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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TV-Kritik "Stauffenberg" (lief am 25.Feb auf ARD)



balkow
26-02-04, 04:07
Wer von euch hat es denn nun gesehen
und wie fandet ihr´s?

Ich war ehrlich gesagt aufrichtig enttäuscht.
Ich entsinne mich spontan an mehrere TV-Adaptionen zu dem Thema die wesentlich spannender und fundierter waren (auch schauspielerisch übrigens)
Allein die im Schnelldurchlauf gezeigte Entwicklung des Protagonisten vom glühenden Hitler-Bewunderer zum Hitler-Gegner hätte man m.E. komplett weglassen können.
Was da allein an Geldern unnötig für mittelmässig animierte Tieffliegerangriffe verplempert wurde...tz tz tz.
In vielen Fernsehspielen der 70er und 80er Jahre gab es den sogenannten "Off-Sprecher", also quasi eine erklärende Stimme aus dem Nichts
die Handlungsfäden und Szenen miteinander verband und zum Teil durch zwei bis drei erklärende Sätze dem Zuschauer die Hintergründe besser näherbrachte als zig Hundert Meter sinnlos belichtetes Zelluloid.
Wollte unser öffentlich rechtliches Fernsehen durch diese halbgare Verbrämung mit Action-Elementen etwa unsere angeblich nicht geschichtlich interessierte Jugend vor´s Puschenkino locken?
über Hardy Krüger Jr. als Stauffenbergs Adjutant will ich mich an dieser Stelle lieber erst garnicht auslassen.....

Mich interessieren mal eure Meinungen dazu!

_____________________________

balkow
26-02-04, 04:07
Wer von euch hat es denn nun gesehen
und wie fandet ihr´s?

Ich war ehrlich gesagt aufrichtig enttäuscht.
Ich entsinne mich spontan an mehrere TV-Adaptionen zu dem Thema die wesentlich spannender und fundierter waren (auch schauspielerisch übrigens)
Allein die im Schnelldurchlauf gezeigte Entwicklung des Protagonisten vom glühenden Hitler-Bewunderer zum Hitler-Gegner hätte man m.E. komplett weglassen können.
Was da allein an Geldern unnötig für mittelmässig animierte Tieffliegerangriffe verplempert wurde...tz tz tz.
In vielen Fernsehspielen der 70er und 80er Jahre gab es den sogenannten "Off-Sprecher", also quasi eine erklärende Stimme aus dem Nichts
die Handlungsfäden und Szenen miteinander verband und zum Teil durch zwei bis drei erklärende Sätze dem Zuschauer die Hintergründe besser näherbrachte als zig Hundert Meter sinnlos belichtetes Zelluloid.
Wollte unser öffentlich rechtliches Fernsehen durch diese halbgare Verbrämung mit Action-Elementen etwa unsere angeblich nicht geschichtlich interessierte Jugend vor´s Puschenkino locken?
über Hardy Krüger Jr. als Stauffenbergs Adjutant will ich mich an dieser Stelle lieber erst garnicht auslassen.....

Mich interessieren mal eure Meinungen dazu!

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Bibi_76_IAP
26-02-04, 04:18
War nicht so besonders!
Da gab es mal in den 70er/Anfang 80ern eine 3 teilige Fernsehsendung über das gleich Thema: Operation Walküre-- die ist um Welten besser!!

Irgendwie finde ich, das man bei dem Thema nur immer Stauffenberg und die Geschwister Scholl erwähnt: Georg Elser hingegen wird total vergessen.

Gruß. Bibi

balkow
26-02-04, 04:31
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by Bibi_76_IAP:
War nicht so besonders!
Da gab es mal in den 70er/Anfang 80ern eine 3 teilige Fernsehsendung über das gleich Thema: Operation Walküre-- die ist um Welten besser!!

Irgendwie finde ich, das man bei dem Thema nur immer Stauffenberg und die Geschwister Scholl erwähnt: Georg Elser hingegen wird total vergessen.

Gruß. Bibi<HR></BLOCKQUOTE>

Genau diesen Mehrteiler hatte ich auch im Hinterkopf bei meiner Kritik an dem gestrigen Desaster.
Bleibt nur zu hoffen, dass der zum sechzigsten Jahrestag erneut ausgestrahlt wird. (Hoffentlich nicht auf HR3 um 3 Uhr Nachts http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif)

über Georg Elser habe ich allerdings auch schon mal einen wie ich fand recht gut gemachten Fernsehfilm (ebenfalls aus den 70/80ern) gesehen.

