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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Massive Entlassungen bei Siemens



Ventox
28-03-04, 02:30
Ich arbeite im Werk Bocholt. Man denkt sogar darüber nach, Deutschlandweit Arbeitsplätze im fünfstelligen Bereich, habe was von 12000 gehöt, in Billiglohnländer zu verlagern.
übrigens, ich bin nicht bei den 289 kürzlich entlassenen Kollegen dabei. Aber wenn das so weiter geht, kann ich mir mit 45 ausrechnen, das ich bald viel Zeit habe, IL-2 zu "spielen".

ca. 3,5 MB !

http://www.kremer-werner.de/Entlassungen%20bei%20Siemens.avi

[This message was edited by Ventox on Sun March 28 2004 at 10:50 AM.]

Ventox
28-03-04, 02:30
Ich arbeite im Werk Bocholt. Man denkt sogar darüber nach, Deutschlandweit Arbeitsplätze im fünfstelligen Bereich, habe was von 12000 gehöt, in Billiglohnländer zu verlagern.
übrigens, ich bin nicht bei den 289 kürzlich entlassenen Kollegen dabei. Aber wenn das so weiter geht, kann ich mir mit 45 ausrechnen, das ich bald viel Zeit habe, IL-2 zu "spielen".

ca. 3,5 MB !

http://www.kremer-werner.de/Entlassungen%20bei%20Siemens.avi

[This message was edited by Ventox on Sun March 28 2004 at 10:50 AM.]

Dr.Drei
28-03-04, 04:52
Ist schon scheiße heute.
Wenn man Leute entlässt, dann steigen die Aktienkurse und man hat die Firma wieder in die Gewinnzone gebracht.
Der Chef gilt dann als fähiger Mann.

Für die oben ist es ein leichtes Leute zu entlassen. Selber verdienen sie aber immer mehr.

Wir müssen wettbewerbsfähig mit den Osteuropäischen Billigländern werden. Der Satz macht zur Zeit ja die große Runde.
Soll heißen, wir werden für weniger Geld arbeiten dürfen, dafür wird es länger und ohne viele Arbeitnehmerrechte sein.

Man fängt ja jetzt schon an die Arbeitnehmerrechte drastisch zu kürzen.
Das gleiche macht man ja mit den Beamten.
Sie sollen nach den Parteien nur noch Angestellte sein aber nicht streiken dürfen.
Dafür muss der Beamte jetzt bis 67 arbeiten. Und wozu?
Dafür dass ihm die Banken ab 60 wegen zu hohem Alter schon Kredite verweigern. Aber billigen arbeiten darf er noch, der Arbeitnehmer.

Mittlerweile arbeiten studierte Grafiker für 400!!!! Euro pro Monat, und viele junge Leute tun alles für eineen Job. Nur nicht arbeitslos werden.

Somit arbeitet man für weniger Geld, ohne Arbeitnehmerrechte aber dafür länger.

Irgendwie wundert es mich schon, dass sich niemand in Deutschland darüber aufregt.
Erst wenn sie auf der Straße sitzten werden viele aufgeweckt.
Vorhin denken anscheinend viele, dass ihnen nichts passieren kann wel sie in dem sicheren Deutschland leben.

Und der ganze Mist wird in den nächsten Jahren noch schlimmer werden.
Die reichen Bosse können über den kleinen Man bestimmen wie über Vieh.
Und die Politik macht alles um dass so zu lassen. Es gibt keinen der mal gegen die Ungerechtigkeiten aufsteht.

Sowas kotzt mich echt an.

S!

II/JG26_Absinth.
Oberleutnant
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jagdfreund
28-03-04, 23:51
Eigentlich ist das was hier in der Wirtschaft abgeht eine logische Konsequenz unserer gegenwärtigen Gesellschaftsordnung. Wer viel lange Weile hat, kann das alles bei Karl Marx nachlesen, der hat das schon zur Jahrhundertwende analysiert. In der modernen Wirtshaft werden leider immer weniger Leute gebraucht. Was früher viele Leute in der Fabrikhalle herstellten, machen heute ein Roboter und eins zwei Mann. Leider ist man noch nicht soweit, daß die Maschinen auch Konsumenten sind... http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif Im übrigen führt das Zuspitzen dieser Widersprüche ja zur Ablösung und überwindung des Kapitalismus laut Marx http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif Aber noch geht es ja vielen gut genug, auch wenn man aktuelle Meinungsumfragen höt. Also über 40% für die Merkelpartei, was will man da noch sagen... http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/52.gif
Ein Tip an die Wirtschaft und Politik: Es hat ja in Deutschland lange keine blutige Revolution gegeben.Die sollen den Bogen nicht überspannen, denn sie sind verdammt nah dran... http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_mad.gif

jagdfreund

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Wo wir sind ist immer oben

Bill_Door
29-03-04, 02:23
---
Hier etwas über die Hintergründe:

