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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorstellung Konzept für Bevölkerungsstufen



AtomPilot
04-09-17, 17:40
Hallo zusammen,

Vorweg, ich habe Anno 1503 bis 1404 Venedig am besten gefunden und die anderen beiden Spiele nur kurz angetestet und entschieden, dass ich mit den historischen Modi viel mehr Spaß habe und freue mich wahnsinnig, dass es jetzt mit Anno 1800 wieder in diese Richtung gehen wird.

Ich hätte einen Vorschlag bezüglich der Bevölkerungsentwicklung eines Sektors:
In den „alten“ Teilen war es immer am wichtigsten, die höchste Bevölkerungsstufe zu entwickeln und so viele Einwohner wie möglich in dieser Stufe unter zu bringen.

Ich würde es schön finden, wenn man entscheiden könnte, dass man meinetwegen auf Stufe 3, 4 oder 5 (je nachdem wie viele es geben wird) stehen bleiben kann. Das würde auch mehr zum Setting der industriellen Revolution passen. Damals gab es reine Industriestädte mit riesigen Arbeitersiedlungen die einfach nur für die ganzen Industrieanlagen da waren. Es wäre schön, wenn es so möglich wäre, Arbeiter (zB Stufe 2) -Häuser aufsteigen zu lassen. Das heißt, man entscheidet sich bewusst gegen Theater, Universität und/oder Zoo, dafür baut man größere „Spelunken“ und Glücksspieletablissements. Wenn man das macht, vergrößern sich die Gebäude um neue Stockwerke und mehr Menschen ziehen ein. Natürlich folgt daraus auch ein Malus: höhere Kriminalität, die durch verstärkte Polizeipräsens ausgeglichen werden muss.

Ich stelle mir das Konzept bei angenommenen 4 Stufen so vor (Benennung ist willkürlich):



Stufe
Name
Fortschritt
benötigt
ermöglicht
Nachteil


1
Landbevölkerung
Aufstieg
Brot, Wasser, Kleidung
Arbeiter
-


2
Arbeiter
Aufstieg
Schule, Park, Zoo, Fleisch
Bürger
Gewerkschaften


2
Arbeiter
Ausbau
Bier, Whisky, Tabak
doppelte Bewohner pro Haus, Schlägertrupps
Hohe Kriminaliät


3
Bürger
Aufstieg
Wein, Gymnasium, Zeitung
Oberschicht
weniger Arbeiter für Industrie


4
Oberschicht
-
Kutsche, Theater, Schmuck
-
weniger Arbeiter für Industrie



Natürlich macht eine Stadt ohne Oberschicht keinen Sinn, denn irgendwer muss ja die Arbeiter Ausbeuten :p. Somit muss man dann irgendwie Stadtteilentwicklung mit in dieses Konzept mit einbinden.

Daraus würden sich eventuell 2 Spielkonzepte ergeben in Bezug auf Wirtschaft und Militär:

Viele Arbeiter --> große, billige Armeen, die mit Masse statt Klasse glänzen und viele Güter zum Handeln
Viele Bürger und Oberschicht --> technologisierte und teure Armeen, dafür Höherwertige (wenige) Produkte

Was würdet ihr davon halten?

VelociraptorZU
04-09-17, 18:58
Ich weiß nicht, ob du das mit dem "Ausbau" der Arbeiter (Tabelle dritte Zeile) so gemeint hast, aber ich fand den Gedanken gerade ganz interessant, dass sich Häuser nicht geradlinig in eine Richtung entwickeln, also (um bei deinem Beispiel zu bleiben) Landbevölkerung -> Arbeiter -> Bürger -> Oberschicht, sondern vielleicht von bestimmten Faktoren abhängig anders entwickeln.

Erklärung:

Es muss externe Faktoren geben, die nichts mit den Aufstiegsmöglichkeiten an sich zu tun haben, sprich: zb. war in 1503 (glaube ich, ist schon lange her) eine Schule für eine Bevölkerungsschicht für den Aufstieg notwendig, die in meiner Idee aber rausgenommen werden müsste und als dieser "externe Faktor", für den sich Bildung hervorragend eignet, dienen würde. Diese Bevölkerungsschicht braucht dann also keine Schule mehr, um aufzusteigen (sonder vielleicht irgendein anderes Gebäude), aber man kann die Schule trotzdem noch bauen und je nachdem, ob die Bewohner eines Hauses Zugang zu einer Schule haben, entwickeln sie sich zu den Gebildeten oder den Ungebildeten, die dann in der Folge aber unterschiedliche Ansprüche für eine Weiterentwicklung haben, deren Häuser anders aussehen, die leichter einen Aufstand planen, etc.

