🛈 Ankündigung
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  1. #91
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    Neven war wieder eine Weile auf dem Meer und hat Ausschau nach dem mysteriösen Schiff gehalten. Doch auf dem gesamten Meer war kein einziges Schiff zusehen.

    Nun sitzt er in seinem Haus und arbeitet einige Stapel Papier durch. Währenddessen hört er die Musik, die einige Straßenmusiker vor seiner Tür machen.
    "Leutnant Manius! Holen sie mir diese Herrschaften bitte rein. Ich möchte sie sprechen."
    Leutnant Manius verlässt den Raum und kommt kurz darauf mit 4 zerlumpten Leuten zurück.
    "Was haben wir getan? Warum sind wir hier?" fragen diese ganz verstört.
    "Nur die Ruhe," antwortet Neven, "ich habe euch gehört und bat meinen Offizier, euch hereinzuholen. Ich habe ein Angebot für euch."
    "Was für ein Angebot?," fragt einer.
    Neven lächelt leicht und sagt: "Ich biete euch einen Platz zum Schafen auf der Python Regius, genug zu Essen und 100 in Gold pro Kopf für jeden Monat."
    "Und ihr fordert dafür?"
    "Nur etwas Musik am Tag. Die habe ich bisher immer vernachlässigt."
    "Wenn ihr uns noch Kleidung besorgt, sind wir einverstanden."
    "Aber natürlich. Ich habe noch einige Lederwämser über, scheinbar geht diese annoportsche Gerbarbeit nicht so schnell kaputt, wie die anderen. Ihr seid also angeheuert. Leutnant Manius, bringen Sie diese braven Leute zur Python Regius, Leutnant Mauwer wird ihnen ihre Quartiere zuweisen."
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  2. #92
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    Tief in der Nacht ist Nevens Haus das einzige, in dem noch Licht brennt. Er prüft noch kurz die Protokolle von verschiedenen Kleinkriminalitäten und legt sie in einen Ordner, welchen er morgen zum Senat bringen will. Dann nimmt er sich ein Buch und legt sich sich ins Bett. Nach kurzer Zeit entschwindet er in einen friedlichen Schlaf.
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  3. #93
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    Kaum das Neven endlich eine pause machen will, klopft es an seiner Tür. Als er öffnet, sieht er sich einer Gruppe von Orientalen gegenüberstehen. Einer von ihnen ist prachtvoll und reich gekleidet. Neben ihm steht eine Frau, die Neven bekannt vorkommt.
    "Feldherr", will der prunkvoll gekleidete mann beginnen. Doch Neven schneidet ihm das Wort ab: "Wie um Himmels Willen habt ihr mich hier gefunden, Scheich Nizam-e-Cedit?"
    "Ihr erinnert euch an meine Tochter?"
    "Ja natürlich."
    "Sie war es, die euch gestern den Siegelring abnahm."
    "WAS?!" Neven blickt die Frau erneut missmutig an.
    "Sie kam auf meine Urlaubsinsel und rief: "Vater, Vater! Ich habe ihn gefunden!" Sofort bestieg ich ein Schiff und eilte hierher. Ihr müsst wissen, dass..."
    "Halt! Ich habe euch bereits damals gesagt, dass ich das Geld nicht benötige!"
    "... aber als ihr unsere Stadt gerettet habt..."
    "...tat ich nur das, was ich für richtig hielt."
    Der Scheich schüttelt kurz den Kopf und fährt dann fort: "Als euer Kaiser den krieg gegen unser Land beging standet ihr in seinem Dienste. Bei der Belagerung unserer Stadt wart ihr es, der die Tore mit euren Männern aufbrach und in die Stadt einfiel. Ihr habt unsere Verteidiger einfach überrannt. Als das Heer eures Kaisers die Stadt stürmte, floh das gesamte Volk in die Festung. Doch viele waren nicht schnell genug. Als die Soldaten in die Stadt kamen, begannen sie sofort mit dem Plündern und Schandtaten an den Bewohnern der Stadt. Sie wollten auch die Verwundeten töten.
    Als ihr das saht, habt ihr euer Schwert auf den General der Armee gerichtet und ihm befohlen, die Plünderung zu beenden. Als dieser den Gehorsam verweigerte griffen eure Männer alle Plünderer an, schafften das Volk und die Verwundeten in das Stadtzentrum und und verbarrikadierten sich dort. Während dieser Geschehnisse habt ihr meine Tochter gerettet, indem ihr einige Soldaten niedergeschlagen habt, die ihr Ungemach bereiten wollten. Kurz darauf erklärtet ihr dem Kaiser, dass ihr den ersten Angriff geführt, die Mauern und Tore durchbrochen und die Verteidiger überwunden habt und die Stadt nach den Gesetzen nun unter eurer Verantwortung lag.