"OFFSHORING-DEBATTE
IG Metall wirft Siemens Missbrauch von Steuergeldern vor:
... dass Standorte von Siemens seit 1991 mit Steuermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefödert werden, Laufzeit bis 2006. Bei einer Verlagerung nach Ungarn fließen wieder Steuergelder: 25 bis 37 Prozent der gesamten Investitionskosten, weil dem Land dafür EU-Födermittel zur Verfügung stehen", sagte Huber der "Welt". Der ungarische Staat zahle Siemens 30 Prozent davon direkt und stelle das Unternehmen bis 2011 steuerfrei.
"Der Gipfel ist, dass Siemens die Kosten der Verlagerung auch noch als betriebliche Aufwendung abschreiben könnte. Das bedeutet, dass die Arbeitnehmer mit ihren eigenen Steuermitteln die Verlagerung von Arbeitsplätzen finanzieren. Auch wenn das juristisch alles korrekt sein mag: Ich nenne das Missbrauch von Steuergeldern", so der Gewerkschafter."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,292471,00.html

2006 läuft die Föderung in NRW ab! Na dann ist ja höchste Zeit, dass Siemens sich vom Acker macht. Am ende müssten die noch Ihre Managergehälter aus eigener Tasche zahlen http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_mad.gif

Gibt es eigentlich eine ganz einfache Lösung.
1. Kosten zur Verlagerung von Arbeitsplätzen sind NICHT mehr steuerlich absetzbar
2. Bei Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland sind sämtliche Födergelder der letzten 10 Jahre zurückzuzahlen.

Das ist aber von dieser Regierung (und erst recht nicht von der nächsten) zu erwarten.

Aber es gibt Hoffnung. Mit dem ganzen Outsourcing-Quatsch ist ganz schnell Schluss sobald sich hier die ersten Unternehmensberater aus Indien tummeln und PWC, Acc(id)enture usw. mit Dumpingpreisen unterbieten (noch sinnfreiere Sprüche und noch unsinnigere Konzepte für nur 10% des Preises). http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/mockface.gif
Oder jemand von Pierer klar macht, dass man sicher für das Gehalt eines Dt. Ingenieurs 20 Indische bekommen kann, man aber auch für das Gehalt eines Dt. CEO`s 20.000 gut ausgebildete Indische Firmenlenker engagieren kann. http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/11.gif

JG5_Baer
29-03-04, 04:02
Hi Ventox:
Zunächst einmal möchte ich sagen, daß ich hoffe, daß du nicht bei den zu entlassenen gehöen wirst/sein sollt!!!

Tja und zu Siemens... Hmhmmmm... Könnte man sich jetzt zu tode schreiben ob richtig od. nicht aber mal soviel dazu: Aus Unternehmersicht handelt Siemens und andere GENAU RICHTIG!!! Sie verlegen die Produktion einfach in Billiglohnländer im Osten und das blöde ist nun mal: Es funktioniert sogar (Dank' der Globlaisierung)! Wären wir Unternehmer würden wir das wohl auch so machen... Das Problem ist nun mal, daß die Unternehmen keinerlei soziale Verantwortung mehr empfinden!!

Genau DAS, genau dieses Verhalten der Unternehmen ist es, was uns i.M. so zu schaffen macht. Aber die Schuld bei den Unternehmen zu suchen wäre wohl falsch. Ein Unternehmen MUSS ja nach der Gewinnmaximierung handeln und wenn man dazu im "eigenen" Land Arbeistplätze "vernichten" muß, so macht man das eben (wobei ein Unternehmen ein eigenes Land heute nicht mehr kennen MUSS)!!!

Aber: Das es so weit gekommen ist, nämlich das die Unternehmen dieses so ohne Protest, ohne dadurch Schaden zu nehmen, ohne Wiederstand einfach so machen kann... Tja... Das liegt an uns, an der Politik sicherlich auch und letztlich an uns...

Die moralischen Werte haben sich verschoben. "Früher" gab es diese soziale Verantwortung von Unternehmen -- Heute wohl nicht mehr!
Früher wurden die Unternehmen aber auch regelmäßig an diese "Verpflichtung" erinnert (u.a. durch die Politik)! Und heute?!?! NICHT dergleichen... Einfach nichts! DAS ist das was mich ankotzt!!!

Und das hat nicht bei Herrn Schröder angefangen... Der spielt nur mit... Das hat viel früher seinen Anfang gefunden... Und wir alle haben doof daneben gestanden und müssen das jetzt auslöffeln...

Wie gesagt, nur meine Meinung!

Und das wichtigste: Ventox, viel Glück!!!!!!!

