PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie weit kommt ihr im Ironman-Modus?



xorph2611
13-07-05, 09:13
Tagchen zusammen,

Ich hab neulich eine Ironman-Karriere (kein Laden eines alten Spielstands bei Versenkung, tot ist tot) begonnen, mit Frontflottille 2.1, Airpower und 96% Realismus (WO aktiviert).

Auf der 5. FF im Juni 1940 war's aus - ich musste ja unbedingt ein Artillerieduell mit einem Zerri beginnen, leider hat er gewonnen... http://www.ubisoft.de/smileys/wchand.gif

Was ist euer Rekord und mit welchen Einstellungen?

xorph2611
13-07-05, 09:13
Tagchen zusammen,

Ich hab neulich eine Ironman-Karriere (kein Laden eines alten Spielstands bei Versenkung, tot ist tot) begonnen, mit Frontflottille 2.1, Airpower und 96% Realismus (WO aktiviert).

Auf der 5. FF im Juni 1940 war's aus - ich musste ja unbedingt ein Artillerieduell mit einem Zerri beginnen, leider hat er gewonnen... http://www.ubisoft.de/smileys/wchand.gif

Was ist euer Rekord und mit welchen Einstellungen?

Suedwester
13-07-05, 09:43
Mein Iron-Man Rekord liegt bei Frühjahr 1942 (Gibraltar). Realismus: alles außer Kartenaktualisierung und Waffenoffizier

Ich gebe aber zu, nachdem bei mir bei 6 Karrieren 1941 Schluss war, habe ich das Iron-Man Projekt für zumindest eine Feindfahrt aufgegeben. Ich will halt auch mal 1943 und später erleben und IXD2 bzw. irgendwann XXI fahren *träum*.

der_Laszlo
13-07-05, 09:52
Gar nicht!
Ich mach da gar net erst!!!

Obwohl ich wohl auch noch mal neu anfangen darf!!!

Kurz vor Malta 2 Zerstöer mich gerammt!!!
War meine 12. Feindfahrt, wollte dann laden aber es ging nicht mehr weil ich dann immer ins Windows zurück falle!!!
Also war es dann im Endeffekt doch ein Ironman Projekt!

SimonTempler
13-07-05, 09:58
Moin!
Ironman spiele ich seit ich das Spiel habe. Bis jetzt war im Verlauf des Jahres 1940 Feierabend.
1 Mal musste ich umbedingt aufgetaucht weiter auf das Geleit zurasen, obwohl ich entdeckt worden war. http://www.ubisoft.de/smileys/bag.gif Folglich zu spät vor dem Zerstöer getaucht und aus der Traum. War so um die 6/7 FF.
Beim zweiten Mal auch am Geleit verreckt. Von Eskorten geortet und doch wieder auf Sehrohrtiefe gegangen um anzugreifen. Der Zerstöer hat gute Arbeit geleistet und uns mit der ersten WaBo Serie pulverisiert.
3. Sauerrei. U-47 Vor der Westirischen Küste. Zeitbeschleunigung geht plötzlich auf 1. Rumpf beschädight "Herr KAleun" Rauf auf die Brücke.Dicker Nebel knapp 500m Sicht und wir kassieren gerade die zweite Breidseite von einem Zerstöer.... ALARM und runter bei 70m abgefangen Rumpf noch 30-50%... Ich dacht: 100m müssten noch drin sein, tja da hab ich wohl falsch gedacht. Bei 100m: Rumpf beschädigt. "Ausblasen". Da ich davon ausging, daß sich die Trimmung des Bootes dadurch verändert haben müsste befahl ich AK Vorraus. Der Fehler wurde 20sek später mit dem Exitus bestraft. Jetzt weis ich wenigstens was mit U-47 passiert ist. http://forums.ubi.com/images/smilies/10.gif
Nach einigem Grummeln (hätte die Besatzung doch sehen müssen) beschglossen, daß es sich um einige zufällige Sichtung handelte, die Tommys schwer auf Draht waren und bei dichtem Nebel gefälligst zu tauchen ist.
Zurzeit wieder Ende 1940 unterwegs. Mit U-46 vor der Wstansteruerung. Hoffentlich überstehe ich das "Unglücksjahr" 1940. http://forums.ubi.com/images/smilies/53.gif
Beim Ironman wird man vor allem ruhiger und vorsichtiger, so dass ich hoffe, diesmal länger durchzuhalten.....
Tonnage lag jedesmal bei ca. 200.000 BRT und mehr, Schwierigskeitgrad erst 91% (WO+Ereigniskamera) und zurzeit 96% (nur WO). Keine Mods installiert.

PeteRoge
13-07-05, 10:08
Ich bewundere euren Realismus-Geist.
Mir fehlt da wohl die nötige "Ernsthaftigkeit". Wenn's mein Boot erwischt dann geht das so:

"Obersteuermann?"

"Jawoll, Herr Kaleun?"

"Sofort vorigen Speicherstand laden!"

"Wo bin ich, Herr Kaleun?"

"Tot, Herr Obersteuermann, sie sind tot."

"Sind sie auch tot, Herr Kaleun?"

"Fragen sie nicht, tun sie was ich sage!"

"Jawoll, Herr Kaleun, lade vorigen Speicherstand."



Gruß, Roger

Shaddowchaser
13-07-05, 10:50
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by PeteRoge:
"Obersteuermann?"

"Jawoll, Herr Kaleun?"

"Sofort vorigen Speicherstand laden!"

"Wo bin ich, Herr Kaleun?"

