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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein sehr laaanger Beitrag, warum das Ende das Spiel ruiniert.



raef03
29-12-08, 07:35
Hallo zusammen,

ich habe mich einmal hier angemeldet um meinen Frust über dieses bescheidene Ende loszuwerden. Ich meine, ich habe in den vielen Jahren, welche ich bereits Computerspiele spiele schon so manches schlechte Ende gesehen: Held kommt in die Klapse, Held kommt nicht mehr rechtzeitig aus der einstürzende Feste und wird verschüttetet, oder Held verschwindet in eine andere Dimension...usw.
Aber Prince of Persia bittet eines der (vom Sinn her) enttäuschenden Enden, welches ich in den letzten Jahren erleben durfte.
Was besonders schade ist, da es allgemein das Ende ist, welches den Spieler beim Gedanken an ein Spiel im Gedächtnis bleibt. Versteht mich nicht falsch, ein durchschnittliches Ende kann ein (sehr) gutes Spiel nicht ruinieren. Ein schlechtes Ende aber schon!

Erst einmal zu mir: Ich spiele in der Regel ein Spiel um am Ende das Gefühl zu haben, Gewonnen zu haben. Kurz, ich möchte vom Spiel das virtuelle "Schulterklopfen" der Marke: Gut gemacht!

Wenn ich ein Spiel in einer Fantasiewelt spiele, möchte ich diese wieder verlassen, in den Wissen, dass sich, dank meiner Hilfe, diese (fiktive) Welt zu einen besseren Ort für die Menschen dort verändert hat.
Wenn ich einen Krimi spiele, dann damit den (fiktiven)bösen Buben das Handwerk gelegt wird.
Wenn ich ein Horror /Mysterie-Spiel spiele, dann damit es den bösen (fiktiven) Mächten letztendlich an den Kragen geht.

Nach dem Durchspielen von Prince of Persia hatte ich allerdings mehr das Gefühl, ich hätte eine formatierte Festplatte nach Tagelanger Arbeit wieder auf den letzten Stand mit allen Programmen, Daten und Spielen gebracht um sie anschließend gewaltsam aus den Rechner zu reißen und dann auf den Fußboden zu zertrümmern.
Ich meine, der Spieler wird gezwungen die Seele des eigenen Spielercharakter zu verkaufen und danach die gesamte eigene Arbeit zu zerstören. Was soll den das? So etwas motiviert nicht unbedingt zum erneuten Durchspielen

Dazu muss ich sagen, dass ich bereits nach der Eröffnung, dass Elika bereits einmal von den Toten zurückgeholt worden war, in der Mitte des Spiels ahnte, dass das Mädchen am Ende wieder sterben müsste, um die Geschichte um den bösen Gott wirklich rund zu machen. Nach dem Motto: Der böse Gott hat ihr ein zweiten Leben geschenkt, mit seiner Vernichtung und den Sieg des Guten wird dieses Geschenk wieder zückgängig und sie stirbt als dramatisches Opfer.
Dabei überlegte ich, wie die Storyschreiber einen Elika-Ersatz in einen potenziellen Nachfolger reinbringen wollten und fragte mich, was die, für mich übelste Lösung des Problems sein würde.
"Hmmm", dachte ich mir "das, was ich den Autoren nicht verzeihen würde, wäre, wenn sie das alte Klitsche nehmen, und der Prinz, wie schon der Vater, seine Seele verkauft um Elika zurück ins Leben zu rufen." Gratulation, Ubisoft, ihr habt mich nicht enttäuscht!

Als der Prinz Elika schließlich von den Toten zurück holte, und sie fassungslos ausrief: "Warum?!" schalte es gleichzeitig vor meinen Monitor von mir: "Ich weiß es nicht! Das dumme Spiel zwingt mich dazu!"

Die Gamestar schreibt in ihren Test, das Ende seih zwar befriedigend aber auch offen. Ich möchte diese zwei Begriffe einmal benutzen um mein Problem mit den Ende zu verdeutlichen:

Was soll daran befriedigend sein, dass in den letzten drei Spielminuten sich der Hauptcharakter derart vom Spieler entfremdet, das ich heimlich gehofft habe, im letzten Moment würde der "Sand of Time" Prinz in der Wüste auftauchen, und Farah würde, mit einen gezielten Schuss ihres Bogen, den neuen "Prinzen" einen Pfeil durch den Kopf jagen und so seinen Tun ein Ende bereiten und die Bäume doch noch retten.
Besonders schade, da ich bis zu besagten letzten drei Minuten der festen Überzeugung war, dass der jetzige Prinz, von allen Prinzen der Sympathischste seihe.
Wenn ich jetzt ein neuer Spiel starte und der Standsturm beginnt, denke ich nur: "Hey, da ist "Prinz Hohlbirne", der seine Seele verkauft und die Menschheit opfert, weil er nicht mehr ohne Elika sein kann. Und nein, ich finde das nicht romantisch.
Ich meine, da kommt der böse Gott der Finsternis daher und meint: "Hey du "Prinz", ich kann deine Perle zurückbringen, aber dafür musst du mich befreien, damit ich alles Leben auf der Welt auslöschen kann. Ich bin sicher, Elika wird dir vergeben, da ihr Vater ja schon den selben Fehler gemacht hat und mich befreien wollte. (Was er mit den Leben bezahlte)
Oh, und natürlich musst du deine Seele an mich verkaufen und ein willenloser Zombie in meinen Reihen der Verdammten werden und mir für alle Zeiten dienen. Aber Hey, ich bin sicher, Elika wird dir auch das vergeben. Sie ist ja eine so gutherzige, naive Person.
Vielleicht (wenn die Autoren besonders kreativ sind) befehle ich dir dann, als mein willenloses Werkzeug, Elika danach zu töten. Aber Hey, immerhin darfst du vorher auch mit ihr fummeln."
Prinz: "Klingt gut! Wo muss ich unterschreiben?" Ja, storytechnisch "sehr glaubhaft", da der Prinz ja zuvor mit eigenen Augen gesehen hat, was der Gott bereits in geschwächten Zustand anrichtet und wie es seinen Verbündeten ergeht.
Für mich zieht auch nicht das Argument: Der böse Gott wäre jahrhunderte/ jahrtausende später (Zitat: "wenn sie zu Staub zerfallen ist, werde ich frei sein") ja sowieso frei gekommen und dann wäre keine Elika da gewesen, welche ihn noch aufhalten könnte.
Ja klar, starten wir den Weltuntergang einmal paar hundert Jahre zu früh weil der "Prinz" seine Freundin wiederhaben will, und diese das Ganze ja "vielleicht" wieder rückgängig machen kann. Hey, der Weltuntergang kommt ja eher, warum warten?
Es ist ja nicht so, als würde einige Jahrhunderte des Weiterlebens der Menschheit etwas zählen.
Ich weiß, dass das alles nur eine Gesichte ist, aber wenn ich die Hauptfiguren mag finde ich besagten, meiner Meinung nach unsinnigen, Storywendungen besonders frustrierend /ärgerlich.
Ich habe keine Probleme wenn der Held am Ende sein Leben und das seiner Lieben opfert, wenn es die einzige Möglichkeit ist, die Menschheit zu retten. Aber dieser "Prinz" tut ja genau das Gegenteil!
Ich weiß, dass die Autoren ein ähnlichen Feeling wie seinerseits bei "Sand of time" (alles war umsonst) und "Warrior Within" (seine Taten folgten zur Zerstörung seiner Heimat) erreichen wollten, als sie dieses Ende "Prinz verkauft seine Seele, und lässt den dunklen Gott frei, der alles zerstört, was der Prinz zu retten versuchte" schrieben. Aber ihnen ist dabei, meiner Meinung nach, eine Kleinigkeit im Vergleich zu Vorgängern entgangen:
Der alte Prinz der "Sand of Time" so egoistisch er manchmal auch ist, versuchte immer das Richtige zu tun, und musste dabei stets feststellen, dass die Dinge dadurch nur noch schlimmer wurden. ( Er wollte nicht, dass der Sand freigelassen wird/ Er wollte nicht dass seine Heimat zerstört wird/ Er wollte nicht, dass die Herrin der Zeit sterben muss) Er richtete viel Schaden an, aber hatte er, in seinen Augen, stets die besten Absichten.
Das machte ihn sehr menschlich und sympathisch, trotz aller Fehler.
Nebenbei, er schlug das Angebot des Visirs: "Ich kann das tote Mädchen zurückbringen!" aus und entschied sich lieber für den Verlust.
Am Ende von "Two Thrones" begreift er dass sein Unwille, das Geschehene zu akzeptieren und weiterzuleben, erst die ganzen Unglücke hervorgebracht hat und der dunkle Prinz verliert mit dieser Erkenntnis seine Macht über ihn.
Der neue "Prinz" entscheidet sich hingegen bewusst für das Böse und die Zerstörung aus puren Egoismus, weil der, tschudigung, seinen besten Stück das Denken überlasst.
Er opfert sich und die Welt weil er das Mädchen zurück haben will!
Er fragt nicht, ob Erika damit einverstanden wäre, er kümmert sich nicht um das Opfer, das sie brachte als sie ihre letzte Lebenskraft aufopfert um den Baum zu heilen und den dunklen Gott so zu bannen. Auf gewisser Weise verrät er durch seinen Handel Elika und alles woran sie glaubt und wofür sie kämpfte.
Er unterwirft sich ganz bewusst in der Rolle des willenlosen Bauern des dunklen Gottes, wird zu seinen Werkzeug, da er sich einredetet ja keine Wahl zu haben, da alles im Leben Vorbestimmt sei und man sowieso nichts dagegen tun kann, NACHDEM er 95% des Spiels zuvor herausposaunt hat: "žKEIN Gott, KEIN vorbestimmtes Schicksal hat Macht über mich!" War wohl doch nur alles heiße Luft, was?! Ja ich verstehe die Ironie, aber das macht die Sache auch nicht glaubhafter.
Zudem frage ich mich wie er nach dieser Tat sich noch den Titel "Prinz" verdienen soll.
"Du bist kein Prinz, nur den Titel nach!" beschimpft Farrah den "Two Thrones" Prinzen, als sie seine rachsüchtige Ader entdeckt. Das kann der neue "Prinz" ja direkt froh sein, dass es die sanftmütige Elika ist, die er von den Toten wiedererweckt und dadurch den Gott der Finsternis auf die Welt loslässt. Farah hätte den armen Kerl nach der Wiederbelebung erst einmal die Hölle heiß gemacht!

