1. #1
    Avatar von CH_D-Fender Kam, sah und tippte
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    Eigentlich hatte ich immer etwas Mitleid mit den armen italienischen Piloten, welche bis tief in das Jahr 1943 hinein den alten Fiat-Doppeldeckern CR 42 fliegen mussten. Ich hab mich gestern Abend einmal ausschliesslich der CR.42 gewidmet, und war eigentlich überrascht, wie gut man sich selbst gegen die modernsten Propellerjäger der Aliierten aus der Affäre ziehen kann .... vorausgesetzt man dreht den Kopf wie ein Huhn, kurbelt wie ein Weltmeister, und fliegt nahe der Erdoberfläche, sodass mindestens die Hälfte der Hemisphäre um die Maschine herum gedeckt ist.

    Die CR 42 ist so eine richtige "Macho-Machine"; dicker Sternmotor, offenes Cockpit und für einen Doppeldecker klare Linien; schon fast zu klare Linien. Sicher, die Tschaika ist auch ein knuddeliger Doppeldecker. Aber halt nicht soooo Macho.
    Und die Gladiator mit ihrem geschlossenen Cockpit, ist was für die Sitzpinkler und Warmduscher unter den Doppeldeckerpiloten.

    Ich hatte gewaltig Spass, wieder einmal so richtig zu kurbeln und habe so etwas wie eine heimlichen Favoriten entdeckt.




    QuickMissionBuilder, Insel-Map, 1500 Meter Höhe, 4 eigene Flugzeuge CR 42, Skill-Level: Ace, Skill-Level der 4 Gegner: Expert.

    Die ersten die ich mir zur Brust nehme, sind englischen Gladiators. Und hier habe ich mein erstes Aha-Erlebnis; für einige einzige Gladiator brauche ich fast meine gesamte Munition, bis sie endlich eintaucht. Als es dann (endlich) soweit ist, sieht sie schrecklich aus. Ich habe sie mit meinen MG's fast gänzlich ausgetucht. Grosse Teile der Bespannung des Rumpfes, des Leitwerks und der Tragflächen fehlen. Es ist mir ein Rätsel wie sich das Ding in der Luft hält. Der Pilot müsste eigentlich auch ein Sieb sein, zumal er schon halb im Freien sitzt. Auch der Bristol Mercury öttelt noch brav vor sich hin und zieht nicht mal die Spur einer Rauchfahne. So her-, oder besser, zugerichtet, wird die Gladiator immer langsamer und taucht dann irgendwann in die Wellen ein. Phuuu ! "Mühsam ernährt sich das Eichhönchen." Ich zweifle an der Wirksamkeit der beiden Breda SAFAT MG's der Fiat. Also die ganze Mission nochmals geflogen. Und siehe da, plötzlich kann man die Gladiators anzünden und abschiessen.

    Der nächste logische Gegner: die Hurricanes. Eigentlich fast leichter als die Gladiators. Allerdings muss man sich vor der geballten Feuerkraft ihrer MG'sin Acht nehmen.

    Dann die Amerikaner. Alle P-XX der Reihe nach durch. Die Typen mit den Reihenmotoren sind relativ leicht anzuzünden. P-40: Kein Problem. P-38: diese Kisten sind zäh, aber wenn man brav auf den Tank hält brennt auch dieses Ding irgendwann. P-51: zum Glück hat die einen feurigen Allison-Motor. P-47: höllisch aufpassen, das Ding hat bekanntermassen 8 schwere MG's. Seit AEP brennt sie leider viel zu leicht und hat dadurch viel von ihrer Robustheit verloren. So hält sich auch die Befriedigung in Grenzen, diesen Donnerbolzen zu den Fischen zu schicken.

    Nun, die Spitfire müsste doch auch zu knacken sein. Sie ist es, aber es ist eine Heidenarbeit. Bis jetzt die "schwierigste" Gegnerin. Aehnlich mühsam sind eigentlich nur die Yak-3 zu überzeugen, dass ihnen eine Karriere als U-Boot auch gut zu Gesicht stehen würde. Das einzige Mal, dass alle meine Schwarmkollegen abgeschossen werden, und ich mit 3 Yak's am Hemdzipfel wie ein Bescheuerter kurbeln muss, bis ich sie zu Neptun geschickt habe. Eine davon krieg ich mit stehender Latte, nachdem ich ihr den Tank perforiert hatte und sie ohne Sprit zum Kampfsegler wurde.

    Die La-7 und P-39 sind eine eigene Kategorie: Die FM's dieser "russischen Ueberkisten" sind sowas von daneben, dass es einem (vor lachen) die Tränen in die Augen treibt. Die La-7 schlägt solche Haken in der Luft, dass sogar meine brave CR.42 ins Staunen gerät.
    Und die P-39 fliegt mit solch unmöglichen Anstellwinkeln, dass es einfach nur lächerlich ist. Aber der leicht entflammbare Allison besiegelt auch das Schicksal dieser "Sky-Surfer".