"Tot, Herr Obersteuermann, sie sind tot."

"Sind sie auch tot, Herr Kaleun?"

"Fragen sie nicht, tun sie was ich sage!"

"Jawoll, Herr Kaleun, lade vorigen Speicherstand."
</div></BLOCKQUOTE>
http://forums.ubi.com/images/smilies/88.gif
der ist gut, das nenn ich mal gehorsam! http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

xorph2611
13-07-05, 12:53
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by SimonTempler:
Beim Ironman wird man vor allem ruhiger und vorsichtiger,
</div></BLOCKQUOTE>

Stimmt, das ist mir auch aufgefallen. Meine bisherigen Karrieren waren mehr so im Ballermodus: Ran an den Feind, schnell versenken und weiter zu neuen Taten. Ende '44 ist mir dann jedesmal langweilig geworden und ich hab aufgehöt, obwohl es eine Zeitlang recht lustig war, die Flieger reihenweise vom Himmel zu holen http://www.ubisoft.de/smileys/horsie.gif

Mit dem erhöhten Realismus (die Kartenaktualisierung ist für mich DER spielentscheidende Unterschied) und ohne neu Laden spielt sich's gleich ganz anders, man überlegt sich zweimal, ob man nun den Kampf aufnimmt oder nicht doch lieber abtaucht und sich davonschleicht.

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Tonnage lag jedesmal bei ca. 200.000 BRT und mehr </div></BLOCKQUOTE>

Äh... für die ganze Karriere, nehme ich an - oder pro Feindfahrt??? http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-surprised.gif

SimonTempler
13-07-05, 14:47
Pro Karriere http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif
Mehr als etwas über 90.000 BRT und die auch nur mit B-Dienst Infos über Scapa Flow, bin ich noch nie zurückgekommen. Mit Glück sind es über 60.000 BRT häufig aber um 40.000 BRT
So, schaue mal in BF17 nach dem Rechten.
U-46, 22.September 1940

Schlicktown
13-07-05, 16:54
hallo zusammen!
ich habs bis jetzt bis in den juni 1940 geschafft, allerdings war auch erst eine wirkliche wabo-verfolgung dabei. das ist zwar meine erste karriere (79%), aber einiges kann man ja noch von AotD oder SHI mitnehmen.

leider ist meine einigermaßen erfahrene brückenwache stockblind, sodass ich schwer beschädigt wurde als ein lustig um sich schießender zerstöer in 300m abstand um mich rumkariolte und die deppen zeitung lasen...

gruß
schlicktown

DeepSea80
14-07-05, 03:14
Hallo,

spiele auch Ironman bei 92%. Zur Zeit bin ich Ende 41.

So langsam wird es echt zur herausforderung. Mein lezter Konvoi hatee Zerstöer mit Radar. Da dichter Nebel war, kam ich nicht einmal in Sichtweiter der Frachter. Ich wurde schon vorher abgedrängt.
Den Konvoi hab ich dann ziehen lassen müssen.

Ich finde, dass aber gerade sowas dann auch Spaß bringt. Wenn man immer besser als der Computer ist, wird es halt schnell langweilig.

Gruß an alle Ironmänner!!!

PeteRoge
14-07-05, 03:52
Bin gestern (nach Abschluss des Pflichtprogramms) aus reiner Langeweile tollkühnerweise nach Gibraltar reingefahren. Bis zum Hafen durch die komplette Meerenge getaucht. Anders hätte mich die 25 Patroillenschiffe sofort erwischt.
Schlechte Ausbeute im Hafen. 2 Zerstöer, 1 Küstenschiff (lag da halt rum, also mitnehmen), ein T2 Tanker und ein T3 Tanker (lag in der Bucht). Egal, bin eh 200 000 BRT vor Kretschmer - der kann mir nix mehr wollen.

Bin dann ganz weit in die Bucht gefahren, um aufzutauchen und meine Batterien und Torpedos (von extern) nachzuladen. Da hat mich dann ein Zerri erwischt. Bei 16 Metern Meerestiefe war nicht viel mit wegtauchen.
Mit Ironman-Modus hätte ich so einen Scheiß natürlich nie gemacht.

Witzig war übrigens:
als ich wieder durch die Meerenge raus fuhr, lagen auf meinem Weg mehrere Wracks von Zerstöern (ich weiß nur von einem, den ich versenkt habe). Die hingen nicht etwa an der Küste (dass sie vor lauter Panik mal auf die Küste knallen, ist ja bekannt) sondern mitten in der Meerenge. Wie kann das sein? Haben die sich selbst versenkt, weil sie mich nicht gefunden haben (so ne Art von japanischer Ehrentod Geschichte http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif )?

Sehr komisch. Schade, dass mit die ganze Dinger nicht angerechnet wurden.

Gruß, RogePete

DP200X
14-07-05, 03:55
Originally posted by DP200X:
hab mal gesehen das sich die mich verfolgenden zerstöer selbst beschossen haben.. dann is der eine abgesoffen und der andere is abgehauen .. lol Oo http://www.ubisoft.de/smileys/3.gif

PeteRoge
14-07-05, 08:44
Das is aber armselig. So hätten die Tommys den Krieg nie gewonnen.

Na dann erst recht. Werde wohl mal auftauchen und mir den einen oder anderen "Küstenhänger" auch noch schnappen. Gibt es in der Meerenge, an der Küste, eigentlich Beobachtungsposten oder kann man da getrost auftauchen?

