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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : überwassernachtangriff



yvonneundronny
14-10-05, 00:24
Hallo zusammen,

ich habe mal ne Frage:

Wie macht ihr am besten überwassernachangriffe?

Ich mache es so - am Rande der Sicht (ca. 6000 - 7000) mit AK vorsetzten (bis der Winkel ca. 45 Grad ist) dann auf Kollisionskurs, so das WZB später um die 90 Grad liegt - bei ca. 700 - 1000 m Entfernung.

Soweit der Plan (so wurde es damals gemacht).

Jetzt das Prob: Ich spiele auf 57 % - hab also noch die Entdeckungsanzeige an. Und spätestens auf 1200 m werde ich nahezu immer (egal, ob die Maschine nur kleine Fahrt läuft oder mehr - egal ob stockdunkel (bei vollmond noch eher) entdeckt.

Kann man das ändern?

Realistisch ist, dass die Torps bis auf 400 m abgefeuert wurden - ohne Entdeckung. Bei Sturm konnte man nachts direkt am Frachter vorbei - ohne Entdeckung (kann man u.a. bei Werner nachlesen).

yvonneundronny
14-10-05, 00:24
Hallo zusammen,

ich habe mal ne Frage:

Wie macht ihr am besten überwassernachangriffe?

Ich mache es so - am Rande der Sicht (ca. 6000 - 7000) mit AK vorsetzten (bis der Winkel ca. 45 Grad ist) dann auf Kollisionskurs, so das WZB später um die 90 Grad liegt - bei ca. 700 - 1000 m Entfernung.

Soweit der Plan (so wurde es damals gemacht).

Jetzt das Prob: Ich spiele auf 57 % - hab also noch die Entdeckungsanzeige an. Und spätestens auf 1200 m werde ich nahezu immer (egal, ob die Maschine nur kleine Fahrt läuft oder mehr - egal ob stockdunkel (bei vollmond noch eher) entdeckt.

Kann man das ändern?

Realistisch ist, dass die Torps bis auf 400 m abgefeuert wurden - ohne Entdeckung. Bei Sturm konnte man nachts direkt am Frachter vorbei - ohne Entdeckung (kann man u.a. bei Werner nachlesen).

Edgtho66
14-10-05, 00:51
Moin!

Hmmm, also die Gefahrenanzeige zeigt dir nur den Grad der Wahrscheinlichkeit an, das du eventuell entdeckt werden kannst. <span class="ev_code_RED">Rot</span> heisst zwar erhöhte Entdeckungsgefahr, aber nicht zwangsläufig, das du auch entdeckt wurdest.
Selbst bei kleinster Fahrt mit den Dieseln kann man dich mit Hydrophonen höen, ergo auch die DD´s.

Ansonsten versuche ich überwasserangriffe zu vermeiden, indem ich mich im rechten Winkel vor den Konvoi setze, tauche und dann lauere.
Früher oder später musste das eh drauf haben. Dann is´ es Essig mit überwasserangriffen! http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif


Gruß
Edi

silence1989
14-10-05, 01:00
Morgen

Im Grunde mach ichs so wie du. Aber wenn ich in einem guten Winkel an einen Geleit komme, dann greif ich gleich am hellichten Tag und getaucht an, dann warten bis die Sicherung ihre Wasserbomben geschmissen hat, und dann wieder nachsetzen.

Dass geht dann so bis alle Torpedos verschossen sind, oder alle Schiffe versenkt wurden!

Einmal hab ich einen schwach gesicherten Konvoi gesichtet. Ca. 15-20 (weis nicht mehr genau) Dampfer gesichert durch einen Hunt II und einen Trawler. Ich bin am Tag getaucht ran, hab den Hunt mit einem 2-Fächer versenkt, dann Maschinen aus und gewartet bis der Trawler vor den Bug kommt. Rohr 2 los!, weg war er. Dann aufgetaucht und die Dampfer mit dem Deckgeschütz zerlegt.

Gute Jagd und fette Beute!
silence

Wildschwien
17-10-05, 17:31
NAAAJA, das mit AK ranfahren is eigentlich nur wenn man

a) Wert auf Realismus legt und Das Boot gesehen hat http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

oder

b) Zu viel Diesel dabei, den man unbedingt noch loswerden muss.

Ich persönlcih nehme das Schiff immer ins Visir, schalte auf und fahre so, dass der Schubwinkel so ungefähr 000 ist. Und entweder tauche ich dann oder hau die Torpedos so raus (bei &lt;1000m)...

