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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Heftige Erinnerung an "Braune Zeiten" !



Bldrk
12-09-06, 05:48
Das Berlin Köpenick die Parteizentrale der NPD steht, ist ja nun weissgott kein Geheimnis. Leider auch die Tatsache, das grade hier der Zuspruch zur NPD die 3% Hürde locker schaffen würde. In Anbetracht der Wahlen in Berlin, am 17.09, sehr erschreckend.

Aber was ich gestern erlebt habe kannte ich in der Form noch nicht. Ich fahre gemütlich mit meinem Fahrrad in einem Wohnungsviertel vom Einkaufen, aufeinmal vernehme ich eine Musik , die mir bekannt vorkam. Als Sie lauter wurde erinnerte Sie mich doch tatsächlich an die
NS Wochenschaumelodie, die zum Anfang gespielt wurde.Das Ding bog um die Ecke und meine Vermutung bestätigte sich, es war nen ex Bundeswehr VW Bus vollplakatiert mit NPD Werbung. Die Melodie war beendet,danach tönte aufeinmal der Lautsprecher und es kam ein "Achtung,Achtung hier spricht die NPD Wahlwerbung". Und dann gings los, Propaganda der übelsten Sorte, wie man Sie im entferntesten auch von diversen Udo Voigt Reden kennt.

Besonders schlimm meines erachtens: Es waren auch mehre sehr alte Leute auf der Strasse (Altenheim in der Nähe), als das Ding an ihnen vorbeifuhr blieben mehrere erstarrt stehen und bewegten sich erst wieder als das Ding um die nächste Ecke bog.
Einem sah man es richtig an, was er gedacht haben muss.

http://forums.ubi.com/images/smilies/51.gif

Bldrk
12-09-06, 05:48
Das Berlin Köpenick die Parteizentrale der NPD steht, ist ja nun weissgott kein Geheimnis. Leider auch die Tatsache, das grade hier der Zuspruch zur NPD die 3% Hürde locker schaffen würde. In Anbetracht der Wahlen in Berlin, am 17.09, sehr erschreckend.

Aber was ich gestern erlebt habe kannte ich in der Form noch nicht. Ich fahre gemütlich mit meinem Fahrrad in einem Wohnungsviertel vom Einkaufen, aufeinmal vernehme ich eine Musik , die mir bekannt vorkam. Als Sie lauter wurde erinnerte Sie mich doch tatsächlich an die
NS Wochenschaumelodie, die zum Anfang gespielt wurde.Das Ding bog um die Ecke und meine Vermutung bestätigte sich, es war nen ex Bundeswehr VW Bus vollplakatiert mit NPD Werbung. Die Melodie war beendet,danach tönte aufeinmal der Lautsprecher und es kam ein "Achtung,Achtung hier spricht die NPD Wahlwerbung". Und dann gings los, Propaganda der übelsten Sorte, wie man Sie im entferntesten auch von diversen Udo Voigt Reden kennt.

Besonders schlimm meines erachtens: Es waren auch mehre sehr alte Leute auf der Strasse (Altenheim in der Nähe), als das Ding an ihnen vorbeifuhr blieben mehrere erstarrt stehen und bewegten sich erst wieder als das Ding um die nächste Ecke bog.
Einem sah man es richtig an, was er gedacht haben muss.

http://forums.ubi.com/images/smilies/51.gif

Ventox
12-09-06, 13:17
Ich dachte immer, 5%.


<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Vince85:
...NPD die 3% Hürde locker schaffen würde. </div></BLOCKQUOTE>

kubanloewe
12-09-06, 13:23
davon abgesehn dürfte eine islamistische Partei in einigen Bezirken Berlins auch locker über 3% kommen http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

Foo.bar
15-09-06, 16:41
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Einem sah man es richtig an, was er gedacht haben muss. </div></BLOCKQUOTE>


So lange es nur die Alten sind, mache ich mir keine Sorgen.

