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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Feindfahrt U703 nr.24, November1942, Tagebuch



Tommel1965
01-07-10, 07:34
Montag, 10.November 1942
Heute morgen Boot abgenommen. Das Problem mit der AK-Fahrt bei Jumos ist gelöst. Es war ein Schraubenproblem. 3 Mann der Besatzung gewechelt. IIWO verlässt ebenfalls das Boot. Torpedos übernommen. Mehrer T3-Falken dabei. Sehr gut, kommen damit gut klar, speziell bei Zerstörerangriffen.
Befehl mit K-Schlüssel erhalten. Meine Befürchtungen werden wohl war: Es geht ins Mittelmeer, und damit durch Gibraltar. Gut, das der IIWO von Bord ist, er har persönliche Probleme. Wäre nicht hilfreich.
Wetter klar mit 5m/s, trocken, sehr gute Sicht.
Auslaufen um 14.00
Ziel PQ südlich Sizilien mit neuem Einlaufhafen LaSpezia.
14.00 Boot legt ab. Großer Bahnhof. Halte gar nicht davon. Zuviele Spione der Resistance.
14.20 Tauchen sofort ab auf Sehrrohrtiefe. E-Maschinen Umdrehungen für 4 knoten.
15.00 Schon genug Tiefe. neuen Tiefe 50m mit Trimmen des Bootes.
Befehl : Wir bleiben getaucht. Laufen so in die Biskaya hinein, so lange es geht.
23.00 Maschinen stop. Rundhorchen. Kein Kontakt.
Auf Sehrrohrtiefe gehen, Rundumblick durch Luftzielrohr. Nichts.
Befehl : Auftauchen, beide Jumos volle Voraus.
14 knoten, Batterien aufladen.
00.00 keine Vorkommnisse. Mittelwächter auf Brücke.
Befehl : Kurs 90, Umdrehungen für zwo-zehn knoten, bei Flieger sofort in den Keller.

KptLt Tommel, U703

Tommel1965
02-07-10, 02:09
Dienstag, 11.November 1942
03.00 Alarm, Sichtkontakt in 30°, Entfernung knapp 6000, Horchgerät keine Meldung. Kontakt liegt ohne Fahrt auf der Stelle.
03.10 Auf Sehrrohrtiefe, 1/3 Fahrt voraus,Entfernung zum Ziel 4000.
Ist ein Zerstörer, Amerikaner! Motorschaden, dann hat er gefunkt und wir bekommen gleich Besuch, oder eine U-Bootfalle ?
Befehl : Schleichfahrt.
Schaun wir mal, was da los ist.
Gehe bis auf 2000m ran.
Lage mittig, Rohr 2 klar zum Unterwasserschuss,
Mündungsklappe auf, ROhr 2 Achtung- Rohr 2 Los.
Torpedo läuft.
Maschine stop. Schaun wir mal, was passiert.
Horcher meldet weiterhin keinen Kontakt.
04.10 Torpedotreffer !
Zerstörer sinkt sofort über Bug weg.
Was war das denn jetzt ? Na egal.
04.20 Tauchen auf neue Tiefe 80m, mit 1/3 Fahrt wieder auf Kurs gehen, zur Sicherheit bleiben wir getaucht, bis die Sinkstelle verlassen haben und ausser SIchtweite sind.
08.00 Auftauchen und Batterien laden, beide Diesel volle Voraus.
11.00 ALARM FLieger aus Richtung 190°.
zum Tauchen ist es zu spät, 3 Jagdflugzeuge.
Unsere Flak eröffnet das Feuer.
Nach einem mehrminütigen Feuerkampf werden 2 Flieger abgeschossen, der 3. gibt nicht auf und fliegt immer wieder an. Sie werden gefunkt haben, deshalb müssen wir auch ihn runterholen und schnellsten hier abhauen.
Auch der 3. Flieger wird abgeschossen.
Nun mit AK weiter Kurs folgen.
Gut, das wir 2 qualifizierte Flak-Fw an Bord haben.
15.00 keine Vorkommnisse. Gott sei Dank. Offensichtlich hat man uns verloren. Hätte mit weiteren Zerstörern gerechnet, die nach uns suchen.
22.00 Schwenken auf Kurs süd-süd west ein. Unser Ziel ist die offene See vor Gibraltar.
Ich plane, weit genug von der Küste abstehend dann in die Meerenge einzulaufen.
Auch halten wir uns von der Geleitzugroute fern, da unser Primärziel der Durchbruch ist.
Wir dürfen als operierendes U-Boot da unten nicht erkannt werden, sondern wir müssen unbedingt unerkannt bleiben.
23.50 keine Vorkomnisse.
Befehl : kurs halten und bei FLiegersichtung sofort in den Keller. Höchste Wachsamkeit.

KptLt Tommel, U703

MCHALO12
02-07-10, 05:48
Sehr interessanter Bericht! Bin gespannt wies dir "im Trichter" ergehen wird... Könntest du noch mal kurz posten welchen Großmods du benutzt?

Weiter so, deine Berichte lesen sich echt spannend!

Tommel1965
02-07-10, 08:59
U703
F U N K S P R U C H
an MCHAL012
........................
-- LSH3V5 ---
-- Danke fuer Interesse --
-- Gruss --

Testpilot1978
02-07-10, 15:07
Ich würde noch mehr threads aufmachen....

UhUdieEule
04-07-10, 07:13
UhU
FUNKSPRUCH
an: U-703, KptLt Tommel
-----------------------
-- Ausgezeichnete FF-Berichte --
-- Weiter so --
-- Gruss UhU--

PS.
Zitat von Testpilot1978:
Ich würde noch mehr threads aufmachen....