Zur Sache mit den offenen Ende: Ich kann beim besten Willen nicht mehr offenes Ende entdecken, als bei allen fortsetzungslosen Geschichten, bei den das Ende wirklich der Schluss der Geschichte sein soll. Es gibt, meiner Meinung nach, keine noch offene Fragen, keine losen Enden, die noch nicht zu Ende geführt ist.
Das Schicksal des Prinzen ist klar: Er hat seine Seele an das Böse verkauft, und wird, wie Elikas Vater zuvor, ein weiterer Soldat des dunklen Gottes werden und sich so in die Reihe der Verdammten, wie der Konkubine und den Alchemisten, einreihen.
Der dunkle Gott ist frei und wird bei der Geschwindigkeit, in welcher sich seine dunkle Wolke am Ende ausgebreitet hat, in wenigen Stunden alles Leben in Persien (wenn das Land Persien darstellen sollte) vernichtet haben, vielleicht vertilgt er danach als großen Happen den Rest der Welt. Oder eben auch nicht.
Elika wird vermutlich sterben, entweder durch die Hand des Prinzen (sobald er ein Werkzeug des dunklen Gottes geworden ist), oder vor ihn fliehen und vermutlich in der Dunkelheit umkommen, da es ja diesmal keine fruchtbaren Gebiete außerhalb des Landes zu geben scheint, welche ihr Schutz bieten könnten.
Sicher Elikas Flucht GÄBE Potenzial für einen Nachfolger, ebenso auch ihre Versuche das Land noch zu retten. Auch KÖNNTEN die Autoren sich einen neuen Hauptakteur aus den Fingern saugen, der Elika trifft und ihr hilft. Was mir persönlich aber überhaupt nicht gefallen würde, wenn wir schon wieder einen neuen Prinzen vorgesetzt bekommen, weil der alte Spielercharakter zum Bösewicht mutiert ist. Eine Unsitte die auch gerne immer wieder von Spieleautoren benutzt wird: "Der alte Held ist jetzt der Bösewicht! Spiele jetzt unseren neuen Helden und bringe deine vorige Spielfigur mit diesen neuen Charakter um." Aber das wäre dann trotz allen keine Fortsetzung der jetzigen Prinzengeschichte, sondern vielmehr eine eigene neue Geschichte, welche lediglich die Geschehnisse des Vorgängern aufgreift.
Aber was das Ende des jetzigen Prince betriff wüsste ich, storybedingt, nicht, wo ich persönlich sagen würde: "Da fehlt noch etwas! Die Story um den neuen Prinzen, Elika und den Gott der Dunkelheit ist noch nicht zu Ende!" Doch, es kann ein ziemlich endgültiges Ende sein.
Natürlich hoffe ich, dass die Geschichte NICHT mit den Weltuntergang und den Verkauf der Seele endet, da ich den Prinzen, bis auf die letzten 3 Spielminuten, sehr sympathisch finde (danach ist er ein Idiot) und auch Elika mag und es gerne sehen würde wenn er noch seinen Schicksal entkommt und die beiden doch noch das alte Persien (oder die Welt?) retten.
Aber auf der anderen Seite ist es aber ja dieser Wunsch nach Fortsetzungen, der die Autoren immer wieder verleitet ein unzufriedenes Ende zu präsentieren, damit der Spieler sich sagt, dieses Ende mag ich überhaupt nicht, dass muss (und SOLLTE) besser enden, bzw. ich will nicht dass es so aufhört, bitte macht eine Fortsetzung.
Ihr werden es nicht glauben es gab und gibt tatsächlich auch Spiele die bereits im ersten Teil mit einer Heldenparade und einen kitschigen Hollywoodkuss enden, und trotzdem noch erfolgreiche Nachfolger haben.
Und bitte sagt mir nicht, das offene "unhappy Ending" seih bei Prince of Persia Tradition. Der "Original-Prince of Persia" zog auch dreimal ins Abenteuer und landete doch jedes Mal am Ende des Spieles in den Armen seiner Prinzessin.

Ich persönlich bin womöglich nicht gewillt, weitere 40,--€‚, ( oder 80,--€‚) auf die Ladentheke zu legen, nur weil die Autoren beim ersten Teil das Ende der Geschichte total in den Sand gesetzt haben, indem sie alles zerstören, worauf der Spieler die gesamten 95% des Spieles hinausgearbeitet und was er erreicht hat (und nebenbei den Hauptcharakter ruinieren). Nur weil sie wollen, dass der Spieler ihre Fortsetzung kauft.

Ich erwarte bereits vom ersten Teil einen befriedigenden Abschluss, bei den ich mir auf die Schulter klopfe und sagen kann: "Gut gemacht!"


Nebenbei: Ich habe gelesen, das die Entwickler von Prince of Persia mit diesen neuen Teil weg vom Realistischen mehr ins Märchenhafte von 1001 Nacht rüberwechseln wollten. Das mag ihnen bei der tollen Optik durchaus gelungen sein, aber Scherasades Märchen endeten alle mit: "und Sindbad /Ali Baba/ Aladin heirateten die Prinzessin bzw. wurden der reichste Kaufmann der Stadt".
Ein: "und Sindbad / Ali Baba/ Aladin verkauften ihre Seele an den Dämon, befreiten ihn, und wurden zu seinen willenlosen Sklaven während dieser das Land verwüstete und alles Leben auslöschte." währe Scherasades Gesundheit wohl nicht gut bekommen, der Sultan hätte sie nämlich kurzerhand geköpft.

Keksus
29-12-08, 08:17
Eh ich mir jetzt alles durchles: Ich kenn eh die Meinung von den ganzen Leuten, die kum nachdenken, über das Ende. Fändest du ein Happy End besser? Elika heilt das gesamte Land, heiratet den Prinzen und alle Leben glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage? Das fände ich weitaus unbefriedigender.

Das ist der erste Teil. Das Spiel muss man am Ende höchstwahrscheinlich wieder als Trilogie spielen. Es ist nicht so, dass die Geschichte schon zuende wäre.

Ausserdem ist es nicht so, dass dieser Teil sich nun wirklich um das Heilen des Landes dreht. Er dreht sich um den Charakter des Prinzen.

raef03
29-12-08, 13:21
Hallo Keksus,

Schön das du antwortest.
Nein, ich habe nicht erwartet, dass der Prinz und Elika heiraten, vielmehr dass Elika am Ende den Prinzen, als Dank für die Rettung ihr Königreich anbietet und der Prinz mit einen flotten Spruch auf den Lippen ablehnt, nachdem Motto: "Neee, lass mahl, dass ist mir zuviel Verantwortung!" Seinen Esel wieder findet und bei Sonnenaufgang in der Wüste verschwindet. Das wäre, meiner Meinung nach, ein angemessene, die Geschichte abschließendes Ende, mit genug Spielraum für eine Fortsetzung und würde den teils schelmischen Charakter des Windhund-Prinzen schön widerspiegeln.
Hätten die beiden geheiratet, würde ich auch dieses mit einen Schmunzeln und einen kurzen Schulterzucken akzeptieren und mir denken: "Na toll, wie kitschig! Die haben es tatsächlich wie in den 40-er Jahren Filme der 1001 Geschichten gemacht. ABER es passt, es ist ja immerhin ein persisches Märchen!" Und anschließend gedacht: "Ok, du hast deinen Spielercharakter gerade zum Persischen Prinzen gemacht, auf für eine neue Runde!"
Beides wären keine weltbewegende Enden gewesen, aber es hätte wie gesagt gepasst, und mich zu einen weiteren Durchlauf motiviert, da ich am Ende des Spieles etwas in dieser fiktiven Welt erreicht habe. (Siehe meinen vorigen Text übers Schulterklopfen)

Bezüglich des Charakters des Prinzen würde ich dich bitten, meinen Text doch einmal durchzusehen (und die Rechtschreibefehler zu ignorieren) da ich in diesen serwohl auf den Charakter des Prinzen eingehen und darauf warum er vom Sympathieträger Nr 01 der POP-Reihe, meiner Ansicht nach, zum "Prinz Hohlbirne" verkommt, den ich einen von Farrahs Pfeilen in den Kopf wünsche.
Seine Taten in den letzten Momenten sind für mich absolut nicht nachvollziehbar, da sie im direkten Gegenkontrast zu seinen bisherigen Charakter stehen, welchen er 95% des vorigen Spieles zur schau trägt.
Ich will hier auch nicht von Charakterentwickelung sprechen. Es sei denn ich zähle eine vom charmanten Windhund( der nur an sich und nicht an die Götter glaubt) zum ignoranten Arschloch, (der aus Egoismus einen Gott der Dunkelheit huldigt) -Umwandlung innerhalb einer Sekunde als tief greifende Charakterentwicklung. Aber dass habe ich alles schon bereits oben erklärt.
Und nein, hier geht es meiner Meinung nach, NICHT nur um den Charakter des Prinzen und seine (nicht vorhandenen) Entwicklung. Wäre dieses der Fall konnte man ein Buch daraus machen oder einen Film drehen.
Das hier ist in erster Linie ein Spiel, das mit seiner Geschichte ebenso unterhalten möchte, wie auch mit seinen Jump-and Run und Kampf-Elementen, die der Spieler in der Rolle des Prinzen meistern muss.
Und wenn man mir am Ende alles wieder zerstört was ich mir (zugegeben mit viel Spaß, den dafür ist ein Spiel in erster Linie da) zuvor "erarbeitet" habe, hat das vielleicht einen wunderbaren: "Wir stoßen den Spieler gegen den Kopf" –Effekt, reduziert den Widerspielwert aber drastisch. Warum das ganze ein zweites Mal angehen, wenn mir das Spiel meine ganzen Erfolge am Ende zu Nichte macht?
Selbst die sympathischen Hauptcharakter reißen da nichts mehr raus, da sich der Spielercharakter, wie bereits jetzt mehrmals gesagt, am Ende völlig idiotisch benimmt und meine einzigen Gefühle ihn gegenüber ein :"Stirb, biiiittte ,stirb einfach!" geworden sind. Wenn dieser Moment gekommen ist, hat die Geschichtenerzählung in meinen Augen versagt und das Spiel hat mich als Spieler verloren.
Und ich akzeptiere auch nicht die Tatsache, dass das ganze als erster Teil einer Trilogie geplant ist. Da ich keine 40,--â‚ dafür zahle, dass ich nur die ersten 33% der Gesichte zu sehen bekommen, ohne dass diese zu einen gewissen Abschluss der Handlung führen.
Schau dir im bei anderen Medien den ersten Teil einer Buch- oder Filme-Trilogie einmal an. Die ersten sind auf gewisse Weise alle in sich abgeschlossen. Ich nehme hier nur einmal: Star-Wars: "A new Hope" als Beispiel:
Es hat einen klar erkennbaren Anfang und ein klar erkennbares Ende der Geschichte, welches genug Spielraum für eine Fortsetzung bittet, aber im Falle eines Falles als eine Einzelgesichte bestand hat.
Selbst "Sand of time" war ja, für sich gesehen, in sich abgeschlossen.
Einen Erstling mit gewollt offenen, meist schockierenden Ende herauszubringen und bereits auf eine Trilogie zu schielen ist für den Zuschauer /Spieler gefährlich, da die angefangene Gesichte bei Nichterfolg nicht weitergeführt wird, deshalb im Nichts verläuft und so lediglich ein unbefriedigendes Ende zurück lässt.
Ich habe in meinen Spieleregal zwei Spiele, die als Trilogie geplant aber es nie über den Erstling heraus geschafft haben. Eines davon, "Advent Rising", endet damit das der Held im letzten Spielemoment durch ein Dimensionsloch in eine leere Eiswelt gesaugt wird und dort nun innerhalb von Sekunden zu erfrieren droht. ENDE. Das Spiel ist vorbei.
Ein Nachfolger wird nie erscheinen.
Aus diesen und den bereits oben gesagten Gründen halte ich nicht viel von solchen, eine einzige Handlung umfassende, Trilogien. Da doch lieber drei kleine Gesichten mit den selben Hintergrund, aber in sich abgeschlossen. Aber das ist sicher Geschmacksache.

