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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schmeißt die Wissenschaft über Bord und übernehmt die Lehrpläne aus dem Bibel-Belt.



BZB_FlyingDoc
13-07-07, 00:32
Mal aus dem Sturmovik Forum geschanghait. http://www.ubisoft.de/smileys/3.gif

Bei der Meldung musste ich einfach mal was hier Posten. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif
Gugst du (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6231340_,00.html)


Ich bin dafür das im Erdkunde und Atronomie Unterricht die Lehre "Die Erde ist eine Scheibe" wieder eingeführt wird. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif
Und wir drehen uns nicht um die Sonne, sondern alle um die Erde.
Alles andere sind nur nicht beweisbare Behauptungen.
Diese werden von Ketzern unter das Volk gebracht um die Authorität Gottes zu untergraben und das Volk aufsässig zu machen. http://www.ubisoft.de/smileys/motzi.gif


Und sowas nennt sich dann auch noch Politiker.
Is ja wie bei den Amis. Wo se so ein Museeum aufgemacht ham.
Da wird diese Meinung als Warheit zelebriert.

Und Dinos und Menschen haben da mal friedlich nebeneinander im Paradies gelebt. http://forums.ubi.com/images/smilies/53.gif


Leute gibts. http://forums.ubi.com/images/smilies/35.gif

BZB_FlyingDoc
13-07-07, 00:32
Mal aus dem Sturmovik Forum geschanghait. http://www.ubisoft.de/smileys/3.gif

Bei der Meldung musste ich einfach mal was hier Posten. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif
Gugst du (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6231340_,00.html)


Ich bin dafür das im Erdkunde und Atronomie Unterricht die Lehre "Die Erde ist eine Scheibe" wieder eingeführt wird. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif
Und wir drehen uns nicht um die Sonne, sondern alle um die Erde.
Alles andere sind nur nicht beweisbare Behauptungen.
Diese werden von Ketzern unter das Volk gebracht um die Authorität Gottes zu untergraben und das Volk aufsässig zu machen. http://www.ubisoft.de/smileys/motzi.gif


Und sowas nennt sich dann auch noch Politiker.
Is ja wie bei den Amis. Wo se so ein Museeum aufgemacht ham.
Da wird diese Meinung als Warheit zelebriert.

Und Dinos und Menschen haben da mal friedlich nebeneinander im Paradies gelebt. http://forums.ubi.com/images/smilies/53.gif


Leute gibts. http://forums.ubi.com/images/smilies/35.gif

IIIJG53_Crinius
13-07-07, 02:22
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by BZB_FlyingDoc:
Is ja wie bei den Amis. Wo se so ein Museeum aufgemacht ham.
Da wird diese Meinung als Warheit zelebriert.

Und Dinos und Menschen haben da mal friedlich nebeneinander im Paradies gelebt. http://forums.ubi.com/images/smilies/53.gif


Leute gibts. http://forums.ubi.com/images/smilies/35.gif </div></BLOCKQUOTE>


Jo das hab ich auf RTL gesehen. Ich bin bald vor lachen vom Sofa gefallen. Die glauben das echt. Dinos und Menschen haben in Frieden miteinander gelebt. http://www.ubisoft.de/smileys/37.gif. Wissenschaftler werden lächerlich gemacht und als Lügner und Satans Diener hingestellt. http://forums.ubi.com/images/smilies/53.gif

Pardauz
13-07-07, 03:02
Klar ist die Erde eine Scheibe!
Hier der Beweis (http://www.promath.tsn.at/06faszination/ueberall/scheibe.html)

Ventox
13-07-07, 05:56
Wenn dafür im Gegenzug Darwins Evolutionstheorie
im Religionsunterricht Einzug hält ... http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif
Mal im Ernst, als die Texte der Bibel aufgeschrieben wurden, waren die Menschen auch nicht dümmer als heute.
Sie wußten nur "etwas" weniger als wir heute.
Ich denke, die Bibel wurde so geschrieben, das sich auch einfache Menschen etwas darunter vorstellen konnten.
Sie wurde nicht nur für Wissenschaftler geschrieben.
Deshalb zum Beispiel diese 6 Tage, in denen die Welt erschaffen wurde.
Wer sagt denn, das damit 6 Erdentage gemeint sind?
Außerdem hat ein Erdentag nicht immer 24 Stunden betragen.
Schließlich bremst der Mond die Erde, wenn auch sehr gemächlich, immer mehr ab.
Und es gab eine Zeit, da gab es noch keinen Mond.
Ich denke, man kann die Bibel nicht wötlich nehmen.
Wenn dem so wäre, brauchte niemand Theologie zu studieren, um die Bibel einigermaßen zu verstehen.

DerKongoOtto
15-07-07, 08:45
Religion ist was für Leute die zu faul sind um selbst zu denken.

Ventox
15-07-07, 09:11
Das sehe ich nicht so.

