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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auf welcher Seite spielt man?



NadusPG
06-04-05, 04:49
Hallo zusammen,
überlege mir das Spiel zuzulegen doch jetzt wollte ich vorher mal fragen ob man nur die Deutschen oder Allierten spielen kann, oder oder gar beide Seiten? Japan/USA?

Thx für die Info

so long Nadus

NadusPG
06-04-05, 04:49
Hallo zusammen,
überlege mir das Spiel zuzulegen doch jetzt wollte ich vorher mal fragen ob man nur die Deutschen oder Allierten spielen kann, oder oder gar beide Seiten? Japan/USA?

Thx für die Info

so long Nadus

space_force
06-04-05, 04:53
Man spielt ausschließlich auf der deutsche Seite.

Mc_Speed
06-04-05, 05:06
Man spielt auf der Seite der GUTEN http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

Endlich mal kein "Brother-in-Arms-Ami-Patrioten-Scheiss"

Maenniskopesten
06-04-05, 05:19
Wäh?!

Sharky_71
06-04-05, 05:25
Aha, wir waren also die Guten... auch mal eine interessante Sichtweise... http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif

Laß mal kurz überlegen... unsere Vorfahren wählen ein demokratisches System zugunsten einer menschenverachtenden Diktatur ab (auch wenn das viele 1933 noch nicht erkannt haben). Diese Regierung bricht in den Folgenjahren diverse Verträge, Abkommen und Vereinbarungen. 1939 beginnt sie dann einen unprovoziertem Angriffskrieg, der in den Folgejahren mehrere Millionen Menschenleben kostet und Europa für 45 Jahre spaltet... ok, erkannt, wir sind die Guten, eindeutig http://forums.ubi.com/images/smilies/1072.gif

Mal ernsthaft, ich spiele Strategiespiele oder Sims auch immer nur auf der deutschen Seite. Gibt es die nicht (wie bei Brothers In Arms), wird das Spiel auch nicht gekauft. Das liegt aber ausschließlich daran, daß mir die deutsche Seite einfach wesentlich mehr Spaß macht... aber die Deutschen als die Guten zu bezeichnen, darauf bin ich noch nie gekommen...

Geleitzug
06-04-05, 05:30
Na ja , ich geh' mal davon aus, dass Mc_Speed seine Äusserung sarkastisch gemeint hat, in Anspielung auf Games wie BiA, Call of Duty, Blitzkrieg o.ä., bei denen man eben nur auf der Seite der Alliierten spielen kann... weil die eben die "Guten" waren...

Wenn er es nicht so gemeint hat, dann... na ja, braucht man nicht großartig zu kommentieren...

Adm.Enker
06-04-05, 05:33
Achtung quasi moralische Andeutungen:

Also mir ist es bei Kriegsspielen egal, welchen Namen die Seite hat. Ich spiel gern die "Deutschen" im 2.WK da sie einfach die beste Technik hatten. Da könnte von mir aus such Partei XY stehen. Identifizieren möcht ich mich auf keinen Fall damit, wenn man auch zur Verteidigung der Soldaten sagen muss, dass sie nur ein Werkzeug waren. Die anderen Länder hatten genauso gut Soldaten die Menschen getötet haben.

dirk1860
06-04-05, 05:44
ich seh das eigentlich gelassen, spiele allies
und selbstverständlich deutschland gerne.
allerdings stöt mich dieses ami-hollywood heldentum, mal lach ich mich entweder schlapp oder ich koche vor wut.

Sharky_71
06-04-05, 05:48
@Geleitzug:
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Wenn er es nicht so gemeint hat, dann... na ja, braucht man nicht großartig zu kommentieren... <HR></BLOCKQUOTE>
Doch, gerade dann muß man es IMHO kommentieren, weil ohnehin schon viel zu oft weggesehen und ignoriert wird.

@Adm. Enker:
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>[...]wenn man auch zur Verteidigung der Soldaten sagen muss, dass sie nur ein Werkzeug waren.[...] <HR></BLOCKQUOTE>

Mag für den einfachen Soldaten richtig sein, aber der Generalität, die sich so gerne auf ihr preußisches Pflichtbewußtsein berief, kann man nur ein Zitat Friedrichs des Großen entgegnen:

"Dazu haben Wir ihn zum General gemacht, damit er seinen Kopf benutze."