Das kann ja mal passieren, davon geht die Welt nicht unter. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif
Vieleicht erbarmt sich einer der Moderatoren in seiner Güte und legt die beiden Threads zusammen
unter dem Titel: Feindfahrten von U-703 ...Danke vorab.

freundliche Grüsse
UhU

Tommel1965
05-07-10, 05:34
Mittwoch, 12.Novemeber 1942
04.00 Halten weiter Generalkurs 190°. Beide Diesel machen Umdrehungen für zwo-zehn knoten.
Befehl : Bei Tagesanbruch die übliche Alarmübung.
07.30 Dämmerung. Seegang ist ruhig mit 5 sm/Std und klarer Sicht, Wind schwach aus süd-süd ost.
Alarm. Wir gehen auf neue Tiefe 80m, Boot pendelt durch. Bei E-Maschinen kleinste Fahrt mit 3-4 knoten. Kurs weiter halten.
Befehl : Wir bleiben den ganzen Tag getaucht.
Möchte auf keinen Fall entdeckt werden. GHG :
Meldet keinen Kontakt.
15.50 Kontakt auf 35°, Entfernung 6000, laüft nach achtern mit mittlerer Geschwindigkeit. Könnte ein größerer Frachter sein.
Gehe auf Sehrrohrtiefe und riskiere einen Blick.
C3-Frachter.
Beide E-Maschine AK. Läuft mir optimal vors Rohr.
Rohr 3 bewässern- mündungsklappe auf - Entfernung zum Ziel in 20° - 4000m - Kurs 3 Strich backbord- nach 20 s wieder Lage mittschiffs. Boot kommmt auf - gut so.
Nähern uns so in optimale Schussposition bei optimaler entfernung.
16.20 Entfernung zum Ziel 1700m in Lage 10° -
Rohr 3 klar zum unterwasserschuss - Rohr 3 klar- Rohr 3 - Los.
16.22 Torpedotreffer mittschiffs.
16.25 Frachter macht keine Fahrt mehr, sinkt aber noch nicht. Also Fangschuss aus Rohr 2.
Torpedotreffer. Frachter zerbicht in 2 Teile und sinkt .
"wir werden angegriffen" - So ein sch...
Mit ALARM in die Tiefe - Neue Tiefe 130m.
Zerstörer kommt auf aus Richtung 170°, Entfernung nur noch 1000m . Wie kann das sein.
30m gehen durch- Entfernung Zerstörer 600m - 50m gehen durch - Klar bei Bold - Bold raus- Ruder hart steuerbord- Beide AK
Wasserbomben. Aber sie gelten nicht uns, sondern dem Bold. Bei em LÄrm hören sie uns nicht. Laufen weiter AK. Tiefer auf 180m.
- umkuppeln auf Schleichfahrt.
Kursänderung 4 Strich backbord auf 320°.
19.00 Nach langer WABO-Verfolgung sind wir ohne Schaden entkommen.
Befehl : Um 21.00 auftauchen
23.50 : Batterie wieder zu 75% geladen, keinen Kontakt mehr. Zerstörer hat uns verloren.
Haben auch mit Fliegern gerechnet, aber da hatten wir GLück. Auch ist keine Verstärkung gekommen, um uns in die Zange zu nehmen.
Na, man muss auch nicht immer alles verstehen.
Befehl : Weiter Generalkurs halten, sind etwas vom urspünglichen Kurs abgekommen.
Wenn Batterien voll, tauchen. Egal, wann das ist.

KptLt Tommel
U703

Tomtilom
05-07-10, 15:45
Sehr, sehr schön!

Spannend zu lesen http://www.ubisoft.de/smileys/zombi.gif , weiter so bitte!

Tomtilom http://www.ubisoft.de/smileys/dancing_geek.gif

Tommel1965
06-07-10, 05:29
Donnerstag, 13.November 1942
01.00 Fahren noch immer aufgetaucht. Batterien sind aufgeladen.mittelwächter auf Brücke. IIWO hat Wache übernommen. Bin ebenfalls auf Brücke. Komme nicht zur Ruhe. Der Vorfall mit dem Zerstörer lässt mir keine Ruhe. Nehme ursprünglichen Tauchbefehl zurück und lasse weiter aufgetaucht mit Umdrehungen für zwo-zehn knoten laufen. Haben Abstand zur portugiesischen Küste von 50 sm.
Ich überlege, wie wir den Durchbruch hinbekommen. Zu Beginn des Krieges habe ich als IWO an Bord von U100 unter KptLt. Schepke einen Durchbruchversuch miterlebt. Wir sind damals gescheitert. Im Zuge der wahnsinnigen Verfolgung wurden wir damals von einem Zerstörer zum Auftauchen gezwungen und gerammt. Schepke kam damals ums leben. Lane ist es her, aber immer noch so präsent, als wäre es gestern gewesen.
Ich muss enen Weg finden, die Bewacherketten auszutricksen. Vorallem machen mir die Schnellboote sorgen, die da untern wie die Fliegen herumschwirren und sauschnell sind. Sie melden den Kontakt und wir haben ein Problem.
Ich habe eine Idee, die ich aber noch mit niemandem bespreche. Vielleicht rede ich mit dem LI mal drüber. Mit ihm verbindet mich eine lange Freundschaft, die an Bord von U100 vor Jahren begann.
04.30 keine Vorkommnisse. Wetter Wind 1sm, kare Sicht, schwacher Wind aus 40°.
Beim Wachwechsel lasse ich die Brücke durch zusätzlichen Wachoffz. verstärken.
07.00 Tauchalarm. Mit höchster Fahrstufe schort das Boot in die Tiefe. Lasse bei 160m durchpendeln. Gehe auf 50m und mit kleiner Fahrstufe und 3 knoten laufen wir weiter auf kurs süden.
15.30 Entfernter Kontakt in 80°. Abstand über 30sm, läuft nach achtern aus.
19.00 Gebe Befehl zum Auftauchen und wir laufen weiter in Richtung unseres PQ mit voll Voraus. Wollen ja auch mal ankommen.
23.00 Besprechung mit dem LI. Boot hat keine Ausfälle oder Schäden. Die Wabos von gestern haben keinen Schaden hinterlassen. Das ist gut, den ein Durchbruch funktioniert nur mit einem 100%ig intakten Boot.
Lasse zur Motivierung der Besatzung Besanschot an austeilen und erzähle dem LI meine Idee zum Durchbruch.
Wir diskutieren diese neue Variante bis Mitternacht. Ich glaube, so machen wirs.
23.50 keine Vorkommnisse. Die See ist verdächtig ruhig.
Befehl : Kurs weiter folgen. Bei Sichtung von Fahrzeugen sofort in den Keller.

