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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Heimkehr ohne lange Pause - Der nächste Auftrag wartet schon (AAR Lt. Cmdr. Stanton, Part 2)



chriseba
26-04-07, 21:12
Vorwort:

Da es anscheinend nicht klar war: Ich spiele mit automatischer Kartenaktualisierung, Aussenkamera sowie automatischer Zieleinrichtung. Ich mache das ganze hier aus Spass am Schreiben, über den Realismusgrad meines Spiels diskutiere ich erst gar nicht http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

--------------------------------------------------

Endlich waren wir auf dem Weg in die Heimat. Es kehrte rasch dieselbe Routine wie auf der Hinfahrt ein. Die wenigen Feindkontakte, die wir hatten, versuchten wir zu umgehen. Lediglich der ein oder andere Flieger machte uns das Leben schwer, aber wir konnten jeweils rechtzeitig das Weite suchen. Meine Tochter war geboren, und ich wollte kein Risiko eingehen. Ich war Soldat, aber das ist noch lange kein Grund, zuviel zu riskieren. Soldaten sterben. Aber Väter müssen leben.

Neujahr verbrachten wir auf hoher See. Der Diesel war knapp geworden, und so dümpelten wir mit 1/3 Kraft voraus durch den Pazifik. Die Freiwache hatte für die ganze Besatzung aus den Proviantresten ein wahrhaft festliches Mahl gezaubert. Das hatten sich die Jungs verdient!

Es war nicht mehr weit bis zum Stützpunkt in Pearl Harbor, und mit Feindkontakten war nicht mehr zu rechnen. So verbrachte ich die meiste Zeit nachdenkend in meiner Koje, während Tom, sich mit dem 2. Wachoffizier abwechselnd, das Kommando über das Boot übernahm. Mir kam diese Ruhe nur recht.

2. Januar 1942

Wir waren mitten im Anlegenmanöver, als vier Jeeps hielten, und eine Blaskapelle aufmarschierte. Hochrangige Navy-Offiziere bahnten sich ihren Weg durch die anwesenden Krankenschwestern, die es kaum erwarten konnten, von meinen Jungs allerhand Seemannsgarn erzählt zu bekommen. Die Blaskapelle spiele "Anchors Away". Normalerweise ein Stück, das beim Auslaufen eines Bootes gespielt wird. Trotzdem wirkte die Stimmung durch die musikalische Einlage melancholisch. Admiral Hammond stand am Kai, als die Hafencrew den Steg zu uns rüberlegte. Die Besatzung stand bereits auf dem Vordeck, und salutierte. Ich lief über den Steg zu Admiral Hammond. Er hatte eine kleine Schachtel in der Hand:
"Lieutenand Commander Roger Stanton. In Anbetracht Ihrer Leistungen im Kampf ist es mir eine Ehre, Sie mit einer besonderen Auszeichnung belobigen zu dürfen!"

Ich war perplex. Was hatten wir schon getan? Schiffe versenkt. Aber das war doch auch unsere Aufgabe, wir taten nur das, wofür wir ausgebildet wurden. Er öffnete die Schachtel, und ich wurde bleich:
http://img406.imageshack.us/img406/5664/ordenga2.jpg

Unter Applaus nahm er den Orden, und heftete ihn mir an die Brust. Sein Stab applaudierte, wobei ich mir nicht sicher war, ob sie es mir zu ehren taten, oder nur begeistert von der Ansprache ihres Kommandanten waren.

"Aber Sir, ich... die Crew... Mr. Garner... wir..."
"Ich weiss, was Sie meinen, Stanton" lachte Admiral Hammond. Sogleich zückte er eine weitere Schachtel, und überreichte meinem ersten Offizier den Silver Star. Tom lächelte, aber der Orden schien ihm nicht viel zu bedeuten.
So schnell der Auflauf auch zustande kam, so schnell war er beendet. Ich salutierte vor Hammond. Er hob die Hand zum Gruss, musterte das Boot, die Besatzung, und gab uns den Befehl zum Wegtreten. Darauf hatte ich nur gewartet. Ich konnte es kaum abwarten, endlich mit meiner Frau Susan zu telefonieren...


3. Januar 1942

Susan und unserer Tochter Laura ging es bestens. Die Geburt verlief wohl ohne Probleme. Sie hatte mir ein Foto von Laura geschickt, aber die Feldpost war nunmal nicht die schnellste Institution.
Der Adjutant von Admiral Hammond, Captain Wilcox, brachte mir einen Zettel. Ich sollte mich im Laufe des Tages im Büro einfinden, um meinen neuen Marschbefehl entgegenzunehmen. So tat ich es auch. Am 22. Januar sollten wir auslaufen, mit unbekanntem Ziel. Erst einen Tag vor der Abfahrt wurden wir gebrieft, der Admiral war sehr misstrauisch, was Spione anging. Bis dahin hatten wir Landurlaub, den ein Grossteil der Besatzung im Casino verbrachte. Ja, saufen konnten die Jungs. Aber sie hatten es sich auch redlich verdient.

21. Januar 1942[/]

Der letzte Abend an Land war sehr feucht gewesen. Das Wetter hatte sich extrem gebessert, und wir liessen es im Offizierscasino richtig krachen. Heute abend würden wir eh nicht schlafen können. Ich hatte mir bei der MP einen Jeep besorgt, und holte Tom ab. Er war in den letzten Tagen nicht zu finden gewesen, aber er hatte auch den Charakter eines Menschen, der lieber allein ist. Er riss auf dem Weg zu Hammond´s Büro einige Witze, und wir rätselten, was wohl unsere Mission sein würde. Der Admiral liess uns umgehend hereinbitten.