Keksus
29-12-08, 14:00
abschließendes Ende,

Genau da ist da Problem. Du erwartest ein abschließendes Ende. Die Story des Spiels ist aber auf mehrere Teile ausgelegt.

Genausogut könne man meinen Herr der Ringe 1 war doch schlecht, da Frodo den Ring noch nicht zerstöt hat.

versed94
29-12-08, 14:02
Also, dann fangen wir mal an.
Erstmal will ich, dass du weißt, nichts, oder zumindest fast nichts was ich hier schreibe bezüglich meiner Meinung wie es weiter geht ect. ist bestägt.
Hier ist meine Meinung zu dem was du geschrieben hast:


Zitat von raef03:
Was besonders schade ist, da es allgemein das Ende ist, welches den Spieler beim Gedanken an ein Spiel im Gedächtnis bleibt. Versteht mich nicht falsch, ein durchschnittliches Ende kann ein (sehr) gutes Spiel nicht ruinieren. Ein schlechtes Ende aber schon!

Wenn es ein 'unerwartetes Ende, ein "schlechtes" Ende' ist, was ja schon immer in Dialogen mehr oder weniger angekündigt wurde wenn man gut zuhöte, denkt man doch umso mehr über ein Spiel nach und es reizt einen das Spiel nochmal zu spielen und mehr auf Kleinigkeiten zu achten oder den Nachfolger zu spielen
Was verstehst du unter einem Durchschnittlichem Ende?
Das Ende ist außerdem kein schlechtes Ende. Wahrscheinlich ist es so, dass der Prinz eingesehen hat, dass Ahriman so oder so später freikommen wird, da es auch keine Ahura mehr gibt um den Baum zu bewachen. Er hat ja in dem Spiel eh von nichts Ahnung, sondern Elika sagt ihm was er zu tun hat. Mit ihr besteht zumindest noch eine geringe Chance, dass man Ahrimans Flucht doch verhindern kann. Elika wusste ja auch nicht was sie genau tun muss, als sie all die Gebiete reinigte. Aber schließlich tat sie doch das richtige. So wird es, denke ich, wieder sein.
Wir wissen nicht, ob der Prinz nun seine Seele an Ahriman verkauft hat oder nicht, zumindest gibt es keine Bestätigung dafür. Das ist noch offen. Wenn ihr seine Seele verkauft hat, würde es aber auch noch dauern, bis die Dunkelheit einsetzt, genau wie bei Elikas Vater, der sich auch noch eine ganze Zeit lang kontrollieren konnte und nicht ganz unter Ahrimans Kontrolle war. Er könnte noch mit Elika versuchen, Ahriman gefangen zu halten und Elika weiß vielleicht auch eine Lösung um die Dunkelheit los zu werden.
Außerdem ist das Spiel (vorraussichtlich) ja noch nicht zu Ende, und es wird mindestens einen Nachfolger geben. Es ist also nicht das endgültige Ende.


Zitat von raef03:
Ich meine, der Spieler wird gezwungen die Seele des eigenen Spielercharakter zu verkaufen und danach die gesamte eigene Arbeit zu zerstöen. Was soll den das? Soetwas motiviert nicht unbedingt zum erneuten Durchspielen.

Man weiß nicht ob der Prinz seine Seele nun an Ahriman verkauft oder nicht. Außerdem zerstöt er ja nur seine Arbeit, weil sie nicht viel gebracht hat. Alles in der Hoffnung mit Elika einen anderen Lösungsweg zu finden.
Also mich motiviert das Ende dazu, das Spiel nochmal zu spielen und auf jede Kleinigkeit zu achten, die einen Hinweis auf die Fortsetzung geben könnte. Ich habe auch nicht viele Hinweise auf dieses Ende im Spiel entdeckt, aber nachdem ich ein paar im Forum gelesen habe, scheint es ja doch noch einige zu geben. Die will ich auch finden.


Zitat von raef03:
Dazu muss ich sagen, dass ich bereits nach der Eröffnung, dass Elika bereits einmal von den Toten zurückgeholt worden war, in der Mitte des Spiels ahnte, dass das Mädchen am Ende wieder sterben müsste, um die Geschichte um den bösen Gott wirklich rund zu machen. Nach dem Motto: Der böse Gott hat ihr ein zweiten Leben geschenkt, mit seiner Vernichtung und den Sieg des Guten wird dieses Geschenk wieder zückgängig und sie stirbt als dramatisches Opfer.

Ich sehe keine Verbindung zwischen Elika und Ahriman, wenn du eine siehst, sag mir bitte Bescheid. Sie ist nicht mit Ahriman verbunden, dadurch dass sie wieder lebt, sondern der Prinz bzw. Elikas Vater sind mit Ahriman verbunden.


Zitat von raef03:
Wenn ich jetzt ein neuer Spiel starte und der Standsturm beginnt, denke ich nur: "žHey, da ist "žPrinz Hohlbirne", der seine Seele verkauft und die Menschheit opfert, weil er nicht mehr ohne Elika sein kann. Und nein, ich finde das nicht romantisch.

Man sollte erstmal über das Ende nachdenken. Es liegt doch sehr nah, dass der Prinz seine Seele nicht verkaufte um wieder mit Elika zusammen zu sein. Er wusste, dass man Ahriman ohne Elika auf keinen Fall mehr aufhalten konnte. Er braucht sie um doch noch einen Weg zu finden, Ahriman zu stoppen.


Zitat von raef03:
Für mich zieht auch nicht das Argument: Der böse Gott wäre jahrhunderte/ jahrtausende später (Zitat: "žwenn sie zu Staub zerfallen ist, werde ich frei sein") ja sowieso frei gekommen und dann wäre keine Elika da gewesen, welche ihn noch aufhalten könnte.
Ja klar, starten wir den Weltuntergang einmal paar hundert Jahre zu früh weil der "žPrinz" seine Freundin wiederhaben will, und diese das Ganze ja "žvielleicht" wieder rückgängig machen kann. Hey, der Weltuntergang kommt ja eher, warum warten?

Mit Elika besteht zumindest noch die Hoffnung Ahriman doch irgendwie aufzuhalten, ohne Elika jedoch gibt es gar keine Hoffnung mehr.


Zitat von raef03:
Der alte Prinz der "žSand of Time" so egoistisch er manchmal auch ist, versuchte immer das Richtige zu tun, und musste dabei stets feststellen, dass die Dinge dadurch nur noch schlimmer wurden. ( Er wollte nicht, dass der Sand freigelassen wird/ Er wollte nicht dass seine Heimat zerstöt wird/ Er wollte nicht, dass die Herrin der Zeit sterben muss) Er richtete viel Schaden an, aber hatte er, in seinen Augen, stets die besten Absichten.

Wer sagt dass der Prinz diesmal nicht das richtige tut? Wenn es noch einen anderen Weg gibt, Ahriman zu stoppen? Dann handelt der Prinz genau richtig. Wenn er nämlich einfach alles seinen Lauf lassen würde, hätte er die Menschheit dem Untergang gewidmet. Vorerst, aber ich denke nicht dass PoP am Ende wirklich eine "schlechtes Ende" haben wird, hat er auch nur alles verschlimmert, aber auf lange Sicht hat er das richtige getan.


Zitat von raef03:
Der neue "žPrinz" entscheidet sich hingegen bewusst für das Böse und die Zerstöung aus puren Egoismus, weil der, tschudigung, seinen besten Stück das Denken überlasst.

Vielleicht entscheidet er sich bewusst für das Böse, aber auch nur weil das auch der einzigste Weg ist, das Böse zu vernichten oder zurück zu drängen.


Zitat von raef03:
Er opfert sich und die Welt weil er das Mädchen zurück haben will!

Ich bezweifle dass der Prinz es nur aus Liebe tat. Vielleicht spielt das auch eine kleine Rolle, aber der Hauptgrund war bestimmt ein anderer.


Zitat von raef03:
Er fragt nicht, ob Erika damit einverstanden wäre, er kümmert sich nicht um das Opfer, das sie brachte als sie ihre letzte Lebenskraft aufopfert um den Baum zu heilen und den dunklen Gott so zu bannen.

Wie soll er Elika auch fragen wenn sie doch tot ist?


Zitat von raef03:
Zur Sache mit den offenen Ende: Ich kann beim besten Willen nicht mehr offenes Ende entdecken, als bei allen fortsetzungslosen Geschichten, bei den das Ende wirklich der Schluss der Geschichte sein soll. Es gibt, meiner Meinung nach, keine noch offene Fragen, keine losen Enden, die noch nicht zu Ende geführt ist.
Das Schicksal des Prinzen ist klar: Er hat seine Seele an das Böse verkauft, und wird, wie Elikas Vater zuvor, ein weiterer Soldat des dunklen Gottes werden und sich so in die Reihe der Verdammten, wie der Konkubine und den Alchemisten, einreihen.

Also für mich gibt es schon noch offene Enden:
- nichts kann Ahriman mehr stoppen
- Elika findet einen Weg den Prinzen von der Dunkelheit zu befreien und sie kämpfen gemeinsam gegen Ahriman
- Ormazd mischt sich in den Kampf ein
...
Vielleicht kann Elika ja den Prinzen retten und er wird sich nicht in die Reihe der dunklen Soldaten einreihen.


Zitat von raef03:
Der dunkle Gott ist frei und wird bei der Geschwindigkeit, in welcher sich seine dunkle Wolke am Ende ausgebreitet hat, in wenigen Stunden alles Leben in Persien (wenn das Land Persien darstellen sollte) vernichtet haben, vielleicht vertilgt er danach als großen Happen den Rest der Welt. Oder eben auch nicht. [QUOTE]

Meiner Meinung nach, war die Wolke am Ende nur symbolisch gemeint und nicht als Ahriman selbst wie es wirklich ist. Wenn es wirklich so wäre, wäre Ahriman doch auch schon sobald der Prinz ihn befreite so raus gekommen und nicht erst als sich der Prinz auf den Weg weg machte. Die Wolke steht, denke ich, dafür, was der Welt bevorsteht. Zumindest wenn man Ahriman nicht mehr aufhalten kann.

[QUOTE]Zitat von raef03:
Elika wird vermutlich sterben, entweder durch die Hand des Prinzen (sobald er ein Werkzeug des dunklen Gottes geworden ist), oder vor ihn fliehen und vermutlich in der Dunkelheit umkommen, da es ja diesmal keine fruchtbaren Gebiete außerhalb des Landes zu geben scheint, welche ihr Schutz bieten könnten.

Das ganze Gebiet in dem Prince of Persia spielt ist nur eine Stadt und nicht das ganze Land. Ich meine es gab mal einen Dialog indem fruchtbare Gebiete außerhalb der Stadt erwähnt wurden. Vielleicht können Elika und der Prinz mit denen ja was anfangen.


Zitat von raef03:
Aber was das Ende des jetzigen Prince betriff wüsste ich, storybedingt, nicht, wo ich persönlich sagen würde: "žDa fehlt noch etwas! Die Story um den neuen Prinzen, Elika und den Gott der Dunkelheit ist noch nicht zu Ende!"