MiGCap
15-09-06, 19:43
Foo.bar hat recht. Die Alten sterben bald aus ... aber die blöden Neos ... http://forums.ubi.com/images/smilies/51.gif

RSS-Martin
16-09-06, 08:33
Stimmt leider....muß nur an die Typen hier denken die angeblich deutscher Abstammung sind und tiefst braune Meinungen von sich geben, habe einen von der Sorte auf der Arbeit, ein Vollidiot! http://www.ubisoft.de/smileys/angry_2.gif
http://i107.photobucket.com/albums/m290/RSS-Martin/Flugzeuge/bbf363edf90ff8f601fb8820a5429429-1.jpg

theRealAntEater
16-09-06, 09:31
Ähm, was der Alte gedacht hat, geht bei Vince's post nicht hervor.
Ich denke es war eher sowas wie "oh nein, nicht schon wieder". So liest es sich zumindest für mich.
Meiner persönlichen Erfahrung nach sind im Osten die Alten eher rot als braun
http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

Foo.bar
16-09-06, 14:31
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Ich denke es war eher sowas wie "oh nein, nicht schon wieder". So liest es sich zumindest für mich. </div></BLOCKQUOTE>


Da hast Du natürlich Recht, so kann man das auch deuten.
Wir werden es ohnehin nie erfahren, was er dachte...

Bei der Gelegenheit fällt mir ein Bekannter meines Schwiegervaters ein, der in Güstrow lebt. Den Schrank voller Orden; die untere Schublade voller NS-Orden und die obere voller DDR-Orden http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif
Er selbst sagt von sich, dass er stets sein Fähnchen nach dem Wind hing :vahp:
Auch 'ne Einstellung. Damit ist er immerhin 85 Jahre alt geworden.

Flight-Sim-Pilot
16-09-06, 14:58
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by theRealAntEater:
Meiner persönlichen Erfahrung nach sind im Osten die Alten eher rot als braun </div></BLOCKQUOTE>

Wo bitte ist da der Unterschied? http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_confused.gif

mnicklisch
17-09-06, 11:41
Die NPD ist mit großer Wahrscheinlichkeit im Landtag von Mecklenburg Vorpommern - Wie kann sowas sein? Ich meine, die werden ja nun auch öffentlich (bsp. RTL Nachrichten) als Neo-Nazis und alles betitelt, ist ja auch richtig so, aber warum tut man denn nichts gegen diese Bande? Ich dachte es gäbe so ein Gesetz dass solche Sachen verboten sind in Deutschland, warum kann man denn nicht einfach diese Partei und ihre Derivate verbieten?
Ich meine, solche Leute würden zwar dann immer noch ihr Gedankengut verbreiten wollen, aber wenigstens bekämen sie gar nicht die Chance erst irgendwie in der Politik sich einzumischen.

BenQ-the-Hawk
17-09-06, 12:34
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by mnicklisch:
Die NPD ist mit großer Wahrscheinlichkeit im Landtag von Mecklenburg Vorpommern - Wie kann sowas sein? Ich meine, die werden ja nun auch öffentlich (bsp. RTL Nachrichten) als Neo-Nazis und alles betitelt, ist ja auch richtig so, aber warum tut man denn nichts gegen diese Bande? Ich dachte es gäbe so ein Gesetz dass solche Sachen verboten sind in Deutschland, warum kann man denn nicht einfach diese Partei und ihre Derivate verbieten?
Ich meine, solche Leute würden zwar dann immer noch ihr Gedankengut verbreiten wollen, aber wenigstens bekämen sie gar nicht die Chance erst irgendwie in der Politik sich einzumischen. </div></BLOCKQUOTE>

na Mnicklisch nicht in Sozi aufgepasst?

ne Partei kann nur verboten werden wenn se gegen Gesetze verstößt. Und da im Parteiprogramm nicht irgendwas drin steht von "Auflösung der Demokratie" isses net soo einfach http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_frown.gif

Foo.bar
17-09-06, 15:31
Genau. Alles verbieten, was rechts neben der Union steht. Am besten gleich alle in den Gulag.

http://forums.ubi.com/images/smilies/35.gif

Ich sag nur eines: falls es eines Tages zu wirklich ernsthaften braunen Tumulten kommen sollte, dann haben wir das genau dem o.a. Umstand zu verdanken. Weil seit Jahrzehnten krampfhaft versucht wird, eine konservative, republikanische oder bürgerliche (nennt es, wie ihr wollt) politische Kraft im Keim zu ersticken bzw. als Nazis hinzustellen. Das kontinuierliche Abdriften der Union in Richtung links tat dabei ein übriges.

Wir werden sehen, wie das weitergeht.

Meine Meinung.