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Kongo Otto:
Religion ist was für Leute die zu faul sind um selbst zu denken. </div></BLOCKQUOTE>

JohnMcArthur
15-07-07, 09:15
Ich wäre dafür dass das Fach Ethik zu einem Pflichtfacht wird, dass neben moralischen und kulturellen Werten auch philosophische und soziologische Fragen behandelt ohne gleich mit Dogmen die Schüler zu erschlagen.
Ich denke schon dass es einen gewissen Verlust gibt in der Gesellschaft was Sozialkompetenz und Interesse an der Allgemeinheit betrifft, Schülern wird doch neben naturwissenschaftlichen und sprachlichen Lehrstoff kaum noch etwas vermittelt, was sie über sich und das Leben um sie herum aufklärt oder zum hinterfragen anregt.
Die Konsummaterialismus der unseren Kindern anerzogen wird, ist genauso wie alles Verstandesmässig anzugehen auf jeden Fall der falsche Weg, diesen jedoch mit einem religiösen Ansatz zu ersetzten aber auch.
Die Menschen sollte einfach wieder andere Werte in ihr Leben lassen, die sie im Industriezeitalter verloren haben und uns aus unserer Dekadenz wieder heraushelfen.

mnicklisch
15-07-07, 10:38
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by JohnMcArthur:
Ich wäre dafür dass das Fach Ethik zu einem Pflichtfacht wird </div></BLOCKQUOTE>


Darf ich mal fragen wo du wohnst? Bei uns IST Ethik ein Wahlpflichtfach, man MUSS zwischen Ethik und Religion wählen. Wusste gar nicht, dass das irgendwo anders ist...

BenQ-the-Hawk
15-07-07, 10:52
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by mnicklisch:
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by JohnMcArthur:
Ich wäre dafür dass das Fach Ethik zu einem Pflichtfacht wird </div></BLOCKQUOTE>


Darf ich mal fragen wo du wohnst? Bei uns IST Ethik ein Wahlpflichtfach, man MUSS zwischen Ethik und Religion wählen. Wusste gar nicht, dass das irgendwo anders ist... </div></BLOCKQUOTE>

das ist überall so

er meinte wohl dass wirklich jeder Etik machen muss

JohnMcArthur
16-07-07, 03:29
Genau Benno, danke.

DerKongoOtto
16-07-07, 16:41
Das ist dein gutes Recht,ehrlich gesagt ist es mir egal welcher Religion jemand angehöt.
Das ist jedermanns Privatsache.
Wenn jemand an Gott glauben will soll er,wenn nicht auch gut.Ich zwinge niemandem zum einen oder anderen.
Was mich aber stöt sind intollerante,engstirnige
Menschen die ihre geistige Beschränktheit
mit Religion begründen wollen.
Egal ob sie Taliban, Opus dei oder sonst wie heißen.

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Ventox:
Das sehe ich nicht so.

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Kongo Otto:
Religion ist was für Leute die zu faul sind um selbst zu denken. </div></BLOCKQUOTE> </div></BLOCKQUOTE>

AldiTuetchen
17-07-07, 08:17
http://www.bui1.blogger.com.br/Ned%20Flanders-2.jpg

http://forums.ubi.com/images/smilies/59.gif

DerKongoOtto
17-07-07, 09:34
http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-very-happy.gif http://forums.ubi.com/images/smilies/11.gif http://forums.ubi.com/images/smilies/11.gif http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-very-happy.gif

HelmBurn
18-07-07, 04:17
Vielleicht bin ich als Pfarrer ja voreingenommen, trotzdem:

Ich denke, nach den Erfahrung mit materialistischen Totalitarismus, sei es den Nazis oder dem Kommunismus, kann man nicht mehr sagen, dass Engstirnigkeit, Intoleranz und Dummheit gerade das Problem der Religionen wäre.

Wenn Engstirnigkeit, Intoleranz und Dummheit sich der Religion bedienen, ist es freilich fatal. Dagegen sind solche Museen auf privater Basis eher putzig und jedenfalls harmlos. Ob solche pseudowissenschaftlichen Theorien Teil von Lehrplänen werden können, unterliegt - Gott sei Dank - demokratischen Entscheidungsprozessen in den Lehrplankommissionen.

Aber ich glaube nicht, dass Ethik Religion ersetzen kann. Ethische Entscheidungen beruhen auf Werten. Werte ohne ohne religiöse Begründung sind aber diskutabel und nicht von vornherein allgemeinverbindlich. Ethik ohne Religion läuft letztendlich nur darauf hinaus: "Verhalte dich richtig, aber finde selbst heraus, was richtig ist und ob es überhaupt richtiges Verhalten gibt." Was ist nicht alles schon als "Menschlichkeit" verkauft worden, wenn man sich die Geschichte so anguckt.

Andererseits ist es auch fraglich, ob der real existierende Religionsunterricht es im Großen und Ganzen überhaupt wert ist, gehalten zu werden. Meine eigenen Erfahrungen als Schüler mit dem Fach sind jedenfalls nicht gut.