Grund: Einer der Generale des Königs hat in einer Schlacht einen Befehl Friedrichs nicht befolgt, weil er ihm (wenn ich mich recht entsinne) falsch erschien. Das Zitat war die Antwort Friedrichs auf die Forderung den General wegen seines Ungehorsams zu bestrafen.

NadusPG
06-04-05, 06:07
Danke für die Auskunft und Schade das man nicht alle Seiten spielen kann, Preiset die Vielfalt Brüder und Schwestern!

so long Nadus

Ps: Der sich Silent Hunter 3 wohl mal zulegen wird, da ihn schon Silent Service auf dem C64 gefesselt hat http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Mc_Speed
06-04-05, 06:23
Ich hab gewusst das so eine Diskussion losgeht.

Mal im Ernst, ihr spielt ein Kriegsspiel und freut euch �ber jeden versenkten Frachter und spielt dann hier die Moralapostel. Was soll das denn??
Spielt es denn eine Rolle ob ich als Deutscher die Briten jage oder als Ami die Japaner? Nein, v�llig egal.
Meiner Meinung war aber die dt. Technik im WWII die beste und interessanteste Technik und deshalb freu ich mich endlich mal auf der Seite der Deutschen spielen zu d�rfen.
Es tut mir in der Seele weh, wenn ich wie bei Spielen a la Brother in Arms auf deutsche Soldaten schie�en muss, die Hollywood like als total d�mlich dargestellt werden.

Ist denn der einfach dt. Soldat im WW2 weniger Wert als sein amerikanisches Pendant?
Nein, es waren auch nur Menschen die Ihrem Vaterland gedient haben.
Der Gro�teil der Soldaten war nicht an den Verbrechen des Naziregimes beteiligt, insbesondere nicht die Marine, also warum sollte ich diese nicht als die "gute" Seite bezeichnen??

Nur so am Rande: Ich geh gern D�ner essen, hab nen t�rkischen Friseur, ausl�ndische Freunde und meine halbe Verwandtschaft kommt aus dem Ausland. Trotzdem bin ich stolz auf meine Nation und weit von der braunen Suppe entfernt.

Maenniskopesten
06-04-05, 06:46
Ja aber die "Guten" ist doch völliger Bullshit, die Powerrangers sind die guten die Turtles sind die Guten aber nicht die Deutschen, oder die Briten. So ein Käse

Lovo_Kasistan
06-04-05, 06:48
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by Mc_Speed:
Ist denn der einfach dt. Soldat im WW2 weniger Wert als sein amerikanisches Pendant?
Nein, es waren auch nur Menschen die Ihrem Vaterland gedient haben.
Der Gro�teil der Soldaten war nicht an den Verbrechen des Naziregimes beteiligt, insbesondere nicht die Marine, also warum sollte ich diese nicht als die "gute" Seite bezeichnen?? <HR></BLOCKQUOTE>
Weil diese "Seite" auch nur den Nazis gedient hat ohne Nachzudenken und man sieht ja wohin Vaterlandstreue führt. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif Auf dem Meer gibt es auch nicht gerade viele Möglichkeiten Minderheiten zu unterdrücken und auszulöschen, also nur weil die weniger die Möglichkeit dazu gehabt haben bedeutet das noch lange nicht das sie es nicht getan hätten.


<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Nur so am Rande: Ich geh gern D�ner essen, hab nen t�rkischen Friseur, ausl�ndische Freunde und meine halbe Verwandtschaft kommt aus dem Ausland. Trotzdem bin ich stolz auf meine Nation und weit von der braunen Suppe entfernt. <HR></BLOCKQUOTE>
Das höt sich eher nach rechts-konservativ an.

Was hat diese Nation denn für dich getan? http://forums.ubi.com/images/smilies/53.gif


Wenn das mit dem Polit-OT hier so weitergeht wird das Ding wahrscheinlich geschlossen. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

Sharky_71
06-04-05, 06:50
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Mal im Ernst, ihr spielt ein Kriegsspiel und freut euch �ber jeden versenkten Frachter und spielt dann hier die Moralapostel. Was soll das denn?? <HR></BLOCKQUOTE>
Ich spiele sicherlich nicht den Moralapostel und kann sehr gut zwischen einer Simulation und der Realität unterscheiden. Allerdings reagiere ich eben etwas allergisch auf Aussagen, die sehr schnell mißverstanden werden können.
Und gerade in dem Kontext, in dem wir uns hier bewegen, sollte IMHO jeder zweideutige Ausdruck sehr genau überdacht werden...

