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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Feindfahrten des Horst Endelmann (Kriegstagebuch, AAR)



Endelmann
15-09-11, 11:05
19. Juli 1939 U-47 2. Flottille Wilhelmshaven


“Leutnant zur See Horst Endelmann meldet sich zum Dienst“, meine Hacken knallten zusammen und ein stechender Schmerz durchzuckte mein rechtes Bein. Die jahrelange Routine hatte mich vergessen lassen es diesmal etwas sanfter angehen zu lassen, war ich doch so tollpatschig mir vor einigen Tagen bei einem Kontrollgang auf U-47 den Fuß zu verstauchen. Zur Schadenfreude der gesamten Mannschaft, aber die Jungs belustigt es halt das auch ein Kaleun mal flach geht.

Gehorsam wie immer machte ich meine Aufwartung bei Korvettenkapitän Hans Ibbeken, der nun schon seit annähernd 2 Jahren unser Flottillen-Kommandant bei der 2. U-Flottille in Wilhelmshaven war. U-47 ist eins der wenigen VII B Boote der deutschen Kriegsmarine, und seit dem Stapellauf im Dezember 1938 unternahmen wir schon einige Übungsfahrten in der Ostsee, aber die Verlegung in die Nordsee nach Wilhelmshaven ließ erahnen das nun etwas neues auf uns zukam.

“Planquadrat AN87, Ausläufer des Ärmelkanals, vor der englischen Ostküste…” donnerte Ibbeken und reichte mir die Befehlsmappe, “…gratuliere, ihre erste Fahrt in sozusagen Feindesgebiet!“. Die Zeichen standen wahrlich auf Sturm, und das wir gleich an vorderster Front so knapp unter der englischen Küste patrouillieren sollten erfüllte mich weniger mit Stolz als mit … sagen wir “Respekt”. Aber der Mensch wächst mit der Aufgabe, vielleicht war es gut das wir sogleich gefordert wurden.

“Zu Befehl” wischte ich alle zweifelnden Gedanken hin fort. “Viel Glück Horst” brachte mir der Korvettenkapitän mit einem formlosen, beinahe Lächeln entgegen und reichte mir die Hand.

Hans Ibbeken, damals noch Kapitänleutnant, war einer der ersten Kommandanten die 1936 ein VII A Boot bekamen, und ich hatte die Ehre unter ihm auf U 27 zu dienen. Auf diesem weg war es uns auch möglich einiges an Erfahrung im spanischen Bürgerkrieg zu sammeln. 1937 bekam ich dann mein erstes Kommando auf einem Einbaum bis ich 1938 mit U-47 eines unserer Atlantikboote vom Typ VII B bekam, wohl vermutlich auch aufgrund der kriegsähnlichen Erfahrungen die ich mit Hans vor A Coruna, Pasajes und Laraminel sammeln durfte.
Immer ernst und konzentriert bei der Sache, hart aber fair war er, der Hans, und diese Wesenszüge sollten auch mich prägen...

...Auslaufen nächsten Dienstag, 26. Juli 1939, 0545 Morgens...beobachten des britischen Schiffsverkehrs nördlich des englischen Kanals...

las ich in unseren Befehlen als ich mich auf den Weg zurück zum Stützpunkt machte. Wir waren bereit, unser Smutje Lois musste bis dahin zwar noch ordentlich Frischfleisch, Obst und was weis ich was alles bunkern, aber das sollte machbar sein, schließlich brauchen die Jungs ordentlich was auf die Teller. Die Moral unter der Besatzung ist schlechthin das wichtigste.

“Alois Mülbach”, unser Smutje mit sprachlich unverkennbar Tiroler Wurzeln wurde von uns eigentlich immer nur “Lois” genannt. Ein einfacher Mann, aber grundehrlich, geradlinig und mit Handschlagqualität. Nicht nur seine Kunst mit dem Kochlöffel hat ihm viel Ansehen bei der Mannschaft eingebracht, ein guter Draht zu den Jungs ist wohl auch mit dafür verantwortlich das er unlängst zum Bootsmann befördert wurde. Er war schon immer eine Leitfigur, und nun auch mit dem passenden Dienstrang!

Endelmann
15-09-11, 11:16
26. Juli 1939 U-47 1. Feindfahrt

06:00 Uhr

"Beide Maschinen kleine Fahrt voraus", ein kurzer Befehl und schon begannen beide Diesel sanft zu arbeiten. Immer wieder eine Freude zu sehen wie zuverlässig die Dinger anspringen. "Einen schönen Morgen haben wir für unsere erste große Ausfahrt erwischt" sagte ich beiläufig zum IWO, "hoffentlich bleibt es so".

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Mit ca. 7 Knoten verließen wir das Hafenbecken in Wilhelmshaven. Die Sonne entfaltete bereits ihre Kraft und es wurde schnell heller. Um diese Uhrzeit sah alles ziemlich malerisch aus

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06:15 Uhr

Auf unserer Fahrt entlang der Hafenmole passierten wir die Tirpitz, noch war sie nicht fertig und lag hier ohne Geschütztürme vor Anker, aber bald würden Sie und ihr Schwesterschiff die Bismark der ganze Stolz der Kriegsmarine darstellen.

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Zusätzlich lagen einige Zerstörer und Begleitschiffe vor Anker, und die Luftwaffe flog Luftsicherung mit zwei Messerschmitt BFf 109. Wohl um für den Ernstfall zu üben, die Tirpitz war hier im Kriegsfall doch durchaus der Gefahr von feindlichen Luftangriffen ausgesetzt.

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Wir folgen weiterhin brav unserem Geleit, noch gibt es zwar noch keine Gefahr durch feindliche Minen oder Luftangriffe, aber wer weis ob sich das nicht bald ändern wird.

Kurze Zeit später ergibt sich das erste kleinere Problem als vor Wilhelmshaven ein großer amerikanischer Frachter am Horizont auftaucht. "Eigentlich wollte ich jeglichen Kontakt zu anderen Schiffen vermeiden, es muss niemand wissen wann und wohin wir auf Patrouille ausfahren, und jetzt laufen uns diese Yankees über den Weg!" gebe ich mit leicht grimmigen Unterton vor mir, während ich mit dem Fernglas den Amerikaner beobachte. "Hmmm, ein ganz schön dicker Brocken, gute 10000 ts. Im Kriegsfall wär er mir jederzeit willkommen" witzel ich vor mich hin "Vielleicht läßt sich da ja was arrangieren, soll ich mal die Varta Lampe holen?" entgegnet der IWO scherzhaft. "Ach, mit deinem Englisch würden die da drüben doch kein Wort versteh'n" entgegne ich lachend. "Naja, lässt sich nicht vermeiden das die uns sehen, andererseits wissen die ja nicht wohin wir fahren, es könnte ja eine ganz normale Übungsfahrt in die Nordsee sein", alsbald ist mein Ärger wieder verflogen.