KptLt Tommel
U703

Tommel1965
07-07-10, 04:24
Freitag, 14.Novemner 1942
03.00 keine Vorkommnisse. Erreichen unser PQ ungefähr um in 4 Stunden. Wachwechsel in einer Stunde. Bleiben aufgetaucht.
07.00 Haben Ziel-PQ erreicht. Stehen jetzt noch 200 sm westlich von Gibraltar. Nach dem üblichen Tauchalarm zum Wachwechsel am morgen gehen wir auf 50m Tiefe bei kleinster Fahrt.
Kurswechsel auf 270°. Direktkurs auf die Meerenge.
08.00 Befehl : Wir bleiben getaucht bis 19.00.
Horchpausen alle 20-30 min. Zeitintervalle wechseln.
11.00 Wir warten auf einen Geleit.
Das ist nämlich der Trick. Ich werde mich in einen ins Mittelmeer oder nach Gibraltar laufenden Geleit einsickern lassen und getaucht ins Kielwasser eines Tankers setzen. Nachts werden wir vorgeflutet auftauchen und hinter dem Tanker herlaufen. Die Zerstörer dürften uns nicht entdecken. Wenns hell wird, tauchen wir.
So kommen wir gut in die Meerenge rein, bis wir uns lösen, auf maximale Tiefe gehen, so ASDIC durch die wechselnde Salzdichte der Wasserschichten entgehen.
So, wie ich mir das vorstelle, müßte es klappen.
KorvKpt. Thomsen hat es so gemacht. Dann klappt es bei uns auch.
16.oo Wir sind weiterhin getaucht. Kleinste Fahrt voraus Richtung 270°.
Kein Kontakt.
18.10 Kontakt in 30°, Entfernung 8000, Kommt auf in Richtung 210°. Schneller Einzelfahrer.
Befehl : Schleichfahrt. Fahrzeug ignorieren.
19.00 Kontakt läuft nach achtern raus.
Befehl : Auftauchen und Batterien laden.
22.20 Schraubengeräusche aus 190° Entfernung 20 sm, mehrere Fahrzeuge. Könnten die Feger eines Geleites sein. Darauf haben wir gewartet.
Bleibe aufgetaucht, um Batterien maximal zu laden.
23.45 Alarm. Fahrzeug gesichtet in 185°.
Gehen auf 160m, Schleichfahrt bei kleinster Fahrt voraus. Die Feger, denke es sind Korvetten, werden uns nicht bemerken und überlaufen.
Hoffe, das mein Plan funktioniert.
23.55 weitere Schraubengeräusche achternaus. Entfernung noch hoch. Das könnte unser Liverpool-Geleit sein.

KptLt Tommel
U703

Tommel1965
08-07-10, 10:23
Samstag, 15.November 1942
02.00 Feger haben uns wie geplant überlaufen. Geleit kommt auf aus 180°. Haben Boot genau in den Geleitkurs gelegt. Entfernung zu den ersten Schiffen noch gut 2000. Anblasen auf 60m. Weiterhin Schleichfahrt. Äußerste Ruhe im Boot befohlen.
03.15 Sind jetzt noch ca.80 sm von Gibraltar entfernt.
03.40 Geleit hat geschätzt 20 Schiffe, mittig wie vermutet läuft ein Tanker. Großerr Pott. Gut für uns.
04.20 haben uns unter ihm durchsacken lassen und sind hoch auf Sehrrohrtiefe. müssen nun vorsichtig und vorgeflutet die Nase aus dem Wasser nehmen, um auch die Batterien nochmals aufzuladen.
04.30 Laufen aufgetaucht und vorgeflutet hinter dem Tanker her.
Zeitkompr. schon lange nicht mehr möglich. Echtzeit notwendig.
Siehe da, es funktioniert. Der Tanker ist unbewaffnet, und sieht uns nicht.
Müssen höllisch aufpassen, dass wir mit dem Geleit mitzacken. Und wir müssen ständig zwischen 2 Fahrstufen hin und her schalten, um den Abstand konstant eng zu halten.
06.30 Es wird dämmerig. Wir müssen in die Tiefe. Weiter Schleichfahrt und auf Tiefe 60m.
E-Maschinen auf große Fahrt. und da liegt natürlich der Hase begraben. Hoffentlich halten wir das bis zum Abend durch.
10.00 Batteriekapazität nimmt dramatisch ab.
War es vielleicht eine blöde Idee ? Na, wir werden sehen.
Wird schon reichen. Nur erwischen darf man uns dann nicht.
15.00 Bin jetzt 5 Std. getaucht unter dem Geleit mitgeschippert. Batteriekapazität auf ca. 30%. Wird eng werden. Zum GLück wird es früh dunkel hier im Süden.
Für die noch folgenden 3 Stunden wirds schon noch reichen.
Wenn wir dann unerkannt auftauchen können, sind wir verdammt ein gutes Stück an Gibraltar ran gekommen.
Den Rest bekämen wir auch so hin. wir müssen allerdings die Batterien aufladen, sonst ist der Ofen aus.

