🛈 Ankündigung
Seid gegrüßt! Die Anno Foren sind jetzt archiviert und können nur noch im Read-Only Modus gelesen werden, bitte gehe zu unserer neuen Plattform um das Spiel mit anderen zu besprechen.
  1. #131
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    Manius tritt zu Neven, "Feldherr! Wir haben einen Toten gefunden! Es sieht nach Mord aus."
    Neven denkt kurz nach und antwortet dann: "Ein Mord? Ganz sicher?"
    "Jawohl. Außerdem haben wir einen Zeugen. Einen Lagerhausbesitzer am Hafen."
    "So? Dann will ich ihn umgehend aufsuchen. Holt mir 4 Mann der Annoporter Garde!"
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  2. #132
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    Gestresst durchstöbert Manius alle alten Dokumente und sucht nach neuen Zeugen. Doch es findet sich kein Beweis der Unschuld und auch kein Augenzeuge. Leutnant Mauwer kommt in den Raum. "Wo isn de Feldherr? Ick heb ihn set gestern net gesehen."
    "Mauwer! Verdammt wo warst du? Hast du noch nicht mitbekommen, dass der Feldherr wegen Mordes im Schuldturm sitzt?"
    Leutnant Mauwer zuckt sofort zusammen und zieht mit zornigem Gesicht seinen leicht rostigen Säbel. "Wat? Wir mütten ihn befreen!"
    Manius schüttelt den Kopf. "Er hat es verboten. Wir sollen nicht gegen Annoport kämpfen!"
    Mauwer steckt seinen Säbel enttäuscht zurück. "Und de Männer?"
    "Sie wissen schon davon. Es war wirklich schwierig sie davon zu überzeugen, ruhig zu bleiben."
    Mauwer sieht auf den Boden. Er ist sichtlich verwirrt. "Mort? Der Feldherr und Mort? Dat is net möglik!"
    "Du hast recht Mauwer, aber der Feldherr wurde dabei gesehen, einen Dolch aus der Leiche zu ziehen. Und der Tote war Zeuge bei einem anderen Mord. Neven hat gerade ordentliche Probleme. Und ich finde keine Zeugen für seine Unschuld. VERDAMMT!!!!"
    Mauwer klopft Manius auf die Schulter um ihn zu beruhigen.
    "Verdammt Mauwer, es ist soweit! Ich muss zum Gerichtssaal!"
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  3. #133
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    Niedergeschlagen kommen Manius, Siegfried und Mauwer zurück zu Nevens Residenz. Sie sind von Kummer getroffen. Mauwer verliert seinen besten Kommandanten, Manius einen guten Freund und Siegfried seinen Sohn, der ihn Jahre lang gesucht hat. Keiner spricht. Jeder weiß, was der andere denkt. Der Feldherr muss einfach unschuldig sein. Syzilljana wirft sich in Manius Arme. Das Kaninchen Le Terrible benimmt sich ruhig, als würde des Kummer ihn auch treffen.
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  4. #134
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    Manius sitzt auf einem Stuhl und liest einen Artikel in der Zeitung:

    "Noch immer gibt es keine Spur von Feldherr Neven. Er wurde schuldig gesprochen, einen Mann ermordet zu haben und mit einem anderen Mord in Verbindung zu stehen.
    Nach seiner Verurteilung überwältigte er einen Wächter vor seiner Zelle und entkam. Die Polizei von Annoport, deren Leiter er war, erklärt durch seinen Stellvertreter Hauptmann Manius,
    dass sie sich nicht in der Lage sähe, Handlungen gegen den Feldherrn zu unternehmen, da sie zu befangen wäre. Daher übernimmt die Annoporter Stadtwache den Fall."

    Entnervt lässt er die Zeitung auf den Tisch fallen. Obwohl er weiß, dass Neven ihm nichts verübelt, macht er sich Vorwürfe, keine Beweise für dessen Unschuld gefunden zu haben.
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  5. #135
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    Manius wird von gewisser Unruhe getrieben. Es kursiert das Gerücht, Neven sei getötet worden. Noch gibt es keinen Beweis, doch Manius ist schon allein durch das Gerücht zutiefst beunruhigt...
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  6. #136
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    Neven und Marie betreten die Residenz in Begleitung der Soldaten. Siegfried, Manius und Mauwer sitzen am Runden Tisch und spielen Karten. Marie und Neven setzen sich in die Sessel vor dem Kamin und beginnen jeweils ihre Schwerter zu betrachten.
    Neven entsinnt sich der Vorfälle von inzwischen vor über zwei Jahren. Er erinnert sich an den Mord, der ihm durch Flint angehängt wurde, an den Scheinprozess mit den korrupten Richtern und Geschworenen, an seine Flucht und seine Suche nach seinem Schwert und Beweisen seiner Unschuld. Er erinnert sich an Manfred, der unter den Bettlern als "der Veteran" bekannt ist, und an die Hilfsbereitschaft derer, denen Neven im Kampf Wunden zugefügt und Verwandte geraubt hatte.
    Neven blickt Marie an, welche ihr Schwert bis auf Hochglanz poliert und ruft sich das Gemetzel in der Tränenfeste in Gedächtnis, welches mit deren Zerstörung und Flints und Gerhards Tod endete. Und dann der Moment, als Neven völlig erschöpft und verletzt mit seinem Schwert in der Hand wieder seiner Liebe gegenüberstand.
    Die Rückkehr nach Annoport, der Überfall durch Piraten, das Wandern durch den Wald und anschließend das stolze Präsentieren der gesammelten Beweise gegen Flint und die korrumpierten Beamten. Neven konnte seinen Posten wieder einnehmen. Doch seither hatte sich wenig getan in Annoport.