*****************************
Weltgrößter Kirschenbesitzer
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Dr.Oktylizer
30-03-04, 07:52
Man solte nicht immer alles den Politikern in die Schuhe schieben. Hättet ihrs besser machen können? Mein Dank gilt den Gewerkschaften und anderen rückwärtsgerichteten Kräften, die um den Erhalt ihrer Macht willen nötige Reformen immer wieder zunichte gemacht haben. Dank auch an Oskar Lafontaine, der unverantwortlicher Weise die große Steuerreform der schwarzgelben Koalition im Bundesrat zu Fall gebracht hat. Und nochmal Danke an die Gewerkschaftsspinner, die in den siebzigern mit unverfrohrenen Gehaltsforderungen den Grundstein für die heutige Misere gelegt haben. Danke nochmals. http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/53.gif

--->SAN BEREICH<---
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Dr.Drei
30-03-04, 14:25
@Dr.Oktylizer: ??? Tschuldigung, aber ich kapiers ned ??? http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/crazy.gif

II/JG26_Absinth.
Oberleutnant
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Dr.Oktylizer
30-03-04, 15:36
naja, bin wieder etwas polemisch gewesen. Ich meine nur, dass sie Gewerkschaften mit ihrer Lohntreiberei in den siebzigern und achtzigern in großem Maße dazu beigetragen haben, dass wir heute ein derart hohes Lohnniveau haben, was wiederum dazu führt, dass Firmen ihre Produktion ins Ausland zu verlegen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. In diesem Sinne bin ich auch dafür, die Arbeitszeiten zu verlängern bei gleichem Lohn, dies würde die wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Das mein(t)e ich. gute nacht, bis morgen!

--->SAN BEREICH<---
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jagdfreund
31-03-04, 00:02
[QUOTE]Originally posted by Dr.Oktylizer:
naja, bin wieder etwas polemisch gewesen. Ich meine nur, dass sie Gewerkschaften mit ihrer Lohntreiberei in den siebzigern und achtzigern in großem Maße dazu beigetragen haben, dass wir heute ein derart hohes Lohnniveau haben, was wiederum dazu führt, dass Firmen ihre Produktion ins Ausland zu verlegen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. In diesem Sinne bin ich auch dafür, die Arbeitszeiten zu verlängern bei gleichem Lohn, dies würde die wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Das mein(t)e ich. gute nacht, bis morgen!

@Dr.Oktylizer
Haste wieder mal einen feinen Beitrag geschrieben. Und du hast natürlich recht. Da verlangen die Arbeiter teilweise Löhne von 5-7 Euro die Stunde oder mehr. So eine Unverschämtheit von denen http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_mad.gif Die sollte auch mal an die Probleme der Unternehmer denken und ihre Ansprüche zurückschrauben. In der Ukraine wird ja auch für 1 EUR gearbeitet http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/16x16_smiley-wink.gif
Und das Wichtigste: die Gewerkschaft mit ihrer destruktiven Politik gehöt verboten, oder?
Dann müssen wir unser Land noch nach den Vorstellungen von Leuten wie Rogowski, Olaf Henkel und den anderen Unternehmervertretern umbauen und alle Probleme sind gelöst. Und ein Fachmann wie du gehöt in ein hohes Staatsamt oder wenigstens in die Polikik. Wir haben es verdient! http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/16x16_smiley-very-happy.gif

jagdfreund

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Wo wir sind ist immer oben

Dr.Oktylizer
31-03-04, 05:10
jagdfrend schrieb:

Und das Wichtigste: die Gewerkschaft mit ihrer destruktiven Politik gehöt verboten, oder?

Dr. Oktylizer:

nein, nicht verboten. Deine Ironie ist trotzdem super lustig... Aber Arbeitnehmer sollten entscheiden können, ob sie sich von den Gewerkschaftsbonzen vertreten lassen wollen oder nicht. Ich finde es unglaublich, dass sich die Gewerkschaften erlauben, für alle geltende Regelungen durchzudrücken (Flächentarifvertrag usw.) Sehr viele Arbeitnehmer sind sind nicht gewerkschaftlich organisiert, da sie wissen, dass die Gewerkschaften nur im Interesse ihere Führungsetage arbeiten, und nicht im Interesse der Arbeitnehmer. Was soll man mit 6 Prozent mehr Lohn, wenn man dadurch 18 Monate später auf der Strasse steht? Man kann modernen Unternehmen nicht fernab jeder Realität aus irgendwelchen Gewerkschaftsetagen heraus tausend Regeln aufzwängen. Das war mal sinnvoll, ist es aber nicht mehr.
Es ist doch so: die Gewerkschaften eerzählen den Arbeitnehmern irgendwelche Märchen, wodurch sie ihre Anhänger rekrutieren. Und alle in unserer Gesellschaft dürfen dann den Preis dafür zahlen. Du siehst doch in der aktuellen Situation, dass die Gewerkschaften, wie eh und je, allem neuen feindlich gegenüber stehen und auch nicht zu einem Dialog bereit sind. Ich halte sie in der Tat für eines der größten Probleme, die wir in diesem Land haben.

jagdfreund schrieb:

Dann müssen wir unser Land noch nach den Vorstellungen von Leuten wie Rogowski, Olaf Henkel und den anderen Unternehmervertretern umbauen und alle Probleme sind gelöst. Und ein Fachmann wie du gehöt in ein hohes Staatsamt oder wenigstens in die Polikik. Wir haben es verdient! http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/16x16_smiley-very-happy.gif

Dr. Okytlizer:

Ich bin mir sicher, dass Leute wie Henkel fähig sind oder gewesen wären, viele Probleme zu lösen, auch weil sie den Leuten nicht irgendwas vorgelogen hätten, sondern auf notwendige, unbequeme Änderungen hingewiesen hätten.

