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danni875421
16-11-09, 08:40
Hi muss morgen eine Interpretation abgeben und wollte mal fragen was ihr davon haltet.(11 Klasse Gymnasium)


In der Kurzgeschichte "Die Küchenuhr" von Wolfgang Borchert,geschrieben 1946, geht es um die Zerstörung des Einzelnen durch Krieg zwischen zwei Staaten.

Als Erzähler hat Borchert einen auktorialen Er/Sie Erzähler gewählt,was man durch die Kommentare ,z.B. in den Zeilen 1-5 gut erkennt. Die Erzählsicht ist die Außensicht bis auf den letzten Satz, in dem der Erzähler die Gedanken des Mannes kennt. Als Erzähldistanz hat er die Ferne gewählt ,weil es in der KGnicht um die Hauptperson selbst, sondern um seine Uhr geht.
Die Uhr wir für verschioedene zentrale Motive verwendet, zum Einen zeigt sie ,dass der geregelte Ablauf unterbrochen ist (Z.56),zum Anderen soll sie aussagen, dass die Menschen innerlich zerstört sind ,aber äußerlich immer noch normal aussehen(Z.10). Die Uhr könnte ferner Borchert selber zeigen, er zog scih im Krieg schwere Verletzungen zu ,schrieb aber weiterhin Geschichten. Eine Auffälligkeit in der Sprache sind die vielen Antithesen , was darauf deuten kökänte das die HP schon nicht mehr Herr siener Sinne ist und immer noch glaubt,dass die geregelten Abläufe weitergehen .
Ein anderes Merkmal ist ,dass er die Uhr personifiziert und anfängt mit ihr zu reden, was die Wichtigkeit der Uhr für ihn ausdrücken soll. Eine weitere sprachliche Auffälligkeit ist,dass er das Wort Uhr sehr oft benutzt , wahrscheinlich, weil sie das Letzte ist woran er sich nach dem Krieg noch klammern kann Seine Familie hat er verloren. Die letzte sprachliche Auffälligkeit ist, dass die Personen in der Geschichte keine Namen bekommen ,was vielleicht ein Hinweis auf die Allgemeingültigkeit der KG ist. Die beziehung der Personen ist so gut wie nicht vorhanden ,weil der Mann und die Frau kein Interesse haben sich mit der HP zu unterhalten. Sie gucken auf ihre Füße oder in den Kinderwagen. Ein Gespr#ch kommt erst zu Stande, als jemand eine Frage stellt. Ein Grund der Nichtkommunikation könnte sein ,dass sowohl die Frau als auch der Mann allés verloren haben und sich nicht an eine Uhr klammern können ,die das Alte,Gergelte zeigt. Ein weitere Hinweis darauf,Dass das Alte das Paradies ist,ist die Rückblende in Zeile 33-46,wonach alle Personen schweigen,weil sie in ihren Gedaaken das Paradies vor Augen haben.

Meiner Meinung nach will Borchert mit seiner KG ausdrücken ,dass ein Krieg, der zwischen Staaten geführt wird einen größeren Schaden beim Einzelnen hinterlässt
, als beim Staat selber.

Sven_der_Nord
16-11-09, 08:57
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Na, das nenn ich mal Off-Topic, sogar für ein Off-Topic-Forum schon arg off-topic. Naja, vielleicht haben wir ja einen Literaturkritiker oder zumindest Deutschlehrer unter uns http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

PrinceofShadows
17-11-09, 17:30
Ist schon ewig her, aber deine Gedankengänge kann ich nachvollziehen. Wüsste jetzt auch nicht, was man sich noch überlegen könnte. Im Grunde liegt es sowieso meist im Ermessen des Lehrers, wie gut eine Interpretation ist, ob sie alles beleuchtet, was erwartet wird, etc.

Interpretationen heißen eigentlich so, weil sich ein jeder davor stellt und sich was dazu denkt, was der Künstler damit gemeint haben könnte. So gesehen kann man alles Mögliche in einen Text oder generell in jegliche Formen der Kunst interpretieren, solange es nachvollziehbar klingt.