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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Karl Dönitz: "Zehn Jahre und zwanzig Tage"



A-maris
06-03-05, 13:58
Hi

So, jetzt will ich zur Abwechslung mal über was anderes als 1024x768 schreiben http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

Es gibt da von Dönitz das Buch "Zehn Jahre und zwanzig Tage", in dem er seine Sicht des U-Boot-Kriegs beschreibt. Ich überlege ob ich mir das bestellen soll.
Hat schonmal jemand dieses Buch gelesen ? Lohnt es sich ? Wieviel Seiten hat es ? Bei Amazon ist leider nichts angegeben.

MfG
Amaris

A-maris
06-03-05, 13:58
Hi

So, jetzt will ich zur Abwechslung mal über was anderes als 1024x768 schreiben http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

Es gibt da von Dönitz das Buch "Zehn Jahre und zwanzig Tage", in dem er seine Sicht des U-Boot-Kriegs beschreibt. Ich überlege ob ich mir das bestellen soll.
Hat schonmal jemand dieses Buch gelesen ? Lohnt es sich ? Wieviel Seiten hat es ? Bei Amazon ist leider nichts angegeben.

MfG
Amaris

Kuririn123
06-03-05, 14:14
aahh, endlich wieder ein normaler beitrag, also alles was ich gefunden habe ist das hier

10 JAHRE UND ZWANZIG TAGE, Autobiographie v. Großadmiral Karl Dönitz, 506 S., Fotos, Karte, Tabelle, Bernard & Graefe Verlag, Koblenz 1985

oder hier

http://www.booklooker.de/app/detail.php?id=106007670&offerer=&setMediaType=0&showAlluID=3124900&oldBooks=on&&sortOrder=titel&zid=3f20323d818bb21fd9a7da86a8eec172

Edgtho66
06-03-05, 14:19
@ A-maris:

Bitte schoen, der Herr! Hier hast du alle bibliographischen Angaben, die du brauchst, um dieses Werkes habhaft zu werden.
Es ist von 1958, deshalb wirst du es auf amazon auch zu 99,9% nicht finden. Du solltest dich im Falle des Interesses mal an einen Antiquar wenden.

Zehn Jahre und zwanzig Tage / Karl von Dönitz. - Bonn : Athenäum, 1958. - 512 S. : Ill., Kt.; (dt.)

Oder versuch´s mal hier:

http://www.buchhandel.de/
http://www.stuttgart.de/stadtbuecherei/biblio/antiquar.htm
http://www.zvab.com/SESSz195291612411110140302/gr2/de/index.html (hier wirst du bestimmt fündig)

Viel Spass http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif beim recherchieren wünscht


Edi

p.s.: lol @ Kuririn123: Die Adresse kannte ich noch garnicht. Danke dafür! http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif
Da soll noch mal einer sagen, das hier das geistige zu kurz kommt! http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-very-happy.gif

ParaB
06-03-05, 14:21
Habe das Buch vor ein paar Jahren gelesen und in recht guter Erinnerung behalten. Allerdings sollte man, wie bei allen Werken der WW2-Memoirenliteratur, das ganze durchaus kritisch lesen und hinterfragen.

Für jemanden, der sich für den U-Bootkrieg im 2.WK interessiert ein Muss.

A-maris
06-03-05, 14:28
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>
Es ist von 1958, deshalb wirst du es auf amazon auch zu 99,9% nicht finden.
<HR></BLOCKQUOTE>

Aaargh...so hab ich das nicht gemeint. Ich meinte daß die Seitenzahl des Buches bei Amazon nicht angegeben ist. Das Buch selbst gibt es dort schon. Trotzdem Danke für deine Hilfe.

@ParaB:

Ja, dann werd ich es mir wohl mal bestellen. Sicherlich muß man es etwas kritisch lesen, aber es ist auch sicher interessant die ganze Sache mal aus der Sicht einer Führungspersönlichkeit des NS-Regimes zu lesen.

