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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist Anno 1404 überhaupt ein Strategiespiel oder nur eine Wirtschaftssimulation?



crashcids
25-02-09, 19:46
Ich möchte mal zum Thema: "Was ist nun Anno 1404 wirklich?" mal eine Diskussion anstoßen.

Bei allen bisherigen 3 Anno-Teilen war es neben der Besiedlung von Inseln und Aufbau einer Wirtschaft auch möglich, mit
militärischen Mitteln oder Diplomatie, im Anno 1701 zusätzlich mit Logenaktivitätem zu agieren (nicht zu vergessen die
Spezialfähigkeiten der mit einem verbrüderten Völker wie z.B. das Gewitter von Tetonka oder die Heuschreckenplage vom Inder).

Bei den bisherigen Infos über das wohl bald erscheinende Anno 1404 scheint es meiner Ansicht nach so zu sein, daß die bisher
immer dagewesenen Innovationen alle gestrichen bzw. gestutzt wurden. Ohne einen sinnvoll ins Spiel integrierten Militärpart und
anderen Features wie die bislang immer vorhanden gewesene Forschung in Schulen/Unis scheint es für die Spieler dann nur noch
die Möglichkeit zu geben, eine Wirtschaft aufzuziehen. Einerseits ist das ja löblich, wo heutzutage alles immer gewalttätiger
wird (man denke nur an die Ego-Shooter oder Horror-/Gruselspiele, wo nicht genug Blut fliessen kann), auch weil die Anno-Spiele
ja bisher familien-/kinderfreundlich gewesen sind, das soll ja auch so bleiben. Allerdings stellt sich die Frage, ob das
Anno 1404 dann überhaupt noch ein richtiges Anno ist oder eher ein Siedler-Ableger? Schließlich hat ja der Publisher Ubisoft
neben der Siedler-Reihe auch die Anno-Reihe im Portfolie.

In diesem Thread aber bitte keine Diskussionen über evt. fehlenden Multiplayer-Modus oder Beta-Test usw. sondern nur zum Thema.

MP70513
26-02-09, 00:03
Beide Spielereihen, Anno und Siedler sind eine Wirtschaftssimulation und verlieren leider zunehmends an Komplexität.
Doch eine Wirtschaftssimulation bleiben sie, solange wie auch nur ein wirtschaftlicher Zusammenhang (vereinfacht) dargestellt wird. Also solange es einen Bauernhof, eine Mühle, einen Bäcker und einen Abnehmer gibt: sind es lt. Definition Wirtschaftssimulationen.

Ob das in der neusten Version jedem 'alten Hansen' einer Reihe gefällt, oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Ich persönlich kann mit Siedler 5 und 6 nichts anfangen, doch Anno 4 finde ich gut - genauso wie Anno 2 - da das Spiel für mich nicht einer bestimmten Vorstellung entsprechen muss, sondern Spaß machen kann. Vermutlich weil mir die 'Geschichte' und der Ursprung von Siedler wichtiger ist als der von Anno - bei dir/euch ist es wahrscheinlich umgedreht.

Irokesenfreund
26-02-09, 04:20
Es wird doch wieder CGs geben, sogar mehr als bei 1701. Also muss es auch ein Diplomatiemenue geben. Also wird man auch mit den CGs in Konflikt oder Krieg geraten.
Ruhm wird eine Rolle für die Forschung spielen, dann nehme ich an auch fürs Militär.
Grüße

aus Karrenschiebers Antworten:
Der Spieler wird in ANNO 1404 die Möglichkeit haben eine neue Ressource zu erlangen: Ruhm. Sie funktioniert analog zu den Goldmünzen wie ein spezielle Währung. Seinen Ruhm kann der Spieler dazu verwenden, um bei den drei Hauptfraktionen im Spiel zahlreiche Verbesserungen freizuschalten, etwa eine Vergrößerung der Handelsflotte der jeweiligen Fraktion, die ihn mit Waren beliefert oder eben den Zugriff auf Baupläne spezieller orientalischer Gebäude.

Um Ruhm zu erwerben gibt es in 1404 zahlreiche Möglichkeiten, so dass für jeden Spielertyp der Zugang zu dieser Ressource sichergestellt ist. Der Löwenanteil dieser Möglichkeiten bezieht sich auf friedliche Aspekte wie den Ausbau der Stadt, den Handel mit Waren, das Lösen von Aufgaben oder das Ausrichten von Tunieren. Es gibt daneben aber auch die Möglichkeit, hin und wieder durch militärische Aktionen an zusätzlichen Ruhm zu gelangen. Eine militärisch orientierte Spielweise bringt jedoch keine grundlegenden Vorteile bei der Ruhmgewinnung.