    Ihr konntet unsere Stadt so vor einer Grausamkeit bewahren und wir boten euch unser Gold und Silber an. Doch ihr lehntet ab."
    "ja, denn ihr hattet all dies nötiger als ich."
    "Nun, seitdem ihr damals mit eurem Kaiser weiter gezogen seid, waren wir auf der Suche nach euch."
    "Wie?", entgegnet Neven leicht überrascht, "ihr seid 8 Jahre lang hinter mit hergejagt? Wieso?"
    "Um euch unseren Dank zu überbringen", sagt der Scheich als eine Truhe vorgezeigt wurde. "1 Millionen."
    "Aber..." doch Neven verstummte kurz, als er merkte, dass er diese Menschen schwer beleidigen würde, wenn er nach ihren Strapazen ablehnen würde."Nun gut. ich danke euch dafür."
    "Nein, wir danken euch. Diese Lieferung wird sich monatlich wiederholen."
    "Wie bitte? Ihr wollt mir 1 Millionen pro Monat senden? Habt ihr das Gold nicht viel nötiger?"
    "Ganz im Gegenteil nach dem krieg haben wir eine Reihe von sehr ergiebigen Goldvorkommen in unsren Bergen gefunden."
    "Aber was soll ich mit so viel Gold?"
    "Ihr werdet sicherlich einen Weg finden, das Geld loszuwerden."
    Neven schaut etwas verärgert, doch seine Miene erhellt sich gleich wieder. "Nun gut mein Freund. Dann kann ich euch also nicht dazu bringen, das Geld zu behalten. Dann lade ich euch wenigstens ein, mit mit zu speisen. Ich habe zwar nicht sonderlich viel und prunkvolles, aber ich hoffe dennoch, dass ihr es genießen könnt."
    "Ich danke euch" antwortet der Scheich und tritt kurz darauf mit seiner Tochter ein. Leutnant Manius, der ein Offizier von Nevens Landarmee und sein treuer Begleiter ist, tritt aus dem Arbeitszimmer und erblickt die Prinzessin und erstarrt förmlich. Neven erkennt den Blick seines Gefährten, nähert sich ihm und flüstert: "Nanu, du rennst furchtlos auf 15 Feinde gleichzeitig los und erstarrst beim Anblick einer Frau?"
    "Aber das ist doch..." begann Manius, der nach seinem Herzschlag fühlte.
    "Ja, es ist die Tochter des Scheichs, die du auf meinen Befehl bei der Geschichte vor acht Jahren beschützen musstest. Keine Sorge. Du darfst mit uns essen und du wirst neben ihr sitzen."
    "Aber.."
    Das ist ein Befehl" sagt Neven leicht lächelnd.
    Als Neven mit seinem Leutnant den Speiseraum betritt, blickt die Prinzessin auf und ein Fünkchen des Erkennens blitzt in ihrem Aug auf. Manius setzt sich Neben sie und nach einer Weile löst sich auch seine Schüchternheit ein wenig auf und er beginnt mit der Prinzessin zu reden. Neven ist derzeit dabei mit dem Scheich zu reden.
    So geht das Essen munter einige Zeit weiter.
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  4. #94
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    Einige Tage später unterhält sich Neven mit dem Scheich über die Erlebnisse, die beide auf ihren Reisen hatte. Als Neven aus dem Fenster blickt, sieht er, wie Leutnant Manius und Prinzessin Syzilljana sich in den Armen liegen, und kann sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Scheich Nizam-e-Cedit nähert sich Neven und blickt aus dem Fenster. Dann lächelt auch er leicht und sagt. "Ihr Leutnant Manius ist ein tüchtiger Offizier. Meine Tochter erzählte mir, wie sorgsam und höflich er damals euren Befehl befolgte und meine Tochter bewachte. Sie scheint ihn sehr zu mögen."
    "Er scheint dies zu erwidern", bemerkt Neven.
    "Tatsächlich. Er scheint mir der Richtige für meine Tochter zu sein. Doch bitte sagt mir: Wie loyal und treu ist er?"
    "Seid unbesorgt. Manius ist vom Herzen bis zur Haut loyal und treu."
    Der Scheich nickt. "ist er ein ehrlicher Mann?"
    "Er hat noch nie gelogen", antwortet Neven, der erkennt, was der Scheich beabsichtigt.
    "Nun gut. Könntet ihr ihn später zu mir schicken?"
    "Das werde ich tun."

    Der Scheich verbeugt sich und Neven erwidert diese Geste. dann verlässt Nizam-e-Cedit den Raum.
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  5. #95
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    Nach einiger Zeit betritt Leutnant Manius das Zimmer des Scheichs.
    "Ich sollte hier her kommen?"
    "Ja, ihr wisst vermutlich, weshalb ich euch hole?"
    Manius denkt kurz nach. "Nein, das weiß ich nicht."
