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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mond-/Sonnenaufgangzeiten und ne nette Story



hammerhi
13-08-08, 11:57
moinmoin, ihr alle !

habe zu meinem thema bereits die suchfunktion genutzt, aber nur uraltbeiträge gefunden. und da ging es eher um mondphasen.
vielleicht gibts ja mittlerweile entsptrechende mods, die einem die exakten mond- bzw. sonnenaufgangzeiten angeben?

hab nämlich grad ne partie "blindekuh" mit nem einzelfahrer gespielt, es war märz 1940 gegen 20:30 und kohlrabenschwarze nacht. ich hatte ihn (es war ein c2) per kontaktmeldung (da war es ca. 16:30) auf der karte. er war recht weit weg, lag aber zum abfangen günstig. hab den abfangkurs ermittelt und hab ihn dann so gegen 20 uhr auch das erste mal beim rundhorchen selbst erlauscht, erfreulicherweise hatte ihn mein horcher bereits kurz darauf in der peilung.
ich klopfte mir selbstzufrieden auf die schulter, der frachter war exakt da wo er sein sollte - zwar noch recht weit weg, aber aus der korrekten richtung auf mich zukommend. hab meinen kurs angeglichen und befahl auftauchen, es war kurz nach 8, ruhige see, kein nebel, aber kein mond am himmel und dunkel wie´n huhn ganz tief hinten drinne ;-) position nw der isle of lewis...
überraschenderweise entdeckte meine brückenwache den frachter bereits 10 minuten später auf 5.000 meter. ich hab mir die augen ausm kopf gestarrt, wenn ich das fernglas zur hilfe nahm, konnte ich froh sein überhaupt die kimmlinie zu erkennen. erschwerend kam hinzu, dass bei mir im reallive grad nachmittag war und sehr wechselhafte bewölkung, mein pc steht direkt unter nem dachfenster nach westen raus und im sekundentakt hatte ich sonne und schatten...
immer, wenn die sonne grad wieder ne lücke zwischen den wolken fand, sah ich auf meinem bildschirm : nur mich selber, vor anstrengung beinahe schielend und mit senkrechter falte zwischen den augen (mann, sah ich blöd aus^^)

dann plötzlich sah ich den c2, wie hingezaubert auf ca. 90?, entfernung 2.700 m, ohne fernglas klar erkennbar... ich war auf nahezu perfektem abfangkurs zu ihm und er hatte mich noch nicht gesehen... leise fluchend putzte ich meinen bildschirm, meine brille und anschliessend zur sicherheit noch das fernglas meines I WO.
"wieso hatte ich den nicht früher gesehen?!"
nochmals minimaler kursangleich und dann anlauf zum überwasser-angriff... rohr 1 und 2 auf 1,5 meter tiefe und aufschlagzünder klargemacht, zur sicherheit noch rohr 3 mit knapp 9m auf magnetzündung... kurze erklärung, ich spiele auf 70% : hab kartenaktualisierung, ereigniskamera, freie sicht und dieses gefahrenanzeige-dingens an... ereigniskamera dämlicherweise nur deswegen, weil sich bei meiner letzten ff nochn paar t2 in meine bewaffnung geschlichen hatten und ich immer gerne wissen will, wo genau meine torps treffen bzw. wo genau sie vorbeigehen^^