[I]"Guten Tag meine Herren. Ich hoffe, sie haben sich gut erholt. Wissen Sie, Ihre waghalsige Aktion mit dem Konvoi hat beim Oberkommando Eindruck hinterlassen. Daher habe ich nun eine ganz besondere Aufgabe für Sie. Sie laufen morgen früh um 8 Uhr aus, mit direktem Kurs auf Tokyo. Der Marinenachrichtendienst benötigt Ihre Hilfe. Sie werden dort in das Hafengebiet eindringen. Wir haben keinen Schimmer, wo sich die japanische Flotte befindet. Also werden sie einige nette Fotos schiessen. Gibt es noch Fragen?"

Schon auf der Akademie merkte ich schnell, das dumme Fragen genauso wenig bringen, wie das Betteln um Beföderungen, daher hielt ich mich geschlossen: "Nein, Sir."

Tom schaute wenig beeindruckt. Ihn schien es kaum zu interessieren, das man uns in das Herz des Feindes schicken würde.

"Gut, dann können Sie wegtreten. Achja, Stanton, bevor ich es vergesse: Das Oberkommando hat Ihrem Wunsch nach Umrüstung des Bootes entsprochen. Ihre Bordartillerie wurde auf das Vorderdeck installiert. Hoffentlich sind Sie damit zufrieden."

Ein wenig mulmig war mir zumute, als wir das Büro, und anschliessend das Gebäude verliessen. Abends fiel es mir schwer, ein Auge zuzumachen....

22. Januar 1942

Frühmorgens herrschte am Dock schon reger Betrieb. Die Verladung der Torpedos hatte sich verzögert, da einige andere Boote kurz in Pearl Harbor einliefen, um Nachschub zu bunkern. Somit war der Zeitplan in Gefahr. Tom stand an der Kaimauer, und schaute hinaus auf das Wasser.

"Alles in Ordnung, Tom?"
"Ich weiss nicht, Roger. Die zweite Mission, mit einem neuem Boot, und einer neuen Crew, und sogleich schicken die Idioten uns in den Käfig, um mit Raubtieren zu spielen."
"Ich verstehe. Weisst du, solange wir ein bischen Glück haben, kommen wir heile zurück."
"Glück? Hat man euch das auf der Akademie beigebracht? Mit Glück findest du eine Frau, die du heiraten kannst. Aber die Hundesöhne von Schlitzaugen haben auch Glück. Wer von uns sollte also das nötige Quentchen mehr haben? Die oder wir? Mit Glück hat das nichts zu tun. Die Erfahrung der Mannschaft macht mir Sorgen."
"Hmmm... was denkst du?"
"Das der liebe Gott unseren Arsch auf dem silbernen Tablett bekommt, denke ich. Aber meinen nackten Arsch bekommt niemand zu sehen, und der da oben schonmal gar nicht!"

Tom grinste, klopfte mir gegen den Oberarm, und brüllte die Dockmannschaft an, sie sollten doch gefälligst schneller arbeiten.

Einige Stunden später konnten wir endlich auslaufen. Der zweite Offizier dirigierte das Boot auf das offene Meer hinaus. Es war sehr gutes Wetter, und wir kamen rasch voran, da wir in Midway Treibstoff nachbunkerten. Das sparte uns einige Tage unserer Reise ein.

27. Januar 1941

Wir hatten ein gutes Stück des Wegs hinter uns gebracht, die Sonne ging langsam unter, und wir fuhren wegen der nahenden Dunkelheit aufgetaucht. Unterwegs hatten wir Kontakt mit zwei Kanonenbooten, denen wir ausweichen wollten. Nur irgendwie wollten die Japse da nicht mitspielen. Also blieb den armen Schweinen nichts weiter übrig, als nach Hause zu schwimmen. Es war kein nennenswertes Gefecht, eher ein Kampf David gegen Goliath. Wir hatten beim Anlaufen auf den Feind die untergehende Sonne im Rücken, und waren daher schwer auszumachen. 1 Blindgänger hatten wir, und waren somit um 3 Aale leichter.

29. Januar 1942

Es war soweit. Wir lagen vor Tokyo auf der Lauer. Langsam schlichen wir uns durch die teilweise sehr seichten Gewässer. Ich wählte den Kurs so, das wir möglichst schnell wieder etwas mehr Wasser unter den Kiel bekamen.

http://img403.imageshack.us/img403/9739/anfahrtwv1.jpg

Der Sonarmaat meldete unentwegt Kontakte. Tom fauchte ihn an, er solle endlich mal die Klappe halten, aber auch ihm war klar, das wir besser genau Bescheid wissen, was uns dort alles erwartet. Als es dunkler wurde, gab ich den Befehl zum Auftauchen. Das hat sich aber auch schnell wieder erledigt, denn es waren einige Luftaufklärer unterwegs. Also machten wir uns auf den Weg in den Hafen.

01:20 Uhr

Wir lagen regungslos mitten im Hafenbecken von Tokyo. Die Mannschaft war nervös. über uns kreisten einige Kanonenboote, und das Wasser war zu seicht. Jederzeit hätte eines der Boote gegen unseren Turm fahren können, der nur knapp unter der Wasserlinie stand. Also mussten wir uns beeilen, damit wir schnellstmöglich wieder in tiefere Gewässer kommen konnten.

"Seerohr ausfahren!" befahl ich, und blickte hindurch. Der Marinegeheimdienst hatte ein Kameraobjektiv in die Periskopröhre montiert. Ich drehte das Periskop um einige Grad. Doch was war das? Ein jämmerlicher alter Frachter lag im Hafen! Von der Kriegsflotte der Schlitzaugen keine Spur!

http://img169.imageshack.us/img169/6950/hafenif7.jpg

Und dafür hatten wir bisher so viel riskiert? Wir hätten sterben können, und das nur wegen einer alten rostigen Schüssel? Mein Puls stieg, meine Adern pochten.

