1. #1
    Avatar von engelskralle Neuzugang
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    Man möge mir verzeihen, das ich als "älteres Semester" (Ich bin über 30, bitte helft mir über die Straße...) nicht so der Gamerfreak mehr bin und deswegen mich rechtzeitig informiere, was es für neue Spiele gibt. Außerdem interessieren mich die x-ten Aufgüsse von Ballerspielen eher weniger, dafür aber mehr die Simulationen. Also ich liebe deshalb mein SH3 und mein IL-2 abgöttisch, welche sich ja mit Reality-Mods noch aufpeppen lassen...

    Aber zurück, warum ich diesen Beitrag schreibe. Ich hab den Promo-Film in Deutsch und Englisch gesehen und mich gefragt, wer bei Ubi bzw. den Entwicklungsbüros überhaupt sich mit der Materie beschäftigt. Klar, sind eher junge Leute, aber man dürfte erwarten, das man sich um Recherche wenigstens BEMÜHT.
    Wenn die Spielatmosphäre wie im Promovideo ist, werde ich mir das Spiel erst zulegen, wenn es von einer Community erste Patches und Mods gibt.

    Die Punkte im Einzelnen:
    1. Im E-Maschinen-Raum sind bei den Handrädern der Anlagensteuerung "Ziel...." und bei den Amperemetern "Gegnerfahrt" vermerkt. Was soll denn dieser Quatsch?
    2. Das Promo zeigt einen plötzlichen Angriff von Flugzeugen "aus heiterem Himmel". Ist da keine Brückenwache oben? Jeder, der "Das Boot" oder "Jäger im Weltmeer" von Lothar-Günther Buchheim gelesen hat, weiß das IMMER eine Brückenwache bei Überwasserfahrt vorhanden war, die bei herannahenden Flugzeugen Fliegeralarm gab. Auch das Alarmtauchen ist keine so schnelle Sache...
    Aber weiter: Die Vertonung, wenn sie denn diesselbe im Spiel ist, ist auch unterste Schublade. Es kommt kein Gefühl rüber- kein Schockiertsein, keine Angst. Man meint, jemand vollkommen talentfreies und unterbezahltes habe die Vertonung gemacht.
    Das sind die ersten Eindrücke und es folgen noch mehr. Beispielsweise wurden Torpedos mit "Abstandspistolen" so eingestellt, das sie UNTER ein Schiff liefen und dort explodierten, was die Schadenswirkung erhöhte.

    Was noch? Offensichtlich wurde die alte Engine übernommen. Ich kenne mich mit Spielengines nicht sonderlich gut aus, aber im Zeitalter von Vierkernprozessoren, 8GB RAM und mehr, 64-bit-Betriebssystemen usw. dürfte man eigentlich erwarten, das das fürs Auge (und Ohr) besser ist. Selbst ein lustiges kleines(!) Hüpfspiel wie YoFrankie! hat durch die quelloffene Blender-Engine eine wesentlich realistischere und bessere Grafik als das hier. Aber wie gesagt, man liebt Spiele nicht allein wegen der tollen Grafik, sondern im wesentlichen wegen der Stimmung. Ob aber bei so hanebüchenen Fehlern wie oben überhaupt Stimmung aufkommt?

    Das nächste sind die Berichte von Bugs. Liebe Mitarbeiter der Firma Ubi: Ich bin im Konstruktionswesen tätig und wir sind angewiesen auf lauffähige Software. Das Unwesen, das Software beim Anwender "reift" hat in der Spieleindustrie begonnen und mittlerweile auf die professionelle Software übergegriffen. Aber in unserer Branche werden verbuggte Produkte von Grund auf gemieden und das kann auch der Tod manches Produktes und mancher Firma sein. Wenn z.B. aufgrund von schwerwiegenden Fehlern ein Produkt nicht richtig funktioniert, muss der Hersteller haften. Wenn der Hersteller dem Softwarehaus nachweist, daß die Software daran schuld ist, wird das Softwarehaus einem Klage nicht aus dem Wege gehen können, in dem es Patches liefert...
    Wie gesagt: Wir sind die Kunden und wir können genauso auch Produkte mit schlechtem Ruf meiden, genauso wie den Hersteller! Bedenkt das mal...