KIMURA
18-07-07, 04:59
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Kongo Otto:
Religion ist was für Leute die zu faul sind um selbst zu denken. </div></BLOCKQUOTE>

Das hängt immer sehr von der Situation in der man sich befindet. Es zeigt sich immer wieder, dass ausgerechnet die aufgeklärtesten und wissenschaflich ausgerichtesten Personen doch ziemlich schnell einen Glauben entwickeln, wenn ihr letztes Stündlein schlägt. Auf dem Sterbeschragen(oder auch an einem Unfallort) hilft da der Halbgott in Weiss wenig weiter und doch der Herr GANZ OBEN wird angesprochen. Abstinenz von Glauben hat weniger mit wissenschaftlicher Aufklärung oder super "Denkvermögen" zu tun, sondern viel mehr mit guten finanziellem Umfeld und hohem Lebensstandard. http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

JohnMcArthur
18-07-07, 16:36
Kimura, aber doch nur weil man über die Ungewissheit des eigenen Zustandes und der damit verbundenen Angst auch diese Möglichkeit wieder anfängt in Betracht zu ziehen. Ich glaube das hat mit der Stresssituation an sich zu tun und nicht mit der Gläubigkeit des Betroffenen oder gar einer tranzendentalen Erfahrung.

HelmBurn ich kann Dich verstehen, dass Du als Pfarrer diesen Standpunkt vertrittst, aber ich bin der Meinung das gerade jeder Mensch seine Erfahrung machn muß um ethische Wert zu entdecken zu verstehen und für sich selbst und andere als notwendig zu erachten. Wie könnten religiöse Dogmen das ersetzen? Und selbst dann fragt sich doch welche Religion und was sollen dann diejenigen tun die eben nicht einen konfessionellen Glauben nachgehen? Wenn in einem Ethikunterricht den jungen Menschen gezeigt und gelehrt wird wie sie am effizientesten für sich selbst diese Werte entdecken können, dann hat das auch einen bleibenden Erfolg. Was dann für jeden auch eine reale Verantwortung, aber auch Erklärung für sein Leben mitsich bringt.

DerKongoOtto
18-07-07, 17:01
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by KIMURA:
Auf dem Sterbeschragen(oder auch an einem Unfallort) hilft da der Halbgott in Weiss wenig weiter und doch der Herr GANZ OBEN wird angesprochen. </div></BLOCKQUOTE>

Glaub mir Kimura,
ich hab vieles Gesehen,vielleicht zu viel.
Aber jedesmal haben die für die es soweit war nur nach ihrer Mutter geschrien,wenn sie dass noch konnten.
Manche haben auch nur versucht sich ihre Gedärme wieder reinzustopfen.
Ob mit oder ohne Beistand oder Anrufung eines
Gottes,leicht wars für keinen.
Nachdem ich damals das Gemetzel in Sarajevo und später das Schlachten in Ruanda gesehen habe,braucht mir echt keiner mehr mit Gott zu kommen.

Tetrapack
18-07-07, 17:18
Man sagt ja im Schützengraben gäbe es keine Atheisten.. aber schlussendlich hängt die Religiösität in Krisensituationen nur von einem ab: Hoffnung

Nur ist der Weg von gläubig zu abergläubisch nicht weit http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

Es wundert mich nicht dass gerade in einer aufgeklärten Welt wie heute, der glaube an das übersinnliche wieder erstarkt.. nur glauben die Menschen heute nicht mehr an Gott, sondern an Horoskope, Ausserirdische oder Verschwöungstheorien http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-very-happy.gif

csThor
18-07-07, 22:46
Ich halte Religion für eine rein private Angelegenheit, die in der Schule eigentlich nix zu suchen hat. Religionsunterricht hat meiner Meinung nach ausschließlich freiwillig zu erfolgen und darf nicht vom Staat verordnet werden - das fiele für mich unter "Indoktrinationsversuch" (klingt vielleicht ein bissel hart, aber ein besseres Wort fiel mir grad nicht ein). Dementsprechend haben derartige "Lehrinhalte" nichts im Biounterricht zu suchen, da diese nichts mit Biologie (d.h. der Wissenschaft) zu tun haben.

Die USA sind IMO nicht unbedingt ein Vorbild für Deutschland ... in mehr als nur einer Hinsicht.

KIMURA
19-07-07, 02:05
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Kongo Otto:
Glaub mir Kimura,
ich hab vieles Gesehen,vielleicht zu viel.
Aber jedesmal haben die für die es soweit war nur nach ihrer Mutter geschrien,wenn sie dass noch konnten.
Manche haben auch nur versucht sich ihre Gedärme wieder reinzustopfen.
Ob mit oder ohne Beistand oder Anrufung eines
Gottes,leicht wars für keinen.
Nachdem ich damals das Gemetzel in Sarajevo und später das Schlachten in Ruanda gesehen habe, braucht mir echt keiner mehr mit Gott zu kommen. </div></BLOCKQUOTE>

Das hat aber klar mit deiner persönlichen Abmachung mit Glauben oder Nichtglauben zu tun. Ich rede ja nicht davon, ein eifriger Kirchengänger zu sein, oder an die Dinge zu glauben, die uns irgendein Pfaffe vorkaut. In den Situationen die Du geschildert hast, kann genauso gut eine andere Person andere Schlussfolgerungen zu einem Gott ziehen. Deine Auffassung und Schlussfolgerung aus den Ereignissen, die Du miterlebt hast, muss nicht eine Schablone für andere Personen in derselben Situation sein. Zudem hat kein Gott den Zustand der auf der Erdoberfläche herrscht zu verantworten. Leute neigen gerne dazu menschliches Unvermögen oder große Missstände einem Herrgott in die Schuhe zu schieben.