Freu mich auf Anwort.

--->SAN BEREICH<---
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JG5_Baer
31-03-04, 06:30
Wenn ich mich einmischen darf: Ich finde, daß Dr. Oktylizer zumindest teilweise recht hat!

Ich denke auch, daß die Arbeitnehmer und damit auch die Gewerkschaften z.T. Forderungen gestellt haben, welche aus heutiger Sicht Wahsinn waren. Und wenn man sieht, daß die Arbeit in Deutschland noch immer zu teuer ist, ist da tierisch was schief gelaufen. DAS stimmt schon! Es stimmt auch, daß wir zwar eine tolle Steuersenkung bekommen haben und damit mehr Geld auf dem Konto, die Arbeit an sich aber noch immer viel zu teuer geblieben ist. Man hätte also lieber dort sparen sollen. Da hat Dr. Okt. schon recht! Andereseits vergißt er nach meiner Meinung auch, daß die Unternehmen auch nicht sooo schlecht "gelebt" haben in den letzten Jahren!!! Und die Gerwerkschaften haben sich dieses Verhalten leider abgeschaut!

Ich finde, es klingt ein wenig "naiv" zu glauben, würden wir alles den Unternehmen überlassen würde es schon laufen... Dazu haben die Unternehmen selber vielzuviel "Dreck am Stecken"! Jahrelang die Gewinne eingeheinmst, Steuersenkungen- und erleichterungen bekommen und dafür das Versprechen gegeben, mehr Menschen einzustellen und sich nicht daran gehalten zu haben ist auch nicht die feine englische Art!!!

Von den Managergehältern, welche immens hoch geworden sind wollen wir nicht reden.

Ich denke, ALLES ist in eine Schieflage geraten und i.M. weiß einfach keiner mehr, was richtig und was falsch ist.

Tatsache allerdings ist: Wir werden uns wahrscheinlich noch sehr, sehr wundern was da alles kommen wird...

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Weltgrößter Kirschenbesitzer
*****************************

jagdfreund
31-03-04, 06:47
@Dr. Oktylizer

Schön, daß mal wieder politischer Meinungsaustausch stattfindet http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

Also obwohl ich kein Mitglied bin, halte ich die Gewerkschaft im Moment für den einzigen legitimen Vertreter der Arbeitnehmerschaft, denn keine der etablierten politischen Parteien vertritt die Interessen der "kleinen Leute". Im übrigen erzählen sie den Leuten auch nicht mehr Märchen als die Parteien http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/16x16_smiley-wink.gif
Was denkst du denn würden die meisten Unternehmer ihren Angestellten freiwillig für Löhne zahlen, wenn es keine Tarifvereinbarungen geben würde. Ich kann dir das sagen, einen Hungerlohn wie zur Jahrhundertwende. Ist das für dich erstrebenswert? Für die Henkels und Rogowskis ist das unter dem Deckmantel Globalisierung das Ziel, sind natürlich selber davon nicht betroffen, klaro.
Du sprichst die unbequemen Änderungen (Reformen, Agenda 2010, e.t.c) an, die den Leuten besser rübergebracht werden sollten. Warum zum Teufel werden nicht alle Bereiche der Gesellschaft einbezogen? Die Antwort weißt du natürlich auch. Schau mal in unsere höchste "Volksvertretung". Da sitzen nur Anwälte und Lobbyisten des "Großbürgertums" drin, keine Arbeiter, Handwerker u.s.w. also kein Querschnitt unserer Gesellschaft. Die betreiben ganz einfach Besitzstandswahrung für sich und ihre Lobby, so einfach ist die Sache. Die Lasten werden nicht gleichmäßig sozial gerecht und ausgewogen auf alle verteilt, sondern einfach auf einen bestimmten Bevölkerungskreis abgewälzt.
Nicht die Gewerkschaft ist das Problem, sondern die Aktionäre die für Ihre Dividende Leute rausschmeißen, damit sie noch mehr Geld scheffeln können. Beispiele gefällig: Deutsche Post, Deutsche Bahn, Deutsche Bank....wegen der Globalisierung? Nein, wegen persönlicher Bereicherung. Und die Politik unterstützt genau diese Leute http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_mad.gif . Ich habe damals in der Schule gelernt: Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse. Die herrschende Klasse ist die, die das Privateigentum an Produktionsmitteln hat. Stimmt ja mehr denn je.
Aber dafür gibt es ja eine Lösung http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif , ist zwar schon mal schiefgegangen aber: einmal ist kein mal......

