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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sind Touristen die neuen Bettler?



Chisutra
12-03-18, 16:31
Beim Lesen des neusten Blogposts (https://www.anno-union.com/union-update-postkarte-aus-der-weltausstellung/) ist mir aufgefallen dass die Rede von 'Wir als Touristen' war. Nun stellt sich mir die Frage ob das dem Wink mit dem Zaunpfahl gleichkommt oder doch eher nichts bedeutet.

Aber unabhängig davon, was haltet ihr von der Idee, statt den Seelenhändlern (1404) Touristendampfer herumschippern zu lassen? Touristen auf den Inseln könnten dann neben zusätzlichen Einnahmen auch Aufstiegsrechte gewähren. Genauso eben wie die Bettler es in 1404 getan haben (mit Ausnahme der Zusatzeinnahmen).

Freakarus
12-03-18, 17:37
Sehr schöne Idee :) und anstatt Armenhäuser müssen dann Hotels gebaut werden.

Aber im Gegensatz zu Bettlern würden zahlungskräftige Touristen natürlich die Kasse ordentlich klingeln lassen und bei Nichterfüllung ihrer Bedürfnisse einfach gehen und nicht die Stadt anzünden.

Hier würde eine "schöne" Stadt mit viel Deko sicher dabei helfen Touristen anzuziehen.(war es 1701 wo des einen Bedarf an Schönheit gab? Ich denke sowas gab's schon Mal)

Durch Nutzung von Geheimdiensten und diversen Sabotageaktionen (1404) könnte man so z.B. den Tourismus der Konkurrenz sabotieren und die Touristen zu sich holen.

Eventuell kann man ja auch für Touristen werben (gegen Bares) und so kurzzeitig viele Touristen auf einmal anlocken - durch viele Touristen könnte z.B. die Weltausstellung oder der Zoo seinen Effekt steigern (was auch immer das dann sein mag)

Games_for_you
12-03-18, 17:54
Hotels gab es aber scheinbar erst ab 20 Jahrhundert.

https://www.customer-alliance.com/de/artikel/geschichte-der-hotellerie/

Freakarus
12-03-18, 18:11
Dann eben Gasthaus die gab es sicher schon :)

Der3ine
12-03-18, 19:05
Ich fände es aber schön, wenn die Touris nicht nur Wert auf eine nette Stadt legen, sondern auch noch zusätzlich Waren verbrauchen (nicht zu knapp). Dann würden sie eine enorme Einnahmequelle darstellen, jedoch keine Arbeitskraft bringen, nicht unbedingt neue Gebäude freischalten und trotzdem Waren verbrauchen.

Weiter sollte auch die Zufriedenheit der Einwohner bei der Attraktivität der Stadt eine Rolle spielen.

Chisutra
12-03-18, 23:24
loex reißt schon viele tiefergehende Möglichkeiten an, die das Ganze spielerisch noch relevanter machen würden. Allerdings sollte man hierbei denke ich aufpassen dass es sich nicht zu weit von dem entfernt, was man unter Anno versteht. Deswegen bin ich mir unsicher ob es die beste Idee ist Touristen mit Dekoelementen anzulocken. Gerade auch weil es eine eher undurchsichtige Ressource wäre.
Was den Rest angeht, bin ich definitiv bei dir. Das bietet im Lategame nur mehr Möglichkeiten die Gegenspieler anzugehen ohne direkt auf kriegerische Mittel zurückzugreifen.

Wenn ich mir den Link von Annothek anschaue, wo erwähnt wird dass Reisen eher ein Luxus war und da im Blogpost wiederholt angesprochen wird wie viel Geld der Absender des Briefes eigentlich los wird, würde es denke ich schon fast Sinn ergeben wenn Touristen mit der letzten oder vorletzten Zivilisationsstufe verfügbar wären.
Das ließe sich auch mit Der3ines Vorschlag verbinden, da höherstufige Waren sich gewinnbringender verkaufen ließen als Kartoffelschnaps ; ) Da diese naturgemäß auch eher in geringeren Quantitäten produziert werden, würde hier jede verkaufte Ware ins Gewicht fallen.

Games_for_you
13-03-18, 00:43
Ich denke zu dieser Zeit wurden wenn nur Getränke und Esswaren feil geboten, die Zeit kannte bestimmt noch nicht "Andenken" oder ähnliches.