Es ist mitunter auch interessant, dass z.B. bei Leuten, die großes und viel übel mit ansehen und großen psychischen Stress verarbeiten – namentlich im Rettungsperonal-Bereich ein doch sehr großer Prozentsatz an gläubigeren Personen vorhanden ist.

Eine Äußerung, dass bloss "ždenkfaule" Menschen an einen Gott glauben halte ich für nicht richtig.

Schuetz
19-07-07, 04:49
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Eine Äußerung, dass bloss "ždenkfaule" Menschen an einen Gott glauben halte ich für nicht richtig. </div></BLOCKQUOTE>
Stimme ich dir zu, jedoch ist es für mich schwer verstehbar, dass man heute z.B. noch aktiver Katholik ist. Was die kirchliche Lehre heute noch für Standpunkte vetritt (Homosexualität, Empfängsverhütung, Zölibat für Priester usw.) ist für mich einfach schlichtweg nicht mehr zeitgemäss, bezw in der heutigen Gesellschaft nicht mehr vertretbar.
Um mal auf eine Ursprungsfrage zurück zu kommen: Wieso glaubt an Gott/Götter? Grundsätzlich, weil man sich damit Fragen, Ereignisse erklären will (war so bei den Inkas, Mayas, Ägypter, Griechen, Römer, Germanen, Feudalzeit, Mittelalter usw.), für die es keine rationale/wissenschaftliche Erklärung gibt/gab. Also ansich eine reine Vorstellung um etwas erklären. Heute kann man sehr vieles wissenschaftlich erklären, was vor 500-2000 jahren noch eine "göttliche" Handlung gewesen ist. Von diesem Standpunkt aus bezeichne ich mich als nicht-gläubig im Sinne Gottes sondern vielleicht eher wissenschafts-gläubig.
Ein weiteres Argument ist, dass es in Vergangenheit jedes Volk ihre eigenen Götter für verschiedene Bereiche hatte bezw. später dann nur noch einen Gott/Allah. Welche Vorstellung ist denn richtig? Wieso sollte es verschiedene Götter geben und doch sagt jede Religion/Volk ihre sei die richtige? Schon Thales erkannt diesen grossen Widerspruch. http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

BBB_Hyperion
19-07-07, 05:13
Darwin bestätigt damit nur seine eigene Theorie, sämtliche Zweige die nicht angepaßt genug sind sterben aus. Dummerweise reicht das überleben des Angepaßtesten bei Darwin ja schon aus(Lebensqualität spielt hier keine Rolle) . Seit einiger Zeit hat man herausgefunden , dass auch Anpassungsvorgänge des Genmaterials während des Lebens selbst erfolgen und quasi im gewissen Rahmen Sequenzen aktivieren oder deaktivieren könnnen (So eine Art Software für die DNS). Somit kann man auch davon ausgehen es gibt eine Anpassungsfähigkeit die es erlaubt sämtliche Richtungen einzuschlagen(schneller als bei Darwin). Damit ist auch nicht auszuschliessen ,dass das Denken und Lebensart selbst direkten Einfluß auf diese Entwicklung hat. Also ein großes Experiment an dem Alle teilhaben und dem sich auch keiner Entziehen kann, egal was man glaubt und welche Bestrebungen man hat. Die "Realität" kann einen aber nur einholen , wenn man darin auch lebt und da gibt es anscheinend unterschiedliche Interpretationen, welche Invariante das jetzt gerade sein soll.

JG27_Dierk3er
19-07-07, 07:08
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by csThor:
Ich halte Religion für eine rein private Angelegenheit, die in der Schule eigentlich nix zu suchen hat. Religionsunterricht hat meiner Meinung nach ausschließlich freiwillig zu erfolgen und darf nicht vom Staat verordnet werden - das fiele für mich unter "Indoktrinationsversuch" (klingt vielleicht ein bissel hart, aber ein besseres Wort fiel mir grad nicht ein). Dementsprechend haben derartige "Lehrinhalte" nichts im Biounterricht zu suchen, da diese nichts mit Biologie (d.h. der Wissenschaft) zu tun haben.

Die USA sind IMO nicht unbedingt ein Vorbild für Deutschland ... in mehr als nur einer Hinsicht. </div></BLOCKQUOTE>


100% Zustimmung. http://forums.ubi.com/images/smilies/59.gif http://forums.ubi.com/images/smilies/11.gif

HelmBurn
19-07-07, 09:21
JohnMcArthur schrieb: "ždass gerade jeder Mensch seine Erfahrung machen muss um ethische Wert zu entdecken zu verstehen und für sich selbst und andere als notwendig zu erachten. Wie könnten religiöse Dogmen das ersetzen?"

