1. #1
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    Nach einer langen und beschwerlichen Schifffahrt erreichte Natas du Vall, seines Zeichens Marquis und Privatier das beschauliche Städtchen "Annoport". Sobald das Schiff sicher am Landugssteg angelegt hatte und es fest am Kai vertaut worden war, riskierte Natas einen flüchtigen Blick auf seine neue Heimat. Man musste kein großer Menschenkenner sein, um seinen an den Tag gelegten Gesichtsausdruck zu deuten: Perplexheit war eine gutgemeinte untertreibung, Fassungslosigkeit traf es schon eher. Ein weiterer Blick auf den Steg auf dem soeben die Rampe ausgefahren wurde, verriet ihm , dass er es schwer haben würde einen Lastträger, geschweige denn einen Pagen einzustellen. Laut seufzend gab er sich seinem Schicksal hin, blickte sich auf dem Schiffsdeck um und rief einem jungen, kräftig aussehenden Burschen zu: "Heda! Will er sich ein wenigt Gold verdienen?" Der Gesichtsausdruck des Jungen war eine tragische Mischung aus Unverständnis, Schüchternheit und ein klein wenig Kleingeist. "Öh... Wer? Ich? Gold?", nickte er stammelnderweise. Natas rollte mit den Augen, seufzte erneut, diesmal ein wenig theatralischer als vorhin, und antwortete: "Ja er. Ich meine, ja du, dich meine ich. Hilf mir meine Koffer in mein neues Domizil zu schaffen und ich werde dich mit einigen wenigen Goldmümzen entlohnen." Eifrig nickte der Bursche und machte sich sofort daran die Koffer seines neuen Arbeitgebers zusammenzusuchen. "Wo wohnst.. wohnen S...", Natas strafte ihn mit einen tadelnden Blick, "wohin soll's geh'n?", fragte er schließlich stolz das Fettnäpfchen umgangen zu haben. Natas griff in die Innenseite seines Brokatgewandes und holte eine kleine Pergamentrolle zum Vorschein. Nachdem er sich seinen messing farbenen Monokel aufgesetzt hatte, las er laut vor: "Zum Dorfplatz 14. Kennst du das Haus?" Wiedereinmal nicte der Burche stumm und fügte nuschelnd hinzu: "Jau, ich komm von hier. Bin gerade auf dem Rückweg von einer Lehrreise", wieder schwellte er stolz seine Brust. "Lass mich raten", entgegnete Natas, "du bist Bäcker?" "Oh ja, woher wisst ihr das?", fragte der Junge. "Nur eine Ahnung, nur eine Ahnung", antwortete Natas diplomatisch während er an ein gewisses Sprichwort aus seiner Heimat dachte, dass da lautete: "Dumm wie Brot"...
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  2. #2
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    Nach einer langen und beschwerlichen Schifffahrt erreichte Natas du Vall, seines Zeichens Marquis und Privatier das beschauliche Städtchen "Annoport". Sobald das Schiff sicher am Landugssteg angelegt hatte und es fest am Kai vertaut worden war, riskierte Natas einen flüchtigen Blick auf seine neue Heimat. Man musste kein großer Menschenkenner sein, um seinen an den Tag gelegten Gesichtsausdruck zu deuten: Perplexheit war eine gutgemeinte untertreibung, Fassungslosigkeit traf es schon eher. Ein weiterer Blick auf den Steg auf dem soeben die Rampe ausgefahren wurde, verriet ihm , dass er es schwer haben würde einen Lastträger, geschweige denn einen Pagen einzustellen. Laut seufzend gab er sich seinem Schicksal hin, blickte sich auf dem Schiffsdeck um und rief einem jungen, kräftig aussehenden Burschen zu: "Heda! Will er sich ein wenigt Gold verdienen?" Der Gesichtsausdruck des Jungen war eine tragische Mischung aus Unverständnis, Schüchternheit und ein klein wenig Kleingeist. "Öh... Wer? Ich? Gold?", nickte er stammelnderweise. Natas rollte mit den Augen, seufzte erneut, diesmal ein wenig theatralischer als vorhin, und antwortete: "Ja er. Ich meine, ja du, dich meine ich. Hilf mir meine Koffer in mein neues Domizil zu schaffen und ich werde dich mit einigen wenigen Goldmümzen entlohnen." Eifrig nickte der Bursche und machte sich sofort daran die Koffer seines neuen Arbeitgebers zusammenzusuchen. "Wo wohnst.. wohnen S...", Natas strafte ihn mit einen tadelnden Blick, "wohin soll's geh'n?", fragte er schließlich stolz das Fettnäpfchen umgangen zu haben. Natas griff in die Innenseite seines Brokatgewandes und holte eine kleine Pergamentrolle zum Vorschein. Nachdem er sich seinen messing farbenen Monokel aufgesetzt hatte, las er laut vor: "Zum Dorfplatz 14. Kennst du das Haus?" Wiedereinmal nicte der Burche stumm und fügte nuschelnd hinzu: "Jau, ich komm von hier. Bin gerade auf dem Rückweg von einer Lehrreise", wieder schwellte er stolz seine Brust. "Lass mich raten", entgegnete Natas, "du bist Bäcker?" "Oh ja, woher wisst ihr das?", fragte der Junge. "Nur eine Ahnung, nur eine Ahnung", antwortete Natas diplomatisch während er an ein gewisses Sprichwort aus seiner Heimat dachte, dass da lautete: "Dumm wie Brot"...
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  3. #3
    <span class="ev_code_GREEN">Tangorina bringt die Pferde vor dem Haus zum Stehen und geht zum Postkasten.</span>