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07:10 Uhr

Unser Geleitschutz hat uns mittlerweile verlassen und wir nehmen Kurs auf unser Operationsziel. Der Amerikanische Frachter läuft zwar eine Zeit lang Parallelkurs, aber verschwindet dann doch achteraus hinter dem Horizont.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390726_0706_geleit_dreht_ab-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390726_0706_geleit_dreht_ab.jpg)

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09:28 Uhr

"Jede Menge Verkehr haben wir hier heute, aber das ist zumindest eine gute Übung für uns", erneut laufen uns zwei Frachter entgegen, einer im Süden und einer im Norden. Beide laufen zum Glück Ostkurs. Jedoch da uns der südliche etwas zu nahe kommt beschließen wir für 30 Minuten auf Seerohrtiefe zu gehen. Sobald wir die Ostfriesischen Inseln hinter uns haben sollte der Verkehr weniger werden, und dann bietet sich eventuell auch die Möglichkeit für einen Scheinangriff, ich möchte diese Patrouille so gut wie möglich als Probe für den Ernstfall nützen.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390726_0928_Frachter-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390726_0928_Frachter.jpg)

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390726_0928_frachter_nord-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390726_0928_frachter_nord.jpg)

Im übrigen beträgt hier die Wassertiefe nur ca. 15m-20m, weswegen wir uns Unterwasser nur vorsichtig mit kleiner Fahrt bewegen.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390726_0930_wassertiefe-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390726_0930_wassertiefe.jpg)

Nach mehreren Begegnungen mit verschiedenen Frachtern denen wir konsequent aus dem Weg gingen erreichen wir gegen Abend die Höhe der holländischen Küste. Wir haben strikte Anweisung die Hoheitsrechte fremder Staaten zu wahren, weshalb wir von nun an Respekt-Abstand zur Küste halten.

VF-1
16-09-11, 05:22
Hey Endelmann. Was für eine Freude, wieder einen Feindfahrtbericht zu lesen. Sehr gut geschrieben. Vielen dank.
Mit welchen Mods und Einstellungen spielst du?

Mit kameradschaftlichen Grüßen,
VF-1

Endelmann
16-09-11, 12:22
Momentan verwende ich GWX und die folgenden Mods

GWX - 16km Atmosphere
GWX - Enhaced Damage Effects
GWX - Merged Campaign
GWX - Integrated Orders
GWX - Axis Mediterranean Aircraft Skins
GWX - No Medals on Crew

Wobei ich natürlich auch meine Grafikkarte soweit als möglich ausreize, das Auge spielt ja schließlich mit http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

Zwecks Realismus-Einstellungen spiele ich so realistisch wie möglich, also ist alles aktiviert bis auf die externe Ansicht, die muß ich mir für die Screenshots behalten.
Außerdem wird das Spiel weitaus spannender wenn man zur Freund/Feind Erkennung erst einen Blick auf die Flagge werfen muß, und das berechnen von Feuerleitlösungen für die Torpedos erst eine gewisse Übung erfordert. Ich hab vor der ersten Feindfahrt jede Menge Torpedos in der Ostsee vorbeigeschossen. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

UhUdieEule
18-09-11, 13:17
Hallo Endelmann, http://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/a010.gif

vielen Dank für die tollen und gestochen scharfen Bilder, sowie für deine Mühe hier einige Feinfahrtberichte
einzustellen.
Solche Berichte lese ich immer gerne durch...da bin ich sicher nicht der einzige User.


Gruss
UhU

Locutos2005
19-09-11, 10:44
Zitat von UhUdieEule:
Solche Berichte lese ich immer gerne durch...da bin ich sicher nicht der einzige User.

Nein, bist du nicht. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif Als eher stillerer Forenteilnehmer lese ich auch jedes KTB.

Schöner Bericht Lt zS Endelmann, bitte mehr davon.

Endelmann
20-09-11, 13:44
27. Juli 1939 U-47 1. Feindfahrt

Gegen 6 Uhr morgens erreichen wir unser Zielgebiet nördlich des Ärmelkanals, unser Auftrag lautet hier den englischen Schiffsverkehr zu beobachten, und nach eigenem Ermessen Übungen für den Ernstfall durchzuführen. Des weiteren sollten wir so wenig wie möglich Aufmerksamkeit erregen, die Tommys würden es sicher nicht gerne sehen wenn wir so knapp vor ihrer Küste operieren, und wir wollen ja keinen Krieg vom Zaun brechen.

Das Wind hat seit gestern etwas zugelegt, aber der Himmel ist immer noch klar. Wir werden uns hier unter Tags nur getaucht aufhalten, unser Gruppenhorchgerät funktioniert exzellent, und unser Bootsmann Peter Weller hat Ohren wie ein Luchs, der hört hier unten weitaus besser als wir oben sehen können.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/video_thumbnail_11.jpg (http://www.youtube.com/watch?v=gBd-eP1Rc18)

Das ganze Tag verläuft eher ereignislos, gegen Abend tauchen wir wieder auf um Frischluft ins Boot zu lassen, und um unsere Batterien zu laden. Dabei wird unsere 1. Seewache Zeuge eines tief roten Sonnenuntergangs.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390901_0610_eingang_aerme-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390901_0610_eingang_aerme.jpg)

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390901_0609_eingang_aerme-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390901_0609_eingang_aerme.jpg)

U-Matze
20-09-11, 13:53
Moin Endelmann,

sehr schöne Berichte, die Du uns da präsentierst.Mache weiter so.

Um den Mauszeiger aus dem Bild zu bekommen, brauchst Du nur einfach ein Mausklick machen, u. schon ist der Zeiger weg. Drückt man dann nochmal, ist er wieder da.

Probiere es mal aus.

Gruß U-Matze http://www.ubisoft.de/smileys/3.gif

Endelmann
20-09-11, 14:20
Zitat von U-Matze:
Um den Mauszeiger aus dem Bild zu bekommen, brauchst Du nur einfach ein Mausklick machen, u. schon ist der Zeiger weg. Drückt man dann nochmal, ist er wieder da.


Ja ich weiß, ich vergess' es nur leider des öfteren im Eifer des Gefechts http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

Endelmann
22-09-11, 10:06
28.-31.Juli 1939 U-47 1. Feindfahrt

Die letzten Tage verliefen eher ereignislos, lediglich das Wetter hat rapide umgeschlagen, und die raue See macht einigen von den Jungs doch erheblich zu schaffen.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390731_1700_schwere_see-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390731_1700_schwere_see.jpg)

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390731_1701_schwere_see-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390731_1701_schwere_see.jpg)

Bei Einbruch der Nacht passiert dann das Unglück, ein überkommender Brecher erwischt unseren Gefreiten Bildstein der gerade Wache auf der Brücke hat. Zu seinem Pech löst sich sein Sicherungsseil und er wird nach hinten in den Wintergarten und gegen die Flak geschleudert.

Wir schaffen den Burschen sofort in den Bugraum, unser Sani soll sich das ganze mal ansehen, sieht aber auf den ersten Blick nicht so aus als ober er in ein paar Stunden schon wieder auf den Beinen wär.

“Wie tief haben wir’s hier?” frag ich unseren Obersteuermann, “ca. 40m kommt die Antwort prompt”. Ich geben Befehl auf 30m zu gehen, damit unser Sani in Ruhe arbeiten kann.

Endelmann
28-09-11, 07:23
1. August 1939 U-47 1. Feindfahrt

“Wie geht’s unserem Patienten” erkundige ich mich früh morgens als erstes beim Sani. “Naja, den Umständen entsprechend, er hat schwere Prellungen am Brustkorb, und ich denke das auch ein oder mehrere Rippen gebrochen sind”.

“Das heißt…?” hake ich nach. “Nun, es besteht keine unmittelbare Lebensgefahr für ihn, aber es wäre vermutlich besser wenn er in ein richtiges Krankenhaus kommt. Ich hab ihm jetzt ein Schmerzmittel verabreicht, aber es besteht ein gewisses Risiko das eine der Rippen seine Lunge verletzt hat, und dieser unruhige Seegang ist bestimmt auch nicht sehr förderlich für seine Genesung”

“Nun, das hab ich mir schon gedacht, ich werd’ mal nachfragen was die bei der Flottille meinen, ob wir eventuell vorzeitig den Rückmarsch antreten können. Schließlich sollten wir wegen einer Übung nicht das Leben eines Matrosen riskieren.”

“FUNKER!” rief ich in den Nebenraum.

“Herr Kaleun?”

