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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die richtigen Tauchtiefen/Zerstöungstiefen



Bldrk
26-03-05, 08:37
Da die Zerstöungstiefe in SHIII nicht richtig umgesetzt sind, poste ich es nochmal hier rein.

Ich zitiere aus "Unterseebootbau" von Professor Dipl.-Ing. Ulrich Gabler

"..... Das Boot darf niemals in die Nähe dieser Zerstöungstiefe. Oberhalb der Zerstöungstiefe liegt die Tauchtiefe (heutige Betriebstauchtiefe), die mit der Zerstöungstiefe rechnisch durch einen Sicherheitsfaktor gekoppelt ist.

Diese Sicherheit betrug bei der früheren deutschen Kriegsmarine 2,5, bei der amerikanischen Marine 1,5. Diese und andere Marinen leigen heute mit ihren Sicherheiten zwischen diesen Werten.

Verwendet man große Sicherheiten wie z.B. 2,5, so kann das Boot die Betriebstauchtiefe, die übungsmäßig die größte zulässige Tauchtiefe ist, im Gefahrenfall um einen größeren Betrag überschreiten, als es einem Boot mit kleinerer Sicherheit möglich ist.

Deutsche Boote des 2.Weltkrieges, die - mit den damals zur Verfügung stehenden Berechnungsverfahren - für eine Zerstöungstiefe von 250 m entworfen waren, was bei einem Sicherheitsfaktor von 2,5 einer Betriebstauchtiefe von 100 m entsprach, suchten bei Feindeinwirkung häufig Tiefen zwischen 150 und 180 m auf, ohne daß Schäden beobachtet wurden. Nach heutigen Erkenntnissen und Berechnungsverfahren hatten diese Boote eine Zerstöungstiefe von etwa 280 m . Dies ist eine Erklärung dafür, daß einzelne Boote diese Tiefe gelegentlich erreicht haben, z.T. allerdings unter Inkaufnahme von Einbeulungen. Es wird nie bekannt werden, ob einzelne Boote durch solche unzulässig großen Tauchtiefen verlorengegangen sind....."

Zur Person Professor Dipl.-Ing. Ulrich Gabler:
Einer der international angesehensten U-Boot-Konstrukteure, welcher 1946 die Firma Ingeneurkontor Lübeck (IKL) gründete, in der u.a. alle dt. Nachkriegs-U-Boote konzipiert, definiert und konstruiert wurden.

Ich werde es jetzt nochmal einfach am Bsp. eines Typ IIV c erklären.
Eisatztauchtiefe: 100 m
max. Tauchtiefe: 200 m
kritische Tiefe: 250 m

Normalerweise wird andersrum gerechnet..... man legt nämlich zuerst die Zerstöungstiefe fest und berechnet dann mittels des Sicherheitsfaktors erst die Einsatztauchtiefe.

Bldrk
26-03-05, 08:37
Da die Zerstöungstiefe in SHIII nicht richtig umgesetzt sind, poste ich es nochmal hier rein.

Ich zitiere aus "Unterseebootbau" von Professor Dipl.-Ing. Ulrich Gabler

"..... Das Boot darf niemals in die Nähe dieser Zerstöungstiefe. Oberhalb der Zerstöungstiefe liegt die Tauchtiefe (heutige Betriebstauchtiefe), die mit der Zerstöungstiefe rechnisch durch einen Sicherheitsfaktor gekoppelt ist.

Diese Sicherheit betrug bei der früheren deutschen Kriegsmarine 2,5, bei der amerikanischen Marine 1,5. Diese und andere Marinen leigen heute mit ihren Sicherheiten zwischen diesen Werten.

Verwendet man große Sicherheiten wie z.B. 2,5, so kann das Boot die Betriebstauchtiefe, die übungsmäßig die größte zulässige Tauchtiefe ist, im Gefahrenfall um einen größeren Betrag überschreiten, als es einem Boot mit kleinerer Sicherheit möglich ist.

Deutsche Boote des 2.Weltkrieges, die - mit den damals zur Verfügung stehenden Berechnungsverfahren - für eine Zerstöungstiefe von 250 m entworfen waren, was bei einem Sicherheitsfaktor von 2,5 einer Betriebstauchtiefe von 100 m entsprach, suchten bei Feindeinwirkung häufig Tiefen zwischen 150 und 180 m auf, ohne daß Schäden beobachtet wurden. Nach heutigen Erkenntnissen und Berechnungsverfahren hatten diese Boote eine Zerstöungstiefe von etwa 280 m . Dies ist eine Erklärung dafür, daß einzelne Boote diese Tiefe gelegentlich erreicht haben, z.T. allerdings unter Inkaufnahme von Einbeulungen. Es wird nie bekannt werden, ob einzelne Boote durch solche unzulässig großen Tauchtiefen verlorengegangen sind....."

Zur Person Professor Dipl.-Ing. Ulrich Gabler:
Einer der international angesehensten U-Boot-Konstrukteure, welcher 1946 die Firma Ingeneurkontor Lübeck (IKL) gründete, in der u.a. alle dt. Nachkriegs-U-Boote konzipiert, definiert und konstruiert wurden.