Grüße,
David

Sephko
04-09-17, 19:11
Ein sehr schönes Konzept, wie ich finde. Es ging bisher immer linear aufwärts mit der Bevölkerung und die höchste Stufe war stets erstrebenswerter als alles, was darunter kam. Den einzelnen Bevölkerungsschichten mehr Relevanz einzuräumen, ist ein tolles Feature, dass es bisher so noch nicht gab und sicher eine Überlegung wert ist. Sollen die Aristokraten doch schauen, wie sie ihre Luxusartikel beziehen, wenn es keine Mittel- oder Unterschicht mehr gibt. ;)

Auch fände ich es zum Beispiel gut, wenn auch andere Schichten bei steigendem Wohlstand, sprich: einer wachsenden Stadt, neue Bedürfnisse entwickeln, wie es zum Beispiel zuvor nur die jeweils letzte Stufe getan hat. (Beispiel: Adelige in 1404)
Ich denke, es ist nur nachvollziehbar, dass jede Gruppe etwas von dem wachsenden Wohlstand abhaben möchte.

Chanyoi
04-09-17, 19:56
Ich würde es schön finden, wenn man entscheiden könnte, dass man meinetwegen auf Stufe 3, 4 oder 5 (je nachdem wie viele es geben wird) stehen bleiben kann.

Nur um dazu mal Stellung zu beziehen: Die Möglichkeit gibt es bei Anno bereits. Du kannst den automatischen Ausbau der Häuser abschalten (meist am Marktplatz oder Kontor) und dann selber manuell aufwerten, die du möchtest und wann man es selber möchte (bis halt die Obergrenze erreicht ist).

Zur Idee:
Eine Bevölkerungsverzweigung wäre durchaus eine interessante Idee. Aber evtl. als "besonderes" Wöhngebäude. Beispiel: In der Stadt gibt es eine Schule. Nun kann man ein "Gelehrtenhaus" bauen. Dieses wird Prozentual mit der Bevölkerungsgruppe "Forscher" gefüllt, wieviel % der Bevölkerung Zugang zu Lehranstalten (Schule, Uni, Bibliothek) haben.

VelociraptorZU
04-09-17, 20:01
Nur um dazu mal Stellung zu beziehen: Die Möglichkeit gibt es bei Anno bereits. Du kannst den automatischen Ausbau der Häuser abschalten (meist am Marktplatz oder Kontor) und dann selber manuell aufwerten, die du möchtest und wann man es selber möchte (bis halt die Obergrenze erreicht ist).

Ich denke, das weiß er/sie, aber die Idee des Anhaltens basiert ja darauf, dass sich die Häuser trotzdem noch weiterentwickeln und mehr Bewohner zulassen und man nicht so viele weitere Häuser bauen muss.

Felsbroeckchen_
05-09-17, 08:15
Durchaus interessantes Konzept, was mir sehr gefällt. Es ist auch nicht so tiefgreifend wie andere von Usern vorgestellte Konzepte und würde mMn so sogar noch in die Anno-Reihe passen. Vor allem wenn die Ressource Arbeitskraft wieder aufgegriffen wird, wäre eine Abgrenzung zwischen den Bevölkerungsstufen und den Arbeitsstätten sinnvoll. Wie du beschrieben hast, dass Aristokraten nicht in einer Fabrik oder auf dem Feld arbeiten.

Allerdings denke ich, dass die Bevölkerungsstufen seitens der Entwicklung bereits feststehen, da dies ja einer der Grundpfeiler von Anno ist.

AtomPilot
05-09-17, 09:50
Danke für das Feedback!

Das man die Aufstiegsrechte manuell steuern kann ist mir durchaus bewusst ;)
Es könnte ja so steuerbar sein, dass man meinetwegen pro Haus sperren kann, ob die vorhandene Schule benutzt wird, oder nicht. Und je nachdem ob zum Beispiel Whisky vorhanden ist, oder nicht, entwickelt sich das Gebäude zu einem größeren Arbeiterbau oder wenn die Schule besucht wird, kann die Stufe Bürger ereicht werden.

