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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Feindfahrtbericht U 554



MCHALO12
20-02-11, 08:32
Moin ihr,

ich werde hier in Zukunft regelmäßig von den Erlebnissen meiner Feindfahrten berichten. Als Vorbild dienen mir die spannenden Berichte von Tommel und Soni.

Zum Spiel: Ich spiele Lsh 5, allerdings habe ich noch meinen "Realismus-Mod" dazu aktiviert. Dieser Mod editiert unter anderem die Sensoren, die Wasser- und normalen Bomben sowie das Schadensmodell der Boote. So wurde zum Beispiel die Sichtweite der Gegner stark erhöht, bei perfekten Bedingungen kann das eigene Boot bei hoher Fahrt schon mal auf 10 - 14 km gesichtet werden. Das gilt allerdings nur für Kriegsschiffe und Flugzeuge; die Sichtweite der Frachter habe ich leicht verringert, sodass in dunklen Nächten auch Überwasserangriffe auf kurze Entfernung möglich sind. Außerdem habe ich den Wirkungsbereich der Bomben verdoppelt, die "Lebenspunkte" der Boote halbiert und die Panzerung von 20 auf 1 cm verringert. Das führt dazu, dass schon eine Bombe in einer Entfernung von weniger als 7 m das Ende bedeuten kann. Das Spiel wird so sehr realistisch, man überlegt sich jedes Risiko lieber zweimal.
Die Realismus-Einstellungen stehen auf 98%, wobei die fehlenden 2% von der Außenansicht kommen.

Zur Situation: Ich übernehme im April '41 den Neubau U 203 vom Typ VIIc. Der U-bootkrieg ist im Vergleich zu den Anfangsjahren deutlich härter geworden. Die britische Abwehr hat sich mittlerweile organisiert, die Sicherung der Geleitzüge ist stärker, die Luftpatrouillen sind häufiger. Dem gegenüber stehen die neuen Basen in Frankreich, durch die die langen Anmarschwege in den Atlantik deutlich verkürzt werden und dadurch mehr Boote gleichzeitig am Feind stehen können.

Nachdem das Boot nun eingefahren und fronttauglich ist, steht noch eine letzte Ausbildungsfahrt in der Ostsee von Danzig aus an. Hier sollen ein letztes Mal alle Bordsysteme überprüft und die Mannschaft auf ihren Stationen trainiert werden.



1. April 1941, 1. Seetag

0500 auslaufen aus Danzig hinter Sperrbrecher. Wind 6 aus 330°, Himmel bewölkt, leichter Nebel. Die Sonne geht gerade auf, der 1 WO hat die Wache übernommen. Die friedliche Stimmung passt nicht zum 3. Kriegsjahr, beim Auslaufen kommen sich die Männer eher wie auf einer Ausbildungsfahrt in Friedenszeiten vor.

http://s13.directupload.net/images/110220/rkvt3ebb.jpg

0620 wir verabschieden uns mit einem Winkspruch vom Sperrbrecher und laufen mit halber Fahrt auf unser Übungsgebiet in AO 95 zu

0630 Prüfungstauchen 30m, alle Bordverschlüsse dicht. LI überprüft die vorher errechneten Füllstände der Regelzellen und trimmt das Boot ein.

0645 Auftauchen, die Brückenwache genießt die aufgehende Frühlingssonne, der Smutje verteilt Kaffee.

MCHALO12
20-02-11, 08:32
Moin ihr,

ich werde hier in Zukunft regelmäßig von den Erlebnissen meiner Feindfahrten berichten. Als Vorbild dienen mir die spannenden Berichte von Tommel und Soni.

Zum Spiel: Ich spiele Lsh 5, allerdings habe ich noch meinen "Realismus-Mod" dazu aktiviert. Dieser Mod editiert unter anderem die Sensoren, die Wasser- und normalen Bomben sowie das Schadensmodell der Boote. So wurde zum Beispiel die Sichtweite der Gegner stark erhöht, bei perfekten Bedingungen kann das eigene Boot bei hoher Fahrt schon mal auf 10 - 14 km gesichtet werden. Das gilt allerdings nur für Kriegsschiffe und Flugzeuge; die Sichtweite der Frachter habe ich leicht verringert, sodass in dunklen Nächten auch Überwasserangriffe auf kurze Entfernung möglich sind. Außerdem habe ich den Wirkungsbereich der Bomben verdoppelt, die "Lebenspunkte" der Boote halbiert und die Panzerung von 20 auf 1 cm verringert. Das führt dazu, dass schon eine Bombe in einer Entfernung von weniger als 7 m das Ende bedeuten kann. Das Spiel wird so sehr realistisch, man überlegt sich jedes Risiko lieber zweimal.
Die Realismus-Einstellungen stehen auf 98%, wobei die fehlenden 2% von der Außenansicht kommen.

