Geschichte von Sindorey, verffentlicht am 29.12.2010:

Und sie starb in Kastro

Am Sonntagabend den 12ten Dezember war es soweit: unser Miststck tappte in die klug ausgelegte Falle der Pioniere. Sie wollte das tun, was man als guter Bndnispartner eben tut, wenn ein Kamerad in Bedrngnis geraten ist. Ihr Ziel war es, die Belagerung von Aue (Gung) zu brechen. Und so rckte sie eilends mit ihrer Armee aus, dem Armen zu Hilfe.

Ihr weiser Hofrat warnte sie: Die Pioneers sind nah! Eilet nicht, das ist eine Falle! Doch als Miststck edlen Blutes warf sie seine Bedenken und ihn selbst ber die Zinnen, nahm ihre Armee und zog los. Ach htte sie nur auf ihren alten Hofnarren gehrt! Sie brach zwar die Belagerung von Aue aber in der Zwischenzeit war Rambo aufgezogen. Rambo machte seinem Namen alle Ehre. Er war ein stinkender Lakai von Impulse, einem Pioneer, und brach mit der brutalen Gewalt von 700 Paladinen, 1219 Inquisitoren und 300 Erzengeln ber Miststcks Heimatstadt Kastro herein. Hroti, der sich hochtrabend als unser Ende bezeichnete, weil er ein paar verlassene und vorgeschobene Weiler eroberte, verblasste dagegen regelrecht. Rambo war mehr. Er brachte die Welt zum beben, warf sie aus dem Gleichgewicht.

Noch whrend Miststck blutverschmiert mit der Axt die Schdel der Feinde zertrmmerte, erreichte sie die unheilvolle Kunde. Wutentbrannt eilte sie nach Hause, aber schon auf dem Weg dorthin war klar, dass sie keine Chance haben wrde. Nicht gegen ein solches Aufgebot. Dennoch musste sie die Mauern von Kastro erreichen. Die Stadt wehrte sich verzweifelt aber ohne Chance. Dort angekommen warfen sich Miststck und ihr tapferes Heer wtend in die Schlacht. Doch wie ungleich war der Kampf Helden, die sich zuvor im fairen Kampf bewhrt hatten wurden einfach beiseite gefegt von brutaler Macht! Starben auf dem Schlachtfeld. Und dies war immer noch besser, als in den Kerkern der Pioneers zu vermodern. Am Ende des Tages waren die Felder blutgetrnkt vor Kastro. Nein, dies war wirklich nicht mehr als fairer Kampf zu bezeichnen. Miststck schaffte es zwar, den Ring zu durchbrechen und in die Stadt zu gelangen, aber von dort gab es kein Entrinnen mehr. Noch einige Tage wehrte sich die Stadt verzweifelt aber ohne Erfolg.

Und so starb sie in Kastro unsere letzte Hoffnung. Es wre eh nicht mehr lange so weiter gegangen, das wussten alle aus unserem Bndnis. Gefhrt von KingC hatten wir uns in den Kampf geworfen wir die Outlaws. Hochmtig hatten wir keine Bestechungen an das Schicksal in Form von schndem Mammon geleistet, uns auf Taktik, Witz und Mut verlassen. Wir hatten Bndnisse geschmiedet, einen Wing gegrndet und unsere Welt alsbald schwarz-wei gezeichnet. Wir waren wei, Junta und die feigen Bloodlines waren schwarz und die Pioneers unser primrer Gegner. Am Anfang lief es gut fr uns. Wir waren sogar fr ein paar Tage das beste Bndnis im Land! Aber manch einer sah das Ende schon nahen und machte das, was sich so mancher jetzt schon viel frher gewnscht hatte Mudge war es, der das Handtuch warf. Er haderte schon lange mit sich, uns und dem Schicksal. Im Prinzip hatte er Recht. Und wie! Auer Miststck, die sich dann doch hatte hinreien lassen, das Glck zu abbonieren, waren wir blind dem Gegner ins Messer gelaufen. Wir dienten als Beute. Dienten zur Belustigung. Waren wir doch schon nach wenigen Wochen nicht in der Lage, denjenigen, die das Glck abboniert hatten, das Wasser zu reichen. Dazu kamen einige strategische Fehler. Am Ende, waren es Miststck und KingC, die fr uns alle ein wenig Glck gebracht hatten.