    Diese CR 42 ist einfach genial !

    Auf der Insel-Map der QMB, startet man als Blauer in Richtung Norden auf eine sehr kleine, mit Palmen bewachsene, sichelfömige Insel zu. Ich habe es (nach mehreren Anläufen) geschafft, mit der CR 42 auf diesem Flecken zu landen ohne etwas abzubrechen. Nachmachen !

    D-Fender
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  2. #2
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    Eigentlich hatte ich immer etwas Mitleid mit den armen italienischen Piloten, welche bis tief in das Jahr 1943 hinein den alten Fiat-Doppeldeckern CR 42 fliegen mussten. Ich hab mich gestern Abend einmal ausschliesslich der CR.42 gewidmet, und war eigentlich überrascht, wie gut man sich selbst gegen die modernsten Propellerjäger der Aliierten aus der Affäre ziehen kann .... vorausgesetzt man dreht den Kopf wie ein Huhn, kurbelt wie ein Weltmeister, und fliegt nahe der Erdoberfläche, sodass mindestens die Hälfte der Hemisphäre um die Maschine herum gedeckt ist.

    Die CR 42 ist so eine richtige "Macho-Machine"; dicker Sternmotor, offenes Cockpit und für einen Doppeldecker klare Linien; schon fast zu klare Linien. Sicher, die Tschaika ist auch ein knuddeliger Doppeldecker. Aber halt nicht soooo Macho.
    Und die Gladiator mit ihrem geschlossenen Cockpit, ist was für die Sitzpinkler und Warmduscher unter den Doppeldeckerpiloten.

    Ich hatte gewaltig Spass, wieder einmal so richtig zu kurbeln und habe so etwas wie eine heimlichen Favoriten entdeckt.




    QuickMissionBuilder, Insel-Map, 1500 Meter Höhe, 4 eigene Flugzeuge CR 42, Skill-Level: Ace, Skill-Level der 4 Gegner: Expert.

    Die ersten die ich mir zur Brust nehme, sind englischen Gladiators. Und hier habe ich mein erstes Aha-Erlebnis; für einige einzige Gladiator brauche ich fast meine gesamte Munition, bis sie endlich eintaucht. Als es dann (endlich) soweit ist, sieht sie schrecklich aus. Ich habe sie mit meinen MG's fast gänzlich ausgetucht. Grosse Teile der Bespannung des Rumpfes, des Leitwerks und der Tragflächen fehlen. Es ist mir ein Rätsel wie sich das Ding in der Luft hält. Der Pilot müsste eigentlich auch ein Sieb sein, zumal er schon halb im Freien sitzt. Auch der Bristol Mercury öttelt noch brav vor sich hin und zieht nicht mal die Spur einer Rauchfahne. So her-, oder besser, zugerichtet, wird die Gladiator immer langsamer und taucht dann irgendwann in die Wellen ein. Phuuu ! "Mühsam ernährt sich das Eichhönchen." Ich zweifle an der Wirksamkeit der beiden Breda SAFAT MG's der Fiat. Also die ganze Mission nochmals geflogen. Und siehe da, plötzlich kann man die Gladiators anzünden und abschiessen.

    Der nächste logische Gegner: die Hurricanes. Eigentlich fast leichter als die Gladiators. Allerdings muss man sich vor der geballten Feuerkraft ihrer MG'sin Acht nehmen.

    Dann die Amerikaner. Alle P-XX der Reihe nach durch. Die Typen mit den Reihenmotoren sind relativ leicht anzuzünden. P-40: Kein Problem. P-38: diese Kisten sind zäh, aber wenn man brav auf den Tank hält brennt auch dieses Ding irgendwann. P-51: zum Glück hat die einen feurigen Allison-Motor. P-47: höllisch aufpassen, das Ding hat bekanntermassen 8 schwere MG's. Seit AEP brennt sie leider viel zu leicht und hat dadurch viel von ihrer Robustheit verloren. So hält sich auch die Befriedigung in Grenzen, diesen Donnerbolzen zu den Fischen zu schicken.

    Nun, die Spitfire müsste doch auch zu knacken sein. Sie ist es, aber es ist eine Heidenarbeit. Bis jetzt die "schwierigste" Gegnerin. Aehnlich mühsam sind eigentlich nur die Yak-3 zu überzeugen, dass ihnen eine Karriere als U-Boot auch gut zu Gesicht stehen würde. Das einzige Mal, dass alle meine Schwarmkollegen abgeschossen werden, und ich mit 3 Yak's am Hemdzipfel wie ein Bescheuerter kurbeln muss, bis ich sie zu Neptun geschickt habe. Eine davon krieg ich mit stehender Latte, nachdem ich ihr den Tank perforiert hatte und sie ohne Sprit zum Kampfsegler wurde.