    Der Feldherr löst seinen Blick von Marie und blickt ins Kaminfeuer.

    "Es ist schon lange her, dass jemand hier wieder an Land gegangen ist", beginnt er, "ich hoffe, es wird in nächster Zeit häufiger vorkommen und es kehrt wieder Leben in die Stadt ein."

    "Da pflichte ich dir bei!", antwortete Marie. Die beiden blicken sich nun in die Augen und erkennen im Blick des jeweils anderen das selbe Feuer, den selben Tatendrang, der in ihnen selbst lodert. "Da pflichte ich dir bei!", wiederholt Marie...
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  7. #137
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    Neven steht auf dem Balkon seines Hauses und blickt über die Straßen. In den letzten Tagen hatte sich einiges getan. Handwerker und Händler waren oft über die Straßen gegangen, Marktkarren mit Waren aus den Feldern vor der Stadt waren eingetroffen, und Neven hatte auch einige bekannte Gesichter in die Stadt zurückkehren sehen.

    "Es scheint, dass das Leben in die Stadt zurückkehrt. Ich hoffe, es bleibt auch so!"
    "Das hoffe ich auch. Du wirkst irgendwie umso lebendiger, je mehr sich auf den Straßen tut" antwortet Marie, die nun den Balkon betritt und sich neben Neven stellt.
    Neven muss lachen. "Lebendiger also? Wirke etwa ansonsten eher unlebendig?"
    "Gewiss nicht" erwidert Marie lächelnd, "Aber ich sehe, dass es dir Freude bereitet, Dinge aufblühen zu sehen."

    "Feldherr, der Gefangene ist jetzt bereit zu reden!" Manius

    "Ach ja, die Pflicht ruft. Ich gehe dann zum Schuldturm. Bis bald, meine Holde!" Neven macht eine übertrieben förmliche Verbeugung vor Marie. Ihr darauffolgendes Lachen lässt Neven erkenne, dass er sein Ziel, sie zu belustigen, erreicht hat. So macht er sich also zum Schuldturm auf.
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  8. #138
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    Neven geht über die Verbrechen der letzten Wochen und Tage. Sie sind verschiedenster Art - vom Vandalismus über Einbrüche und Diebstähle bis zu Überfällen. Jedoch haben sie alle gemeinsam, dass die mit brutaler Präzision und Professionalität ausgeführt wurden. Es wurden kaum Spuren hinterlassen und die Täter waren immer verschwunden, bevor die Garde oder Nevens Männer den Ort erreichen konnten - und das obwohl Arthurs Gardisten und Nevens Soldaten bis zur praktischen Perfektion ausgebildet und gedrillt wurden.

    "Könnte das etwas mit dem mysteriösen neuen Mitspieler zu tun haben, von welchem der Gefangene geredet hatte?" fragt Hauptmann Manius.

    "Das könnte sein. Die Verbrechen sind von einem Moment auf den anderen so extrem geworden. Das ist alles mehr als eine Diebesgilde. Es ist sogar weitaus organisierter als die Diebesgilde, die vor einigen Jahren eine Übernahme von Annoport geplant hatte. Aber wer kann dahinter stecken? Wer hat die Fähigkeit, sich all diese Verbrecher unterzuordnen und sie zu koordinieren?" beginnt Neven zu rätseln.

    Marie antwortet: "Wer auch immer es ist, er scheint es sehr persönlich mit dir zu nehmen. Und er hat einen guten Zeitpunkt erwischt. Die Annoporter Garde ist unterbesetzt und unsere Leute müssen deshalb an vielen Ort Wache schieben, anstatt aktiv eingesetzt zu werden."

    "Du meinst, jemand hat diesen Moment abgepasst um plötzlich in Erscheinung zu treten? Das würde Sinn ergeben. Aber ich weiß von keinem meiner alten Feinde, die zu solchen Mitteln greifen würden oder könnten..."