Les dir mal diesen Thread komplett durch:
SPOILER! Das Ende von Prince of Persia: Mein Statement & eine wichtige Frage! (http://forums-de.ubi.com/eve/forums/a/tpc/f/3541005556/m/8361060217)


Zitat von raef03:
Ich persönlich bin womöglich nicht gewillt, weitere 40,--€, ( oder 80,--€) auf die Ladentheke zu legen, nur weil die Autoren beim ersten Teil das Ende der Geschichte total in den Sand gesetzt haben, indem sie alles zerstöen, worauf der Spieler die gesamten 95% des Spieles hinausgearbeitet und was er erreicht hat (und nebenbei den Hauptcharakter ruinieren). Nur weil sie wollen, dass der Spieler ihre Fortsetzung kauft.

Keiner zwingt dich dir die Nachfolger zu holen.


Zitat von raef03:
Nebenbei: Ich habe gelesen, das die Entwickler von Prince of Persia mit diesen neuen Teil weg vom Realistischen mehr ins Märchenhafte von 1001 Nacht rüberwechseln wollten. Das mag ihnen bei der tollen Optik durchaus gelungen sein, aber Scherasades Märchen endeten alle mit: "žund Sindbad /Ali Baba/ Aladin heirateten die Prinzessin bzw. wurden der reichste Kaufmann der Stadt".
Ein: "žund Sindbad / Ali Baba/ Aladin verkauften ihre Seele an den Dämon, befreiten ihn, und wurden zu seinen willenlosen Sklaven während dieser das Land verwüstete und alles Leben auslöschte." währe Scherasades Gesundheit wohl nicht gut bekommen, der Sultan hätte sie nämlich kurzerhand geköpft.

Das ist alles unbestätigt. Das war die Meinung eines Members hier im Forum, weiß nicht mehr in welchem Thread aber ich habe den Post auch gelesen.


Zitat von raef03:
Und ich akzeptiere auch nicht die Tatsache, dass das ganze als erster Teil einer Trilogie geplant ist. Da ich keine 40,--€ dafür zahle, dass ich nur die ersten 33% der Gesichte zu sehen bekommen, ohne dass diese zu einen gewissen Abschluss der Handlung führen.

Keiner hat dich (davon gehe ich zumindest mal aus) gezwungen, das Spiel zu spielen. Du hättest ja auch warten können bis es mehrere durchgespielt haben, dir bestätigen lassen können, dass es wieder (wahrscheinlich) Nachfolger gibt, und dich dann dazu entscheiden können, das Spiel nicht zu kaufen.
Für mich ist es aber doch eine Art Abschluss, mal zusammengefasst:
- Alles wurde geheilt
- Man versucht Ahriman im Siegel fest zu halten, was aber nicht gelingt
- Elika stirbt bei diesem Versuch
- Der Prinz belebt Elika wieder, lässt dafür aber Ahriman frei, jedoch nur weil Elika wahrscheinlich die einzigste ist, die weiß wie man Ahriman noch aufhalten könnte
Ich weiß nicht wie es den anderen geht, aber für mich ist das abgeschlossen und auch ein gutes Ende was Lust auf mehr gibt.


Zitat von raef03
Ich habe in meinen Spieleregal zwei Spiele, die als Trilogie geplant aber es nie über den Erstling heraus geschafft haben. Eines davon, "žAdvent Rising", endet damit das der Held im letzten Spielemoment durch ein Dimensionsloch in eine leere Eiswelt gesaugt wird und dort nun innerhalb von Sekunden zu erfrieren droht. ENDE. Das Spiel ist vorbei.
Ein Nachfolger wird nie erscheinen.

Das ist wirklich ein nicht abgeschlossenes Ende, da alles mögliche passieren könnte. Aber bei Prince of Persia ist dass, meiner Meinung nach, nicht der Fall. Außerdem weißt du wahrscheinlich nicht, ob es nur am Ende lag. Wenn das Spiel gut gewesen wäre, hätte es denke ich trotzdem einen Nachfolger gegeben. Es hatte wohl auch ein schlechtes Gameplay oder eine schlechte Grafik.

raef03
30-12-08, 06:52
@Keksus
Nein, ich will kein endgültiges Ende.
Ich verlange nur das ein angefangene Handlungsstrang in selben Spiel zu Ende gebracht wird. Die Hauptgeschichte kann ruhig weitergehen.
Es hat in "Sand of time" ja auch geklappt.
Dieses endet bekanntlich damit, dass der Prinz nach dem Besiegen des Oberbösewicht vom Balkon der Prinzessin die Palme herunterrutscht, Farrahs geheimes Erkennungswort spöttisch auf den Lippen. Farrah blickt ihn drauf fassungslos nach: "Woher kennt mein Geheimwort?? ...Vielleicht stimmt es ja doch, und ...es ist wirklich alles passiert, was er erzählt hat?! Oh mein Gott! WO ist er hin!" Doch er ist bereits im dunklen der Palastgärten verschwunden.
Handlungsstrang zu ende, Raum für eine Fortsetzung.
"Sand of time" endet nicht damit, dass der Wächter der Zeit (Name leider vergessen) ihn durch die Strassen der Stadt jagt, bis der Prinz gezwungen ist sich ihn in einer Sackgasse gegenüberzutreten.
So wie es im aktuellen Prince of Persia jetzt ist, ist das Spiel lediglich ein Prolog ( und das Ende vielleicht noch die Ouvertüre), aber kein erster Akt.
Ein bisschen wenig, findest du nicht?
Und sollte das Spiel kein Erfolg werden (was ich nicht hoffe) hat es für einen Einteiler ein verdammt unbefriedigende Ende. Ich spiele da lieber auf der sicheren Seite. Aber ich weiß, da sind wir anderer Meinung.

@versed94
Vielen Dank für deine Erklärung.
Persönlich mag ich es ja, wenn eine Handlung genügend Freiraum für Eigeninterpretationen lässt und man nicht jeden Storyhappen mit den Goldlöffel vorgesetzt bekommt. Ich hatte das Ende (wie du sicher bemerkt hast) so verstanden, dass Elika und der Prinz am Ende gewonnen haben und den Gott der Dunkelheit für die nächsten hundert Jahre weggesperrt wurde.
Elika opfert ihre letzte Lebenskraft um das Siegel seines Gefängnis zu erneuern und haucht im Augenblick ihres Todes dem Prinzen entgegen: "Vergib!" -Vergib, dass ich jetzt sterbe und nicht mehr bei dir sein kann, wie du es erhofft hast." Der Tag ist gerettet, der böse Gott für die nächsten Jahrhunderte weggesperrt, und das Mädchen tot. Sie hat sich für das Wohlergehen der Welt geopfert.
Doch dann erliegt der Prinz den Einflüsterungen des dunklen Gottes: "In ein paar Jahrhunderten werde ich ehe frei sein, und ihr Opfer war umsonst. Befreie mich JETZT, VERKAUFE mir deine Seele, und du bekommst das Mädchen wieder zurück!" Der Prinz geht auf den Deal ein, bekommt das Mädchen wieder, und überlässt somit den Bösen die Welt. Anschließend erklärt die weibliche Erzählerin ( Die Herrin der Zeit?), das es das Schicksal des Prinzen war, das Böse auf die Welt zu lassen, und dass ein Mensch gegen sein Schicksal ebenso wenig ankämpfen kann, wie ein Sandsturm im Wind. Ende.

Eure Interpretation, in der der Prinz absichtlich den Gott der Finsternis freilässt, um diesen mit Elika zu bekämpfen, dass er quasi auf Risiko spielt, weil er befürchtet, dass in hunderten von Jahren niemand mehr da ist, der den Gott aufhalten kann, macht das ganze Ende natürlich um einigen heroischer und weniger düster als es in meiner Version war. Und lässt den Prinzen auch in einen besseren Licht stehen, als wenn er sich als das egoistische Arschloch herausstellt, dass er in meiner Version am Ende ist.
Ich bin gerne bereit beide Versionen zu akzeptieren. Eure gefällt mir immerhin aus den offensichtlichen Gründen besser.
Aber werden wir wohl erst erfahren, was sich die Autoren bei den Ende selber gedacht haben, wenn es eine Vorsetzung gibt.

Nachtrag: Noch diese Sache mit "Advent Rising". Ich fürchte dass du mich da missverstanden hast. Ich wollte damit nur zeigen, dass ein Spiel ein unbefriedendes Ende erhalten kann, wenn dieses von vornherein auf eine Fortsetzung aufbaut und diese dann niemals erscheint.
Ich wollte damit nicht sagen, dass das Spiel sich schlecht verkaufte, weil es ein offenes Ende hatte.

Keksus
30-12-08, 09:17
Es hat in "žSand of time" ja auch geklappt.

Sands of Time war auch nicht als Trilogie geplant.

Wenn du es so willst, dann wird ein handlungsstrang zuende geführt. Der Teil dreht sich darum, wie der Prinz vom spöttischen Abenteurer zu einer düsteren Person wird.

Wie gesagt:: Bei Spielen/Filmen, welche als Trilogie geplant sind kann man eigentlich nix zuende führen.

raef03
30-12-08, 09:43
@Keksus,

Naja, hoffen wir, dass er nicht zu sehr zu einer düsteren Person wird. Ich mag diesen neuen Charakter besonders wegen seinen frechen/ bösen Mundwerk und den Selbstvertrauen.
Ein wenig ernsthafter ist aufgrund der Situation sicher Ok. Aber bitte keinen völligen Verzicht auf seine Sprüche. Anderen Abenteuer seines Schlages ging auch nicht, trotz alles Ereignisses, irgendwann der Witz flöten.
Wenn der Prinz jetzt im nächsten Teil einen völlig neuen Charakter hat, nur noch düstere Phrasen von sich gibt, voller Selbsthass/ Selbstzweifel und bereit ist alles und jeden zuopfern, könnten sie gleich ein Remake von Warrior Within programmieren.
Deshalb meinen Wunsch an Ubisoft, verändert seinen Charakter nicht zu extrem, damit wir den Prinzen auch wieder erkennen.
Sonst leidet der Neue am Ende, wie sein Vorgänger, an drei verschiedenen Persönlichkeiten.

Corona.Extra
30-12-08, 16:47
Ich habe Prince of Persia soeben zum zweiten Mal durchgespielt und ich muss mich über dieses Ende auch immer wieder etwas ärgern. Wie raef03 gesagt hat, es fehlt einfach das "Schulterklopfen" für die große Mühe, die sich Elika und der Prinz das gesamte Spiel über gemacht haben. Als ich gezwungen wurde, die Bäume zu zerstöen, dachte ich mir nur: "Was soll der Schmarrn?" Erst als ich mir dann die Meinung anderer Spieler hier durchgelesen habe, habe ich die Handlung aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Die Theorie, dass der Prinz Elika zurückholt, weil er ohne sie keine Chance hätte, Ahriman zu besiegen, gefällt mir echt gut. Diese Theorie macht es für mich zu einem (fast) guten Ende - zumindest was den ersten Teil der Trilogie betrifft.


Zitat von raef03:
Nebenbei: Ich habe gelesen, das die Entwickler von Prince of Persia mit diesen neuen Teil weg vom Realistischen mehr ins Märchenhafte von 1001 Nacht rüberwechseln wollten. Das mag ihnen bei der tollen Optik durchaus gelungen sein, aber Scherasades Märchen endeten alle mit: "žund Sindbad /Ali Baba/ Aladin heirateten die Prinzessin bzw. wurden der reichste Kaufmann der Stadt".
Ein: "žund Sindbad / Ali Baba/ Aladin verkauften ihre Seele an den Dämon, befreiten ihn, und wurden zu seinen willenlosen Sklaven während dieser das Land verwüstete und alles Leben auslöschte." währe Scherasades Gesundheit wohl nicht gut bekommen, der Sultan hätte sie nämlich kurzerhand geköpft.