Aber als Kastro fiel, wollten wir alle nur noch das Ende. Entmutigt und lustlos schoben wir unsere Armeen hin und her. Kuriere brachten die Flche und Verwnschungen derer, die bei dem Angriff gestorben waren aber keine Befehle mehr. Als schlielich die Abenddmmerung kam, sammelten sich die berlebenden. Durchzhlen. Wer hat noch wie viele Truppen? Und wohin sollten wir uns orientieren? Ich gab zwei Stdte verloren. Evakuierte die Armeen, verschickte die Ressourcen und riss ab, was ich konnte. Nichts, aber auch gar nichts sollte dem Feind in die Hnde fallen. Eine meiner Stdte wurde kurz vor Ende der Belagerung von den Bewohnern umbenannt: DuKriegstNix war ein passender Name und Zeichen ihrer Treue.

aber starb sie wirklich?

Nun der Krieg war noch nicht vorbei. Noch lange nicht. Wir waren Outlaws. Verzagen war nicht auch wenn wir keine Hoffnung und richtige Motivation mehr hatten. Ashas Glck hatten wir auch nicht. Na und? Zhne zusammenbeien und ab in den Westen. Dort ist Junta strker aber weniger von den Pioneers zu sehen. Stadt erobern und zur Basis ausbauen. Cairn2 hie sie. Erste Scharmtzel, wie wir sogar fr uns entscheiden konnten. Und eine berraschung wartete dort noch im Westen auf uns: Onkelbruno, den alle schon fr tot hielten, wachte auf, schloss sich uns an. Uns, die zu Verlierern bestimmt waren. Mit unserem neuen Kameraden ging es weiter. Gegenschlag. Zum Teil geglckt, Belagerungsringe gesprengt aber dann ein fataler Fehler gegen Yunah wieder ein Pioneer. Und der kommt nicht allein: eines Morgens noch gegen die aufgehende Sonne im Osten geblickt ersphten wir Rauchfahnen und aufgewirbelten Staub. Impulse schickte wieder seinen Rammbock-Lakaien und eroberte Middenheim. Wieder eine Stadt rumen, geordneter Rckzug. Diesmal nach Norden. Die Pioneers halten inzwischen 14 Stdte mit Graalsmonumenten.

Doch dann ein unglaublicher Fehler der Pioneers, der uns etliche Stunden breites Grinsen auf die blutverschmierten, rugeschwrzten Gesichter zauberte: Impulse brach von Middenheim auf, um weit im Norden Stdte zu erobern ohne irgendeinen Schutz fr seine Heimatstadt zurck zu lassen. Arroganz der Macht nennt man das wohl. Ohne zu zgern und die einmalige Gelegenheit ergreifend, strmte warariu mit seiner Armee die Mauern. Das Ziel: Middenheim zurckerobern bevor Impulse mit seiner Mrderarmee zurckkehrt. Wenn dies gelnge, wrde sein Heer vor den Toren der Stadt verhungern. Sollte es doch sich selbst auffressen! Die anderen Pioneers waren zu weit weg, um die Belagerung zu brechen. Da war der Rammbock zu weit in unser Gebiet vorgeprescht. Zu viel Machtgeilheit muss sich einfach irgendwann rchen.

Unser Oberhaupt setzte noch eine Bndnisfhigkeit ein, damit er noch schneller zur Stadt gelangen wrde. Spher mussten wir nicht ausschicken. Das Heer von Impulse war ja als riesige Staubwolke am Horizont schon gut sichtbar. Daumen drcken. Mit jeder Sekunde wuchs und wuchs die Spannung. Doch am Ende war Asha nicht mit uns wie schon so oft in diesem Krieg. Kurz vor Einnahme der Stadt kehrte sein Heer zurck. Das Donnern der Armee war unverkennbar. Warariu gab die Belagerung auf. Das wre auch bel ausgegangen, htte er es auf einem Kampf angelegt. Na gut, wir hatten einige Stunden wieder richtig bld gegrinst und uns auf die Schenkel geklopft das tat gut. Und wir waren sicher, dass einige gewisse Pioneers in diesen Stunden sehr, sehr stark am Schwitzen waren. Haha, sehr schn, ich muss heute noch lachen, wenn ich daran denke!