Irokesenfreund
02-03-09, 10:29
crashcid, bist du noch an deiner Frage interessiert?

Zum Vergleich:
Ich habe mir bei einem Freund kürzlich stronghold 2 angesehen. Mir gefällt's nicht. Ist kein stronghold crusader mehr, wie ich es erwarte. Die Aufbauelemente sind in den Vordergrund gerückt und wirken wie ein Wettbewerb zur Annoserie. Aber durch die Graphik atmosphärisch kitschig. Hollywoodhelden, statt Typen.
Die gamestar listet es auch als "Aufbauspiel". Hat mich gewundert. Für mich war stronghold immer ein militärisches Strategie- und Taktikspiel, deutlich von anno zu unterscheiden. Aufbau war notwendiges Übel. Gebaut wurde mit Elan vorwiegend an der Burg.

Anno war für mich immer ein Städte-Aufbauspiel mit geringerer Bedeutung des Militärs. Das Militär und diplomatische Aktivitäten kommen erst nach oder gleichzeitig mit einem wirtschaftlichen Aufbau. Klar Seeschlachten waren auch schon bei 1602 toll und bei 1701 großes Kino, aber wichtig war doch die Steuerung der Wirtschaftssimulation.
Ich denke das wird 1404 in sehr schöner Optik und Komplexität liefern.
Deshalb spiele ich auch lieber Endlosspiele als geführte Kampagnen.

crashcids
02-03-09, 14:52
@Irokesenfreund: Jupp, bin noch da!
Habe übrigens auch Stronghold 2 gekauft und mußte nach einigen Tagen sagen: FEHLKAUF
Die 49 Mücken hätte ich lieber fürn anderes Spiel angelegt. Stronghold 2 ist für mich nur ein
Kampfspiel, der Wirtschaftspart spielt eigentlich nur eine untergeordnete Rolle. Aber es war möglich,
komplexe Militäranlagen zu bauen mit diversen Schutzwällen etc. Bei dem Anno 1503 war es eher umgekehrt,
die komplexe Wirtschaft stand im Vordergrund und es war bitter nötig, seine Wirtschaft auf einen
bestimmten Level zu hieven, um ein längeren Krieg gegen bestimmte GC's überhaupt durchstehen zu können.
Genau wie bei dem einfacheren Anno 1701 wars meist erforderlich, erstmal einen üppigen Staatsschatz
anzuhäufen und genügend Waffen/Kanonen in Reserve zu haben, um etwaige "Ausfälle" nachzurüsten, denn ein
stehendes Heer und/oder eine gewaltige Kriegsflotte nebst vielen Abwehrtürmen und Kanonentürmen kann man
sich wegen der gewaltigen Kosten kaum auf Dauer leisten. Aber es war auch erforderlich, die strategischen
Schwachstellen des Gegners auszukundschaften und diese gezielt als erste anzugreifen. Das ganze konnte
bei Anno 1701 mit gezielten Logenaktivitäten kombiniert werden. Meine Befürchtung geht nun dahin, daß
Anno 1404 wegen des abgespeckten Kampfsystems da weniger Möglichkeiten bietet, taktisch vorzugehen. Wenn
das Kampfssystem nun so uninteressant wird, das ein "alter Hase" wie ich mich damit langweilen werde,
dann wird Anno 1404 für mich nur eine Wirtschaftsimulation werden. Ich lege nicht den Schwerpunkt auf
eine reine Wirtschaftssimulation (ob mit 20, 32 oder 65 Waren) oder ein Spiel mit nur 3-5 Waren
(Nahrung, Holz, Stein, Gold usw.) mit ausgeprägtem Kampfsystem, sondern für mich ist der Mix aus beiden
Teilen entscheidend dafür, ob so ein Spiel auch nach 100 Stunden noch von mir gespielt wird. Das Anno 1503
habe ich auch bedeutend länger gespielt (min. 1000 Stunden) als das Anno 1701 und habs gerad letzt wieder
gespielt, um eine Prunksiedlung mit Triumpfbogen (gibts jeweils für einen plattgemachten Gegner!) und Bibliothek und und und ...... zu errichten.