Das können und sollen sie auch gar nicht. Aber was heißt "žErfahrung"? Begriffe wie "žMenschlichkeit", "žWürde", "žSinn" können ja nicht im Reagenzglas dargestellt und gemessen werden. Abstakta werden nicht erfahren, sondern definiert. Welche davon ich nun als wert annehme und welche nicht, und wie ich sie konkret definiere geschieht entweder als affektive Entscheidung oder, wenn rational, aufgrund von vorweg als zutreffend angenommenen Axiomen. Solche Axiome nennt man in der Theologie halt "žDogmen" und solche affektiven Vorentscheidungen "žGlauben". Ob man sie nun religiös benennt, weil man an einen Gott glaubt oder mit weltlichen Vokabeln, das läuft letztlich auf das Gleiche hinaus.
Du schreibst: "žwas sollen dann diejenigen tun die eben nicht einen konfessionellen Glauben nachgehen?" Ja, genau: Die sollten sich über ihre eigenen affektiven Vorentscheidungen und stillschweigend als gültig angenommenen Axiome klar werden und die für sich und andere deutlich offen legen, und genau das heißt: Eine Konfession haben.

(OK, ich geb´s zu: wenn ich das jetzt noch mal lese, ist mir Dein Beitrag eigentlich wesentlich sympathischer als mein geschraubter Erguss. Tja, der Punkt geht an Dich)


Dierk3er und csThor: Ich bin zwar selbst für die Abschaffung des Religionsunterrichts, aber ich meine, die Sachlage sei ein bisschen komplexer.
Religion als eine rein private Angelegenheit – ich weiß nicht, wie das gehen soll. Z.B.: Du sollst nicht töten .. Du sollst nicht falsch Zeugnis geben... da liegen doch klare politische, mindestens aber öffentlichkeitsrelevante Aussagen drin? Oder nehmen wir das Thema Schöpfung. Da geht es zwar nicht darum, wie die Erde oder der Mensch jetzt exakt entstanden ist. Das ist Sache der Naturwissenschaften, da mischen sich nur triviale Formen von Religiosität ein und zu Unrecht. Wenn ich sage, wir seien Gottes Schöpfung, dann meine ich: Jeder von uns hat einen Wert für sich. Er lebt nicht bloß so aus Zufall, sondern, weil er gewollt ist und weil sein Leben einen ganz eigenen, speziellen Sinn hat. Darum müssen wir politisch das Leben des Einzelnen schützen und ihm helfen, seine Persönlichkeit zu entfalten. Wären wir nicht von Gott erschaffen, dann wären wir zufällige, wenn auch komplexe elektrochemische Reaktionen, die auf einem Ball aus Dreck und Wasser aufgrund eines sinnlosen Knalls durch ein Universum ohne Zweck fliegen. Und dann wäre es ja egal, ob wir existieren und was wir fühlen und was uns bewegt, denn elektrochemische Reaktionen kommen und gehen. Dann kann man mit den Menschen machen was man will, höchstens die Frage der Effizienz hätte einen gewissen Belang. Ich will damit sagen: Eine rein private Religion wäre keine.

Zitat: "žReligionsunterricht hat meiner Meinung nach ausschließlich freiwillig zu erfolgen und darf nicht vom Staat verordnet werden".
So war es aber vom Staat nicht gemeint. Aus der Präambel des Grundgesetzes "žIm Bewusstsein der Verantwortung vor Gott..." geht u.A. hervor, dass unser Staat sich darüber klar ist, dass wesentliche Grundbegriffe seines Rechts (z.B. Freiheit des Einzelnen, Menschenwürde, Gleichheit, Demokratie) säkularisierte christliche Vorstellungen sind. Also hat er gesagt: Wir kommen um eine weltanschauliche Ausbildung unserer Bürger nicht herum, wollen aber als Staat nicht selbst weltanschaulich werden – also übernehmen das "žKöperschaften öffentlichen Rechts" wie die Kirchen für uns, den Staat, damit wir selbst weltanschaulich möglichst neutral bleiben können. Dafür müssen sich diese auf Standards unserer Demokratie festlegen. Wer den Religionsunterricht aus der Schule wirft, verabsolutiert die jeweilige Staatsdoktrin, die sich dann noch als weltanschaulich neutral ausgibt; und wohin das führt, haben wir ja erlebt.

By the way, csThor, ist bei Euch mal was zu SH4 im Busch??? Och bitte, bitte, bitte!!!!

DerKongoOtto
19-07-07, 15:43
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by KIMURA:
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by Kongo Otto:
Glaub mir Kimura,
ich hab vieles Gesehen,vielleicht zu viel.
Aber jedesmal haben die für die es soweit war nur nach ihrer Mutter geschrien,wenn sie dass noch konnten.
Manche haben auch nur versucht sich ihre Gedärme wieder reinzustopfen.
Ob mit oder ohne Beistand oder Anrufung eines
Gottes,leicht wars für keinen.
Nachdem ich damals das Gemetzel in Sarajevo und später das Schlachten in Ruanda gesehen habe, braucht mir echt keiner mehr mit Gott zu kommen. </div></BLOCKQUOTE>

Das hat aber klar mit deiner persönlichen Abmachung mit Glauben oder Nichtglauben zu tun. Ich rede ja nicht davon, ein eifriger Kirchengänger zu sein, oder an die Dinge zu glauben, die uns irgendein Pfaffe vorkaut. In den Situationen die Du geschildert hast, kann genauso gut eine andere Person andere Schlussfolgerungen zu einem Gott ziehen. Deine Auffassung und Schlussfolgerung aus den Ereignissen, die Du miterlebt hast, muss nicht eine Schablone für andere Personen in derselben Situation sein. Zudem hat kein Gott den Zustand der auf der Erdoberfläche herrscht zu verantworten. Leute neigen gerne dazu menschliches Unvermögen oder große Missstände einem Herrgott in die Schuhe zu schieben.