    Sie wirft eine Karte hinein.

    <span class="ev_code_GREEN">Ich nehme mir die Freiheit,euch aufs
    Herzlichste in Annoport zu begrüßen und darf mich euch auch gleich vorstellen.</span>

    <span class="ev_code_GREEN">Ich bin Tangorina,die Finanzverwalterin und auch gleichzeitig Baumeisterin,wenn ihr also was bauen wollt,ich bin der richtige Ansprechpartner.</span>

    <span class="ev_code_GREEN">Ich wünsche euch,dass sich alle eure Wünsche und Vorstellungen hier bei uns erfüllen mögen.</span>

    <span class="ev_code_GREEN">Ergebenst Tangorina von Annoport</span>

    Sie fährt weiter zur Speicherstadt
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  4. #4
    Avatar von Prunklord Forum Veteran
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    Prunklord wirft kurz den Brief in den Kasten und eilt dann in Richtung Schmiede.

    Werter Herr.
    Ich möchte sie hiermit herzlichst in unserer wunderschönen Stadt Annoport begrüßen. Sie werden sich bestimmt schnell eingewöhnen.

    Ich bin der hießige Schmied. Wenn sie etwas brauchen oder Geschäfte machen möchten, scheuen sie sich nicht, mich anzusprechen. Ich leite außerdem den Kurierdienst der Stadt und bin als diplomatischer Gesandter tätig.

    Mit freundlichen Grüßen
    Prunklord
    Haus 48
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  5. #5
    Avatar von calypso1960 Foren-Trockenfleisch
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    Auf ihrem Nachhauseweg kommt sie an Haus 14 vorbei und sieht durch die Fensterscheiben, dass sich drinnen etwas bewegt.

    Im Markthaus hat sie schnell einen kleinen Brief aufgesetzt, den sie jetzt in den Postkasten wirft, denn sie möchte nicht stören.


    Herzlich Willkommen in Annoport,

    ich freue mich, dass Sie den Weg in unsere Stadt gefunden haben und hoffe, dass Sie mit den Annehmlichkeiten, die Annoport zu bieten hat, zufrieden sind.

    Wenn Sie etwas benötigen, Fragen haben, oder sich einfach nur mal auf einen kleinen Plausch unterhalten wollen, dann kommen Sie mich doch gerne besuchen. Sie finden mich entweder im Senat oder in Haus 11, in Calypsos Parfümerie.