KptLt Tommel
U703

Tommel1965
12-07-10, 05:05
Samstag, 15.November 1942
18.00 Wetter verschlechtert sich. Batteriekapazität gesunken auf unter 10%. Langsam wird es kritisch.
18.30 Es ist dunkel. Befehl zum Auftauchen. Boot vorgeflutet.
Abstand zum Tanker bleibt konstant. Bisher klappt alles verdammt gut.
18.40 Wir laufen wieder aufgetaucht hinter dem Tanker her. Batterien werden aufgeladen.
Stehen jetzt 20sm westlich von Gibraltar.
23.50 Nach mehrmaligem Zacken des Geleits, dem wir immer gut folgen konnten, scheint der Geleit den letzten Schwenk nach steuerbord beizubehalten. Läuft er Gibraltar direkt an ?
Frage Batterieladezustand. 75% Ladezustand. Na, siehr doch ganz gut aus. Aber um sicher ins Mittelmeer zu gelangen, ein bischen wenig.
Befehl : Weiter dem Geleit folgen.

KptLt Tommel
U703

Tommel1965
12-07-10, 06:17
Sonntag, 16.November 1942
01.30 Batteriekapazität fast 100%. Geleit scheint Gibraltar dierkt anzulaufen.
01.45 Befehl zum tauchen. Neue Tiefe 100m.
Wir sacken langsam durch und gehen sofort auf Schleichfahrt bei max. 3 knoten.
Neuer Kurs 110°. Laufen backbordseitig aus dem Geleit heraus. Niemand hat uns bemerkt. Ein großer Erfolg. Leider hat der Durchbruch nicht komplett so geklappt. Aber ein wenig froh bin ich auch. Hätte auch schief gehen können.
04.00 Neuer Kurs 90°. Ziel Seegebiet Position 100 sm östlich von Gibraltar.
Mehrere Kontakte achteraus und auf steuerbord. Kriegsschiffe. Entfernungen zwischen 4000 und 6000 m. EIn Kontakt kommt schnell näher. Noch kein ASDIC. Neue Tiefe 180m . Machen ständig leichte Kurswechsel um den Generalkurs 90°
Gibraltar liegt nun exakt steurbord.
Halten weiter kurs. kontakt ist Zerstörer. Hält exakt auf uns zu. Wir sind entdeckt worden. So ein Mist. Bereit bei Bold. Bold klar. Bold los. Entfernung zum Zerstörer noch 400m. Hart Steuerbord auf 40°, Wasserbomben, beide E-Maschine AK voraus. Es klappt. Der Zerstörer geht voll auf den Bold. Überläuft den BOld direkt und wendet. Neuer Horchkontakt aus 170°. Kommt schnell näher. Entfernung 4000. Verstärkung. 3.Kontakt aus 150°. Entfernung noch 7000, kommt ebenfalls schnell näher.
Wasserbomben. Boot keine Schäden. Schleichfahrt. Kurs wieder auf 90°.
Beide Zerstörer beharken den Bold. Wir konnten uns weiter absetzen. Entfernung rund 1500m. Der 3. Zerstörer het ebenfalls auf den Bold.
Alle 3 Zerstörer fahren nun Suchkurs hinter uns her, aber sie finden uns nicht mehr. Haben zwischenzeitlich auf 50° gezackt und neue Tiefe 200m liegt an. Kritische Tiefe, aber wird schon gehen. Waren schon mal auf 210m, und Boot ist ja 100% unbeschädigt.
09.00 Wir konnten uns von den Zerstörern absetzten und laufen weiter auf Generalkurs ost. Gibraltar nun 20sm achteraus. Batteriekapazität noch bei fast 75%. So werden wir problemlos durchkommen. Würde zu gerne ein paar Aale loswerden. Aber wir haben ja unsere Befehle. Wird uns schon noch etwas vor die Rohre laufen.
18.30 Nach nunmehr 16 stündiger Schleichfahrt und mehreren Kontakten von Schnellbooten und Kriegsschiffen gehen wir auf Sehrrohrtiefe.
19.00 Befehl zum Auftauchen.
Diesel macht
Umdrehungen für zwo-zehn knoten, 2. Diesel läd Batterie auf. Keine Kontakte.
IWO mit den beiden Wachoffz. übernimmt Wache.
23.50 Mittelwächter auf Brücke, Wachwechsel auf Brücke.
Batterien 75% aufgeladen.
Befehl : Navigator berechnet neuen Kurs. Möchte nordöstlich auf Geleitzugroute Richtung Port Said weiterlaufen.
Entfernung zu Gibraltar : ca. 100sm.
Wir haben den Durchbruch geschafft. Und das ohne Schäden.
Besanschot an an die Manschaft ausgegeben.

KptLt Tommel
U703

Tommel1965
12-07-10, 06:51
U703
F U N K S P R U C H
An : BdU
--- Evshicsvhi hfmvohfo ---

MCHALO12
12-07-10, 07:42
Deine Taktik hört sich so weit wirklich rafiniert an, allerdings verstehe ich nicht, wie du fast 12 Stunden getaucht mit dem Geleit Schritt halten konntest. Wenn man mal davon ausgeht, dass das Geleit ca. 7 Knoten lief sollten die Batterien doch bereits nach einer, höchstens zwei Stunden leer sein, und mit fallender Spannung hält das Boot auch irgendwann keine 7 Knoten mehr...

Tommel1965
13-07-10, 06:11
U703
F U N K S P R U C H
An : MCHAL012
--- Konnte mit 4 knoten mithalten ---
--- Geleit sehr langsam ---
--- Aktion zu risikoreich ---
--- Empfehle Durchbruchstaktik wie bisher ---

MCHALO12
13-07-10, 07:38
Bei vier Knoten sieht die Sache natürlich anders aus... Freue mich darauf zu erfahren wie deine Feindfahrten im Mittelmeer weiter verlaufen...

urmelgames
13-07-10, 17:48
Hallo Tommel

Respekt vor Deiner Leistung - mach weiter so!

Auch wenn (noch) wenig konkrete Feedbacks kommen,
Deine Berichte sind interessant, angenehm kurz und sachlich verfasst,
und auch für den Kenner spannend zu lesen.

Macht Freude ! http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

Gruss vom Urmel http://www.ubisoft.de/smileys/dancing_geek.gif

PS: Spielst Du eigentlich LSH3 ?