Gruß, Roger

Capt.Heatseeker
14-07-05, 15:33
Mein Rekord war die zweite Feindfahrt. Die hat mit einer tödlichen Kollision mit der heimischen Hafenmauer geendet, als ich von der englischen Küste heimkehrte... Bei 2048 x Beschl. nimmt mein Rechner mit 1 FPS die Tastendrücke nicht gleich an und ich hatte auf den letzten 10 Kilometern keine Möglichkeit, die Katastrophe zu verhindern. Ich bin daraufhin sehr "zufrieden" ins Bett gegangen...

xorph2611
14-07-05, 16:45
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Capt.Heatseeker:
Mein Rekord war die zweite Feindfahrt. </div></BLOCKQUOTE>

Hehe, den hab ich soeben eingestellt http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

Nachdem ich auf der ersten FF in Scapa die Revenge versenken wollte und meine letzten 7 Torpedos dabei vergurkt habe (das Ding lag zwar auf Grund, galt aber nicht als versenkt - war dann übrigens wieder unversehrt, als ich etwas später wieder zurückkehrte, um den aus der externen Reserve nachgeladenen Aal noch zu probieren http://forums.ubi.com/images/smilies/51.gif), bin ich auf der zweiten Fahrt nach Loch Ewe getuckert. Dort lag gerade der nächste Pott.

Natürlich kam ich bei Nacht, Nebel und Regen dort an, und es war schon mal eine technische Meisterleistung, das Ding überhaupt zu finden. Als der Morgen dämmerte, war mein WO bereit für die Ziellösung, und ganze 2 TII unter Kiel reichten für die Versenkung.

Leider waren die Zerris an der - einzigen; ziemlich engen; sehr seichten; grmbl... - Ausfahrt dann nicht nur grantig, sondern auch recht kompetent, und so ging meine tapfere Besatzung mit Mann und Maus auf Grund http://forums.ubi.com/images/smilies/cry.gif

Was lernen wir daraus? Im Ironman-Modus sollte man der Versuchung widerstehen, sich ein paar Dickschiffe in feindlichen Häfen zu angeln. Ich werd jetzt auch sehr "zufrieden" in die Heia gehen http://www.ubisoft.de/smileys/wchand.gif

VVS-Manuc
15-07-05, 03:01
Wenn die feindliche KI wirklich so schlecht sein sollte, wie jetzt immer behauptet wird, sollte es ja kein Problem sein, sogar im Ironman-Modus locker bis 1945 zu kommen http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

xorph2611
15-07-05, 03:18
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by VVS-Manuc:
Wenn die feindliche KI wirklich so schlecht sein sollte, wie jetzt immer behauptet wird, sollte es ja kein Problem sein, sogar im Ironman-Modus locker bis 1945 zu kommen http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif </div></BLOCKQUOTE>

So was ähnliches hab ich mir auch gedacht http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

Die Schweinerei war ja, dass mein Soni offenbar eine Karotte im Ohr hatte, wie meine Tochter sagen würde http://forums.ubi.com/images/smilies/35.gif Kein Mucks vom Soni, und plötzlich rauscht der Zerri an und aus war's (Kartenaktualisierung ist deaktiviert). Ich hab's dann doch noch ein zweites Mal probiert, mit identischem Ergebnis http://forums.ubi.com/images/smilies/1072.gif

SimonTempler
20-07-05, 09:02
Meldung vom BdU:
"1.März 1941
U-46 hat auf mehrfache Aufforderung zur Standortmeldung nicht reagiert, mit dem Totalverlust des Bootes ist zu rechnen. Zuletzt meldete es sich während einer Geleitzugoperation östlich der britischen Küste.
Auf 13 erfolgreichen Feindfahrten versenkten Oberleutnant Simon Templer und seine Besatzung 567.802 BRT feindlichen Schiffsraumes"

Nach der Meldung von einem Geleit ging unsere U-46 auf Abfangkurs, obwohl das Zusammentreffen bei Ak-Fahrt erst in 12 Stunden erfolgen sollte und wir dem Geleit hinterherfahren mussten. Nach 10 Stunden AK Fahrt, bei der unser Boot über die glatte See zu fliegen schien, erhielten wir ein neues Kurzsignal über den Standort des Geleits, es war dort wo wir es berechnet hat. Die Kopplung von mir und meinem 1 WO Carlewitz stimmte also. "Auf die Thommys ist eben verlass, Carlewitz. Halten sich schön an den Plan." "Klarer Fall, Herr Kaleun." entgegnet mir grinsend "Adi" Carlewitz. "Dann übernemen sie mal. Ich haue mich für die verbleibende Zeit hin. Machen sie Meldung, wenn das geleit in Sicht ist!"
"Kommandant von Brücke" meldet der Rudergänger, als ich an ihm vorbei in die schwankende Zentrale steige. Auch schon die zwölfte Fahrt für Turmann schießt es mir durch den Kopf. Hat wie Carlewitz und viele andere der Besatzung schon auf U-3 unter mir gedient. Erfahrene Leute, wissen wies läuft. Mit diesen Gedanken ziehe ich beruhigt den Vorhang vor meinem Schapp zu. Der grüne Stoff bewegt sich stetig hin und her. Die Diesel ziehen so mächtig Luft durch das Boot, daß das grüne Tuch vor meiner Koje wie von unsichtbarer Hand rhytmisch hin und her bewegt wird. Unter der Musik der Diesel und der Hypnose des Vorhangs nicke ich ein....

