PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nachladeprozedur externer Aale



U-156
17-07-05, 17:21
Das Nachladen externer Aale gehöt bis auf den Typ II zu jeder Patroille, klar.
Vom nicht animierten Vorgang an Deck mal abgesehen, finde ich sehr interessant zu wissen wie es genau ablief. Unter U-Boote-online.de gibt es eine sehr gute Animation, wie die externen Aale mit Hilfe von Flaschenzügen unter den Flurplatten hervorgezogen und in die Torpedoräume eingelassen werden. Dort ist auch geschrieben, dass dies nur bei glatter, ruhiger See und geringer Fahrt möglich war.
Sicher machen sich nicht alle darüber Gedanken und laden die Externen auch bei Windstärke 15 und 17kn nach. http://forums.ubi.com/images/smilies/35.gif
Um nicht zu arcadelastig zu spielen, versuche ich immer möglichst außerhalb feindlicher Luftüberwachung und ausschließlich bei ruhiger See (bis max. Windstärke 5) und geringer Fahrt (so, dass kein Wasser das Deck überspült) die externen Aale nachzuladen.
Aber hin und wieder wird man ja doch von einem Flugzeug oder Zerstöer dabei überrascht.
Wie war es damals? Konnte man den Vorgang einfach so abbrechen, den Aal im äußersten Notfall ins Meer fallen lassen um möglichst schnell Alarm zu tauchen? Oder gab es keine Möglichkeit mit dem Flaschenzug an Deck, den offenen Flurplatten etc. innerhalb 15min zu tauchen? Immerhin gibt SH3 für den Ladevorgang eines externen Torpedos bei voller Mannschaftsstärke eine Stunde an! Bisher habe ich es immer so gehandhabt, dass ich bei überraschter Sichtung eines Flugzeugs/Zerris zwar auf hohe Fahrt gegangen bin und eventuell die Flak bemannt habe, aber vor dem Tauchen mindestens 5min gewartet habe, um die Vorbereitung an Deck zu "simulieren". Da ein überwasser-Deckkanonen-Duell zwar im "SH3-Bereich des Möglichen" wäre, aber absolut unrealistisch ist, fällt die Variante für mich sowieso weg. Ganz nebenbei ist mir die Schadensrate von Zerri-Deckgeschützen sowieso zu gering (trotz Hollywood Damage Mod). Kann ja nicht sein, dass mein Boot nach zehn Treffern noch immer nicht absäuft, sondern nur mittlere Schäden hat.
Ich hoffe ich werde hier jetzt nicht zum Harcorerealismusfanatiker abgestempelt! http://forums.ubi.com/images/smilies/53.gif
Aber mich würde interessieren, wie Ihr diese Situationen handhabt und ob Ihr eventuell sogar aus Büchern, Websites, etc. wisst, wie der Ladevorgang damals abging und wie schnell er abgebrochen werden konnte.
Bei den ganzen spontan durch Flugzeuge überraschten und versenkten deutschen Ubooten im 2.WW werden doch auch sicher einige während des Ladevorgangs, vom Tauchen abgehalten, vernichtet worden sein, oder?