Dazu möchte ich auch noch kurz Etwas sagen. Nicht die Art, wie die Handlung erzählt wird, soll das Spiel märchenhafter machen, sondern lediglich die neue Art der Grafik - so hatten es die Entwickler zumindest geplant und ich finde, das ist ihnen damit auch recht gut gelungen.
Das neue Prince of Persia ist ohne Zweifel mein absoluter Lieblingstitel der PoP Reihe - daran hindert auch das seltsame Ende nichts. Die Grafik und vor allem der Witz und die Dialoge der Charaktere machen das Spiel zu einem meiner persönlichen Lieblingsspiele. Das soll jetzt keine Werbung sein, denn ich gebe auch zu, dass mich z.B. The Two Thrones nicht wirklich angesprochen hat.

An dieser Stelle noch ein großes Lob an raef für einen so langen und ausführlichen Beitrag, so etwas habe ich im Forum schon lange nicht mehr gelesen. Mich freut es immer wieder, die Meinung anderer Spieler zu lesen, dafür ist ein Forum ja auch da.

Gutes neues Jahr,

Corona

BigStoanze
31-12-08, 10:17
Tach auch zusammen!!
Wollte auch meinen senf dazugeben. Aber sorry ich bin etwas Schreibfaul.

Wie kann ich jetzt schon so über ein Spiel herziehen wenn ich es noch nicht einmal fertig gespielt habe!! Und das finde ich, hat erst jeder wenn wir die Trilogie durch haben!! Dieses ende ist ja nur ein "Fortsetzung Folgt" für mich!!!
Mir wäre es auch lieber wenn ich für 40€ die Komplette Trilogie kriegen würde!!
Aber irgendwie muss ja auch alles bezahlt werden!!
Wer nicht so viel geld ausgeben will kann ja noch 2-3Jahre warten bis es die Trilogie in einem Pack gibt!! Ich als großer Fan von POP will das Spiel sofort und dann zahlt man halt mal ein paar Groschen mehr!!

Ich hab auch die erste Trilogie gespielt und hab immer gehofft das ich wieder mal was vom Prinzen höe, hab mich sehr gefreut das Ubisoft einen neuen Teil erschaft hat und das noch weitere kommen sollen!!

Und ich fand auch nicht alles gut, ich denke dieser Teil war wirklich nur ein WarmUp für alle eingefleischten POPler und ein Tutorial für alle neuankömmlinge!!
Das hoffe ich zumindest!!
Der nächste Teil wird uns sicher mehr fordern und vielleicht auch am Ende etwas mehr überzeugen!!

Danke für´s zuhöen und nen guten Rutsch!!!!!!!!!!!

raef03
01-01-09, 09:11
Hallo zusammen, ein schönes neues Jahr. Ich hoffe ihr seit alle gut gerutscht?


@Corona.Extra

Danke für das Lob. Der neue Prince of Persia ist in meinen Augen auch der beste Teil der Serie. (Obwohl ich beim Release von "Sand of time" diesen ebenfalls für den besten Teil der Serie hielt, also heißt das vielleicht nicht ganz so viel.)
Deshalb ärgere ich mich ja über dieses Ende, das in meinen Augen viel vom Gesamtspaß des Spieles wieder zerstöt.
Würde mir das Spiel keinen Spaß machen, würde ich einfach sagen: "Naja, ein enttäuschendes Ende für ein langweiliges Spiel.". Dem ist aber nicht so.
Das restliche Spiel ist verdammt gut und erinnert mit seinen Flair(besonders die Zweikämpfe) mehr an das "Orginal" als seine "Sand of time" Nachfolger.
"The Two Thrones" hat mir übrigens auch nicht wirklich so gut gefallen, obwohl es ein ordentliches Spiel ist und schöne Momente enthält.

@BigStoanze
Ich denke ich habe meine Gründe, warum ich das Ende nicht mag (siehe fehlendes "Schulterklopfen" und zweifelhafte Logik zur Handlung des Hauptdarstellers), oben oft genung beschrieben.
Zudem fehlen mir zu deiner Behauptung: ich könnte EIN Spiel nicht beurteilen, solange ich nicht ALLE DREI Spiele gespielt habe, fast die Worte...
Nur soviel: Wenn man nach deinen Argumenten gehen würde, hätte in den fühen 90er damals Prince of Persia 2: "The warrior and the flame" nicht von der Presse und den Spieler beurteilt werden dürfen, ehe sie nicht 1999 Prince of Persia 3D gespielt haben.
"The warrior and the flame" hatte damals auch ein offenes Ende: Eine Magierin/ Hexe beobachtet den Prinzen und die Prinzessin und stehlt sich als wahrer Drahtzieher des zuvor Geschehenden heraus.
Trotzdem bekamm das Spiel eine Wertung für sich alleine, ...und nicht aufgrund der Dinge welche da noch kommen könnten.
"Warrior within" wurde auch von der Presse bewertet und von den Spielern beurteilt, obwohl zu der Zeit noch niemand was von "The two throne" wusste.
Und die Spiele-Serie einer gewissen Archäologin britischer Herkunft, würde als EIN Spiel betrachtet, das unausgegohrenste Spiel aller Zeiten werden.
Denk einmal darüber nach.

BigStoanze
02-01-09, 03:00
@raef03
SORRY, da hab ich mich wohl etwas falsch ausgedrückt!!
Natürlich sollte man diese Spiele im einzelnen beurteilen.
Was ich meinte war das man die Geschichte an sich noch nicht zu sehr in den schmutz ziehen sollte!!

Mich persönlich hat UBISOFT von den erzählten Geschichten in den Spielen noch nie entäuscht!!
(Und ich hoffe das wird dieses mal auch nicht passieren)

Ubisoft wird schon seine gründe haben warum hier der erste Teil zu ende geht!!
Ich persönlich bin sehr gespannt auf den 2.Teil!!!!!!!

raef03
02-01-09, 06:51
@BigStoanze

Wobei wir wieder beim Ausgangsproblem meines Beitrags sind, nicht wahr?
Ich beurteile eine Geschichte aufgrund des Materials, welches bisher existiert,
und du aufgrund der Dinge, welche in Zukunft noch kommen könnten...

pop962008
03-01-09, 09:08
Fassen wir mal zusammen:

- Das wird hier eine Trilogie(wahrscheinlich)
- Das Spiel war quasi ein WarmUp
- Das Spiel ist von Grafik/Witz/Dialogen wunderbar gelungen

Und vorallem...er ist gar kein Prinz....er ist ein Abenteuerer, der sich in einer Wüste verlaufen hat und seinen Esel mit Gold verloren hat. Er ist einer, der viel Selbstvertrauen hat, nimmt kein Blatt vor den Mund, aber ergibt sich seinem Schicksal und hilft der Prinzessin das Land zu heilen. Und normalerweise ist er einer, der sich nicht binden will, er kann viele Frauen haben, aber nur eine, das ist nichts für ihn...er will nur Farah, seinen Esel(wer mal nachdenken würde, wüsste wo der Name für den Esel jetzt herkommt http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif ), das reicht ihm. Doch durch den Verlauf der Geschichte und den vielen Dialogen zwischen ihm und Elika kommen die beiden sich näher und es wächst ein Band zwischen ihnen. Doch keiner von beiden will es wirklich zugeben. Doch als Elika ihren Preis zahlen muss und am Ende stirbt, das hält er auch nicht aus. Also denkt er sich "lieber mit ihr in Dunkelheit leben als im Licht ohne sie", denn es muss ja (so denkt er sich das) auch einen anderen Weg geben, das man Ahriman wegsperrt bzw für immer tötet so das sie weiterleben kann. Und das wird dann im nächsten Teil so weitergehen.

Und Ausserdem hat er nicht seine Seele "verkauft" sondern lediglich Ahriman befreit...im Gegenzug durfte Elika wieder leben. Und nun sind alle gespannt auf den nächsten Teil, denn es wird woanders weitergehen und nicht um diesen Tempel herum. Am Anfang sieht man ja die Dunkelheit über dem grossen Baum...am Ende fliegt Ahriman aber über die Landschaft mit seiner Wolke aus Dunkelheit...heisst für mich, das er nun geflüchtet ist und nicht das gleiche Land wieder in Dunkelheit gehüllt hat http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif Es wird also woanders weitergehen....mit anderen und neuen Fähigkeiten...sonst würden sich die Entwickler ja selber ein Ei legen xD

raef03
03-01-09, 11:58
@pop962008

Hallo,
schön das du antwortest. Aber wie du sicher bereits in meinen Beitrag gelesen hast, fehlt mir eben aufgrund dieser genannten Tatsache das "Schulterklopfen", welche mich und meinen Spielercharakter für das Geleistete belohnt.


Und Außerdem hat er nicht seine Seele "verkauft" sondern lediglich Ahriman befreit...im Gegenzug durfte Elika wieder leben

Schon einmal davon gehört, dass ein Vertrag auch stillschweigend akzeptiert wird, wenn man seine Bedingungen erfüllt?
Beispiel: Wenn ein Händler dir ohne Bestellung einen Artikel zuschickt und du behältst ihn, dann hast du den Kauf des Artikels akzeptiert und der Händler schickt dir die Rechnung.
Ahrimann flüstert mit seinen Stimmen: "Befreie mich. Verkaufe mir deine Seele. Ich kann das Mädchen von den Toten erwecken."
Der Prinz befreit darauf Ahrimann und dieser erweckt das Mädchen von den Toten.
Bedingungen von beiden Seiten erfüllt! Vertrag abgeschlossen. Seele verkauft. Ahriman bittet demnächst zur Rechnung.


er will nur Farah, seinen Esel(wer mal nachdenken würde, wüsste wo der Name für den Esel jetzt herkommt ), das reicht ihm.

Ich WüNSCHTE nur er hätte Farah gefunden (nicht den Esel meine ich)und die beiden wären zusammen fortgegangen...


Doch als Elika ihren Preis zahlen muss und am Ende stirbt, das hält er auch nicht aus. Also denkt er sich "lieber mit ihr in Dunkelheit leben als im Licht ohne sie"

"Lieber in der Hölle herrschen, als im Himmel zu dienen!" heißt ein altes Motto der Bösewichte.
Man hat leider am Ende nichts mehr davon, wenn man sich und die Welt selber verdammt hat.
Der Prinz wählt bewusst die Dunkelheit ohne sich (womöglich) über die Konsequenzen bewusst zu sein. Wo soll er mit Elika leben, "wenn" er zu einen Werkzeug des Bösen wird und die Menschheit von Ahriman zerstört wurde? Ich hoffe du weißt was ich meine.


denn es muss ja (so denkt er sich das) auch einen anderen Weg geben, das man Ahriman wegsperrt bzw. für immer tötet so das sie weiterleben kann

Folgt man der Logik einer Geschichten kann man einen Gott nicht töten. Er heißt nicht ohne Grund "Gott"!
Ein Gott ist alles, was die Menschen nicht sind: Allwissend, Allsehend, Alles könnend, unsterblich.
Selbst in den Sagen zogen die Sterblichen immer den Kürzeren gegen die Götter.
Ein Sterblicher kann mit Sicherheit die (sterblichen) Scherken eines Gottes besiegen. Aber um einen Gott zu zerstören oder ihn einzukerkern, braucht es einen anderen Gott, zumindest die Macht eines anderen gottähnliches Wesen.
Oder aber die Sterblichen verlieren ihren Glauben an diese Gottheit ein für alle Mahl, was den Gott dann entmachtet, da ein Gott im Fantasy-Genre durch den Glauben an ihm (positive Gebete wie negative Furcht gleichermaßen) seine Macht erhält.(Was schwierig wird, wenn dieser gerade randalierend durch ihr Land zieht.)
Hoffen wir für den Prinzen, dass Ormazt bald eingreift, oder zumindest den Prinzen in eine Art "Halbgott" umwandelt, ansonsten sieht es für Persien, wortwörtlich, finster aus.

