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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Letzter Feindfahrtbericht von U-196 IXD2 (Monsoon-Boot)



patuxai
06-04-11, 22:32
Hallo Kaleuns,

Ich habe mit der Konfiguration der Indic Mission1 den Krieg bis zum Ende gebracht.
Sowie ich von Penang abberufen wurde, habe ich mich Richtung befohlener neuer Basis
Bordeaux in Marsch gesetzt. Unterwegs wird mir St. Nazaire als neue Basis zugewiesen.
2 Tage später wird mir Bergen als neue Basis zugeteilt. Ich umrunde die Rockalls weit
westlich und versuche durch die Dänemarkstrasse mein Ziel zu erreichen. Etwas südlich
von Jan Mayen drehe ich in gerader Linie auf Bergen zu. Am 5. April. 1945 erreichen wir
Bergen. Geheime Ladung wird übernommen. Ausgelaufen wird am 26. April. 1945. mit Ziel
PQ AE66. Dieses Ziel wird ohne Feindbegegnung erreicht. 24 Stunden Patrouille ohne dass
besondere Vorkommnisse zu vermelden waren. Danach setze ich mich vorsichtig südwestwärts
in Marsch. Wir schreiben mittlerweile den 2. Mai 1945, um 10h00 erreicht mich der
Funkspruch: An U-196
KOMMANDANTENSPRUCH
Alle Angriffe abbrechen, Hafen von Buenos Aires ansteuern und Fracht heil abliefern.
Botschafter ist informiert.
Viel Glück für jetzt und alle Zukunft.

Dönitz

Nun scheint es ernst zu werden! Am 4. Mai 1945

8.01 Funkspruch
von: Oberbefehlshaber der Kriegsmarine
an: Alle Seestreitkräfte

An alle Einheiten der Kriegsmarine
Ab sofort sich jeglicher Angriffshandlung, ausser zur Selbstverteidigung, enthalten
und Rückmarsch antreten.

Dönitz.

Dieser Befehl sollte mich wohl nicht betreffen? Weiter gehts nach Süden.
Das Vorankommen ist nun schon recht mühsam geworden. Tagsüber auf Schnorcheltiefe und
Nachts aufgetaucht. Ich orte die ersten ersten Einsatzgruppen, die wohl auf der Suche
der im Atlantik verbliebenen U-Boote sind.

Am 10. Mai der KOMMANDANTENSPRUCH: ZIEL ERREICHEN! ZIEL ERREICHEN!
Keine Meldungen mehr möglich!

Dönitz.

Irgendwann kommt noch der Funkspruch der BBC, der besagt, dass alle sich noch auf See
befindlichen U-Boote die Zünder von den Torpedos abschrauben und wegwerfen sollten,
desgleichen alle Munition ins Meer schmeissen und die Kanone nach Achtern festzurren.
Diesen Befehl werde ich nun sicherlich nicht auszuführen gewillt sein. Nach dem Ausspruch
Cambronnes: "La vieille garde ne se rends pas, elle se meurt!"
Nun tauchen fast regelmässig und immer wieder die verfl..... Suchtrupps auf, denen es gilt, auszuweichen oder sich stundenlang still zu verhalten, um nicht entdeckt zu werden. Den Einen oder Anderen hätte ich schon noch sehr gerne zu den Fischen geschickt, doch die Vernunft riet mir davon ab. Nochmals erreicht mich ein Funkspruch der BBC mit dem Wortlaut:
"An deutsches U-Boot, geben Sie auf und stellen Sie sich unseren Einheiten! Sonst werden wir Sie mit aller Härte Jagen!"
Ja, versucht es doch einmal! Wir kommen unentwegt immer weiter in den Süden und passieren endlich die Linie des Klabautermannes. Hier sind nun die Tage herrlich klar und die See spiegelglatt und solches Wetter ist nicht gerade zu meinem Geschmack! Was wir nun brauchen ist heftiger Regen und hoher Seegang, denn damit würden wir mit etwas mehr Sicherheit auch etwas zügiger vorankommen. Brasilianische, Amerikanische und Britische Jagdgruppen werden immer noch hie und da angetroffen, aber wir sind immer in der Lage unentdeckt zu bleiben.
Ab der Höhe von Rio de Janeiro ändert sich dann die Wetterlage ganz zu unseren Gunsten. Es wird stürmisch und es regnet stark bei schwer verhangenem Himmel. Gerade richtig, um wenigstens vor Flugzeugen relativ sicher zu sein.
Wir schreiben nun schon den 27. Mai 1945, als wir bei unveränderter Wetterlage, am fortgeschrittenen Nachmittag die Mündung des Rio de la Plata erreichen. Noch sind es gut und gerne 300Km bis in den sicheren Hafen von Buenos Aires. Alsbald orten wir 2 Kriegsschiffe. Da diese sich aber innerhalb der argentinischen Dreimeilenzone befinden, schliesse ich daraus, dass es sich dabei auch um Argentinier handelt. Es sind Argentinier! Nun machen wir uns unbesorgt bemerkbar und werden somit auf den verbleibenden 250 Kilometern abwechslungsweise quasi mit einer Eskorte begleitet. Wir fühlen uns wie in Mutter's Schoss! Am 28. Mai 1945, um 11 Uhr morgens, erreichen wir den sicheren Hafen
von Buenos Aires. Wir sind nicht die Einzigen, die es geschafft haben, sich unversehrt abzusetzen, und somit einer Kriegsgefangenschaft entronnen zu sein. Es befinden sich schon 2 Seeversorger und ein Frachter mit unserer Flagge hier.
Erlöst! Der Krieg ist vorbei und wir sind in Sicherheit, prädestiniert zu den schönsten
Hoffnungen, für eine bessere Zukunft!!

U-196, mit voller und intakter Ausrüstung und vor Allem, mit einer kompletten Besatzung.


P.S. : Dürfen die Gauchos das Boot wohl behalten können?

Pixy27
07-04-11, 03:54
Sehr schön geschrieben und auch sehr spannend zu lesen.

Das macht ja glatt Lust auf mehr. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif
Ich sollte wohl auch mal wieder Spielen. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif

Solch eine Atmosphäre im Spiel wird ja durch die vielen Funksprüche gegeben.
Ich wünschte da wären noch mehr über die gesamte Karriere.

Schreib bitte weiter so.

Gruß Steve, meine letzte Feindfahrt endete auf dem Weg nach Japan.
Leider erwischten Sie mich. Mannschaft und ich sind aber wohlauf.

patuxai
07-04-11, 04:24
@Steve-Steve,

danke für die Blumen. Vielleicht werde ich diese FF nochmals in Bergen beginnen und es darauf ankommen lassen, um zu sehen, was geschieht, wenn man sich ergeben möchte.???????
Oder im anderen Falle, versuchen, den Alliierten noch tüchtig einzuheizen. Die Zerstörer machen mir nicht allzugrossen Eindruck, da ich in Bergen 4 Lebensversicherungen, sprich: 4 ZK2 zugeladen habe.
Möchte deshalb auch rausfinden, inwiefern die nervös werden könnten.

Gruss aus Südostasien.

Marcel aka Patuxai aka Heinrich "Ajax" Bleichrodt