PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen, Fragen....



Marcador
04-06-06, 18:13
Hi y'all,

hab einige Fragen zum gameplay, hoffe ihr könnt helfen:

1. Hab die Kampagne mit Typ IIA angefangen, und in der Liste der Neuerscheinungen steht, dass sowohl ein Typ IID als auch Typ VII verfügbar sein sollten (bin in Feb.1940). Trotz Flotillenwechsel von 2. zu 7. kann ich aber kein neues Boot bekommen - und Typ II ist ja doch was Reichweite angeht sehr limitiert. Mehr als 5 Aale wär auch echt toll...a propos hatte Typ II nicht historisch 3+3 Dinger an Bord ?!
Wie & wann komm ich von meinem Einbaum weg zu nem richtigen Boot?

2. Kann mir einer von euch bitte erklären, was genau die Fähigkeiten ausmachen, die ich an die Besatzung verteilen kann? Kann die nämlich schlecht nach Nutzen einschätzen! Torpedoschütze z.B.: Lädt der nur schneller oder zielt der auch besser? Das Symbol für den Steuermann ist ja ein Sextant - gehöt der nicht in den Bereich Navigation, und ist der Steuermann nicht eigentlich der LI an den Steuerorganen?
Die gleiche Frage hab ich auch bezgl. der Medaillen: Was machen die genau?

4. Meine Magnet-Aale versagen immer *GROLL*. Auch wenn ich auf den Kiel ziele (und auch wenn ich Tiefgang des Ziels +1m eingebe) laufen die Dinger immer drunter durch...
Habt ihr Tipps dazu?

5. Wie lange lagen Boote zwischen den Einsätzen historisch korrekt im Hafen? Gab es sowas wie ne Standard-Pause zwischen 2 Einsätzen?

6. hab das vielgeschmähte SW-Mod geschenkt bekommen (bitte nicht meckern, kann doch nix dafür!), wie läuft das mit dem Vorfluten - welche Taste(nkombi) ist das wohl?

Jaja, Fragen, Fragen - und kein Handbuch, daß Klärung bringt... *MUCKSCH*

Wie immer vielen Dank an euch für jede Antwort und euch allen immer die obligatorische Handbreit Wasser unterm Kiel!

Marcador

Marcador
04-06-06, 18:13
Hi y'all,

hab einige Fragen zum gameplay, hoffe ihr könnt helfen:

1. Hab die Kampagne mit Typ IIA angefangen, und in der Liste der Neuerscheinungen steht, dass sowohl ein Typ IID als auch Typ VII verfügbar sein sollten (bin in Feb.1940). Trotz Flotillenwechsel von 2. zu 7. kann ich aber kein neues Boot bekommen - und Typ II ist ja doch was Reichweite angeht sehr limitiert. Mehr als 5 Aale wär auch echt toll...a propos hatte Typ II nicht historisch 3+3 Dinger an Bord ?!
Wie & wann komm ich von meinem Einbaum weg zu nem richtigen Boot?

2. Kann mir einer von euch bitte erklären, was genau die Fähigkeiten ausmachen, die ich an die Besatzung verteilen kann? Kann die nämlich schlecht nach Nutzen einschätzen! Torpedoschütze z.B.: Lädt der nur schneller oder zielt der auch besser? Das Symbol für den Steuermann ist ja ein Sextant - gehöt der nicht in den Bereich Navigation, und ist der Steuermann nicht eigentlich der LI an den Steuerorganen?
Die gleiche Frage hab ich auch bezgl. der Medaillen: Was machen die genau?

4. Meine Magnet-Aale versagen immer *GROLL*. Auch wenn ich auf den Kiel ziele (und auch wenn ich Tiefgang des Ziels +1m eingebe) laufen die Dinger immer drunter durch...
Habt ihr Tipps dazu?

5. Wie lange lagen Boote zwischen den Einsätzen historisch korrekt im Hafen? Gab es sowas wie ne Standard-Pause zwischen 2 Einsätzen?

6. hab das vielgeschmähte SW-Mod geschenkt bekommen (bitte nicht meckern, kann doch nix dafür!), wie läuft das mit dem Vorfluten - welche Taste(nkombi) ist das wohl?

Jaja, Fragen, Fragen - und kein Handbuch, daß Klärung bringt... *MUCKSCH*

Wie immer vielen Dank an euch für jede Antwort und euch allen immer die obligatorische Handbreit Wasser unterm Kiel!