Aber ich denke den Autoren wird schon rechtzeitig zum Projektstart etwas passendes einfallen.

chifuro
07-01-09, 15:27
ICh stimme raef03 unterm strich zu.

Ich finde es auch enttäuschend, das der Prince zu Schluss moralisch so versagt.

Es hätte so viele andere Möglichkeiten gegeben aber nein...
Andererseits - man hätte das Ende auch einfach schlecht machen können. Das hätte noch mehr enttäuscht. Klasse hat's irgendwie schon.

Ich würde mich damit zufrieden geben wenn dann in der Fortsetzung wenigstens dieser charakterliche Patzer nochmal zurechtgerückt wird.

Metalwesen
08-01-09, 04:17
Woher wisst ihr denn ob er moralisch versagt hat?
Ich meine, wir kennen seine Hintergründe zum Befreien Ahrimans genausowenig wie die Art der Wiederbelebung Elikas.
Vielleicht hat er ja seine Seele gar nicht verkauft, sondern nur den Lichkeim der das Leben Elikas ist wieder aus dem Baum geholt.
Vielleicht hat er das auch nicht nur gemacht, weil er scharf auf Elika ist, sondern auch, weil er denkt, dass er mit ihr die Welt dauerhaft von Ahriman befreien kann.
Ich finde der neue Prinz hat mit dem Prinzen aus der SoT Reihe schon einiges gemeinsam. In seinem Bestreben alles zum guten zu wenden sorgt er immer für neues Unheil.

Macht Ahriman eigentlich ein klares Angebot, indem er sagt, dass er Elika wieder lebendig amchen kann, wenn der Prinz sich ihm verkauft?
Ich habe das nur soweit in Erinnerung, dass er dem Prinzen vorhält, dass Elikas Opfer sinnlos war.

Ich glaube das Ormazd sich weiter raushalten wird aus der ganzen Sache. Und zu dem Thema der Prinz müsste zum Halbgott werden um eine Chance gegen Ahriman zu haben muss ich auf The Two Thrones verweisen. In einem Dialog sagt der Vesir: "Du kannst mich nicht aufhalten! Ich bin ein Gott! Ich bin unsterblich!" Worauf der Prinz antwortet: "Vielleicht unsterblich, aber nicht unbesiegbar!" und wir wissen ja, wies dann ausgeht http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif
Der Prinz wird schon einen Weg finden sich gegen Ahriman zu behaupten. Vielleicht muss Ahriman ja nichtmal sterben, sondern einfach nur Licht und Dunkel wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, denn bevor Ahriman versucht hat die ganze Welt an sich zu reißen und daraufhin weggesperrt wurde, haben ja auch Licht und Dunkel gleichzeitig frei existiert.

Ich muss sagen, ich finde das Ende nichtmal Schlecht. Natürlich hat mir das auch nicht geschmeckt Ahriman wieder befreien zu müssen, aber ich denke Ubisoft hat mit dem Ende einiges richtig gemacht, denn ich zerbreche mir seit Wochen den Kopf darüber und ich finde das richtig gut.
Es ist nicht dieses Typische: "Naja, jetzt ists vorbei. Was mache ich nun?"
Man kann nicht einfach so ohne weiteres nach Beenden des Spiels damit abschließen und das sorgt bei mir für richtig Lust auf ne Fortsetzung. Und ich habe das Spiel auch noch mal durchgespielt um auf jeden Dialog zu achten und auch nicht den kleinsten Hinweis zu verpassen.

Mir ist gerade noch was anderes gekommen während dem Schreiben und zwar bezüglich des Endes. Im Gegensatz zu dir raef03 finde ich nicht, dass das Ende sehr endgültig ist. ich finde gerade dadurch, dass am Ende der gleiche Text der Erzählerin bezüglich des Sandkorns im Sturm kommt wie am Anfang sagt das aus, dass das erst der Anfang ist. Außerdem ist mir dann gekommen, dass Ubisoft das Game mit dem Satz "the journey begins" beworben hat. Wer weiß, was das heißen mag? http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Das ist jetzt erstmal ein Teil meiner Meinung dazu. Ich warte auf weitere Anregungen zur Diskussion http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

kceenav
09-01-09, 06:29
Hallo allerseits --

Da ich nun auch das Ende kenne, hier meine Meinung dazu:

1.) Es gibt in dem Spiel sozusagen 2 Enden. (hat vermutlich schon vor mir jemand festgestellt - hab' aber nicht alles so genau gelesen..)
Das erste Ende erlebt man, während man mit der dahingeschiedenen Elika aus dem Tempel schreitet; deshalb ja die eingeblendeten Credits (oder wie nennt man das?).

Es steht dem Spieler frei, es dabei zu belassen. Die Welt wurde vom Bösen befreit, dafür musste Elika "ein großes Opfer" bringen, ihr Leben.

Das zweite Ende erleben all die, die nicht aufhören können, wenn spielerisch scheinbar durchaus noch etwas unternommen werden kann. Wer einfach nicht aufhören kann, obwohl doch klar sein muss, dass die magischen Bäumchen nicht ohne üble Konsequenz gefällt werden dürfen, verkauft eben seine Seele ... http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

2.) Ist das eine gute Wendung? Wenigstens "passiert" somit am Schluss noch mal etwas, nachdem zuvor storymäßig alles sehr gleichförmig dahingeplätschert ist - viel zu gleichförmig, als dass man das Spiel in der Hinsicht loben könnte.

Davon abgesehen stimme ich den Kritikern dieses Endes zu, dass es sich dabei sicher nicht um eine besonders gute Idee handelt.
Bleibt allerdings abzuwarten, wie im erwarteten 2. Teil der "Trilogie" die Motivation des "Helden" für sein Handeln erklärt wird. Vielleicht verfolgt er ja wirklich einen raffinierten Plan? (Obwohl er grundsätzlich doch gar nicht der Typ ist, der großartig plant?)

---

All diese Erwägungen beiseite - es erscheint mir eigentlich müßig, sich über derlei Details tiefschürfende Gedanken zu machen. Dafür finde ich die Geschichte einfach insgesamt zu einfältig, zumindest was die praktische Umsetzung betrifft - keine Höhen und Tiefen, keine echten Überraschungsmomente, die die besagte Gleichförmigkeit durchbrechen. (Einzelne Ansätze dazu werden nach kürzester Zeit schon wieder neutralisiert ...)

Kurzum: die Story ist sicher keine Stärke des neuen Prince of Persia. Da passt es ins Bild, das den Entwicklern jedes Mittel recht ist, zum Schluss noch irgendwie einen "Dreh" zu präsentieren, der die Spielerschar auf die Fortsetzung neugierig macht ...

Insofern (und noch wegen ein paar anderer Gründe..) finde ich das Spiel "recht nett", vor allem das Märchen-Flair und das "Sightseeing", aber nicht "überragend". Überragend fand ich von den mir bekannten PoP-Titeln bisher nur TSoT.


Grüße

Bernd

raef03
09-01-09, 10:12
Hallo zusammen,

Schön das mein Beitrag noch immer Stoff zum diskutieren bietet.
Aus irgendeinen Grund war mein erster Text vom vorigen Jahr plötzlich mit Symbolfehlern gespickt, aus „ wurde “ž und aus € wurde â. Ich hoffe dass ich jetzt dort alle Fehler gefunden und es wieder auf den letzten Stand gebracht habe.

Nocheinmal zur Geschichte selbst, da Kceenav es angesprochen hat:
Auch wenn ich mich vielleicht bei den Fans hier etwas unbeliebt mache, bin ich ebenfalls der Meinung, dass die Geschichte vom neuen Prince of Persia sehr oberflächlich ist. Was sie aber rettet ist der Dialogwitz des Hauptdarstellers und die filmreife Inszenierung.
Trotzdem ist die Handlung nichts besonderes.
Ich weiß, dass es hier im deutschen und englischen Forum massig Fans gibt, die bereits nach versteckten Hinweisen und tiefgründigen Storyelementen im aktuellen Prince of Persia suchen.
Ich zumindest hatte den Eindruck dass sie in die gezeigten Szenen alles mögliche reininterpretieren,( ob zu recht oder unrecht ist Ansichtssache) und hinter vielen ungesagten, nur angedeuteten Geschichtselementen eine doppelbödige Überraschung vermuten, welche den Spieler die gesamte Handlung aus einen anderen Licht sehen lassen wird.
Dabei scheinen sie zu vergessen, dass die Autoren bei besagten Elementen vielleicht überhaupt keinen Hintergedanken hatten, und alles so sein soll, wie es oberflächlich betrachtet den Eindruck hat.
„ Ist Ormazd in Wahrheit der Bösewicht und Ahriman der Gute?“ -„ Ist die weibliche Stimme, welche man zusammen mit Ahriman hört, Elikas Mutter?“- „Spielt Elikas Mutter eine tragende Rolle in der Geschichte?“-„Hat der Prinze Elika von den Toten zurückgeholt, weil er bereits plant Ahriman endgültig zu vernichten?“
Ihrer Meinung nach, so mein Eindruck, ist das ganze POP nur der Auftakt zu einer dreiteiligen, geradezu epischen Geschichte, welche die Autoren bereits MIT ALLEN wichtigen Einzelheiten im Voraus geplant haben.
Bitte versteht mich nicht falsch, ich akzeptiere gerne diese Meinungen, da wir die Wahrheit frühestens erst erfahren werden, wenn es eine entsprechenden Fortsetzung gibt.
Aber ich bin, wie Kceenav, der Meinung, dass die Autoren sich nicht halb soviel Mühe mit den Hintergrund der Geschichte gemacht haben, wie einige hier erwarten. Geschweige dann einige Andeutungen zu der Fortsetzung in die Handlung versteckt haben, welche man nicht bereits mit den Zaunpfahl zugewunken bekommt (Der dunkle Gott ist frei und Elika lebt!). Eben weil sie sich selber noch nicht über den genaueren Inhalt der Fortsetzung im Klaren sind.
Meine Ansicht nach wollten sie „nur“ unterhalten, ohne bereits eine genauen Idee darüber zu haben, was in der Fortsetzung noch passieren wird. Es ist, nur für sich alleine betrachtetet, eine seichte, schön erzählte Geschichte ohne irgendwelchen Tiefgang, die diesen Zweck wunderbar erfüllt.