    Was das DRM angeht, finde ich das prinzipiell einen interessanten Ansatz als Kopierschutz, aber ich finde ihn auch negativ. Bei mir zuhause wird wegen der Kleinen die Internetverbindung ab 22 Uhr gekappt. Wenn ich also mal abends etwas länger spielen will, muss ich diesen Schutz wieder aushebeln... Auch könnte ich nicht auf dem Notebook unterwegs spielen (hey, SH3 ist für sowas ideal gewesen).
    Also außer Spesen nichts gewesen.
    Warum also soll ich mir dieses Spiel kaufen?

    Ich bin kein Freund von "Raubkopie"-Diskussionen, sondern ein ehrlicher Mensch. Ehre und Lohn gebührt nunmal dem, der sich die Arbeit gemacht hat, ein Produkt auf den Markt zu bringen. Das vergessen viele. Wenn ich mir kein aktuelles Spiel leisten kann, dann tue ich aber zwei Dinge: Ich spare darauf, was manchmal hart sein kann - oder ich kaufe es gebraucht oder vom Krabbeltisch.
    Da die Softwarehäuser aber mit DRM und Onlineaccounts einen Gebrauchtmarkt verhindern, kann ich die Bereitstellung von entsprechendes Umgehungsmechanismen nur begrüßen. Wenn Ihr, liebe Hersteller, nicht selbst dafür sorgt, dann tut es die Community.
    Auch hier ein Beispiel: Wer eine professionelle Software kauft, der kann problemlos beim Hersteller anrufen, seine Lizenz übertragen und gut ist. Im Consumerbereich werden einem da alle möglichen Steine in den Weg gelegt, um den Wiederverkauf zu verhindern. Zumindest habe ich nicht davon gehört, das man "mal eben" ein Account übertragen kann.

    So, jetzt habe ich mir verdammt viel von der Seele geschrieben. Wer im Berufsleben steht, der weiß, wie hart Geldverdienen ist. Aber ich bin ein Kind der 80er und ich hab noch die Anfänge der Computerspielbranche gesehen. Wenn ich meinem Nachwuchs erzähle, das wir früher auf einer 8-bit-Maschine kleine Klötzchen abgeschossen haben und uns darüber gefreut haben, schütteln die den Kopf. Aber damals hat man einen Draht zu den Leuten gehabt, die die Spiele gemacht haben (denke da an Manni Trenz). Auch damals gab es Probleme mit Raubkopien und man erinnert sich, das das damals keine Serienabmahnungen waren, sondern ausgewachsene Hausdurchsuchungen - es war also wesentlich heftiger als heute, zumal da wirklich die Existenz mancher Labels hing. Aber heute wird man immer mehr kontrolliert und gegängelt.

    Lasst Euch was kreatives einfallen, was den Kopierschutz angeht. Wie wäre es bei einem Silent Hunter 6 mit einer kleinen ENIGMA beim Originalspiel?
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  2. #2
    Avatar von engelskralle Neuzugang
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    Man möge mir verzeihen, das ich als "älteres Semester" (Ich bin über 30, bitte helft mir über die Straße...) nicht so der Gamerfreak mehr bin und deswegen mich rechtzeitig informiere, was es für neue Spiele gibt. Außerdem interessieren mich die x-ten Aufgüsse von Ballerspielen eher weniger, dafür aber mehr die Simulationen. Also ich liebe deshalb mein SH3 und mein IL-2 abgöttisch, welche sich ja mit Reality-Mods noch aufpeppen lassen...

    Aber zurück, warum ich diesen Beitrag schreibe. Ich hab den Promo-Film in Deutsch und Englisch gesehen und mich gefragt, wer bei Ubi bzw. den Entwicklungsbüros überhaupt sich mit der Materie beschäftigt. Klar, sind eher junge Leute, aber man dürfte erwarten, das man sich um Recherche wenigstens BEMÜHT.
    Wenn die Spielatmosphäre wie im Promovideo ist, werde ich mir das Spiel erst zulegen, wenn es von einer Community erste Patches und Mods gibt.