Im Prinzip ist uns durch diesen brachialen Fehler auch klar geworden, dass wir zwar den Krieg verloren haben aber die Kerle noch rgern knnen. Von dem Ohnmachtsgefhl nach dem Fall von Kastro keine Spur mehr. Konsequenterweise kam auch sofort das Kommando vom Chef: Truppen rekrutieren. So stark, dass alle Stdte bersten. Aber zackig! Das Essen wurde rationalisiert. Alle Einknfte der Stdte, Holz, Erz, was auch immer greifbar war, wurden beschlagnahmt, verkauft und der Erls dem Heer zugefhrt. Da war sie wieder die Hoffnung.

Das letzte Kommando

Ein paar Tage spter, kurz vor Weihnachten: wir sammeln uns zur letzten gemeinsamen Aktion. Ziel ist es, ein bis zwei Trnen zu erobern. Alles in die Schlacht werfen, was noch da ist. Auch wenn dieses Himmelfahrtskommando den Verlauf des Krieges nicht mehr wenden wird, werden wir alles geben, was uns geblieben ist.

Doch was war das? Der Feind verlegte massiv Truppen just in das Gebiet, das wir angreifen wollten! Aktionsabbruch und grbeln. Haben wir einen Spion in den eigenen Reihen? Einen heimtckischen Verrter? Mein Verdacht fiel auf Onkelbruno, der ja zufllig und als letzter zu uns gestoen war, nachdem er wochenlang sein Reich nicht regiert hatte. Sein Name war auch unglaublich hnlich zu OnkelB, dem Haupt der Pioneers. Geklngel? Verwandtschaft? Das Misstrauen blieb bei mir bis zum Schluss, auch wenn ich ihm wohl Unrecht getan habe. Er mge mir vergeben.

Dennoch: KingC schickte Boten am nchsten Tag zwei Boten mit genderten Angriffziele bekannt, auch an OnkelB wie ich mit Sorge bemerkte. Kiel von Kium (Junta) und Horncrest von Gramlin (Junta) hatten beides Trnen aufgebaut. Als Ablenkung sollten wir kleinere Armeen auf unsere alten Hauptziele schicken: gruftreich von Impulse und Flensborg von TimmiTammi. Da hatten wir es: unser letztes Kommando. Am kalten Morgen des 22ten Dezember ging es los. Schnee war ber Nacht gefallen und tauchte die Erde in ein weies Kleid. Alle hatten gut gelaunt noch einmal den Sitz ihrer Rstungen geprft, die Klingen geschrft und die Speerspitzen geschliffen. Wir wussten, wie aussichtslos diese Expedition war. Aber wir wrden Geschichte schreiben. So oder so. Die Armeen waren gut versorgt. Sie mussten Mrsche von zum Teil ber vier Tagen durchhalten. Es war klar, dass wir auf unseren Rastpltzen angegriffen werden wrden. Ich sah meine Aufgabe darin, von den groen Kriegern in unserem Reich (KingC, Miststck, warariu und Eikou) abzulenken. Auerdem hatten wir noch ein kleines Ungeziefer in unserem Reich, das noch nicht komplett ausgerottet war und mittlerweile zu Junta gehrte. Daher musste ich eine kleine aber schlagfertige Armee zurckhalten.

Mein erstes Todeskommando wurde recht frhzeitig von YulY angegriffen und hatte erwartungsgem verloren. Sindorey zog mit dem Hauptheer noch weiter auf die Primrziele zu. Stunde um Stunde verging. Der Gegner verstand offenbar erst spt, welches unsere eigentlichen Ziele waren. Die zweite Rast und noch vier vor mir und meiner Heldin. Die erste Schlacht auf einem Rastplatz hatte sie noch heldenhaft gewonnen, doch dann wurde sie besiegt. Auf dem langen Rckweg, den sie antrat, wurde sie noch mehrfach berfallen. Nun, wer will es den Frsten verdenken, ber deren Boden wir stampften? Die Berichte meiner Spher hab ich schon gar nicht mehr gelesen. Es war vorbei.

Das Ende nun aber wirklich

Am 29ten Dezember 2010 haben die Pioneers gewonnen mit 17 errichteten Trnen. Einfach unglaublich! Als guter Verlierer gratuliere ich den Pioneers recht herzlich. Kompliment, ihr habt das genutzt, was die wenigsten von uns hatten gutes Glck, zum Teil halt gekauft. Aber ihr hattet auch eine klasse Strategie, die nicht nur unser Bndnis sondern das komplette Erbe des Drachen in die Knie gezwungen hatte. Am Ende gab es keinen mehr, der euch das Wasser htte reichen knnen. Vielen Dank auch fr den fairen Umgang miteinander und die Blumen von MonkeyD. Habe mich echt riesig gefreut zu lesen, dass ihr uns als euren strksten und widerstandsfhigsten Gegner tituliert habt. Aber ich kann euch sagen, ihr wart ja auch nicht schlecht hehe.