MCHALO12
14-07-10, 00:02
LSH3V5, hab ihn paar Posts weiter oben gefragt http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

Wenn ich das so lese frage ich mich ob man nicht einen Taktik - Thread aufmachen könnte, in dem man dann über eigene, bzw. über aus Büchern bekannte Angriffstaktikten im U-bootkrieg diskutieren könnte. Was haltet ihr davon?

Fatality-1
14-07-10, 13:08
Zitat von MCHALO12:
LSH3V5, hab ihn paar Posts weiter oben gefragt http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

Wenn ich das so lese frage ich mich ob man nicht einen Taktik - Thread aufmachen könnte, in dem man dann über eigene, bzw. über aus Büchern bekannte Angriffstaktikten im U-bootkrieg diskutieren könnte. Was haltet ihr davon?

Ich währe 100%ig dafür! Da könnte man diese verschiedenen Taktiken wie von Kretschmer usw. mal zusammentragen und anschaulich erklären, und zusätzlich einbringen, in wieweit diese auch in Silent Hunter funktionieren.
Und vieleicht macht ein Moderator sogar einen Sticky-daraus!

Tommel1965
15-07-10, 06:24
Montag, 17.November 1942
04.00 Generalkurs Ost mit Ziel Alexandria.
Umdrehungen für zwo-zehn knoten. Wachwechsel auf Brücke. IIWO übernimmt. Haben ständig zusätzlich 2 Wachoffiziere auf Brücke.
Flackschützen sind ständig auf Alarmbereitschaft. Rechne hier im Mittelmeer mit erhöhtem Fliegeraufkommen. hochgradig gefährlich. Viele Boote durch Fliegerbomben verloren.
Frage GHG : Kontakte. Meldung GHG : Keine Kontakte.
06.30 Besprechung mit LI. Boot zeigt keine Schäden oder Probleme. Jedoch ist der Brennstoffverbrauch zu hoch. Und wir fahren schon sehr dieselsparend. Zur not brechen wir ab und schenken auf Kurs nord direkt Kurs LaSpezia.
07.20 ALARM Flieger aus Richtung 220°, kommt schnell näher. Alarmtauchen. Boot scheidet unter und schoort mit beide 3xAK in die Tiefe.
30m gehen durch, Boot fällt schnell weiter.
40 m gehen durch, Ruder 20 Strich steuerbord.
Wirft Wasserbomben.
50 m gehen durch, neue Tiefe 90 m
WaBos liegen daneben. unser Kurswechsel hat noch geklappt. Das Boot wird durchgeschüttelt, Verschlüsse halten, Keine Schäden.
Insegsamt 3 Flieger, Jagdflieger vermutlich.
Da sie gefunkt haben, sind wir entdeckt.
jetzt geht das Theater wieder los. Wird nicht lange dauern, und Zerstörer tauchen auf.
Aber schaun wir mal. 2 Bug-Aale sind Falken.
08.00 Wieder auf Kurs gehen, kleinste Fahrt voraus. Neue Tiefe 30m, in 10 min Horchpause.
08.10 keine Kontakte.
08.30 GHG meldet Kontakt in Richtung 240°.Kriegschiff in großer Entfernung. kommt schnell näher. 2 Kontakt in 245°. Kommt ebenfalls auf.
Auf Sehrrohrtiefe gehen. Ruder hart backbord. Boot auf Anlaufkurs der vermutl. Zerstörer legen. Entfernung der kriegschiffe noch 4000m
bzw. 4500 m.
Boot liegt in Lage 0 Richtung anlaufenden 1. Zerstörer. Enfernung noch 1600m .Wahnsinn, wie schnell die da sind.
Sehrrohr raus. Wir wurden entdeckt. Sehrrohr wieder rein, Zerstörer läuft gerade auf uns zu. Anfänger.
Torpederohr 2, klar zum Unterwasserschuss. Zielrechner Werte eingegeben. Ziel kommt weiter auf. Entfernung 1000 m in Lage 0.
Torpedo 2 , Klappe auf, Rohr 2 Achtung.
Zerstörer Entfernung 700 m Sehrrohr raus. jetzt muss alles schnell gehen, sonst fliegt uns alles um die Ohren. Entfernung 500m, Zerstörer feuert, Torpedo los !
ALARM - Beide 3xAK - Ruder 30 Strich steuerbord.
Tiefenruder liegen hart an. Das Boot schort unter. Langsam, zu langsam. Warum geht das nicht schenller. Sehrrohr rein, Treffer auf Flackgeschütz, Boothülle erhällt 2. Treffer.
Kein Wassereinbruch. Tiefe 20m geht durch. Ruder Lage Mittschiffs.
08.40 Torpedotreffer. Sehr nahe. Mein Gott, wie nahe war der Zerstörer schon ran. Volltreffer. Er sinkt an einem Stück über den Bug weg.
Keine WaBos. Wo ist denn der 2. Zerstörer. Ist auch egal. Er wird erstmal die Kameraden aus dem Wasser holen. Aber ich rechne mit weiteren Schiffen, die uns nun jagen werden.
Neue Tiefe: 190 m
RepMannschaft hat die Schäden im Boot und in der Zentrale beseitigt. Schäden aussen kommen später dran.
Schleichfahrt.
2 weitere Zerstörer kommen auf aus Richtung 280°.
Weiter Generalkurs folgen.
13.00 nach langer WaBo-Verfolgung, sind wir fast schon auf dem üblichen Weg entkommen.
Befehl : Weiter getaucht bleiben, bis 19.00.
19.00 Auf Sehrrohrtiefe gehen.
19.10 Maschine stopp. Rundhorchen. Keine Kontakte. Radar bleibt aus.
19.12 Auftauchen, Diesel umdrehungen für 12 zwo-zehn knoten. Batterien aufladen.
23.00 Offiziersbesprechung.
Bisher 2 Zerstörer, 1 C3-Frachter und 3 Jagdflieger auf dem Konto. Na, so schlecht sind war auch nicht unterwegs. Und so lange der Diesel reicht, sind wir auch noch auf Jagd.
Wir werden den Generalkurs weiter halten und dabei immer wieder Horchstops einlegen. Vielleicht bekommen wir ja noch das ein oder andere vors ROhr.
Batterien aufgeladen. Auch den Steuerborddiesel auf die Schraube umkuppeln. Beide Diesel machen Umdrehunen für zwo-zehn Knoten.
23.50 Klar zum Wachwechsel. Hundswache zieht auf. Mittelwächter auf Brücke. Wir bleiben aufgetaucht.