    Die Punkte im Einzelnen:
    1. Im E-Maschinen-Raum sind bei den Handrädern der Anlagensteuerung "Ziel...." und bei den Amperemetern "Gegnerfahrt" vermerkt. Was soll denn dieser Quatsch?
    2. Das Promo zeigt einen plötzlichen Angriff von Flugzeugen "aus heiterem Himmel". Ist da keine Brückenwache oben? Jeder, der "Das Boot" oder "Jäger im Weltmeer" von Lothar-Günther Buchheim gelesen hat, weiß das IMMER eine Brückenwache bei Überwasserfahrt vorhanden war, die bei herannahenden Flugzeugen Fliegeralarm gab. Auch das Alarmtauchen ist keine so schnelle Sache...
    Aber weiter: Die Vertonung, wenn sie denn diesselbe im Spiel ist, ist auch unterste Schublade. Es kommt kein Gefühl rüber- kein Schockiertsein, keine Angst. Man meint, jemand vollkommen talentfreies und unterbezahltes habe die Vertonung gemacht.
    Das sind die ersten Eindrücke und es folgen noch mehr. Beispielsweise wurden Torpedos mit "Abstandspistolen" so eingestellt, das sie UNTER ein Schiff liefen und dort explodierten, was die Schadenswirkung erhöhte.

    Was noch? Offensichtlich wurde die alte Engine übernommen. Ich kenne mich mit Spielengines nicht sonderlich gut aus, aber im Zeitalter von Vierkernprozessoren, 8GB RAM und mehr, 64-bit-Betriebssystemen usw. dürfte man eigentlich erwarten, das das fürs Auge (und Ohr) besser ist. Selbst ein lustiges kleines(!) Hüpfspiel wie YoFrankie! hat durch die quelloffene Blender-Engine eine wesentlich realistischere und bessere Grafik als das hier. Aber wie gesagt, man liebt Spiele nicht allein wegen der tollen Grafik, sondern im wesentlichen wegen der Stimmung. Ob aber bei so hanebüchenen Fehlern wie oben überhaupt Stimmung aufkommt?

    Das nächste sind die Berichte von Bugs. Liebe Mitarbeiter der Firma Ubi: Ich bin im Konstruktionswesen tätig und wir sind angewiesen auf lauffähige Software. Das Unwesen, das Software beim Anwender "reift" hat in der Spieleindustrie begonnen und mittlerweile auf die professionelle Software übergegriffen. Aber in unserer Branche werden verbuggte Produkte von Grund auf gemieden und das kann auch der Tod manches Produktes und mancher Firma sein. Wenn z.B. aufgrund von schwerwiegenden Fehlern ein Produkt nicht richtig funktioniert, muss der Hersteller haften. Wenn der Hersteller dem Softwarehaus nachweist, daß die Software daran schuld ist, wird das Softwarehaus einem Klage nicht aus dem Wege gehen können, in dem es Patches liefert...
    Wie gesagt: Wir sind die Kunden und wir können genauso auch Produkte mit schlechtem Ruf meiden, genauso wie den Hersteller! Bedenkt das mal...

    Was das DRM angeht, finde ich das prinzipiell einen interessanten Ansatz als Kopierschutz, aber ich finde ihn auch negativ. Bei mir zuhause wird wegen der Kleinen die Internetverbindung ab 22 Uhr gekappt. Wenn ich also mal abends etwas länger spielen will, muss ich diesen Schutz wieder aushebeln... Auch könnte ich nicht auf dem Notebook unterwegs spielen (hey, SH3 ist für sowas ideal gewesen).
    Also außer Spesen nichts gewesen.
    Warum also soll ich mir dieses Spiel kaufen?

    Ich bin kein Freund von "Raubkopie"-Diskussionen, sondern ein ehrlicher Mensch. Ehre und Lohn gebührt nunmal dem, der sich die Arbeit gemacht hat, ein Produkt auf den Markt zu bringen. Das vergessen viele. Wenn ich mir kein aktuelles Spiel leisten kann, dann tue ich aber zwei Dinge: Ich spare darauf, was manchmal hart sein kann - oder ich kaufe es gebraucht oder vom Krabbeltisch.
    Da die Softwarehäuser aber mit DRM und Onlineaccounts einen Gebrauchtmarkt verhindern, kann ich die Bereitstellung von entsprechendes Umgehungsmechanismen nur begrüßen. Wenn Ihr, liebe Hersteller, nicht selbst dafür sorgt, dann tut es die Community.
    Auch hier ein Beispiel: Wer eine professionelle Software kauft, der kann problemlos beim Hersteller anrufen, seine Lizenz übertragen und gut ist. Im Consumerbereich werden einem da alle möglichen Steine in den Weg gelegt, um den Wiederverkauf zu verhindern. Zumindest habe ich nicht davon gehört, das man "mal eben" ein Account übertragen kann.