Dank gehrt aber vor allem meinen Mitstreitern im Bndnis. Insbesondere KingC und Miststck standen immer mit Rat und Tat zur Seite und haben dafr gesorgt, dass wir auch ohne Trne (!!!) auf Rang 6 geklettert waren. Junta blieb noch hinter uns zurck. Unglaublich aber toll. Aber auch sonst war unser Bndnis ein bekloppter und liebenswerter Haufen.

Ritterlich ist es auch, sich bei den Spielern zu entschuldigen, denen man hufig im Kampfe gegenbertrat. Insbesondere meine ich damit meinen Nachbarn Artie. Ich bitte vielmals um Verzeihung, da offensichtlich bei einem meiner Raubzge eine Inquisitorenkeule ihn etwas zu unsanft am Kopfe erwischt hatte meine Schuld, gebe ich gerne zu. Seitdem leidet er stark, redet wirr und ist leider unheilbar im Delirium. Gelegentlich sabbert und brabbelt er vor sich hin und versucht, zu beien. Ist im Grunde aber ein vllig harmloses Kerlchen. Daher mchte ich an dieser Stelle Junta danken, dass sie ihn in ihrem Bndnis ertragen haben. Es ist nur fair, auch solche Mchtegernlandesfrsten zu integrieren. Vielen Dank euch dafr.

Tja und ich selbst? Ob ich noch versuchen werde, ein weiteres Reich versuchen aufzubauen, wei nur Asha. Wenn sie es schafft, etwas mehr Balance auf die Welt zu bringen, mit Sicherheit. Ansonsten werde ich ihr frhlich grinsend den Stinkefinger zeigen und mich neuen Universen zuwenden.

Gru und Dank an alle, die mit uns auf dem Erbe des Drachen gespielt haben, und an die, die bis hierher gelesen haben.
Sindorey,
Outlaws


Sindorey, 29.12.2010

Ergnzung von KingC, 29.12.2010:

Sindo, nur noch mal zur Erinnerung. Nicht Evi hat den Fehler gemacht, sondern ich, ihr Sitter, weil ich ihre diversen Warnungen vor einer Falle der Pios einfach zu diesem Zeitpunkt vergessen hatte. Evi wre das nicht passiert ^^
Aber schn geschrieben (cool)

Es gibt aber noch einige kleine Fehler. Nicht Impulse war rechtzeitig zurck, sondern Yuly schaffte es die Belagerung zu knacken. Abgesehen davon htte Impulse das aber auch gaaaanz knaap rechtzeitig geschafft.

Htte wir so einiges an Wissen intus, wre Wara nicht mit Katapulten rausgezogen, was seine Laufzeit entsprechend verlngerte. Ohne Katas, wre er wesentlich frher da gewesen und selbst Yuly htte es nicht rechtzeitig geschafft, die Belagerung zu brechen. So war es unsere Unwissenheit, die den Plan misslingen liess. In der nchsten Season wird das nicht noch mal passieren ^^

Und Junta hat es allein MonkeyD zu verdanken, dass sie ihre 2 Trnen noch haben/hatten. Der lag leider extrem ungnstig auf dem Weg und konnte - als einer der Top 5 in Macht - die Armeen von Miststck und mir aufhalten.
Ansonsten hatte die Ablenkung gut funktioniert. Der Fokus lag beim Gegner auf der Verteidigung von TimmiTammis Trne.

Htten wir nicht so ein gutes Team gehabt, wren wir auch nie so "weit" gekommen. Grade die Untersttzung bei den Ressourcen durch unsere ganzen Non-Abo-Spieler hat es ermglicht das wir immer wieder gut auf die Beine gekommen sind.
Viele Schlachten wurden gewonnen, auch gegen die Pioneers, wobei die Niederlagen fr uns zu 99% gegen die Pioneers waren.

Ich freue mich schon auf die nchste Season 1, wo wir dann versuchen werden alles noch einen Tick besser zu machen