Edgtho66
06-03-05, 14:37
@ A-maris:

Bitte genau gucken. Der Band bei amazon von 1985 hat 6 Seiten weniger. Der von 1967 dito. Warum wohl? http://forums.ubi.com/images/smilies/icon_twisted.gif
Reprint isses wohl nicht, eher ´ne Neuauflage. Hast du nicht ´ne Bibliothek in der Nähe, um zu vergleichen?

Trontir
06-03-05, 14:46
Ich habe es vor einigen Wochen gelesen und kann es ebenfalls empfehlen. Es beschreibt den U-Boot-Krieg aus der strategischen Perspektive - man sollte daher keine unmittelbare Schilderung wie z. B. von Hirschfeld oder Werner erwarten. Kritisch gelesen ist es aber eine unverzichtbare Quelle und sinnvolle Ergänzung zu den anderen Aspekten der "Schlacht im Atlantik".

Hier einige Pressestimmen zum Buch, die auf dem Backcover aufgeführt sind:

"Die Memoiren von Dönitz gehöen vielleicht zu den hervorragendsten der letzthin erschienen Erinnerungen sowohl von alliierter wie von deutscher Seite. Der Verfasser entfaltet eine kraftvolle Fähigkeit, die verschiedenen Seiten der deutschen Seestrategie zusammengefasst und auf Tatsachen gestützt darzustellen. Er steht über den Dingen, er ist fair." (Manchester Guardian)

"Diese Arbeit ist historisch einwandfrei und für die Schreiber der Geschichte des Zweiten Weltkrieges von unschätzbarem Wert." (dpa-Buchbrief)

"Wie immer man Dönitz beurteilt - seine Erinnerungen sind für den Historiker interessant, aufschlussreich und unentbehrlich." (Historische Zeitschrift)

Wie ParaB auch schon betont hat, sollte man beim Lesen nie vergessen, wer schreibt und wann er es geschrieben hat. Mir sind jedoch nur wenige Stellen aufgefallen, die sich nach "Rechtfertigung" bzw. nachträglicher "Erklärung" anhöten - der überwiegende Teil ist sachlich und im Vergleich/Rückgriff auf die alliierte Seekriegsgeschichte (v.a. Roskill, The War at Sea) geschrieben.

Bldrk
08-03-05, 06:46
Ein absolutes Muß.... und ein rein militärisches (dazu noch authentisches) Werk - frei jeglicher polit. Ideologie.

Werde es wohl balde wieder einmal lesen, da einmal nicht langt.... http://forums.ubi.com/images/smilies/11.gif

DerSchweiger
09-03-05, 04:37
Inhaltlich sehr informativ, ich finde in diesem Buch gewinnt man auch einen guten Einblick in die Denkweise der damaligen Zeit. Trotzdem sollte man aus dem Militärjargon immer auch das menschliche Leid herauslesen können dass durch den Einsatz dieser Waffer verursacht wurde... auf beiden Seiten.

Fazit: Sehr empfehlenswert (solange dieses Buch nicht das Einzige ist was man in diesem Kontext liest oder gelesen hat)

Thomsen9U
09-03-05, 05:51
Hier mal ein link, der Dönitz's Ostseerettung anders beleuchtet.
http://www.zeit.de/2005/03/A-Flucht_45

Ich habe diesen link im U-board einem eher traditionellen forum zur überprüfung gepostet.
Es gab zu meiner überraschung keine großartign Widersprüche..... http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_eek.gif

Trontir
09-03-05, 14:52
Interessanter Link, Thomsen! Da der Autor an der Uni Freiburg Geschichte lehrt, dürfte er im dortigen Militärarchiv wohl genügend Quellen gefunden haben, um seinen Artikel zu untermauern.

A-maris
09-03-05, 14:58
Interessanter Artikel, ja. Neu ist das aber nicht.
Lustigerweise hat mir gerade heute mittag mein Geschichtslehrer davon erzählt, da ich ihn fragte ob er Dönitz' Buch kenne.