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Meiner Meinung war aber die dt. Technik im WWII die beste und interessanteste Technik und deshalb freu ich mich endlich mal auf der Seite der Deutschen spielen zu d�rfen. <HR></BLOCKQUOTE>
Naja, erstens ist es ein Ammenmärchen, daß die Deutschen die beste Technik hatten. Schau Dir mal an, mit was Frankreich 1940 angegriffen wurde, da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Empfehlenswert ist hierzu das Buch von Karl-Heinz Frieser, "Die Blitzkrieg-Legende", ISBN 3486562010.

Zweitens ist es ja auch so, daß es genug Spiele gibt, auf denen man die Seite wählen kann. Und außerdem: wundert es Dich, daß man in einem amerikanischen Spiel den Schwerpunkt auf die amerikanische Seite legt?

Drittens werden in den meisten Spielen Gegner nicht mit wirklich realistischem Verhalten dargestellt. Der Grund dafür heißt Spielspaß. Würden sich meine Gegner so verhalten, daß es wirklich real wäre, würde der Spielspaß für die überwiegende Masse deutlich nach unten gehen. Und Spiele werden halt nun mal nicht für wenigen geschrieben, die 100% Realismus erwarten. Auch bei SH3 werden die meisten aus Spielspaßgründen nicht mit 100% spielen.

Mc_Speed
06-04-05, 07:06
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by Lovo_Kasistan:
Das höt sich eher nach rechts-konservativ an.
Was hat diese Nation denn f�r dich getan? http://forums.ubi.com/images/smilies/53.gif
<HR></BLOCKQUOTE>
Ich habe ein Dach ueber den Kopf, hab genug zum essen, darf meine Meinung frei mitteilen und darf mich frei entfalten.
Warum sollte ich meine Nation nicht moegen?

Was tun denn die Schweizer, die Briten, Die Franzosen, die Oesterreicher... f�r ihr Volk?

Nenn es wie du willst, an dem Tag an dem ein Mensch aufgrund seiner Nationalitaet, seines Glaubens oder seiner Gesellschaftsschicht von mir angegriffen wird, bekommst du von mir ein neues Auto. http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

@Sharky_71
Zur Technik:
Ich nenn nur ein paar Beispiele
- Me 262
- V2
- Koenigstiger
- Schnorcheltechnik
natuerlich war nicht alles Gold, aber das sind 4 Sachen die die Welt auch nach dem WW2 noch veraendert haben.

Mittelwaechter
06-04-05, 07:54
Die Generäle Hitlers und das preußische Pflichtbewußtsein?

Ich kann Deiner Argumentation nicht ganz folgen. Hitler hat sich seine Generäle schon ausgesucht, die waren pflichtbewußt und hatten einen Eid auf Hitler persönlich abgelegt.
Ihren Kopf haben die sicherlich auch benutzt, aber wohl mit dem Hintergedanken, die Schlappe aus dem WWI wieder auszubügeln.
Wenn sie in militärischen Angelegenheiten massiv widersprochen haben, hat Hitler sie entmachtet - im besten Fall.

Einzelnen Personen - egal ob Generälen, Soldaten oder Zivilisten - kann man sicherlich vorwerfen, sie haben zu wenig Zivilcourage gezeigt.

Im Gegensatz zu heute konnte man sich aber vor 60/70 Jahren nicht so ohne weiters unabhängig informieren. Da gab es den Volksempfänger - Radio - und die tönende Wochenschau - Kino. Beides optimal von den Nazis kontrolliert. Da bekam man zu sehen, was man sehen sollte. Mit geeigneten Informationen konnte man da die Stimmung ausgezeichnet beeinflussen.
übrigens ist da zu Heute nicht so viel Unterschied. Wir werden auch mit sehr gezielten Informationen versorgt. Angebliche Massenvernichtungswaffen und Luftaufnahmen von mobilen Chemielabors haben einen breiten Konsens zur Intervention im Irak herbeigeführt - um es mal vorsichtig zu formulieren. Und nun? Tja, die Gewinner schreiben die Geschichte und definieren die Moral.