"Verdammt, Tom. Nichts! NICHTS! Die verdammte Flotte ist ausgelaufen! Und wir liegen hier im Hafen rum, mit einer handvoll Sand unterm Arsch, und die Japse kreuzen über unserem Kopf! Die würden jeden beschissenen Furz von uns höen! Und das nur, um dem Herren Marinegeheimpisser ein schickes Foto von einem Frachter zu machen!"
"Nur die Ruhe, Roger. Lieber ein paar schöne Landschaftsfotos, als sich mit einem Trägerverband anzulegen" grinste Tom mich selten dämlich an. Aber er hatte ja irgendwie Recht.

Mit 1/3 Kraft zurück fuhren wir in Schleichfahrt aus dem Hafen heraus. Da es tiefste Nacht war, konnten wir ein Stück weiter weg auftauchen. Der Rückweg würde langwierig werden, und unser Sauerstoff reichte nicht mehr lange. Als das Boot gelüftet war, tauchten wir wieder, und nahmen Kurs Richtung Südwest, um uns aus dem Staub zu machen. Wieder wählte ich den Kurs so, das wir notfalls mit Voller Kraft vorlaufen und tief tauchen konnten.

http://img177.imageshack.us/img177/6831/ausfahrtsv5.jpg

Ich war froh, als wir die Meerenge vor Yokosuka hinter uns gelassen hatten. Dort war nicht viel Platz, und mit einigen Kriegsschiffen auf dem Wasser hätte es verdammt eng werden können. Getaucht fuhren wir mit halber Kraft weiter, und verliessen das kritische Gebiet, so das wir im Dunkeln auch wieder aufgetaucht fahren konnten. Die Batterien hatten es auch bitter nötig.

Wir setzen so bald wie möglich unseren Statusbericht ab. Die Gefahr war gross, das uns die Japse höen würden. Trotzdem kam eine Nachricht aus dem Marinehauptquartier.

---USS Topenga---Marschbefehl---Kurs auf Östliches Chinesisches Meer nehmen---Handelsschiffe angreifen---Stop---

Wunderbar. Wir sollten also Frachter angreifen. Nicht gerade ruhmreich, aber dennoch Kriegswichtig. Immerhin mussten wir uns nicht mit Schlachtschiffen prügeln. Mir sollte es nur recht sein. Also änderten wir unseren Kurs, und liefen unser neues Zielgebiet an.

30. Januar 1042

Das Radar meldete zwei langsame Schiffe, die parallel zu uns fuhren. Ich war nicht sicher, ob ich dieser unerprobten Technik glauben sollte, aber wir hatten genug Diesel, um wenigstens mal nachzuschauen. Vielleicht bekamen wir ja doch noch etwas vors Rohr. Tom berechnete einen Abfangkurs.

http://img81.imageshack.us/img81/5354/ersterkonvoips9.jpg

Nun hiess es, zu warten. Wir tauchten, und der Sonarmaat ging konzentriert auf Horchgang.

"Captain, 2 langsame Schrauben, kommen näher."

Wunderbar! Also hatte das Radar ausnahmsweise mal eine korrekte Meldung geliefert! Ich zeichnete die Horchpeilungen in die Karte ein, und wir begaben uns in gute Schussposition. Das würde ein Angriff wie aus dem Lehrbuch werden!

Kurz nach 1100 tauchte unsere Beute dann endlich auf. Es wurde Zeit, unser Ziel zu identifizieren:

http://img168.imageshack.us/img168/9605/anvisierenwz4.jpg

Ein mittlerer alter Frachter also. Egal, Ziel ist Ziel. Ich ermittelte die Geschwindigkeit, und Tom kümmerte sich um den Rest.

Einige Minuten später war es endlich soweit. Der erste Frachter war in Abschussposition. Wir lagen nicht im idealen Winkel, aber wollten es schnell hinter uns bringen, denn die Luftaufklärung hatte anscheinend kurz Pause.
"Rohr 1 bewässern! Rohr 3 bewässern!"

Während ich die Befehle gab, zückte Tom seine Taschenuhr. Er sah mich kurz an, und lächelte.
Ich sah nochmals durch das Periskop, meine Hände fingen leicht an zu schwitzen.

"Rohr 1.... FEUER! Rohr 3... FEUER! Rohr 2 bewässern! FEUER!"

Sicherheitshalber wollte ich zumindest einen der beiden Frachter mit 2 Torpedos beschiessen. Sollte einer der Aale versagen, wäre zumindest ein Opfer geschwächt, und würde uns nicht davonfahren können. Die Uhr tickte langsam, und der Torpedo rausche seinem Ziel entgegen.

Dann endlich, die ersehnte Detonation!

http://img181.imageshack.us/img181/9489/trefferjm3.jpg

Der zweite Torpedo traf ebenfalls in sein Ziel, und vergrösserte den Schaden nur noch.

http://img401.imageshack.us/img401/2117/treffer2ro3.jpg

Der zweite Frachter war getroffen, fuhr aber mit langsamer Fahrt weiter. Wir nahmen in mit der Bordkanone unter Beschuss, um Torpedos zu sparen. Die Jungs trafen wie wahnsinnig, und dauerte nicht lange, bis unser Werk vollbracht war. Beide Frachter sanken langsam auf den Meeresgrund hinab.

Die Besatzungen brachten sich in Sicherheit.

http://img243.imageshack.us/img243/9024/untergangju8.jpg

chriseba
26-04-07, 21:12
Vorwort:

Da es anscheinend nicht klar war: Ich spiele mit automatischer Kartenaktualisierung, Aussenkamera sowie automatischer Zieleinrichtung. Ich mache das ganze hier aus Spass am Schreiben, über den Realismusgrad meines Spiels diskutiere ich erst gar nicht http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

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Endlich waren wir auf dem Weg in die Heimat. Es kehrte rasch dieselbe Routine wie auf der Hinfahrt ein. Die wenigen Feindkontakte, die wir hatten, versuchten wir zu umgehen. Lediglich der ein oder andere Flieger machte uns das Leben schwer, aber wir konnten jeweils rechtzeitig das Weite suchen. Meine Tochter war geboren, und ich wollte kein Risiko eingehen. Ich war Soldat, aber das ist noch lange kein Grund, zuviel zu riskieren. Soldaten sterben. Aber Väter müssen leben.

