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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Waren deutsche U-Boote wirklich sinnvoll genutzt?



Jadefalke7685
31-07-07, 13:20
Hiho

Spiele SH3 seit Release und SH4 seit Release und habe in der Zeit schon eine Menge über U-Boote gelernt. Allerdings frage ich mich ob die deutschen U-Boote wirklich effektiver waren als die US U-Boote. Ich würde eher sagen nein, sogar eher das Gegenteil.
Unsere waren zwar kleiner, wendiger und konnten tiefer tauchen, aber das alles alleine reicht ja nicht.
Bei einem direkten Vergleich bei Angriffen auf Kriegsschiffe fand ich die US-Boote eher sogar noch im Vorteil! Entfernung präziser abschätzbar, ebenso der Zielverfolgungscomputer und in kurzer Zeit bis zu 6 Torpedos im Wasser die dazu noch eine größere Fläche abdecken als die 4 von unseren damaligen Booten.
Bei meinen Tests mit jeweils 2 DD´s hatte ich es mit den US Booten wesentlich einfacher.

Auch der Reichweitenvorteil liegt hier bei den US-Booten, kann mir auch gut vorstellen das die geräumigeren US-Boote die Moral der Crews auch noch begünstigt hat.

Die Statistik der versenkten Schiffe spricht ja auch für die US-Boote. Ich frag mich, was passiert wäre, hätten die deutschen Kapitäne auch Befehle bekommen, primär Kriegsschiffe an zu greifen statt Handelsschiffe. Selbst DD´s wurden noch lange nicht so schnell nachgebaut wie Frachter.

Naja, wäre ich in der Zeit und hätte die Wahl auf einem deutschen oder US U-Boot zu dienen, würde ich mich jedenfalls für das US-Boot entscheiden.

UffzRohledder
31-07-07, 13:59
Originally posted by Jadefalke7685:
Hiho

Spiele SH3 seit Release und SH4 seit Release und habe in der Zeit schon eine Menge über U-Boote gelernt. Allerdings frage ich mich ob die deutschen U-Boote wirklich effektiver waren als die US U-Boote. Ich würde eher sagen nein, sogar eher das Gegenteil.
Unsere waren zwar kleiner, wendiger und konnten tiefer tauchen, aber das alles alleine reicht ja nicht.
Bei einem direkten Vergleich bei Angriffen auf Kriegsschiffe fand ich die US-Boote eher sogar noch im Vorteil! Entfernung präziser abschätzbar, ebenso der Zielverfolgungscomputer und in kurzer Zeit bis zu 6 Torpedos im Wasser die dazu noch eine größere Fläche abdecken als die 4 von unseren damaligen Booten.
Bei meinen Tests mit jeweils 2 DD´s hatte ich es mit den US Booten wesentlich einfacher.

Auch der Reichweitenvorteil liegt hier bei den US-Booten, kann mir auch gut vorstellen das die geräumigeren US-Boote die Moral der Crews auch noch begünstigt hat.

Die Statistik der versenkten Schiffe spricht ja auch für die US-Boote. Ich frag mich, was passiert wäre, hätten die deutschen Kapitäne auch Befehle bekommen, primär Kriegsschiffe an zu greifen statt Handelsschiffe. Selbst DD´s wurden noch lange nicht so schnell nachgebaut wie Frachter.

Naja, wäre ich in der Zeit und hätte die Wahl auf einem deutschen oder US U-Boot zu dienen, würde ich mich jedenfalls für das US-Boot entscheiden.

Vielleicht hast Du gar nicht so unrecht. Rein technisch waren die wesentlich größeren US-Boote im Vorteil.
Ein wesentlicher Faktor scheint mir da aber unberücksichtigt: Die Manschaften und Kommandanten. Hatten die Amerikaner auch nur einen Prien,Topp,Lehmann-Willenbrock und wie die vielen hießen. Wenn man die Erfolge, auch mit schlechterem Material bedenkt möchte man sich nicht ausmalen was diese Besatzungen mit US-Booten angerichtet hätten.
Fazit: Material ist nicht alles!

Jadefalke7685
31-07-07, 14:41
Ja stimmt schon, ichhabe mir halt nur die Frage gestellt, weil die US-Boote hier vor SH4 als sehr schlecht da gestellt wurden. Vll lag der Erfolg der US-Boote auch an der guten alten Cowboymanier, auf alles schießen was ne Feindflagge hatte, egal ob Kriegsschiff oder nicht.
Gerade weil die Amerikaner nicht solche grandiosen Kommandanten hatten wie wir und trotzdem so erfolgreich waren heisst ja einiges.