Marcador

kdtu45
04-06-06, 20:58
Hallo Marcador,

also die Anworten auf die Fragen könnten Bücher füllen.
Eine Karriere ab 1939 beginne ich grundsätzlich in der 7. U-Boot-Flottille, da ich dort 14 Torpedos habe und unschätzbare 200 Schuß Artilleriemunition, mit der Flak lassen sich auch noch ein paar Ansehenspünktchen reissen. Bis spätestens Anfang 1941 kann man einige Punkte mit dem Deckgeschütz erhalten. Bei sparsamen und effizienten Einsatz des Deckgeschützes ist es keine Schwierigkeit einen kompletten Geleitzug mit 16 und auch mehr Schiffen auseinander zu nehmen (Teilweise mit weit über 50.000 BRT nur durch das Geschütz). Auf Paralellkurs gehen, 100 - 200 m Abstand, unter die Wasserlinie zielen und in die Weichteile des Schiffstyps Schuß um Schuß jagen. Es bieten sich hier die Bereiche an, die ein entsprechendes Schiff mit einem Torpedo versenken würden (Treibstoffbunker, Maschine, Ruderanlage. Die Ladungsbunker von Tanker dagegen bringen nicht viel. Der Oiler brennt wie eine Fackel, geht aber in der Regel nicht unter.) Zur Not kann ein Gefecht mit einem "bewaffneten Trawler" und gerade noch mit einer Flower Korvette aufgenommen werden. Bringt aber in der Regel eine Beschädigung am Druckköper und von daher eventuell einen Verlust von Ansehenspunkten mit sich. Finger weg von Zerstöern! Die Kadenz (15 Schuß/Minute)des Decksgeschützes reicht einfach nicht aus, um ohne schwerwiegende Beschädigung einen Zerstöer zu versenken. Mit SH3-Commander und 1 Sekunde Nachladezeit habe ich schon erfolgreich einem Zerstöer unter anderem fast das gesamte Oberdeck abrasiert, aber erst nach 40 Schuß hatte er genug und verließ die Wasseroberfläche. Ein Torpedo dagegen wirkt da Wunder. Jedes Gefecht mit einem Kriegsschiff bedeutet immensen Munitionsverschleiß mit wenig Tonnagepunkten. Die sind in den ersten Jahren besser bei Handelsschiffen aufgehoben. Der spieltechnische Vorteil bei der 7. U-Boot-Flottille ist, man bekommt bereits ein VII B Boot mit mehr Torpedos und Schiffsartillerie besitzt und muß nicht teuere Ansehenspunkte für deren Erwerb ausgeben. In den ersten Kreigsjahren lassen sich sehr gute Feindfahrtergebnisse mit einem VII B Boot erreichen. Man investiert nichts in technische Verbesserungen und wenn ein ausgereiftes VII C Boot oder anderer Bootstyp erhältlich ist, kauf man sich diesen ein. Bist dahin kann man eine Menge Ansehenspunkte sammeln mit der Flottille in Kiel.
Auch bei einem Flotillenwechsel glaube ich, muß man erst die entsprechenden Ansehenspunkte erworben haben, um sich einen anderen Bootstyp aussuchen zu können. Wie oben bereits erwähnt: mit Einstieg in die 7. Flotille hat man zu Anfang des Krieges einen deutlich leistungsfähigeren Bootstyp ohne Mehrkosten.

Leistungsfähigkeit der Besatzungsmitglieder:
Die Fähigkeiten der Offiziere und Portepeeunteroffiziere sind die wichtigsten Eigenschaften der Besatzung. Mit den Medallien und Orden werden die Erfahrungspunkte nach oben gesetzt und ein Besatzungsmitglied kann früher befödert werden. Dies ist bei den Mannschaften von enormer Wichtigkeit. Ihre Leistungsfähigkeit in den jeweiligen Bootsabschnitten wird höher, sie halten länger durch ( Ermüdungsmodell ) und ein Abschnitt reagiert schneller und besser. Bei mir dient ein Schiffsartilleriebootsmann mit zwei sehr geföderten Mannschaften. Das Geschütz läßt sich meiner Auffassung nach besser und schneller ausrichten und es gab auch bei längeren Gefechten (Geleitzugvernichtung) keine Ausfälle. Ich habe bereits eine Karriere vermasselt, als bei einem Zerstöerangriff, im absolut entscheidenden Augenblick, die Meldung des LI kam: "Nicht genügend Besatzung an den E-Maschinen, Herr Kaleun!" Wie eine träge Ente lag ich an der Wasseroberfläche, keine Maschine, kein Abtrieb und mit Wonne fuhr der CO (Commanding Officer, Kommandant) des V&W-Zerstöers durch mein U-Boot. Ergebnis: "U-Boot zerstöt". Von daher als erstes alle Bootsleute des Mot-Abschnittes zu Motorenmeistern machen. Auch für den LI ist es enorm wichtig, daß er ausgeruht ins Gefecht geht und eine Maschinen- und Mechanikerausbildung besitzt. Mir ist aufgefallen, daß ein übermüderter LI ohne Qualifikationen bei schwerer See das U-Boot auf Sehrohrtiefe auf 15 und mehr Metern durchsacken läßt oder der Turm durch die Wasseroberfläche bricht. Man sofort von einem nahen Bewacher erndeckt wird und runter in den Keller. Im anderen Fall das U-Boot auf 15 Meter durchsackt, wenn genau der ideale Abschußpunkt erreicht wird, neuer Anlauf, neues Glück. Der Flakeristi mehr von den Bienen vom Himmel holt und die Peilungen und Meldungen des Sonaristi präziser sind.