Dieses Konzept würde meiner Meinung nach mehr Tiefe in die Stadtplanung bringen und eventuell auch realistischere Städte entstehen lassen, die besser in die Zeit passen.


Allerdings denke ich, dass die Bevölkerungsstufen seitens der Entwicklung bereits feststehen, da dies ja einer der Grundpfeiler von Anno ist.

Ich möchte ja auch keine neuen Stufen einführen sondern die bestehenden belassen aber Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb dieser Stufe ermöglichen.


Zur Idee:
Eine Bevölkerungsverzweigung wäre durchaus eine interessante Idee. Aber evtl. als "besonderes" Wöhngebäude. Beispiel: In der Stadt gibt es eine Schule. Nun kann man ein "Gelehrtenhaus" bauen. Dieses wird Prozentual mit der Bevölkerungsgruppe "Forscher" gefüllt, wieviel % der Bevölkerung Zugang zu Lehranstalten (Schule, Uni, Bibliothek) haben.
Ich verstehe nicht, wie du das meinst?

Chanyoi
05-09-17, 09:58
Pragmatisch: Ein gesondertes Wohngebäude, was du selber platzieren kannst, das sich füllt/leert je nachdem wie gut deine Stadt mit Bildung versorgt ist anstatt bestehende Häuser (manuell) auszubauen.

Oder eine andere Idee:
Mal angenommen wir haben Bevölkerungen der Stufen 1 und 2.
Die Häuser sind alle "Voll" und die Bewohner "zufrieden".

So lange die Bewohner 100% zufrieden sind und es die nächste Stufe gibt (Hier: Stufe 2), können die Wohngebäude (Hier: der Stufe 1) sich selber ausbauen (natürlich mit Baukosten) zu einem größeren Wohngebäude der selben Stufe. Dieses verdoppelt die Kapazität des Gebäudes aber halt auch den Bedarf an Gütern (weil ja mehr Bevölkerung vorhanden ist).

Das würde irgendwann bedeuten wir hätten:
(Große Stufe 4 Gebäude (Wenn man meine Idee (http://forums-de.ubi.com/showthread.php/168407-Erkundung-Welterweiterung-2-0) mit dem Marmor aufgreifen würde)
Stufe 4 Gebäude
Stufe 3 Gebäude in der Größe der Stufe 4 Gebäude
Stufe 3 Gebäude
Stufe 2 Gebäude in der Größe der Stufe 3 Gebäude
Stufe 2 Gebäude
Stufe 1 Gebäude in der Größe der Stufe 2 Gebäude
Stufe 1 Gebäude

Um nicht alle Gebäude als Hochhäuser später zu haben sollte man den Ausbau ggf. auf 75% der Gebäude je Stufe beschränken.

FerdinandLaeisz
05-09-17, 10:29
Ich würde da lieber mehrgleisig fahren, sprich es gibt wie in 1404 und besonders in 2070 unterschiedliche Fraktionen. Diese würden hier die verschiedenen politischen Stömungen der damaligen Zeit darstellen. Denkbar wären Konservative (in die Richtung Zünfte und Adlige), Liberale (Bürger und Kaufleute) und Sozialisten (Arbeiter und Bauern). Im Vergleich zu 2070 sollten die Fraktionen aber schon von Beginn an bzw. sehr früh verfügbar sein, da sie keine gegenseitigen Philosophien darstellen sondern sich ergänzen. Es gäbe auch nicht eine Fischerhütte für die Konservativen und eine für die Sozialisten, da alle eine Gesamtbevölkerung ergeben. Unterschiedliche Bedürfnisse gibt es natürlich trotzdem.

Die Idee, das passende Wohnhaus der Stufe direkt bauen zu können anstatt es langwierig auszubauen halte ich ebenfalls für nützlich.

Chanyoi
05-09-17, 10:35
Ich würde da lieber mehrgleisig fahren, sprich es gibt wie in 1404 und besonders in 2070 unterschiedliche Fraktionen. Diese würden hier die verschiedenen politischen Stömungen der damaligen Zeit darstellen. Denkbar wären Konservative (in die Richtung Zünfte und Adlige), Liberale (Bürger und Kaufleute) und Sozialisten (Arbeiter und Bauern). Im Vergleich zu 2070 sollten die Fraktionen aber schon von Beginn an bzw. sehr früh verfügbar sein, da sie keine gegenseitigen Philosophien darstellen sondern sich ergänzen. Es gäbe auch nicht eine Fischerhütte für die Konservativen und eine für die Sozialisten, da alle eine Gesamtbevölkerung ergeben. Unterschiedliche Bedürfnisse gibt es natürlich trotzdem.