SimonTempler
20-07-05, 11:08
Ein dumpfer Knall. "Alaaaarm!!!!!!!!!! Fluuuuuuten. Alle Mann verraus!!!" ich schrecke hoch. Mit einem dumpfen Schlag ist der Schlaf aus mir raus. Ich springe auf und haste zum Schott der Zentrale. Durch das Schott der Zentrlae sehe ich gerade noch einen Seestiefel zum Bugraum hasten. Carlewitz kommt aus dem Turm herunter geklettert. "Zerstöer in 320?..Ganz plötzlich!!" stößt Carlwitz aus pumpenden Lungen hervor hervor, "Hat sofort F...."KRACBUMM vollendet der Thommy den Satz. "Irgendwelche Schäden LI?" Totenhagens Antwort geht in einem dumpfen Rauschen unter. Ich sehe nur seinen Mund wie ein Karpfenmaul auf und zu gehen und sein Kopfschütteln.
Das Boot schießt mit hoher Fahrt stark vorlastig in die Tiefe. Gut so, der letzte Schuß war schon ziemlich nah dran.
"Auf 120m gehen, LI. Langsame Fahrt vorraus." Totenhagen nickt nur und tritt hinter die Tiefenrudergänger. Auf seine ANweisungen hin verliert das Boot an Lastigkeit und sinkt nur noch langsam. Ich gehe an ihm vorbei zum Horchschapp. Fischer dreht mit lehrem Blick scheinbar abwesend am Horchgerät. "80m durch, Herr Kaleun" Geht schnell, gut so. "Schnelle Schraubengeräusche in 320?, werden lauter!" kommt es aus Fischers Mund "Haben Sie peilung zum Geleit?" frage ich Fischer. Langsam wandert der Zeiger des Horchgeräts nach Steruerbord und wieder nach backbord zurück und stockt. "Wie siehts aus..." "Boot auf 120m ausgependelt, Herr Kaleun" kommt es von Totenhagen hinter mir. Ich will den Kopf drehen da "Langsame Schraubengeräusche in 300 Grad, weit entfernt". "Lassen sie mal höen" Fischer reicht mir die Kpfhöer. Tatsächlich, eindeutig mehrere schraubengeräsuche." Ich gebe die Höer zurück und wende mich zu Totenhagen. "Kurs erstmal beibehalten. Schleichfahrt. Die werden bald nach uns suchen." "Geben sie laufend Peilung Fischer" der nickt nur wortlos, als ob jedes Wort seinen Horchpeilungen bedrohen würde. Schon ist er wieder wie entrückt.
Durchs Kugelschott gehe ich an das Kartenpult. "Wollen mal sehen... Carlewitz, wo müsste das Geleit jetzt sein?" "Etwa hier Herr Kaleun in ca. 4 1/2 sm Entfernung auf 320?...und wenn die weiter so brav Kurs gehalten haben dann..." "Haben die den jetzt geändert. Trotzdem Kurs halten LI, vielleicht kommen wir da noch dran. "Zerstöer in 315 Grad, sehr nah... wird langsamer" flüstert Fischer aus dem Horchschapp. "Auf 150m gehen"

SimonTempler
21-07-05, 04:56
Jetzt geht's also los. Beginn meines privaten Theaterstücks "Der ruhige Alte hat alles im Griff". Erstmal ein schönes Plätzchen suchenm und Pokerface aufsetzen. Zwei Schritte vom Kartentisch zum Horchschapp lasse ich mich auf dem Rahmen des Schotts nieder. "Kontakt weiter in 315 Grad sehr nah" haucht Fischer. Sehr schön, wir steuern etwa 5 Grad. Merkwürdig dass der kein Asdic einsetzt. Was macht wohl der Zerstöerkommandant dort oben? überhaupt, wie konnte der uns überhaupt so schnell unter Feuer nehmen...Carlewitz muss gepennt haben. BLÖDSINN erfahrener Mann mein 1WO kannn PING!! Ein Schauder geht mir durch's Gebein. Bloß nicht anmerken lassen. Stattdessen grinse ich in die Zentrale "Geht doch... Mit Musik geht eben alles leichter, meine Herren" Schaler Witz aber ein schiefes Lächeln huscht über Carlewitz angespanntes Gesicht. "140 m durch Herr Kaleun" dringt Totenhagens ruhige Stimme an mein Ohr. PING...PING. Ganz schön kurze Reihenfolge "Kontakt wandert nach backbord, Herr Kaleun. Jetzt etwa in 300 Grad." Vermutet wohl, dass wir abdrehen. Jeder gescheite Kommandant täte dass wohl. Das Pingen wird jetzt immer schneller "Zerstöer in 290 Grad, wird schneller" tönt es leise aus Fischers Mund. Mein Gott, der scheint gar nicht mehr im Boot zu sein, so ausdruckslos ist das Gesicht in dass ich starre. Da ein Zucken, doch bevor er "Wasserbomben" ausgesprochen hat befehle ich "Volle Fahrt vorraus, auf 170m gehen". Sekunden verrinnen... KRawumKRAWUMM "Beide AK, LI, 150m!" Zu meiner Befriedigung lagen die Wabos ziemlich weit achteraus. Etwas übertrieben wischt sich Totenhagen mit der Hand den Schwiß von der Stirn. Spielt auch seine Rolle...
Die E-Maschine summt jetzt auf kleiner Fahrt. "Zerstöer jetzt in 190 Grad, entfernt sich." meldet Fischer."Wandert nach Bachbord aus." Läuft doch gut. "Wo ist das Geleit?""310 Grad. Kmmt näher" Carlewitz hatte vielleicht doch recht.Dann müssten wir demnächst auf Sehrohrtiefe. Aber erst mal ..."Zerstöer.. 150Grad Wird lauter! Hoffentlich geht das gut.
"Jetzt 155 Grad, läuft an!" Der beharkt unseren alten Standort!
Ich scheine Recht zu behalten. Die nächsten 15 Minuten bleibt der Zerstöer in unserem Heckbereich und wirft noch ein paar Wasserbomben, während wir immer näher auf das Geleit zulaufen. Nach einer gewissen Zeit gibt er es dann auf, bleibt aber hinter uns. Das Geleit ist jetzt recht nah, einzelne Kontakte lassen sich unterscheiden.
"Sehrohrtiefe" Totenhagen nickt nur. Es ist jetzt kurz vor 19 Uhr. "Momentane Tiefe 50m" "Alle Mann klar machen für Unterwasserangriff. Auf Rotlicht umschalten." Leise wird der Befehl weiter gegeben. Ich wende mich nochmal Fischer zu "Wo ist der Zerstöer?" "150 Grad, konstante Geschwindigkeit" "Das Geleit?" Langsam kriecht die Nadel über die Anzeige "Geleit jetzt in 320 Grad, mittlere Entfernung...Turbienengeräusche in 315 Grad! Kommen langsam näher" Verdammt!! Haben die doch noch nicht aufgegeben??? ABer der Kontakt bleibt scheint sich im Geleit zu befinden. "Li, langsam auf Sehrohrtiefe gehen.geben sie ganz genau obacht" Vorsichtig löse ich mich vom Kugelschott. und steige die Leiter in den Turm hinauf. "20m durch" flüster Totenhagen. Langsam pendelt das Boot bei 14m durch. "Frage nächster Horchkontakt? Meine Frage wird leise zu Fischer weitergegeben. "Frachter, langsame Fahrt 330?"
Langsam fahre ich das Sehrohr aus. Ganz langsam schiebt sich das Sehrohr an die Wasseroberfläche. Durch ablaufende Wasserschlieren hindurch kann ich einen kleinen Schatten in 330Grad erkennnen. Der Blick klärt sich und ich kann einen kleinen Frachter in 2000m ausmachen. Die erste Linie des Geleitzuges.