Das offene, unklare und daher interpretierungsfähige, Ende existiert nur aus einen Grund: Sie wollten sich Raum für eine Fortsetzung schaffen und die Spieler dazu bringen über das Ende zu diskutieren, so dass sie begierig und (zahlungswillig) auf eine Fortsetzung warten. Aber das hat ja kceenav bereits gesagt.
Aus diesen Grunde ärgere ich mich ja auch so darüber, denn der Preis ist eine unsympathische/ unpassende Charakteränderung des Prinzen in letzter Sekunde.

Mit welchen Inhalt die Geschichte fortgesetzt wird, denke ich, wird frühestens beim neuen Projektstart besprochen werden. Ich bezweifele, dass die Autoren bereits jetzt irgendetwas Genaueres diesbezüglich geplant haben oder konkrete Ideen dazu existieren.
Besonders da sie bei der Sand of Time-Triologie (wahrscheinlich) ebenso vorgegangen sind. Streng betrachtet hat diese Storyline dort nämlich, gesamt gesehen, einige Handlungslöcher/ Ungereimtheiten (und DREI verschiedene Hauptdarsteller den Charakter und Aussehen nach) zu bieten, was bei einer genauen Vorausplanung und Aufschreiben der Geschichte nicht passiert wäre.
Bitte versteht mich nicht falsch, ich mag die SoT-Triologie sehr, und halte den neuen Prinzen nach wie vor für ein gutes Spiel, welches ich in Zukunft bestimmt noch einmal irgendwann herausholen werde. Aber besonders der aktuelle POP könnte so viel besser sein, wenn man das Ende etwas abgeändert hätte. So bleibt die Geschichte bei, wie kceenav meinte, nur „recht nett.“ Aber ich bin gerne bereit mich in der Zukunft von einer gut erzählten Fortsetzung überraschen zu lassen.


@ kceenav

1.) Es gibt in dem Spiel sozusagen 2 Enden. (hat vermutlich schon vor mir jemand festgestellt - hab' aber nicht alles so genau gelesen..)
Das erste Ende erlebt man, während man mit der dahingeschiedenen Elika aus dem Tempel schreitet; deshalb ja die eingeblendeten Credits (oder wie nennt man das?).

Es steht dem Spieler frei, es dabei zu belassen. Die Welt wurde vom Bösen befreit, dafür musste Elika "ein großes Opfer" bringen, ihr Leben.


Das ist seltsam, während bei mir die Credits das erste Mal herunter liefen, konnte ich den Prinzen nicht weiter steuern und als ich darauf Esp drückte um es zu beenden, ging das Spiel weiter und ich durfte die Bäume zerhacken und Elika wieder beleben.
Ich denke die Programmierer hatten das Ganze als Belohnung geplant, für diejenigen der Spieler, welcher die Credits bis ganz zu Ende angesehen haben. Es gibt ja bereits einige Spiele und Filme wo dieses der Fall war.
Nur hat dieses Vorgaukeln, die Geschichte sei nun zu ende, bei PoP, nicht richtig bei mir funktioniert, da ich mich ja bei den Credits noch immer im Spiel selber befand, es war ja nur pausiert worden.
Ein wirkliches Endfilmchen mit Credits, welche den Spieler beim Frühzeitigen Abbrechen ins Hauptmenü zurück bringt, hätte der Illusion das Spiel sei nun zu Ende, und der damit, von dir erwähnten Möglichkeit, zwischen zwei Enden zu wählen, weitaus besser getan.

Optimal für zwei Ende wäre natürlich eine WIRKLICHE Entscheidung gewesen mit Aufzeigen der Konsequenzen:
„Belebe ich Elika wieder und riskiere das der dunkle Gott alles zerstört?“ ODER „Suche ich meinen Esel und lasse Elikas toten Körper auf den Grab ihrer Mutter ruhen und riskiere, das der dunkle Gott in Jahrhunderten ausbricht?“ Dementsprechend hätte sich der Endfilm ein wenig ändern können.

Für die Fortsetzung könnten die Autoren ja ihr optimales Ende auswählen und das andere ignorieren. Das war bei vielen Fortsetzungen von Spielen mit mehreren Enden (auch Warrior Within) schon oft der Fall. Auch wenn dieses nicht die beste aller Lösungen bezüglich des Geschichtenerzählens ist. Aber immerhin hätte der Spieler am Ende eine Wahl gehabt.

Sonntagshut
13-01-09, 05:08
Hallo,
also erstmal, eine wirkliche Entscheidung passt nicht in die PoP Teile (bisher), weil es kein Rollenspiel ist, sondern Adventure, im Endeffekt besteht der Unterschied eben darin, dass man nur anschaun darf, aber nix verändern.

Zum Ende habe ich für meinen Teil das Gefühl, dass sehr viele Leute bei den Gesprächen Prinz<->Elika nicht richtig hingehört haben. Der Prinz betont mehrfach, dass er keinen Sinn darin sieht, sich für etwas das ihm nichts bringt aufzuopfern. Man mag dazu sagen, dass er es in dem Fall um Ahriman wieder einzusperren ja doch tut, jedoch hat er die gute Ausrede "Ich will ja nur hier raus und meinen Esel finden".
Wie dem auch sei, meine Interpretation in das Ende war, dass er bei seinem Standpunkt bleibt, und sich weil er ja Elika im endeffekt auch opfern muss sagt "Das ist nicht mein Bier, ich hab damit nix zu tun". Und deswegen holt er sich Elika wieder und lässt den Gott wieder raus, nach dem Motto "Soll Ormazd doch selbst seinen Dreck kehren, Elika hats versucht, aber unter den Bedingungen ist das nicht tragbar."
Ich denke übrigends nicht, dass er unter diesen Gesichtspunkten den Handel eingegangen ist, auch weil Ahriman und die Dunkelheit im Abspann die beiden völlig unbehelligt lässt.

Moryarity
16-01-09, 03:15
Da ich nun endlich auch das Ende gesehen habe und eigentlich schon alle grundlegenden Interpretationsmöglichkeiten offen gelegt wurden, nur ein kurzer Kommentar von mir.

In sich finde ich das Ende recht stimmig.

Zunächst der Tod von Elika. Das war ja nicht überraschend, sondern eher zu erwarten. Am Ende erhält man ja auch den Award "Aus Dunkel...Licht" (oder so ähnlich) dafür, dass Ahriman wieder eingesperrt wurde und es kommen schon Endcredits.

Wenn man will, kann man das Spiel an dieser Stelle beenden und "das Schicksal akzeptieren".

Oder, man kann versuchen das Schicksal herauszufordern und "weiterspielen". Der Prinz hat ja im Verlaufe des Spiels immer wieder betont, dass er nicht daran glaubt, dass sein Schicksal von irgendwelchen Göttern vorherbestimmt ist. Daher finde ich, passt es schon in diese Vorstellung, dass er den Tod von Elika nicht akzeptiert, sondern "das Schicksal ändert". Ob diese Entscheidung jetzt für die Allgemeinheit gut ist, ist mal dahin gestellt, aber irgendwie passt es schon. Es ist eine trotzige Reaktion. Wenn man die Dialoge verfolgt, wird ja auch klar, dass Elika eigentlich die letzte Ahura ist und es nach ihr eh niemanden mehr gibt, der Ahrimans Flucht längerfristig verhindern kann. Alles wird zerfallen und letztendlich kommt Ahriman irgendwie frei.

Mit Elika besteht wenigstens noch eine Chance, das zu verhindern. Das wird dann wohl der Inhalt der Fortsetzung sein.

Wenn man "weiterspielt", erhält man ja auch am Ende, wenn die Dunkelheit über die beidne hinwegzieht den Award "Fortsetzung folgt" und der Award "Aus Dunkel---Licht" wird wieder gestrichen http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif, weil man ja das Dunkel zurück gebrach that.

Ich finde das Ende eigentlich gut so. In sich abgeschlossen und trotzdem viel Raum für Fortsetzungen.

Mir hat auch das "Schulterklopfen" nicht gefehlt. Ich war mit dem Spiel sehr zufrieden.

Wenn Du wirklich mal ein unbefriedigendes Ende erleben willst, spiele God of War 2....

[Spoiler, falls es jemand noch nicht kennt, aber noch spielen will]

endlich hat man es geschafft, sich durch unzählige Feinde und Level gemetzelt, den Herrscher der Olymp fast besiegt...dann die Opferung von Athene, Zeus entkommt und mit einem "Angriff der Titanen auf den Olymp" wird für die Fortsetzung geworben.

[Spoilerende]

Danach hat mir der "Schulterklopf-Effekt" eindeutig gefehlt http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

btw wäre ich nie darauf gekommen, dass Ahriman den Prinzen dazu zwingen würde, Elika zu töten. Damit hätte er ja seinen Vertrag gerade wieder zu nichte gemacht, andererseits hätte es in den Hintergrund der Erzählungen gepasst, da dort Wünsche ja nie so gut enden, wie sie eigentlich gemeint waren http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Keksus
16-01-09, 03:25
Ich finde das Ende eigentlich gut so. In sich abgeschlossen und trotzdem viel Raum für Fortsetzungen.

Das wäre ja gut, wäre eine Fortsetzung nicht so unsicher. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_frown.gif

TeeAlk
16-01-09, 03:54
Fortsetzungsmäßig gesehen ist das Ende Quatsch. Ich habe natürlich auch das Interview mit diesem Typen gelesen, der geschrieben hat: man weiß nicht, ob es eine Fortsetzung geben wird, darum wollte man sich alle Optionen offen halten. Blödsinn!


SANDS OF TIME war eine stimmige, in sich geschlossene Geschichte. Hätte es nie einen Nachfolger gegeben, wäre kein Mensch sauer gewesen. Aus Happy end-technischer Sicht war das Ende etwas unbefriedigend (mir hat es gefallen!), aber immerhin war es ein Ende. Wer kommt da schon auf die Idee, dass so etwas wie der Dahaka auftaucht, den Prinzen jagt und aus ihm so einen zynischen düsteren Kämpfertypen macht? Keiner. Ich auch nicht! Das Spiel hätte in alle Richtungen weitergehen können. Mit einem direkten Nachfolger (kunterbunt, märchenhaft, wie der erste Teil). Oder mit den Änderungen, die man aus WW kennt (düsterer, härter). Oder mit einem völlig anderen Prinzen und einer völlig anderen Geschichte.

POP2008 hat ein zu offenes Ende, das geradezu nach einer Fortsetzung ruft. Man will wissen, ob es die beiden schaffen, Ahriman zu besiegen. Man will wissen, welche Konsequenzen es für den Prinzen haben wird. Damit haben sich die Designer/Entwickler/Autoren selbst eingeschränkt.
Überraschend wäre nur, wenn die Fortsetzung (sollte sie denn kommen) einen völlig neuen Prinzen einbringt, der Jahre/Jahrhunderte/Jahrtausende später die Herrschaft von Ahriman endlich (oder zufällig) beendet. Quasi keine direkte Fortsetzung mit dem 2008er-Prinzen, sondern die Geschichte aus einer anderen Sicht weitererzählen.

raef03
16-01-09, 07:24
also erstmal, eine wirkliche Entscheidung passt nicht in die PoP Teile (bisher), weil es kein Rollenspiel ist, sondern Adventure, im Endeffekt besteht der Unterschied eben darin, dass man nur anschaun darf, aber nix verändern.