    "Herrgott nochmal, wegen meiner Tochter!"
    Manius schluckt leicht und errötet ein wenig. Der Scheich bemerkt dies und fährt fort: "Hegt ihr meiner Tochter gegenüber eine gewisse Zuneigung?"
    Leutnant Manius stockt kurz. Doch dann sagt er in seiner ehrlichen Art: "Ja. Ich liebe eure Tochter sehr."
    Der Scheich denkt kurz nach. "Nun gut. Wenn ihr um ihr Hand anhaltet, so stoßt ihr bei mir auf ein offenes Ohr."
    Manius wird bleich. Nie im leben hätte er das zu träumen gewagt. "Nun, mein Herr, ich würde liebend gerne um die Hand eurer Tochter anhalten. Ich liebe sie zutiefst. Nur die Frage ist, ob sie mich auch liebt."
    Der Scheich lächelt etwas. Dann sagt er: "Kommt schon, ihr wisst ganz genau, dass sie das tut. Sie hat es mir vorhin gesagt."
    Manius wird noch bleicher, aber eine leichte Freude lässt sich auf seinem Gesicht zeigen. "Herr, es wäre mir eine große Freude, um die Hand ihrer Tochter anzuhalten und sie zu heiraten. Ich erbitte um eure Erlaubnis."
    "Sie ist gewährt", antwortet Nizam-e-Cedit, "und um den Glauben müsst ihr euch keine Sorge machen. Unsere Familie ist schon seit Generationen christlich."
    Den verlobten Leutnant verlässt die Blässe und seine Augen strahlen förmlich vor Dankbarkeit und Freude. Er verbeugt sich höflich vor dem Scheich und verlässt den Raum. Vor der Tür kann er sich ein Jubeln nicht verkneifen.
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  6. #96
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    Leutnant Manius betritt Nevens Büro. Neben dem Feldherrn steht der Scheich.
    "Leutnant Manius, der Scheich will heute abreisen. Doch er hat noch etwas mit ihnen zu bereden" , sagt Neven und macht Platz. Manius tritt einen Schritt vor.
    "Nun, ich muss abreisen", beginnt der Scheich, "und ich frage mich, ob ich euch meine Tochter anvertrauen kann."
    Manius errötet leicht und der Scheich erkennt dies. Sofort fährt er fort: "Ich verspreche euch hiermit die Hand meiner Tochter Prinzessin Syzilljana. Achtet gut auf sie, denn sie wird eure Frau."
    Diese Verlobung ging derartig schnell vonstatten, dass Manius keine Antwort einfiel und er sich einfach nur verbeugen konnte.
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  7. #97
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    Es wird Abend und Scheich Nizam-e-Cedit verlässt die Stadt. Neven sitzt im Büro und fragt sich, wie zum Henker er 1 Millionen Goldstücke pro Monat ausgeben will. Vor allem, da Gold etwas wertvoller als Silberlinge ist. Seine Männer haben inzwischen alle Berufe angenommen und sich Wohnungen zugelegt. Außerdem erhalten sie noch den Sold als Polizei. Sie haben daher keine finanziellen Probleme. Bettler gibt es kaum noch welche und die meisten Gebäude sind derartig gut in Stadt, dass kaum eines einer Reparatur bedarf. Neven blickt auf die Straße. Sie ist unglaublich leer und kaum ein Mensch lässt sich blicken.
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  8. #98
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    Neven ordnet seine Papiere wieder einmal als plötzlich Leutnant Mauwer völlig bleich ins Zimmer gestürzt kommt. "Feldherr, einige ansässige Fischer haben den fliegenden Holländer gesehen!", berichtet er ohne seinen Dialekt.
    "Schon wieder? Nun gut, das Wetter ist hervorragend und mich packt wieder die Lust nach der See. Leutnant Mauwer, geht zurück und macht die Python Regius klar zum auslaufen!"
    "Aye, Feldherr!" ruft der leutnant, verlässt eiligst den Raum, stolpert auf der Treppe, steht wieder auf und macht sich schleunigst davon. Neven geht in sein Zimmer greift zu seinem Schwert und gürtet sich das Wehrgehänge um. Dann eilt auch er zur Python Regius.
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  9. #99
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    Wieder zu Hause trifft Neven auf Leutnant Manius und seine Verlobte. Manius ist völlig überrascht seinen alten Lehrmeister, Nevens Vater, zu sehen. Während er sich mit ihm unterhält, begibt
    Neven sich in sein Zimmer und beginnt, einen Brief zu schreiben. Als der Brief fertig ist, gibt er ihn einem seiner Soldaten.
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  10. #100
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    Neven hat gerade nichts zu tun und beschließt daher einen Spaziergang durch die abendliche Stadt zu unternehmen. Er zieht noch schnell seinen Mantel an und verlässt das Haus.
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