    So, jetzt habe ich mir verdammt viel von der Seele geschrieben. Wer im Berufsleben steht, der weiß, wie hart Geldverdienen ist. Aber ich bin ein Kind der 80er und ich hab noch die Anfänge der Computerspielbranche gesehen. Wenn ich meinem Nachwuchs erzähle, das wir früher auf einer 8-bit-Maschine kleine Klötzchen abgeschossen haben und uns darüber gefreut haben, schütteln die den Kopf. Aber damals hat man einen Draht zu den Leuten gehabt, die die Spiele gemacht haben (denke da an Manni Trenz). Auch damals gab es Probleme mit Raubkopien und man erinnert sich, das das damals keine Serienabmahnungen waren, sondern ausgewachsene Hausdurchsuchungen - es war also wesentlich heftiger als heute, zumal da wirklich die Existenz mancher Labels hing. Aber heute wird man immer mehr kontrolliert und gegängelt.

    Lasst Euch was kreatives einfallen, was den Kopierschutz angeht. Wie wäre es bei einem Silent Hunter 6 mit einer kleinen ENIGMA beim Originalspiel?
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  3. #3
    Avatar von TrancemasterZer Kam, sah und tippte
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    Hi engelskralle,

    netter Beitrag, ich selbst bin auch Ü30 und habe schon einige Entwicklungen im PC-Spielebereich erlebt.

    Eines kann ich Aufgrund persönlicher Erfahrungen sicher aussagen: Gibt es keine Raubkopien mehr, sinkt der Preis sicherlich NICHT.

    Ich erinnere mich noch gut an die Zeit Mitte der 90er, als die ersten CD-Rom Laufwerke raus kamen. Brenner waren sauteuer und kaum vorhanden. Spiele kosteten VOR Durchbruch der CD-Rom ca. 100-120DM! Nachdem es für die meisten Menschen unmöglich wurde "einfach mal ein Spiel zu kopieren" kosteten die Spiele 130-140DM - war schon "seltsam", nennt sich aber Marktwirtschaft = Angebot und NACHfrage...
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  4. #4
    Avatar von Rogge1962 Kam, sah und tippte
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    ihr JUngspunde, ich bin auch Ü30
    genauer gesagt 47

    EIn ubootspieler der ersten stunde...
    wenn man heute jemanden erklärt ,wie silent service ausgesehen hat und wie man sich dermassen über silent service 2 freuen kann ,ist man sich der weissen jacke sicher *g*
    (damals noch super computer atari st +)
    ich vergass zu erwähnen, als wir endlich cds bespielen konnten, da gabs ja schon den ersten silent hunter teil und wir spielten auf einem pentium 100 wow....
    da kostete der rohling 20 mark*lach*
    wir wissen halt noch um werte...
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  5. #5
    Avatar von TrancemasterZer Kam, sah und tippte
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    Ey komm Rogge,

    Silent Service 2 hatte unter anderem den Vorteil, dass es fehlerfrei war - wenn auch zugegeben schon damals nicht sonderlich hübsch... dieses blaue, weite, flache Meer... *löl*
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  6. #6
    Avatar von Rogge1962 Kam, sah und tippte
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    <BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Zitat von TrancemasterZer:
    Ey komm Rogge,

    Silent Service 2 hatte unter anderem den Vorteil, dass es fehlerfrei war - wenn auch zugegeben schon damals nicht sonderlich hübsch... dieses blaue, weite, flache Meer... *löl* </div></BLOCKQUOTE>
    ja das stimmt, fehlerfrei.
    man muss auch zugeben, es gab nicht viel was fehler produzieren konnte *lach*
    die ansprüche sind dann doch noch etwas gestiegen.
    und wer heute ein fotorealistisches abenteuer will, muss schon gute hardware haben...und ärgert sich dann über so eine heissgestrickte ware, die direkt nach dem release mit megapatch gefixt wird...
    fehlerfrei gibts heute nicht mehr....oder noch nicht.
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  7. #7
    Avatar von TrancemasterZer Kam, sah und tippte
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    Nu ja,

    "damals" war es das Ende einer Softwareschmiede wenn sie ein fehlerhaftes Spiel publizierte (Siehe Software 2000 und der Bundesliga Manager 98(!)).