“Setzen sie FT auf”

…U-47, Position AN 84, schwere See, haben Schwerverletzen an Bord und erbitten vorzeitigen Rückmarsch, gezeichnet Leutnant z.S. Endelmann….

Endelmann
13-10-11, 11:09
2. August 1939 U-47 1. Feindfahrt

Kurz nach Mitternacht kam die Antwort vom Hauptquartier, ich bat unseren Funker extra mich zu wecken wenn es soweit ist. “Herr Kaleun, Funkspruch” riss es mich aus meinen Träumen.

….Erlaubnis für Rückmarsch erteilt…

Kurz und bündig dachte ich bei mir, aber im Endeffekt war es meine Entscheidung, und ich war sicher das Richtige zu tun. Noch war Frieden, und da war Heldentot noch unangebracht.

“Obersteuermann, Kurs Richtung Wilhelmshaven berechnen und setzen, wir treten den Rückmarsch an, auftauchen und große Fahrt”. Wir wollten den Jungen so schnell wie möglich in ein Krankenhaus bringen.

“Und das mir diesmal jeder darauf achtet ordentlich angeleint zu sein, wir sind ein Kriegsschiff und kein Kaffeekräntzchen zuhause bei Mutti, ich erwarte das hier jeder bedingungslos und konzentriert seine Pflicht erfüllt, Sie haben ja gesehen was passiert wenn der Schlendrian Einzug erhält!”

Man musste die Jungs immer wieder etwas auffrischen, sonst werden sie nachlässig. Hoffentlich haben wir dieses Sauwetter bald hinter uns gelassen.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390802_0121_kurs_heimat-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390802_0121_kurs_heimat.jpg)

Endelmann
24-10-11, 12:48
3. August 1939 U-47 1. Feindfahrt

Langsam scheint sich das Wetter wieder zu bessern, zumindest lässt der Wind und Seegang etwas nach. In der vergangenen Nacht machten wir trotz großer Fahrt zwischenzeitlich nur noch 8 Knoten, was unseren Rückmarsch etwas verzögerte, aber gegen 8 Uhr Vormittags nähern wir uns Wilhelmshaven, wo wir bereits von einem deutschen Begleitkomitee erwartet werden.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390803_0817_begleitschutz-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390803_0817_begleitschutz.jpg)

Gegen 8:30 Uhr passieren wir wieder die Tirpitz, selbst bei diesem Wetter sieht sie noch majestätisch aus.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390803_0836_Tirpitz-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390803_0836_Tirpitz.jpg)

Punk 9 Uhr legen wir wieder in Wilhelmshaven an.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390803_0900_wilhelmshaven-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/19390803_0900_wilhelmshaven.jpg)

Im großen und ganzen verlief die Patrouille zwar nicht nach Plan, war aber nichts desto trotz lehrreich. Und zwar dahingehend das ich an Bord von U-47 noch mehr auf Disziplin und Professionalität achten muß. Einfache Schlamperei hat zu einem schweren Unfall geführt. Im Ernstfall wären wir nicht wegen einem Verletzten umgekehrt, und ich habe meine Zweifel das unser junger Gefreiter 4 Wochen auf hoher See überlebt hätte. Ganz zu schweigen von den negativen Auswirkungen auf die Moral der gesamten Mannschaft…

Endelmann
10-11-11, 15:02
2. Oktober 1939 U-47 2. Flottille Wilhelmshaven

Knapp 2 Monate nach unserer Rückkehr nach Wilhelmshaven wurde ich zum Hauptquartier der Flottille beordert, “Es sei wichtig” sagte Hans Ibbeken, unser Flottillenchef noch dazu. Die Aufregung in seiner Stimme machte mich stutzig. Seit Anfang September befindet sich Deutschland im Krieg mit Polen, Frankreich und Großbritannien, und es wunderte mich eigentlich das wir nicht schon längst Befehl zum auslaufen erhalten hatten, besonders jetzt da wir sowieso viel zu wenig Boote an die Front bringen konnten wäre U-47 sicherlich eine wertvolle Unterstützung.

Normalerweise ist Hans die Ruhe in Person, da muss schon ordentlich was im Busch sein wenn auch er seine Aufregung durch klingen lassen muss. Dementsprechend unruhig hatte ich auch die letzte Nacht geschlafen, nichts desto trotz fand ich mich pünktlich am Stützpunkt ein.

Kaum angekommen erwartete mich Hans auch schon im Vorraum mit seinem Adjutanten, was ungewöhnlich war, und geleitete mich in sein Büro. Zu meiner Verwunderung wartete dort bereits der BdU Konteradmiral Karl Dönitz und Kapitänleutnant Wellner von U-14.

“Treten Sie näher meine Herrn” bat er uns sogleich an den großen Kartentisch. “Ibbeken, Sie und ihr Adjutant mögen bitte draußen warten und darauf achten das wir nicht gestört werden”. Ungewöhnlich das sogar der Flottillenkommandant aus seinem Büro vertrieben wurde…
“Was ich ihnen nun sage unterliegt höchster Geheimhaltung, ich bitte sie daher mit niemanden darüber außer den hier anwesenden Personen zu sprechen, und keinerlei schriftliche Aufzeichnungen anzufertigen.” Er klatschte eine rote Mappe auf den Tisch … Operationsbefehl Nordsee #16 … und fuhr fort: “Hier drinnen ist alles was sie benötigen. KptLt Wellner hat auf seiner letzten Feindfahrt mit U14 Aufklärungsdienste für die Kriegsmarine geleistet, genauer gesagt, hatte er den Auftrag Informationen über den Heimathafen der britischen Home Feet in Scapa Flow zu sammeln. Des weiteren hat die Luftwaffe nach einem erfolgreichen Angriff vor ein paar Tagen wertvolle Luftaufnahmen von Scapa Flow freigegeben. Nach intensiven Planungsarbeiten während der letzten Tage und Wochen kamen wir zu dem Schluss das ein erfolgreiches Eindringen in die Höhle des britischen Löwen möglich ist, wenn auch sehr gewagt.”

“Unsere Abwehr berichtet schon seit gut einem halben Jahr das die britische Admiralität offensichtlich aufgrund budgetärer Schwierigkeiten den Schutz von Scapa Flow nicht mit letzter Entschlossenheit vorantreibt. Da sich dies nach Kriegsausbruch sicherlich bald ändern wird ergibt sich nur jetzt die Möglichkeit durch kühnes Vorgehen die Home Fleet entscheidend zu schwächen.”
Dönitz öffnete die rote Mappe und breitete eine detaillierte Karte von Scapa Flow vor uns aus

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/scapa_sperren_abwehr_info1-480x319.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/09/scapa_sperren_abwehr_info1.jpg)

“Wie sie sehen hat KptLt. Wellner und unsere Luftaufklärung ganze Arbeit geleistet. Wir halten ein Eindringen von Süden durch den Hoxa Sound, oder von Westen durch den Hoy Sound für unmöglich, da diese durch Induktionsschleifen gesichert sind die ihre Anwesenheit sofort durch die magnetische Signatur ihres Bootes verraten würden. Ihre einzige Möglichkeit wäre hier dicht zusammen mit einem britischen Tanker oder Frachtschiff einzudringen, solche Überlegungen sind aber wohl eher theoretischer Natur.”

Aufmerksam lauschte ich den Ausführungen des BdU, wobei mein Blick beiläufig auf den unteren Rand der Karte fiel … 1919 … stach mir dort sofort ins Auge. Insgeheim musste ich etwas schmunzeln, obwohl natürlich klar war das der Großteil der eingetragenen Verteidigungsmittel aus jüngster Aufklärung entstammt.