Zur Situation: Ich übernehme im April '41 den Neubau U 203 vom Typ VIIc. Der U-bootkrieg ist im Vergleich zu den Anfangsjahren deutlich härter geworden. Die britische Abwehr hat sich mittlerweile organisiert, die Sicherung der Geleitzüge ist stärker, die Luftpatrouillen sind häufiger. Dem gegenüber stehen die neuen Basen in Frankreich, durch die die langen Anmarschwege in den Atlantik deutlich verkürzt werden und dadurch mehr Boote gleichzeitig am Feind stehen können.

Nachdem das Boot nun eingefahren und fronttauglich ist, steht noch eine letzte Ausbildungsfahrt in der Ostsee von Danzig aus an. Hier sollen ein letztes Mal alle Bordsysteme überprüft und die Mannschaft auf ihren Stationen trainiert werden.



1. April 1941, 1. Seetag

0500 auslaufen aus Danzig hinter Sperrbrecher. Wind 6 aus 330°, Himmel bewölkt, leichter Nebel. Die Sonne geht gerade auf, der 1 WO hat die Wache übernommen. Die friedliche Stimmung passt nicht zum 3. Kriegsjahr, beim Auslaufen kommen sich die Männer eher wie auf einer Ausbildungsfahrt in Friedenszeiten vor.

http://s13.directupload.net/images/110220/rkvt3ebb.jpg

0620 wir verabschieden uns mit einem Winkspruch vom Sperrbrecher und laufen mit halber Fahrt auf unser Übungsgebiet in AO 95 zu

0630 Prüfungstauchen 30m, alle Bordverschlüsse dicht. LI überprüft die vorher errechneten Füllstände der Regelzellen und trimmt das Boot ein.

0645 Auftauchen, die Brückenwache genießt die aufgehende Frühlingssonne, der Smutje verteilt Kaffee.

Tommel1965
21-02-11, 05:20
F U N K S P R U C H
+++ AN Kdt. U 203 +++
Freue mich riesig auf die FF-Berichte.
Gute Jagd und fette Beute
+++ Vom Kdt. U 446 KptLt Tommel +++

Soni2
21-02-11, 08:02
Freut mich, daß es hier bald wieder mehr Lesestoff gibt ;-)

MCHALO12
14-03-11, 17:58
Moin ihr,

hier war es eine Weile lang etwas still, das lag daran, dass ich nach einigen Problemen SH neu installieren musste... Deshalb hat sich auch die Nummer des Bootes in U 554 geändert und es gibt kleine Unstimmigkeiten beim Datum... Ansonsten läuft aber alles wie beschrieben weiter!

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Nach einer recht ereignislosen Überführungsfahrt wird das Boot nun für die erste Feindfahrt vom noch neuen Stützpunkt Brest aus vorbereitet. Es geht in das PQ AD 55 westlich von Island. Ich hoffe beim Anmarsch dorthin weitestgehend außerhalb der Reichweite der Feindluft marschieren zu können. Der Bdu hat kurz vor dem Auslaufen noch darauf hingewießen, dass sich die Einsatzbefehle noch ändern können falls in den Western Approaches oder vor dem Nordkanal während unseres Anmarsches Fühlung zu einem Geleitzug hergestellt wird. Wir werden sehen, Boot uns Mannschaft sind auf jeden Fall für eine lange Unternehmung im kalten Nordatlantik gerüstet als der letzte Tag an Land zu Ende geht.

1. FEINDFAHRT

1. März 1941, 1. Seetag

1155 Auslaufen U-boot-Bunker Brest; die Männer haben die Märsche der Militärkappelle noch im Ohr, als U 554 langsam die Hafeneinfahrt Richtung offenes Meer entlang läuft. Gleichzeitig mit uns laufen die beiden Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau aus, die beiden schweren Einheiten sind ein eindrucksvoller Anblick, über ihren Einsatzwert dagegen wird bei der Marine viel diskutiert, bis jetzt haben sich die enormen Baukosten kaum gerechnet...

