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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hobby-Forscher finden Focke-Wulf 190 D 9



Bldrk
27-08-03, 13:00
1.Artikel: Focke-Wulf 190
Das südlich von Krümse gefundene Jagdflugzeug ist eine Focke-Wulf 190 D 9 vom Jagdgeschwader 26 in Uetersen. Die FW 190 war ein einsitziger Jäger, der von einem Junkers Jumo 213 angetrieben wurde. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde der Rumpf auf 10,30 Meter verlängert, weshalb der Jäger den Spitznamen "Langnase" trug. Das Flugzeug konnte 835 Kilometer weit fliegen und kam auf eine Spitzengeschwindigkeit von 685 Stundenkilometer. Bewaffnet war die Focke-Wulf 190 D 9 mit zwei 13-Millimeter-Maschinengewehren, zwei 20-Millimeter Bordkanonen und einer 500-Kilogramm-Bombe. Später wurden auch 30-Millimeter-Kanonen eingebaut. (arus)

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2.Artikel:

Letzte Ruhe für Leutnant Schramm
Elbmarsch: Am 29. April 1945 wurde der deutsche Pilot abgeschossen. Jetzt fanden Hobby-Forscher die Maschine und sterbliche überreste.

Von Andreas Schmidt

Krümse - Ein Weizenfeld südlich von Krümse Ende August 2003: Ein Bagger gräbt ein vier Meter tiefes Loch, Kerosingeruch liegt in der Luft. Schaulustige stellen sich die Frage: Was wird diese Ausgrabung ans Licht bringen?

29. April 1945, der Krieg ist schon längst verloren: Jagdmaschinen des Typs Focke-Wulf 190 D 9 des Jagdgeschwaders 26 ("Schlageter") in Uetersen starten in Richtung Lauenburg an der Elbe. Dort hat die britische Armee einen Brückenkopf gebildet, den die Jäger bekämpfen sollen. Drei deutsche Jäger kehren nicht zurück. Sie werden von britischen Jägern abgeschossen.

"Wir haben an der Absturzstelle Anfang der 50er-Jahre gespielt", erinnert sich Gerhard Tillmann (71) aus Rönne. Damals war das Gebiet noch feuchtes Weidegebiet. "Mit Haken zogen wir ein paar Aluminiumteile des Flugzeuges aus dem Loch und verkauften sie an einen Schrotthändler." Dann wuchs - im wahrsten Sinne des Wortes - Gras über die Sache. In den 70er-Jahren wurde aus der Weide ein Acker. "Anfang der 80er-Jahre kam noch mal ein Herr aus Winsen und erkannte mit Hilfe einer Wünschelrute die Absturzstelle", sagt Franz Schröder (72) aus Rönne.

Dann wurde der Verein Flieger-Flugzeuge-Schicksale (Telefon 04407 / 6156) auf die Absturzstelle aufmerksam. Sein Ziel: Teile von Kampfflugzeugen aufzuspüren und zu bergen und die Namen der vermissten Piloten herauszufinden. "Seit Mitte der 80er-Jahre haben wir 18 Fliegerschicksale aufgeklärt", sagt Werner Oeltjebruns (42).

An diesem Sonnabend laufen die Bergungsarbeiten langsam an. Die Pumpe kommt nicht gegen das Grundwasser an, eine größere muss her, später hilft die Feuerwehr Marschacht mit einer noch größeren Pumpe.

Aluminiumteile, Kabel, Glasteile kommen zum Vorschein, später das Armaturenbrett und erste Schädelteile. Die legt der Umbetter vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Volker Schneider (54), in einen schwarzen Sarg aus Pappe.

Am frühen Nachmittag kommen dann zwei Maschinengewehre vom Typ 131 zum Vorschein und Munition der 13- und 20-Millimeter-Waffen. "Die kommen in einen Zerlegebetrieb nach Munster", sagt Heiko Riemer (42) vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen, Hannover. "Dort wird die Waffe funktionsunfähig gemacht und kommt dann in ein Museum."

Am späten Nachmittag dann der große Fund: Die Lederkombination des Piloten, darin die Gebeine - sie wurden der Kriegsgräberstätte in Niedermarschacht übergeben. Ein Portemonnaie mit 80 Reichsmark und einer englischen 5-Pfund-Note. Die Erkennungsmarke liegt in der Brieftasche des Toten - sie kommt zur Deutschen Dienststelle nach Berlin.