Es ist mitunter auch interessant, dass z.B. bei Leuten, die großes und viel übel mit ansehen und großen psychischen Stress verarbeiten – namentlich im Rettungsperonal-Bereich ein doch sehr großer Prozentsatz an gläubigeren Personen vorhanden ist.

Eine Äußerung, dass bloss "ždenkfaule" Menschen an einen Gott glauben halte ich für nicht richtig. </div></BLOCKQUOTE>

Hi Kimura
richtig das hat mit meiner persönlichen Abmachung über Glauben oder Nichtglauben zutun.
Ob du eifriger Kirchgänger bist oder nicht, ich würde dir niemals den ein oder anderen weg aufzwingen wollen.Wer immer an Gott oder Allah
etc. glauben will oder nicht,der soll dass auch tun dürfen/können.
Sicherlich kann man verschiedene Schlüße ,zu Gott,aus persönlich Erlebtem ziehen.
Ich möchte auch nicht dass mein persönliches Erleben bestimmter Dinge eine Schablone für irgendjemanden ist,sondern wollte nur meinen Standpunkt klarmachen.
Und dass kein Gott den Zustand der Welt zu verantworten hat,darüber könnte man stundenlang bei einer guten Flasche Chardonay diskutieren.
Vielleicht hätte ich meine Äußerung etwas anders formulieren sollen,war vielleicht etwas zu plattitüdenhaft.
Und dass du mein Statement nicht für richtig hältst ist dein gutes Recht,ich wollte dir auch nicht zu nahe treten.
"Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen."(Voltaire)

AldiTuetchen
19-07-07, 16:03
Das wichtigste ist und bleibt doch die Toleranz gegenüber anders Denkenden. http://forums.ubi.com/images/smilies/11.gif

Sowjetschreck
19-07-07, 19:29
ich für meinen teil denke, dass man mit dem sprichwort "was du nicht willst was man dir tut, dass füg auch keinem andern zu!" einen ganzen haufen abdeckt. wenn sich jeder an diesen grundsatz halten würde, gäbe es die meisten konflikte erst gar nicht.
diesem spruch liegen ja ethik und religion zu grunde und umgekehrt.

zur religion in der schule muss ich auch sagen, dass man diese eher als zusätzliches wahlfach anbieten sollte und dafür ethik als standardisiertes pflichtfach. was ich in meiner schulzeit im religionsunterricht von lehrern für engstirniges und verbohrtes zeug vorgekaut bekommen habe ist nicht mehr lustig. und ich muss sagen, dass die geistlichen meist weltoffener waren als die "nur studierten".
ich weiß nicht mal ob ich glaube dass es eine höhere macht geben könnte, die uns geschaffen hat. wie sollte diese aussehen? an eine bestimmte religion kann ich mich persönlich nicht binden, jede beansprucht für sich die einzig wahre zu sein und so viele werden von ihren anhängern missbraucht um taten zu rechtfertigen. vielleicht gibt es einen oder mehrere götter, aber dass es der gott einer der vielen religionen ist denke ich nicht.

just my 2 €ents

csThor
19-07-07, 22:58
@ HelmBurn

Zunächst mal verstehe ich deine Nachfrage zu SHIV nicht so ganz. http://forums.ubi.com/images/smilies/blink.gif
Solltest du auf X1 Software anspielen, so habe ich mit denen eigentlich nichts zu tun. Ich habe nur damals an der Kurland-Karte mitgearbeitet. Das ist alles http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif

Zum Thema:

Du nimmst direkt bezug auf die christilichen Gebote. Das ist aus deiner Sicht verständlich, denn diese und die christliche Ethik bilden ja den Grundstock moderner westlicher Demokratien. Andererseits haben sich diese Werte mittlerweile verselbständigt und wurden durch "zeitgemäße" Regularien und Werte ergänzt (Toleranz, religiöse Freiheit, politische Freiheit etc). Diese Schritte hat vor allem die katholische Kirche nie gemacht - sie steckt in ihren höheren Rängen immer noch in den Anschauungen und Ansichten aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts fest. Die evangelischen Kirchen sind da etwas "moderner" und vor allem pragmatischer eingestellt, wollten aber ohnehin meiner Meinung nach nie derartig "staatstragend" sein, wie es die katholische Kirche gern wäre.
Will sagen die Wertvorstellungen mögen in weiten Teilen die gleichen sein, aber die kirchlichen und kirchenpolitischen Dogmen von anno dazumal hängen nicht mehr dran. Ob und an wen/was jemand glaubt ist Privatsache. Mir persönlich ist es vollkommen wurscht, ob jemand Christ, Muslim, Hindu oder Shintoist ist ... oder ob er an den Großen Dodo glaubt http://forums.ubi.com/images/smilies/59.gif ... Egal. Religiösität ist Privatsache und ich habe niemandem da hereinzureden - aber wenn jemand glaubt mich aufgrund meiner atheistischen Einstellung angreifen, belehren oder miesmachen zu müssen, der möge sich warm anziehen. Weil dann rauchts! http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