1501 die Küste verschwindet langsam achteraus, trotzdem haben wir nur wenige Meter unter dem Kiel. Die Brückenwache ist angespannt, Flakmunition liegt schon im Turm bereit. Bei dieser geringen Wassertiefe wäre Tauchen bei einem Flugzeugangriff nicht möglich, Gott sei Dank sind bis jetzt noch keine Angriffe so nah an der Küste bekannt. Trotzdem laufen wir mit großer Fahrt um schneller tieferes Wasser zu erreichen; 3 Sichtkontakte in 277°, vermutlich eine Minenräumflotille

1547 endlich haben wir tieferes Wasser erreicht, ich gebe "Alarm zur Probe" und lasse den LI das Boot bei 50 m durchpendeln. Der zuvor nur theoretisch errechnete Trimmzustand wird korrigiert, da das Boot noch etwas zu leicht ist werden die Regelzellen leicht nachgeflutet. Alle Maschinen funktionieren einwandfrei, die Besatzung ist ausgeruht und gut motiviert.

1600 ich lasse auftauchen, wir marschieren mit 1/3-Fahrt. Die Spannung im Boot steigt immer mehr, die Erfahrenen unter der Besatzung wissen, dass sich die nervliche Anspannung zu Beginn einer Feindfahrt erst mit dem ersten überstandenen Feindkontakt legt, die neuen Besatzungsmitglieder frage sich, ob ihr erster Feindkontakt womöglich schon ihr letzter sein wird

MCHALO12
15-03-11, 17:44
2. März 1941, 2. Seetag

0800 Probealarm, lasse Boot auf 50m abfangen, Boot ist bei nur 30 Sekunden auf 20m

0816 Auftauchen, Batterien laden

1132 Sichtkontakt 116°, 2 Flugzeuge im Anflug, Entfernung 9000m
ALARMTAUCHEN, 5 Bombem explodieren achteraus als Boot bereits auf 50m, keine Schäden am Boot
Die Spannung im Boot löst sich langsam, obwohl jedem klar ist, was passier wäre wenn die Wache das Flugzeug ein paar Sekunden später erkannt hätte...

Horchpeilung 321°, langsam, kommt näher. Laufen mit großer Fahr auf Abfangkurs

1158 Ziel identifizier als Belize-Klasse, Kurs ca. 350°, Nationalität nicht auszumachen, laufen in Schussposition

1200 Etmal Tag 1 ist 206 sm

1206 Fahrt Horchkontakt ca 4-5 Kn, ev. Caribou-Klasse

1218 Kontak eindeutig indentifizier als Belize-Klasse, 1700 BRT

1220 gehen nach Sehrohrrundblick auf 30m als plötzlich sehr starke Explosion zu hören ist
gehen mit AK auf Sehrohrtiefe, vermute zuerst Mine; Frachter brennt, sinkt, Bomber kreist am Himmel
kurz darauf Maschinengewehrfeuer von aufkommenden Jäger, Bomber feuert aus Heckkanzel, gehen auf 50m um nicht gesichtet zu werden, können nicht genau Nationalität von Bomber und Frachter erkennen...

1330 Auftauchem, Batterien laden
sende Meldung an BdU: Angriffe durch Flugzeuge, Einzelfaher gesichtet, durch Bomber versenkt. Bomber durch Jäger angegeriffen und vermutlich abgeschossen

1501 Meldung von Nordreich Radio: im Februar 102 Schiffe zu 403.000 BRT versenkt

1510 Batterien vollständig geladen

2143 Fühlungsmeldung feindlicher Geleitzug B15, WSW, 5 Kn, Entfernung zu momentanem Standort nur ca. 40km
laufne mit AK auf Abfangkurs, Zusammentreffen erwartet in ca. 1 Stunde

2208 Funksrpruch von Bdu: U 554 Fühlung herstellen und halten bis weitere Boote herangeführt, Angriff 3. März 1200 freigegeben.

2241 Sichtkontakt 20°, sende Fühlungsmeldung

1 Zerstörer als Feger
1 Korvette als Nachschutz
ca. 9 Frachter