Die Idee, das passende Wohnhaus der Stufe direkt bauen zu können anstatt es langwierig auszubauen halte ich ebenfalls für nützlich.

Also Ich würde dies (aus meinem letzten Post) durchaus so handhaben, das sich die Gebäude trotzdem unterscheiden, was in der Summe 7-8 verschiedenen Wohngebäuden entsprechen würde, welche von der Optik 4-5 unterschiedliche "Baustile" hätten.

@Ferdi: Wir reden hier ja nur von den Bevölkerungsstufen, das ändert ja nichts an der evtl. Existenz von Nebenfraktionen.

LadyHahaa
05-09-17, 11:37
Und was ist mit dem Adel? Den gab es in der Epoche auch noch.



Am 26.Februar 1874 wird in Berlin die Deutsche Adelsgenossenschaft (DAG) gegründet und zwar von 30 grundbesitzenden Adeligen aus den preußischen Provinzen Brandenburg, Pommern, (Ost-)Preußen, Sachsen und Schlesien.[...]
Quelle: http://www.adelsrecht.de/Geschichte/geschichte.html

Ich bin gespannt, wie diese Bevölkerungsschicht im Spiel integriert wird.

Squ4wk
05-09-17, 11:41
In 1404 gab es zum ersten Mal ein Limit zum Aufsteigen von der Bevölkerung. (80%, 60%, 40% / 65% (+Korsaren- und Gesandtenbonus)). Dadurch sahen die Städte realistischer aus.
Wenn man jetzt Arbeitskraft im Sinne von den Einwohnern einer Bevölkerungsschicht definieren würde, dann könnte man diese Limits rein dadurch definieren, dass man stets "Arbeiter" braucht, um Waren herzustellen, die die "Oberschicht" gerne haben möchte. Somit ist man losgelöst vom statischen Aufsteigen und Einflüsse, wie Produktivitätsboni, Entwicklungen, alternative Produktionsketten und Handel würden sich dynamisch auf die Stadt/Städte auswirken. Dann könnte man auch eine ländliche Siedlung haben, die für die Landwirtschaft nötig ist und einen Ballungsraum mit "reicheren" Leuten.

Und ein großes "+" für die Idee mit den verzweigten Aufstiegsmöglichkeiten. Die könnte man auch erst später im Spiel freischalten, um die learning curve flacher zu gestalten.
Bei 2070 hatte das Informationszentrum eine Option für mehr Wohnraum. Wieder sehr statisch. Eine Ausbaustufe die größere Häuser bedeutet, sehe besser aus und wäre im Endgame anspruchsvoller.

Sir_Obelexxus
05-09-17, 22:43
Wenn wir mal davon ausgehen, dass ein Fortschritt in der Bevölkerungsstufe mit einem imaginär passierenden Zeitfortschritt einhergeht, dann wäre ich dafür, dass in einer Produktionslinie mehrere Gebäude zur Verfügung stehen, die dasselbe produzieren, aber in verschiedenen Kapazitäten. Diese Gebäude werden dann nach bestimmten Punkten im Bevölkerungsfortschritt freigeschaltet. Also z. B. Fisch. Eine kleine Holzhütte ist gut und recht für eine kleine Ansammlung an Bauern, aber um eine Stadt mit derartig viel Bevölkerung zu versorgen, bedarf es größerer Produktion, also dass zum Beispiel bei den ersten Fischerhütten das optische aufgewertet wird und statt einer Nussschale nun ein Fischerboot hinausfährt mit mehreren Fischern. Die reale Überfischung der Flüsse und Meere ist nicht durch Fischer geschehen, die in ihren kleinen Nussschalen nach Fischen geangelt haben.

