1. #1
    Hallo Leutz, komme gerade aus dem Kino!

    Darf man Hitler als menschliches Wesen darstellen? Diese bescheuerte "typisch deutsch politisch korrekte Frage" beantworte ich einmal vorweg:

    Man muss!
    Denn nur so wird begreiflich was in den letzten 12 Tagen der Schlacht um Berlin passierte. Und vor allem was im Inneren Kreis vor sich ging.

    Noch eines vorweg:
    Wer diesen Film nicht gesehen hat, sieht oder sehen wird, der hat übergrossses Kino verpasst! Der Film steht in einer Reihe mit "Das Boot", definitiv!
    Von seiner Detailgenauigkeit würde ich ihn sogar noch eine gane Ecke davor einstuffen.
    Die Besetzung der Rollen kann als genial angesehen werden. Nicht der Hauch einer Fehlbesetzung oder eines: naja geht so. Skeptisch war ich Anfangs durch Interviews bei der Goebbelschen Besetzung. Doch das täuschte.
    Der Film ist ein Meisterwerk!

    Zur Handlung
    Diese dürfte hinlänglich bekannt sein. Der Film zieht sich dokumentarisch durch die letzten 10 Tage im Führerbunker und beleuchtet extrem den Verfall Hitlers in dieser Zeit. Vom Hoffnungsschimmer auf die 12 Armee, bishin zu tiefen depressiven Wutausbrüchen, vom gönnerhaften Onkel Wolf bishin zum pöbelnden schitzofrän wirkenden "Führer" der seiner Generalität vorhält das ers mit ihnen nicht gemacht hat wie Stalin einst mit den seinen. Bruno Ganz verköpert Hitler mit einer schauspilerischen Genialität die seines Gleichen sucht. Während unter der neuen Reichskanzlei gut gespeisst und getrunken wird, krepiert oben der Volkssturm. Und auch dabei wird sich nur an verbriefte und überlieferte Dinge gehalten. Man fühlt, so markaber das klingen mag, das Sterben einer Idee.

    Den Film müsst Ihr sehen. Ich hol mir nen Abo, denn das ist ein Film dem man mit einmal sehen nicht gerecht werden kann.

    Gruß
    Adi
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  2. #2
    Hallo Leutz, komme gerade aus dem Kino!

    Darf man Hitler als menschliches Wesen darstellen? Diese bescheuerte "typisch deutsch politisch korrekte Frage" beantworte ich einmal vorweg:

    Man muss!
    Denn nur so wird begreiflich was in den letzten 12 Tagen der Schlacht um Berlin passierte. Und vor allem was im Inneren Kreis vor sich ging.

    Noch eines vorweg:
    Wer diesen Film nicht gesehen hat, sieht oder sehen wird, der hat übergrossses Kino verpasst! Der Film steht in einer Reihe mit "Das Boot", definitiv!
    Von seiner Detailgenauigkeit würde ich ihn sogar noch eine gane Ecke davor einstuffen.
    Die Besetzung der Rollen kann als genial angesehen werden. Nicht der Hauch einer Fehlbesetzung oder eines: naja geht so. Skeptisch war ich Anfangs durch Interviews bei der Goebbelschen Besetzung. Doch das täuschte.
    Der Film ist ein Meisterwerk!

    Zur Handlung
    Diese dürfte hinlänglich bekannt sein. Der Film zieht sich dokumentarisch durch die letzten 10 Tage im Führerbunker und beleuchtet extrem den Verfall Hitlers in dieser Zeit. Vom Hoffnungsschimmer auf die 12 Armee, bishin zu tiefen depressiven Wutausbrüchen, vom gönnerhaften Onkel Wolf bishin zum pöbelnden schitzofrän wirkenden "Führer" der seiner Generalität vorhält das ers mit ihnen nicht gemacht hat wie Stalin einst mit den seinen. Bruno Ganz verköpert Hitler mit einer schauspilerischen Genialität die seines Gleichen sucht. Während unter der neuen Reichskanzlei gut gespeisst und getrunken wird, krepiert oben der Volkssturm. Und auch dabei wird sich nur an verbriefte und überlieferte Dinge gehalten. Man fühlt, so markaber das klingen mag, das Sterben einer Idee.

    Den Film müsst Ihr sehen. Ich hol mir nen Abo, denn das ist ein Film dem man mit einmal sehen nicht gerecht werden kann.

    Gruß
    Adi
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  3. #3
    Avatar von Foo.bar Pensionär
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    warum auch sollte man hitler nicht als mensch darstellen? er war schließlich einer. unzweifelhaft. verbrecher sind menschen.