BenQ-the-Hawk
20-07-07, 05:02
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by csThor:
Ich halte Religion für eine rein private Angelegenheit, die in der Schule eigentlich nix zu suchen hat. Religionsunterricht hat meiner Meinung nach ausschließlich freiwillig zu erfolgen und darf nicht vom Staat verordnet werden - das fiele für mich unter "Indoktrinationsversuch" (klingt vielleicht ein bissel hart, aber ein besseres Wort fiel mir grad nicht ein). </div></BLOCKQUOTE>

im Zuge der Säkularisation wurde der Kirche zugestanden, dass Religionsunterricht gehalten wird.

HelmBurn
20-07-07, 11:15
BenQ: Tut mir leid, dass ich Dir da direkt widersprechen muss, aber: Religionsunterricht ist staatlicher Unterricht, nicht kirchlicher. Die Lehrpläne werden von den Kultusministerien der Landesregierungen erlassen, die Lehrer an staatlichen Fakultäten ausgebildet. Gesucht lediglich ein Einvernehmen mit den Konfessionen. Selbst ein Pfarrer an der Schule macht dort keinen Konfirmandenunterricht, sondern muss nach staatlichen Vorgaben agieren und betreibt keine Werbung für die Gemeinden. Und dieser Zustand ist kein Zugeständnis an die Kirchen, sondern geschieht auf Wunsch des Staates, wie ich weiter oben schon erläutert habe.

csThor: "...jemand glaubt mich aufgrund meiner atheistischen Einstellung angreifen, belehren oder miesmachen zu müssen..."
Also, wer glaubt, so was tun zu müssen, ist halt ein Trottel oder jedenfalls kein ernstzunehmender Gesprächspartner. Genauso, wie ich eben als Pfarrer das von Flying Doc ins Spiel gebrachte Dino-Museum nicht ernst nehmen kann.
Ich wollte allerdings ein bisschen Tiefenschärfe in die Diskussion bringen, in dem ich versuchte zu sagen: 1.Der Religionsunterricht hat aus der Sicht eines über seine Wurzel aufgeklärten Staates seinen Sinn, der Kirche bringt er wahrscheinlich nichts, auf das sie nicht lieber verzichten sollte.
2. Unter einer rein privaten Religion kann ich mir nichts vorstellen, Religion geschieht immer im öffentlichen / politischen Raum.
3. Ein Mensch ohne Axiome und affektive Einstellungen (="Glauben") kann ich mir nicht vorstellen. Auch der Glaube, es geben keinen Gott, ist ein religiöses Dogma.

Ups -was Sh4 angeht: Tut mir leid. Du hast mir mal bei irgendeinem blitzblank neuem AddOn per Mail die fehlende Datei schickt, das sah einfach nach Insider aus. Ein Irrtum,sprach der Igel, und stieg von der Klobürste.

csThor
20-07-07, 11:26
HelmBurn

Die Entscheidung pro oder Contra Religion ist reine Privatsache. Wie sie gelebt wird (ob "im stillen Kämmerlein" oder öffentlich) ebenso. Natürlich hat Religiösität immer eine Außenwirkung, aber die Entscheidung für oder gegen einen Glauben trifft jeder Mensch immer noch selbst - entweder in dem luftleeren Raum zwischen den Ohren oder "im Herz" (will sagen emotionalen Zentrum).

Religionsunterricht: Dazu kann ich aus eigener Anschauung nicht viel sagen, weil ich das Glück hatte nie Religion in der Schule zu haben. Ich hab mein Abi in Brandenburg gemacht und fiel damit in jene Zeit, als das damals so umstrittene "Lebensgestaltung - Ethik - Religion" als Feldversuch ins Laufen kam. Da es keine Noten gab, war es für mich immer eine willkommene Pause in der Idiotentrete Gymnasium http://forums.ubi.com/images/smilies/59.gif
Andererseits habe ich von Kollegen, die in Hessen Ausbildung gemacht haben, von Religionsunterricht an der Berufsschule gehöt und war erschüttert. Allein die Anmaßung des Staates für derartigen Unterricht auch Noten verteilen zu wollen ist ja schon fast Blasphemie (merke die Ironie), aber die Lehrinhalte die dort teilweise durchgekaut wurden spotten jeder Beschreibung.

