1. #1
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    Bin da ja mal gespannt, wie das umgesetzt wird. Was mir bisher immer fehlte, war die Möglichkeit, ohne optischen Kontakt angreifen zu können. Der Typ hatte neben einem Horchgerät auch ein Sonargerät, mit dem die Entfernung zu einem Horchkontakt akustisch festgestellt werden konnte. Mit der Richtung und der Entfernung zu mehreren Zeitpunkten (dadurch kann man Zielgeschwindigkeit und Kurs bestimmen) hat man alle Daten, die man für den Feuerleitrechner benötigt. Die Torpedos konnten auch unterhalb der Periskoptiefe gestartet werden, bis ca 100m Tiefe, wenn mich nicht alles täuscht. Das wäre mal was ganz anderes, wenn das korrekt umgesetzt würde. Bisherige Versuche:

    SH2: Gar kein Sonar, Torpedos gehen nur in den "üblichen" Tiefen

    AoD: Sonar gibts, Entfernungsbestimmung geht also, jedoch laufen die Torpedos immer genau dorthin, wo das Ziel zum Zeitpunkt des Abschusses lag. Kurs und Geschwindigkeit werden da also nicht berücksichtigt. Effektiv gehts also nur frontal oder von achtern mit den akustisch gelenkten Torpedos T V und T XI.

    Das war nämlich der hohen Unterwasserleistung einer der wichtigsten Pluspunkte dieses U-Boot Typs - es konnte auch von unten aus kämpfen.


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  2. #2
    Avatar von Willey 24/7 Poster
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    Bin da ja mal gespannt, wie das umgesetzt wird. Was mir bisher immer fehlte, war die Möglichkeit, ohne optischen Kontakt angreifen zu können. Der Typ hatte neben einem Horchgerät auch ein Sonargerät, mit dem die Entfernung zu einem Horchkontakt akustisch festgestellt werden konnte. Mit der Richtung und der Entfernung zu mehreren Zeitpunkten (dadurch kann man Zielgeschwindigkeit und Kurs bestimmen) hat man alle Daten, die man für den Feuerleitrechner benötigt. Die Torpedos konnten auch unterhalb der Periskoptiefe gestartet werden, bis ca 100m Tiefe, wenn mich nicht alles täuscht. Das wäre mal was ganz anderes, wenn das korrekt umgesetzt würde. Bisherige Versuche:

    SH2: Gar kein Sonar, Torpedos gehen nur in den "üblichen" Tiefen

    AoD: Sonar gibts, Entfernungsbestimmung geht also, jedoch laufen die Torpedos immer genau dorthin, wo das Ziel zum Zeitpunkt des Abschusses lag. Kurs und Geschwindigkeit werden da also nicht berücksichtigt. Effektiv gehts also nur frontal oder von achtern mit den akustisch gelenkten Torpedos T V und T XI.

    Das war nämlich der hohen Unterwasserleistung einer der wichtigsten Pluspunkte dieses U-Boot Typs - es konnte auch von unten aus kämpfen.


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  3. #3
    Avatar von Garwaine2000 Neuzugang
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    Da die Suchfunktion nicht so richtig funktionieren will, bin ich mal so frei und belebe Diesen Thread wieder.

    Ich habe mich mal ins XXI er Boot vom Jahr 1945 gesetzt und anhand einer Multiplayermission versucht die Funktionsweise des Niebelungen Sonar herauszufinden.

    Das Torpedoschießen ist ja bis zu einer Tiefe von 50 Metern möglich. Mit dem Hydrophon war ich auch in der Lage beim TDC die Geschwindigkeit eingetragen zu bekommen. Was aber absolut nicht will, ist die Richtung, in der der Torpedo laufen soll (zumindest hab ichs mit automatischer Torpedolösung versucht).

    Deshalb die Frage an alle: Hat damit schon mal jemand rumprobiert und vielleicht rausbekommen wie das funktioniert ? oder ist das schießen auf 50 Metern tiefe nur wegen den Zaunkönig Torpedos (reagieren auf Geräusche) möglich ?
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  4. #4
    Avatar von Willey 24/7 Poster
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    Es geht, man muß aber die Zieldaten umständlich über die Karte ermitteln. Generell ist erstmal der 1.2er Patch zu empfehlen, weil der einen wirklich nützlichen Winkelmesser beinhaltet. Dann brauchts noch ne Menge Geduld - denn man wird die 6 Torpedos gar nicht so schnell los, weil es einige Zeit dauert, bis man die Ziellösung hat.