Ich recherchiere mal ob sich dazu Näheres in Erfahrung bringen lässt.
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[This message was edited by balkow on Thu February 26 2004 at 02:41 AM.]

JG5_Brendel
26-02-04, 04:35
Also ich fand den Film gut. Klar hätte man manches besser machen können, aber ich denke nicht, das zum Beispiel für den Tieffliegerangriff der Spitfires in Afrika allzuviel Geld draufging. Das sah ziemlich simpel gemacht aus.. sprich billig.
Die Ausführung des Attentats und die angelaufenen Operationen danach in Berlin fand ich gut und anschaulich erzählt. Was ich nicht so versteh ist die Erschießung von Stauffenberg etc. am selben Abend... war das wirklich so..? Ich dachte immer die wurden vorerst in Haft genommen und dann vor ein Gericht gestellt und danach erschossen...

Noch eine kleine Anmerkung.. ich habe keine Vergleiche auf die ich mich beziehen könnte http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Grüße, Chris

http://www.christian-stampfer.privat.t-online.de/brendel-signatur.jpg (http://www.jg5.de)

http://www.jg5.de

jagdfreund
26-02-04, 04:47
Also ich war nicht entäuscht, weil ich nicht viel mehr erwartet habe.
Das war wieder einer der vielen schnell abgedrehten Filme, die bald wieder in der Versenkung verschwinden werden.
Von der Thematik und der historischen Umsetzung her war es einfach mangelhaft. Die Filmemacher haben sich zu wenig mit den historischen Details befaßt, leider. Völlig daneben war auch die Ju52 mit "Friedensbemalung". Für Kenner zum Thema war einiges nachvollziehbar, für "Neueinsteiger" zu holprig umgesetzt.Da waren die alten Schwarz-Weiß-Filme besser.

jagdfreund

http://people.freenet.de/carinhall/Me109G6s.jpg

Wo wir sind ist immer oben

CTO88
26-02-04, 05:58
@ brendel
der film muss echt schlecht gewesen sein, wenn das aus dem film nicht raus kam.
ich kenns so:

GenOberst Fromm = Kommandeur des Ersatzheeres war einer der Verschwöer. Er sollte mit dem Ersatzheer mit den Nazis aufräumen. Als Stauffenberg im Bendlerblock eintraf, wusste Fromm schon vom MISSLINGEN des Attentates. Er hatte Angst und um jeden Verdacht von sich zu weißen, lies er Stauffenberg gleich erschießen. Dann schlugen die Nazis auf und die wußten auch über Fromm Bescheid. Da sie auch Angst hatten, dass die Wehrmacht doch noch aufmuckt liesen sie Fromm auch gleich erschießen.
Könnte sein, dass sich dabei Major Otto Rehmer (Kommandeur der Berliner Wachgarnision) dabei sehr hervorgetan hat.

coni2001
26-02-04, 06:15
Hi,
soweit ich das in Erinerung habe,ist Stauffenberg nicht mit eiener Ju52 sondern mit eiene FieslerStorch nach Ostpreusen geflogen.
Ich fand den Film auch nicht so gut,die alten waren um längen besser.

CH_D-Fender
26-02-04, 07:25
Ich hab einfach immer ein Problem mit Stauffenberg & Co.

Was waren sie nun ?
Deutsche Offiziere ?
Patrioten ?
Offiziere die aus ihrem blutigen Nazi-Trip erwacht sind ?
Sozial-Romantiker ?
Inkompetente Spinner ?

Bei mir riecht das immer etwas nach "Sozialromantiker im
Kriege macht blutige Revolution wie klein Hänschen sich
das halt so vorstellt".

Wenn solche Diletanten von Generalstabsoffizieren nicht
mal diesen Keks gebacken bekommen, muss man sich
schon wundern, wie sie überhaupt bis kurz vor Moskau
gekommen sind.

Nebst all dem nebulösen Geschwafel vom wahren Deutschen,
von Patrioten, den blutrünstigen Nazis und der wahrhaft ge-
rechten Sache, der diletantischen Planung und Umsetzung des
Attentats auf den GröFaZ, steht eines über jeden Zweifel erhaben:
Der ganz persönliche Mut und die Integrität gegen den
Tyrannen aufzustehen und sein Leben in die Waagschale zu
werfen.

Das ist leider aber auch alles.