SimonTempler
21-07-05, 10:36
Langsam drehe ich auf dem Sehrohrbock nach Backbord. "Haben wir ja richtig Schwein gehabt" sage ich leise zu mir. Das Boot liegt in guter Angriffsposition, die erste Reihe passiert uns mit Lage 90 in 10 Grad. Ich versuche den Sehrohrkopf möglichst kurz über die Wasserlinie zu bringen. Durch die immer wieder überspülten Linsen kann ich in der Zweiten Reihe einen großen Tanker erkennen. Läuft genau vor uns her und wird innerhalb der nächsten Minuten geanu in unserem Schußfeld sein. Besser könnte es...Mist, "Himmel die Zwerge! Ganz schöne Saubande die Zossen" fluche ich nun laut. Mir bietet sich ein merkwürdiges Schauspiel: Die Schiffe fahren wie eine Horde aufgeschreckter Hühner im Geleit wild durcheinander, zacken wie wild zu und ab. Sollten die uns gesichtet haben, wissen die von uns? Noch ein schneller Rundblick und dann nichts wie rein mit dem Spargel. Ich steige in die Zentrale hinab. Totenhagen starrt mich an, als ob ich Knecht Ruprecht wäre, der durch den Schornstein kommt. "Carlewitz, übernehmen Sie kurz. Großer Tanker in 320 Grad. Ermitteln sie die eine Lösung. Fischer, was machen die Kollegen von der Navy?" Carlewitz ist ganz perplex, steigt aber an mir vorbei in den Turm hinauf. "Zerstöer in 180 Grad, langsam. Turbinengeräusche in 330 Grad ebenfalls langsam." "Hmm... wissen doch wohl nichts von uns. Adi, wie siehts aus?" frage ich nach oben in den Turm. "Tanker, Peilung 340 Grad, Entfernung 1200, Lage 60, Geschwindigkeit 7Knoten." "Sehr gut. Lassen se mich mal wieder dran. Rohr 1-4 klar machen zum Unterwasserschuss. Lauftiefe 3m. SIcher ist Sicher. Geschwindigkeit Rohr 1 und 3 44" Viel Zeit werden wir nicht haben. ich höhre den Sehrohrmotor summen und dann Carlewitz Schritte auf der Metallleiter. Anerkennend nicke ich im zu und verschwinde im Turm. Raus mit dem Spargel, vorsicht nicht zu weit, denk dran, die Schaumspur...geht es mir durch den Kopf. Der Tanker ist jetzt in 350 Grad und zackt wild nach backbord. Machen einem das Leben nicht leicht, aber wenigstens zeigt er uns gleich die Breitseite. Als zweites Ziel habe ich einen großen Frachter in 340 Grad ausgemacht. Typ c2, ändert laufend den Kurs."Rohr 1 und 3 auf Magnetzünder umstellen, Lauftiefe 8,5" gebe ich an Carlewitz weiter. "Rohr 1- 3 bewässern und Mündungsklappe lösen" Jetzt muss alles schnell gehen, der Tanker wandert schon aus dem optimalen Schusswinkel heraus. "Rohr 2 los" Unter Preßluftfauchen verlässt der Torpedo das Rohr. 15 sekunden folgen Rohr 1 und 3. Ein schneller Blick noch..herrje Glück muss man haben. Hinter uns läuft ein C2 Frachter genau in Position, Geringe Entfernung "Heckrohrschaltung, Magnetzünder, Lauftiefe 8,5, Zielgeschwindigkeit 7Knoten, schnell Carlewitz!"

Powerage1968
22-07-05, 00:11
Bis jetzt war mit 100% immer spätestens Anfang '41 Sense bin jetzt mit 95% (Sichtstabilisierung aktiviert) unterwegs um die oft diskutierten Unterschiede zwischen Patch 1.3 und Patch 1.4 (KI-mässig) mal abzu-checken (Ist noch zu früh für ein statement...) ansonsten fahr ich "nebenbei" noch ne 85% Karriere (mit Auto-zielen) um es mal wirklich weit (Zeitmässig...)zu schaffen! Generell geh ich in der "schwierigen" Kampagne doppelt vorsichtig bzw. verantwortungsbewusst vor, über jede gelungene Versenkung freut man sich mehr als "normal" und Heissfußmanöver wie Duelle mit(oder überhaupt Angriffe auf.-) Zerstöer unterlasse ich, bei Fliegeralarm gehts sofort in den Keller also die Sicherheit des Bootes(der Mannschafft) geht vor dem Versenkungserfolg! Schönen Gruß...Foxi
PS.:@ Simon.- solltest du deine Story nicht unter nem eigenen Thread schreiben(könnte untergehen hier!)?

SimonTempler
22-07-05, 05:37
Für eine genaue Ziellösung ist keine Zeit. "žLösung eingestellt" "žRohr 5 bewässern, Mündungsklappe öffnen und Los." Drachenfauchen der Pressluft und auch dieser Torpedo läuft los. Eher ein Schuss aus der Hüfte aber nun gut. "žRoh 2 10sekunden über die Zeit, Herr Kaleun." Der Tanker...war der Winkel wohl doch zu ungünstig. Schnelle ein Seerohrschwenk. Dass wir bloß nicht über den Haufen gefahren werden. Ein Donnerschlag und ..kurzer Jubel in der Zentrale. Den Tanker haben wir doch erwischt! In einem riesigen Feuerball blowt er hoch. Muss randvoll mit Treibstoff gewesen sein. Arme Schweine, die auf seiner fahrenden Benzinbombe fahren müssen...KRAWUMMMMMM kRAWUMMMMM Mein Gott die zwei Aale haben auch gesessen. Der Frachter wird durch die Wucht der Explosion wie von einer riesigen Faust in die Höhe geschleudert und brutal wieder zurück geschmettert. In zwei Teile zertrennt versinkt er in den Fluten. Noch ein weiterer Paukenschlag geht zitternd durch das Boot... Rohr 5 hat doch getroffen. Der C2 macht stark Wasser, schleppt sich aber weiter. Die Magnetzünder funktionieren ausnahmsweise.
Dass Chaos im Geleit ist nun unbeschreiblich. Jede Ordnung ist vergessen und alles geht durcheinander. Glücklicherweise sind alle so mit sich selbst beschäftigt, dass keiner nach unserem Sehrohr Ausschau hält. Direkt vor uns kann ein amerikanischer C3 Frachter noch gerade um das brennende Inferno des T2 herum fahren. Durch die dicken Rauchschwaden verbrennen Öls gibt der Amerikaner den Blick auf einen großen unfömigen Umriss frei. Sollte dass etwa...? Nein kein Zweifel: "žC-2 Frachter in 320 Grad, Entfernung 400, Lage 60, Geschwindigkeit 7","Zerstöer in 150 Grad! Kommt schnell näher!!!" "Beide Maschinen volle Fahrt zurück!" Das "žJawohl Herr Kaleun" kommt recht erstaunt zurück in den Turm. Sind zu nah dran. Spargel rein. "žFischer, Peilung Frachter in 320 laufend durchgeben." Wenn der seinen Kurs ändert fährt der uns mit seinen 7000 BRT glatt zu Klump Und zu nah für einen Schuss sind wir sowieso. Die Sekunden verrinnen. Der Frachter wandert langsam nach Steuerbord. "žKontakt jetzt in 350?. Zerstöer, 150 Grad, schnell, kommt näher!" meldet Fischer nach einer halben Ewigkeit. "žRohr 4 bewässern und Mündungsklappe öffnen." Müssen auf die alte Lösung vertrauen, wenn wir überhaupt schießen können. Schnell das Sehrohr raus. In voller Größe liegt der C2 vor uns. Sehr nah, könnte aber reichen. "žRohr 4, Genehmigung zum Torpedoabschuss erteilt!" Carlewitz, wie weit sind sie mit dem Nachladen?" "žHartenstein und schätzt 3min!" Dürfen wir das Risiko eingehen, um noch einen der kleinen Frachter zu versenken? "žZerstöer jetzt 145?...Sehr nahe!" Der Sehrohrmotor springt an, mein Blick wandert quälend langsam auf 145 Grad.

SimonTempler
23-07-05, 13:48
Da, ein V&W Zerstöer, Lage 45 Steuerbord. Den müssen wir erstmal nicht fürchten. Was macht wohl sein Kamerad von vorhin? Er läuft in 180? langsam auf das Gleit zu. Auch er sucht uns; weis nicht wo wir sind. "Rohr 4 feuerbereit" Raus mit dem Aal und dann runter. Ich wähle einen kleinen Frachter, der gerade in guter Schussposition ist aus und gebe den Feuerbefehl. Wieder schnaubt unser Boot und stößt einen Torpedo aus. Jetzt aber nichts wie runter. Während ich unser Stielauge einfahre ordne ich "žAuf 70m, kleine Fahrt voraus." Meine Hände umschließen die kalte, feuchte Leiter und ich steige in die Zentrale hinab, während das Boot langsam Fahrt aufnimmt und in die Tiefe sinkt. Der Dirigent Totenhagen steht hinter den Zentralemaaten, die auf sein Fingerspiel hin das Boot langsam tiefer und tiefer tauchen lassen. Hinter im steht der Obersteuermann Hartenstein. Die schmutzigen Hände reibt er sich mühsam mit einem dreckigen schwarzen Lappen ab, während bereits nach einem Bleistift angelt, um sich die nötigen Notizen fürs KTB zu machen. Langsam löse ich mich vom kalten Eisen der Leiter und reibe mir die fröstelnden Hände. Carlewitz nimmt überhaupt keine Notiz von mir. Sein Blick ist auf die Stoppuhr in seinen Händen gerichtet. Er erschrickt, als ich ihm ein aufmunterndes "žNah, wie steht's?" entgegenbringe. "žRohr 4 ist seit 30 Sekunden überfällig, Herr Kaleun." Ich verziehe wohl mein Gesicht etwas stark, denn er beeilt sich ein verschämtes "ž Herr Kaleun, die Lösung konnte ich nicht genauer" und stottert weiter "ž...Frachter war sehr nahe und der Winkel war" der Rest geht in einem ohrenbetäubendem KRABUMM unter. "žIrgendwas habe sie mit unserer schlechten Lösung aber doch getroffen. Was Macht der Torpedo von Hartenstein?" Als sein Name fällt, zuckt der Steuermann zusammen, dreht sich aber nicht um sondern tut geschäftig und macht irgendwelche Notizen auf einem Fetzen Papier. "žDer Torpedo aus Rohr 4 müsste..." Carlewitz Blick wandert zu der tickenden Uhr in seiner Hand "žmüsste jeden Moment detonieren." Wie zu Bestätigung durchläuft ein dumpfes Grollen das Meer. "žGlückwunsch die Herren." Bemerke ich augenzwinkernd. "žWollen mal sehen, welche Rechnung wir jetzt präsentiert bekommen". Wieder zwei Schritte und ich habe meinen Platz auf dem Rahmen des Kugelschotts gefunden. Die Mütze in Nacken geschoben, lehne ich mich in den Rahmen des Schotts. Während ich die Hände in die Taschen meiner Jacke schiebe und nun wahrscheinlich im Kugelschottrahmen sitze wie ein Affe im Urwald, wende ich mich Fischer zu. "žNächste schneller Schraubenkontakt?" "ž Nächster Kontakt in 150 Grad, wird lauter. Zweiter Kontakt....zweiter Kontakt in 240Grad, kommt näher. Ist noch weiter weg." Der Kontakt in 150 Grad müsste der V&W von vorhin sein. Wird sehr verbittert sein, weil er uns vorhin nicht bekommen hat. "žKontakt jetzt konstant in 153? wird lauter!" Der hat eine Runde gedreht und kommt jetzt zurück. PING der erste hohe Ton trifft unser Boot, während das Wasser erfüllt ist vom Geräusch berstender Schotten. Mus der kleine Frachter sein, den wir mit Hartensteins Aal versenkt haben. Den Tanker und den C2 hat es ja so zerrissen, dass da kein Schott mehr übergeblieben ist. Plötzlich ist die ganze Zentrale von lautem Schraubengeresch erfüllt... Mein Blick trifft Fischer. Der dreht vollkommen entsetzt an seinem Horchrad und brüllt "žWASSERBOMBEN!!!" Im der vom Lärm durchdrungenen Zentrale brülle ich "žBEIDE AK VORRAUS!!! SCHNELL RUNTER LI!!!!" Mein Blick bleibt auf Fischer liegen. Hat er die Entfernung zum Zerstöer falsch eingeschätzt? Seine Hände haben das Horchrad in einem möderischen Griff genommen, während sein schweißüberströmtes Gesicht angstvoll zur Decke gerichtet ist. Der Mann ist vollkommen fertig schießt es mir durch den Kopf. Ich hätte ihn schon längst durch den zweiten Funker Creuz ablösen lassen müssen. Jetzt können wir nur noch beten. Das Boot sinkt immer schneller, während der Geräuschpegel des Zerstöers langsam abnimmt. Die Sekunden verrinnen wie Tage, Augenblicke werden zu Jahren. Carlewitz starrt auf die stehende Uhr in seiner Hand, Hartenstein steht starr an seinem Pult und Totenhagen hat die Tiefenruderanzeige fest im Blick, als ob das Boot dadurch schneller abtauchen könnte. Im Brummen der E-Maschinen erwarten wir die Bomben.

loudhunter
25-07-05, 01:43
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Powerage1968:
Generell geh ich in der "schwierigen" Kampagne doppelt vorsichtig bzw. verantwortungsbewusst vor, über jede gelungene Versenkung freut man sich mehr als "normal" und Heissfußmanöver wie Duelle mit(oder überhaupt Angriffe auf.-) Zerstöer unterlasse ich, bei Fliegeralarm gehts sofort in den Keller also die Sicherheit des Bootes(der Mannschafft) geht vor dem Versenkungserfolg! Schönen Gruß... </div></BLOCKQUOTE>

Ahoi, Ironmänner(frauen)!