“Der Großteil der britischen Flottenaktivität dürfte sich auf den Süden und Südwesten der Bucht konzentrieren, besonders um die Tankanlage Lyness. Letzten Dienstag hat die Luftwaffe hier das Artillerieschulschiff Iron Duke versenkt, wir hoffen natürlich auf größere Erfolge, falls sie bereit sind dieses Wagnis einzugehen”, sprach Dönitz, und klopfte mir dabei auf die Schulter.

“Unsere Meinung nach ergibt sich die beste Möglichkeit im Osten durch den Holm oder Water Sound. Besonders Augenmerk sollten sie hierbei auf diese beiden Netze richten”, wobei er auf die eingezeichnete Linie Rose Ness – Burry Ness und ca. 10 km weiter westlich auf die Netze zwischen St. Marys und der Insel Burray zeigte. “Diese Netze sind nicht mit absoluter Sicherheit vorhanden. KptLt. Wellner hat zwischen Rose Ness und Burry Ness vor ca. einem Monat keine Sperren oder Netze vorgefunden, unsere Abwehr berichtete allerdings das diese bereits in Planung oder Bau sind, sein sie also auf alles vorbereitet.”

“Was halten Sie von der Sache”, fragte mich der BdU rund heraus. “Nun, ich bräuchte gewiss etwas Bedenkzeit, und müsste das erst mit meinen Männern besprechen” antwortete ich.

“Nun, mit ihren Männern können sie die Pläne erst auf hoher See besprechen, aus Gründen der Geheimhaltung, aber ich gebe ihnen über’s Wochenende Zeit sich das ganze zu überlegen. Falls Sie annehmen würde ich vorschlagen sie sehen sich die Situation vor Ort in Scapa Flow nochmal genau an, und falls sich eine Gelegenheit ergibt schlagen Sie zu. Falls das Risiko zu Groß ist können wir sie immer noch auf Patrouille nördlich der Hebriden schicken, damit sie zumindest ihre Torpedos loskriegen” lächelte Dönitz, und klopfte mir erneut väterlich auf die Schulter.

“In Ordnung, ich werde ihnen bis Montag über meine Entscheidung Bescheid geben” entgegnete ich. Der Konteradmiral reichte mir die Mappe mit den Unterlagen und Luftaufnahmen und geleitete mich zur Tür. Leider war keine Zeit mehr mich von Hans zu verabschieden, auf dem Weg hinaus konnte ich nur kurz seinen fragenden Blick erhaschen. Aber viel hätte ich ihm auch nicht erzählen können. In ein paar Monaten würde sich alles aufklären, auf die eine oder andere Art. Wobei ich mir sicher bin das unsere Propaganda ein scheitern vor Scapa Flow nicht erwähnen würde, wir wären dann wohl mit U-47 aus unbekannter Ursache nicht mehr heimgekehrt, verschollen für unsere Familien. Kein schöner Gedanke, aber Krieg ist eben Krieg, und da muss getan werden was getan werden muss, keine Zeit für Sentimentalitäten, wischte ich diese Gedanken zur Seite…

Endelmann
15-11-11, 05:46
9. Oktober 1939 U-47 2. Feindfahrt

05:45 Uhr

Früh am Morgen geht es wieder raus, laut Nordseebefehl #16 durfte ich die Mannschaft bisher nicht über unsere Operationsziele aufklären, man weiß ja nie ob dann nicht auch zuhause darüber geplaudert wird. Für das Gelingen unseres Auftrags war Geheimhaltung von höchster Wichtigkeit, weshalb ich die Offiziere nur über unser sekundäres Operationsziel, nämlich Patrouille in AN13 unterrichtet habe.

07:20 Uhr

Während wir hinter unserem deutschen Geleitschutz durch die Bucht von Wilhelmshaven fahren geht schön langsam die Sonne auf, hoffentlich bleibt das Wetter so, eine ruhige See ist für unser Vorhaben äußerst wichtig.

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08:00 Uhr

Langsam verlassen wir die Bucht von Wilhelmshaven, kurz nach 8 Uhr morgens wird der Leuchtturm auf Mellum in ca. 10km Entfernung sichtbar.

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“LI, heute um 12 machen wir mit den Offizieren eine außertourliche Einsatzbesprechung, es gibt noch einige Dinge die ich aufgrund unserer Befehle mit ihnen und den anderen zu besprechen habe, informieren Sie bitte auch Eisenholz, Kessler und Linke-Stier“ wende ich mich kurz und emotionslos an unseren LI Herbert Lindner. Ich bin kein besonders guter Lügner, vermutlich auch deshalb haben einige der Offiziere schon bemerkt das etwas im Busch ist.

10:00 Uhr

Gegen 10 Uhr Vormittags kreuzen zwei Marine Artillerie Leichter unseren Weg, halten vermutlich Kurs Richtung Nord-Ostsee Kanal

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10:30 Uhr

Befinden uns auf Höhe Helgoland, in letzter Zeit haben sich die Gerüchte gehäuft das die Briten hier Minen gelegt haben. Deshalb ist es ganz nützlich wenn uns unser Begleitschutz manchmal etwas länger absichert. Bis 11 Uhr dreht unser Minenräumer aber ab, und wir sind auf uns selbst gestellt.

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12:00 Uhr

Einsatzbesprechung mit den Offizieren:

“Wir haben was großes vor…” beginne ich meinen kurzen Vortrag, “…in den letzten Wochen hat die Luftwaffe und KptLt. Wellner hervorragende Aufklärungsarbeit rund um Scapa Flow geleistet, weshalb es nach dafürhalten des BdU und meinerseits möglich sein sollte unbemerkt in die Höhle des britischen Löwen einzudringen.”

Ich lege einen Plan auf unseren kleinen Kartentisch worauf ich das geplante Vorgehen erläutere

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“Ich halte ein Eindringen von östlicher Seite, durch den Holm Sound für die Aussichtsreichste Variante, geplant ist ein Angriff in der Nacht von 13. auf 14. Oktober. In dieser Nacht haben wir 2-mal Stillwasser, was uns das navigieren deutlich erleichtern sollte”

Ich habe so meine Schwierigkeiten den Gesichtsausdruck der Männer richtig zu deuten, aber es ist wohl eine Mischung aus Angst und doch auch Vorfreude. Eine so große Aufgabe ist äußerst ruhmreich für jedes Mannschaftsmitglied, so denn sie auch gelingt.

“Im Endeffekt müssen wir abwarten wie das Wetter ist sobald wir am Abend des 13. Oktober vor Ort sind, und außerdem die tatsächliche Stärke der britischen Sicherung abwarten. AN13 ist nur unser Sekundäres Operationsziel, falls ein Eindringen nach Scapa Flow nicht möglich ist. Die Entscheidung liegt in letzter Instanz bei uns.”

“Gibt es Fragen?” beende ich meinen kurzen Vortrag.

“Gibt es gesicherte Ziele in Scapa Flow, hat unsere Luftaufklärung in der Hinsicht etwas herausgefunden?” bringt unser IWO vor. “Nicht wirklich” entgegne ich. “Die letzten Aufnahmen sind über 2 Wochen entstanden, einen Tag nachdem die Luftwaffe ein Artillerieschulschiff versenkt hat. Seitdem kann sich natürlich einiges geändert haben, aber das werden wir herausfinden”

“Des weiteren sollen laut unserer Abwehr die Befestigungsanlagen und Sicherungen in Scapa Flow ausgebaut werden, d.h. ein erfolgreiches Vorgehen wird von Woche zu Woche schwieriger, weshalb wir jetzt oder nie handeln sollten, müssen…”

“Meine Herren, lassen Sie das ganze mal auf sich wirken, falls jemand fragen hat kann er natürlich jederzeit zu mir kommen. Ich werde anschließend auch noch die Mannschaft informieren.”