    Liebe Grüße von

    Calypso, Bürgermeisterin von Annoport
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  6. #6
    Avatar von Natas_du_Vall Kam, sah und tippte
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    Da stand er also. Prüfend blickte er auf sein neues Heim.
    "Bist du sicher, dass das die richtie Adresse ist?", fragte er seinen Begleiter. Eifrig nickend bestätite der junge Mann. "Ja Herr, das ist das Haus!"
    Haus, ja ein Haus war das in der Tat vor das er stand; und genau das war auch der Grund seines Unmutes. Ein Haus! Wie konnte sein Onkel nur von ihm erwarten hier standesgemäß zu leben? Einen Augenblick lang spielte er mit dem Gedanken sich aufs nächste Schiff zu begeben und schleunigst wieder zurückzusegeln, doch diese Genugtuung wollter er seinen Zweiflern nicht geben! Er hatte es sich fest vorgenommen sein Verpsrechen einzuhalten. Er würde hier bleiben, koste es was es wolle!
    "Nun gut, wenn du es sagst. Dann bringe schon mal das Gepäck hinein, hier ist der Schlüssel", damit übergab er seinem temporären Diener einen kupferfarbenen Schlüssel. "Jawohl, Herr", sprach dieser und eilte sodann in Richtung Eingang davon. Natas nutzte die Gelegnheit, um sich ein wenig umzusehen:
    Er blickte auf den Dorfplatz, auf dem emsiges Treiben herrschte. Hin und wieder erkannte er Menschen, die ihn seltsam prüfend ansahen und die beim ersten Anzeichen ertappt worden zu sein, sofort beschämt in eine andere Richtung blickten. Er sah sich auch die kleinen, hübschen angrenzenden Stadtvillen an und legte besonderes Augenmerk auf die kleinen äußeren Details, die sonst wohl niemand anderes bemerken würde.
    Er glaubte fest daran, dass sich die Klasse und das Vermögen einer Person aus eben diesen Kleinigkeiten ableiten lässt. Wie oft hatte er schon vor prunkvollen Villen mit ausladenen Gärten gestanden, die für das ungeschulte Auge durchaus Wohlhaben signalisierten, nur um dann festzustellen, dass die Außentore mit Patina überzogen waren, oder dass die entsprechende Hausnummer bereits zur Unkenntlichkeit verwitter worden war, wenn denn überhaupt eines zu finden war, oder auch dass die steinerne Umzäunung bereits einige Ziegelsteine vermisste. Genau das waren die Familien, die kurz darauf konkurs anmelden mussten und nach einer kurzen Zeit in ein Kaufmannshaus ziehen mussten.
    Doch erstaunlicherweise fand er hier kaum Anzeichen von solch drohendem Verfall, ganz im Gegenzteil: Die meisten Villen sahen eher so aus, als wären sie erst vor einige Jahren errichtet worden. Während er weiterhin auf die nachbarlichen Details achtete, fiel sein Blick auf die seines neuen Heimes. Sachte trat er gegen die backsteinerne Umzäunung seines Hauses, worauf sich ein Ziegelstein von den anderen herauslöste und zielstrebig gen Boden fiel. Das Emblem, auf dem seine Hausnummer hätte stehen sollen, sah ebenfalls so aus, als wäre es vor einhundert Jahren angebracht worden und der Briefkasten vor seinem Tor hing windschief auf einem verwitterten Holzpfahl. Das war der Augenblick, in dem er brummend bemerkte, dass die Korrespondenz ihm anscheinend vorgeeilt ist. Schnell griff er sich die enthaltenen Briefe, trat durch das Tor und ging zum Haupteingang seiner neuen Bleibe.
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  7. #7
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    Während sein angeheuerter Bursche unten die vielen Koffer auspackt, beschließt Natas erst einmal sein neues Heim zu begutachten:
    Der relativ breite Hauseingang führt direkt auf einen geräumigen und hellen Eingangszimmer zu, von dem 3 weitere Räume und eine breite Treppe nach oben abgehen. Das Möbiliar ist sorgsam mit weißen Laken bedeckt worden, auf denen sich bereits eine feine Staubschicht niedergelassen hat. An den vertäfelten Wänden hängen einige, noch verdeckte, Bilder und vier Wandlampenhalterungen. Der Marmorsteinernde Boden ist mit exotischen Tierfällen dekoriert, eines in der Mitte des Raumes und das andere vor einem kleinen Kamin.