    Die La-7 und P-39 sind eine eigene Kategorie: Die FM's dieser "russischen Ueberkisten" sind sowas von daneben, dass es einem (vor lachen) die Tränen in die Augen treibt. Die La-7 schlägt solche Haken in der Luft, dass sogar meine brave CR.42 ins Staunen gerät.
    Und die P-39 fliegt mit solch unmöglichen Anstellwinkeln, dass es einfach nur lächerlich ist. Aber der leicht entflammbare Allison besiegelt auch das Schicksal dieser "Sky-Surfer".

    Diese CR 42 ist einfach genial !

    Auf der Insel-Map der QMB, startet man als Blauer in Richtung Norden auf eine sehr kleine, mit Palmen bewachsene, sichelfömige Insel zu. Ich habe es (nach mehreren Anläufen) geschafft, mit der CR 42 auf diesem Flecken zu landen ohne etwas abzubrechen. Nachmachen !

    D-Fender
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  3. #3
    Avatar von JtD Forum Veteran
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    Bist Du mit Cockpit und realistisch geflogen? ;-)

    Ja, das Teil ist schon ziemlich Klasse. Und wenn man lange genug hinschaut, sieht es sogar gut aus.

    Gegen eine I-153 kann man damit aber kaum was reißen.
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  4. #4
    Avatar von CH_D-Fender Kam, sah und tippte
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    <BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by JtD:
    Bist Du mit Cockpit und realistisch geflogen?

    Ja, das Teil ist schon ziemlich Klasse. Und wenn man lange genug hinschaut, sieht es sogar gut aus.

    Gegen eine I-153 kann man damit aber kaum was reißen.<HR></BLOCKQUOTE>

    Sowohl als auch ! Aber immer mit Aussenansichten !

    Vor den Tschaikas hatte ich am meisten Angst, aber es ging doch relativ gut. Naja, die Piloten waren ja auch von Oleg's Kyrillischer-Intelligenz Brigade. Heisst also nicht viel.

    Aber als Off-Line-Spass, mit einem Stoffdrachen eine Mustang oder eine Yak-3 zur Hölle zu schicken, macht halt schon Laune.

    Aber die Landeübung auf der kleinen Insel war wohl die grösste Herausforderung.

    D-Fender
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  5. #5
    Avatar von Health_Angel Forum Veteran
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    die CR 42 macht wirklich Laune, was aber auch auf die Gladiator zutrifft. Hab gestern im Geschwadertraining einen Kollegen, der mit La7 unterwegs war, ganz schön mit der Fiat genervt. Nachteilig ist nur das kleine Sichtfeld, das durch die obere Tragfläche erheblich beeinträchtigt wird. Dennoch, ein echter "Spaßvogel".

    -Health Angel-

    Property of the






    Zitat:
    Karen (Tania) Blixen: "When did you learn to fly?"
    Denys Finch Hatton: "Yesterday"
    (Out of Africa)
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  6. #6
    Avatar von JG53Frankyboy Forum Veteran
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    ja , Dopeldecker luftkämpfe sind das highlight von AEP

    eingach nur fun, wobei man die Falco gegen die Galdiator eher Boom&Zoom fliegel sollte
    denn der Brite ist im turnen eine klasse für sich ! notfalls mit klappen

    ich freue mich schon risig auf die Nordafrika early1941 kampagne im VOW, da wirds heftigst "Doppeldeckern" - nur vorsicht, die Falco explodiert bei .303 beschuss schon mal gerne
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  7. #7
    Avatar von KIMURA Foren-Trockenfleisch
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    Online wirst Du in der CR.42, sowohl gegen Hurricane und Gladiator, ein kurzes Leben haben.(sodenn Deine Gegner wissen wie sie zu fliegen haben) Die eine ist um Längen schneller und die andere lässt dich in der Kurve glatt weg stehen.

    Kimura
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  8. #8
    Avatar von JG53Frankyboy Forum Veteran
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    kannst du auch andersrum drehen:
    wenn du gegen Hurri T&B und Gladiator B&Z fliegts sehen die alt aus

    schlechte karten hat du allerdings wenn dir beides auf 6 hängt
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  9. #9
    Avatar von Stefan-R Forum Veteran
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    Welche Karten werden in VOW für Nordarfika genommen

    -"Hals- und Beinbruch!"

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  10. #10
    Avatar von Jordan_72 Junior Mitglied
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    Also ich finde ja die Sicht in der Falco durch die mitten im Blickfeld liegende obere Tragfläche so besch..., daß ich *viel* lieber Gladiator fliege, selbts wenn das einer der ganz wenigen Weichei-Doppeldecker mit geschlossenem Cockpit ist.

    Gefühlsmäßig sehe ich in der Gladiator mind. doppelt so viel und die 4 Kleinkaliber-MGs scheinen besser zu wirken als die 2 Bredas der Falco.
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