Würds ja gern irgendwie mal testen, gibts ne Möglichkeit ein Flotten US-Boot mit all seinen Schwächen und Stärken für die deutsche Seite zu modden? Also mich persönlich würds schon interessieren wie ich mit einem Gar oder Gato, Balao etc. im Atlantik abschneiden würde http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

DerKongoOtto
31-07-07, 15:30
Originally posted by Jadefalke7685:
Würds ja gern irgendwie mal testen, gibts ne Möglichkeit ein Flotten US-Boot mit all seinen Schwächen und Stärken für die deutsche Seite zu modden? Also mich persönlich würds schon interessieren wie ich mit einem Gar oder Gato, Balao etc. im Atlantik abschneiden würde http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Du darfst eins nicht vergessen,du würdest mit einem US-UBoot gegen einen Royal Navy Zerstöer ganz schnell den Kürzeren ziehen,allein schon auf Grund der Tauchtiefe.
Auch waren die Japaner mit ihren U-Boot Abwehr- systemen bei weitem nicht so gut wie z.B. die Royal Navy.
Im echten Pazifik Krieg waren die Feinde der U-Boote im seltensten Fall die Zerstöer,sondern meistens kleinere Einheiten wie U-Jäger,vor allem aber Flugzeuge und Minen.
Desweiteren wird in dieser Diskussion auch vergessen,dass der Einsatzgrundsatz der beiden U-Boot truppenteile ein gänzlich verschiedener war.
Angriffe auf Kriegsschiffe waren bei der Kriegsmarine nicht die Regel,weil die U-Bootwaffe von Anfang an, auf den Zufuhrkrieg ausgerichtet war.
Der Kriegsmarine war seitdem 1.WK bekannt dass Deutschland in einem bewaffneten Konflikt nur eine Chance hat wenn es den Nachschub des Gegners nachhaltig stöen kann.
Da spielen Angriffe auf Kriegsschiffe eine völlig untergeordnete Rolle.
Sicherlich waren Aktionen wie die Versenkung der HMS Royal Oak,oder der HMS Ark Royal spektakulär aber für die miltärische Gesamtsituation völlig unbedeutend.
Desweiteren lasst euch durch SH-IV nicht irre führen,es gab bei den Japaner praktisch bis kurz vor Kriegsende kein Geleitzug System,deswegen auch die häufigen Angriffe der US-Boote auf Kriegsschiffe, da der IJN Code von der US-Navy geknackt war wussten die Amerikaner ziemlich genau über die Wege IJN Marineschiffe bescheid.

moselgott
31-07-07, 17:12
Nun ja, wie schon oft gesagt, kann man nicht die Uboote vergleichen, wie man 2 Jäger im Dogfight vergleichen kann.

Zum Thema Reichweite: Das lag einfach an der geographischen Situation. Der Feind der Navy, also Japan, war mehrer tausend Seemeilen entfernt, deswegen waren die Boote größer und für längere Distanzen ausgelegt. Anders die deutschen Boote, deren Hauptoperationsgebiet, westlich Englands, recht nahe gelegen war, vor allem nach der Unterwerfung Frankreichs und der Gewinnng der Häfen an der Biskaya.


Und das mit den Crews ist auch so ne Sache. Sicherlich haben einige deutsche Kommandanten riesige Erfolge erzielt. Aber einerseits wurde natürlich viel durch Propaganda hochgejubelt, und andererseits meine ich mich zu erinnern, dass US-Kommandanten nach 5-6 Feindfahrten aus dem aktiven Dienst abgezogen. Somit bestand kein so hohes Potential wie für Prien, Topp oder Lehmann-Willenbrock. Und die deutschen Kommandanten waren natürlich sehr viel mehr in der Öffentlichkeit, weil beim Feind höchstens gefürchtet und von der eigenen Propaganda himmelhochjauchzend gefeiert. Man sehe sich nur mal das Bild an, was auch heute noch vermittelt wird, wenn man auf den 2.Wk zurückblickt: die deutsche Besatzung, in karierten Rollkragen-Wollpullis, vollbärtig wie Blackbeard, stinkend und verschmullt durchs Boot hetzend und von Zeckenpisse verfolgt, auf die Brücke jagend bei Sturm und Wellengang in ihren Gummiponchos; dagegen die Amerikaner, rasiert, gepflegt die in ihren kakifarbenen Uniformen, sauber durch das ordentliche und ruhige laufende Boot gehen und sich bei strahlendem Wetter auf der Brücke über Gott und die Welt unterhalten. Klingt komisch, is aber so...