Hitler hat eine Truppe von eingeschworenen Kumpanen um sich versammelt und die sicherlich auch dafür anfälligen Deutschen per Propaganda und weiteren Maßnahmen bei der Stange gehalten.
Der gesamte Machtapparat war auf Gleichschaltung und gegenseitige Kontrolle ausgelegt. Für diesen braunen Sumpf eine bemerkenswerte Leistung, das System hat sehr effizient funktioniert. Da kommt dann noch soetwas wie Gruppenzwang oder -dynamik gepaart mit einer Vorstellung von "wir sind was besseres" - Herrenmenschen eben - schnell ins rollen.

Mit emotional aufgemachter Information bekommst Du heute auch jede Menge Holzköpfe gegen Ausländer oder Andersgläubige oder gegen eine beliebige Gruppe vom Sofa hoch. Da gibt es auf diversen Sendern auch geeignete Magazine mit "ex"-Präfix, die bringen zum Beispiel "Meinung" unters Volk ( nicht falsch verstehen, die machen keine faschistische Propaganda!).
Wenn die Gruppe der Holzköpfe groß genug wird, dann gewinnt sie an Einfluss. Eine grundlegende Unzufriedenheit im Volk bietet breiten Nährboden für diejenigen die eine Lösung anbieten.
Wir sollten gemeinsam wachsam bleiben.

"Die Deutschen" haben den WWII angefangen (den WWI auch schon) - schon mal schlecht für unser Image.
Das Bild der hässlichen, abstoßenden und perversen Deutschen haben wir uns im Rest der Welt aber durch den systematischen Völkermord am Judentum eingehandelt. Diese menschenverachtenden Grausamkeiten, die in den Konzentrationslagern nicht nur an jüdischen Mitbürgern stattgefunden haben, wird keine Generation - sei es die, die sie erlebt hat oder eine, die sie erzählt und gezeigt bekommt - keine Generation wird diese Untaten mit einem "das ist schon lange her" abtun.
Dieses blutige Mal wird an uns haften bleiben, wir werden damit leben müssen.

AG_Wittmann
06-04-05, 08:13
Naja, dat mit dem Völkermord, das üble an diesem war nur, dass die Deutschen den Massenmord typisch deutsch organisiert haben ... das wurde vorher so noch nich gemacht ...

Der erste Weltkrieg ... den ham die Österreicher angefangen ... Deutschland hatte dummerweise Österreich absolute Unterstützung gewährt ...

Der zweite Weltkrieg war eigentlich Revanchismus erster Güte ... jedenfalls bis zur Kriegserklärung an die Sowjetunion, ab hier war es ein Vernichtungskrieg ...

Die arabische Welt verehrt übrigens das deutsche Volk für die Judenvernichtung, dürft ihr auch nicht vergessen ... in der Türkei verkauft sich aktuell das Buch "Mein Kampf" ganz gut ...

Jojo, is schon krank die Welt ...

Ahja, und das die Deutschen speziell anfällig für Propaganda sind, ist einfach Schwachsinn ... selbiges ist den Russen, Amis, Japanern etc. passiert ...

Calari
06-04-05, 08:15
Hmm ich seh manches etwas anderes.
DAS die Deutschen als Land viel Mist gebaut haben keine Frage.
Und gerade die Taten des NS-Regimes sind mit nichts zu entschuldigen.
Fakt ist aber auch, dass es kaum eine Nationalität gibt die mit reiner Weste dasteht.

Der grosse Unterschied liegt in der Dokumentation der Taten und wie abgebildet sie denn überhaupt sind.
Z.B haben die USA sich auch nicht mit Ruhm bekläckert als sie die Indianer niedergemezzelt haben. Bildaufnahmen existieren davon natürlich nicht oder sie zeigen nicht das genaue Ausmass der Lage.
Und verklässliche Zahlen wieviel jetzt wirklich umgebracht wurden gibt es auch nicht.
Da sprechen die Lagerbücher der Deutschen natürlich eine andere Sprache.

Die Spanische Inquisation war auch nicht ohne und die Inkas hätten heute sicher auch noch so ihre Meinung über die Spanier.
Wo ist denn das ganze Volk wohl abgeblieben?

Dann die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, da gibt es Bilder aber die kocht man nicht immer wieder hoch, weil vor allem durch die Folgen die meisten Menschen gestorben sind.
Und selbst heute leidet die Bevölkerung durch Erbkrankheiten noch.