Neujahr verbrachten wir auf hoher See. Der Diesel war knapp geworden, und so dümpelten wir mit 1/3 Kraft voraus durch den Pazifik. Die Freiwache hatte für die ganze Besatzung aus den Proviantresten ein wahrhaft festliches Mahl gezaubert. Das hatten sich die Jungs verdient!

Es war nicht mehr weit bis zum Stützpunkt in Pearl Harbor, und mit Feindkontakten war nicht mehr zu rechnen. So verbrachte ich die meiste Zeit nachdenkend in meiner Koje, während Tom, sich mit dem 2. Wachoffizier abwechselnd, das Kommando über das Boot übernahm. Mir kam diese Ruhe nur recht.

2. Januar 1942

Wir waren mitten im Anlegenmanöver, als vier Jeeps hielten, und eine Blaskapelle aufmarschierte. Hochrangige Navy-Offiziere bahnten sich ihren Weg durch die anwesenden Krankenschwestern, die es kaum erwarten konnten, von meinen Jungs allerhand Seemannsgarn erzählt zu bekommen. Die Blaskapelle spiele "Anchors Away". Normalerweise ein Stück, das beim Auslaufen eines Bootes gespielt wird. Trotzdem wirkte die Stimmung durch die musikalische Einlage melancholisch. Admiral Hammond stand am Kai, als die Hafencrew den Steg zu uns rüberlegte. Die Besatzung stand bereits auf dem Vordeck, und salutierte. Ich lief über den Steg zu Admiral Hammond. Er hatte eine kleine Schachtel in der Hand:
"Lieutenand Commander Roger Stanton. In Anbetracht Ihrer Leistungen im Kampf ist es mir eine Ehre, Sie mit einer besonderen Auszeichnung belobigen zu dürfen!"

Ich war perplex. Was hatten wir schon getan? Schiffe versenkt. Aber das war doch auch unsere Aufgabe, wir taten nur das, wofür wir ausgebildet wurden. Er öffnete die Schachtel, und ich wurde bleich:
http://img406.imageshack.us/img406/5664/ordenga2.jpg

Unter Applaus nahm er den Orden, und heftete ihn mir an die Brust. Sein Stab applaudierte, wobei ich mir nicht sicher war, ob sie es mir zu ehren taten, oder nur begeistert von der Ansprache ihres Kommandanten waren.

"Aber Sir, ich... die Crew... Mr. Garner... wir..."
"Ich weiss, was Sie meinen, Stanton" lachte Admiral Hammond. Sogleich zückte er eine weitere Schachtel, und überreichte meinem ersten Offizier den Silver Star. Tom lächelte, aber der Orden schien ihm nicht viel zu bedeuten.
So schnell der Auflauf auch zustande kam, so schnell war er beendet. Ich salutierte vor Hammond. Er hob die Hand zum Gruss, musterte das Boot, die Besatzung, und gab uns den Befehl zum Wegtreten. Darauf hatte ich nur gewartet. Ich konnte es kaum abwarten, endlich mit meiner Frau Susan zu telefonieren...


3. Januar 1942

Susan und unserer Tochter Laura ging es bestens. Die Geburt verlief wohl ohne Probleme. Sie hatte mir ein Foto von Laura geschickt, aber die Feldpost war nunmal nicht die schnellste Institution.
Der Adjutant von Admiral Hammond, Captain Wilcox, brachte mir einen Zettel. Ich sollte mich im Laufe des Tages im Büro einfinden, um meinen neuen Marschbefehl entgegenzunehmen. So tat ich es auch. Am 22. Januar sollten wir auslaufen, mit unbekanntem Ziel. Erst einen Tag vor der Abfahrt wurden wir gebrieft, der Admiral war sehr misstrauisch, was Spione anging. Bis dahin hatten wir Landurlaub, den ein Grossteil der Besatzung im Casino verbrachte. Ja, saufen konnten die Jungs. Aber sie hatten es sich auch redlich verdient.

21. Januar 1942[/]

Der letzte Abend an Land war sehr feucht gewesen. Das Wetter hatte sich extrem gebessert, und wir liessen es im Offizierscasino richtig krachen. Heute abend würden wir eh nicht schlafen können. Ich hatte mir bei der MP einen Jeep besorgt, und holte Tom ab. Er war in den letzten Tagen nicht zu finden gewesen, aber er hatte auch den Charakter eines Menschen, der lieber allein ist. Er riss auf dem Weg zu Hammond´s Büro einige Witze, und wir rätselten, was wohl unsere Mission sein würde. Der Admiral liess uns umgehend hereinbitten.

[I]"Guten Tag meine Herren. Ich hoffe, sie haben sich gut erholt. Wissen Sie, Ihre waghalsige Aktion mit dem Konvoi hat beim Oberkommando Eindruck hinterlassen. Daher habe ich nun eine ganz besondere Aufgabe für Sie. Sie laufen morgen früh um 8 Uhr aus, mit direktem Kurs auf Tokyo. Der Marinenachrichtendienst benötigt Ihre Hilfe. Sie werden dort in das Hafengebiet eindringen. Wir haben keinen Schimmer, wo sich die japanische Flotte befindet. Also werden sie einige nette Fotos schiessen. Gibt es noch Fragen?"