Mutige Leute gab es viele in Deutschland. Und viele mutige
Deutsche haben ihr Leben für weit weniger in die Waagschale
geworfen. Und die sind gestorben; als deutsche Patrioten, für
das wahre Deutschland der Dichter und Denker, gegen den
blutrünstigen Tyrannen. Und sind von der Geschichte vergessen.

Sollte all diesen Menschen ein Gedenken gesetzt werden, gibt
es bessere Beispiele als Stauffenberg.

JG5_Brendel
26-02-04, 08:28
@Cto: Danke für die Erklärung.

Die Situation und Haltung von GenOberst Fromm war mir gestern nicht klar. So wie es sich für mich dargestellt hatte, war er nie für den Putsch und hat zu jeder Zeit versucht ihn niederzuschlagen. Die Person von Major Rehmer und dessen Einstellung war mir ebenfalls nicht so klar... der kam für mich irgendwie aus dem nichts hoch und übernahm einfach die Abriegelung von Berlin etc. ohne vorher einmal mit Stauffenberg oder den anderen gesprochen zu haben. Oder hab ich das vielleicht übersehn http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_redface.gif

Grüße, Chris

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balkow
26-02-04, 08:53
@CH_D-Fender:

Schöner Beitrag von Dir!
Sicher gibt es Hunderte wenn nicht gar Tausende, die (eher)ein Denkmal verdient hätten.
Stauffenberg wurde und wird halt immer wieder hervorgeholt weil es einfach spektakulärer klingt wenn es heisst: "Ein hochdekorierter kriegsversehrter (noch dazu blaublütiger) Stabsoffizier hat es gewagt dem Gröfaz die Stirn zu bieten" als wenn Lieschen Müller in der Munitionsfabrik Holzspäne anstatt Sprengstoff in die Granaten füllt (Sorry, blödes Beispiel aber ich denke Du weisst wie ich das meine)
Mich persönlich interessieren Taten und Schicksale von sogenannten Namenlosen mindestens ebensoviel wie Stauffenbergs kläglich in die Hose gegangener Putschversuch, aber die vermeintlich populären personen und Aktionen lassen sich halt in den Medien besser vermarkten.

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theRealAntEater
26-02-04, 10:09
Problem war, Lieschen Müller hätte es wohl kaum geschafft, das Regime zu stürzen, was Stauffenberg (wenn Hitler tot gewesen wäre) schon geschafft hätte.
Der Film war ne zweischneidige Sache: Einerseits fand ich machte der Hauptdarsteller seine Sache sehr gut und die Austattung und auch die historische Genauigkeit (bis auf Ju 52) waren topp. Nur sind 90 Minuten für das Thema 20. Juli schlichtweg völlig zu kurz. Warum haben sie keinen Mehrteiler gedreht?

Dieser Remer begegnet einem übrigens noch öfter:
Er war eigentlich Kommandeur eines PzGren-Battalions der Division "Großdeutschland" (daher das Ritterkreuz mit Eichenlaub), und befehligte zu jener Zeit das Wachregiment in Berlin, die einzige bewaffnete Truppe die zur Verfügung stand. Das Wachregiment war so der Kern der Großdeutschland-Division und verdiente Soldaten wurden dahin versetzt.
Nach dem 20. Juli wurde Remer natürlich belohnt und bekam das Kommando über die "Führer Begleit" Brigade, die in den Ardennen eingesetzt wurde. Nach dem Krieg war Remer neben Rudel wohl der prominenteste "Unverbesserliche" und gründete eine rechtsradikale Partei, die in den 50ern sogar verboten wurde. Rudel kandidierte für diese Partei.
Remer verdanken wir auch den "Holocaust-Leugnerparagraphen". In den 90ern wurde er deswegen nochmal vor Gericht gestellt und verurteilt, trat allerdings m.w. keine Haft an sondern starb 1997 in Spanien. Er und der belgische Waffen-SS Führer Leon Degrelle waren wohl die letzten Prominenten Altnazis überhaupt.