Gleich nach Ende der Einsatzbesprechung ist gleich das Geschnatter groß, wie in einem Hühnerstall merkt man wie sich die Gedanken in den Köpfen der Männer formen, und wie sie beginnen das soeben gesagte zu verarbeiten. Aber ich habe mir das ganze gut überlegt, und mein Entschluss steht fest!

Der Rest des Nachmittags verläuft ruhig, wir halten Kurs entlang der dänischen Westküste und laufen den ganzen Tag über Wasser.

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Endelmann
01-12-11, 08:50
10. Oktober 1939 U-47 2. Feindfahrt


01:46 Uhr

“Herr Kaleun, Schiff voraus, fährt mit gesetzten Positionslichtern…“, die noch jugendliche Stimme des Gefreiten Strauss riss mich aus meinem unruhigen Schlaf. Obwohl ich schon genügend Fahrten hinter mir hatte war es doch immer wieder ungewohnt in meiner engen, schaukeligen Koje zu schlafen, besonders in den ersten Nächten. Aber ich durfte mich nicht beschweren, im Vergleich zur übrigen Mannschaft war meine Schlafstätte wahrer Luxus, und ich musste sie mit niemanden teilen.

“Welcher Kurs?” fragte ich reflexartig, während ich versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. “Kurs SW” überschlug sich die Stimme des Gefreiten, der noch immer etwas außer Atem war. Auf meinem Weg zur Brücke erfuhr ich auch noch das es sich vermutlich um einen dicken Fisch handeln dürfte.

“Meldung!” stieß ich angestrengt heraus, als ich mich durch das Turmluk ins freie zwängte. “Frachter direkt voraus, beleuchtet, hält Kurs SW, vermutlich Richtung englischer Kanal…” berichtete unser IWO, “…habe bereits Befehl gegeben auf Kurs West zu gehen, um nicht vorzeitig entdeckt zu werden”

“Sehr gut Wolfgang” entgegnete ich während ich mir ein Fernglas griff. Meine Devise immer schön aus dem verborgenen zu agieren schien sich nun auch bei den Offizieren breit zu machen, niemand muss wissen das wir hier draußen rumschippern.

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“Auf Seerohrtiefe gehen, AK mit E-Maschinen Kurs 250” rief ich unserem Obersteuermann Franz in der Zentrale zu, “versuchen wir mal getaucht näher ranzukommen, um den Pott besser identifizieren zu können“. Es war nun kurz vor 2 Uhr morgens, in ca. 1-2 Stunden sollten wir genaueres wissen.

02:56 Uhr

“Verdammt!” Fluche ich leise vor dem Seerohr, “Jetzt fangen die an zu zacken und drehen genau von uns weg“. Wir laufen schon AK und mit dem neuen Kurs den die Jungs auf dem Frachter eingeschlagen haben können wir uns getaucht nicht mehr vorsetzen, dafür reicht weder unsere Geschwindigkeit noch unsere Batterien.

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“Boot um 180° wenden, Kleine Fahrt“, wir mussten wieder etwas auf Abstand gehen, um uns aufgetaucht vorzusetzen. Damit war meine Nachtruhe wohl endgültig dahin, aber nun hieß es schnell sein um den Kerl noch vor Einbruch der Morgendämmerung zu identifizieren.

03:12 Uhr

Tauchen auf um uns mit AK überwasser vorzusetzen.

“Gut das die Positionslichter gesetzt haben, das erleichtert das Fühlung halten ungemein” sag ich süffisant zum IWO. Insgeheim hoffe ich das die Jungs da drüben mal ein wenig in unsere Richtung zacken, dadurch würde sich diese nächtliche Katz und Maus Spiel bedeutend beschleunigen, und wir könnten uns wieder in unsere Kojen schmeißen. Aber was soll’s….

03:22 Uhr

Frachter zackt erneut Richtung Westen von uns weg.

“Die machen uns heut Nacht echt das Leben unnötig schwer“, kurzzeitig denke ich sogar drüber nach einfach überwasser mit AK ranzufahren, aber verwerfe die Idee schnell wieder. Man soll aus Faulheit heraus kein unnötiges Risiko eingehen. Also holen wir nun noch weiter nach SW aus, um uns endgültig vor zusetzen.

05:14 Uhr

Diesmal klappt alles reibungslos, unsere neuen Freunde da drüben wurden wohl schon seekrank vom vielen zacken, in den letzten 2 Stunden war zum Glück Ruhe und wir konnten uns zügig vorsetzen. Sind getaucht um mit AK schnell ran zulaufen

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5:36 Uhr

“Naja, die Mühe war wohl um sonst, scheint sich um einen Norweger zu handeln. Aber wäre ein lohnendes Ziel gewesen, …” sag ich zu unserem IWO. “… voll beladen und gute 8000 ts. Lassen wir ihn ziehen, scheint alles in Ordnung zu sein. Wieder auf ursprünglichen Kurs 295 Richtung Orkneys / Shetland Inseln gehen, kleine Fahrt, vorläufig getaucht bleiben“. Bei Nacht sind solche Identifizierungen immer verdammt schwer durchzuführen, da wundert es einen nicht das es des öfteren zu Verwechslungen kommt.

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Vermerke ins Logbuch:

....Norwegischer Frachter, 8kt, vermutlich unbewaffnet, beladen, 8000+ ts, mit gesetzten Positionslichtern, Kurs SW Richtung Kanal, lassen nach genauer Identifizierung ziehen und setzen Kurs Richtung Operationsgebiet fort....

“Ich werd’ mir dann noch ein wenig die restliche Nacht um die Ohren schlagen, Befehl auftauchen sobald norwegischer Frachter außer Sichtweite und mit Großer Fahrt gesetztem Kurs folgen” geb’ ich noch ein paar Anweisungen an den Diensthabenden, und begebe mich daraufhin in meine Koje. Der heutige Tag wird noch lange werden bei so wenig Schlaf, aber zum Glück macht unser Lois ja einen hervorragenden Kaffee….

Gegen 8 Uhr morgens erwache ich erneut, dass monotone “kartoffelkartoffel” der Diesel bestätigt das der Wachhabende das Boot bereits wieder hat auftauchen lassen, um unsere Fahrt an der Oberfläche fortzusetzen. Im Laufe des heutigen Tages werden wir aber wohl oder übel wieder anfangen müssen unter Tags getaucht zu marschieren, zu nahe ist bereits das britische Festland, und ich möchte nicht vorzeitig entdeckt werden.

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Auf dem Weg in die Zentrale hol’ ich mir bei unserem Smutje noch schnell eine Tasse Kaffee um in die Gänge zu kommen.

11:50 Uhr

Nun wird es Zeit “Auf 20m gehen, kleine Fahrt” gebe ich den Befehl zum tauchen. “Von nun an marschieren wir unter Tags getaucht, wir liegen gut in der Zeit, da brauchen wir kein unnötiges Risiko eingeh’n”

Langsam neigt sich das Boot vorne über um in den Keller zu schleichen…

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17:30 Uhr

Schön langsam müsste es dunkel werden da oben. “Sonar Kontakt?” frage ich nach, “Kein Kontakt Herr Kaleu, alles ruhig”

Na gut “Auf Seerohrtiefe gehen”, wollen wir mal einen Rundblick nehmen. Quälend langsam beginnt das Boot zu steigen, wenige Minuten später kommt vom LI die Bestätigung “Seerohrtiefe erreicht Herr Kaleu”. Wie üblich gilt mein erster Blick durch’s Seerohr dem Himmel, ich möchte nicht riskieren das wir direkt unter einem feindlichen Flugzeug auftauchen. Doch nichts zu sehen, weder in der Luft noch zu Wasser. “Auftauchen, große Fahrt voraus!”