Schon auf der Akademie merkte ich schnell, das dumme Fragen genauso wenig bringen, wie das Betteln um Beföderungen, daher hielt ich mich geschlossen: "Nein, Sir."

Tom schaute wenig beeindruckt. Ihn schien es kaum zu interessieren, das man uns in das Herz des Feindes schicken würde.

"Gut, dann können Sie wegtreten. Achja, Stanton, bevor ich es vergesse: Das Oberkommando hat Ihrem Wunsch nach Umrüstung des Bootes entsprochen. Ihre Bordartillerie wurde auf das Vorderdeck installiert. Hoffentlich sind Sie damit zufrieden."

Ein wenig mulmig war mir zumute, als wir das Büro, und anschliessend das Gebäude verliessen. Abends fiel es mir schwer, ein Auge zuzumachen....

22. Januar 1942

Frühmorgens herrschte am Dock schon reger Betrieb. Die Verladung der Torpedos hatte sich verzögert, da einige andere Boote kurz in Pearl Harbor einliefen, um Nachschub zu bunkern. Somit war der Zeitplan in Gefahr. Tom stand an der Kaimauer, und schaute hinaus auf das Wasser.

"Alles in Ordnung, Tom?"
"Ich weiss nicht, Roger. Die zweite Mission, mit einem neuem Boot, und einer neuen Crew, und sogleich schicken die Idioten uns in den Käfig, um mit Raubtieren zu spielen."
"Ich verstehe. Weisst du, solange wir ein bischen Glück haben, kommen wir heile zurück."
"Glück? Hat man euch das auf der Akademie beigebracht? Mit Glück findest du eine Frau, die du heiraten kannst. Aber die Hundesöhne von Schlitzaugen haben auch Glück. Wer von uns sollte also das nötige Quentchen mehr haben? Die oder wir? Mit Glück hat das nichts zu tun. Die Erfahrung der Mannschaft macht mir Sorgen."
"Hmmm... was denkst du?"
"Das der liebe Gott unseren Arsch auf dem silbernen Tablett bekommt, denke ich. Aber meinen nackten Arsch bekommt niemand zu sehen, und der da oben schonmal gar nicht!"

Tom grinste, klopfte mir gegen den Oberarm, und brüllte die Dockmannschaft an, sie sollten doch gefälligst schneller arbeiten.

Einige Stunden später konnten wir endlich auslaufen. Der zweite Offizier dirigierte das Boot auf das offene Meer hinaus. Es war sehr gutes Wetter, und wir kamen rasch voran, da wir in Midway Treibstoff nachbunkerten. Das sparte uns einige Tage unserer Reise ein.

27. Januar 1941

Wir hatten ein gutes Stück des Wegs hinter uns gebracht, die Sonne ging langsam unter, und wir fuhren wegen der nahenden Dunkelheit aufgetaucht. Unterwegs hatten wir Kontakt mit zwei Kanonenbooten, denen wir ausweichen wollten. Nur irgendwie wollten die Japse da nicht mitspielen. Also blieb den armen Schweinen nichts weiter übrig, als nach Hause zu schwimmen. Es war kein nennenswertes Gefecht, eher ein Kampf David gegen Goliath. Wir hatten beim Anlaufen auf den Feind die untergehende Sonne im Rücken, und waren daher schwer auszumachen. 1 Blindgänger hatten wir, und waren somit um 3 Aale leichter.

29. Januar 1942

Es war soweit. Wir lagen vor Tokyo auf der Lauer. Langsam schlichen wir uns durch die teilweise sehr seichten Gewässer. Ich wählte den Kurs so, das wir möglichst schnell wieder etwas mehr Wasser unter den Kiel bekamen.

http://img403.imageshack.us/img403/9739/anfahrtwv1.jpg

Der Sonarmaat meldete unentwegt Kontakte. Tom fauchte ihn an, er solle endlich mal die Klappe halten, aber auch ihm war klar, das wir besser genau Bescheid wissen, was uns dort alles erwartet. Als es dunkler wurde, gab ich den Befehl zum Auftauchen. Das hat sich aber auch schnell wieder erledigt, denn es waren einige Luftaufklärer unterwegs. Also machten wir uns auf den Weg in den Hafen.

01:20 Uhr

Wir lagen regungslos mitten im Hafenbecken von Tokyo. Die Mannschaft war nervös. über uns kreisten einige Kanonenboote, und das Wasser war zu seicht. Jederzeit hätte eines der Boote gegen unseren Turm fahren können, der nur knapp unter der Wasserlinie stand. Also mussten wir uns beeilen, damit wir schnellstmöglich wieder in tiefere Gewässer kommen konnten.

"Seerohr ausfahren!" befahl ich, und blickte hindurch. Der Marinegeheimdienst hatte ein Kameraobjektiv in die Periskopröhre montiert. Ich drehte das Periskop um einige Grad. Doch was war das? Ein jämmerlicher alter Frachter lag im Hafen! Von der Kriegsflotte der Schlitzaugen keine Spur!

http://img169.imageshack.us/img169/6950/hafenif7.jpg

Und dafür hatten wir bisher so viel riskiert? Wir hätten sterben können, und das nur wegen einer alten rostigen Schüssel? Mein Puls stieg, meine Adern pochten.

"Verdammt, Tom. Nichts! NICHTS! Die verdammte Flotte ist ausgelaufen! Und wir liegen hier im Hafen rum, mit einer handvoll Sand unterm Arsch, und die Japse kreuzen über unserem Kopf! Die würden jeden beschissenen Furz von uns höen! Und das nur, um dem Herren Marinegeheimpisser ein schickes Foto von einem Frachter zu machen!"
"Nur die Ruhe, Roger. Lieber ein paar schöne Landschaftsfotos, als sich mit einem Trägerverband anzulegen" grinste Tom mich selten dämlich an. Aber er hatte ja irgendwie Recht.