http://people.freenet.de/JCRitter/1sigklein.jpg

Jordan_72
26-02-04, 10:20
Was mir einfach nicht in den Schädel will ist:
Wieso haben sich eigentlich alle Attentäter so unglaublich blöd angestellt ?
Beim Schreiner Elser versteh ich das voll, keine Erfahrung mit Sprengstoff und es ist ja nur an Hitlers verfrühter Abreise aus dem Bürgerbräukeller gescheitert - aber Stauffenberg ???
Eine Gruppe Berufsoffiziere sollte doch wohl wissen, wieviel Sprengstoff man wo braucht um den Größenwahnsinnigen 100% *SICHER* zu zerfetzen. Wenn ich für sowas mein Leben aufs Spiel setzen würde, würde ich einen größeren Koffer nehmen oder den Diktator eben gleich als Selbstmordangriff mit der Dienstpistole aus nächster Nähe ins Gesicht schiessen, notfalls von hinten überraschend mit einem Dolch ins Herz stechen - ist auch sicher...
Man weiß ja, z.B. aus der Hartmann-Biographie, daß es zwar die Vorschrift "keine Waffen im Führer-HQ" gab, sich aber etliche Offiziere die vertrauenswürdig erschienen dagegen durchsetzen konnten. Gehöte Stauffenberg etwa nicht dazu ?

balkow
26-02-04, 11:24
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by theRealAntEater:
Problem war, Lieschen Müller hätte es wohl kaum geschafft, das Regime zu stürzen, was Stauffenberg (wenn Hitler tot gewesen wäre) schon geschafft hätte.
..........

http://people.freenet.de/JCRitter/1sigklein.jpg <HR></BLOCKQUOTE>

Schon klar, ich wollte mit diesem Beispiel ja auch lediglich unterstreichen, dass "Kleine Leute" á la "Lieschen Müller" halt im Rahmen ihrer Möglichkeiten zwar "nur" Sand ins Getriebe streuen konnten, nichts desto trotz aber genau so meine Hochachtung haben wie z.B. Stauffenberg, denn ob man nun "lediglich" einen Juden versteckt, Sabotage betreibt oder gleich das ganze Regime stürzen will, das Risiko (des eigenen Todes) war für ALLE das gleiche.

_____________________________

Blitzbirne
26-02-04, 16:44
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by Jordan_72:
Was mir einfach nicht in den Schädel will ist:
Wieso haben sich eigentlich alle Attentäter so unglaublich blöd angestellt ?
Beim Schreiner Elser versteh ich das voll, keine Erfahrung mit Sprengstoff und es ist ja nur an Hitlers verfrühter Abreise aus dem Bürgerbräukeller gescheitert - aber Stauffenberg ???
Eine Gruppe Berufsoffiziere sollte doch wohl wissen, wieviel Sprengstoff man wo braucht um den Größenwahnsinnigen 100% *SICHER* zu zerfetzen. Wenn ich für sowas mein Leben aufs Spiel setzen würde, würde ich einen größeren Koffer nehmen oder den Diktator eben gleich als Selbstmordangriff mit der Dienstpistole aus nächster Nähe ins Gesicht schiessen, notfalls von hinten überraschend mit einem Dolch ins Herz stechen - ist auch sicher...
Man weiß ja, z.B. aus der Hartmann-Biographie, daß es zwar die Vorschrift "keine Waffen im Führer-HQ" gab, sich aber etliche Offiziere die vertrauenswürdig erschienen dagegen durchsetzen konnten. Gehöte Stauffenberg etwa nicht dazu ?<HR></BLOCKQUOTE>

Also bei so Kommentaren geht mir doch etwas die Hutschnur hoch. Wie das im Film auch gut zu sehen war, gab es einen unglücklichen Zufall. Nämlich das einer der Besprechungsteilnehmer die Tasche an einen anderen Platz stellte. Er stellte die Tasche auf die andere Seite des Tischbeins (Die Seite die Hitler zugewandt war). Da der Tisch aus massiver Eiche war wurde ein Grossteil der Sprengwirkung von Hitler abgelenkt. Deshalb kam Hitler auch relativ Glimpflich davon und nicht weil Stauffenberg zu Blöd gewesen ist. Außerdem war keine Zeit mehr den 2ten Sprengsatz scharf zu machen. Du hättest wahrscheinlich ganz cool deine MG42 genommen und erstmal die ganzen SS Wachen umgeblassen und dann am Schluss Hitler selbst (BOAH EIH). Ich hab grosse Hochachtung vor den Leuten die alles daran gesetzt haben diesen Tyrannen umzubringen. Wenn du in so einer Situation bist und einen kühlen Kopf bewahrst und es besser machst dann kannste dich ja noch mal melden.

kampfadler
26-02-04, 16:59
Hi !