die zielentfernung schmolz (seeehr) rasch auf 1.500 meter, aber anstatt mal den fuss vom gas zu nehmen ( ich lief die ganze zeit AK ) behielt ich ein auge auf der gefahrenanzeige und das andere auf den kurs des gegners gerichtet. obwohl die gefahrenanzeige bereits auf rot stand, machte der c2 keine anstalten, auf mich zu reagieren und ich fing an meine ziellösung einzugeben, da geschah es : der ausguck des frachters hatte offenbar kurz sein schmuddelheftchen aus der hand gelegt und mich entdeckt --- der sausack zackte nach links, direkt in meinen kurs hinein und dann ging alles ganz schnell! die entfernung zum ziel schmolz im sekundentakt, plötzlich wurde ich mir meiner geschwindigkeit bewusst "wir kacheln direkt in den rein!!!" erste reaktion : "alle maschinen volle kraft zurück!"
gott sei dank befehlige ich ein (unter-)wasserfahrzeug, ansonsten würde jetzt halb-schottland, vom reifenquietschen hochgeschreckt, mit zusammengekniffenen augen auf das "scheppern" warten...
meine erkenntnis bereits kurz danach : "das reicht nicht mehr... tauchen... wieder ak voraus und unter dem frachter durch!" habe gottseidank noch genug restschwung und das boot schiesst geradezu auf ca. 22m... in windeseile sehe ich die chance, endlich mal frühzeitig einen hecktorpedo loszuwerden (die bleiben bei mir fast immer bis zum ende unangetastet). also in windeseile rohr 5 klarmachen, auf magnetzünder und 9 meter tiefe stellen (das sollte sich noch als ärgernis herausstellen) und wieder auf seerohrtiegfe gehen... hab den spargel rausgefahren und der c2 kam direkt auf 170? fast direkt in meinem kielwasser auf 270m in sicht... dann ging alles auf gefühl... gegner fahrt auf 8kn geschätzt lage fast perfekt so bei 100?, minimal gewartet bis die mindestentfernung überschritten war (letztendlich ging der aal bei 600 m entfernung raus, weil ich immer noch n riesen-zacken draufhatte) rohr 5 looos... "na, das kann ja was geben" ^^
ich muss dazu sagen, dass die c2 lange zeit für mich ein ärgernis darstellten, weil ich offenbar immer die fahrt von denen unterschätzt habe, ich habe sie bei optimaler vorbereitung der schusslösung bisher fast immer zu weit achtern getroffen... und das jetzt grade war alles andere als ne optimale vorbereitung einer schusslösung, das war mein erster echter hüftschuss!

ich ging noch schnell auf parallelkurs zum c2, um ihn relativ schnell wieder vor die bugrohre zu bekommen und ging dann auf die aussenansicht um die laufbahn des torpedos zu verfolgen...

was ich sah, lies mich geradezu frohlocken : ein absoluter sonntagsschuss ! der aal lief exakt auf die stelle zwischen der brücke und dem 1. mast davor, direkt unter den treibstoffbunker ! "der ist geschichte" dachte ich mir, aber pustekuchen...
obwohl der torpedo direkt unter der richtigen stelle hochging, wartete ich vergebens auf die ersehnte sekundärexplosion... kein auseinanderbrechen, der schornstein des c2 rauchte munter weiter und der pott machte weiter fahrt...
jetzt rächte sich, dass ich den torp nicht flach mit aufschlagzünder rausgejagt hatte, aber wer konnte denn damit rechnen, dass der frachter mir nach dem drunterhertauchen einen so perfekten wzb präsentiert?!
ich ärgerte mich schwarz und entschied mich trotz küstennähe keinen weiteren torpedo an diesen c2 mehr zu verschwenden, "auftauchen, geschützmannschaft an deck!" ich bediene das deckgeschütz gerne selbst, aber kaum war ich oben, fand die sonne über meinem dachfenster wieder den weg durch die wolken und ich sah "NICHTS"...
hab dann das erste mal meinen I WO das feuer leiten lassen und die jungs haben den c2 dann nach kurzer zeit zu den fischen geschickt...
was soll ich sagen... noch nie hat mir´n einzelfahrer soviel hektik aber auch spielspass gebracht, aber ich hätte auch gerne gewusst wann (und vor allem "ob überhaupt")in dieser nacht der mond mal aufgegangen wär ;-)

war überigens mein erster post in diesem sehr netten forum, hoffe ich kann hier noch viele nette stories schildern...

achja... bitte über meine lange story hinweg nicht meine frage vergessen ^^ frei nach stephen king und "žthe stand": M-O-N-D, was macht der mond?... (spieltechnisch)

hammerhi
13-08-08, 11:57
moinmoin, ihr alle !