    Lieber reich und gesund als arm und krank!
    Gott bläst Amerika.
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  4. #4
    Avatar von Willy_Winter Junior Mitglied
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    @adi
    ich teile voll und ganz deine Meinung, hab die Tage viel im Fernsehen darüber gesehen, u. a. auch "Beckmann" als Eichinger, Bruno Ganz und der Goebbels-Darsteller (Namen entfallen)da waren, Beckmann fing natürlich auch gleich an mit, ob es nicht Verherrlichung von A.H. ist, was aber Ganz und Eichinger sehr gut widerlegen konnte,daher musste ich den Film einfach sehen, zwar nicht im Kino, aber immerhin!
    im nächsten Jahr werden noch viele Hitlerverfilmungen kommen, da ja das Kriegsende 2005 60 Jahre her ist.
    Also auch ich kann den Film nur empfehlen.
    Hitler war auch nur ein Mensch,und das sage ich bewusst ohne ihn zu verharmlosen, jeder weiss was er anrichtete,aber er tats nicht alleine!!!er wurde von anderen gewählt, hat es ausgenutzt und wurde nie ernsthaft, abgesehen von fast 40 leider erfolglosen Attentaten, daran gehindert,das er Parkinson hatte war damals schon der höheren Ebene bekannt und auch da wurde nicht eingeschritten, und als bekannt wurde das er sie Amphetamine spritzen liess, schritt niemand ein, als er Juden töten liess, schritt auch niemand ein, er kam nicht als Maschine, Psychopat oder Killer zur Welt, er machte sich dazu und wurde dazu gemacht.man muss beide Seiten sehen und verstehen lernen.



    Allseits guten Flug
    lieber Hals und Bein, als Flächenbruch

    Winter
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  5. #5
    Avatar von Foo.bar Pensionär
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    <BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by Willy_Winter:
    (...)zwar nicht im Kino(...)<HR></BLOCKQUOTE>

    oh, oh.


    Lieber reich und gesund als arm und krank!
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  6. #6
    Avatar von Willy_Winter Junior Mitglied
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    <BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by Foo.bar:
    [QUOTE]Originally posted by Willy_Winter:
    (...)zwar nicht im Kino(...)<HR></BLOCKQUOTE>

    oh, oh.



    ähm, ja, einfach ignorieren, löschen wär zwecklos!
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  7. #7
    Avatar von Kaesebrot. Kam, sah und tippte
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    Den werd ich mir definitiv auch anschauen! Diese ganze Kontroverse ist so lächerlich wie gewollt.

    Und Foo.bar hat schon Recht. Er WAR halt ein Mensch, genauso wie die Totenkopf-SS-Leute, Stalin, Mao ect. Nur, Menschen können halt ziemlich krank sein.

    Nur, weil eventuell auch kranke ab und an in diesem Film einen Hauch von Sympathie hervorrufen könnTen, heisst das noch lange nicht, dass man die ganze Geschichte auf einmal völlig in Ordnung findet und NPD wält.
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  8. #8
    Avatar von kubanloewe Forum Veteran
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    wird der Storchflug der Hanna Reitsch erwähnt bei dem der Nachfolger Göings; Ritter v. Greim durch sowj.Flak am Fuß schwer verwundet wurde irgendwie erwähnt ?

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  9. #9
    Avatar von CORTO.M Forum Veteran
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    @kubanloewe
    soweit ich weiss wird nicht erwähnt das Ritter v. Greims Fuss von einer russischen Granate lediert wurde. Aber der Kieselstein den der Göing vor dem Eingang zur Reichskanzlei zur Seite gekickt hat, der dann später unter einem russischen Panjewagen landete, der wird ausführlichst erwähnt...

    @all
    Möchte passend zum Film ein Buch empfehlen das ich seit geraumer Zeit lese. IMHO ist dieses besser als das relativ kurzweilige Fest- Buch das gleichzeitig Vorlage zum Film war.(Titel des Fest Buches "Der Untergang")
    Kleines Detail am Rande: Im Film kommt wohl ein ziemlich fieser Henker vor (schweinsäugig mit Tirolerhut) der in den letzten Tagen noch Standgerichte abhält. Als ich das Bild sah dachte ich typisch mal wieder ein Klischeebild von Nazi...
    Die Quelle dieser Figur sind jedoch Zeugenaussagen aus dem Bunker die diesen Henker im Buch "Die Katakombe" wirklich so beschreiben.



    Kurzbeschreibung
    Was geschah wirklich Ende April 1945 in der Berliner Reichskanzlei? Dieses Buch legt einen aufsehenerregenden Bericht über den letzten Akt der deutschen Tragödie in dem Bunkerlabyrinth vor: Die Katakombe. Das deutsch-amerikanische Autorenteam Bahnsen/O'Donnell brachte Zeugen zum Reden, die bislang geschwiegen haben, und gibt neue, schlüssige Antworten auf offene Fragen. Zum Beispiel wird Auskunft darüber gegeben was dran war an Hitlers Parkinson. Alle Welt sagt heute das Hitler Parkinson hatte, nachgewiesen ist das aber nicht. Was war zum Beispiel dran an dem Befehl die U-Bahn Schächte zu überfluten?

    Das Buch hat 600 Seiten und beschäftigt sich mit den Vorgängen im Bunker während der letzten 2 Wochen des Krieges. Ich persönlich finde es deshalb besser als das Fest Buch weil es haufenweise Zeitzeugen in Interviews etc. mit ein bezieht. Das Fest Buch habe ich selbst vor kurzem gelesen. Es behandelt alles ziemlich an der Oberfläche.

    Auf die Umsetzung im Film bin ich sehr gespannt.


    Die Realität ist das, was nicht verschwinden will auch wenn wir aufhöen daran zu glauben.
    Philip K. Dick


    [This message was edited by CORTO.M on Thu September 16 2004 at 07:13 PM.]
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  10. #10
    Avatar von kubanloewe Forum Veteran
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    danke Corto dann hat sichs erledigt...

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