jagdfreund

http://people.freenet.de/carinhall/Me109G6s.jpg

Wo wir sind ist immer oben

Titanus11th
31-03-04, 07:14
@Jagdfreund ich schließ mich deiner Meinung an,
huhu Dr. Octylizer http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/mockface.gif
Was denkt ihr über die neue Partei welche sich von der SPD wegspalten möchte?

theRealAntEater
31-03-04, 17:19
Hui, da wird ja jede Menge nettes gesagt.
Naja, daß unser Doktorchen da die ganze Rogowski-Henkel Propaganda glaubt ist auch gut so, weil er ja dann später auf die hungernden, protestierenden Massen im Zweifelsfall den Schießbefehl geben müßte(die BW soll ja im Inneren eingesetzt werden laut Beckstein und so).
http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif
Ist zwar ein Schreckenszenario, doch irgendwie glaube ich daß genau das dabei rauskommen könnte. Man muß sich langsam damit abfinden daß die alte Bundesrepublik tot ist. Die Unternehmer und Konservativen wollen ein Gesellschaft wie in Südamerika mit vielen Armen und wenig Reichen und die Gewerkschaften und Linken haben dem nichts mehr entgegenzusetzen, weil sie sich haben korrumpieren lassen.
Die Frage wird nur sein ob man die Leute tatsächlich mit stupidem Entertainment und roher Gewalt und überwachung kleinhalten kann oder ob diese "Leistungsträger" (seit ich Jura studiere mache ich mir keine Illusionen mehr über die Wege, wie in unserem Staate "Leistungsträger" ausgewählt werden) vorher den Karren so gründlich an die Wand fahren daß etwas total anderes dabei rauskommt. Egal was in Zukunft passiert, so wie jetzt wird es nicht mehr werden. Warscheinlich schlechter, vielleicht besser, aber in jedem Fall anders.
(meine Gedanken nach 12 Stunden Strafrecht-Hausarbeit http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/53.gif)

http://people.freenet.de/JCRitter/1sigklein.jpg

Dr.Oktylizer
31-03-04, 17:46
[QUOTE]Originally posted by theRealAntEater:
Hui, da wird ja jede Menge nettes gesagt.
Naja, daß unser Doktorchen da die ganze Rogowski-Henkel Propaganda glaubt ist auch gut so, weil er ja dann später auf die hungernden, protestierenden Massen im Zweifelsfall den Schießbefehl geben müßte(die BW soll ja im Inneren eingesetzt werden laut Beckstein und so).

Also, das ist echt ne Frechheit und unter aller Sau. Was hat das denn mit dem Thema zu tun? Ich will keine BW im Inland, da soll mal lieber die Polizei aufgebohrt werden. Und wenn du Jura studierst (Staatsrecht!!!) solltest du wissen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem unseren Lande irgendein friedlicher Demonstant erschossen wird, bei Null liegt. Nicht jetzt und nicht in fünfzig Jahren.

P.S.: Studiere auch Recht als Nebenfach, mag und kann ich aber nicht sonderlich... http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/53.gif

--->SAN BEREICH<---
http://www.wpafb.af.mil/museum/annex/fw190.jpg

theRealAntEater
31-03-04, 18:21
War vielleicht ein bischen scharf formuliert.
Das ist so einer der Alpträume den man so nach 12 stunden untauglicher Versuche unechter Unterlassungsdelikte hat.
Ich bin ganz deiner Meinung was die Bundeswehr und Inland angeht, nur leider gibt es Leute die die BW lieber als Machtinstrument sehen würden wie eben in Lateinamerika. Ich hoffe daß wenn es einmal soweit kommen sollte, daß dann ein zweiter Stauffenberg auf den Plan tritt und der Sache einen Riegel vorschiebt.
Aber bevor ich wieder in so die üblich linke Ecke gestellt werde, ich war selber dabei und mir hats gefallen. Du kannst froh sein daß du einen Job hast der erstmal einigermaßen sicher ist vor dem Mist der gerade passiert. Denn wie gesagt, mit dem Militär verscherzt man es sich als letztes http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif
Was die Gewerkschaften angeht so hast du aber leider teilweise recht. Ich war selber bei der Gewerkschaft und das ist nicht mehr feierlich was da teilweise los ist in der Jugend. Da gibts ehrliche Arbeiter die sich wirklich engagieren, aber auf den Posten sitzen dann dumme Studenten die von tuten und blasen keine Ahnung haben (so wie ich). Und die sollen dann die Interessen der Arbeitnehmer vertreten???
Aber generell müßten heute Gewerkschaften sich globalisieren um mit der Wirtschaft schrittzuhalten. Was die Genossen leider vergessen haben ist die Tatsache daß die Arbeiter früher ihre Ziele nicht durch nette Verhandlungsrunden erreicht haben sondern durch Kampf (nicht mit der Waffe, zumindest meistens). Die Linke hat das Kämpfen leider verlernt, weil sie so gewaltfrei und so ist (*kotz*). Die Gewerkschaften müßten sich einfach neue Druckmittel suchen wo die alten nicht mehr funktionieren. Doch anstelle dessen stecken sie den Kopf in den Sand.
Trotzdem frage ich mich ernsthaft wie dieses globalisierte System eigentlich laufen soll. Antriebsfeder der Konjunktur in der westlichen Welt ist immernoch der Konsum. Doch wovon sollen die Leute konsumieren wenn sie kein Geld haben? In den USA funktioniert das (noch) durch Schuldenmachen, aber irgendwann kracht denen der Laden zusammen (und das sag nicht ich linke Bazille sondern eine Bankerin die ich neulich zufällig traf). Kurzum, die ganze Globalisierung hat kein weiteres Ziel als die Erhöhung kurzfristigen Gewinne der Unternehmen. Dazu kommt noch, wenn Polen oder wer auch immer erstmal durch die ausgelagerte Industrie einen höheren Standard haben, werden die Polen nicht auch höhere Löhne fordern? Dann zieht der Wanderzirkus Industrie eben weiter nach Weißrussland und da dann wieder dasselbe?? Nach 20 Jahren ist Siemens dann einmal um den Planeten gewandert und wieder hier, schätze ich mal http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