Frankreich und ihre Königsgeschichte ist auch so ein Fall für sich.
Da wurde erst hingerichtet und dann Gefragt.
Ob ich mein Volk verhungern lasse oder es direkt umbringe, dass Resultat ist das gleiche.

Hier könnt ich noch ewig weitertippen.
Wie gesagt ich billige die Taten des NS-Regimes kein bischen. Und wenn man manche Bilder heute sieht, könnte man immer noch Tränen in den Augen bekommen.
Dann aber eher über das unfassbare wie MENSCHEN so grausam sein können. Und nicht wie DEUTSCHE so grausam sein können.

Bleibt also...
mit Verurteilungen über ein ganzes Volk sollte man gleich welche Natonalität vorsichtig sein.

Und ich weiss nicht ob das Wort "stolz" auf Deutschland richtig ist.
Ich bin eher froh hier zu wohnen.
Denn wie schon gepostet wurde hab ich auch ein Dach über dem Kopf.
Hier werden zumindest nicht öffentlich Musiker und Schauspieler von Verantstaltugen ausgeschlossen nur weil sie eine andere Meinung zur Politik haben als die aktuell amtierende.
Folter und Todesstrafe gibt es auch nicht und und und.
Also stolz... hmmm passt nicht so das Wort... froh hier zu Wohnen ist besser.

(Meine Meinung und es gibt nicht nur schwarz und weiss)

clorko
06-04-05, 08:33
Ich spiel am liebsten auf der Seite der Deutschen ganz einfach darum weil mir die Waffen, Fahrzeuge, Technik etc viel besser gefallen

Mc_Speed
06-04-05, 09:02
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by Calari:
Und ich weiss nicht ob das Wort "stolz" auf Deutschland richtig ist.
<HR></BLOCKQUOTE>
Stolz, der; -es [zu -&gt; stolz]: ausgepr�gtes, jmdm. von Natur mitgegebenes Selbstwertgef�hl

Ich kann nix daf�r in diesem Land geboren worden zu sein.

Leider haben anscheinend noch viele ein Problem damit. Aber es sollte nicht unsere Aufgabe sein st�ndig geb�ckt zu laufen und uns f�r die Taten unserer Vorfahren zu Entschuldigen, vielmehr ist es unsere Aufgabe daf�r zu sorgen das so etwas nie wieder passiert.

NadusPG
06-04-05, 09:24
Oh Mann was hab ich denn da losgetreten!!!

Also von mir aus kann der Topic geschlossen werden, außer 3 Einträgen eh alles off topic !!!

so long Nadus

AG_Wittmann
06-04-05, 09:43
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by Nightmare2k3:
@AG_Wittmann

Zitat von dir:

"Der zweite Weltkrieg war eigentlich Revanchismus erster Güte ... jedenfalls bis zur Kriegserklärung an die Sowjetunion, ab hier war es ein Vernichtungskrieg ..."

Falsch! Die Schritte gegen die Tschecheslowakei (Stichwort Münchener Konferenz) war rein expansiv. Die Sudetendeutschen "heim ins Reich" zu holen, war ein Vorwand. Die Trennung der Tschechien von der Slowakei (Besetzung von Tschechien und Etablierung des Regimes Tiso in der Slowakei)...Wo hat das mit dem ersten Weltkrieg zu tun?

Und zuletzt Polen. Natürlich ist Polen aus ehemaligen deutschen und sowjetischen Gebieten entstanden, aber (!!!!) häufig wird vergessen zu sagen, das Polen im Jahrhundert zuvor von Russland und Preußen langsam einverleibt wurde!

Der zweite Weltkrieg war von deutscher Seite von Anfang an ein Expansionskrieg. Es ging nicht vornehmlich um Rache. Es ging um Expansion. Das hat Hitler schon in "Mein Kampf" geschrieben. <HR></BLOCKQUOTE>

Tschechoslowakei gab es vor dem Ende des 1. Weltkriegs nicht, war nämlich im Besitz von Österreich-Ungarn ... tjo, sie gründeten ihren eigenen Staat, dummerweise waren ein Viertel der Gesamtbevölkerung Deutsche, die man ignoriert hat ... und im Osten noch einige Ukrainer ...