habe zu meinem thema bereits die suchfunktion genutzt, aber nur uraltbeiträge gefunden. und da ging es eher um mondphasen.
vielleicht gibts ja mittlerweile entsptrechende mods, die einem die exakten mond- bzw. sonnenaufgangzeiten angeben?

hab nämlich grad ne partie "blindekuh" mit nem einzelfahrer gespielt, es war märz 1940 gegen 20:30 und kohlrabenschwarze nacht. ich hatte ihn (es war ein c2) per kontaktmeldung (da war es ca. 16:30) auf der karte. er war recht weit weg, lag aber zum abfangen günstig. hab den abfangkurs ermittelt und hab ihn dann so gegen 20 uhr auch das erste mal beim rundhorchen selbst erlauscht, erfreulicherweise hatte ihn mein horcher bereits kurz darauf in der peilung.
ich klopfte mir selbstzufrieden auf die schulter, der frachter war exakt da wo er sein sollte - zwar noch recht weit weg, aber aus der korrekten richtung auf mich zukommend. hab meinen kurs angeglichen und befahl auftauchen, es war kurz nach 8, ruhige see, kein nebel, aber kein mond am himmel und dunkel wie´n huhn ganz tief hinten drinne ;-) position nw der isle of lewis...
überraschenderweise entdeckte meine brückenwache den frachter bereits 10 minuten später auf 5.000 meter. ich hab mir die augen ausm kopf gestarrt, wenn ich das fernglas zur hilfe nahm, konnte ich froh sein überhaupt die kimmlinie zu erkennen. erschwerend kam hinzu, dass bei mir im reallive grad nachmittag war und sehr wechselhafte bewölkung, mein pc steht direkt unter nem dachfenster nach westen raus und im sekundentakt hatte ich sonne und schatten...
immer, wenn die sonne grad wieder ne lücke zwischen den wolken fand, sah ich auf meinem bildschirm : nur mich selber, vor anstrengung beinahe schielend und mit senkrechter falte zwischen den augen (mann, sah ich blöd aus^^)

dann plötzlich sah ich den c2, wie hingezaubert auf ca. 90?, entfernung 2.700 m, ohne fernglas klar erkennbar... ich war auf nahezu perfektem abfangkurs zu ihm und er hatte mich noch nicht gesehen... leise fluchend putzte ich meinen bildschirm, meine brille und anschliessend zur sicherheit noch das fernglas meines I WO.
"wieso hatte ich den nicht früher gesehen?!"
nochmals minimaler kursangleich und dann anlauf zum überwasser-angriff... rohr 1 und 2 auf 1,5 meter tiefe und aufschlagzünder klargemacht, zur sicherheit noch rohr 3 mit knapp 9m auf magnetzündung... kurze erklärung, ich spiele auf 70% : hab kartenaktualisierung, ereigniskamera, freie sicht und dieses gefahrenanzeige-dingens an... ereigniskamera dämlicherweise nur deswegen, weil sich bei meiner letzten ff nochn paar t2 in meine bewaffnung geschlichen hatten und ich immer gerne wissen will, wo genau meine torps treffen bzw. wo genau sie vorbeigehen^^