Mit 1/3 Kraft zurück fuhren wir in Schleichfahrt aus dem Hafen heraus. Da es tiefste Nacht war, konnten wir ein Stück weiter weg auftauchen. Der Rückweg würde langwierig werden, und unser Sauerstoff reichte nicht mehr lange. Als das Boot gelüftet war, tauchten wir wieder, und nahmen Kurs Richtung Südwest, um uns aus dem Staub zu machen. Wieder wählte ich den Kurs so, das wir notfalls mit Voller Kraft vorlaufen und tief tauchen konnten.

http://img177.imageshack.us/img177/6831/ausfahrtsv5.jpg

Ich war froh, als wir die Meerenge vor Yokosuka hinter uns gelassen hatten. Dort war nicht viel Platz, und mit einigen Kriegsschiffen auf dem Wasser hätte es verdammt eng werden können. Getaucht fuhren wir mit halber Kraft weiter, und verliessen das kritische Gebiet, so das wir im Dunkeln auch wieder aufgetaucht fahren konnten. Die Batterien hatten es auch bitter nötig.

Wir setzen so bald wie möglich unseren Statusbericht ab. Die Gefahr war gross, das uns die Japse höen würden. Trotzdem kam eine Nachricht aus dem Marinehauptquartier.

---USS Topenga---Marschbefehl---Kurs auf Östliches Chinesisches Meer nehmen---Handelsschiffe angreifen---Stop---

Wunderbar. Wir sollten also Frachter angreifen. Nicht gerade ruhmreich, aber dennoch Kriegswichtig. Immerhin mussten wir uns nicht mit Schlachtschiffen prügeln. Mir sollte es nur recht sein. Also änderten wir unseren Kurs, und liefen unser neues Zielgebiet an.

30. Januar 1042

Das Radar meldete zwei langsame Schiffe, die parallel zu uns fuhren. Ich war nicht sicher, ob ich dieser unerprobten Technik glauben sollte, aber wir hatten genug Diesel, um wenigstens mal nachzuschauen. Vielleicht bekamen wir ja doch noch etwas vors Rohr. Tom berechnete einen Abfangkurs.

http://img81.imageshack.us/img81/5354/ersterkonvoips9.jpg

Nun hiess es, zu warten. Wir tauchten, und der Sonarmaat ging konzentriert auf Horchgang.

"Captain, 2 langsame Schrauben, kommen näher."

Wunderbar! Also hatte das Radar ausnahmsweise mal eine korrekte Meldung geliefert! Ich zeichnete die Horchpeilungen in die Karte ein, und wir begaben uns in gute Schussposition. Das würde ein Angriff wie aus dem Lehrbuch werden!

Kurz nach 1100 tauchte unsere Beute dann endlich auf. Es wurde Zeit, unser Ziel zu identifizieren:

http://img168.imageshack.us/img168/9605/anvisierenwz4.jpg

Ein mittlerer alter Frachter also. Egal, Ziel ist Ziel. Ich ermittelte die Geschwindigkeit, und Tom kümmerte sich um den Rest.

Einige Minuten später war es endlich soweit. Der erste Frachter war in Abschussposition. Wir lagen nicht im idealen Winkel, aber wollten es schnell hinter uns bringen, denn die Luftaufklärung hatte anscheinend kurz Pause.
"Rohr 1 bewässern! Rohr 3 bewässern!"

Während ich die Befehle gab, zückte Tom seine Taschenuhr. Er sah mich kurz an, und lächelte.
Ich sah nochmals durch das Periskop, meine Hände fingen leicht an zu schwitzen.

"Rohr 1.... FEUER! Rohr 3... FEUER! Rohr 2 bewässern! FEUER!"

Sicherheitshalber wollte ich zumindest einen der beiden Frachter mit 2 Torpedos beschiessen. Sollte einer der Aale versagen, wäre zumindest ein Opfer geschwächt, und würde uns nicht davonfahren können. Die Uhr tickte langsam, und der Torpedo rausche seinem Ziel entgegen.

Dann endlich, die ersehnte Detonation!

http://img181.imageshack.us/img181/9489/trefferjm3.jpg

Der zweite Torpedo traf ebenfalls in sein Ziel, und vergrösserte den Schaden nur noch.

http://img401.imageshack.us/img401/2117/treffer2ro3.jpg

Der zweite Frachter war getroffen, fuhr aber mit langsamer Fahrt weiter. Wir nahmen in mit der Bordkanone unter Beschuss, um Torpedos zu sparen. Die Jungs trafen wie wahnsinnig, und dauerte nicht lange, bis unser Werk vollbracht war. Beide Frachter sanken langsam auf den Meeresgrund hinab.

Die Besatzungen brachten sich in Sicherheit.

http://img243.imageshack.us/img243/9024/untergangju8.jpg

chriseba
26-04-07, 21:56
Die Mannschaft jubelte, und jeder bekam ein Glas Whiskey. Die Freude liess die Moral der Männer ins unermessliche Steigen. Nichts war mehr übrig von den zweifelnden Gesichtern, die sie noch trugen, als ich sie über die Mission informierte.

Wir liefen weiter auf unser Zielgebiet an. Wir waren kaum angekommen, und hatten erst einige wenige Meilen unseres Suchmusters hinter uns gelassen, als die Deckwache meldete:

"Schiff gesichtet! Zerstöer an Backbord!"
Tom wurde energisch:
"Alle Mann auf Gefechtsstation! Los, ihr faulen Hunde! An die Arbeit! Leben könnt ihr später, jetzt wird gekämpft!"

Ich sah ein merkwürdiges Leuchten in seinen Augen, und sorgte mich ein wenig. Nein, es machte mir sogar Angst.
"Tom? Alles in Ordnung?"
"Na sicher doch! Wir sind Soldaten, oder? Und was machen wir? Richtig, kämpfen. Das ist unser Job!"