Kirschen-Jaeger
17-09-06, 16:01
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">warum kann man denn nicht einfach diese Partei und ihre Derivate verbieten? </div></BLOCKQUOTE>
Weil wir "dummerweise" in einer Demokratie leben... man kann da ncihts verbieten solange es keine Rechtsgrundlage gibt.... Stell dir vor eine schwarz-gelbe Koalition verbiete die SPD... (oder umgekehrthttp://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif)

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Ich sag nur eines: falls es eines Tages zu wirklich ernsthaften braunen Tumulten kommen sollte, dann haben wir das genau dem o.a. Umstand zu verdanken. </div></BLOCKQUOTE>

nun... dann wird es aber auch hoffentlich genug Menschen geben die den Mut haben etwas dagegen zu tun... ich hoffe nur das es nicht die nur die vom anderen Extrem sind!

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Weil seit Jahrzehnten krampfhaft versucht wird, eine konservative, republikanische oder bürgerliche (nennt es, wie ihr wollt) politische Kraft im Keim zu ersticken bzw. als Nazis hinzustellen. </div></BLOCKQUOTE>
naja.. die NPD ist aber etwas mehr als "konservativ"


<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Das kontinuierliche Abdriften der Union in Richtung links tat dabei ein übriges. </div></BLOCKQUOTE>


ähh öhhh---- ich weiß nicht also ich hatte nach einem Abi-Kurs Geschichte eher das Gefühl als hätte sich seit 1950 das gesammte Parteien-spektrum nach rechts verschoben....


Schau dir mal Wahlkampfwerbung der Union aus den Jahren an....(Mist wo hab ich die Bücher hingeräumt?) da würde vielen heutigen SPDlern warm ums Herz...http://forums.ubi.com/images/smilies/59.gif

Kirschen-Jaeger
17-09-06, 16:04
uiuiui... KJ und politische Diskussionen = Nix gut!

theRealAntEater
17-09-06, 16:49
1. Verfassungsfeindliche Parteien werden nicht per se verboten. Die Monarchistenpartei ("wir wollen unsern Kaiser Willem wiederham!") gibts ja auch. Dazu muß eine "aggressiv-kämpferische" Haltung hinsichtlich der Durchführung dieses Ziels kommen. Deswegen sind auch so viele linke Parteien verboten oder beobachtet. Wer von der gewaltsamen Revolution faselt, ist gefährlich. Wer sie heimlich vorbereitet, es aber geschickt vermeidet es nach außen zu tragen, der ist erlaubt.
http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif
Was das "driften" von Parteien angeht.
WIRTSCHAFTLICH sind alle nach Rechts gedriftet.
Das Wirtschaftsprogramm der Union von Ehrhard liest sich wie das der Linkspartei von heute.
Bestes Beispiel ist Peer Steinbrück. Was hat der Typ in der SPD verloren?
Politisch-moralisch hingegen linken heute alle rum.

Aber erlichgesagt, ich mag auch keine NPDler und so, aber so nervig die auch lokal sind, das ist keine Gefahr.
Gefahr sehe ich eher von "Grüner" als von brauner seite, und damit meine ich nicht Claudia Roth, sondern die dauerbeleidigten Vertreter einer gewissen Weltreligion...

Foo.bar
18-09-06, 00:04
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Moment Foo
Welches Abdriften der Union nach links? Nur weil Adenauers absolute Konservierungspolitik mit dem Ende Erhards als Kanzler endgültig scheiterte und sich die Union glücklicherweise konzeptionell neu formen musste ist das doch noch kein Abdriften nach links, oder? Das musst du mal erklären! </div></BLOCKQUOTE>


Mir passen die Spinner der NPD auch nicht in den Kram, und das hast Du in deinem zweiten Halbsatz ja auch gerade noch so hingebogen http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif
Fakt ist doch, dass die zwei Worte "Politik" und "Rechts" in einem Satz heute bei der Mehrheit der Bevölkerung schlicht "Neonazis" bedeuten. Und so lange das so ist, wird sich rechts der Union nichts gescheites etablieren können. Zum Teil haben wir das natürlich auch der geschickten Propaganda zu verdanken, die von gewissen hochrangigen sozialdemokratischen und bündnisgrünen Politikern ausgeht, welche ihre politische Kinderstube in der kommunistischen Ecke des Spektrums hatten.

Nun könnte man natürlich fragen, wozu man eine Partei rechts der Union überhaupt braucht. Dem entgegne ich jedoch ketzerisch, wozu man Parteien links der SPD, allen voran Grüne und PDS, braucht?