Volker Schneider untersucht das Gebiss - "der Mann war 21 bis 26 Jahre alt". Sein Name steht auf dem Fallschirm: Ch. Schramm, Leutnant. Gestorben vor 58 Jahren am Ende eines sinnlosen Krieges.

erschienen am 25. Aug 2003 in Harburg

LINK ZUM ARTIKEL IM ABENDBLATT: http://www.abendblatt.de/daten/2003/08/25/199991.html
http://www.abendblatt.de/daten/2003/08/25/199992.html

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<center>EJGr.Ost_Corto
Die rote 8


"Das Fliegen von Jagdflugzeugen ist der Gipfel allen Fliegens!"</p>
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Bldrk
27-08-03, 13:00
1.Artikel: Focke-Wulf 190
Das südlich von Krümse gefundene Jagdflugzeug ist eine Focke-Wulf 190 D 9 vom Jagdgeschwader 26 in Uetersen. Die FW 190 war ein einsitziger Jäger, der von einem Junkers Jumo 213 angetrieben wurde. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde der Rumpf auf 10,30 Meter verlängert, weshalb der Jäger den Spitznamen "Langnase" trug. Das Flugzeug konnte 835 Kilometer weit fliegen und kam auf eine Spitzengeschwindigkeit von 685 Stundenkilometer. Bewaffnet war die Focke-Wulf 190 D 9 mit zwei 13-Millimeter-Maschinengewehren, zwei 20-Millimeter Bordkanonen und einer 500-Kilogramm-Bombe. Später wurden auch 30-Millimeter-Kanonen eingebaut. (arus)

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2.Artikel:

Letzte Ruhe für Leutnant Schramm
Elbmarsch: Am 29. April 1945 wurde der deutsche Pilot abgeschossen. Jetzt fanden Hobby-Forscher die Maschine und sterbliche überreste.

Von Andreas Schmidt

Krümse - Ein Weizenfeld südlich von Krümse Ende August 2003: Ein Bagger gräbt ein vier Meter tiefes Loch, Kerosingeruch liegt in der Luft. Schaulustige stellen sich die Frage: Was wird diese Ausgrabung ans Licht bringen?

29. April 1945, der Krieg ist schon längst verloren: Jagdmaschinen des Typs Focke-Wulf 190 D 9 des Jagdgeschwaders 26 ("Schlageter") in Uetersen starten in Richtung Lauenburg an der Elbe. Dort hat die britische Armee einen Brückenkopf gebildet, den die Jäger bekämpfen sollen. Drei deutsche Jäger kehren nicht zurück. Sie werden von britischen Jägern abgeschossen.

"Wir haben an der Absturzstelle Anfang der 50er-Jahre gespielt", erinnert sich Gerhard Tillmann (71) aus Rönne. Damals war das Gebiet noch feuchtes Weidegebiet. "Mit Haken zogen wir ein paar Aluminiumteile des Flugzeuges aus dem Loch und verkauften sie an einen Schrotthändler." Dann wuchs - im wahrsten Sinne des Wortes - Gras über die Sache. In den 70er-Jahren wurde aus der Weide ein Acker. "Anfang der 80er-Jahre kam noch mal ein Herr aus Winsen und erkannte mit Hilfe einer Wünschelrute die Absturzstelle", sagt Franz Schröder (72) aus Rönne.

Dann wurde der Verein Flieger-Flugzeuge-Schicksale (Telefon 04407 / 6156) auf die Absturzstelle aufmerksam. Sein Ziel: Teile von Kampfflugzeugen aufzuspüren und zu bergen und die Namen der vermissten Piloten herauszufinden. "Seit Mitte der 80er-Jahre haben wir 18 Fliegerschicksale aufgeklärt", sagt Werner Oeltjebruns (42).

An diesem Sonnabend laufen die Bergungsarbeiten langsam an. Die Pumpe kommt nicht gegen das Grundwasser an, eine größere muss her, später hilft die Feuerwehr Marschacht mit einer noch größeren Pumpe.

Aluminiumteile, Kabel, Glasteile kommen zum Vorschein, später das Armaturenbrett und erste Schädelteile. Die legt der Umbetter vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Volker Schneider (54), in einen schwarzen Sarg aus Pappe.

Am frühen Nachmittag kommen dann zwei Maschinengewehre vom Typ 131 zum Vorschein und Munition der 13- und 20-Millimeter-Waffen. "Die kommen in einen Zerlegebetrieb nach Munster", sagt Heiko Riemer (42) vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen, Hannover. "Dort wird die Waffe funktionsunfähig gemacht und kommt dann in ein Museum."

Am späten Nachmittag dann der große Fund: Die Lederkombination des Piloten, darin die Gebeine - sie wurden der Kriegsgräberstätte in Niedermarschacht übergeben. Ein Portemonnaie mit 80 Reichsmark und einer englischen 5-Pfund-Note. Die Erkennungsmarke liegt in der Brieftasche des Toten - sie kommt zur Deutschen Dienststelle nach Berlin.

Volker Schneider untersucht das Gebiss - "der Mann war 21 bis 26 Jahre alt". Sein Name steht auf dem Fallschirm: Ch. Schramm, Leutnant. Gestorben vor 58 Jahren am Ende eines sinnlosen Krieges.

erschienen am 25. Aug 2003 in Harburg

LINK ZUM ARTIKEL IM ABENDBLATT: http://www.abendblatt.de/daten/2003/08/25/199991.html
http://www.abendblatt.de/daten/2003/08/25/199992.html

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Die rote 8


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