http://people.freenet.de/JCRitter/1sigklein.jpg

Himbeertonie
01-04-04, 04:06
Hi Leutz http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif
Was mir zu denken gibt ist nicht, warum große, erfolgreiche Firmen in Billiglohnländer abwandern. Sondern wo sie ihre zukünftigen Absatzmärkte sehen ? Wenn die Arbeitslosigkeit weiter steigt in unserem schönen Lande (und wer will daran zweifeln), wer soll ihre Produkte kaufen ? Und wovon ? Und woher sollen bitteschön die neuen Arbeitsplätze kommen ? Von der Großindustrie ? Die abwandert wenn ihr die Subventionen nicht mehr in den Arsch gesteckt werden ? Firmen wie Siemens, Daimler Chrysler, Opel, Bayer etc. ? In diesem unseren Lande wird die Mehrzahl der Arbeitsplätze vom Mittelstand geschaffen, aber gerade dieser wird zu Boden geknüppelt mit Steuern und Auflagen, die, würden sie diesen aufgeblähten Großkonzernen zur Auflage gemacht, schon lange nicht mehr hier währen. Und das Grauen schüttelt mich, wenn ich an die EU- Osterweiterung denke: was bringen diese Staaten mit in die EU, ausser billige Arbeitskräfte, niedrige Steuersätze und so gut wie nicht existierende Umweltschutzbestimmungen ? Was meint ihr, woher in Zukunft diese Konzerne ,dehnen es ja ach so schlecht geht, sich ihre Zulieferungsfirmen hininstallieren werden ? Hier in Deutschland, wo der Mittelstand durch die Steuerschraube die höchste aller Abgabebelastungen hat, oder vielleicht doch lieber nach Ungarn, Slowakei, Tschechien oder sonst wo hin, wo er dem Zulieferer nur einen Bruchteil zahlen muss ohne Angst vor Strafzöllen ? Vergesst die Großkonzerne, das sind die letzten die ein Interesse daran haben an unserer Arbeitsmarktsituation auch nur das kleinste bischen zu verändern. Dies kann/ können nur mittelständische Unternehmen. Und für die sieht es im Moment sehr finster aus... http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/16x16_smiley-mad.gif

Gruß Himbeertonie

Bill_Door
01-04-04, 15:06
[QUOTE]Originally posted by Himbeertonie:
Hi Leutz http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif
Was mir zu denken gibt ist nicht, warum große, erfolgreiche Firmen in Billiglohnländer abwandern. Sondern wo sie ihre zukünftigen Absatzmärkte sehen ?

Hi,
das Schlimme ist, daß merken die nicht mal! (Oder es ist ihnen schlicht egal, weil bestenfalls noch mittelfristig geplannt wird)
Da habe ich letzte Woche ein herliches Beispiel gesehen: "Pressekonferenz Karstadt-Konzern!" Ein Rudel wohlbezahlter Entscheider erklärt mit ernster Miene die Probleme des Konzerns.
O-Ton an:
1. Das Weihnachtsgeschäft war schlecht! Die Leute geben einfach nicht mehr genug Geld für Geschenke aus
2. Der Touristiksparte geht es schlecht. Die Leute geben einfach nicht mehr genug Geld für Reisen aus!
Aber in Zukunft wird alles gut! Denn jetzt wird gespart. Und als erstes werden wir unseren Mittarbeitern das Urlaubs- und Weihnachtsgeld streichen
O-Ton aus. http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/35.gif
Das haben die da in vollstem Ernst verkündet http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/52.gif
Wie kann man nur so frei von jedwedem Verstand sein? Andererseits, nach der Nummer, die die mit Condor abgezogen haben, wundert mich eigentlich garnix mehr. http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/crazy.gif

Dr.Drei
01-04-04, 15:52
Meiner Meinung nach ist es auch ein Problem, dass unser Sozialstaat nicht mehr sozial ist.
Es ist alles so kompliziert geworden, dass viele Gelder einfach verschwinden.
Einer von 3 Euros verschwindet und keiner weis wohin.
Das Arbeitslosengeld macht nicht einmal so viel aus. Am meisten machen Gesundheit und Rente aus.