Pro-logik
02-03-09, 15:06
Also ich würde sagen,dass Anno eine Mischung aus Aufbau (Wirtschaft) und Militär ist.
Also ca. 80% Aufbu + Wirtschaft und 20% Militär.
Es kommt aber auch auf den Spieler drauf an.
Man kann ja nur bauen und Bündnisse usw. schließen oder den Krieg erklären und Militärisch vorgehen.
Doch um Militärisch vorzugehen muss man halt erstmal eine Siedlung aufbauen.

Deswegen ist Anno meiner Meinung nach ein Aufbau (Wirtschafts) - Spiel.

MfG Daniel

MetallUrg1
07-03-09, 10:54
Also ganz generell glaube ich eigentlich schon, dass Anno auch ein Strategiespiel ist, bzw. auf die eine oder andere Art immer gewesen ist. Und wenn ich sehe wie viele CG's man bereits in das Grundspiel integriert hat, bin ich mir schon fast ziemlich sicher, dass Anno 1404 zum Strategiespiel des Jahres avancieren könnte.

Und wenn nicht, wird einem wohl immer noch die Möglichkeit offen bleiben selber zu entscheiden, welcher Strategie man nachgehen soll. Also z.B. ob man sich besser einmauern / passiv agieren oder offensiv = kriegerisch vorgehen soll.

Wenn ich das neue Militärsystem betrachte, bin ich mir eigentlich schon fast sicher, dass man das Spiel zur Freude der Strategiespieler sehr strategisch ausgelegt haben könnte. Ich glaube da wurde auch etwas darüber gesagt, dass Anno 1404 eher taktisch/strategisch sein wird. Was das genau zu bedeuten hat, wird man wohl bald selber wissen.

Für einen Schönbauer wäre es vielleicht strategisch interessant, wenn man z.B. für Strassen und Plätze eine Menge Steine brauchen und dementsprechend heranschaffen müsste, wo hingegen der Krieger wohl eher den Erzminen zwecks Waffenherstellung nachjagen wird.

Nun, man wird es wohl bald besser wissen, was da alles eingebaut wurde, aber ich glaube schon, dass man Anno 1404 auch als Strategiespiel wird bezeichnen können.

catweazle1966
07-03-09, 11:09
Für mich war, ist und bleibt Anno die Beste Mischung aus allem. Aufbau, Strategie und Wirtschaft - was will man mehr.

klaugrub1955
15-03-09, 08:02
Zitat von catweazle1966:
Für mich war, ist und bleibt Anno die Beste Mischung aus allem. Aufbau, Strategie und Wirtschaft - was will man mehr.

ja, aber ohne MP-Modus, ist das alles mist.
da ich ncht mit meiner frau gemeinsam spielen kann...schade...ohne mich

Lord_Fortescue
15-03-09, 12:13
schade...ohne mich

...Dann viel Spaß mit Anno 1602, 1503 und 1701 http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif
***
Die Serie war schon immer die perfekte Mischung aus allem, jedoch bei allen Teilen unterschiedlich gewichtet. 1602 war noch 50/50, Anno 1503 ist die knallharte Wirtschaftsimulation, während 1701 ein Tick mehr in Richtung RTS geht. Ist auch gut so, da findet (fast) jeder genau seinen Geschmack wieder.

zeroz1985
15-03-09, 12:25
Zitat von Lord_Fortescue:

...Dann viel Spaß mit Anno 1602, 1503 und 1701 http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif


Wenn er diese überhaupt mal gespielt hat http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif. Von dem werden wir sowieso nix mehr hören ohne Multiplayer. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

crashcids
15-03-09, 19:21
@klaugrub1955: wenns dir nicht gefällt, dann spiel doch was anderes!

Aber zum Thema: Im 1404 wird es als Ersatz für den freien Händler nun seine Lordschaft
"Lord Richard Northburgh" geben, für den Piraten die Korsaren (mit denen ist auch ein
Friedensvertrag möglich) und als Ersatz für die fremden Kulturen nun der orientalische
Großwesir Al Zahir. Einen Ersatz für die Königin gibts nur teilweise in Form des Kaisers.
Damit sind die Interaktionsmöglichkeiten aber fast gleich zu 1701, ist nur die Frage, ob es
Loge oder Geheimbund etc. gibt. Da der Militärteil noch nicht ganz bekannt ist, tendiere ich
dazu, das Anno 1404 am ehesten dem Vorgänger 1701 gleichen wird. Mit den vielleicht über 60
verschiedenen Warten/Gütern ist der Wirtschaftsteil auf jeden Fall der bisher umfangreichste.
Das im Wettbewerb mit bis zu 3 "normalen" CG's zu schaffen, wird bestimmt eine knifflige
Angelegenheit und wird einen bestimmt länger als 10 Stunden herausfordern, ganz zu schweigen
von CG's vom Schlage einer Madame Nadansky.