Ich werde es jetzt nochmal einfach am Bsp. eines Typ IIV c erklären.
Eisatztauchtiefe: 100 m
max. Tauchtiefe: 200 m
kritische Tiefe: 250 m

Normalerweise wird andersrum gerechnet..... man legt nämlich zuerst die Zerstöungstiefe fest und berechnet dann mittels des Sicherheitsfaktors erst die Einsatztauchtiefe.

ParaB
26-03-05, 08:43
Lustigerweise steht ja im Handbuch beim Typ VII B als maximale Tauchtiefe 225m , was ja als "Zerstöungstiefe" in Ordnung ginge, mein VII B-Boot wird aber bereits bei 180m zerstöt. Da widerspricht doch glatt das Spiel dem eigenen Handbuch, Sachen gibt's... http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Bldrk
26-03-05, 08:53
Tja.... die haben keine Ahnung bei UBI - im Handbuch steht einiges, was nicht korrekt ist.

Außerdem bedeutet max. Tauchtiefe nicht Zerstöungstiefe. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Copyoffline
26-03-05, 11:48
Also ich bin im 4ten Maschinenbau.

Ich kann dir sagen dass dieser sogenannte Sicherheitsfaktor nicht nur bei Ubooten, er ist bei jeder Art von Dimensionierung oder Auslegung von jeder Konstruktion vorhanden. 2,5 ist dabei kein großer Wert. Die Seilen von Aufzügen zum Beispiel werden mit dem Faktor 10 Dimensioniert. Das heisst rein theoretisch könnte ein Aufzug der für 850 kilo ausgelegt ist 8,5 Tonnen tragen. Aber ich glaube nicht dass sich jemand wagen würde in einen dermaßen überlasteten Aufzug zu steigen.

Die überlastung einer Konstruktion in den Sicherheitsfaktor hinein ist eine sehr riskannte Sache und niemals eine Garantie dass die Konstruktion hält auch wenn sie nach den Gesetzen der Physik und Mechanik eigentlich Standhalten sollte.

Der Sicherheitsfaktor wird einbezogen, weil die Belastungen auf eine Konstruktion selten Statisch sind (also immer gleichbleibend). Im Gegenteil meistens sind sie Dynamisch (ändern sich ständig). Je Abrubter die Änderung der Belastung desto höher ist die Gefahr des Materialversagens, selbst wenn es theoretisch im statischem Fall kein problem wäre.

Je wahrscheinlicher abrubte und starkwechselnde Belastungen sind desto höher wird der Sicherheitsfaktor.

Im Klartext: Rein theoretisch kann ein Uboot im ruhigem Wasser von gleicher Temperatur locker bis kurz vor die berechnete Zerstöungstiefe tauchen. Aber wenn es so knapp vor der Zerstöung schwebt braucht bloss ein Matrosse heftig gegen ein Empfindliches Teil zu treten um das Boot zum Implodieren zu bringen, je näher an der Zerstöungstiefe das Boot ist desto empfindlicher ist es gegen Stoßartige Belastung.

Deswegen haben die Konstrukteuere damals gesagt, wir legen einen sicherheits fest bei dem ein uboot vor seiner Zerstöung mehr oder weniger sicher ist wenn ganz in der Nähe eine Wasserbombe explodiert und damit das ganze Boot durchrüttelt.

Passiert dir das in 150 meter tiefe, platzen vielleicht nur ein Paar birnen. Passiert dir das in 250 metern tiefe, bleibt von dir nur ein Ölfleck auf der Oberfläche, so einfach ist es.

Das kannst du dir so vorstellen. Dein Auto z.b. ist auch für ein bestimmtes Gesammtgewicht ausgelegt, aber es gibt einen sicherheitsfaktor (er ist bei autos nicht sehr hoch). Nun solange du in diesem erlaubtem Bereich bleibst passiert dir wahrscheinlich nichts wenn du ein Schlagloch erwischst. überlastest du den Wagen zu sehr, sagen wir um 300 kilo. Fährt er auf gerade Strecke ja noch ganz gut, aber wenn du ein Schlagloch erwischst lässt du dein Fahrwerk drin.

In der Realität musste der Kaleun also auf eigene Gefahr entscheiden ob er tiefer taucht und sich dort in größere Gefahr begibt oder innerhalb der "garantierten" Tiefe bleibt.

In SH3 geht das ganze aber in der Tat ziemlich schnell. Man kann sich retten wenn man es rechtzeitig merkt und gleich vollgas gibt und Ausblasen befielt. Das ist nicht sehr realistisch naja, bleibt einfach darüber.

Bldrk
26-03-05, 12:08
Danke @Copyoffline

endlich mal jemand, der sich sachlich mit diesem Probs auseinandersetzt und mit mir darüber diskutiert.
Allerdings ist der Sicherheitsfaktor von 2,5 im Ubootbau enorm - es betrifft ja immerhin ein technisches Gerät von meheren 100 Tonnen.
Allerdings ist heutzutage der Sicherheitsfaktor in diesem Bereich niedriger angesiedelt.

Von der sachlichen Realität nun ins Game zurück........ leider erreicht man mit seinem Boot noch nicht einmal die max. zulässige Tauchtiefe; d.h. man könnte sich demzufolge auch nicht dem Nervenkitzel hingeben, so tief zu tauchen, daß man in den kritischen Bereich kommt.
Wahrscheinlich wird in SHIII genau dieser kritische Moment viel zu zeitig simuliert.
Leider fehlen bis zum plötzlichen Gesamtzusammenbruch des Druckköpers noch einige Stufen, welche sich mit Garantie auch akustisch bemerkbar machen.....

Bleibt zu hoffen, daß dies in kommenden Patches berücksichtigt wird.

Willey
26-03-05, 12:35
Also ich hab mal mit dem IIA nen Tauchgang gemacht... erst bei 165m hieß es "kritische Tiefe". Weiter bin ich gar nicht gegangen. Mit nem VIIer war die Meldung an der gleichen Stelle, kurz vorher (ab 150-155 etwa) wurde das Knacken auch lauter, und bei ca 175 war Schluß. Ein XXI ging mir auch bei 195m zu Bruch, ohne vorherige Schäden. Den hab ich allerdings auch "gecrasht", weil ich bereits vernommen hatte, daß er etwa bis 230 kann, aber der Bug war wohl schon auf 230 und ist geplatzt... naja, bei ner Werftgarantie von 135m ganz schön abenteuerlich. Bruchtiefe wäre da 337,5m. Das sind schon enorme Dimensionen - ich hoffe, das wird noch angepasst. Das Geschrei wäre ja groß, wenn in PF eine P-51 nur 400km/h schnell wär http://forums.ubi.com/images/smilies/59.gif

Bldrk
26-03-05, 16:52
Genau @Willey..... http://forums.ubi.com/images/smilies/59.gif http://forums.ubi.com/images/smilies/88.gif http://www.ubisoft.de/smileys/motzi.gif

DocMoriarty
26-03-05, 17:23
Kann ich nur unterstreichen.

Und der nächste nervige Bug ist die Benutzbarkeit der Deckkanone und Flak. Für die Kanone sollte der Wert etwas höher sein und für die Flag nahezu unbeschränkt oder WESENTLICH höher.

Ich wurde grade von englischen Fliegern bewacht, die das Wasser um mein Boot rum mit Bomben belegt haben damit mich kein englisches U-Boot versenken kann ( http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif) und konnte meine Flak wegen Seegang (Windstärke 13 m/s, Seegang einigermassen heftig) nicht benutzen. Bin mir nicht sicher, aber ich glaube die Flakbeschränkung ist die gleiche wie für die Deckgun, das ist totaler Krampf weil die Flak im "Wintergarten", also höher und geschützter montiert ist.

kubanloewe
27-03-05, 02:28
doof iss halt das schon bei der ersten zerplatzten Birne der ganze Bug rot wird die leute tot sind und fertisch. also da sollte doch unbedingt nachgebessert werden, sodaß man evtl mit nem reparaturteam noch was machen kann wenn man wieder en bischen höher geht, aber so isses ja gleich zu ende ohne große Vorwarnung.

AG_Wittmann
27-03-05, 02:33
@Kubanlöwe: Bist sicher, dass du langsam in die kritische Tiefe getaucht bist und nicht mit Vollgas?

I hab so 30 Sekunden Zeit gehabt, auf AK zu gehen und den Auftauchvorgang einzuleiten ...

MC_Cudden
27-03-05, 02:40
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by DocMoriarty:
Kann ich nur unterstreichen.

Und der nächste nervige Bug ist die Benutzbarkeit der Deckkanone und Flak. Für die Kanone sollte der Wert etwas höher sein und für die Flag nahezu unbeschränkt oder WESENTLICH höher.

Ich wurde grade von englischen Fliegern bewacht, die das Wasser um mein Boot rum mit Bomben belegt haben damit mich kein englisches U-Boot versenken kann ( http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif) und konnte meine Flak wegen Seegang (Windstärke 13 m/s, Seegang einigermassen heftig) nicht benutzen. Bin mir nicht sicher, aber ich glaube die Flakbeschränkung ist die gleiche wie für die Deckgun, das ist totaler Krampf weil die Flak im "Wintergarten", also höher und geschützter montiert ist. <HR></BLOCKQUOTE>

Flak und Deckkanone konnten und wurden bei schweren Seegang nicht benutzt.

Das konnte ich in zig Büchern nachlesen

kubanloewe
27-03-05, 02:45
danke Wittman; könnte ein Grund gewesen sein aber AK wars auf keinen Fall aber ich hab halt mal von 90 auf 150 gestellt und soweit kams dann gar nich http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif war wohl der Tauchwinkel zu steil ? aber dafür hab ich doch meine Offzehttp://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif