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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : „Welcome to Hell" [Feedback GRB Beta]



WarHeroI
08-09-19, 21:33
Vielen Dank für kostenlose Bereitstellung dieser Beta-Version.

Leider gibt es nicht viel was man an diesem Spiel gut finden könnte. Viele Fehler die im Vorgänger mit mehreren Updates mühsam entfernt bzw. korrigiert wurden, sind nun im Nachfolger wieder zu finden.

Die unübersichtliche Karte und das neue Ausrüstungssystem zerstören den Eindruck, dass man endlich nach knapp einem Jahrzehnt verstanden hätte, dass ein Großteil aller potentiellen Kunden bei einem Spiel welches mit dem Genre „Survival-Shooter“ beworben wurde, die dynamische Spielwelt einer der wichtigsten Faktoren darstellt.

Leider gibt uns Beta einen Eindruck davon, wie eine starre und unflexible Spielwelt mit wiederkehrenden Ereignissen den Spielern vermittelt, dass die Erkundung der Spielwelt und deren Orte nicht notwenig ist, da man bereits auf der Karte sehen kann, ob es sich lohnt oder eher nicht.

Außerdem bleibt der Eindruck, dass das zum Release veröffentlichte Spiel nicht ohne Mikrotransaktionen erscheinen wird. Das Spiel ist grundsätzlich nicht so übel, doch wenn man im Vergleich den Vorgänger samt div. Updates sieht, schneidet das in der Beta dargestellte Spiel deutlich schlechter ab. Es wäre sehr schade, wenn man wieder über Jahre die Fehler korrigieren müsste, die bereits bei anderen Titeln registriert und durch die negative Reaktion der Community nachgebessert werden mussten. Um Ihnen alle Probleme, Bugs, Glitches und Exploits zu nennen, die wir der Beta entdeckt haben, fehlt mit aktuell der Ansporn.

Ich finde es grundsätzlich in Ordnung, wenn Unternehmen ihre Produkte mit eigens durch andere Unternehmen entwickelten Schutzmaßnahmen aufwerten. Doch den Einsatz der aktuellen Anti-Cheat-Programme finde ich einfach nur lächerlich. Wenige Stunden nach dem Start der Beta, ein Video eines Cheater-Forums zu sehen, in dem zu sehen ist, wie leicht das neu einführte Schutzsystem „BattlEye“ überlistet wurde. In Vergangenheit konnte man selbst in anderen Titeln die Flut an Cheatern nicht stoppen und mit dem neuen System sicherlich auch nicht.

Leider trifft mal wieder die goldene Regel zu;
„Der Nachfolger eines erfolgreichen Spieles kann sowohl die Spiel-Serie aufwerten oder komplett zerstören.“
Was hier zutrifft ist offensichtlich.
Ich persönlich würde das Spiel für einen gewissen Zeitraum verschieben, nachbessern um die Probleme die nach der Veröffentlichung sicherlich auftreten würden vorweg zu greifen.
Schlussendlich bin sehr froh, dass ich mir den Nachfolger noch nicht vorbestellt habe. Sollte das Spiel mit diesem schlechten Spielkonzept erscheinen, würde ich persönlich vom Kauf vorerst abraten.

WarHeroI
11-09-19, 14:20
Top 5 des größten Schwachstellen des Spieles (Verbesserungsvorschlag – Kursiv)

Sehr schwache Gegner-KI der Bodentruppen
Es hat sich seit „Tom Clancy's Ghost Recon® Wildlands“ einiges bei der Gegner-KI verändert. Gegner gehen in Deckung und suchen Schutz an Wänden und hinter Hindernissen und Bäumen. Leider lassen die Gegner sich einfach in einen Hinterhalt locken, was Kämpfe risikolos erscheinen lässt. Selbst schwer gepanzerte Gegner lassen sich Kopftreffer leicht ausschalten, was lächerlich ist, da die Gegner durch eine schwere Panzerung geschützt sind.

Einführung neuer Gegner-Klassen mit individueller Ausstattung je nach erhöhtem Schwierigkeitsgrad ist. Außerdem keine gleich aussehenden Gegner. Veränderung der Gegner-KI hinsichtlich Sperrfeuer, dem Einsatz von Hilfsmitteln, der systematisches Sicherung von Objekten und gemeinschaftliches Interagieren sofern Unregelmäßigkeiten auftreten bzw. Gefahr droht.

Veraltete Fahrzeuge und schlechte Fahreigenschaften
Wenn man eine hochmoderne private Militärorganisation wird man wahrscheinlich keine Fahrzeuge aus „Tom Clancy's Ghost Recon® Wildlands“ erwarten, die einfach in ein integriert wurden, weil sich bereits als Baukasten-Modell vorhanden waren. Die in div. Trailern gezeigten Fahrzeuge wurden, wichen deutlich von den in der Beta gezeigten Fahrzeuge ab, mit Ausnahme der „Behemoths“ und Minipanzer. Leider konnten viele Fahrzeuge durch schlechte bzw. unzureichende Fahrgeräusche und -eigenschaften nicht überzeugen.

Einführung moderne elektrische Fahrzeuge und wechselnde Fahrzeugmodifikationen. Flugzeuge bzw. Gleiter und Drohnen statt Hubschrauber. Kaufbare Fahrzeuge mit wechselbaren Modifikationen im Baukastenprinzip. Nachbesserung der Fahreigenschaften hinsichtlich des Gewichtes, des Schwerpunktes, des Untergrundes (insb. im Wasser) und des Modells eines Fahrzeuges ähnlich wie in „The Crew® 2“.

Schlechte Übersicht der Karte
In Beta zeigt sich leider mal wieder, dass man nur einen geringen Wert auf eine übersichtliche Karte legte. Die freischaltbaren „Biwaks“ die zumindest eine Schnellreise-Funktion hatten, konnten leider insb. im Koop-Modus nicht überzeugen, da einerseits die Ladezeiten und Animationen überflüssig und deutlich zu lange dargestellt wurden, anderseits die Ladezeiten oft deutlich verzögert bzw. asynchron erfolgten.

Um die Übersichtlichkeit der Karte zu verbessern, wäre es zwingend notwendig, wenn man nur einen Bezirk bzw. einen Abschnitt der Karte auswählen könnte und alleine als eigene Karte anzeigen und mit ihr unteragierten könnte. Leider fehlt bei dem „Biwaks“ eine Funktion die ermöglicht das Team zu fördern bzw. über eine „Sharing-Funktion“ um andere Spieler zu unterstützen. Außerdem fehlt eine Übersicht welche Boni, Fahrzeuge und Informationen durch andere Spieler bereitgestellt wurden. Vereinfachung des Menüs, durch neue Funktion missionsbasierte oder normale Ansicht.

Bewegungsanimation und Ausstattungsoptionen eines Charakters
Die Beta zeigte, dass man das Loot-System aus „Tom Clancy's The Division®“ zumindest angepasst übernommen hat. Leider sind auch in diesem Spiel Ausstattung an den Fortschritt des Charakters bebunden, was eine eher lästige Sammelwut an Ausrüstungsgegenständen bereits erahnen ließ. Doch bereits bei der Erstellung des Charakters konnten wir uns wieder nur für eine begrenzte Auswahl vorgestellter Charakteroptionen entscheiden, die leider keinen Einfluss auf das Spiel selbst hatten. Die Bewegungsanimationen der Charakter zeigten sich oft nicht sehr der Situation entsprechend und wirkten oft unmenschlich.

Veränderung des „Loot-Systems“ hinsichtlich der Bindung an Charakterfortschritt hinzu einem ausgewogenen System basierend auf Werten, Eigenschaften, Gewicht und Wertigkeit der Ausstattung. Anpassung der Körperhaltung der Charakter je nach Situation hinsichtlich der ausgerüsteten Ausstattung (Gewicht) und der Verlagerung des Körperschwerpunktes.

Bewegung, Waffenhandhabung und Gameplay
Der Bewegungsoptionen die man aus „Tom Clancy's Ghost Recon® Wildlands“ oder dem letzten erschienen Teil von „Assassin's Creed®“ und „Tom Clancy's The Division®“ bereits gewohnt war, wurden im Spiel leider nicht unterstützt. Die Charakterbewegungen waren schwergängig und wirkten oft unmenschlich. Leider fehlte oft ein realistisches Handhabung und der Sound einiger Waffen und Ausstattung. Die automatische Funktion die einen Charakter in eine Deckung brachte hinderte oft, wie auch die langen, oft verfugten Nahkampfanimationen, an einer unbemerkten Annährung an Gegner. Das überwiegend perfekt ausgeglichene Bewegungskonzept der o. g. Titel konnte man in der Beta leider nicht im geringsten erahnen.

Entfernung der überflüssigen Nahkampfanimationen. Verbesserung des Waffen- und Ausstattungshandlings hinsichtlich Körperposition und Ausstattungseigenschaften. Erweiterung der Ablenkungsoptionen von Gegner durch Steinwurf bzw. neue nutzbare Geräuschquellen. Veränderung der Deckungssuche durch neue Deckungsfunktion, ähnlich wie in „Tom Clancy's The Division®“. Entfernung der Animation die beim Anheben einer Person angezeigt wird. Unterscheidung in Ziehen (deutlich schneller, hinterlässt aber Spuren) oder Tragen eines Körpers. Verdeckung bzw. Verschleierung von Kampfspuren als Option bei hohem Schwierigkeitsgrad.