Denke mal, das es da dann sehr verschiedene Möglichkeiten gibt. Ich will nur hoffen, das der
von den Entwicklern angestrebte engere Kontakt mit dem Orient zum Erreichen einer bestimmten
Entwicklungsstufe nicht zu sehr zu einer Einbahnstraße wird. Da möchte ich als "Chefstratege"
meiner People doch auch andere Möglichkeiten haben!

Eine Idee wär z.B., von einem Gegner Tribut in Form von Waren zu fordern, war ja damals im
Altertum und Mittelalter normal. Dann bräuchte unsereiner diese Sachen nicht selbst produzieren.

Vielleicht ist das auch eine Idee für ein Add-On. Dann könnte ja auch noch eine Erweiterung in
Form des "fernen Ostens" (Indien und China) eingeführt werden.

Lord_Fortescue
16-03-09, 09:55
China bzw. Asien hatten wir ja gerade erst beim 1701 Addon... Da müsste mal wieder ein ganz neues Setting her.

zeroz1985
16-03-09, 13:57
zeroz1985 schrieb:

...wünsche ich mir jetzt für Anno's zukünftigen Anno 1404 Addon einen weiteren Stamm z.B durch die Türken oder Indianer/Amerika.

Das wäre eine richtig geile Setting, für Anno 1404.

MP70513
16-03-09, 14:56
Wenn man auf Anachronismus steht, kann man 1404 auch Amerika bereits entdeckt haben - ja. Wenn nicht, sollte man dies lieber als Addon zu 1503 nachreichen oder die Vikinger als Hauptvolk für Anno 1404 einfügen, dann könnte man auch Amerika als bereits entdeckt einbinden.

Ansonsten sind die Türken mit dem Orient bereits enthalten...

zeroz1985
16-03-09, 16:29
@ MP70513

Ups.., das stimmt mit den Türken, hatte irgendwie nicht daran gedacht, das Sie zum Orient schon gehören.

Das mit Amerika könnte man schon 1503 zuordnen das stimmt, trotzdem könnte man das aber auch als Bindeglied nehmen zu 1404 oder so k.A Geschichte ist nicht so mein Ding *g*.

Das mit den Wikinger hört sich gut und interessant an. Ich würde sogar sagen es ist besser als das was ich vorgeschlagen habe.

Excali58
17-03-09, 08:00
oder die Vikinger als Hauptvolk für Anno 1404 einfügen

. . . http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_confused.gif

sorry - aber was haben die Wikinger im 15.Jahrhundert (1404) verloren???


In der Regel wird aber der Überfall auf Lindisfarne 793 als Beginn der Wikingerzeit gesehen. Das Ende wird auf 1066 datiert, obgleich das private Strandräuberunwesen bereits viel früher entscheidend zurückgegangen war.
( http://de.wikipedia.org/wiki/Wikingerzeit )

Robbie47
17-03-09, 08:56
Füt ein Add-On kommen weder Asien noch Amerika zeitlich in Frage. Aber Afrika, was ja von Heinrich dem Seefahrer und seine Nachfolger im 15. Jahrhundert nach und nach entdeckt und erschlossen wurde, wäre im Rahmen des zeitlichen Abflaufs integrierbar. Hier könnte man vor allem wieder wirkliche Kolonien gründen.

Philippinh0
17-03-09, 09:38
Afrika fände ich auch gar nicht so schlecht. Gibt natürlich wenig technologisches was man übernehmen könnte, aber an Waren und Landschaften würde es ja ziemlich viel bieten. Würde mich auch interessieren wie mit dem Thema Sklaven umgegangen würde.
Australien ist ja leider wieder zu früh...

Zomby_Woof65
17-03-09, 09:42
Ja, Afrika ist eine gute Idee. Unverbrauchter Schauplatz und passt in den Zeitrahmen.

Für die Wikinger brauchen wir dann Anno 801 http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Excali58
17-03-09, 10:14
. . . jo,

und für Afrika bräuchten wir Inseln http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif . . .

Robbie47
17-03-09, 12:01
Für Afrika brauchst du Inseln? Für Asien, ja, auf jeden Fall. Aber Afrika? http://forums.ubi.com/images/smilies/52.gif
In Grunde genommen doch nur eine sehr große "Afrika-Insel", damit wäre ja alles abgedeckt...

lupos55
17-03-09, 12:05
Zitat von Robbie47:
Für Afrika brauchst du Inseln? Für Asien, ja, auf jeden Fall. Aber Afrika? http://forums.ubi.com/images/smilies/52.gif

Hei, du weißt das die Kanaren zu Afrika gehören.Auch Mauritius und die Kapverden sind Afrikanisch,was verstehst du also nicht?? http://forums.ubi.com/images/smilies/10.gif http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_confused.gif

Ach,und Reunion habe ich noch vergessen.:lol:

Philippinh0
17-03-09, 12:08
So wichtig sind die Inseln da auch nicht. Ist ja nicht alles komplett realistisch. Der Orient wohnt ja auch nicht nur auf einer Insel

MP70513
17-03-09, 12:26
Zitat von Excali58:
[...]was haben die Wikinger im 15.Jahrhundert (1404) verloren???
[...]
Weil du den Fehler machst wie viele andere auch, dich auf Wikipedia als Hauptquelle zu verlassen.
Nur weil dort einer etwas reinschreibt und niemand der es besser weiß den Inhalt verbessert, heißt es nicht, dass es so stimmt. Im Übrigen hast du es auch selbst zitiert, der Ersteller ist selbst über sein gefundenen Wert 1066 erstaunt, da er ihn sich nicht erklären kann. Frag man einen der sich damit wirklich auskennt, der sagt dir sicherlich ein etwas anderes Datum.

Das sich aber tatsächlich nicht in das 15Jahrhundert gehören ist richtig, sie hätten es aber zumindest bereits viel früher entdeckt gehabt und somit währe ein Vikingereinfluss auf das Bekanntsein Amerikas zumindest theoretisch erklärbar gewesen.

Excali58
18-03-09, 10:20
. . . jepp,

ich habe natürlich auch andere Quellen aufgetan - auch über die Folgestämme usw

Aber defenitiv haben eben die Wikinger, wie wir sie kennen nix im 15. Jahrhundert verloren http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif - mehr wollte ich nicht aussagen und dazu reicht die Aussage im Wiki. Ich will mich hier nicht un 50Jahre streiten oder so http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Afrika (auch wenn die Inseln haben) lehne ich deshalb, wie Amerika ab, weil man dann auf einer großen Landmasse spielen sollte. Das wäre für mich kein Anno mehr - da gehören einfach die Inseln dazu.

Auch wenn natürlich ein Setting - Amerika/Afrika recht interessant wäre. Vorerst würde ich sowas in Anno nicht mögen . . .

sgr011566
21-03-09, 16:32
Prinzipiell sollte relevant sein, was vorhanden war - darauf wurde bisher meistens recht gut geachtet. Gut - dass der Arzt in 1701 Rad fährt, war zwar historisch falsch, aber nötig, damit er rechtzeitig eintraf. Ich finde, solche Details sollten vertretbar sein, sonst aber vor allem darauf geachtet werden, dass es insgesamt auch stimmig wirkt und man nicht das Gefühl hat, dass etwas vollkommen deplatziert ist. Ich meine, sonst wäre auch falsch, dass es um Inseln geht - die wir aber, denke ich, alle drinhaben wollen. Und in so einer Welt könnte man durchaus schon Amerika entdeckt haben. Was ja, eigentlich, die Wikinger schon lange vor Kolumbus taten, egal, wann nun aufs Jahr genau ihre Entwicklungsblüte war.

Ich fände das Setting aber eher unpassend. Es gibt einfach nicht das her, was der Orient-Teil hergibt. Gerade beim Orient gibts wirklich wichtige Errungenschaften, auch Gewürze etc., die auch in der Geschichte so manchen Reichen erfreuten. Ich denke, da wurde vor allem auf den Inhalt wert gelegt - und natürlich, dass man die Gebäude auch sehr schön darstellen kann. Ich meine, wollen wir wirklich in den Nussschalen der Indianer rumpaddeln? Und gerade Zelte, wie von ihnen verwendet, wären eher klein, egal auf welcher Stufe ihre Zivilisation steht - auch, wenn man sie sicherlich toll verzieren könnte. Überhaupt, wie wäre dann das mit den Zivilisationsstufen gelöst? Das dürfte nicht zusammengeschustert klingen, sonst wäre es eher enttäuschend. Der Orient gibt viel stimmige Details für wenig Aufwand her, daher finde ich ihn eigentlich sehr gut gelungen, was bisher an Infos rausgerückt wurde. Es muss natürlich aussehen, nicht erzwungen. Und ich fürchte, bei anderen Kulturkreisen wäre eine Zusammenarbeit oder ihre Zivilisationsentwicklung das für uns schneller, als uns lieb wäre.