die zielentfernung schmolz (seeehr) rasch auf 1.500 meter, aber anstatt mal den fuss vom gas zu nehmen ( ich lief die ganze zeit AK ) behielt ich ein auge auf der gefahrenanzeige und das andere auf den kurs des gegners gerichtet. obwohl die gefahrenanzeige bereits auf rot stand, machte der c2 keine anstalten, auf mich zu reagieren und ich fing an meine ziellösung einzugeben, da geschah es : der ausguck des frachters hatte offenbar kurz sein schmuddelheftchen aus der hand gelegt und mich entdeckt --- der sausack zackte nach links, direkt in meinen kurs hinein und dann ging alles ganz schnell! die entfernung zum ziel schmolz im sekundentakt, plötzlich wurde ich mir meiner geschwindigkeit bewusst "wir kacheln direkt in den rein!!!" erste reaktion : "alle maschinen volle kraft zurück!"
gott sei dank befehlige ich ein (unter-)wasserfahrzeug, ansonsten würde jetzt halb-schottland, vom reifenquietschen hochgeschreckt, mit zusammengekniffenen augen auf das "scheppern" warten...
meine erkenntnis bereits kurz danach : "das reicht nicht mehr... tauchen... wieder ak voraus und unter dem frachter durch!" habe gottseidank noch genug restschwung und das boot schiesst geradezu auf ca. 22m... in windeseile sehe ich die chance, endlich mal frühzeitig einen hecktorpedo loszuwerden (die bleiben bei mir fast immer bis zum ende unangetastet). also in windeseile rohr 5 klarmachen, auf magnetzünder und 9 meter tiefe stellen (das sollte sich noch als ärgernis herausstellen) und wieder auf seerohrtiegfe gehen... hab den spargel rausgefahren und der c2 kam direkt auf 170? fast direkt in meinem kielwasser auf 270m in sicht... dann ging alles auf gefühl... gegner fahrt auf 8kn geschätzt lage fast perfekt so bei 100?, minimal gewartet bis die mindestentfernung überschritten war (letztendlich ging der aal bei 600 m entfernung raus, weil ich immer noch n riesen-zacken draufhatte) rohr 5 looos... "na, das kann ja was geben" ^^
ich muss dazu sagen, dass die c2 lange zeit für mich ein ärgernis darstellten, weil ich offenbar immer die fahrt von denen unterschätzt habe, ich habe sie bei optimaler vorbereitung der schusslösung bisher fast immer zu weit achtern getroffen... und das jetzt grade war alles andere als ne optimale vorbereitung einer schusslösung, das war mein erster echter hüftschuss!

ich ging noch schnell auf parallelkurs zum c2, um ihn relativ schnell wieder vor die bugrohre zu bekommen und ging dann auf die aussenansicht um die laufbahn des torpedos zu verfolgen...

was ich sah, lies mich geradezu frohlocken : ein absoluter sonntagsschuss ! der aal lief exakt auf die stelle zwischen der brücke und dem 1. mast davor, direkt unter den treibstoffbunker ! "der ist geschichte" dachte ich mir, aber pustekuchen...
obwohl der torpedo direkt unter der richtigen stelle hochging, wartete ich vergebens auf die ersehnte sekundärexplosion... kein auseinanderbrechen, der schornstein des c2 rauchte munter weiter und der pott machte weiter fahrt...
jetzt rächte sich, dass ich den torp nicht flach mit aufschlagzünder rausgejagt hatte, aber wer konnte denn damit rechnen, dass der frachter mir nach dem drunterhertauchen einen so perfekten wzb präsentiert?!
ich ärgerte mich schwarz und entschied mich trotz küstennähe keinen weiteren torpedo an diesen c2 mehr zu verschwenden, "auftauchen, geschützmannschaft an deck!" ich bediene das deckgeschütz gerne selbst, aber kaum war ich oben, fand die sonne über meinem dachfenster wieder den weg durch die wolken und ich sah "NICHTS"...
hab dann das erste mal meinen I WO das feuer leiten lassen und die jungs haben den c2 dann nach kurzer zeit zu den fischen geschickt...
was soll ich sagen... noch nie hat mir´n einzelfahrer soviel hektik aber auch spielspass gebracht, aber ich hätte auch gerne gewusst wann (und vor allem "ob überhaupt")in dieser nacht der mond mal aufgegangen wär ;-)

war überigens mein erster post in diesem sehr netten forum, hoffe ich kann hier noch viele nette stories schildern...

achja... bitte über meine lange story hinweg nicht meine frage vergessen ^^ frei nach stephen king und "žthe stand": M-O-N-D, was macht der mond?... (spieltechnisch)