Naja, und das Polen unbedingt einen Zugang zur Ostsee erhalten sollte, ungeachtet von der Bevölkerung etc., das ist schon hart ... wäre ungefähr so, als würde man dem heutigen Österreich einen Zugang zum Meer zu bewähren, ohne Italien zu fragen und einen österreichischen Korridor durch deren Land zu treiben.

Für mich ist der erste Teil bis zur Besetzung des Balkans ein Rachefeldzug gegen Polen, Tschechei und Frankreich sowie England ... alles danach war nur noch ein Vernichtungsfeldzug ... das nun Norwegen, Dänemark und die Niederlande in die Quere gekommen sind ... naja, wie sagt man so schön ... shit happens ...

I teile eher die Vermutung, dass die Siegernationen 1918 in ihrem Friedenswahn garnicht gemerkt haben, welchen Schaden sie eigentlich da angerichtet haben ... und der hat sich bitterlich gerächt 1939 bis 1945 ...

Danach hat man die Sache anders angefaßt und bis heute gabs die bisher längste Friedensperiode in Europa ...

Mittelwaechter
06-04-05, 09:49
Hitlers Motivation war "Lebensraum im Osten" zu erschließen. Daher ist die Definition "Expansionskrieg" zutreffend.
Für die meisten Generäle war dies vermutlich eher sekundär. Sie sahen eine Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen und die Niederlage aus dem WWI zu bereinigen.

Ich möchte nochmal betonen, das ich hier nicht "den Deutschen" eine Schuld zuweisen möchte. Ich wollte auch oben schon klar auf die Verantwortung einzelner Kreise und Personengruppen hinweisen. Die breite Masse hat überwiegend mitgemacht, was die Organisation des Reiches und des Zusammenlebens anging. Von den Greueln in den Lagern werden nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung gewusst haben.

Die Deutschen waren schon (sind noch?) für ihren Gehorsam gegenüber "Obrigkeiten" bekannt. Kommt möglicherweise auch aus der preußischen Geschichte.

Vermutlich alle Nationen haben keine reine Weste, da geb ich Dir uneingeschränkt Recht. Aber zum einen sind die Schandflecke aufgrund der verstrichenen Zeit verblaßt, es lebt kein Betroffener mehr. Zum anderen hat es die eine oder andere Nation verstanden, die Sachverhalte zu moralisieren, zu beschönigen oder gar zu glorifizieren. Wie gesagt, die Gewinner schreiben die Geschichte.
Und die Systematik, oder wie oben gesagt die deutsche Gründlichkeit beim jüdischen Genozid, ist unvergleichbar mit anderen Kriegsverbrechen.

In allen Kriegen wurden unsägliche Grausamkeiten ausgeübt. In den meisten fand das allerdings auf dem Schlachtfeld unter den beteiligten Armeen statt. Es gab sogar einige mehr oder weniger ehrenhafte Kodexes, wie man mit einem unterlegen oder besiegten Gegner umgeht.
Die Zivilbevölkerung hat auch in den Kriegen des Altertums schon unter Brandschatzung und Vergewaltigung gelitten.
Die militärischen Maßnahmen des WWII und der Kriege danach haben aber in weit größerem Umfang die Zivilbevölkerung beeinträchtigt.

Der Abwurf der Atombomben über Japan ist ebenfalls eine monstöse Abartigkeit der menschlichen Geschichte. Die Amerikaner haben damit aber ihren WWII beendet und ihren Anspruch als Weltmacht begründet. Als Gewinner tun sie sich mit Rechtfertigungen, Ethik und Moral sowieso leicht.
In den amerikanischen Foren finden sich häufig Beiträge über europäische Kritik an amerikanischer Außenpolitik nach dem Motte: was kritisiert ihr uns überhaupt, seid mal lieber dankbar, dass ihr heute nicht alle deutsch sprecht und die Hacken zusammenschlagt.
Die überbringer von Freiheit und Demokratie müssen auch noch lernen, dass ihre Geschenke nicht überall willkommen sind.
Der american way of life ist nicht der einzige Weg.

Interessanterweise mehren sich dort - in den Foren - auch Stimmen, die ihr Unverständnis zum fehlenden deutschen Nationalstolz zum Ausdruck bringen. Man erkennt die Bemühungen Deutschlands an, die eigene Geschichte aufzuarbeiten, streut aber auch ein "jetzt ist es dann aber genug" dazu.
Es gäbe durchaus genug, worauf man als Deutscher stolz sein könnte. Wie auch bei uns ruft so ein Spruch aber auch gleich die Hüter der Moral auf den Plan, die Untaten der Nazis nicht zu vergessen. Durchaus gerechtfertigt, meiner Meinung nach.
Wider dem Vergessen. Es sollte allen eine Mahnung bleiben.

In Deutschland ist es nach wie vor unmöglich, öffentlich seinen Nationalstolz zu bekunden, man wird sofort in eine braune Ecke geschubst. Ich denke, das wird noch lange so andauern.
Leider tragen es auch nur die Neo-Nazis zur Schau und haben es dadurch für sich gepachtet.
Nicht dass ich so ein stolzer Deutscher wäre, aber eine natürliche Haltung zur Nation und ihren Leistungen wäre nicht schändlich.

Klabauter1983
06-04-05, 10:08
Oh man, kann man ein PcSpiel/Simulation nicht einfach als PC-Spiel belassen wo nur Bits und Bytes hin und hergeschoben werden?

Ob Deutsch oder Allierten, PC-SPiel bleibt PC Spiel!!! ich spiele genauso die Alleirten wie die Deutschen und habe bei keine Probleme diese zu spielen bei beiden!!!

Close! Wer über Moral in PC Spielen diskutieren will oder gar über Historie, soll das bitte in ein Politikforum tun!

Meine Meinung!

jotefpe
06-04-05, 17:59
Wir spielen übermorgen wieder Axis&Allies. Jeder übernimmt eine ausgeloste Nation und gut ist's.

Natürlich machen wir uns dabei wieder lustig über den Wahn mancher (besonders deutscher, japanischer und russischer Kriegsfürsten - liegt an der Zeit, in der das Spiel spielt), aber ich könnte jede (große) Nation und jede Zeit seit dem Altertum nennen, in der Kriegsverbrechen und Genozide stattgefunden haben.

Natürlich will ich damit niemanden verteidigen-schon gar nicht den Deutschen Genozid an den Juden und z.B. Zigeunern (Wie nennen sie sich gleich, Sinti, oder?)

Das einzig traurige daran ist, dass die Menschheit bis heute nicht wirklich etwas dazu gelernt hat, trotz der verschiedenen Glaubensrichtungen. Obwohl ich mich nicht gläubig nennen kann - was Wunder!

Die Juden werden seit Jahrtausenden verfolgt. Sie haben als eigenständige Nation einen überraschungsangriff der Syrer und Ägypter hinter sich, den sie erfolgreich abwehrten. Was machen sie? Sind sie am Drücker, unterdrücken sie genauso wie die Amerikaner, Deutschen, Franzosen, Spanier, Römer, Gallier usw.

Ich denke, wir alle als Menschen sind da gleich: der Gruppenzwang greift besonders, sobald uns jemand sagt, wir sind besser. Dann werten wir andere ab.

Ich bemühe mich, dies in keinster Weise zu tun und arbeite in einem weltweiten Unternehmen. Trotzdem empfinde ich eine gewisse perfide Faszination am Krieg - würde ihn aber in keinster Weise erleben wollen oder anregen. Im Gegenteil! Was ich ohne Krieg im "Kriegsdienst" erlebt habe, reicht schon, allein durch die "feindliche" Umgebung und Politik; wer mit dem Feuer spielt...

Und während sich andere Fußballspiele ansehen (ich rede von den harmlosen Fällen) spiele ich eben gern Kriegsspiele, aber auch Wirtschaftssimulationen oder auch nur die Sims... Ich schiebe da eben gern Figuren oder Pixel durch die Gegend.

Natürlich immer auf der Seite der Guten! (Soll heißen, ich spiele jede Seite.) Und wenn ich gewinne, dann hat das was mit dem Spiel zu tun und nicht mit irgendeiner gewünschten Realität.

Kann sich noch jemand an "Ein Fisch namens Wanda" erinnern? Zitat: "Wenn wir euch damals nicht geholfen hätten, würdet ihr nur Sauerkraut essen und Marschmusik höen". So ein ziemlich dämlicher Amerikaner an einen Briten. Aber trotzdem bin ich den damaligen Amerikanern (und anderen Alliierten) die hier den Kopf hingehalten haben verdammt dankbar!

My personal 2 cents about this topic.