Egal - die NPD wird auch in Mecklenburg-Vorpommern die Hosen runterlassen müssen, und sich selbst disqualifizieren. Ist nur eine Frage der Zeit.

Meine Befürchtung ist jedoch, dass dieses Phänomen kein Strohfeuer bleibt. Politikverdrossenheit, wenn man das so nennen kann/soll, tut ein übrigens - besonders im Hinblick auf die aktuelle Situation der ach so "großen" Regierungskoalition. Die anfänglich ohnehin nicht dolle Stimmung ist nach einem dreiviertel Jahr endgültig im Keller. Politische und Hadwerkliche Pannen, siehe Gesundheitsreform, werden durch Phrasendreschrei schöngeredet. Steuerreform? Fehlanzeige. Der Rückgang der enormen Arbeitslosigkeit um wenige 10.000 wird als Super-Erfolg hingestellt, was in Anbetracht der verbleibenden 4,5 Millionen als schierer Wahnwitz erscheint.

Es scheint mir, als ob sich seit Jahren alles nur im Kreise dreht, nichts wird wirklich angepackt, keine Probleme wirklich gelöst. Die bräsigen Typen, die sich jeden Sonntagabend bei Sabine Christiansen zum Stelldichen treffen, gehen mir, ehrlich gesagt, tierisch auf den Sack. Dort wird zwar konstruktiv diskutiert; jeder weiß im Prinzip, was zu tun ist und woran die Dinge kranken - aber verändert wird dennoch nichts. Dass das zuweilen schwierig ist, besonders in einer Zweckehe, wie der großen Koalition, weiß ich selbst. Aber die enormen Chancen, wirklich mal was zu reißen, werden dort leichtfertig vertan mit dem Hinweis auf die unterschiedlichen Parteiprogramme.

Das jetzige Machtgebilde mit seiner Anführerin Merkel wird bei der nächsten Wahl sang- und klanglos verschwinden (hoffentlich). Bin ja mal gespannt, welchen hahnebüchenen "Wählerwillen" man dann wieder bemüht, um es rechtzufertigen. Das ist sowieso immer mehr als amüsant, wie Wahlergebnisse im Nachhinein zurechtargumentiert werden.

JG5_Baer
18-09-06, 02:04
Moin Foo.

Also ich muß sagen, du hast aber gewaltige Vorurteile http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

Dein Verweis auf die "komministische Ecke" ist so auch nicht richtig und nach meiner Meinung nach ist es genau das, womit auch die "Rechte" argumentiert (womit ich dich natürlich nicht dahin treiben möchte)!

Was glaubst denn du, was in der CDU/CSU los wäre, würde sich eine Partei ernsthaft versuchen rechts zu etablieren: "Nö! Scho' recht! Macht mal!"?!?!? Ich denke nicht http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

Deine Argumentation implementiert ja, daß es keine "rechte Parte" neben CDU/CSU geben KANN, nur weil ja die bösen, bösen Sozis und die grünen Kommunisten dieses durch politische "Propaganda" verhinderten... Also das haut so nicht hin und ich denke, du machst dir das da auch zu einfach bzw. bedienst du da aber ganz gehöige Klischees http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

Ob man nun die Grünen braucht... Na jaaaaa... Man mag sie oder man mag sie nicht: Eine Tatsache bleibt jedoch: Sie hat das politische Bild in Deutschland doch sehr verändert. Ob's immer toll/richtig war, nun ja... Ich bin auch kein Fan von denen! Trotzdem bin ich der Meinung, daß sie eine Menge bewegt haben. überlege dir mal die Alternative: Es würde noch immer "nur" die SPD/CDU/CSU/FDP geben... Na ob DAS sooo klasse wäre... So gesehen sind die Grünen schon ganz ok und wenn ich mich noch erinnere, wie DIE den Bundestag aufgemischt haben, war das schon klasse (nochmal: Ich würde die in 100millionen Jahren NICHT wählen!!!).

Ich denke auch nicht, daß die Bevölkerung den Unterschied zw. "rechts" und "nationalsozialistisch" nicht kennen.
Ich befürchte aber, daß es den meißten inzw. (fast) egal ist (womit ich dir wiederum recht gebe).

Na ja... Wir werden es auch nicht lösen.