Bin momentan bei 94% (WO aktiv) im Juli 40 und kann Powerage1968 nur beipflichten: Kein Risiko eingehen, vorsichtig um die Beute herumschleichen, abwägen, ob ich ein Konvoi unbedingt angreifen muss, wenn sich in der Gegend noch massenweise Einzelfahrer tummeln (ist ja noch früh im Krieg) und bei Fliegern tierisch schnell tauchen - das ist das Adrenalin, das SH III anzubieten hat, wenn man bereit ist, durch das eigene Verhalten die vorhandenen Schwächen des Spiels umzugehen.

Weiterhin viel Erfolg an alle "Realos"!

SimonTempler
25-07-05, 18:03
Wie eine eiserne Faust trifft uns die erste Detonation. Der Schlag sitzt. Glas platzt. Es wird Nacht um mich. Unbarmherzig trifft mich Schlag um Schlag, wirft mich ein mächtiger Hieb aus dem Kugelschottrahmen. Die Lage lag nah am Boot. Die eiserne Faust schlägt wieder zu. Vor Schmerz möchte ich fast aufbrüllen, doch der Schrei bleibt mir im Hals stecken. Mein Gott Grete, ich werde dich nicht wieder sehen....Das war's - zu viel riskiert Herr Kaleun! Dem Jagdfieber erlegen...Grete, Grete,... "žWASSEREINBRUCH IN DER ZENTRALE, SCHWERER WASSEREINBRUCH IM BUGRAUM" reißt mich Totenhagens angstverzerrte Stimme in die Realität zurück,"ž VORDERE BATTERIEN BESCHÄDIGT! WIR MACHEN STARK WASSER - 80 METER, BOOT SINKT SCHNELL!!!" brüllt er weiter. Mühsam rappele ich hoch, taste in stockdunkler Nacht nach einem Halt. Das Wasser trieft mir aus dem Gesicht und läuft mir von den Händen. "žReißen Sie sich zusammen, Totenhagen! Mensch sie brüllen ja die halbe Navy zusammen!". Meine Stimme sollte beruhigend und fest wirken, in meinen Ohren vernehme ich nur ein hohles Krächzen. Endlich flackert die Notbeleuchtung auf. Völlig verängstigte Gesichter sind auf mich gerichtet, erwarten von mir die Erlösung aus aller Not. "žIch will sofort einen Bericht über alle Schäden, LI. Hartenstein, übernehmen sie die Tiefensteuerung. Fischer, wo ist er jetzt?" Fischer starrt mich vollständig verstöt an, den Kopfhöer in den Händen. "žWird's bald!" fahre ich ihn an. Da setzt er die Höer auf und dreht an seinem Rad. Sein Atem geht stoßweise, er befeuchtet seine Lippe mit der Zunge und gibt Meldung: "žZerstöer in 320 Grad, Entfernung gleich bleibend." "žBoot sinkt weiter! Herr Kaleun. 110m gehen durch!" meldet sich Hartenstein in meinem Rücken. Jetzt darf ich nicht zögern, auch wenn der Zerstöer nahe ist. "žVolle Fahrt zurück!!! ALLE freien Männer zum stoppen des Wassereinbruches einsetzen. Wir dürfen nicht tiefer!!!" In diesem Moment kommt Totenhagen wieder in die Zentrale. Ich sehe ihn fragend an. "žBugraum macht stark Wasser. Die Pumpen kommen gegen den Wassereinbruch nicht an, Herr Kaleun." Eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Die E-Maschine stemmt sich mit aller macht gegen das sinken, doch das Boot sackt weiter ab. Wir nähern uns unaufhaltsamder 150m Marke.

Barmbek76
26-07-05, 19:52
Tja... meine erste Ironman-Kampagne endete am 13. September 1939. An einem Konvoi NW von Irland, der anscheinend durch eine Incognito-H/K-Walker-Group gesichert wurde. 5 Zerstöer (!), alle mit ASDIC (!!!), haben stets Ortung gehabt inkl. Teamwork. Einer fuhr an, der Rest pingte. Ausweichchance: 0. Dazu Gammelmannschaft und 44 Meter unter dem Kiel. Das wars dann.

Wie gesagt, 9/39. Hab staunend doch gespeichert, um mich zu vergewissern. Allerbeste Chancen zum Absaufen.

loudhunter
27-07-05, 08:51
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Barmbek76:
Tja... meine erste Ironman-Kampagne endete am 13. September 1939. An einem Konvoi NW von Irland, der anscheinend durch eine Incognito-H/K-Walker-Group gesichert wurde. 5 Zerstöer (!), alle mit ASDIC (!!!), haben stets Ortung gehabt inkl. Teamwork. Einer fuhr an, der Rest pingte. Ausweichchance: 0. Dazu Gammelmannschaft und 44 Meter unter dem Kiel. Das wars dann.

Wie gesagt, 9/39. Hab staunend doch gespeichert, um mich zu vergewissern. Allerbeste Chancen zum Absaufen. </div></BLOCKQUOTE>

Tja, Schicksal halt! Guck dir bitte das (http://www.uboat.net/boats/u39.htm) an. Entspricht das Schicksal dieses Bootes nicht deinem eigenen bis in die Details?

Gruß

PS: Für mich war dann am 17. Dez 40 das Ende: Zwei erfahrene DDs in der Irischen See (Wassertiefe 50 m) haben mir den Rest gegeben. Jetzt (Dez 39) bin ich mit U-3 bei Bergen unterwegs. Vielleicht schaffe ich es, zumindest das Jahr 42 zu erleben...