Aber zurück zum eigentlichen Bevölkerungsthema: Eine verfächerte Bevölkerung wäre sicherlich keine schlechte Idee, aber wo zieht man die Grenze? Im Grunde sind doch 80 Millionen Deutsche etwa 1 Million verschieden Leute, die dieselben Interessen teilen und für die es 1 Million verschiedene Angebote und Bedürfnisstillung gibt. Muss man jetzt differenzieren, dass der Adel sich kein Brot mit einem Bauern teilt? Darf es noch der Fisch aus einer einfachen Fischerhütte sein, oder muss der aus einer exklusiven Fischerei stammen? Darf Wurst aus dem Fleisch von Tieren verallgemeinert werden, oder muss ich die hunderte von Arten einzeln herstellen? Lässt ein Adeliger nur auf bestimmten exklusiven Märkten kaufen, oder geht sein Bediensteter auf denselben Bauernmarkt, wie alle anderen? Das sind die Fragen: Wo fängt man an, wo hört man auf?

teddy43
06-09-17, 01:05
Muss man jetzt differenzieren, dass der Adel sich kein Brot mit einem Bauern teilt? Darf es noch der Fisch aus einer einfachen Fischerhütte sein, oder muss der aus einer exklusiven Fischerei stammen? Darf Wurst aus dem Fleisch von Tieren verallgemeinert werden, oder muss ich die hunderte von Arten einzeln herstellen? Lässt ein Adeliger nur auf bestimmten exklusiven Märkten kaufen, oder geht sein Bediensteter auf denselben Bauernmarkt, wie alle anderen? Das sind die Fragen: Wo fängt man an, wo hört man auf?

Das hast du doch selber schon beantwortet :D Eine kleine Holzhütte versorgt eine kleine Bauern- (oder eben Arbeiter-) Siedlung, während man für die Versorgung von größeren Städten schon auf Fischereiunternehmen mit Trawlern setzen muss. Das ließe sich wohl auch folgendermaßen umsetzen: Eine Fischerhütte produziert x Fisch und nimmt y Bauplatz weg. Ein Fischereiunternehmen nimmt 2y Bauplatz weg, produziert aber dafür 3x Fisch. Selbstverständlich ändert dies nichts an der Qualität o.Ä.. Der Adel geht genauso zum Wochenmarkt auf den Marktplatz (oder schickt eben seine Angestellten) wie der Bauer.

AtomPilot
06-09-17, 13:27
Deine Idee mit der verfächerten Produktionslinie finde ich durchaus interessant! Das ist aber eine andere Baustelle, als die verfächerten Bevölkerungsstufen.

nun zu deiner Kritik:
Natürlich wird ein Adeliger auch den gleichen Fisch (wenn auch nicht die gleiche Qualität) aus der gleichen Fischwirtschaft essen (müssen) wie der Bauer. Ich will an dem Konzept auch nichts ändern. Das bedeutet, dass ein Adeliger weiterhin folgende Bedürfnisse hat: Bedürfnis Bauer + Bedürfnis Bürger + Bedürfnisse als Adeliger. Ich würde nur vorschlagen, dass es meinetwegen Arbeiter gibt, die statt Fleisch und Zoo (für Aufstieg Bürger) nun Tabak und Whisky bekommen, damit aus einem 50 Personen ARBEITER-Haus ein 250 Personen ARBEITER-Haus entwickelt.
Man sperrt quasi die Aufstiegsbedürfnisse und gibt den Arbeitern zusätzlich die Dinge, die (ausschließlich) zum Ausbau gebraucht werden.

FerdinandLaeisz
06-09-17, 16:59
@Ferdi: Wir reden hier ja nur von den Bevölkerungsstufen, das ändert ja nichts an der evtl. Existenz von Nebenfraktionen.

Vielleicht kam das zu sehr auf die Fraktionen fokussiert rüber. Ich wollte mich dabei schon auf die Stufen beziehen, nämlich dass der Bauer nicht zum Arbeiter, dann zum Fabrikbesitzer und dann zum Adligen wird. Das könnte man so machen, es gäbe aber halt auch andere Wege. Inwiefern man da dann die verschiedenen Stufen (möglicherweise Bauer -> Arbeiter -> Facharbeiter) unterbringt, da haben andere vielleicht noch mehr Ideen. Vielleicht bleibt es auch doch bei dem Arbeiter wird Adliger Prinzip.