Grüße,

U-156

U-156
17-07-05, 17:21
Das Nachladen externer Aale gehöt bis auf den Typ II zu jeder Patroille, klar.
Vom nicht animierten Vorgang an Deck mal abgesehen, finde ich sehr interessant zu wissen wie es genau ablief. Unter U-Boote-online.de gibt es eine sehr gute Animation, wie die externen Aale mit Hilfe von Flaschenzügen unter den Flurplatten hervorgezogen und in die Torpedoräume eingelassen werden. Dort ist auch geschrieben, dass dies nur bei glatter, ruhiger See und geringer Fahrt möglich war.
Sicher machen sich nicht alle darüber Gedanken und laden die Externen auch bei Windstärke 15 und 17kn nach. http://forums.ubi.com/images/smilies/35.gif
Um nicht zu arcadelastig zu spielen, versuche ich immer möglichst außerhalb feindlicher Luftüberwachung und ausschließlich bei ruhiger See (bis max. Windstärke 5) und geringer Fahrt (so, dass kein Wasser das Deck überspült) die externen Aale nachzuladen.
Aber hin und wieder wird man ja doch von einem Flugzeug oder Zerstöer dabei überrascht.
Wie war es damals? Konnte man den Vorgang einfach so abbrechen, den Aal im äußersten Notfall ins Meer fallen lassen um möglichst schnell Alarm zu tauchen? Oder gab es keine Möglichkeit mit dem Flaschenzug an Deck, den offenen Flurplatten etc. innerhalb 15min zu tauchen? Immerhin gibt SH3 für den Ladevorgang eines externen Torpedos bei voller Mannschaftsstärke eine Stunde an! Bisher habe ich es immer so gehandhabt, dass ich bei überraschter Sichtung eines Flugzeugs/Zerris zwar auf hohe Fahrt gegangen bin und eventuell die Flak bemannt habe, aber vor dem Tauchen mindestens 5min gewartet habe, um die Vorbereitung an Deck zu "simulieren". Da ein überwasser-Deckkanonen-Duell zwar im "SH3-Bereich des Möglichen" wäre, aber absolut unrealistisch ist, fällt die Variante für mich sowieso weg. Ganz nebenbei ist mir die Schadensrate von Zerri-Deckgeschützen sowieso zu gering (trotz Hollywood Damage Mod). Kann ja nicht sein, dass mein Boot nach zehn Treffern noch immer nicht absäuft, sondern nur mittlere Schäden hat.
Ich hoffe ich werde hier jetzt nicht zum Harcorerealismusfanatiker abgestempelt! http://forums.ubi.com/images/smilies/53.gif
Aber mich würde interessieren, wie Ihr diese Situationen handhabt und ob Ihr eventuell sogar aus Büchern, Websites, etc. wisst, wie der Ladevorgang damals abging und wie schnell er abgebrochen werden konnte.
Bei den ganzen spontan durch Flugzeuge überraschten und versenkten deutschen Ubooten im 2.WW werden doch auch sicher einige während des Ladevorgangs, vom Tauchen abgehalten, vernichtet worden sein, oder?

Grüße,

U-156

Schwarzer_Prinz
17-07-05, 17:53
Ich selbst halte mich bei den externen Torpedos an folgende Regeln:
Nachholen der ext. Torpedoreserve wird nur durchgeführt wenn:
1) Die Geschütze bemannt werden können (Windgeschwindigkeit nicht höher als 5 m/s)
2) Nicht mehr als kleine Fahrt gemacht wird

Solange ein externes Torpedo bewegt wird, gilt Tauchverbot. Flugzeuge werden mit Flak bekämpft, Kriegsschiffe mit der Deckskanone. (Wobei auch hier die Beschränkung der Geschwindigkeit gilt)

Daraus resultiert, daß ich externe Torpedos prinzipiell nur bei Nacht und in relativ abgelegenen Gebieten bewege. Meist fahre ich dazu ein ganzes Stück aus meinem Patrouillengebiet heraus, möglichst weit weg von Land.

übrigens: Mit drei Torpedomaaten und einem als Torpedoschützen ausgebildeten Offizier, sowie vollbesetztem Torpedoraum kann man die Verladezeit für die externen Bugtorpedos auf 37 Minuten reduzieren.

karlem0nster
18-07-05, 06:53
da der torpedo ja nur unter den deckplatten lag und nicht innerhalb des druckköpers haben die bei fliegeralarm wahrscheinlich einfach die vorderdeckluke dichtgemacht und sind alarmgetaucht... der torpedo wär' dann natürlich hinne.. aber so siehts für mich am vernünftigsten aus... http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Lord-Gerd
18-07-05, 14:46
ich denke mal es ist nicht ganz ungefährlich mit einem torpedo auf dem deck eifnach zu tauchen.

Trontir
18-07-05, 16:08
Ich glaub wenn das Verladegestänge montiert war und der Torpedo bereits in der ladeluke steckte, sah es mit Tauchen sehr schlecht aus. In so einem Fall konnte die Besatzung sich nur auf die FlaK verlassen http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_frown.gif