Foo.bar
18-09-06, 03:20
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Deine Argumentation implementiert ja, daß es keine "rechte Parte" neben CDU/CSU geben KANN, nur weil ja die bösen, bösen Sozis und die grünen Kommunisten dieses durch politische "Propaganda" verhinderten... Also das haut so nicht hin und ich denke, du machst dir das da auch zu einfach bzw. bedienst du da aber ganz gehöige Klischees Wink2 </div></BLOCKQUOTE>


Moin Bär,
nicht ausschließlich. Ich schrieb "zum Teil", und das dürfte unbestritten sein.
Außerdem schaut die Union natürlich auch, dass rechts von ihr nichts seriöses entsteht, denn das würde sie selbst Wählerstimmen kosten - was nicht zulassen kann. Was so eine Abspaltung bedeutet, sehen wir ja bei der SPD und Oskar. Schließlich müssen die "großen" Volksparteien in Zeiten schwindender Stimmen schon auf die Nachkommastellen schauen. Regelmäßige Ergebnisse zwischen 20 und 30%... Da würden sich die politischen Vorfahren beider Parteien vermutlich im Grabe herumdrehen.

Was die Grünen/B'90 angeht, hast Du natürlich Recht. Sie haben was bewegt - und im Bundestag für viel Wirbel gesorgt. Das würden andere (rechte) Parteien jedoch vermutlich auch. Wenn da nicht immer der braune Geschmack mit dabei wäre...

JG5_Baer
18-09-06, 04:08
Ok Foo... Dein "zum Teil" relativiert natürlich alles http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

Das "blöde" an der ganzen Sache ist für mich jedoch, daß ich das Auftreten der Rechten aber auch das Auftreten der Linken z.T. gut finde!
Ok, weder von Oscar noch von der NPD ist Gutes/Vernünftiges zu erwarten aber sie schaffen es regelmäßig, den "etablierten Parteien" einen gehöigen Schrecken einzujagen bzw. liebe ich es, wenn diese sich hinterher immmer hinstellen, wie die Trottel gucken und dann sagen: "Also wir können uns das Ergebnis dieser parteien so überhaupt nicht erklären!" -- Was für mich schon ein Zeichen von Dummheit, gepaart mit Ignoranz ist!

Blöd ist jedoch auch für mich, daß ich es nicht besser wüßte bzw ich auch keine "Pauschallösung" der Probleme Deutschlands habe http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-indifferent.gif

Foo.bar
18-09-06, 05:12
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Ok, weder von Oscar noch von der NPD ist Gutes/Vernünftiges zu erwarten aber sie schaffen es regelmäßig, den "etablierten Parteien" einen gehöigen Schrecken einzujagen </div></BLOCKQUOTE>


Ist das nicht saudoof, welches unheimliche Potetial damit regelmäßig vergeudet wird? Eine gut gemachte Außenseiterpartei hätte in der heutigen Zeit wirklich gute Chancen, mal richtig abzuräumen. Leider sieht man bei vielen nach der Wahl (bzw schon bei der "Elefantenrunde" am Wahlabend), was es eigentlich für Armleuchter sind.

So warten wir eben weiter auf den Messias. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

bienenbaer
19-09-06, 12:44
Foo.bar hat damit recht, dass die CDU das Meinungspektrum auf der "rechten" Seite nicht mehr abdeckt.

Dazu bräuchte man mindestens zwei "rechte" Parteien:

- eine "schwarze", eine "sozialkonservative" "Christlich SOZIALE Union", bodenständig-konservativ, wählbar auch für den abhängig beschäftigten "Geringverdiener"

- eine "blaue", ähnlich den englischen Tories oder den amerikanischen Republinkanern, national-konservativ, low-and-order, aber wirtschaftlich eher liberal und weniger kirchlich orientiert.

(Man kann sich die Profile auch anders denken, aber es braucht mindestens zwei)

Hier gibt es aber keine Wahl. Weder für den enttäuschten SPD-Wähler, noch den stramm-konservativen Deutschen.

Also kommt die NPD hoch; und sie wird noch "höher" kommen als wir das jetzt glauben können ...

Flight-Sim-Pilot
19-09-06, 16:00
Was wollt Ihr denn wirklich?
Bennent doch mal das, was wirkich geändert werden müsste mit Namen.
Allgemeine Stammtisch- oder Latrinenparolen bringen nichts.

Und vor allem:
Versucht, eine Partei zu gründen.
Das ist ein riesen Kraftakt.
Aus personeller und finanzieller Sicht.

Wer hat denn den Mut, sich in die Nesseln zu setzen?