Jetzt kommen wir zum kompliziertesten Bereich der Fragen. Ein Marineschiff teilt sich grundlegend in drei Bereiche auf:
1. Schiffsführung,
2. Schiffstechnik und
3. Schiffsversorung.

Die Schiffsführung sind der Kommandant, 1. Offizier, die Operationszentrale, Navigation, Waffenleitung, Fernmeldewesen, Computertechnik (Bordinterne EDV-Netze), Schiffselektronik...
Die Schiffstechnik ist für alle antriebstechnischen Bereiche zuständig wie Motorentechnik, Strom-, Wasser- ver- und / oder -entsorgung, Brand- und Leckabwehr, Schiffsmechanik etc. etc.
Die Schiffsverorgung ist zuständig für Nachschub und Bevorratung von Versorgungsgütern und deren rechtzeitigen Bestellung in den Liegehäfen, Sanitätswesen, Kombüse mit Einkauf und Lagerung von Lebensmitteln, administrative Abwicklung, Personalwesen etc.
Ein Leitender Ingenieur ist immer ein Schiffstechniker und für die mechanischen Antriebe und Steuerungen eines Schiffes verantwortlich; wohlbemerkt nicht für deren Bedienung. Dies verwischt zusehend in einer modernen Marine, da auf einem Schnellboot z. B. die Fahrmaate im Steuerstand integriert und die Maschinenbefehle unmittelbar an die Motoren einstellen und hier auf der Brücke eines Schnellbootes ihren Dienst tun.
Der Steuermann dagegen der 1. Navigationsbootsmann ist, der in der Karte die Position der Einheit bestimmt, Kursempfehlungen gibt, im Hafen die Seekarten berichtigt und besorgt und nach Weisung des Kommandanten Seereisen plant und ausarbeitet. Er weiß in der Regel nicht was ein Schiffskolben ist!

Also zu den Torpedos habe ich eine vernichtende Kritik an Ubisoft! Historisch ist es richtig, daß zu Anfang des Krieges die sogenannten Magnetzünder erhebliche Funktionsmängel aufwiesen. Die Marineführung glaubte damals an Sabotage und so mancher dürfte hier im KZ oder vor dem Erschießungspeloton gestanden haben. 1940 beim Unternehmen "Weserübung" (Der Angrigff auf die Skaninavischen Länder) hatte die Torpedokrise ihren Höhepunkt. Es wurde daraufhin fast ausschließlich mit Aufschlagzündern geschossen.
Bei SH III einstellen: 4 m Wassertiefe, kombinierter Magnet- Aufschlagzünder ( die Wassertiefe des Gegnerschiffes ist piep-egal), nur dampfgetriebene Torpedos mit Höchstgeschwindigkeit, auf möglichst kurze Entfernung und querab zum Kurs des Gegners in die Weichteile hineingejagt und der Zossen geht mit einen Torpedo in die Luft. Man braucht nur die Schwachpunkte von C2, C3, T2 und T3 zu kennen und die Dinger gehen mit einem Schuß zu 80% unter. Dies ist nicht sonderlich realistisch. Der Torpedo der zuvor mit reinem Magnetzünder zünden sollte (hatte zuvor abgespeichert), versagt, als Aufschlagzünder dagegen detoniert er und der Dampfer sinkt zu den ewigen Jagdgründen hinab.

Die U-Boote lagen zu Anfang des Krieges solange in ihren Basen bis sie fronttauglich waren. Realistisch sind hier, je nach Beschädigungsgrad und Verschleiß, durchschnittlich 3-4 Wochen. Als die Schlacht im Atlantik sich zu Ungunsten der Deutschen neigte, wurde ein Boot sobald es fronttauglich war wieder in die Hölle des Atlantiks entlassen. Erschwerend kam aber für den BDU hinzu, daß die Jagdgründe immer weiter in den Atlantik verschoben wurden, also längere Anmarschwege, längere Stehzeit in See und zusehends schwere Erkrankungen ohne Feindeinwirkung, wie Mangelerkrankungen, schwere Lungenerkrankungen, vorallem bösartige Hauterkrankungen (Forunkel, Abszesse, Ekzeme) durch mangelnde Hygiene während der Feindfahrt. Damit stach immer seltener eine geschlossene Besatzung, die in der vorangegangenen Feindfahrt ihre Erfahrungen zusammen gemacht hatte, zu einer erneuten Fahrt in See. Die U-Bootbesatzungen wurden immer stärker zusammengewürfelt, was sich nachteilig auf die Leistungsfähigkeit auswirkte. Sie waren keine verschworenen Gemeinschaften mehr, wie zu Anfang des Krieges.

MfG
Kommandant U-45