    Als Erstes sollte man sein Boot günstig positionieren und eine gewisse Geschwindigkeit fahren, zB 7kn (kleine Fahrt). Auf der Karte sollte man dann mit dem Zirkel seinen eigenen Kurs eintragen. Dann sucht man sich einen Kontakt raus, gerade das ist bei Konvois sauschwer, also möglichst einen, der außen ist. Einmal Entfernung pingen. Das mit ner Linie auf der Karte eintragen - da brauchts den Winkelmesser, den man an seinen eigenen Kurs anlegt und entsprechend aufspannt - daran macht man dann die Linie mit der Entfernung als Länge. Das ganze wiederholt man nach 700 oder 1400m Strecke, also einem runden vielfachen der eigenen Fahrt. Wenn der Gegner dann 900m gefahren ist bei 700m eigener Strecke, weiß man, daß er 9kn fährt. Das kriegt man einfach durch Verbinden der Endpunkte der Kontaktlinien heraus. Da kann man auch gleich den Kurs des Ziels abmessen. Dann hat man das wichtigste schonmal - hier sollte man selber auch den Kurs nicht mehr ändern (daher auch günstig positionieren). Die Zielgeschwindigkeit trägt man bei F6 nach drücken des kleinen Schalters neben den 4 Skalen unten ein. Ganz links ist dann die Peilung, hier trägt man den Kurs des Ziels ein. Wenn der 060 fährt, stellt man ihn auf 60 Stb. Wenn der Kontakt Richtung 315 fährt, stellt man 45 Bb ein. Also einfach die linke Hälfte in 180-360? umdenken. Das gleiche macht man mit der dritten Einstellung zum Lagewinkel. Hier kommt der eigene Gegenkurs rein. Wenn man also nach 330 ausgerichtet ist, stellt man es auf 150 Grad. Damit hat man die Eckdaten. Wenn man den eigenen Kurs ändert, muß man den Lagenwinkel entsprechend korrigieren, daher sollte der unverändert bleiben. Das Ziel fährt bestenfalls Schlängellinien, nachdem man aufgeflogen ist. Da zählt das überaschungsmoment, ansonsten ist der Fehler da minimal, wenn man querab auf der Lauer liegt. Nach der Kurs und Geschwindigkeitsmessung kann man auch ruhig stoppen, man ist mit dem XXI ja doch ziemlich flott...
    Zum Schuß nimmt man dann einfach einen Kontakt raus, mißt die Entfernung mit dem Sonar und gibt die beiden Daten entsprechend in den TDC ein. 1000m ist 10 auf der Skala. Am Besten geht es, wenn man auf dem Rädchen etwa die gewünschte Entfernung anklickt und sie nach oben auf die Markierung zieht. Die Peilung stellt man ganz links ein. Der Lagenwinkel wird automatisch mitgedreht und ist korrekt, sofern man selber und das Ziel ihren Kurs beibehalten haben. Jetzt hat man alles und kann feuern .

    Was auch sehr ratsam ist: Den Kurs des Ziels und die Geschwindigkeit man man auf größere Distanz mit dem Sehrohr ermitteln, so daß man dann zum Angriff in den Keller geht und nur noch Entfernung und Peilung ermitteln muß.

    PS: Man sollte zudem die Torpedos mit geringer Tiefe und Aufschlagzünder laufen lassen, daher ist die günstige Position abermals sehr wichtig - mit dem Sonar kann man die Dinger ja nicht identifizieren, daher ist ein Magnetzündereinsatz reinstes Lotto, es sei denn, man hat einen Einzelfahrer, was aber unwahrscheinlich ist
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  5. #5
    Avatar von jagdfreund Kam, sah und tippte
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    @willey,

    also die 100m für den Torpedoschuß sind historisch nicht korrekt.
    Der Typ XXI konnte Torpedos nur bis in eine Tiefe von 20m! abfeuern(die 50m Tiefe in SH3 ist also nicht richtig)!
    An einer Abschußtiefe bis 50m wurde gearbeitet, allerdings ist das bis Kriegsende nicht gelungen und das Entwicklungsziel war eine Tiefe von 100m, welche allerdings völlig neue Torpedos vorraussetzte.
    Quelle: Eberhard Rössler: "Der U-Bootstyp XXI" und "Die Torpedos der deutschen U-Boote"