Ich habe es genauso empfunden wie du. Es gab schon wesentlich bessere Filme zu dem Thema. Ich hab ihn eh nur wegen S.Koch und Hardy Krüger angesehen, aber die konnten den hektischen Verschnitt auch nicht mehr aufpeppen. über die Teifflieger mußte auch ich nur müde lächeln. Schade, hätt eman mehr daraus machen können.

Hecht234
27-02-04, 01:31
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by Blitzbirne:

Also bei so Kommentaren geht mir doch etwas die Hutschnur hoch. Wie das im Film auch gut zu sehen war, gab es einen unglücklichen Zufall. Nämlich das einer der Besprechungsteilnehmer die Tasche an einen anderen Platz stellte. <HR></BLOCKQUOTE>

Mit der Bombe hatte der Attentäter sogar doppeltes Pech: Nicht nur, dass die Tasche weggeschoben wurde, sondern auch dass diese Besprechung in eine einfache Holzbaracke verlegt worden war. Sonst fanden diese Lagesbesprechungen in einem Betonbunker statt, wo der Explosionsdruck garantiert alle getötet hätte.

Grüsse

Hecht234

JohnMcArthur
27-02-04, 07:06
Ich denke auch wenn man so eine Sache plant benutzt man die kleinste mögliche Menge um sein Ziel mit einigermassen gegebener Sicherheit zu erreichen. Auch war Stauffenberg sich seiner Rolle bewust die er bei dem Putsch spielte und war deswegen nicht dazu bereit den Gröfaz mit seiner Pistole zu killen. Ich glaube er musste sie nicht ablegen. Sprengstoff gab ihm die Zeit zu verschwinden was ihm ja auch gelungen ist und es war eine Ladung die er als Behinderter gut transportieren und verstecken konnte.

balkow
27-02-04, 07:34
*Räusper*

Der Titel dieses Threads lautet zwar "TV-Kritik"
und nicht "Wie bombt man am todsichersten den Tyrannen weg?", aber egal......wenn wir schon mal dabei sind: Frage an die Sprengstoffexperten: (Spekulatius-Modus an)

Hätte es evtl. etwas genützt das zweite (aus Zeitgründen nicht mit Zündern versehene) Sprengstoffpäckchen, welches von Stauffenbergs Adjutant beim Verlassen der Wolfsschanze so nonchalant aus dem Cabrio gepfeffert wurde, zusätzlich in der Aktentasche zu belassen?
Auch ohne Zünder hätte das doch unweigerlich zu einer "Kampfwertsteigerung" der Bombe geführt und somit auch erheblich mehr Schaden anrichten können. (sag ich jetzt einfach mal als Sprengstoff-Laie) Den Leuten des 20.Juli werden doch die vorher bereits gescheiterten Attentatsversuche zumindest zum Teil bekannt gewesen sein.
Angesichts des geradezu Gustav-Gans-artigen Glücks des Gröfaz auf diesem Terrain hätte da doch wohl die Devise "viel hilft viel" bzw. "doppelt hält besser" gelten müssen.
Naja, hinterher ist man ja immer schlauer....

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jagdfreund
27-02-04, 07:48
Ja hätte genutzt. Eine Untersuchung des Reichssicherheits-Hauptamtes nach dem Attentat (Analyse des gefundenen Sprengstoffes) hat ergeben, daß bei Detonation beider Sprengsätze n i e m a n d im Raum überlebt hätte.
Und die Geschichte hätte einen anderen Verlauf genommen...

jagdfreund

http://people.freenet.de/carinhall/Me109G6s.jpg

Wo wir sind ist immer oben

balkow
27-02-04, 08:21
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by jagdfreund:
Ja hätte genutzt. Eine Untersuchung des Reichssicherheits-Hauptamtes nach dem Attentat (Analyse des gefundenen Sprengstoffes) hat ergeben, daß bei Detonation beider Sprengsätze n i e m a n d im Raum überlebt hätte.
Und die Geschichte hätte einen anderen Verlauf genommen...

jagdfreund

http://people.freenet.de/carinhall/Me109G6s.jpg

Wo wir sind ist immer oben<HR></BLOCKQUOTE>

...so viel zum Thema "Geiz ist geil!" http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif

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Blue_Baron123
28-02-04, 10:55
Ja das hab ich mich auch immer gefragt, warum ist da nicht irgendjemand mit 100kg Sprenstoff am Köper und ner Pistole zu dem verhassten Mann gegangen, im zweimalin den kopf geschossen und sich dann in die Luft gespreng. Soviel zum thema sicher ist sicher http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif