu sehr an das von 2205 kommen.

    Außerdem würde die Gefahr komplett verschwinden, dass man "zu wenig" Markthaupthäuser hat.
    Dann würde es ja reichen nur eins aufgrund der erweiterungen zu bauen, die Betriebe liefern ja sowieso.

    Das ist natürlich nur dann interessant, wenn man auf optimierung und "baupläne" aus ist, was ich denke, die meisten in betracht ziehen und experimentieren und entsprechend das spiel ausreizen.

    so hat man den fall "ok betrieb dahin alles klar fertig"

    auf der anderen seite ist dann immer im hintergrund die frage "reicht das? wo muss ich nachbessern? welche betriebe laufen 100%? welcher betrieb stockt?"

    einfach um der spieltiefe willen bitte nicht ändern.

    mfg
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  3. #3
    In 2205 gab es gar keine Markthäuser, in Anno 1800 aber kommen sie wieder, dazu wurde schon gesagt das die Logistik wichtiger wird wie in alten Annos sprich es wird wieder wichtig wo und wie man baut. Das System an sich ist so aber logischer, weil früher auch nicht der Markt die Waren beim Bauer geholt hat sondern der Bauer die Ware zum Markt brachte. Wenn also der Markt/Lager zu weit weg ist hast du Warenstau in der Produktion.
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  4. #4
    Avatar von DerKaiserII Neuzugang
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    > Es könnte nie zu einem Stau in den Produktionsstätten kommen und die Komplexität der Logistik sinkt.

    Ich verstehe den Punkt. Man muss aber auch sagen, dass vermutlich die wenigsten Spieler überhaupt Probleme mit den Marktkarren hatten? Am Ende hatte man doch eigentlich immer eine Produktionslinie, die von den Markkarren wirklich so bedient wurde, dass es keine Probleme gab? Es war doch mehr Routinearbeit? Am Anfang mit den Feldwegen war es wenn überhaupt mal problematisch. Mit den Steinstraßen und ausgebauten Markthäusern war das dann auch nicht mehr so das Thema? Ich hatte nie das Gefühl, dass ich da wirklich viel "geistige Leistung" in die Logistik stecken musste. Ich hab viel nach Optik gebaut, entweder hat es mit den Marktkarren geklappt (war meist der Fall) oder nicht und ich musste es noch anpassen. War kein großes Ding. Da hat man dann halt noch ein Markthaus hingesetzt bzw. das eine verlegt oder mal die Straße/Produktionsbetrieb verändert und die Sache war erledigt. Es ist jetzt keine "Komplexität" die ich groß vermissen werden. Aber es geht schon etwas Feinarbeit verloren. Wenn das irgendwo durch irgendwas wieder ausgeglichen wird, dann fände ich das ok. Ich fand es teilweise sogar nervig, weil eine Markthalle dann gerade 11 Betriebe versorgen konnte, aber Betrieb 11 wurde (wegen dummer KI) teilweise nicht angefahren.

    Ich sehe es da auch wie Annothek. Das mit den Marktkarren fand ich auch immer total unlogisch. Als Spielfunktion war das in Ordnung, aber das war irgendwie "verkehrte Welt". Kann gerne durch was "ersetzt" werden, aber einfach entfernen fände ich auch nicht gut.







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  5. #5
    Avatar von LadyHahaa Moderator
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    Ich finde die Idee, dass der Karrenschieber mit dem Marktkarren vom Produktionsbetrieb zum Markthaupthaus lläuft ganz gut. Das fühlt sich für mich realistisch an.
    Routinearbeiten? Ja klar, das ist Anno doch grundsätzlich. Hat man einmal ausgetüftelt wie es am Besten läuft, dann läuft es auch. Aber das austüfteln ist doch der Reiz.

    Da kommt mir doch glatt eine Idee:
    Wenn man nun die Produktionsbetriebe aufrüsten könnte, sich dann der Karrenschieber zum Eselskarren wandelt und in der nächsten Stufe zum Pferdefuhrwerk. Damit dann auch die Lagerhaltung im Produktionsbetrieb und die Produktion an sich steigert .... whoa ... so viele Möglichkeiten... Das Upgrade geht aber nur, wenn man eine Eselszucht und später eine Pferdezucht auf der Insel hat. Herrje ... so komplex, da verknotet sich das Hirn beim Träumen
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  6. #6
    Avatar von Karrenschieber Junior Mitglied
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    Der entscheidende Punkt hierbei ist jedoch, dass sich dieser Stillstand nur einstellen kann, wenn eine Produktionsstätte mehr Waren produziert, als die Transportkarre in der gleichen Zeit abtransportieren kann.

    Liebe(r) EumelTroollin!

    Erst einmal ist es klasse, dass du dir so viele Gedanken darüber machst, wie genau die Systeme im neuen ANNO Spiel funktionieren werden.

    Eine Sorge möchte ich dir gerne nehmen, nämlich dass die Logistik in ANNO 1800 nicht interessant genug sein könnte.

    Da wir gerade an einigen Stellschrauben feilen, kann ich noch nicht zu sehr ins Detail gehen an dieser Stelle. Aber deine Sorge basiert im wesentlichen auf der oben zitierten Annahme, dass allein die Weglänge von der Produktionsstätte zum Warenlager entscheidend für den Abtransport der Güter ist. Auch wenn das einen wichtigen Faktor darstellt, es ist bei weitem nicht der einzige.