    Heute denken sich die Publisher (nichtmal so sehr die Entwickler wie ich fürchte) - erstmal raus damit, jeder hat Internet, patchen können wir später immernoch (siehe meinen Hinweis im letzten Thread, der dann aus völlig "unerfindlichen Gründen" einfach mal geschlossen wurde *muhar*).
    Das ging damals noch nicht.

    Edit: Auch Ubisoft hat DAMALS noch fehlerfreie Spiele geliefert.
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  8. #8
    Avatar von Rogge1962 Kam, sah und tippte
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    naja ich finde es aber auch heftig dass in jedem thraed über das böse c geschrieben wird.

    man will keine stimmungmache hier.
    und auch nix verbreiten was der gegenseite dient.verstehe ich.
    was ich überhaupt nicht verstanden habe bisher:
    seit silent hunter 2 weiss man um die bedürfnisse der simulationsfans.
    wieso bedient man die dann nicht?
    (sh2 vs dc)
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  9. #9
    Avatar von gwolny Junior Mitglied
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    Tja,
    war ne schöne Zeit, Amiga 500+, SS2, B-17 Flying Fortress, F-117A Nighthawk usw.

    Das war noch gutes altes Handwerk (Die Proger wußten was sie tun, ohne Zeitdruck). Die haben uns wegen Ihrer Spieltiefe und Atmosphäre gefesselt. Bugs oder iergendwelche Abstürze hatte ich bei den Games nie.

    Mir ist es so ca. 1995 aufgefallen das es immer öfter Fehler in Spielen gab. Erst waren es ganz kleine, einen Patch gabe es dann auf einer Zeitschrift CD und gut war es. Heute bekommt man soviele Patches das sprengt bald den Rahmen der DVD größe des Spiels.

    Ich kann auch nicht verstehen warum die Bedürfnisse der Simu-Fans nicht berücksichtigt werden.

    Das lernt man schon in der ersten Stunde in der Handelsschule: Wenn Du was verkaufen willst muß Du die Bedürfnisse der Menschen wecken, oder wer nichts wecken kann sollte keinen Laden aufmachen, in diesem Sinne......
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  10. #10
    Avatar von engelskralle Neuzugang
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    Hallo Rogge !

    Mag im wesentlichen daran liegen, das der Markt für Simulationen sehr klein ist, die Lernkurve zu steil und die Jugend von heute sich schwerlich länger als 30min auf etwas konzentrieren kann, was nach lernen aussieht.
    Ich mein, bis ich abends am Rechner in IL-2 zum ersten Mal richtig abgehoben und wieder gelandet bin, hat es ne ganze Weile gebraucht. Aber das macht den Reiz aus von Sims - man muss sich mal reinversetzen und lernen. Irgendwie scheint uns das Ü30ern leichter zu fallen als unserem Nachwuchs, also grad den pubertierenden Bübchen...

    Silent Service...mir kommen da fast die Tränen. Wie genial das damals war. Oder "Das Boot", wo man mit der Flak auf anfliegende Ziele schließen konnte. Oder was Marine-Sims angeht, wer kennt da noch STRIKE FLEET? Ganz ehrlich, ich hab seitdem keine so atmosphärisch dichte Sim erlebt, sieht man von Harpoon ab.

    Tsja, um nochmal zu den Kopierschutzen zurückzukommen: Da gab es früher auch lustigeres (die Drehscheibe v. Monkey Island) oder schöneres (das Handbuch zu Ultima) oder halt so abgedrehte Sachen wie bei den Infocom-Abenteuerspielen. Heute sind die Spielentwickler total unkreative. Da wird schon eine Lederjacke als Topgewinn gepreist, früher hat man bestickte Landkarten bei Spielen dabei gehabt. Dafür sind die Preise abgegangen...
    Jaaaa, die Preise. Damals waren 120 DM viel Geld, heute sind es 60 Euro und die tun richtig weh... Aber das, was man geliefert bekommt, ist keine 30 Euro wert. Ich hab kein Problem, die Ocken dafür zu löhnen, wenn es FEHLERFREI auf den Markt kommt.

    Wisst Ihr was? Den Publishern UND Entwicklern müsste man den Grundsatz: "Du sollst keine fehlerhafte Software auf den Markt werfen" mit dem Buch "The Art of Computer Programming" von Donald Knuth ins Hirn einprügeln.
    Dann wären die Programme auch kleiner und würden effektiver laufen, statt jede Menge Ballast mitzuschleppen...
    Beispiel: OpenOffice hat weniger Code als MS Office, kann aber genausoviel...
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