Befehl an Funker :
Folgenden Funkspruch raus an FdU :
An : MCHALO12 ; Fatality-1
--- Idee Einführung Taktik-Thread sehr gut ---
--- Wer kümmert sich darum ? ---
--- bis dahin weiterhin Posts von mir hier ---
--- Ende U703 ---

Schreibe das Kriegtagebuch und lege mich dann auf Ohr.

KptLt Tommel
U703

Tommel1965
16-07-10, 03:00
Dienstag, 18.November 1942
04.00 keine Vorkommnisse. Wachwechsel. IIWO übernimmt Wache. IWO ändert die Freiwachenzusammensetzungen. WIr haben zu hohe Belastung für die mannschaften. Müssen den Leuten mehr freie Zeit einräumen. Übermüdete Manschaft gefährlich.
05.00 Testlauf durch LI . Gehen auf Diesel AK-Fahrt. Erreichen nach kürzer Zeit 20 knoten.
Also tritt der alter Fehler nicht mehr auf. Wir schafften bei der letzten Feindfahrt ja nur noch schlappe 14 knoten bei AK. Es lag also tatsächlich an einem Schraubenschaden.
Zurück auf 12 knoten. Wir müssen Diesel sparen.
07.00 der übliche Morgenalarm verläuft wie immer und ohne Probleme.
10.00 Keinerlei Kontakte. Regelmäßiges Rundhorchen alle 30min führt zu keinem Kontakt.
Wetterlage Wind 0 , Sicht klar, blauer Himmel.
15.00 Kommen gut vorran. Navigator errechnet auf Basis unserer maximalen Reichweite einen neuen Kurs mit Endziel LaSpezia. Wir werden das Seegebiet in der Meerenge nördlich von Tobruk erreichen können und dort auf Jagd gehen.
Liegen jetzt ca. 200sm südwestlich vor Sardinien. Kurs weiter ost.
17.30 GHG meldet Kontakt aus Richtung 180°
FuMo meldet Radarkontakt aus der selben Richtung
Kontakt kommt schnell näher. 2. und 3. Kontakt kommen ebenfalls schnell auf.
17.34 Meldung von Brücke : Sichtkontakt aus Richtung 185° und 180° . Entfernung 7000m, kommen schnell näher.
17.35 ALARM
Wir werden schon angegriffen. Fernschüsse. Liegen weit ab, aber man hat uns dann wohl entdeckt. Ich denke, man feuert einfach auf geratewohl in Richtung Radarkontakt.
17.37 30 m gehen durch. neue Tiefe 60m
Was soll das. Diskusion mit meinem IWO.
Wir glauben, hinter dieser "Hektik" der Kriegsschiffe, vemutlich Zerstörer oder Korvetten, verbirgt sich etwas anderes.
Irgendetwas schützen sie. Das ist keine normale Geleitzugsicherung.
17.45 Kontakt sind näher ran gekommen auf 2000m
mittlerweile 3 Zerstörer, die uns jedoch gar nicht mehr suchen. keine WaBos, keine ASDIC.
GHG meldet weiter ab in Richtung 160° mehrere Schraubegeräusche. Mindestens 2 Großkampfschiffe.
Das also ist es. Die Zerstörer sichern Schlachtschiffe oder soetwas. Jetzt nur die Nerven behalten.
18.30 2 Schlachschiffe kommen näher. Laufen steuerbordseitig auf mit Abstand 5000m in Richtung 10°. Die Zerstören kurven um uns herum, jedoch haben wir eigentlich genug Abstand, um zu feuern. Kursänderung auf 80°.
Wir müssen weiter Schleichfahrt laufen, sonst werden wir entdeckt und die Chance zum Schuss zu kommen ist vorbei.
Hoffentlich kommen wir nahe genug ran. Ich werde auf jeden Fall feuern. Meter für meter reduziert sich die Distanz zu den Zielen. Entscheide mich für den Hinteren der beiden Pötte, weil er noch achteraus steht und wir so den Abstand weiter reduzieren können.
18.40 Sehrrohrtiefe
18.44 Sehrrohrtiefe erreicht. Nun muss es schnell gehen. Abstand zu den Zerstörern, mittlerweile sind es 5 , um uns herum wechselnd zwischen ein paar hundert und tausend Meter. Aber keine WABOs . Verstehe ich nicht.
18.45 Ziel erfasst. Eingabe in Zielrechner. Rohre 1 bis 4 bewässern. Mache Einzelschüsse. keine Fächer.
Fahre Sehrrohr aus. Schon sind wir entdeckt. Schlachtschiff Nelson läuft mir direkt mit 10° Vorlage vor die ROhre., Abstand knapp unter 3000m
Rohr 1 Achtung - Rohr 1 LOS. Ruder 3 Detz backbord. Ruder mittschiffs. Der leichte Kurswechsel bringt für 2. Aal optimale Lage. Rohr 2 - Achtung - Rohr 2 - LOS.
Rohr 3 Achtung - Rohr 3 - LOS .
Meldung GHG - Zerstörer aus Richtung 220°, kommt schnell näher. Egal
Ruder hart backbord. Der vordere Pott kommt in Lage. Ruder mittschiffs. Entweder wir gehen drauf oder wir werden hier als Helden rausgehen.
Ruder mittschiffs. Auch der 1. Pott liegt nun einigermaßen gut. Rohr 4 Achtung - Rohr 4 - LOS.
ALARM - Sofort auf Tiefe mit 3xAK, Ruder 10° steurbord, neue Tiefe 130 m, alle Mann vorus.
Sehrrohr fahre ich nich rein, das geht das Boot schon bei 20 m durch. Zerstörer läuft über uns weg. Ruderlage hart backbord. WABOS. Boot beschädigt. Keine Schleichfahrt mehr.Reperaturmannschaft geht an die Arbeit. Boot geht weiter in die Tiefe. 50m gehen durch.
2., 3. 4. Zerstörer kommen auf unsere Stell zu. Achtung klar bei Bold, Bold achtung, Bold los.
nochmals einen Haken nach Steurerbord. Wasserbomben in Massen. Einige nahe dran, einige achter aus. 80m gehen durch. Schleichfahrt. Reperatur noch nicht abgeschlossen , aber egal. Kein Wassereinbrcuh, keine Gefahr fürs Boot. Kompressor funktioniert wieder.
18.50 Torpedotreffer. Und kurz drauf noch einer, und dann nach gut 1 Minute eine 3.
19.00 Schlachtschiffe laufen Zickzack, 2. Pott sinkt.
Erster hat leichte Kränkung nach backbord.
19.15 Schlachtschiff Nelson sinkt entgültig.
1. Pott hat 1 Treffer erhalten, sinkt aber nicht, sondern läuft mit leichter Kränkung mit 5 knoten weiter zickzack.
1 Torpedo hat Ziel verfehlt.
Laufen mit Schleichfahrt weiter auf neuer Tiefe 160m.
Zerstörer jagten den Bold, WaBos ohne Ende achteraus. Wir entfernen uns weiter von der Zerstörermeute. Mittelerweile 6 Stk., die nach uns suchen.
23.00 In der Dunkelheit suchen die Zerstörer achteraus 3000m immer noch nach uns.
Befehl : Weiter Schleichfahrt, zunächst wieder auf alten Kurs gehen. Schadensmeldungen.
jetzt heißt es Wundenlecken und hier abhauen.
Auf ganz leisen Sohlen.