Als ich mit unserem IWO die Brücke erklimme fällt mir sofort die Abendröte ins Auge. “Wir scheinen Glück zu haben Wolfgang, die See wird ruhiger, und von Westen her fast wolkenloser Himmel. Ideal, bei zu starkem Wellengang kommen wir nie nach Scapa rein”

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Endelmann
08-12-11, 07:16
11.-12. Oktober 1939 U-47 2. Feindfahrt

Der gestrige Tag verlief ohne besondere Vorkommnisse, das Wetter bessert sich zusehends und bei ruhiger See machte unser Boot 16 Knoten Fahrt.


12. Oktober 1939

Wir sind noch gute 400 Seemeilen von Scapa Flow entfernt. Morgen Nachmittag beginnt unser Spiesrutenlauf, dann sollten wir ca. 100 sm vor der Ostküste der Orkneys stehen.


06:10 Uhr

Im Osten wird es langsam heller und die Morgendämmerung setzt ein. Um einer vorzeitigen Entdeckung zu entgehen lasse ich bereits besonders früh gegen 6:30 auf 20m tauchen. Bei Tageslicht setzen wir aus Sicherheitsgründen unseren Marsch unter Wasser fort.

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18:10 Uhr

Der Tag verlief ohne besondere Zwischenfälle, mittlerweile hat die Abenddämmerung begonnen, wir warten noch bis zur vollkommenen Dunkelheit, und tauchen dann gegen 19:30 auf.

Den ganzen Tag über gab es weder Horch- noch Sichtkontakte.

Endelmann
10-12-11, 03:58
13. Oktober 1939 U-47 2. Feindfahrt


02:00 Uhr

Beginnen unseren Anlauf auf die Orkneys, momentan stehen wir noch ca. 170sm östlich. Liegen gut im Zeitplan um uns in der kommenden Nacht von 13.-14. Oktober nach Scapa Flow einzuschleichen, falls alles glatt geht und unsere britischen Freunde mitspielen…


07:30 Uhr

Die Nacht ist soweit Ruhig verlaufen, bei einsetzender Morgendämmerung gegen halb Acht gebe ich Befehl zum tauchen, unter Tags setzen wir unseren Marsch auf 20m fort.


12:30 Uhr

erhalten ein FT über Einzelfahrer, ca. 90sm SO, setzen unseren Marsch aber unbeirrt fort.


17:46 Uhr

“Schnelle Schraubengeräusche in 121, Herr Kaleu….” unterbricht unser Mann am Sonar den etwas eintönigen Tagesverlauf. “….weit entfernt und sehr schwach”.

“Sehr gut, das dürfte bereits der erste Tommy sein der uns vor Scapa erwartet.” entgegne ich. “Weiter beobachten wohin der Kontakt auswandert, schadet nicht wenn wir wissen wo hier die Patrouillen eingeteilt sind, das kann später sicherlich noch hilfreich sein”.

Später stellt sich heraus das unser Bewacher ca. 12-14sm nördlich von uns patrouilliert, vermutlich auf einem lang gezogenem O-W Streifen.

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18:05 Uhr

Die Abenddämmerung setzt ein, wir werden erst bei vollkommener Dunkelheit auftauchen um einer vorzeitigen Entdeckung zu entgehen. Hoffentlich kommen wir diese Nacht weiterhin gut voran, um rechtzeitig bei Stillwasser im Kirk Sound zu sein.


20:04 Uhr

“Kontakt, Peilung 018? meldet sich unser Funkmaat am GHG erneut, “scheint wieder ein Bewacher zu sein”.

“Hmmm, gute 2 Stunden seit dem letzten Kontakt, könnte sich um den gleichen Bewacher wie um 17:46 handeln…” murmel ich vor mich hin während ich die vermutete Position des erneuten Horchkontakts auf der Seekarte vermerke. “Zumindest wissen wir jetzt dass wir uns nicht zu weit nach Norden wagen sollten”.

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Kurze Zeit später gebe ich Befehl auf Periskoptiefe zu gehen, ganz leicht ist noch die Abenddämmerung zu erkennen, aber ansonsten keinerlei Sichtkontakte. Also können wir in Ruhe auftauchen um ein wenig Frischluft ins Boot zu bringen, und unsere Batterien nochmals laden.

Das letzte Stück bis Rose Ness können wir schnell Überwasser zurücklegen, unser finaler Anlauf auf Scapa Flow hat begonnen!


20:47 Uhr

In 296° tauch ein Zerstörer auf, mittlerweile ist es zum Glück schon so dunkel das er uns unmöglich entdecken kann, aber wir gehen sicherheitshalber trotzdem ein wenig auf Nordkurs, um uns wieder außer Sichtweite zu bringen. Unbeirrt hält der Tommy Kurs Ost, und wandert somit schnell wieder aus.

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“Da Horst, sieh mal…” deutet unser I WO auf den Nachhimmel “…Möwen!”. “Scheint so als ob wir bereits in der Nähe von Land wären”. Und tatsächlich taucht kurz nach 22 Uhr die Küste von Rose Ness am Horizont auf.

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“Zerstörer direkt voraus” meldet plötzlich einer der Wachhabenden. Ich schnappe mir sofort mein Fernglas. “Scheint zum Glück Südkurs zu halten. Auf Kurs Nord gehen, große Fahrt voraus, sehen wir zu das wir ganz knapp an die Küste ran kommen, bei der Dunkelheit und so knapp unter der Küste sind wir nur sehr schwer auszumachen”.

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23:00 Uhr

“Meine Herren, ab jetzt wird’s ernst. Bis jetzt ist ja alles bemerkenswert einfach verlaufen, und das Wetter scheint uns auch wohl gesinnt zu sein, packen wir’s an” gebe ich eine kurze ungeplante Ansprache auf der Brücke. “Ab jetzt müssen alle 100% bei der Sache sein, und passt mir ja auf Minen und Netze auf, es darf keine Fehler geben!”

“Alle Mann auf Gefechtsstation, Selbstversenkungsladungen klar machen!”

Gegen 23:10 passieren wir Rose Ness, noch einmal werfe ich einen Blick auf die Karte…

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Unser Zerstörer im Süden wird uns nie ernsthaft gefährlich, bleibt immer brav auf gut 5-10sm Abstand so das wir gegen 23:10 ungehindert in den Holm Sound eindringen können. Laufen abwechselnd mit Großer Fahrt bis Äußerste Kraft, um möglichst wenig Zeit hier zu verbringen.

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23:20 Uhr

Im südlich gelegenen Skerry Sound werden als erstes die Sperrschiffe sichtbar, kurze Zeit später wird auch die im Kirk Sound. Wir entscheiden uns für Durchbruch durch den Kirk Sound, hier sind wie auf den Luftaufnahmen tatsächlich die größten Lücken ersichtlich.

Erblicken auf Höhe Lamb Holm auch die Küstenstation am nördlichen Ufer, passieren aber unentdeckt.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19391030_2320_sperrschiffe_skerry_sound-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19391030_2320_sperrschiffe_skerry_sound.jpg)

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http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/part_1_thumb-480x360.jpg (http://www.youtube.com/watch?v=stN_FBs_Af0)


23:30 Uhr

“Na das ging ja bis jetzt überraschend einfach” bemerke ich so nebenbei zu unserem I WO “Keinen Minen, keine Netze, Wir sind drin’!”.

Ein paar Minuten später erblicken wir das erste Schiff voraus, scheint sich um einen leichten Kreuzer oder einen Zerstörer zu handeln, jetzt bloß keine Fehler machen!

“Herr Kaleu, da voraus an der Küste ist glaub ich eine Netzsperre befestigt” meldet sich einer unserer Wachhabenden. “Wir bleiben auf Großer Fahrt, schön mittig aus dem Sound heraus draufhalten, das Netz scheint relativ tief zu hängen”

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23:40 Uhr

Bange Momente tun sich auf als wir auf das Sperrnetz zuhalten, aber es scheint tatsächlich so als ob wir da ohne größere Probleme drüber kommen könnten. “Die rechnen wohl nicht damit das wir aufgetauch kommen, was LI? Das Ding ist nur gut um getauchte Boote zu stoppen!”

Lediglich ein leichtes Kratzgeräuch ist zu hören als wir mit dem Bug auf das Netz treffen, doch ansonsten scheinen wir ohne weiteres drübergleiten zu können. “Wolfgang, präg dir mal genau unsere Position ein, nachher müssen wir wieder genau an der selben Stelle raus, da darf nichts schiefgehen, ich würd’ nur ungern hier drin’ bleiben müssen.”

“Auf Kurs NW gehen, immer ganz dicht entlang der Küste bleiben, dann sind wir von Seiten der Bucht nur ganz schwer auszumachen”

“Herr Kaleu, unser leichter Kreuzer ist leider nur ein Zerstörer, und da vorne liegt gleich noch einer, scheinen beide ruhig vor Anker zu liegen, die Kessel werden auf alle Fälle nicht befeuert” meldet sich unser I WO. “Verdammt, ich habe eigentlich gehofft das wir nicht allzu lange hier bleiben müssen, aber halten wir mal weiter Ausschau hoffentlich kommt bald ein dicker Pott in Sicht” entgegne ich.

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23:52 Uhr

“Da scheint sich was dickes anzubahnen, dort direkt voraus” meldet der I WO. “Sieht aus wie ein Truppentransporter, schon mal nicht schlecht, aber deswegen hätten wir nicht hierher kommen müssen!” antworte ich, schon mit etwas schlechter Laune.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19391030_2352_truppentransporter-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19391030_2352_truppentransporter.jpg)


“Nun, dann lasst uns mal die Ostküste der Bucht absuchen, auf Kurs SW gehen, hinunter bis zu den Bring Deeps, von dort aus sollten wir auch einen Blick auf die Tankstation bei Lyness werfen können, dort waren auf den letzten Luftaufnahmen zumindest noch einige lohnenswerte Ziele zu sehen” gebe ich die notwendigen Befehle. “Schon Mitternacht, jetzt sind wir bereits eine halbe Stunde hier drinnen und noch immer hat uns niemand entdeckt, die scheinen wirklich alle zu schlafen! Wir müssen aufpassen das wir jetzt nicht übermütig werden, immer schön bei der Sache bleiben Jungs!”


http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/part_2_thumb-480x360.jpg (http://www.youtube.com/watch?v=oJAV8P-PO74)

Veers2007
14-12-11, 21:27
Moin Endelmann.

http://forums.ubi.com/images/smilies/11.gif

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Living Silent Hunter III - Download - Game, Mods, Tools, Infos... (http://www.lsh3.com)

"In jedem Manne steckt ein Kind und das will spielen." Friedrich Nietzsche

Ruby2000
15-12-11, 01:35
HI Endelmann,


echt Klasse!


Gruß Ruby

U-Matze
15-12-11, 14:04
Moin Endelmann,

danke für Deine spannenden Feindfahrtberichte. Besonders die Idee mit den Videos finde ich gut, da ist man mittendrin
statt nur dabei. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif
Mache weiter so.

Gruß U-Matze http://www.ubisoft.de/smileys/3.gif

Endelmann
19-06-12, 19:22
Danke für das Lob, bei den Videos muss man leider immer einen Kompromiss zwischen Qualität und realistischer Wiedergabe eingehen.

Ich spiele SH3 mit MODS die das ganze sehr realistisch machen, d.h. die Nächte sind bei mir stockfinster wie halt in in Real auch. Deshalb musste ich die Videos künstlich etwas aufhellen, was sich leider auf die Qualität niedergeschlagen hat. Aber ich werde bei Zeiten auch mal Videos bei Tageslicht veröffentlichen. Die haben dann wirklich TOP Qualität :)

Endelmann
19-06-12, 19:39
15. Oktober 1939 U-47 2. Feindfahrt

Kurz vor 1 Uhr Morgens höre ich im Halbschlaf wie unser Boot taucht. Ich habe Befehl gegeben bei erreichen des Abfangpunktes für unseren Einzelfahrer tauchen zu lassen, bei Nacht ist es einfacher einen Kontakt durch rundhorchen zu finden. Geschätzte 2 Stunden lang wird nach dem Einzelfahrer gesucht, aber ergebnislos. In den frühen Morgenstunden befinden wir uns wieder auf Kurs Richtung Wilhelmshaven.

“Na Wolfgang, kein Glück gehabt letzte Nacht?” frage ich als erstes unseren IWO als ich gegen 6 Uhr morgens in die Zentrale gehe. “Nein, leider nicht Herr Kaleu, der Kerl war einfach nicht zu finden” entgegnet dieser. “Kein Problem, unsere Jungs haben sich sowieso die erste ruhige Nacht seit Scapa Flow verdient”.

Doch die Ruhe währt nicht lange, gegen 7:45 Uhr erhalten wir erneut ein FT über einen Einzelfahrer, diesmal nur 12sm östlich von uns, also leicht zu erreichen, wir gehen sofort mit AK auf Abfangkurs.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0745_einzelfahrer-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0745_einzelfahrer.jpg)

“Den Burschen kriegen wir diesmal” sag ich noch voller Zuversicht, ca. 20 Minuten später haben wir auch schon Sichtkontakt, sieht aus wie ein Frachter, fährt ohne gesetzte Positionslichter, also ein potenzielles Ziel!

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0805_einzelfahrer_-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0805_einzelfahrer_.jpg)

Wir gehen auf Kurs N um uns vor ihn zu setzen, um 8:18 tauchen wir, bleiben aber auf AK um in Schussposition zu kommen. Just als wir getaucht sind fängt der Frachter an zu zacken. Offensichtlich haben wir uns Überwasser etwas zu nahe heran gewagt und die Jungs da drüben haben uns entdeckt, das macht das ganze nicht leichter.

8:21 Uhr

Trotzdem gelingt es uns nahe genug für eine Identifikation heranzukommen, sieht so aus als ob der kleine Frachter unter polnischer Flagge fährt. Wir entscheiden uns sofort zum Angriff!

“Fahrt ca. 12kt, Tiefgang 8m, Torpedorohr 1 feuerbereit machen” gebe ich Befehl.

Um 8:35 sind wir in einer guten Position, doch als wir unseren Aal losmachen zackt der Frachter weg. Unser Torpedo läuft zwar noch knapp unter dem Bug durch, doch entweder war es ein Fehlzünder, oder das Magnetfeld des Bug’s war nicht mehr stark genug um unseren Aal auszulösen. “Verdammt, in Zukunft nehmen wir wieder ein paar G7e mit, die haben unsere Blasenspur gesehen da drüben, bei Tageslicht sind die G7a nicht gerade von Vorteil!”

“Auftauchen” gebe ich Befehl, wir sind getaucht zu langsam um nochmal in eine gute Schussposition zu kommen, und die polnische Besatzung da drüben passt offensichtlich gut auf, da können wir ihnen auch gleich verraten wo wir sind.

