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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein paar realismus Fragen.



Ruhe_im_Puff
03-07-07, 03:37
Hi Maenner!

Da ich mein GWX so realistisch wie moeglich spielen moechte haette ich noch 2 allgemeine Fragen.

- Wurden eigentlich auch grosse Frachter mit der Bordkanone angegriffen wenn sich die gelegenheit bot?
Und generell aus welcher Entfernung wurde normalerweise geschossen?

- Und wenn z.B. ein Einzelfahrer auf 10km gesichtet wurde... sind die da direkt mit AK drauf zu?
Oder wurde ein Abfangkurs gefahren damit man sich in guenstiger Position getaucht auf die Lauer legen konnte?

Bin fuer Antworten dankbar!

Dann wuensch ich euch mal "Waldbrand auf hoher See" Maenner! http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

Ruhe_im_Puff
03-07-07, 03:37
Hi Maenner!

Da ich mein GWX so realistisch wie moeglich spielen moechte haette ich noch 2 allgemeine Fragen.

- Wurden eigentlich auch grosse Frachter mit der Bordkanone angegriffen wenn sich die gelegenheit bot?
Und generell aus welcher Entfernung wurde normalerweise geschossen?

- Und wenn z.B. ein Einzelfahrer auf 10km gesichtet wurde... sind die da direkt mit AK drauf zu?
Oder wurde ein Abfangkurs gefahren damit man sich in guenstiger Position getaucht auf die Lauer legen konnte?

Bin fuer Antworten dankbar!

Dann wuensch ich euch mal "Waldbrand auf hoher See" Maenner! http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

DSK_Marlowe
03-07-07, 14:12
Als die allgemeine Prisenordnung noch in Kraft war, war es wohl eher gängig Frachtschiffe mit dem Geschütz zu versenken. Hing wohl von der Größe und Ladung des Potts ab. Bei Einhaltung der Prisenordnung war in jedem Fall eine aufgetauchte Annäherung unabdingbar, da den feindlichen Besatzungen ja Zeit zum Verlassen des Schiffes eingeräumt werden musste.

Nach Erklärung des uneingeschränkten U-Bootkriegs nach dem Laconia-Vorfall kam es dann vermutlich darauf an, ob der Frachter bewaffnet war oder nicht. Aus Rücksicht auf das eigene Leben und das Boot haben viele Kommandanten wahrscheinlich das "getauchte Abfangen" vorgezogen. Ich kann das nicht belegen, ich schließe das aus logischer überlegung.
Du musst auch bedenken, dass gerade in küstennahen Gebieten dem Feind keine Gelegenheit gelassen werden durfte, noch einen Funkspruch abzusetzen. Insofern bot sich ein Torpedo an, und nicht etwa ein gerne mal langwieriges Artillerie-Gefecht.

beerwish
03-07-07, 15:46
In SH3 ist das Geschütz überbewertet.

Soweit ich gelesen habe war es relativ unüblich den ganzen Weg aufgetaucht hinter einem Schiff herzufahren und rumzuballern. Man hat das Schiff beobachtet und sich außer Sichtweite vorgesetzt, wie bei einem Konvoi. Dann konnte man getaucht warten und es mit einem Torpedo versenken.

Zunächst kann man auf große Entfernung nicht sicher sein, wie das Handelsschiff bewaffnet ist. Dann wird ein Schiff nicht Schlangenlinien fahren sondern auf Gegenkurs gehen und mit Äußerster Kraft fliehen (in SH2 war das besser simuliert). Man müsste dann ewig hinterherfahren und in der Zeit könnte per Funk Hilfe gerufen werden. Ist das U-Boot erst mal entdeckt wird das Schiff ständig den Kurs ändern und Torpedoangriffe kompliziert und langwierig machen.

Man hat damals auch Torpedos "verschwendet" um angeschossene Schiffe endgültig zu versenken. Es war wohl auf beiden Seite nicht gewünscht herrenlose Schiffe rumschwimmen zu lassen. Die Engländer haben auch schon mal ein par Wabos unter das Schiff geworfen, wenn die Besatzung von Bord geholt worden war.

In den ersten Kriegsjahren konnte man bei ruhiger See auch auftauchen und das Schiff stoppen. Dann wurde ein Trupp an Bord geschickt und hat die Ladung untersucht. Anschließend wurde das Schiff per Sprengung oder mit dem Geschütz versenkt.

Ruhe_im_Puff
05-07-07, 03:36
Hi!

Sehr interessant! Danke fuer die Antworten.... http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif


Mir faellt aber noch eine Frage ein. Ist das Boot dann nach dem Angriff und der Versenkung des Einzelfahrers dann getaucht geblieben wenns noch hell war?
Wird das in SH3 eigentlich simuliert dass wenn man von einem Einzelfahrer entdeckt wird eventuell ein Zerstoerer oder Flugzeug bald auftachen koennte?
Achso und wie lange konnte ein U- Boot maximal auf See bleiben, wegen Nahrungsmittel und Wasser?

mfg

phantom1n8
05-07-07, 13:36
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Ruhe_im_Puff:
Mir faellt aber noch eine Frage ein. Ist das Boot dann nach dem Angriff und der Versenkung des Einzelfahrers dann getaucht geblieben wenns noch hell war?
</div></BLOCKQUOTE>

Das kommt auf den Kommandanten an. Einige haben versucht über Wasser mit großer Fahrt abzulaufen, um möglichst schnell von der Versenkungsstelle wegzukommen. Andere sind lieber nach der Versenkung erst mal unter Wasser geblieben bis es dunkel geworden ist.

Ich persönlich würde unter Wasser bleiben bis es dunkel ist, so lange ich im Bereich der feindlichen Luftaufklärung bin.

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">
Wird das in SH3 eigentlich simuliert dass wenn man von einem Einzelfahrer entdeckt wird eventuell ein Zerstoerer oder Flugzeug bald auftachen koennte?
</div></BLOCKQUOTE>

Ist mir nicht nur einmal passiert.

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">
Achso und wie lange konnte ein U- Boot maximal auf See bleiben, wegen Nahrungsmittel und Wasser?

mfg </div></BLOCKQUOTE>

Das ist abhängig vom Bootstyp.

- Typ VII, typische Länge einer Feindfahrt 4 - 6 Wochen
- Typ IX, typische Länge einer Feindfahrt 8 - 12 Wochen

DerKongoOtto
09-07-07, 07:05
U-196 (Kentrat) 225 Seetage
U-181 (Lüth) 205 Seetage