KptLt Tommel
U703

Tommel1965
19-07-10, 02:26
Mittwoch, 19.November 1942
02.00 Laufen immer noch mit kleinster Fahrt Schleichfahrt. Tiefe 130m.
Haben immer noch Kontakt mit Zerstörern achteraus. Weitere Kriegschiffe haben uns aus Richtung 90° überlaufen mit hoher Geschwindigkeit. Denke, das waren Schnell-oder Torpedoboote. Gefährliche Dinger. Ich hasse sie.
05.00 Batteriekapazität dramatisch gesunken. SInd jetzt seit 12 Stunden getaucht. Auch wird die Luft zum Atmen immer schlechter.
Gebe Kalipatronen aus. Alle Freiwachen in die Kojen.
Befehl : neuer Kurs 300° , werden so weit es geht nach Norden vorstoßen, um diese "heiße" Gegend zu verlassen.
09.00 Kene Kontakte mehr. GHG meldet keine Kontakte. Sehrrohrtiefe. mit Luftzielrohr schaue ich mit die Gegend an. Nichts.
Auftauchen
Diesel große Fahrt, Batterien aufladen, Boot gut durchlüften. neuer Kurs 310° .
Navigator berechnet neuen Generalkurs nach LaSpezia.
LI meldet, dasss der Kompressor wieder defekt ist. Das ist nicht gut. Fundament Steuerborddiesel hat Riss, Verschlüsse dicht, verlieren keien Öl.
15.00 Nach fast 6 Stunden Dieselmarsch sind die Batterien wieder voll. Umkuppeln auf Backborddiesel. Steuerborddiesel aus.
17.40 Brücke meldet Sichtkontakt in 130°. Deutscher Frachter mit Kurs nord-nord west.
18.30 Flugzeuge in 30° !! Entfernung 8000, Kommen schnell näher. Ich meine, es sind deutsche HE111. Wir senden ES-Signal. Bereit zum Alarmtauchen, Boot vorfluten.
Flugzeuge kommen näher. Flak besetzen, Boot Ruder hart backbord. Boot kommt auf, gut so. Schussposition Flak steht. Flieger melden zurück ES. Bin entsetzt über den Leichtsinn der Schlipssoldaten von Herrn Meier.
Werde hierzu einen Eintrag im Abschlussbericht für den FdU vornehmen.
Hebe Alarm auf.
23.50 Boot läuft aufgetaucht Kurs LaSpezia.
Geschwindigkeit 14 knoten. Backborddiesel läuft volle Voraus. Entfernung bis LaSpezia noch rund 400 sm.
Ich würde sagen, an dieser Stelle ist unsere Mission erfolgreich zu beenden, aber ich habe ein komisches Gefühl im Bauch, dass noch irgendetwas auf uns zukommt. Meldung LI: Kompressor ist repariert.