Drake-1503
13-03-18, 08:38
Für mich liest sich aus dem Text ziemlich eindeutig heraus, dass dieser Tourist wegen der Weltausstellung gekommen ist und danach wieder nach Hause fährt. In der Zwischenzeit hat er "viele Pennies" dagelassen. Vielleicht gibt es ja noch andere Gründe, warum Touristen kommen, aber anscheinend bringen sie nur Geld - und das ist normalerweise gerade im Late Game kein Thema mehr.

Ich bin gespannt, wann das Geheimnis gelüftet wird und hoffe, dass etwas mehr dahinter steckt.

Freakarus
13-03-18, 09:13
Deswegen bin ich mir unsicher ob es die beste Idee ist Touristen mit Dekoelementen anzulocken. Gerade auch weil es eine eher undurchsichtige Ressource wäre.


So undurchsichtig finde ich das gar nicht, "Schönheit" (nennen wir es jetzt erstmal so) wäre ja im Prinzip eine abgewandelte Öko-Bilanz aus 2070 die die Zufriedenheit der Bevölkerung sowie die Anziehungskraft auf Touristen verändert. Klingt mMn nicht kompliziert :) Bäume Parks etc. geben dann +X während Industrie / kaputte Gebäude oder Arbeiteraufstände -X geben.




Weiter sollte auch die Zufriedenheit der Einwohner bei der Attraktivität der Stadt eine Rolle spielen.

genau :-)


Die Idee mit dem Waren-verbrauch finde ich gut d.h. Touristen bringen (logischerweise) keine Arbeitskraft, verbrauchen aber ordentlich Waren und lassen eine Menge Geld da.

Alles was wir hier schreiben klingt für mich schon nach einer interessanten Gesamt-Mechanik.

max.k.1990
14-03-18, 11:25
Wie wäre es denn parallel zum Zoo mit einem Hotel als Tourismus-Magnet? Im Prinzip wäre das ja nur realistisch das man eine ggf. ausbaubare "Absteige" eröffnet. Daran würde ich mich an das historische Hotel Adlon oder Hotels aus der Zeit der Belle Époque erinnern. Fände das für das Stadtbild später ziemlich cool

Spielerisch müsste man schauen was dies dann wirklich bietet an spielerischem Mehrwert. Wobei der Bau der Speicherstadt in 1404 auch am Ende nur passive Vorteile hatte. Daher fände ich sowas ganz cool. Vor allem wenn sowas noch als DLC kommt und man so später noch neues entdecken kann.

Der3ine
14-03-18, 12:02
Warum sollte es denn nur so wenige Touristen"magnete" geben in der Stadt?

Es kann doch diverse Gebäude geben, die die Stadt attraktiver machen und dadurch Touristen anlocken. Viele wären vlcht eher nur für den Schönbau normalerweise gedacht und bringen das dann als Nebeneffekt noch, doch so Sachen wie die Weltausstellung würden ebenfalls massig Touristen anlocken und auch einen anderen spielerischen Zweck noch haben.

Ich würde eher soweit gehen zu sagen, dass Touristen eine Unterkunft brauchen und abhängig davon, wie viele Touristen in einer Unterkunft sind (was wiederum von der Attraktivität der Stadt abhängt) wird ein Warenverbrauch erzeugt und das (viele) Geld der Touristen fließt in die Stadtkasse.
Dann wären die Touristen eine andere Art Einwohner, deren Anzahl anders als die der normalen Einwohner steigt, nämlich in Abhängigkeit von der Attraktivität der Stadt, die keine Arbeitskraft, aber sehr viel Einnahmen generieren (wenn sie zufrieden sind), nur bestimmte Waren verbrauchen, diverse Öffentliche Bedürfnisse erfüllt haben wollen, und besondere Wohngebäude (Hotels), die evt. auch durchgehend Arbeitskraft verbrauchen, benötigen.

Die "Einwohnerzahl" der Touristen würde dann vlcht eher so wie die Einwohnerzahlen in 2205 allgemein generiert werden: dort war die Einwohnerzahl direkt an die Zufriedenheit gekoppelt, davor war die Zufriedenheit ja nur dabei die Steuereinnahmen und die Wachstumsrate der Einwohner zu beeinflussen (wovon ich hoffe dass es wieder so sein wird für die normalen Einwohner in Anno 1800).

Gxy12
14-03-18, 23:44
So viel ich weiß, gab es wirklichen Urlaub seit Mitte des 19. Jahrhunderts - allerdings konnten sich damals sich nur sehr reiche Leute das leisten.

Aber wenn Touristen in Gästehäuser zu Besuch kommen und dann ähnlich wie die Bettler in Anno 1404 eine Sonderstellung haben, würde das dem Spiel - so denke ich - sehr zu Gute kommen.