Atrax666
18-07-05, 17:44
Jo...Alarmtauchen mitm Torpedo am Haken würde ich jetzt so als Kommandant auch nicht unbedingt sorgenfrei anordnen. Obwohl ich mir Gedanken gemacht habe, weil die damals im Boot ziemlich viele Torpedoteile wie Zünder mitgeführt hatten. Deswegen denke ich, daß die nicht unbedingt scharfe Aale geladen hatten. Torpedos wurden sowieso regelmäßig zum warten aus den Rohren gezogen. Schätze die haben die erst mit Zündern und so versehen, wenn die klar gemacht wurden. Wenn es so war bleibt beim Alarmtauchen zwar nicht mehr die Selbstzündungsgefahr der Torpedos auf dem Schlitten (das Ladeluk war mit sicherheit schnell dicht wenn der Torpedo nicht gerade mittendrin steckte) aber dieser dicke Masse-Klotz aufm Deck hat so rein kinetisch wohl schnell ne Beule im Turm gehauen wenn der beim tauchen los ging...

W4chund
19-07-05, 08:28
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">
Selbstzündungsgefahr der Torpedos auf dem Schlitten (das Ladeluk war mit sicherheit schnell dicht wenn der Torpedo nicht gerade mittendrin steckte) aber dieser dicke Masse-Klotz aufm Deck hat so rein kinetisch wohl schnell ne Beule im Turm gehauen wenn der beim tauchen los ging...
</div></BLOCKQUOTE>

Das wäre eine Delle gewesen. Eine Beule käme von Innen nach Aussen. Alles was eingedrückt ist wird als Delle bezeichnet. Jegliche Verformung eines Köpers nach Außen ist eine Beule http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif
Alte KFZ Sachverständigen Regel


Was das "Reinholen" der externen Torpedos angeht. Realistisch wäre es, wenn das Boot in dem Zeitraum nicht tauchen kann und zur Eigensicherung die Geschütze bemannt wären, bzw. Feuerbereit gehalten werden, da die Besatzung vom Deckgeschütz im Weg wäre.
Da das Spiel aber nicht nur die Hardcore Realisten ansprechen soll wurde bestimmt auf diese Feature verzichtet. Oder es wurde einfach übersehen, wer weiss das schon so genau http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif.
Vielleicht gibt es ja mal irgendwann einen MOD dazu.

U-156
19-07-05, 10:13
Also ich verfahre genau so wie Schwarzer Prinz. Externe Aale werden nur bei gutem Wetter und langsamer Fahrt in abgelegen Gegenden reingeholt. Alles andere ist zu gefährlich. Mit dem Kran an Deck und ungesicherten Torpedos zu tauchen wäre sicher nicht real ohne weiteres machbar gewesen. Leider habe ich zu der genauen Prozedur nichts im Netz gefunden, außer der Animation des Flaschenzugs auf u-boote-online.de . Falls jemand zu dem Thema noch andere gute Quellen kennt, bitte her damit.

Um mich W4chund anzuschließen, ein Mod der dieses Thema behandeln würde wäre natürlich stark, aber wohl nicht ohne weiteres zu machen. Aber der Crew, die an Deck rumwuselt und mit dem Kran hantiert, zuzuschauen, wäre schon fein *träum* http://www.ubisoft.de/smileys/3.gif

Lord-Gerd
19-07-05, 11:03
naja rumwuseln müssen sie ja nicht unbeding, aber es wäre schon schön wenn man dann nicht tauchen könnte.

W4chund
19-07-05, 12:15
Das "Rumwuseln" müsste aber gehen, schaut euch mal die Zerstöer Besatzungen an wenn sie Wasserbomben legen, oder das "Verhalten" der Leute im Hafen. Da wäre bestimmt was möglich, müsste sich nur mal einer damit auseinandersetzen der sich in dem Bereich auskennt und Lust dazu hat.

Lord-Gerd
19-07-05, 12:40
vermutlich müsste man eine neue animation machen die genau 40 min dauert oder länger
nur sähen dann die seeleute ziemlich komisch aus wenn sie sich in zeitlupe bewegen http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

W4chund
19-07-05, 15:21
Der Torpedo würde sich in Zeitlupe bewegen. Die Leute kann man in normaler Geschwindigkeit rumwuseln lasen http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Atrax666
21-07-05, 06:52
Der Torpedo bewegt sich noch nicht mal so langsam ins innere. Das ganze drumherum dauert halt nur. Die ganzen Hilfsstreben und Seile am Turm und am Deck anzubringen. Flaschenzüge, Torpedo auspacken und aufm Schlitten setzen usw usw. und bis alles wieder abmontiert ist...