KptLt Tommel
U703

Tommel1965
20-07-10, 06:06
Donnerstag, 20.November 1942
04.00 Keine Vorkommnisse. Wachwechsel auf Brücke. IIWO ünernimmt. Wetterlage ist ruhig, WIndstärke 2 aus süd-süd-west mit klarer Sicht auf 8000m.
04.26 ALARM Flugzeuge in 30°, Entfernung 6000, kommen schnell näher. Mindestens 3 Stk.
Mit AK schooren wir in die Tiefe. Langsam, sehr langsam, denn ist ja nix mit beide AK. Laufen ja bekanntlich nur mit einem Diesel.
Ruder 20° steuerbord. Bott kommt auf. Gut so. 20m gehen durch.Mein Gott, erst 20m. Wasserbomben. Liegen knapp an backbord achtern, sehr nah. Boot beschädigt. Reperaturtrupp nimmt Arbeit auf. Verstärke das Team durch 3. Wachoffz und Maate.
Heckraum nimmt stark Wasser. Boot geht nicht richtig auf Tiefe. Sinkt stark über Achtern.
LI trimmt Lage nach, Balastwasser umpumpen in Richtung Bug. Schnell, schnell. Wir kommen nicht auf Tiefe. Immer noch 25m. Beide hart unten.Wieder Wasserbomben. Diesmal liegen sie weiter achteraus. Rüttelt uns ein wenig durch, wirft uns etwas aus dem Kurs, aber keine weiteren Schäden.
zeit wird knapp. Wasserpegel steigt weiter. Boot wird immer hecklastiger. Aber wir sind noch unter Wasser. Wenn der Bug aus dem Wasser kommt, ist der Ofen aus.
Beide Maschinen volle zurück. Boot geht achteraus auf Tiefe. 30 m gehen durch. Boot versuchen, durchzupendeln.
Wassereinbruch konnte 3 Sekunden vor Exitus gestoppt werden. Flieger sind noch über uns.
Wir trollen uns mit 1/3 Fahrt voraus.
Blos weg hier.
05.30 Meldung : Alle Schäden behoben. Aussenhülle gem. LI noch 90% .
Nun, wor haben den Fliegerangriff wohl überstanden.
10.00 Auf Sehrrohrtiefe. Keine Kontaktr weit und Breit.
Befehl zum Auftauchen.
Backborddiesel auf AK, Machen mit Batterieladung knapp 10 knoten Fahrt.
Nichts besonderes, aber reicht.
13.30 ALARM Flugzeuge aus 190°, mindestens 4 Stk.
Entscheidung : Flak besetzen, Auf erkannten Feind Feuer frei !!!
1. Angriff durch 2 Sunderlands. Fliegen direkt an, beide erhalten von uns direktes Feuer, Einer explodiert in der Luft, der 2. verliert eine Tragfläche und schmiert direkt hinter uns in die See.
2. Angriff : Noch 3 Stück, wieder Sunderlands.
Greifen diesmal direkt von vorn an. Ruder hart steuerbord. Flak bereit zum selbstständigen Feuern, wenn Ziel erkannt.
Bott kommt schneller herum, als ich dachte.
2 anfliegende Sunderlands in kurzer Entfernung, alle 3 werden durch unsere Flak bekämpft. 1 wirft Bomben, liegen aber zu kurz. Maschinenwaffen rattern, uns fliegen die Geschosse um die Ohren, volle Deckung, unsere Flak trifft wieder. und wieder. 2 schieren ab, der 3. haut ab. Ein Motor scheint zu brennen.
Und von backbord kommen noch 3 Stk. mein Gott, was ist los hier.
Gleiche Prozedur. Ich verliere nach mehreren Einschlägen von Maschinenwaffen auf die Brücke die Orientierung. unsere Flack feuert noch.
Alle 3 anfliegenden Sunderlands werden abgeschossen.
ALARM. Wir tauchen. Boot schort unter. neue Tiefe 50m, Navigator, wieder auf Kurs gehen.
Umdrehungen für 4 knoten.
15.00 Super Leidtung durch unsere Flakleute.
7 feindliche Sunderlands vom Himmel geholt. keine eigenen Verluste ausser die Nerven. keine Verletzten.
lasse die Flakleute zu mir kommen. Belobigung. Werde hier EK beantragen. Das war schon eine Leistung. Besanschot an für die Flakleute.
Bleiben getaucht bis 19.00
19.10 Auftauchen nach Rundumblick.
23.00 LaSpezia kommt in Sicht. Wir fahren noch 40 min ohne Kursfestlegung per Sicht weiter, bis wir in die hafenanlagen einlaufen.
00.20 Wir legen an Aussenmole in LaSpezia an.
Feindfahrt ist beendet.
01.00 Lasse Besatzung antreten.
Befehl : Antreten morgen früh 08.00 vor dem Hafenkomm., dann Urlaub.
Ich habe noch viel zu tun, Berichte schreiben, morgen früh 06.00 Termin beim Flotillenchef, danach Manschafftsantreten und Befehlausgabe.
Boot geht in die Werft.
Auch für erstmal urlaub von Feindfahrten für mindestens 2 Wochen.

Funkspruch
An : BdU
--- danke an alle Kommandanten für Interesse ---
--- Melden uns wieder bei neuem Auftrag ---
--- Gruss von VII-C U703 ---

KptLt Tommel
U703

UhUdieEule
20-07-10, 13:49
FUNKSPRUCH
+++ An: U-703 - KptLt Tommel
+++ Danke für die lebhaften Berichte
+++ Hoffe auf weitere Berichte für das Sommerloch
+++ Weiterhin gute Fahrt
+++ Gruss UhU

Tommel1965
23-07-10, 02:23
Freitag, 21.November 1942
Nachtrag
Mein ursprünglicher Termin bei der Flotille wurde auf 10.00 Uhr verschoben.
Nach meinem Termin weiß ich nun mehr.
Es gibt neue Befehle. habe mich unverzüglich in Berlin beim BdU zu melden. Werde wahrscheinlich ein anderes Boot übernehmen. Nagelneu. Ein IX-Typ. Über Kennung und Ausführung weiß ich noch nichts. Jedoch sind wohl alle Schikanen und neuste Techniken eingebaut. Meine neue Basis wird Lorient !
Aber der Durchbruch war nicht umsonst, denn ein anderer Kommandant wird U703 für Operationen im Mittelmeer übernehmen. Auch die meisten meiner Männer werden mit nach Lorient wechseln. Aber nicht alle.
Werde noch 3 Maate neu hinzubekommen, da das IX größer ist. Bin mal gespamnnt. Habe noch keinerlei Erfahrung mit den großen Booten.
Jedenfalls werden wir entferntere Ziel-PQ bekommen. Ist mir auch gar nicht so unrecht.
Die restlichen Befehle erhalte ich in Berlin.
Habe der Mannschaft Urlaub gegeben bis zum Mittwoch, 03.12. Sie sind schon alle auf dem Zug in die Heimat.
Dienstbeginn am Donnerstag, 04.12.42 in Lorient.
Lassen wir uns überraschen, was auf uns zukommt.

KptLt Tommel