Da ist ja eine ganz andere Mentalität zu finden, auch wenn das nix mit den Booten an sich nix zu tun hat. Aber, um mal auf den Eingangsvergleich zurückzukommen, die Jagdflieger sind hier wie dort sehr ähnlich.

Dabei glaube ich, dass ein deutsches Boot für die Japaner kaum zu versenken gewesen wäre, allein wegen Tauchtiefe, Tauchzeit und Tarnung.

ComSub
01-08-07, 07:32
Ich denke, Otto hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Bei Kriegsmarine und US-Navy gab es eine grundverschiedene Ansicht den Einsatz von U-Booten im Kriegsfall betreffend. Während die deutschen Boote von Anfang an auf einen Handelskrieg gegen Geleitzüge (das System kannte man aus der Erfahrung des ersten Weltkrieges ja schon) ausgerichtet waren, waren U-Boote bei den Amis in erster Linie zur Unterstützung der überwasserseekriegsführung gedacht, d.h. sie sollten beispielsweise an- und ablaufenden feindlichen Kampfgruppen auflauern, oder Aussensicherung für überwassereinheiten fahren.

überdies unterschieden sich auch die Gegner der jeweiligen U-Bootflotten grundlegend. Nach dem ersten Weltkrieg war auch den Engländern klar, dass U-Boote der größte Gegner der Royal Navy waren. über Wasser hatte man eigentlich niemanden zu fürchten. Also wurde in der Zwischenkriegszeit sehr viel Aufwand bei der Entwicklung von entsprechenden Gegenmassnahmen investiert. Und wenn man sich Ihre Versenkungserfolge schon in den ersten Monaten anschaut, so waren die Briten zu Beginn des Krieges alles andere als wehrlos. Der einzige Vorteil der deutschen U-Bootflotte war, dass die Engländer anfangs deren technischen Stand unterschätzt hatten. So waren - wie ja schon zur Genüge durchgekaut - die Wasserbomben anfangs auf eine Maximaltiefe von 90m eingestellt - zu niedrig, um einem deutschen Boot, dass bis 200m tauchen konnte, gefährlich zu werden. Einen Ami hätten sie damit voll erwischt. Der konnte nicht tiefer. Außerdem wäre die große Silouette eines amerikanischen Bootes, noch dazu bei der geringen Tauchtiefe, selbst mit einem frühen Asdic-Gerät problemlos zu orten gewesen. Das heißt also, die Amis hätten es mit ihren Booten gegen die Briten sehr schwer gehabt. überspitzt gesagt: Wäre die Kriegsmarine mit den amerikanischen Booten ausgerüstet gewesen, hätte sie vielleicht die Schlacht im Atlantik bereits 1939/40 verloren. Auf jeden Fall hätte sie einen weitaus schwereren Stand gehabt...

Für die Amerikaner und ihre Doktrin "U-Boot gegen Großkampfschiff" kam es vor allem auf große Feuerkraft an. Und in diesem Punkt waren sie den Deutschen auch haushoch überlegen. Mit einem Sechserfächer ist die Chance ein Schlachtschiff, oder einen Flugzeugträger mit einem Anlauf zu versenken natürlich größer, als wenn ich nur vier Aale absetzen kann. Die größeren Ausmaße der Boote stöten im Pazifik auch nicht, da die Japaner erst sehr spät im Krieg effektive Ortungsgeräte entwickelten.

So hatte also jeder das, was er brauchte.

prien1981
01-08-07, 14:20
moin.
denkt auch bitte daran.
wenn ich mich nicht irre gab es einen sogenannten brandtaucher(made in germany),der bekannt ist.oder an u9(1wk),made in germany,einer der ersten u-boote mit diesel-antrieb,vorher liefen die mit petrolium.und die hinterliessen ne ewig lange fahne.
oder an den typ 21(wieder made in germany),der den grundstock für die späteren atom-u-boote diente.
und wenn wir in die gegenwart schauen,haben die deutschen einen brennstoffzellen u-boot entwickelt,dass meiner meinung nach die atom-u-boote abgelöst haben.unsere sind nordsee/ostsee tauglich,sowohl als auch im atlantik.sie können auch fast unbegrenzt getaucht bleiben.der antrieb ist sauber und ungefähflicher als atom.
und der gerächpegel ist gering.
ich würde deutsche u-boote bevorzugen.
ich finde trotz der macken in sh3,ist es eine gelungene simulation(habe auf dem alten nintendo eine u-boot simulation gespielt die ähnlich auf gebaut ist,dennoch sehr einfach ist)
im vergleich mit dem realismus,so denke ich,jedoch nicht vergleichbar.

gute fahrt
und
fette beute

Naenia_
06-08-07, 15:24
Hi,
Also ich denke auch das die USA und Deutschland ihre U-Boote so bauten wie sie es am besten brauchten...