Es gibt durchaus auch Adventures welche sich damit brüsten mehrere Ende zu haben, abhängig von den Entscheidungen, welche der Spieler fällt.
Selbst einige Shooter bieten verschiedene Handlungsausgänge und, vereinzelnd sogar, genrefremde Multi-Choice Gespräche und Rätselaufgaben.
Manchmal verstärkt es das Spielerlebnis ungemein wenn man nicht immer aufs Traditionelle setzt und Elemente aus anderen Spielegenre ins eigene Spiel einfügt. Voraussetzung ist natürlich das die fremde Elemente gut ins eigene Spiel intrigiert sind und nicht aufgesetzt wirken. Das sind dann Spiele, die sich wirklich einmal von der Masse der üblichen Artikel des selben Genres abheben. (Ob sie sich dann gut oder schlecht verkaufen ist eine andere Sache…)
Der Vorteil eines Computerspieles zu einen Film ist schließlich die Möglichkeit der Interaktion mit der Handlung. Wenn alles wie auf schienen läuft, ohne dass ich das „Gefühl“ der Interaktionsmöglichkeit habe, kann ich mir auch, theoretisch, einen guten Film ansehen.
Und die Möglichkeit von verschiedenen Enden war schon immer ein großer Motivationspunkt zur Widerspielbarkeit.

Zunächst der Tod von Elika. Das war ja nicht überraschend, sondern eher zu erwarten. Am Ende erhält man ja auch den Award "Aus Dunkel...Licht" (oder so ähnlich) dafür, dass Ahriman wieder eingesperrt wurde und es kommen schon Endcredits.

Wenn man will, kann man das Spiel an dieser Stelle beenden und "das Schicksal akzeptieren".

Oder, man kann versuchen das Schicksal herauszufordern und "weiterspielen"
.......
Wenn man "weiterspielt", erhält man ja auch am Ende, wenn die Dunkelheit über die beidne hinwegzieht den Award "Fortsetzung folgt" und der Award "Aus Dunkel---Licht" wird wieder gestrichen , weil man ja das Dunkel zurück gebrach that.
Ich verstehe nicht warum viele Spieler nach wie vor behaupten, das Spiel habe zwei möglichen Enden.
Welche Möglichkeit zwischen zwei Enden zu wählen habe ich denn?
Das Spiel nach den Credits abzubrechen obwohl das Spiel dann noch weitergeht?
Genauso gut könnte ich beim lesen eines Buches vor den Beenden des letzten Kapitels das Buch wieder zuklappen.
Oder beim sehen eines Film vor Filmende denn Film wieder ausmachen und mir einreden, dass es den letzten Abschnitt der Geschichte nie gegeben hat.
In beiden Fällen ändert sich nichts an der Tatsache, dass die Geschichte noch weitergeht und ich es nur nicht miterlebt habe, weil ich vorzeitig abgebrochen habe.
Das Ende der Geschichte muss immer vom Erzähler ausgehen und nicht vom Zuhörer. Darum habe ich bei Prince of Persia keine Möglichkeit, zwischen zwei Ende zu wählen, da die Erzählung nach den Credits weitergeht, egal ob ich das möchte oder nicht.
Es ist ja nicht so, als ob das Spiel mich nach den Credits fragt: möchtest du es bei Elikas Tod belassen oder versuchen sie zurückzuholen?
Die Erzählung geht einfach weiter und meine einzige Möglichkeit ein vorzeitiges Ende hervorzurufen wäre das Spiel frühzeitig abzubrechen.
Wenn man aber nach diesen Gesichtspunkt geht, hat jedes Spiel, Buch, Film mehrere Ende, da es denn Zuhörer jederzeit frei steht die Erzählung zu unterbrechen und nicht weiterzuführen.
Der Begriff „mehrere Enden“ bezieht sich IMMER darauf, dass es zwar mehrere Ausgänge der Geschichte gibt, aber alle das endgültigen Ende der Geschichte bedeuten ohne Möglichkeit die Geschichte fortzusetzen. Denn sonst wäre ersteres ja kein Ende.

Moryarity
16-01-09, 09:12
Ich habe nie behauptet, dass das Spiel mehrere Enden hat, ich ab elediglich darauf hingewiesen, dass man den Award, den man nach dem besiegen von Ahriman erhält wieder verliert, wenn man Elika rettet. Ich hätte nach den Credits auch ins Hauptnemue zurückkehren können..dann hätte mir halt das "Ende des Endes" gefehlt.

Ich betrachte das auch nicht als "2 Enden". das ist schon alles ein Ende..nur sagen wir eben mal ein "finaleres Ende" http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Außerdem finde ich es sehr interessant, dass der Prinz seine Seele verkauft..ich würde fast sagen, das ist die Geburtsstunde des "Dark Prince" http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

TeeAlk
16-01-09, 11:05
Zitat von Moryarity:
Außerdem finde ich es sehr interessant, dass der Prinz seine Seele verkauft..ich würde fast sagen, das ist die Geburtsstunde des "Dark Prince" http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif
Super. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif Gab es dummerweise nur schon. Ich hoffe nicht, dass die Autoren und Designer nun wieder dazu greifen, den Prinzen dunkler und härter zu machen (WW), um ihm dann eine Stimme mitzugeben, die ihm Handlungen einredet und ihn zu Dingen verleitet, die er eigentlich nicht machen will (DP in T2T). So kann man eine Serie und an sich sympathische neue Charaktere natürlich auch zugrunde richten.

Horus_DuPray
17-01-09, 13:50
Also, ich hab mir jetzt nicht alle Beiträge durchgelesen, sondern nur die ersten 6 (was glaub ich genug ist) und denke fast genauso wie "raef03".
Erst hab ich gespielt und gespielt, und er macht schon so lässige Bemerkungen über die Elika (welche nebenbei als Prinzessin interessant wäre, da sie auch nicht so sauber ist, wie es zuerst den Anschein hat), aber vorallem über sich selbst und beschimpft Ari-Mahn und seine Schergen, und am Ende MUSS ich erstmal Elika auf das Grab ihrer Mutter tragen (was mich einwenig gestört hat, weil ich die ganze Strecke schön langsam mit ihr auf dem Arm rumschleichen muss) und dann alle "Lebensbäume" zerstören um Elika zu "retten".

Dabei wäre DAS doch eine perfekte Fortsetzung! Selbst wenn sich der Prinz zum Arsch machen muss, wäre da einige andere Möglichkeiten als diese verwendete! z.B. könnte er Elikas "macht" erlangen, oder wenigstens etwas davon, als Belohnung von Ormazd, dazu noch ein "Abschieds-Fluch" von Ari-Mahn, der ihn verdammt solange auf seine liebe Elika o.ä. zu verzichten, bis Ari-Mahn frei, oder Ormazd tot ist.
Das wäre Teil 2: "Der Prinz gegen die Götter!" Dabei hätte man die Wahl zwischen gut und böse. und das resultat ist im dritten teil unterschiedlich (man müsste also den zweiten Teil spielen und eine datei oder was weiß ich in den dritten teil importieren, aber ich glaube jeder Fan würde das eh machen, bzw. für "nicht-Impoteure" wäre die Geschichte nicht so spannend gemacht, sodass der Prinz immer wieder zwischen gut und böse wankt und ein eher langweiliges Ende bekommt [im gegensatz zu "impoteuren"]), sodass der Spieler dann auf der bösen oder der guten seite anfängt.

Zum neuen Prinzen:
Er scheint echt ganz cool, wenn auch zeitweise SEHR für Kinder gemacht, aber ok...
aber woher kommt der handschuh? das schwert das er hat sieht aus wie irgendeine magische waffe (was man hätte auchnoch in das Ende hätte einfließen lassen können, z.b. indem er Ari-Mahn in das Schwert bindet, oder sich Osmazd darin verewigt und somit Elika rettet, bzw, den Lebensbaum nicht zerstört, Azi-Mahn dass jedoch doch glaubt, da du den Baum zerstört hast, aber nicht wofür er steht und Azi-Mahd damit ausgetrickst wurde (ählich wie bei Goethe's Faust oder so).....)... wo war ich... das schwert... sieht hammer aus, aber woher hat der prinz das? was hat er geplündert? wo kommt er mit seinem esel her? ist er nun WIRKLICH der Prinz, oder ist er wirklich "nur" ein Abenteurer?
DAS PASST MIR ALLES NICHT!
Ich finde man sollte wenigstens einen Hinweis auf seine adlige Herkunft erhalten, und nicht nur durch die Konkurbine....

Auch dass ich Elika bei den Pflanzen immer auf den Rücken tragen muss hat mich genervt... ich meine, die fliegt ansonsten, schmeißt mich durch die luft, kann an den platten die geilsten sachen machen, aber selber klettern is zu schwer... was soll das?!

außerdem fand ich das spiel insgesamt zu einfach. und der weg war viel zu linear... schön dass ich mir aussuchen kann wohin ich als erstes gehen will, welche kraft ich als erstes haben will... aber das verbessert nie den prinzen... keine neuen kombos.. keine verbesserte eigenschaften, keine neuen waffen... Assassin's Creed war hinsichtlich diesen sachen wesentlich besser.
is doch nicht sooo schwer, mal was neues zu versuchen, oder? ich meine GRAFISCH haben sie das ja geschafft, und zwar garnicht so schlecht! teilweise war ich zwar enttäuscht von den details der wände oder ähnlichem, aber insgesamt is dieser "concept-art"-Design sache schon richtig geil. man kann nicht viele spiele mit sowas ausstatten, aber grad hier wars perfekt.. anfangs dachte ich zwar "hm... seltsam", aber schon nach 15 min spielen dacht ich mir "das is super geil! wie das hier aussieht! wird garnicht erst versucht das irgendwie so realistisch wie möglich zu machen, was alles kaputt machen kann (sie Crysis, da die Grafik das beste is was es gibt, die story aber, sorry, für'n arsch is)"

ne bitte an UBISOFT:
1.)einen nächsten teil... fix... bitte... ich will den neuen prinzen glänzen sehen, und nicht wie in seiner premiere eine kleine nebenrolle spielen
2.)spielprinzip einwenig erweitern und bessere story (vorallem im detail... vermisse die von der "Sands of Time"-Trilogie)

ich denke mehr kann man nicht verbessern... ansonsten war das spiel spitze! hat richtig spaß gemacht, aber es geht besser! und vorallem nochmal hinsichtlich "raef03": das ende is RICHTIG mies! melodramatisch oder was-weiß-ich in allen ehren, aber DAS war dreck. bin ich besseres von euch gewohnt....

Moryarity
19-01-09, 04:26
Zitat von TeeAlk:

Super. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif Gab es dummerweise nur schon.

mmmh..ich habe das jetzt auch nicht unabhängig voneinander betrachtet, sondern eher daran gedacht, dass es sich um die selbe Person handelt, wie in der SoT-Trilogie, dass aus diesem jungen Abenteurer in den nächsten Teilen noch der junge Prnz von Persien wird (irgendwie muss er ja seine adlige Herkunft noch erkunden) aus dem sich dann später der Dark Prince entwickelt.

Ich habe dieses Ereignis jetzt eher als den Auslöser für die spätere Weiterentwicklung gesehen...quasi ein Prequel zur SoT-Trilogie