Ist bei 67% Realismus sehr effektiv

Copyoffline
17-10-05, 20:42
in Wirklichkeit waren die Zerstöer sehr viel kleverer und extrem gefährlich wenn man nicht rechtzeitig genug tiefe hatte. Deshalb hat man in der Realität damals einen Anlauf mit AK gemacht, damit man nach dem Angriff genug Schwung hatte um möglichst schnell abzutauchen.

In SH3 bewehrt sich aber eher die ruhige Taktik. Den Zielkurs ploten, sich ranschleichen, abtauchen und abwarten. Wenn es dann soweit ist, torpedos abfeuern und sich mit schleichfahrt absetzten. Wenn man nicht zuviel krach macht wird man gar nicht erst angegriffen, die dummen Zeris fahren ein Paar minuten im Kreis und ziehen dann weiter.

Spielst du allerdings mit 100% realismus so ist der überwasserangrif natürlich angenehmer weil das Uzo im Gegensatz zum Periskop stabil ist, es ist einfacher eine korrekte Ziellösung zu berechnen. Ansonsten gibt es keine Vorteile.

Und wie hier schon gesagt. Die Sichtungsanzeige, zeigt dir nur an ob du "sichtbar" bist. Wenn sie rot ist, ist die Gefahr relativ groß entdeckt zu werden, aber es heisst nicht dass du bereits entdeckt worden bist. Es hängt vom Skill der einzelnen Gegner ab wie schnell sie dich entdecken können. Erfahrene Gegner bemerken dich schneller, allerdings auch nur wenn die Anzeige Gelb oder Rot ist. Während die Anfänger total blind sind.

Du kriegst es mit wenn du auch wirklich entdeckt wurdest. Die Sicherungsfahrzeuge halten sofort auf dich zu und schalten ihre Scheinwerfer an. Manchmal lassen sie auch eine Leuchtrakete steigen und wenn sie nah genug sind eröffnen sie auch sofort das feuer.

alfudet
17-10-05, 23:57
Es wurde der überwasserangriff mit Einführung des Radars (1941/1942) auf den Begleitzerstöern zu einem Lotteriespiel, da man ja nicht wußte ob der Begleitschutz Radar oder keinen Radar hat, und deswegen wurden die Angriffe nur noch auf Seerohrtiefe gefahren.

Copyoffline
18-10-05, 05:59
naja es gab ja auch radarwarner für uboote.

Und in der Regel schlägt der Radarwarner schon lange vorher an als dass man vom Radar entdeckt wird. Aber natürlich hat es eine zeit lang gedauert bis die Uboote auf die Einführung von Radar reagieren konnten und sich ausreichend mit Radarwarnern bestücken konnten. Da ging sicherling der eine oder andere Nachtanlauf in die Hose.

alfudet
19-10-05, 00:13
Die ersten Radarwarner (nur in geringer Stückzahl verwendet) wurden für die U-Boote zur Todesfalle da sie von den Gegner erkannt werden konnten. Andererseits hatten die Geräte zum Teil nicht die ausreichende Reichweite bzw. Frequenzbreite, da das Radar schnell mit immer größeren Reichweite und anderen Frequenzen weiterentwickelt wurde.

Ergänzung:

Es ist belegt dass dieser Teil der technischen Entwicklung sehr stiefmütterlich behandelt wurde und somit immer hinter den Entwicklungenen, gerade in den USA, hinterherhinkte.

Copyoffline
19-10-05, 06:37
wo hast du den kram her?

Wie kann ein Radarwarner entdeckt werden? weisst du überhaupt wie es funktioniert? Es arbeitet völlig passiv. Ähnlich wie das Hydrophon lauscht es im Radioäther nach Radarwellen. Ein Hydrophon kannst du ja schließlich auch nicht orten. Ausserdem ist die Reichweite von Radarwarngeräten völlig unerheblich. Ein Radarwarner schlägt immer lange vorher an als dass man vom Radar entdeckt wird. Der Grund dafür ist dass die Radarstrahlung sich sehr weit ausbreitet. Das Radar empfängt dann die s.g. Radarechos. Die Voraussetzung dass ein Radarecho überhaupt erzeugt wird ist dass die Radarwelle etwas trifft. Z.b. ein Uboot. Und wenn es von Radarwellen getroffen wurde kann das Uboot auf jedenfall diese Radarsignale selbst empfangen und ist somit gewarnt. Aber es heisst noch lange nicht dass das erzeugte Echo gross genug ist um nicht im Hintergrundrauschen zu verschwinden. Deshalb schlagen die Radarwarner auf jedenfall schon an wenn man eigentlich noch ausser Reichweite der Radarortung ist.