Ich sah ihn an, aber mein Gefühl wollte nicht so recht verschwinden.
Der Ausguck machte indes weitere Schiffe aus. Es war also ein Konvoi! Prima! Damit hätten wir gleich die Gelegenheit, unseren Folgebefehl zu erfüllen. Es war Nacht, und so hatten wir genug Zeit, eine Fühlungsmeldung zu schicken. Die Antwort kam prompt:

---USS Topenga---Verstärkung wird geschickt---Kontaktabbruch oder Rückkehr zur Basis steht frei---Stop---

Tom sah mich an. Ich grinste, und er versetzte den Bugtorpedoraum gleich in Bewegung. Ich begab mich an das UZO, und analysierte die Situation.

http://img171.imageshack.us/img171/1571/konvoi2gl9.jpg

Vor dem Konvoi fuhr ein Zerstöer. Ich entschloss mich, ihn passieren zu lassen, da er einen Zickzackkurs anlegen liess. Südlich des Konvois kreuzte ein weiterer Zerstöer. Der könnte uns gefährlich werden.

Aber ich wollte den Konvoi nicht so einfach ziehen lassen. Wer weiss, ob er den Einsatzgruppen entkommen würde? Also hiess es für uns, grösstmöglichen Schaden anzurichten. Den zweiten Zerstöer wollte ich als erstes torpedieren, gleich danach sollten die Aale in den Frachtschiffen einschlagen. Da wir wenig Zeit hatten, um zuzuschlagen, brachten wir nur 3 Torpedos auf den geraden Weg, die anderen 3 schossen wir aus der Hüfte.

Der Zeitpunkt der Entscheidung war also gekommen.

"Rohre 1 bis 6 bewässern! Ruhe im Boot, das wird ein hartes Stück Arbeit.... Rohre 1 bis 6 FEUER!"

Da wir es nicht riskieren konnten, uns mit dem Krach des Nachladens zu verraten, blieben uns nur die 4 Rohre im Heck. Also hiess es, möglichst schnell durch den Konvoi zu kommen, um die letzten Torpedos auf die Reise zu bringen. Sollten sie uns erwischen, wollten wir wenigstens anständig Schaden verursachen.

"Volle Kraft voraus, Tiefe 120, Schotts schliessen!"

Der Funker war bleich, und schwitzte Blut und Wasser. Er war ein junger Kerl von 19 Jahren, und hatte sich freiwillig gemeldet. Tom ging zu ihm, und beruhigte ihn. Ich war verwundert. Nach dem harten Ton von vorhin hätte ich ihm das nicht zugetraut.
Tom schaute zu mir rüber, und sagte nur "Er erinnert mich an meinen Neffen, das ist alles!". Ich höte, ich verstand. Während wir unter dem Konvoi durchtauchten, höten wir das kreischende Geräusch von berstendem Stahl. 3 Treffer, 3 Durchläufer!

Der Zerstöer ging sofort unter...

http://img142.imageshack.us/img142/8065/treffer3vo1.jpg

Die anderen beiden Torpedos hatten die Frachter erwischt.

http://img80.imageshack.us/img80/7733/treffer4ok0.jpg

http://img180.imageshack.us/img180/3271/treffer5de6.jpg

Wir waren halb unter dem Konvoi durchgetaucht, als der Sonarmaat meldete:
"Schnelle Schraubengeräusche, kommen näher. 2 Kriegsschiffe"

Jetzt musste es schnell gehen! Wir gingen schnell aus Seerohrtiefe, zum berechnen der Feuerleitlösung blieb nicht genug Zeit. Also wieder nur aus der Hüfte schiessen. Hoffentlich ist und das Glück diesmal hold. Tom mag nicht an Glück glauben. Aber ich tu es, und das reicht mir.

"Rohre 7-10 bewässern...FEUER! Tiefe 120, vorne 5, hinten 7. Ruder hart backbord, Täuschköper ausstossen!"

Die Brückencrew blieb erstaunlich ruhig, anscheinend vertrauten sie mir, nachdem wir unseren ersten Konvoiangriff schadlos überstanden hatten.

Kurze Zeit später höten wir das Grummeln von zwei Explosionen. Die anderen beiden Aale rauschten ins Leere. Ich hatte gehofft, noch einen der beiden Zerstöer zu erwischen, aber er nahm anscheinend direkt Kurs auf uns, und bot daher nur ein kleines, spärliches Ziel. Ich hatte ihm 2 Torpedos gegönnt, keiner traf. Stattdessen wurden 2 weitere Frachter erwischt.

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Doch das war jetzt egal. Wir höten das "Ping", das unser Blut eiskalt werden liess. Die Zerstöer waren auf der Suche nach uns. Hier gab es kein Versteck, die Frachter waren zu weit weg. Wir höten, wie die Wasserbomben ins Wasser klatschten...

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http://img263.imageshack.us/img263/432/wabo2pj4.jpg

Die Explosionen waren nah. Die Täuschköper haben ihre Arbeit nicht getan. Es rumpelte im Boot. Einige Ventile platzten. Als die Zerstöer uns ihr Heck zeigten, gab der Ingenieur seinen Schadensbericht durch:

"Keine Wassereinbrüche. Aber das Oberdeck dürfte wohl hin sein, Sir!"

"Gut. Tom? Können wir noch weiter runter?"
"Roger, wir sind ja fast sowas wie Freunde geworden. Als Freund würde ich dir sagen: Nein. Als dein erster Offizier und Soldat muss ich dir sagen: Versuchen wir es."
"Okay... was bleibt uns auch übrig? Steuermann, Tiefe 150, vorn 3, hinten 0. Täuschköper raus, und dann schön ruhig bleiben. 6 Grad Steuerbord"

Ich war mir nicht sicher, ob uns das retten würde, aber sonst hätten wir einfach nur abwarten können. Und das ist angesichts der Tatsache, das um einen rum Millionen Liter Wasser nur darauf warten, einem den Köper zu zerquetschen, und aufgrund des Fakts, das oben ein Haufen Japse darauf brennt, uns absaufen zu sehen, nicht gerade einfach.