Wer hat denn Mut, sich gierigen Jounalisten auszusetzen?

Wer bringt das Durchhaltevermögen auf,
ein Programm aufzustellen und es so zu vermitteln,
dass die Zahl der Anhänger stetig wächst?

RSS-Martin
19-09-06, 17:12
Och wenn man unzufrieden ist mit den Zuständen gibt es auch andere Lösungen die viele wahrnehmen, nämlich das Weite suchen und Auswandern.
Grüße von der anderenseite des Teichs http://forums.ubi.com/images/smilies/mockface.gif
http://i107.photobucket.com/albums/m290/RSS-Martin/Flugzeuge/3adf45de67946.jpg

http://i107.photobucket.com/albums/m290/RSS-Martin/Flugzeuge/bbf363edf90ff8f601fb8820a5429429-1.jpg

Foo.bar
19-09-06, 23:22
Ist alles nur eine Frage der Hemmschwelle und des Grades der Leidensfähigkeit.
Soll ja auch in Europa immer mal wieder vorkommen, dass Politiker den Bogen überspannen. Siehe Ungarn dieser Tage.

JG5_Baer
20-09-06, 01:49
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Flight-Sim-Pilot:
Was wollt Ihr denn wirklich?
Bennent doch mal das, was wirkich geändert werden müsste mit Namen.
Allgemeine Stammtisch- oder Latrinenparolen bringen nichts.

Und vor allem:
Versucht, eine Partei zu gründen.
Das ist ein riesen Kraftakt.
Aus personeller und finanzieller Sicht.

Wer hat denn den Mut, sich in die Nesseln zu setzen?

Wer hat denn Mut, sich gierigen Jounalisten auszusetzen?

Wer bringt das Durchhaltevermögen auf,
ein Programm aufzustellen und es so zu vermitteln,
dass die Zahl der Anhänger stetig wächst? </div></BLOCKQUOTE>

Nun jaaaaaa...
Zu benennen was denn alles geändert werden "müßte" geht nach meinem dafürhalten schlicht und ergreifend nicht!

- Wie willst du bennenen, daß es nicht sein kann, daß Manager ihr eigenes Gehalt um 30% erhöhen, gleichzeitig aber ankündigen, sie müßten Leute entlassen? Hier spielt "Moral" und "Verantwortungsgefühl" eine Rolle, die bei jedem einzeln zu bewerten ist, die von jedem individuell aufgefaßt wird. Ohne "Verallgemeinerung" KANNST du hier nicht argumentieren!

- Wie willst du benennen, daß es in Deutschland nach meiner Meinung zuviele Leute gibt die nöhlen und nicht wissen, wie gut es ihnen geht? Hier gilt doch dasselbe! Der eine sagt: "Mir geht's schlecht!" daneben steht einer der sagt: "Nö! Dir geht's doch gut! MIR geht es schlecht!!!" Auch hier kannst du nur verallgemeinernd argumentieren!

Vielleicht ist aber genau DAS das Problem! Inzwischen lassen sich viele Probleme kaum noch GENAU benennen oder "beim Namen" nennen! Wie willst du die "Angst" den Arbeitsplatz zu verlieren "benennen"? Wie willst du eine allgemeine "Unzufriedenheit" benennen? Wie willst du fehlende "Moral" benennen?

Eines der vielen Probleme hier in Deutschland scheint eben genau dieses dumpfe Gefühl der Angst, Unsicherheit und Unzufriedenheit zu sein. Dieses Gefühl ist doch viel zu vielschichtig als das man es bei jedem "im Namen" nennen kann. Einfach auch, weil es bei jedem individuell ist.

Dein Vorschlag, eine Partei zu gründen ist m.E. nicht schlecht... Nur ist auch die Frage erlaubt, ob DAS nun nicht auch zu einfach ist?! "Gründe 'ne Partei oder halt die Klappe!" (übertrieben ausgedrückt) kann's ja nun auch nicht sein! Drehe es doch einfach mal um! ICH sitze in der Politik und führe dein "Argument" an: "Also Schnullerbacke! Mach's doch selbst! Ansonsten sach nix und nehme hin, was ich hier mache!" -- Auch nicht DIE Lösung, oder?
Und: Du vergißt, daß wir die Jungs da oben dafür gut bezahlen!!! Die sind dafür da, für uns zu denken, zu reden, zu entscheiden und zu handeln! DAS sollten wir und vor allem DIE nicht vergessen!