Kpt-Wolf
06-04-05, 19:00
jetzt nochmal zu den "guten Deutschen", natürlich war das was im 2.Weltkrieg geschah (auch das davor) schrecklich und allein Deutschland trägt daran die Schuld, aber man muss ganz klar sagen, dass die Sieger Geschichte schreiben und wir jetzt nicht sagen können, Amerika war gut, Frankreich war gut, Russland war gut.....

Man denke an die birtischen "Kz" in Afrika oder die ganzen Strafexpeditionen in Afrika und Kolonien, auch der Völkermord der Türken an den Armeniern ist ja auch nicht als gut anzusehen !!
Es gibt kein "Gut" und kein "Böse", alles ist relativ und wie gesagt, die Geschichte wird von den Siegern geschrieben !!!!

UA1
07-04-05, 07:43
Vielleicht abschließend noch was zum Thema deutsche Soldaten der Wehrmacht:

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by Lovo_Kasistan:
Weil diese "Seite" auch nur den Nazis gedient hat ohne Nachzudenken und man sieht ja wohin Vaterlandstreue führt. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif Auf dem Meer gibt es auch nicht gerade viele Möglichkeiten Minderheiten zu unterdrücken und auszulöschen, also nur weil die weniger die Möglichkeit dazu gehabt haben bedeutet das noch lange nicht das sie es nicht getan hätten. <HR></BLOCKQUOTE>

Diese Aussage halte ich für problematisch. Man darf hier nicht alles in einen Topf werfen. Die Wehrmacht war eine Armee wie jede andere. Es gab durchaus eine Vielzahl von Generälen und Offizieren, die nicht 100% "linienkonform" waren - ein deutliches Beispiel hierfür ist z.B. das Stauffenberg-Attentat - wenn man bedenkt, wer dort alles involviert war.
Eines muss man ganz deutlich und in aller Form sagen: die Wehrmacht hat den grauenhaften Genozid nicht zu verantworten.

Am Beispiel Polens wird dies besonders deutlich: Polen wurde nach dem Feldzug zunächst von der Wehrmacht "übernommen" und es wurde versprochen, daß es keine übergriffe auf die Zivilbevölkerung geben wird. Das entsprach auch dem "Ehrgefühl" der Generäle und Soldaten.

Das passte aber nicht zu dem, was Himmler wollte. Er schickte SS-Einsatzverbände im Rücken der Wehrmacht los, die grauenhafte Massaker unter der polnischen Bevölkerung anrichtete und tausende und abertausende Menschen abschlachtete. Es gab über Jahre hinweg von Seiten der Wehrmacht vergebliche Versuche, dieses Vorgehen zu stoppen. Generäle zeichneten diese Vorfälle auf und prangerten diese immer und immer wieder bei der Führung an. Der Erfolg war, das solche Leute abserviert oder versetzt wurden und die Führung zuließ, dass die SS schließlich das Schicksal des Landes bestimmte. Die Meinung der Truppe zur SS und ihren Taten war Ablehnung bis Hass.

Es gibt zu diesem Thema ein sehr interessantes Buch: Der Orden unter dem Totenkopf. Dort kann man das von mir hier geschriebene nachlesen, mit reichlich Quellenangaben historisch korrekt dargestellt.

Deswegen sage ich eins: schmeißt nicht die Wehrmacht und die SS in einen Topf, das ist historisch und moralisch falsch.
Und genauso bedenklich ist es, Marinesoldaten zu unterstellen, die hätten auch Massenvergasungen durchgeführt, hätte sich die Gelegenheit ergeben. Das ist eine sehr undifferenzierte und simple Sichtweise der Dinge.

Die Soldaten der Wehrmacht waren nicht besser oder schlechter als andere - dafür, dass sie fortwährend mit Propaganda berieselt wurden, konnten sie auch nichts - und das gab es auch anderswo. Mal ganz anders gesagt; welche Alternative hat der einfache Soldat denn gegenüber dem Kämpfen? Die Erschießung nach dem Kriegsgericht.

Schroeder1970
07-04-05, 08:20
die U-Boot-Fahrer waren doch die Guten, oder???


hier mal ein Auszug aus den FAQs von UbiSoft:

<span class="ev_code_GREEN">Warum wieder die deutsche Seite?</span>
Weil die deutsche U-Boot-Kampagne den größten U-Boot-Hintergrund, die eindrucksvollsten technologischen Fortschritte in diesem Bereich und das weiteste geografische Feld bietet.