    Die linke Tür führt zu einem holzvertäfelten unnd mit parkettboden bedeckten Ballsaal, von dem eine kleine Tür zum Wintergarten führt.
    Die rechte Tür führt zu einem kleinen Zimmer, der wohl als Wartezimmer gedacht ist. In diesem befinden sich zwei Polstersofas, ein Beistelltisch und diverse Wanddekorationen. Die Wände schmücken drei schön gearbeitete und mit allerlei Bänden vollgestellte Bücherregale. Bei genauerem Hinsehen entdeckt Natas ein kleines eingebranntes "A.P."
    Die dritte Tür, befindet sich neben dem Wartezimmer und führt ein einen ausladenen und mit viele Fenstern ausgestattenen Zimmer, in dem sein Onkel wohl zu Essen pflegte. Eine lange Tafel mit vielen Stühlen zierte die Mitte des Raumes und die zwei großen Kronleuchter, die darüber hingen, taten ihr übriges, um dem Zimmer einen Hauch von Luxus zu verleihen. Am anderen Ende des Esszimmers befand sich eine Tür, die wohl zur Küche führte.
    Die breite Treppe, die zur oberen Etage führt, war mit einem kunstvoll verarbeiteten Teppich ausgelegt. Oben befindet sich das Schlafzimmer, sowie eine große Bibliothek und ein geräumiges Arbeitszimmer. Die Ausstattung des Schlafzimmers bedarf keiner weiteren Erwähnung und auch die übrigen Zimmer entsprechen seinen Erwartungen. Kuzerhan entschließt Natas sich in sein neues Arbeitszimmer zu begeben wo er, nachdem er die weißen Laken erst einmal entfernt hatte, an dem Sekretär platz nimmt. In den Schubladen findet sich ein Stapel papier sowie ein Tintenfäßchen samt Feder. Von dieser Erkenntnis überrascht, beginnt er sogleich ein Schreiben aufzusetzen...
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  8. #8
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    Als Natas du Vall endlich fertig mit dem Schreiben ist, legt er die Gänsefeder zurück in ihre Halterung, nimmt sich ein wenig feinkörniges Schreibsand, gibt es über die noch feuchte Tinte und bläßt dann die Überreste behutsam weg. Sobald er sich sicher ist, dass die Tinte getrocknet ist, legt er den fertigen Brief auf den kleinen Stapel, der sich inzwischen gebildet hat, schließt die Augen und reibt sich gleichzeitig den Nacken. Ein Blick nach draußen lässt ihn wissen, dass es wohl bald dunkel werden wird und so macht er sich daran die gefalteten Briefe schleunigst in entsprechende Umschläge einzulegen. In der Schublade befand sich noch ein wenig Siegelwachs, mit dem er jeden einzelnen Umschlag beträufelt, um am ende seinen Siegelring auf das noch flüssige Wachs zu drücken. Sodann ruft er seinen Burschen zu sich hinauf und gibt ihm genaue Anweisungen wie er die Briefe zu verteilen hat...
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  9. #9
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    Bereits in den frühen Morgenstunden des zweiten Tages, machte Natas du Vall sich daran das neue Städtchen, das seine neue Heimat bildete, näher kennenzulernen. Er ging auf den Dorfplatz hinaus, nahm die erste Gasse links und lief ohne Ziel in der Absicht sich so in der neuen Umgebung besser zurechtzufinden. Erstaunlicherweise waren die Gassen nicht so leer, wie er es erwartet hätte, die Bewohner Annoports mussten alle emsig arbeitende Menschen sein. Die Tatsache, dass ein neues Gesicht durch ihre Stadt schlenderte, hinderte die Bewohner nicht daran ihn bei jeder Begegnung freundlich zu grüßen. Eine Geste, die er nur allzugern erwiderte. Nach einer Weile stand er wieder auf dem Dorfplatz und war inbegriff zurpck in seine Villa zu gehen, als sein Blick auf das linke Nachbarhaus fiel. Ein Schild auf dem mit goldenen Lettern das Wort "Bank zu Annoport" zu lesen war, zierte den Eingang. Positiv überrascht ging er in das offene Bankgebäude hinein...
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  10. #10
    Avatar von Prunklord Forum Veteran
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    Prunklord kommt ans HAus Nummer 14 und sieht, das niemand daheim ist. Also zieht er seinen Mantel fester und wartet vor dem Haus.
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