    Bei der klassischen ANNO Logistik war z.B. die Kapazität des Warenlagers ein weiterer sehr entscheidender Punkt. Wie viele Karren konnte es bereitstellen und wie viele Betriebe warteten gerade auf eine Abholung? Diese und weitere grundlegende Faktoren spielen auch beim neuen System entscheidende Rollen und führen im Ergebnis zur gewünschten Spieltiefe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Karrenschieber Dirk
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  7. #7
    Im Grund war da das Markthaus sogar eher Spiel störend, denn obwohl man genug Produktion hatte reichte es nicht weil die Karrenschieber nicht hinterher kamen, am Ende musste man dann 2-3 Markthäuser daneben stellen nur um die Anzahl der Karren zu erhöhen, das war für mich eher unlogisch, da finde ich den Ansatzpunkt jetzt wesentlich besser und ist der Weg zu weit wird die Produktion auch wieder stocken, im Grunde ändert sich ja nicht viel. Das System wird so aber logischer Bauer bringt Ware zum Markt / Lager und nicht Markt / lager holt sich die Ware, so war es eben zu der Zeit und ist heute noch so.
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  8. #8
    Avatar von Snoap Kam, sah und tippte
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    Eine andere Idee wäre es einen eigenen Betrieb dafür zu designen.
    einer der sich eben darauf spezialisiert hat, die waren von A nach B zu bringen.
    Keiner bringt oder holt hab seitens Hersteller + MHH.

    Darüber hinaus finde ich die Idee mit dem "upgraden" (zu futuristischer begriff eigentlich ) sehr schön!
    Vielleicht ähnlich wie in anderen Anno-teilen eine "Universität o.ä" mit einbringen sodass geforscht werden kann.

    Das ganze braucht natürlich eine gewisse voraussetzung an "gebildeteren" bewohnern.

    Wenn einmal erforscht gibt es die möglichkeit zum kompletten aufstieg aller auf der Insel ansässigen Betriebe die dies eben betrifft.

    (einzelner aufstieg .. puh, schwierig, da es dann je nach häufigkeit und übersicht dann schnell fad werden kann)
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  9. #9
    Avatar von Dieb09 Kam, sah und tippte
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    Hallo zusammen!

    Ich muss zugeben, dass mir die Idee, dass Betriebe ihre Waren selbst zum Markthaus bringen, zuerst nicht zugesagt hat. Aber nachdem ich ein wenig darüber nachgedacht hatte und mir vor allem die bisherigen Antworten durchgelesen hatte, finde ich die Idee gut. Es stimmt schon, dass das bisherige System nur selten dazu geführt hat, dass die Abholung der Waren zu langsam ging. Und wenn doch, dann half es, das Markthaus aufzubauen oder ein Item für zusätzliche Marktkarren zu benutzen. Und im Fall von 2070 das Markthaus über eine Straße mit dem Kontor zu verbinden.

    Mit dem neuen System fällt das alles erst einmal weg. Das stimmt schon. Aber es lässt sich durch andere Funktionen ersetzen, sodass es am Ende wieder auf das selbe hinausläuft. Man kann sich da vorstellen, dass ein Markthaus nur über einen Abladepunkt verfügt. Plötzlich müssen die Karren der Betriebe anstehen. Die Wartzeiten der Warenabholung eines Betriebs erhöht sich dadurch. Ganz so, als wenn es zu wenig Marktkarren im alten System gegeben hätte.

    Welchen Vorteil hätte nun aber so ein System dann? Haben Betriebe ihre Ausgangsmaterialien bisher selbst abgeholt und ihre Produkte abholen lassen, könnte nun beides von ein und dem selben Marktkarren durchgeführt werden müssen. Und damit wird es komplexer, je aufwändiger der Betrieb ist. Das könnte soweit gehen, dass man jedem Marktkarren einzeln eine automatische Route zuweisen muss, wie er nun fahren soll, analog zu den Handelsrouten per Schiff. Das wäre zugegeben wahrscheinlich schon zu detailliert.

    Wie lässt sich so ein neues System anpassen? Die Weglänge wurde bereits angesprochen. Dann ist natürlich auch die Geschwindigkeit des Karrens wichtig. Wie viele Waren kann er maximal transportieren? Be- und Entladezeiten, Anzahl der Karren pro Betrieb, die Position der Betriebe, die die Ausgangsmaterialien produzieren, ...

    Ich denke, das neue System kann deutlich komplexer werden im Vergleich zum bisherigen System. Durch begrenzte Abfertigungsstellen pro Markthaus ließe sich das alte System vom Sinn her übernehmen, sodass der Ausbau eines Markthauses weiterhin ein wichtiger Faktor ist. Wie das letztendlich alles im Spiel aussehen wird, weiß wohl noch niemand, wenn man sich den Kommentar von Karrenschieber Dirk durchliest.

    Ich hoffe, dass unser Feedback zu dem Transportsystem bei der Entwicklung weiterhilft und bin gespannt, welche guten Ideen hier noch zusammenkommen werden.


    Gruß
    Dieb
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