Das ist im Spiel übrigens gut umgesetzt. Man wird meistens vom Radarwarner auch tatsächlich auf grosse entfernung gewarnt noch bevor man geortet wird. Es gibt nur eine Sache die mich etwas stöt. Normalerweise kann man mit einem Radarwarner auch erfahren aus welcher Richtung die Radarwelle emfpangen wird. Im Spiel bekommt man nur eine Information dass man Radarsignale emfängt aber nicht dir Richtung.

Das mit Frequenzen stimmt schon, wobei Radarwarner technisch sehr viel simpler sind und es ist wirklich kein großer Aufwand ihn auf eine beliebige Bandbreite umzubauen. Das kann jeder Hobbyfunker in seiner Werkstatt machen. Im Prinzip kann man mit einem Gerät das ganze Radarspektrum abdecken sofern man die Radarfrequenzen des Gegners kennt.

silence1989
19-10-05, 07:41
Tag Leute,

Ali Cremer hatte auf seinem Boot (U-333) auch das sogenannte "Metox" Radarwarngerät.

Das Metox konnte nur Radarwellen orten die im Zehnzentimeter-Band waren. Als die Allierten herausgefunden haben, dass die Deutschen ihre Radarsignale orten konnten, entwickelten sie ein neues Radar-System das auf dem Zentimeter-Band arbeitete und nicht mehr von "Metox" geortet werden konnte.

alfundet hat recht. Ali Cremer schrieb das er ein paar mal ohne Grund geortet wurde. Erst nach dem Krieg wurde ihm gesagt das das "Metox" schwache Eigensignale ausstrahlte, die die Allierten mit dem sogenannten "Huff/Duff" aufspüren konnten.

Ein weiterer Nachteil war, dass das Metox sehr empfindlich war, man musste es nach dem auftauchen auf der Brücke aufbauen und beim Tauchen wieder abbauen (was eine gewisse Zeit beanspruchte).

Gruß silence

Trontir
19-10-05, 09:53
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by silence1989:
(...) Erst nach dem Krieg wurde ihm gesagt das das "Metox" schwache Eigensignale ausstrahlte, die die Allierten mit dem sogenannten "Huff/Duff" aufspüren konnten.
</div></BLOCKQUOTE>

An sich völlig richtig, was du beschrieben hast. Aber "Huff/Duff" (HF/DF = High Frequency Direction Finding) wurde (soweit ich weiß) zum Einpeilen der Funksprüche bzw. der Peilzeichen verwendet, die von einem U-Boot gesendet wurden, wenn es als Fühlungshalter bei der Beschattung eines Konvois operierte. Huff/Duff konnte jedoch die *geringe* Eigenstrahlung des Metox nicht anpeilen.

Es gibt da die Geschicht von dem abgeschossenen alliierten Flieger, der beim Verhö den Deutschen erzählte, dass ihre Radarwarnanlagen so extrem strahlten, dass man kein eigenes Radar mehr bräuchte, um die Boote zu finden. Das war in der übertreibung sicher falsch, führte aber zu einer Verunsicherung auf deutscher Seite.

MCMboss
17-02-07, 05:32
viel wichtiger ist doch aber, ob der feind in SH3 den metox radarwarner orten kann oder nicht?! tut/kann er das?

AdmiralNelson16
04-03-07, 11:44
Moin,

gegenfrage ab wann kann man bei SH3 den Metoxwarner bekommen?

phantom1n8
04-03-07, 12:33
Metox gibt es ab August 1942.

twinter22
04-03-07, 23:54
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by MCMboss:
viel wichtiger ist doch aber, ob der feind in SH3 den metox radarwarner orten kann oder nicht?! tut/kann er das? </div></BLOCKQUOTE>
Es ist bis heute nicht eindeutig geklärt, ob die Alliierten im WW2 in der Lage waren, die eigenabstrahlung vom Metox zu orten. Und da SHIII nicht so brilliant programmiert ist, vermute ich mal, daß das Metox nicht geortet wird...

friedl58
05-03-07, 06:23
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by MCMboss:
Es ist bis heute nicht eindeutig geklärt, ob die Alliierten im WW2 in der Lage waren, die eigenabstrahlung vom Metox zu orten. </div></BLOCKQUOTE>

Konnten sie nicht. Strahlung war viel zu schwach.
Brauchten sie aber auch nicht, wenn sie das Boot schon im Radar hatten.