Zudem würde eine gescheite Steuervereinfachung mal Wunder wirken.
Das Problem sind meiner Meinung nach die hohen Steuern, sondern die Verkomplizierung und die damit verbundene unnütze Bürokratrie.

Die überwachung ist wieder ein anderes Problem.
Leidergottes wird die überwachung in Dt noch weiter ansteigen.

Reformen sind auf jeden Fall notwändig, aber keine solchen Schnellschüsse, die noch alles komplizierter machen.

Es ist klar, dass sich der Staat die Ausgeben einfach nicht mehr leisten kann. So kann es ja nicht weiter gehen. Man muss also kürzen.
Aber durch Vereinfachungen des Systems könnte man viel einspaaren, ohne den Sozialstaat, so wie er jetzt existiert, zu zerstöen.

Eine Vereinfachung würde vieles ändern.
Mit Vereinfachen meine ich nicht schlechter machen, sondern nicht mehr so verschachtelt und verstrickt. Es gibt auch viele unnütze und unfaire Leistungen des Staates, die unmengen an Geld verbrauchen, aber dem kleinen Mann nichts bringen.

Der Staat gibt uns ja nur das Geld zurück, was er uns durch Steuern etc.... nimmt.
Und diese Umverteilungsmaschienerie hat eben viel Sand im Getriebe.

S!

II/JG26_Absinth.
Oberleutnant
http://www.unet.univie.ac.at/~a9602140/il2/43.gif

Dr.Oktylizer
02-04-04, 01:35
Ich glaube auch, dass am Anfang einer Erneuerung erstmal eine ganz große Steuerreform kommen. Dabei versteh ich immer nicht, warum das alles "gegenfinanziert" sein soll... heißt letztendlich nur, dass man das Geld an anderer Stelle wieder abgezockt bekommt http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/53.gif
Ich glaube eine wirklich große Steuerreform würde sich mittelfristig selbst finanzieren (Steuererleichterung => mehr Konsum => bessere Konjunktur => wieder höhere Steuereinahmen.
Das ganze müsste dann einige Jahre "auf Pump" finanziert werden, lässt sich nicht ändern.
Ich bin auch dafür, sämtliche Vergünstigungen bei der Steuer zu streichen, da lässt sich sooooooooooo viel Verwaltungsaufwand einsparen. Dann könnte auch keiner mehr Steuern hinterziehen. Die Steuern müssten dann allerdings wirklich gering sein...
Aber wie schon gesagt, so lange immer nach Gegenfinanzierung gefragt wird, kann nix draus werden.

--->SAN BEREICH<---
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bommi64
07-04-04, 06:42
Moin zusammen,
tja, so ein thread hier?
Warum nicht. Geht uns doch auch alle was an, oder ?

Also,wir sind auf dem schnellsten Weg in den totalen Kapitalismus a la USA. Wo nur noch der Stärkste zählt. Alles andere ist unnützer Ballast, muß weg.
So auch die einheimischen Siemens-Mitarbeiter.
Logo!!!
Der Shareholder-Value schreit ja danach. Uns was machen die Jünger des Mammon??
Sie erhöen das Schreien und handeln dementsprechend. Und stopfen sich selbst möglichst viel Kohle in die eigenen Taschen.
"...bereichert Euch...."

Bloß merken sie nicht, daß sie eben genau mit dieser Handlungsweise das gesamte Weltsystem völlig zerstöen.
Inhumanität, Egoismus, Raffgier, Ellenbogen..usw.
Das sind die Eigenschaften, die noch zählen.

Zufällig habe ich gestern auf nem Privatsender Herrn Heiner Geissler von der CDU im Gespräch mit so einem Wirtschafts-"ökonomen" gesehen.
Dieser Politiker Geissler ist der EINZIGE in dieser sogenannten "christlichen" Merkel- Partei, der anständige Meinungen vertritt und noch nach moralischen Grundsätzen handelt. DER verdient das "C" in seinem Parteinamen.
Der Rest ???? LÄCHERLICH, eine Kaspertruppe sondergleichen, besonders die schöne Angie.
Wenn DIE dran kommen, na denn Prost Mahlzeit.

Selbst die Sozis haben jeglichen Sinn für Solidarität verloren. Und ich WAR eigentlich immer ein Sozi....!!!! Ich betone ...WAR..
Ich bin jetzt auch ratlos....

Von der FDP rede ich gar nicht, die würd ich glatt verbieten. Solche Ergüsse, wie von denen kommen, gehöen ins Tierreich aber nicht in die Gesellschaft des denkenden Homo sapiens.