Einen direkten vergleich zwischen denn beiden Booten kann man so nicht machen,
da muss man doch viel mehr beachten

Die Deutschen U-Boote finde ich im Gefecht besser als die US-Boote.
Aber dafür hatten die Amerikaner besserer Ausrüstung wie frühes Radar...
Außerdem waren die Japaner keine starken Gegner für die US-Boote. Sie hatten doch erst sehr spät Radar gehabt und auch die späte Einführung des Konvoisystems war dafür verantwortlich das die Amerikaner so ungestöt Turmtaubenschiessen veranstalten konnten.
Nicht so die Briten für die Deutschen.
Da waren die Verhältnisse verdreht gewesen.
Da hatten die Gegner das frühere und bessere Radar gehabt.
Der Gegner hatte auch denn Enigmacode geknackt und auch die frühe Einführung der Konvoisicherung sorgte dafür dass es die Deutschen viel schwere hatten als die Amerikaner.

Aber im Gefecht an sich, wenn man beide Boote vergleicht also ich meine nur die Boote an sich ohne Ausrüstung wie Radar etc. und das beide einen gleichstarken Gegner hätten
Würde ich mich in einem Deutschen U-Boot viel sicherer Aufgehoben fühlen als auf einem US Boot.


Edit:

Ich habe da noch eine frage....
hatten die Japaner nur Wasserbomben oder gab es bei ihnen auch so was wie Hedgehog was die Engländer hatten?

Jadefalke7685
08-08-07, 04:03
Okay, einigen wir uns auf ein Unentschieden? http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

@Naenia

Wenn es nach deinem Gefechtsvergleich dann geht, nur die Boote ohne Technik, gleichstarke Gegner...glaub ist gehopst wie gesprungen dann, würden beide auf dem Meeresgrund enden http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Hm, könnte mir vorstellen das die Japaner noch andere Sachen hatten, die haben ja immerhin so ziemlich viel rumgetestet, sogar Raketen von Schiffe auf Flugzeuge die glaub sogar noch mit Seilen versehen waren um diese daran zu hindern zu tief zu fliegen unso. Vll hatten die ja noch überdimensonale Angelhacken für U-Boote? http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif Verrückt genug waren die ja^^

Ruhe_im_Puff
11-08-07, 07:49
Originally posted by Jadefalke7685:
Hiho

Spiele SH3 seit Release und SH4 seit Release und habe in der Zeit schon eine Menge über U-Boote gelernt. Allerdings frage ich mich ob die deutschen U-Boote wirklich effektiver waren als die US U-Boote. Ich würde eher sagen nein, sogar eher das Gegenteil.
Unsere waren zwar kleiner, wendiger und konnten tiefer tauchen, aber das alles alleine reicht ja nicht.
Bei einem direkten Vergleich bei Angriffen auf Kriegsschiffe fand ich die US-Boote eher sogar noch im Vorteil! Entfernung präziser abschätzbar, ebenso der Zielverfolgungscomputer und in kurzer Zeit bis zu 6 Torpedos im Wasser die dazu noch eine größere Fläche abdecken als die 4 von unseren damaligen Booten.
Bei meinen Tests mit jeweils 2 DD´s hatte ich es mit den US Booten wesentlich einfacher.

Auch der Reichweitenvorteil liegt hier bei den US-Booten, kann mir auch gut vorstellen das die geräumigeren US-Boote die Moral der Crews auch noch begünstigt hat.

Die Statistik der versenkten Schiffe spricht ja auch für die US-Boote. Ich frag mich, was passiert wäre, hätten die deutschen Kapitäne auch Befehle bekommen, primär Kriegsschiffe an zu greifen statt Handelsschiffe. Selbst DD´s wurden noch lange nicht so schnell nachgebaut wie Frachter.

Naja, wäre ich in der Zeit und hätte die Wahl auf einem deutschen oder US U-Boot zu dienen, würde ich mich jedenfalls für das US-Boot entscheiden.

Interessatnt.
Wie genau konnten die Amis denn die Entfernung besser abschaetzen?
Und was war die maximale Tauchtiefe eines US Boots?