“Beide Maschinen AK, Torpedorohr 2 bereit machen!”. Um 8:48 machen wir unseren zweiten Aal los, diesmal Zielen wir nicht mehr genau mittig sondern etwas mehr auf das Heck des Frachters, das sollte eventuelle Ausweichmanöver schwieriger machen, außer die Burschen da drüben lassen sich etwas neues einfallen.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0848_einzelfahrer-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0848_einzelfahrer.jpg)

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0848_pol_frachter-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0848_pol_frachter.jpg)

“Verdammt, die weichen schon wieder aus” bemerkt der IWO mit leicht ärgerlicher Stimme. “Das wird ihnen diesmal nichts nützen, der Aal geht ins schwarze” entgegne ich. “Noch 10 Sekunden…”

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0849_pol_frachter-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0849_pol_frachter.jpg)

“TREFFER!!!” jubeln alle am Turm, leider nur relativ weit vorne am Bug, aber das sollte dem Pott doch ordentlich zu schaffen machen. Die Torpedos mit Magnetzündung arbeiten leider nur richtig gut wenn sie mittig des Schiffs detonieren, mit ausreichender Lauftiefe heben sie dann das gesamte Schiff aus dem Wasser, und brechen ihm somit das Rückgrat. Doch auch so ein Treffer am Bug dürfte einem Schiff dieser Größe zumindest etwas zu schaffen machen.


http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0849_treffer_1-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0849_treffer_1.jpg)


http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0849_treffer_2-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0849_treffer_2.jpg)

09:00 Uhr

Nur sehr langsam beginnt der Frachter über den Bug zu sinken, ca. 10 Minuten nach unserem Torpedotreffer hat sich seine Fahrt zwar merklich verringert, doch der Bug liegt nur ein paar Meter tiefer im Wasser. Da wir so oder so auf dem Rückmarsch sind, und noch genügend Munition haben lasse ich das Deckgeschütz besetzen.

“Setzt denen da drüben mal einen Schuss vor den Bug, damit die wissen das das Spiel aus ist, wir machen jetzt ernst, und die sollen gefälligst machen das sie runter kommen von dem Kahn” befehle ich unserem Waffenoffizier.

Doch die Polen entdecken schon frühzeitig das wir unser Deckgeschütz klarmachen, und verlassen noch vor dem ersten Warnschuss ihr Schiff. “Ein paar Minuten geben wir ihnen noch, dann Feuer frei auf die Wasserlinie, seht zu das der Pott unter Wasser kommt!”

5 Minuten später wird das Feuer eröffnet, unser Schütze Möllers leistet ganze Arbeit, schon der erste Schuss sitzt, und auch die weiteren liegen sehr gut. Binnen 10 Minuten wird das Schiff förmlich zerfetz von unseren Granaten, und zerbricht schließlich knapp hinter der Stelle unseres Torpedotreffers, also hat die Magnetzündung auch diesmal hervorragende Arbeit geleistet.


http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0859_deckgeschütz-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0859_deckgeschütz.jpg)


http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0859_deckgeschütz_-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0859_deckgeschütz_.jpg)


http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0900_deckgeschütz_-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0900_deckgeschütz_.jpg)


http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0901_frachter-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0901_frachter.jpg)


http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0910_frachter-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0910_frachter.jpg)

“Das reicht, Feuer einstellen” befehle ich, da ist nicht mehr viel zu Retten da drüben, wir gehen wieder auf alten Kurs, “für 1 Stunde AK, dann tauchen wir um unseren Tagesmarsch fortzusetzen.”

Doch das polnische Schiff erweist sich als verdammt zäh und will nicht sinken. Eine halbe Stunde später als wir schon fast außer Sichtweite sind treibt das Wrack noch immer lichterloh brennend über Wasser.

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0930_frachter-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390111_0930_frachter.jpg)

“Wie dem auch sei, das Ding ist jetzt sowieso wertlos, und wird früher oder später den Elementen zum Opfer fallen, jetzt ist das Risiko zu groß das wir nochmals umkehren um einen Fangschuss zu setzen. Die dürften wohl einen sehr leichte Ladung unter Deck gehabt haben, vielleicht Kork oder Holz. Und jetzt schwimmt der Pott auf dem Zeug auf.” erkläre ich meine Gedanken “Weiter auf Kurs bleiben und in einer halben Stunde auf 20m gehen”.

Der Rest des Tages verläuft Ruhig, um 18:40 Uhr lasse ich wieder auftauchen um unseren Marsch Richtung Wilhelmshaven über Wasser fortzusetzen….

Ruby2000
19-06-12, 21:04
Hi Endelmann,

Super FF-Bericht und dazu Klasse Bilder :)

Gruß Ruby

roteroktober200
19-06-12, 21:57
Ich kann mich hier "nur" Ruby anschließen. :)

Grüße RO

U-Matze
21-06-12, 18:54
Ich ebenfalls, sehr schöner Bericht. Das Du immer gut u. heil nach Hause kommst.

Gruß U-Matze

Torpedo430
14-04-13, 14:01
Hallo Endelmann
ich habe mal eine Frage zu dem Geleitschutz (siehe oben). geht das auch ohne ein Mod oder Patch ich speile nämlich ohne so was. Geht auch super
Auch von mir schöner FF Bericht.

Im voraus vielen dank und eine handbreit Wasser unterm Kiel und Fette Baute.
Torpedo430

Endelmann
01-05-15, 14:59
Hallo Endelmann
ich habe mal eine Frage zu dem Geleitschutz (siehe oben). geht das auch ohne ein Mod oder Patch ich speile nämlich ohne so was. Geht auch super
Auch von mir schöner FF Bericht.

Im voraus vielen dank und eine handbreit Wasser unterm Kiel und Fette Baute.
Torpedo430

Spät aber doch komme ich zum Antworten: Prinzipiell spiele ich schon sehr sehr lange mit den verschiedensten Mods, darum weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr welche Features die Stock-Version überhaupt besessen hat.
Aber mach dich doch einfach mal mit z.B. GWX (TheGreyWolves.com) vertraut, du wirst das Spiel aufgrund der Verbesserungen quasi nicht mehr wiedererkennen :)

Endelmann
22-06-15, 12:33
16. Oktober 1939 U-47 2. Feindfahrt

"Herr Kaleun, Herr Kaleun..." mit etwas Nachdruck werde ich von unserem Gefreiten Bildstein geweckt "Schiff voraus, hat Laternen gesetzt".

"Wie spät ist es?" frage ich, "Kurz nach 3 Uhr Herr Kaleun"...

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390211_0314_frachter-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390211_0314_frachter.jpg)

Kurze Zeit später bin ich auf der Brücke.
"Scheint ein dicker Brocken zu sein, sehen wir uns das mal genauer an. Auf Kurs Nord gehen, AK, und diesmal bleiben wir weit auf Abstand, nicht dass wir wieder vorzeitig entdeckt werden!".



04:14 Uhr

Wir stehen nun weit vor dem Frachter, direkt auf dessen Kurs. Ich lasse tauchen, mit den E-Maschinen machen wir leichte Korrekturen um uns weiterhin genau in Position vor dem Frachter zu halten.



06:00 Uhr

Identifizieren Frachter als Norweger, wir sind auf 200m heran, und liegen weiterhin getaucht, trotzdem ist die Flagge nur schwer zu erkennen, verdammte Schlamperei!

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390211_0600_frachter-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390211_0600_frachter.jpg)

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390211_0600_frachter_2-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390211_0600_frachter_2.jpg)

http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390211_0600_frachter_flag-480x360.jpg (http://www.silenthunterlog.com/wp-content/uploads/2011/10/19390211_0600_frachter_flag.jpg)

07:00 Uhr

wir haben den Norweger unbehelligt laufen lassen und tauchen nun für unseren Tages Marsch unter Wasser. Befinden uns auf Höhe Doggerbank.

Bis zum Abend keine weiteren Vorkommnisse...