Aber jetzt zum Thema: Nun, wir werden sehen. Ich fand die taktischen Ansätze in Anno 1701 DS beim Kampfsystem gut gelungen - es war mein erstes Anno und ich war dann etwas enttäuscht vom Militärpart, weil der auf dem DS eigentlich ne recht gute Figur macht, aber sich dennoch meist im Hintergrund hält - klar, er ist nicht sonderlich reichhaltig ausgefallen, aber diese Abstriche sind auf einem Handheld zu erwarten. Ich hoffe, das wurde in 1404 brauchbar übernommen - dass es ähnlich werden soll, hat man ja bisher durch Berichte und die bekannten Details schon erfahren. Wenn es gut weiterentwickelt und dem großen Anno entsprechend angepasst wurde, sehe ich da wenig Probleme, dass es auch durchaus Strategie beinhalten wird, ohne aber diesen Teil zu überladen.

crashcids
21-03-09, 18:18
Will mal hier bei der Diskussion, welches "Völkchen" noch sinnvoll ins Anno 1404
integriert werden kann, eins klarstellen:

1. Wenn mal vom Okzident aus betrachtet sich das 15.Jahrhundert anguckt, dann gabs
da eigentlich nur Europa, Nordafrika und Asien als bekannte Welt. Wenn mans auf
darstellbare Kulturen reduzieren will, kommen da eigentlich incl. Errungenschaften
in Betracht:
- Lappen (Nordskandinavien, Arktis)
- Mongolen (Zentralasien): Reittiere
- Inder (Südasien)
- Chinesen (Südostasien): Schwarzpulver, Pergament, Seide, Tee, Porzellan
- Perser (Balkan, Zweistromland): Wissenschaften, Medizin, Damaszenerstahl
- Ägypter (Nordafrika): Astronomie, Pyramiden, Bewässerung

2. Die von euch angesprochenen Afrikaner (was die Regionen um und südlich
des Äquators betrifft) und die Amerikaner haben deshalb im Anno 1404 nichts
zu suchen, da dieses zur Hochzeit der Hanse spielt.

Wenn ich mir dann die infrage kommenden Kulturen ansehe, sind da eigentlich
nur die Perser (später hies diese Region Osmanisches Reich) und die Chinesen
von Belang. Lappen, Mongolen, Inder etc. können eigentlich nur als Völker
ins Anno integriert werden, um mit denen zu handeln (wie es in Anno 1503
und 1701 war).

WiSim-Ebi
25-03-09, 10:55
Da ich WiSim-Spieler bin, präferiere ich natürlich einen wirtschaftslastigeren Teil wie 1503.

Die Völkerfrage ist für mich dabei nur nachrangig. Meinetwegen könnte es auch Phantasievölker geben. Wichtiger wäre mir eine kulturelle Vielfalt, die sich auch in den Strategien widerspiegelt.

bolera
25-03-09, 18:45
Meiner Meinung nach ist ANNO eine strategisches Aufbau- und Wirtschaftssimulationsspiel mit Militärkomponente. Schließlich können wir ja auch bei den verschiedenen Anno-Versionen aussuchen, in welche Richtung wir gehen: viele Inseln besiedel und durch regen Handel Wqhlstand und Aufstieg unserem Volk bringen, wir können uns militärisch verteidigen und auch angreifen, CGs eliminieren, je nach Wunsch. Durch die Wahl der Szenarien/Spielversionen (Kampagnen vs Langzeitspiel) haben wir doch bisher in allen ANNOs eine Vielfalt an Möglichkeiten gefunden, das Spiel zu gestalten, ungeachtet der Frage der Völker, die uns die CGs anbieten.
Durch die komplexe Verpflechtung von Aufbau, Handel und kriegerisch-taktischen Handlungen kann man ANNO in nicht nur eine Schublade stecken, es ist einfach zu komplex dazu.

Neue Völker in einem AddOn? Sehr gute Idee - das bringt (vielleicht/hoffentlich) auch neue Rohstoffe und Produktionsketten http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

zeroz1985
26-03-09, 01:54
Wie wäre es den mit einem neuen Thread zum Thema Völker/Setting m Addon?? Wenn doch die Entwickler ab und zu im Forum vorbei schauen, so sehen die auch welche wir uns z.B vorstellen könnten bzw. wünschen.

Grüße