Die Grünen????? LACH !!!!
Die kleben mittlerweile genauso an ihren gut bezahlten Pöstchen, wie jeder andere. Und machen ganz genau dieselbe Sch... !

Fazit:
Das Großkapital ist dabei, die Weltherrschaft auf kosten aller die Weltherrschaft zu erringen und damit uns alle umzubringen!

Es gelten ja nur noch die Gesetzt und Bedürfnisse der wundersamen Geldvermehrung.

Gut, der Kommunismus ist tot. Soll er auch bleiben!!!
Aber das was jetzt läuft geht im Endeffekt genauso aus, nur dauert es länger !!!!
Und genau das sieht Herr Geissler auch so.

Jeder hetzt nur noch dem Geld nach...keine Zeit....Bösenkurse...Arbeitsplätze zu teuer, abbauen,aber schnell!!...

MICH KOTZT ES AN !!!

All die Jünger des Mammon haben noch nie drüber Nachgedacht, daß es in der Natur KEIN System gibt, welches ausschließlich wächst !!!!!

Aber die "Wirtschaft" (was ist das eigentlich??) soll ständig wachsen.....super!
Klar, ich kann auch nen BAB lesen und dessen Zahlen auf Wachstum und Plus manipulieren....dieses System ist der absolute Beschiß!

Lasst mal alles schön wachsen, wenn erst mal kein Öl mehr da ist, was denn dann ???
WEITERWACHSEN !!! ???
Nee, KRIEG führen! Mache die Oberkapitalisten doch schon im Irak!

Alles Bekloppte, die da so schön "Wirtschaft" studieren und uns wer weiß was vormachen, wie toll sie sind....
NIX können die, gar nix.

Leute rausschmeissen ja, ist ja auch leicht.
Aber anständige Konzepte??
FEHLANZEIGE!

Und die Menschen würden doch Opfer bringen und tun es schon. Es fehlt nur der Sinn!!

Gott sei Dank gibt es aber noch Unternehmer, die da anders handeln.
Soweit ich weiß, ist der Herr Grob von der Firma
"Trigema" da etwas anders gestrickt. Klar der will auch gut Kohle machen, muss er ja auch.
Aber da scheint es doch zu funktionieren, die Mitarbeiter machen da mit.
Wenn viel zu tun, dann viel malochen, wenn wenig, dann eben weniger. Und vor allem, alles hier bei uns in Deutschland, nix im billigen Ausland.

überhaupt, was ist denn mit den horrrenden Gewinnen der Megaunternehmen in den letzten Jahren geschehen?
Erinnert ihr Euch noch an diese tolle Sache 5000x5000 von VW???
Da hat der damals neue Passat gebrummt wie verrückt.
Und heute??
Die Kohle ist verdient, die Leute fliegen wieder, weil der neue Golf nix taugt und zu teuer ist. So einfach ist das.

Paradebeispiel eines erfolgreichen Managers.
Der Herr Pietschesrieder. Erst versenkt er BMW.
Die "verabschieden" ihn freundlich nach VW.
Da macht diese Niete jetzt genaus das Gleiche und kriegt dann bestimmt ne satte Abfindung, wenn er denn da fliegt.....

Aber Schluß jetzt, der Schwachsinn ist ja doch nicht zu stoppen bis es zu spät ist.

Ein frustrierendes Thema.

Gruß
Bommi

McShorty
07-04-04, 09:05
Hallo,

wer sich für mehr Hintergründe interessiert wie der Kapitalismus funktioniert dem kann ich Paul C. Martin "Der Kapitalsimus" absolut empfehlen (kann man bei ebay günstig schiessen!). Ist absolut erhellend und witzig geschrieben, muß man aber selbst mit Abi 2-3 lesen um´s zu kapieren - also keine Schande. Da wird dann auch gleich mit den großen Klassikern Marx, Keynes & Co aufgeräumt.
Martin ist neben Wirtschaftexperte auch Historiker und hat zu besagtem Buch über 300 Bücher, z.T. im Original gelesen. Auch seine anderen Bücher sind absolut top. Das letzte befaßt sich so mit dem ZH von Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit. Ich denke es kann nicht schaden, wenn man weiß wohin die Reise geht.
Die guten Jahre haben wir auf jeden Fall weit hinter uns gelassen.

Gruß,
McShorty

jagdfreund
08-04-04, 00:53
Ich habe mal an einer Häuserwand diesen Spruch gelesen:

Wenn Wahlen wirklich etwas ändern würden wären sie verboten

jagdfreund

http://people.freenet.de/carinhall/Me109G6s.jpg

Wo wir sind ist immer oben

Ventox
17-05-04, 16:27
http://www.kremer-werner.de/Infomail170504.doc

http://www.kremer-werner.de/Hundekampf_1.JPG
Sic transit gloria mundi

"it is good that war is so terrible - otherwise we would find still too much favour to it."
Robert E. Lee