    "Vielleicht ist es ein neuer Feind. Oder ein Feind, der dir belang noch nicht aufgefallen war. Auf jeden Fall gibt es keine Spur zu ihm. Der Gefangene wusste nichts. Die Identität unseres Gegners ist unbekannt und er scheint sehr intelligent und gerissen zu sein. Wir haben also keine Chance, diese Verbrechergilde an ihrer Quelle auszuschalten." erwidert Marie wiederum.

    "Dann bleibt uns also nur der mühsame Weg," seufzt Neven. "Wir müssen die unteren Ränge ausschalten, dann die Ränge darüber und die Ränge darüber. Und das immer weiter bis unser Gegner keine andere Möglichkeit hat, als sich direkt zu zeigen. Aber dafür brauchen wir freie Hände, um unsere Soldaten einzusetzen. Und weil die Garde unterbesetzt ist haben wir die nicht. Ach verdammt noch mal!"

    "Vielleicht gibt es eine Möglichkeit!" wirft Manius ein. "Auf einer der Nachbarinseln hat die Söldnergruppe "Grünes Band" ihr Lager aufgeschlagen. Sie sind ziemlich bekannt und genießen einen guten Ruf. Wir haben auch einen Brief erhalten, in dem sie fragen, ob Annoport momentan Arbeit für das Grüne Band hätte. Wir könnten sie für die Wachaufgaben einspannen. Dann hätten wir die Hände frei."

    Neven nimmt den Brief entgegen und liest ihn durch. "Ich werde vorher heute Abend mit der Bürgermeisterin darüber sprechen müssen. Söldner anzuwerben und ihnen öffentliche Aufgaben zuweise ist immerhin ein Schritt, der ihrer Entscheidung unterstellt werden muss.
    Lasst uns aber vorher über weitere Möglichkeiten nachdenken - nur für den Fall de Fälle..."
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  9. #139
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    "Ich mache mich dann mal auf zu Frau Calypso und berichte ihr, was wir bislang haben. Macht euch solange weiterhin Gedanken über verschiedene Mittel und Wege!"

    Neven verlässt das Gebäude.
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  10. #140
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    Neven erreicht seine Residenz wieder und betritt das Gebäude. Er hat die Nacht über damit verbracht, selbst auf Patroullie zu gehen und für Ordnung zu sorgen. Zudem musste er einige Angelegenheiten mit Kommandant Arthur besprechen. Die Moral der Garde war in Wanken geraten und Neven musste sie wiederherstellen. Zumindest fürs Erste.

    Nun wendet er sich an Manius. "Wie ist die Lage, Hauptmann?"
    Manius wendet sich ab vom Planungstisch. Er sieht sichtlich müde aus. "Nicht gut. Könnte aber schlimmer sein. Unsere Männer patroullieren rund um die Uhr. Sie sind solche Anstrengungen gewohnt, aber auch sie brauchen irgendwann Schlaf um ihre volle Kampfkraft beizubehalten. Es drückt auf ihre Moral, dass wir momentan in der Defensive sind.
    Die Gardisten scheinen durch Eure Anwesenheit wieder an Willen und Hoffnung gewonnen zu haben. Es sind nach wie vor professionelle Soldaten. Aber auch sie halten sich teilweise gerade noch so auf ihren Füßen."

    "Was waren die Ereignisse gestern Nacht?"

    "Vier Überfälle, alle gestoppt, bei zweien konnten die Täter entkommen. Sechs Einbrüche, drei gestoppt, bei einem die Täter gefasst. Drei versuchte Diebstähle bei den Lagern der Stadt und bei der Speicherstadt. Die Gardisten konnten alle verhindern. Aber es konnte keiner der Täter gefasst werden. In einem Haus hat man Brandsätze gefunden. Sie konnten entschärft werden, bevor schlimmeres geschehen konnte. Vom Täter keine Spur."

    "Also alles in allem, eine ruhige Nacht" bemerkt Neven leicht sarkastisch. Manius hingegen scheint gerade nicht nach Lachen zu sein. "Feldherr, ich weiß nicht, wie lange wir das noch aufrecht erhalten können. Wir können keine Rekrutierungen durchführen und keine Bürgerwehr organisieren, solange dieser Wahnsinn anhält. Wir wissen schließlich nicht, wem wir da Waffen in die Hände drücken. Und die Söldner sind eine Falle unseres Gegners. Wir geraten schon an unseren Grenzen dabei, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten."

    "Das wird in Ordnung kommen. Wir werden die nötigen Mittel schon zusammen bekommen."

    "Wie das denn?" fragt Manius. Am Gesichtsausdruck des Feldherrn erkennt er allerdings, dass dieser nichts weiter dazu sagen wird. Und das vermutlich aus gutem Grund. "Nun, ich glaube es ist vielleicht auch besser, wenn Ihr es nicht laut aussprecht."

    Nevens Lächeln darauf hin zeigt Manius, dass er richtig liegt.
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