In 1404 gab es zum ersten Mal ein Limit zum Aufsteigen von der Bevölkerung. (80%, 60%, 40% / 65% (+Korsaren- und Gesandtenbonus)). Dadurch sahen die Städte realistischer aus.
Wenn man jetzt Arbeitskraft im Sinne von den Einwohnern einer Bevölkerungsschicht definieren würde, dann könnte man diese Limits rein dadurch definieren, dass man stets "Arbeiter" braucht, um Waren herzustellen, die die "Oberschicht" gerne haben möchte. Somit ist man losgelöst vom statischen Aufsteigen und Einflüsse, wie Produktivitätsboni, Entwicklungen, alternative Produktionsketten und Handel würden sich dynamisch auf die Stadt/Städte auswirken. Dann könnte man auch eine ländliche Siedlung haben, die für die Landwirtschaft nötig ist und einen Ballungsraum mit "reicheren" Leuten.

So oder so ähnlich soll es auch kommen. Ich weiß nicht ob es in einem Video oder auf der GamesCom gesagt wurde, aber es soll für bestimmte Betriebe wie z.B. die Fabriken eine gewisse Anzahl an Bürgern einer bestimmten Stufe geben. In diesem Fall wahrscheinlich Arbeiter ;) Das Ziel ist also nicht, möglichst viele Häuser auf eine hohe Stufe zu bringen. Wie das dann mit den Einwohnern geregelt wird bleibt abzuwarten, eine möglichst große Bevölkerung zu haben ist und bleibt ja wohl weiterhin ein großes Ziel. Vielleicht beherbergen die Mietskasernen der Arbeiter endlich mehr Menschen als die Anwesen der Adligen, obwohl sie in der Stufe klar unter ihnen stehen.

Drake-1503
06-09-17, 18:14
Ich fände es gut, wenn wie in 1404 versucht wird, eine ausbalancierte Bevölkerung zu erzielen - und ich fände es toll, wenn Produktionsbetriebe nur dann gut laufen, wenn hinreichend viele Arbeitskräfte vorhanden sind. Einige der Ideen hier gehen in die Richtung, auch die unteren Schichten aufzuwerten, das finde ich gut.

Ivaan172
06-09-17, 23:29
Auch eine Idee wäre wenn es regional auch abhängig ist für einen Aufstieg. Also wenn ich eine Gegend habe wo nur Fabriken sind, dass da nur Arbeiter wohnen, da es dem gehobenerem volk dort einfach zu dreckig ist, dort sieht es dann auch dementsprechend aus. Möglich wäre noch, dass die Region Bzw die Verschmutzung in einem Wirkungsbereich um die Fabrik ist, da die Fabriken ja auch durchaus mitten in einer Stadt waren, wäre das ganze auch recht gut zu verarbeiten.

Santa_13
07-09-17, 07:46
Man könnte auch die Begrenzung der Aufstiegsrechte ganz abschaffen, und stattdessen wie in 2205 Arbeitskraft als Ressource verwenden. Entweder differenziert, sodass z.B. Farmen Bauern benötigen und Fabriken Arbeiter, also bestimmte Bevölkerungsgruppen. Oder vereinfacht, wobei z.B. die höchste Bevölkerungsstufe keine Arbeitskraft mehr liefern würde, die Adeligen wollen eben nicht arbeiten. In beiden Modellen könnte man nicht alle Häuser aufsteigen lassen (Drohnenregale oder Sklavenarbeit wird es ja nicht geben).

Das könnte man auch gut an die Streiks koppeln. Je geringer die überschüssige Arbeitskraft (verfügbare AK - für Produktion benötigte AK), desto eher wird gestreikt - die Arbeiter wissen dann, dass ihre Arbeitskraft kostbar ist und werden mutiger. Man wäre dann im Endgame, wenn man mehr Arbeiter aufsteigen ließe, eher mit Streiks konfrontiert. Dem ließe sich entgegen wirken mit Technisierung (es gab Screenshots mit Traktoren im Weizenfeld), durch die weniger AK benötigt wird, oder durch die oben beschriebenen Aufstiege innerhalb einer Bevölkerungsgruppe (stellt mehr AK bereit). Oder mit Sozialpolitiken, falls es so ein System gibt.

Ivaan172
07-09-17, 11:28
Die Traktoren könnten Teil eines Moduls für einen Landwirtschaftsbetrieb und ähnliches sein. Aber die "Ressource" Arbeitskraft finde ich etwas zu steril und zu simpel gehalten. Man könnte wie in einem anderen Thread das ganze aber aufteilen zB 50 Siedler für die Fabrik usw