Und ob man Atheismus als "Quasi-Religion" ansehen könnte ... Naja ich glaube die Diskussion fange ich nicht an. Das erinnert mich ein wenig zu sehr an die alte "Ei - Huhn" Frage http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

BenQ-the-Hawk
20-07-07, 13:39
nein HelmBurn du hast mich falsch verstanden. ich meinte dass der Religionsunterricht so richtig erst im Zuge der Säkularisation auftauchte http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

JohnMcArthur
20-07-07, 16:25
Es gibt kaum Tage an denen ich mich nicht selbst mit solchen Fragen beschäftige und nach einer schlüssigen Antwort für mich persönlich suche. Glaube ist nicht Wissen, genauso wenig wie Glauben nur etwas mit Religion zu tun hat. Fakt ist aber das Religion Glauben vorraussetzt und hier ist immer auch ein Knackpunkt für mich. Es gibt einfach zu viele Punkte in den meisten Religionen die ich mittlerweile durch Wissen schlüssig für mich selbst erklären kann. Ich habe also diese Punkte für mich selbst beantwortet und bin zu einem anderen Ergebniss gekommen. Genauso schaut das mit meinem Welt- und auch Glaubensbild aus. Es ist stettig im Wandel, ändert sich Tag für Tag, was gut ist denn auch meine Erfahrungen nehmen ständig zu. Ein vorgefertigtes über Jahrhunderte gültiges Schema kann für mich kein Ersatz bilden. Die Werte die in vielen Religionen vermittelt werden, kann sich jeder Mensch auch selbst vermitteln, oder durch indirekte oder direkte Einflussnahme, die nichts mit Religion zu tun hat. Ich selbst bin übrigens so etwas ähnliches wie ein Pantheist.
Ich habe keinerlei Vorurteil gegenüber Menschen die konventionell ihren Glauben ausüben, aber ich habe etwas gegen Bekehrung und Heilslehren. Standpunkte kann man gerne vermitteln und erklären, die Akzeptans für sie nie aber vorraus setzen. Ein Mensch sollte immer für sich einen eigenen Weg finden können was sein Leben und seinen Glauben betrifft. Auch wenn dies auf ein rein immanentes Empfinden beschränkt sein sollte.

HelmBurn
21-07-07, 03:33
Eins muss ich doch noch sagen, bevor ich mich in der Urlaub verabschiede:

Das ist schon Klasse, dass man hier in diesem Forum auch über dieses Thema mit Ruhe, Sachlichkeit und Niveau diskutieren kann. Da könnten sich die Foristen des EKD-Forums ein paar Scheibchen von abschneiden.
Wie kommt das nur: Macht IL2 etwa intelligent und tolerant, oder wird IL2 einfach nur von Inteligenten gespielt???

Eine gute Zeit noch!

AldiTuetchen
21-07-07, 12:07
http://img412.imageshack.us/img412/7121/reliarbeitzo3.jpg (http://imageshack.us)

Um noch mal auf das Fach Religion zurückzukommen.

Ich hab hier ein beispiel, meine letzte Reli-Arbeit.

Und dort die Aufgabe 3. Ich frage mich, was bringt uns das? Nicht das alles sinnvoll ist ,dass wir in der Schule lernen, doch Religion entzieht sich jedem Sinn. Früher war es für seine Zahlreichen Diskussionen noch ein interessantes Fach, doch in der Oberstufe ist es einfach nur sinnlos.

Ventox
21-07-07, 12:24
So was habt ihr heute im Religionsunterricht?
Na, dann kann ich schon besser verstehen, das es euch keinen Spaß macht.
Das hätte früher in so ein philosophisches Fach gehöt.



<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by AldiTuetchen:
Um noch mal auf das Fach Religion zurückzukommen.

Ich hab hier ein beispiel, meine letzte Reli-Arbeit.

Und dort die Aufgabe 3. Ich frage mich, was bringt uns das? Nicht das alles sinnvoll ist ,dass wir in der Schule lernen, doch Religion entzieht sich jedem Sinn. Früher war es für seine Zahlreichen Diskussionen noch ein interessantes Fach, doch in der Oberstufe ist es einfach nur sinnlos. </div></BLOCKQUOTE>

JohnMcArthur
21-07-07, 16:33
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by HelmBurn:
Eins muss ich doch noch sagen, bevor ich mich in der Urlaub verabschiede:

Das ist schon Klasse, dass man hier in diesem Forum auch über dieses Thema mit Ruhe, Sachlichkeit und Niveau diskutieren kann. Da könnten sich die Foristen des EKD-Forums ein paar Scheibchen von abschneiden.
Wie kommt das nur: Macht IL2 etwa intelligent und tolerant, oder wird IL2 einfach nur von Inteligenten gespielt???

Eine gute Zeit noch! </div></BLOCKQUOTE>

Wofür steht das EKD? Evangelische Kirche Deutschland?

Ich denke das viele der Menschen in diesem Forum schon relativ früh angefangen haben sich mit der Fliegerei auseinander zu setzen. Denn anders als bei anderen Spielen muss man schon bereit sein einige Hürden zu überwinden wenn man sich mit Il2 auseinander setztem möchte. Viele können sich auch den Wunsch selbst real zu fliegen nicht erfüllen, ein Traum der oft durch viele Bücher gestillt wird. Das dies Interesse dann auf Geschichte irgendwann übergreift ist fast zwangsweise der Fall.

Pardauz
23-07-07, 02:55
Aktuell ein guter Artikel in der Süddeutschen:
Klick (http://www.sueddeutsche.de/,ra4m4/kultur/artikel/757/124575/)