Sie suchten uns noch etwa eine Stunde lang, dann verloren sie unsere Spur. Der Sonarmaat meldete, das sich alle Schiffe entfernten. Keine Berstgeräusche. Also haben wir die 2 Handelsschiffe nur angeschossen. Aber ihre Fahrt haben wir gebremst. Und alleine das sollte unseren Kampfgruppen die Jagd einfacher machen. Ein Schlachtschiff gegen 2 Zerstöer und angeschlagene Frachter, das sollte ein leichtes Spiel werden. Ich notierte den Fluchtkurs des Konvois gemäss den Angaben des Sonarmaats, um später die Meldung an die Admiralität absetzen zu können. Unsere Arbeit war erledigt.

Wir tauchten im Morgengrauen auf. Der Ingenieur machte sich auf das Oberdeck, um das Boot zu begutachten. Die Meldung wiegte schwer.

"Sir... schlechte Nachrichten. Bordkanone und Flak beschädigt, Funk- und Radarantenne ebenfalls. Das kriege ich wieder hin. Aber das Angriffs- und das Luftseehror sind hinüber. Wir haben keine Linsen an Bord... tut mir leid, Sir."
"Schon gut, William, schon gut." erwiderte ich. Wir waren also ab jetzt blind. Allein mit dem UZO und den Heckrohren würde ich den Konvoi wohl kaum verfolgen und erneut angreifen können.

Ich befahl Tom, einen Statusbericht an das Oberkommando zu schicken. Die Antwort, das wir unsere Hauptaufgabe nicht erfüllt hatten, aber dafür durch den Konvoiangriff wesentlich mehr Schaden verursacht haben, sagte mir, das wir endlich nach Hause fahren konnten...


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Nachwort:

Die Screenshots sind leider nur bei imageshack gehostet, und laden damit nur recht langsam. Entschuldigung dafür, aber mein Webspace streikt im Moment.

LineofFire1982
27-04-07, 00:15
sehrschön! GEfällt mir http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

UBoot-401
27-04-07, 01:11
Goooood Mornin Mr. Stanton, Sir!

mmh, herzlichen Glückwunsch zur MoH! Respekt! S! http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

Tolle Geschichte! Ihr solltet hier wirklich mal überlegen, falls Ihr es noch nicht seid, unter die Schriftsteller zu gehen! Ich habe irgendwie so das Gefühl, das könnte sich noch zu etwas entwickeln..... http://forums.ubi.com/images/smilies/10.gif

Was ist denn mit "Lt. Cmdr. MiniMax" und "Lt. Cmdr. McLeod"?? Verschollen? Kein Funkspruch, Signal, what so ever??

Ich hätte gute Lust mich zum Marinegeheimdienst versetzen zu lassen. Das Lesen und Auswerten der AAR ist wahnsinnig spannend und.......Toll! http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

Bringen Sie Ihre Jungs Gesund nach Hause, Sir! http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

UBoot-401 S!

Minimax64
27-04-07, 01:35
Funkspruch an Ltd.Com. Roger Stanton


<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content"> GLUECKWUNSCH * SO EIN OBERDECK MUSS HIN UND WIEDER ENTLEERT UND NEU AUFGEBAUT WERDEN * BIS BALD IM CPTS.INN IN P.H. * GRUSS VON DER USS TUBORG </div></BLOCKQUOTE>

Minimax64
27-04-07, 01:36
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">SORRY TAUTOG </div></BLOCKQUOTE>

Minimax64
27-04-07, 01:37
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Ich mache das ganze hier aus Spass am Schreiben, über den Realismusgrad meines Spiels diskutiere ich erst gar nicht </div></BLOCKQUOTE>


Auch wenn Du es aus Spaß am Spielen machen würdest, wär das doch OK...


Sehr schön - wird ja noch ein richtiger Roman!

MavMcLeod
27-04-07, 04:16
Funkspruch an Ltd.Com. Roger Stanton

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">HERZLICHEN GLUECKWUNSCH - STOP - GUTE HEIMFAHRT - STOP - BESTELL SCHON MAL ZWEI BIER - STOP - USS TRITON
</div></BLOCKQUOTE>

peterseibert
19-05-07, 16:13
Hi,

bitte, bitte weitermachen.

Bin schon ganz gespannt auf die Fortsetzung!!!

Gruß
Peter

VBA-Bonzai
25-05-07, 07:08
Hi.Eure FF-Berichte lesen sich einfach prima.Ich würd sowas wohl nicht in dieser Form zustande bringen.Aber eins ist mir aufgefallen.....Minimax64 hat wohl ein Problem(oder Trauma) mit der Biersorte TUBORG???*ggggg* http://www.ubisoft.de/smileys/37.gif http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-very-happy.gif

P.S ist nicht negativ gemeint http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif Ist mir nur so aufgefallen http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

F.Hartmann
25-05-07, 14:18
Toller FF-Bericht, spannend geschrieben und mit schönen Bildern garniert!

Gern mehr davon !

http://www.ubisoft.de/smileys/c_band2.gif http://www.ubisoft.de/smileys/c_band2.gif http://www.ubisoft.de/smileys/c_band2.gif
http://www.ubisoft.de/smileys/3.gif http://www.ubisoft.de/smileys/3.gif http://www.ubisoft.de/smileys/26.gif http://www.ubisoft.de/smileys/3.gif http://www.ubisoft.de/smileys/dancing_geek.gif