Nun...
- Wenn es also dem einzelnen schwer fällt, zu nennen was ihn stöt
- Wenn der einzelnene "aus dem Bauch" heraus ein schlechtes Gefühl hat
- Wenn dieses Gefühl schon bei Millionen von Menschen vorherrscht
- Wenn wir auch sehen, daß etwas irgendwie "komisch" oder gar schief läuft (4,5 millionen Arbeitslose)

dann kann man doch auch mal sagen: "Hey! Hier stimmt 'was nicht! Ihr seht es doch also tut 'was!", oder?
Und das hat nach meiner Meinung nichts mit Stammtisch oder Latrinenparolen zu tun.

Die werden dafür bezahlt! Und es gibt weit GENüGEND Leute, die klüger und besser sind als ich es je sein werde und auch von denen haben schon genügend Leute sehr, sehr genau gesagt was nicht stimmt bzw. oft genug darauf hingewiesen: "Hier läuft irgedwas nicht richtig!" und haben auch sehr genau "Namen" genannt!

Also daran, daß niemand weiß was denn nun los ist... Nun... Ich denke DARAN liegt es nun wirklich nicht mehr!

Es gibt immer zwei Seiten! Die Politik sollte die Ihrige Seite/Aufgabe auch mal wahrnehmen. Das ist ihre Aufgabe und dafür haben die sich schließlich auch freiweillig gemeldet und werden dafür auch bezahlt!

Aber hey: Nur meine Meinung http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

Six_OClock_High
20-09-06, 04:45
Auch ein Problem sind die Lobbyisten. Noch nicht so extrem wie in anderen Nationen, aber doch deutlich spürbar vorhanden. Unsere Damen und Herren Politiker werden von uns bezahlt und dann nochmal von den Großkonzernen im Gegenzug für irgendwelche Stimmentscheidungen. Und solange unsere Politiker Nebeneinkünfte haben dürfen wird sich daran auch nichts ändern, denn jeder der im Bundestag sitzt bzw. Einfluss auf die Gesetzgebung hat wird natürlich versuchen eine dieser Nebeneinkunftsquellen für sich zu erschließen. Es gibt sicherlich auch welche die das nicht tun, aber die Anzahl derer dürfte eher gering sein. Und das die Ploitik sich die Nebeneinkünfte verbietet wird wohl kaum passieren, man schneidet sich ja schließlich nicht ins eigene Fleisch.

Unsere Politiker müssten mal begreifen, dass es ein Full-Time-Job ist Deutschland aus dem Tief zu führen, zu reformieren und für künftige Generationen wieder zu einem Ort zu machen an dem man vernünftig leben und seine Zukunft planen kann, weil alles in geordneten Bahnen verläuft. Aber leider sieht es momentan so aus, als hätten manche Politiker mehr Interesse daran sich im TV zu profilieren oder, noch schlimmer, rechtzeitig um 14 Uhr bei der VW-Aufsichtsratssitzung zu sein um ihre Bezüge dort abzugreifen.

Ich weiß, das war jetzt alles recht einfach und populistisch dahergeredet, aber ich wollte es einfach mal gesagt haben. In nicht ganz einem Jahr bin ich mit dem Studium fertig, dann gebe ich mir 4-5 Jahre um in Deutschland Berufserfahrung zu sammeln und wenn sich bis dahin keine positive Veränderung wenigstens in Ansätzen abzeichnet, dann ist Auswandern eine echte Alternative für mich. Und einige Kommilitonen im Semester sehen das ganz ähnlich.

Flight-Sim-Pilot
20-09-06, 06:10
@RSS-Martin
Es geht hier, glaube ich, nicht darum, sich mit einer Buddel Blökstoff über den Teich zurückzuziehen, um zu überwintern.

@JG5_Baer
Du hast doch schon mal einige Dinge beim Namen genannt. Das ist doch schon was. Auch wenn Diplomatie eine sorgfältigere Wortwahl verlangt, hat das Kind einen Namen.