    Hier mal die Links:

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...154836-7204009

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...154836-7204009

    Der Typ XXI sollte vor allem mit LUT Torpedos Geleitzüge unter Wasser angreifen.
    Wer tiefer in das Thema einsteigen will, dem sind diese Titel empfohlen.

    jagdfreund
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  6. #6
    Avatar von Willey 24/7 Poster
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    @jagdfreund,

    also der Einsatz des Typ XXI ist historisch nicht korrekt.
    Er wurde zwar schon früh entwickelt, aber kam viel zu spät zum Einsatz!
    Es war geplant, ihn gegen schwer gesicherte Geleitzüge einzusetzen, allerdings ist das bis Kriegsende nicht gelungen.

    Quelle: Suchs dir selber raus

    Na? Also ich denke, bei einem solchem Quasi-What-If U-Boot bruachen wir nicht über die Torpedoschußtiefe diskutieren, wenn das Ding eh keinen Torpedo abgeschossen hat.
    Ich bin ja auch dafür, daß wir eine 45er Variante mit der MK303 Flak bekommen, wie es ursprünglich geplant war. Sonst kann man den Typen auch ganz rauslassen.
    Der Typ XXIII würde da stattdessen eher passen, in den letzten Kriegswochen inner Nordsee.

    Mein Beitrag da oben ist auch schon fast n Jahr alt, in SH3 gehts ja nur bis 50m

    20m geht ja schon mit dem Einbaum
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  7. #7
    Avatar von JG53Hunter Kam, sah und tippte
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    Willey, der Typ XXIII hat genau zwei Torpedorohre und genau zwei Torpedos dafür an Bord. (in den Rohren)

    Nicht wirklich beeindruckend, oder?
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  8. #8
    Avatar von KIMURA Foren-Trockenfleisch
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    Ich glaube nicht, dass die Messmethoden und deren Toleranzen ein Schiessen alleine nach akustuschen Angaben erlaubt hätten bzw. wäre ein Treffen eines Ziels eher im Bereich "Zufall" anzusiedeln gewesen, als im Bereich "Technisch möglicher wiederholbarer Prozess".
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  9. #9
    Avatar von jagdfreund Kam, sah und tippte
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    @Willey,

    ich habe schon gesehen, daß der Beitrag älter war. Leider gibt es zum Typ XXI einige falsche Vorstellungen und die wollte ich mal korrigieren. Da aber SH3 auch nur ein Spiel ist und keine Hardcore-Sim spielt es eh hier keine Rolle.
    Gerade du aus dem Sturmovikforum weist doch, wie genau einige "Fanatiker" die techn. Details nehmen, zumindest dort. Deswegen habe ich mal auf den kleinen Unterschied von 30m in der Möglichkeit Torpedos abzuschießen hingewiesen, einfach weil es für eine Sim nicht korrekt ist
    Ist vielleicht genau so, als wenn eine FW oder Me 100 Sachen zu schnell oder langsam wäre, da wäre ja dort ein riesengroßes Geschrei.
    Naja, bei den U-Booten nimmt man es halt nicht so genau...
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  10. #10
    Avatar von Garwaine2000 Neuzugang
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    @ Willey

    Vielen Dank für die Detailierte Anleitung. Ungefähr so hab ich mir das auch schon gedacht. Ich wollte nur sicher gehen ob man wirklich so einen Aufwand betreiben muss. Und wenn ich nun höe, dass ein Abschuss nur aus 20 Metern realistisch war......naja dann sollte man besser gleich mit dem Sehrohr arbeiten. Dann kann man wenigstens mehr sicher gehen (vor Allem beim Konvoi), dass die 6 Aale mit einer größeren Wahrscheinlichkeit treffen.
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