@Six_OClock_High
Die Lobbysten sind, wie Du schon angedeutet hast, ein wirkliches Problem. Nur agieren sie in Deutschland/Europa nicht so offen, wie z.B. in den USA.
Ein klassisches Beispiel ist für mich die Pharmalobby. Es werden Gesundheitsreformen angedacht und durchgeführt, aber die Verursacher der Kosten werden nicht zur Verantwortung gezogen. (bei Bedarf mehr darüber)
Bankenlobby: Kaum kurbelt die Konjunktur in Deutschland wieder an, werkelt der Wachstumsmotor in Europa wieder. (Daran sieht man, wie wichtig die Deutsche Wirtschaft für Europa ist. Im Ggs. zu Schröders Aussage!) Kaum ist das Pflänzchen Konjunktur am wachsen, schlägt der Chef der EZB eine LEitzinserhöhung vor. Man will nicht, dass Deutschland entschuldet wird.


Was die Arbeitsmoral der Politiker anbelangt(ein paar Sitchpunkte) :
# Vergleicht mal eine Bundestagsdebatte mit dem "runden Tisch", welcher zu Ende der DDR ins Leben gerufen worden ist.
# Wenn ich mich bei meinem AG zeitunglesend hinsetze, werde ich gefeuert. Im BT gibt der Reporter nur einen laschen Kommentar dafür ab.
# Wie oft ist der Bundestag halbleer. Wenn unsere Unernehmen so arbeiten würden, wäre die Industrie Deutschlands bald pleite.
# Ein Minister (lat.) ist ein "Diener". Das sollte man, wenn man den Bundestag als Abgeordneter/Minister betritt, doch einmal überdenken.

Um es kurz zu machen:
über eine Parteigründung wurde von einigen Freunden und mir schon nachgedacht. Wenn auch nur sehr zaghaft und leise. Was fehlt: Geld (leider), mehr als eine handvoll gesellschaftlich etablierte Mitarbeiter/Repräsentanten und, was sehr wichtig ist, Dauerläufer, die die Sache mit bis zum Ende durchziehen.
Es geht nicht darum, eine große Heils-Partei zu gründen, die den Bundestag erobert, sondern eine Partei, die auf kommunaler und Landesebene Politik maßgeblich positiv beeinflusst. Darum spreche ich mich auch nicht für eine bundeseinheitliche Partei aus, sondern für eine landesweite. Sie könnte dann z.B. Bayerische Vokspartei, Schleswig Holsteinische Volkspartei, etc. heißen.

Das Ganze ist nur ein Gedankenspiel.
Ich z.B. selbst bin nicht gesellschaftlich etabliert. (die vertikale Sozialisation betreffend)
D.h. ich bin arbeitsloser Bautechniker, Junggeselle; und das in einem Alter von 38 Jahren.
Repräsentieren können solche Mitarbeiter nicht.
Mitarbeiten ja, aber für die (oberflächlich denkende) Allgemeinheit ist dies kein positiver Anhaltspunkt.

csThor
20-09-06, 09:18
Ich glaube ihr interpretiert ein wenig zuviel in die 7% der NPD hinein. Meine Meinung, gebildet durch Herkunft aus der tiefsten brandenburgischen Provinz mit roundabout 23% Arbeitslosigkeit, ist einfach, daß nur noch die Wahl solcher "Schreckgespenster" wie der NPD die politische Kaste in Deutschland aufscheucht. Es ist - so meine Meinung - zu 80% diese drastischste Form des "Protests gegen das System". Warum sollten die Leute das auch nicht als Protest auffassen? 40% Nichtwähler werden ja schon mit ein paar lapidaren Kommentaren abgefertigt. Ergo - "Nichtwählen bringt nichts, nur die Angstgegner wählen kratzt die faule Bande da oben."

Ein weiterer Punkt ist schlicht und ergreifend die Tatsache, daß die NPD mit den richtigen Mitteln auf Stimmenfang geht. Sie betreibt nämlich eine Art von Lokalpolitik, die von den "etablierten Parteien" schon längst verlernt worden ist. Die rechten Rattenfänger bieten Anlaufpunkte für die Jugend, sie kümmern sich um lokale Bedürfnisse - kurz gesagt sie machen die Basisarbeit, für die sich die anderen Parteien zu schade sind (mit Ausnahme der Linken, zum Teil wenigstens). Das suggeriert "Wir kümmern uns. Wir sind hier verwurzelt." und das zieht in den ländlichen Regionen im Osten, wo die Chance auf Arbeit gleich Null ist und wo die erfolgversprechensten Jugendlichen schon längst abgewandert sind (von meinem Abijahrgang sind 80% im Westen, 15% studieren noch im Osten und der Rest ist arbeitslos).

Noch Fragen, Kienzle?