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D4ene
28-02-13, 17:33
Ein Briefwechsel von alphamaus, veröffentlicht am 07.02.2011:

Lieber Freund,

ich möchte heute über kürzlich Erlebtes berichten. Es ist von großer Bedeutung für die Wiederauferstehung unseres geliebten Heimatlandes, welches wir nun schon so lange als verloren glaubten.
Aber hört nun was sich zu getragen hat, als ich unten in der Schenke Geschäfte tätigte. Ja, hört auf zu wettern, ihr wißt ich gehe vorsichtig dabei vor und trage Männerkleidung, meine Haare wie immer unter dem Hute verborgen.
Ich saß nun dort geschäftig mit Händlern am Feilschen, als die Tür auf ging und ein junger Mann die Schenke betrat. Unter seinen schmutzigen, abgerissenen Kleidern und dem verdreckten Gesicht war ein Leuchten zu erkennen und Stolz glitzerte in seinen Augen. Sein dunkles Haare hing ihm schmutzig und strähnig ins Gesicht und doch brachte sein Erscheinen die Freudenmädchen zur Verlockung.
Rüde stieß er diese zur Seite, als er mit schweren Schritten, so als ob er die Last von zwei Welten zu tragen hätt, müde in den Raum schlurfte. Er war eine große, hagere Gestalt und schien schier ausgehungert. Nicht nur Speis und Trank waren die letzten Tage fern von ihm gewesen, auch die Liebe schien eine weit entfernte Erinnerung.
Suchend ließ er den Blich über die Gäste wandern, hoffnungsvoll, dann trübte sich sein Blick und er ließ sich an einen Tisch in der Ecke sinken. Mit hängenden Schultern, so als ob jede Kraft von ihm gewichen war, saß er dort und stierte vor sich hin, bis die Kellnerin an seinen Tisch trat und er mit erstaunlich fester Stimme einen Krug Weizenbräu bestellte.
Lieber Freund, was soll ich sagen, dieser Besuch erregte für eine kurze Zeit aufregung in der Schenke, dann wendeten alle sich wieder ihren Geschäften zu. Doch ich war von diesem jungen Mann fasziniert, etwas an ihm ließ meine Aufmerksamkeit nicht mehr los und so begab ich mich, nach Beendigung meiner Geschäfte an einen Tisch in seiner Nähe. Ich wagte nicht ihn anzusprechen und doch war mir so als ob ich in seiner Nähe bleiben müßte.
Ja mein Freund, seid gespannt, was als nächstes geschah, man kann es kaum glauben, es bringt uns die Hoffnung wieder, wenn wir im richtigen Moment zugreifen, können wir wieder zu altem Glanz erstrahlen.
Lange saß der junge Mann so da und beobachtete die Flamme der Kerze auf seinem Tisch, mit den Gedanken in einer unergründlichem Ferne und das erlebte Leid spiegelte sich auf seinem Gesicht, es war schier Herezergreifend, bis ein Neuankömmling an seinen Tisch trat und ihn ansprach. Das Gesicht des jungen Mannes hellte sich auf und er sprang voller Freude, mit einem Schwung, den man in diesem Körper nicht mehr vermutet hatte auf und umarmte stürmisch seinen Gefährten.
Der Neuankömmling, der seinerseits, wohlgenährter und sauberer des Weges kam, erwiderte seinen Gruß und ließ sich dann ihm gegenüber am Tisch nieder.
Ich konnte einige Brocken ihrer Unterhaltung auffangen, mein getreuer Freund, sie sprachen von Melnibon unserem Glückslosen Herrscher, mein Herz schlug schneller, als ich den Namen unseres Helden hörte. Ich weiß es ziehmt sich nicht Gesprächen zu lauschen, doch nun war meine Neugier geweckt. Sie sprachen von alten Zeiten, von denen die Ahnen ihnen berichtet hatten und nun hört guter Freund, sie sprachen von einer Erneuerung unseres Königreiches. Diese jungen Herren stammen aus alten Adelsfamilien, die ihr Hab und Gut verloren und unter den Tyrannen, die unsere Heimat nun bevölkern litten. Sie schmieden Pläne, mein Freund, für die Befreiung unserer Heimat.
Sodann, am Ende der Unterhaltung stand fest, dass sie Freunde und ihnen Gleichgesinnte zusammen ziehen um mit ihnen zur Befreiung zu schreiten.

Ich werde ein wachsames Auge haben mein Freund und Euch von den weiteren Geschehnissen berichten.
In tiefer Verbundenheit verbleibe ich.
Eure treue Freundin









Lieber Freund,
Ihr erinnert Euch an meinen letzten Brief, ich versprach Euch wachsam zu bleiben und Euch über die weiteren Geschehnisse zu unterrichten. Als ich die Schenke vor ein paar Tagen verließ, schickte ich meinen Diener dem hageren jungen Mann zu folgen. Seine Wege führten über lange Felder und durch´s dichteste Unterholz, bis er sich zur Nachtruhe auf einer Lichtung, zu einer Gruppe junger Männer, am Rande des Grenzgebietes niederließ. Mein Diener verstecktesich im Gehölz und beobachtet die kleine Gruppe.
Diese ließ sich am Lagerfeur nieder und nach einem guten Mahl, ließen sie die Pfeife der Erkenntnis kreisen.
Das anfängliche Geplapper und Prahlen von großen Taten, der jungen Männer wich langsam einer stillen Nachdenklichkeit und so verharrten die jungen Männer für Minuten in das Feuer blickend, jeder seinen Gedanken nachhängend. Bis der junge hagere Mann, dem mein Diener gefolgt war, das Wort ergriff. Er erinnerte an unseren einsamen Helden, mein Freund. Wehmut macht sich in meiner Brust breit, wenn ich an ihn denke. Die anderen Männer ermutigten Ihn weiter zu sprechen und so erinnerte er, an die alten Geschichten, die sie von den Eltern hörten.
An den jungen Helden der unter dem Hass seines Vaters aufwuchs, der Mutterbrust durch den Tod entrissen, von seiner Familie gehaßt und geliebt zugleich, ein schweres Los für ein Kind wahrlich. Seine schmächtige blasse Statur, die ihn zwang unter Drogen zu leben, und sein Befreiungsschlag auf dem Meer gegen unsere Feinde. Die Männer jubelten, als der hagere so sprach und sie waren völlig in seinem Bann gezogen. Jedes seiner Worte sogen sie in sich auf.
Als unser junger Unbekannter sie dann aufrief ihm zu folgen die Welt neu zu erobern, das Erbe wieder aufzubauen, waren es nur wenige, die seinem begeisterten Werben wiederstehen konnten und so kamen sie über ein, des Morgens aufzubrechen und neue Schlachten zu schlagen um den Namen und die Ehre unseres Helden wieder in die Köpfe zu rufen.
Das Feuer brannte langsam runter und die jungen Männer legten sich, zur Nachtruh, ums Feuer herum.
Die Pfeife der Erkenntnis zog noch ihre letzten Kreise und nach und nach schliefen alle ein. Nur unser junger Held saß noch lange so da und senierte über dem Feuer.
Mein Diener wollte sich selbst grad zur Ruhe legen, als er im Schein des Feuers eine kleine purpurpurnen Stoffecke aus dem Säckle des Hageren rausragen sah. Mein Freund sollte das die Fahne sein? Sollte sie all die Eledenden Jahre voller Entbehrung und Verfolgung überstanden haben? Kann es sein, das sie wieder über unseren Dächer leuchtet? Wir werden sehen.
Am nächsten morgen zogen die Männer alle in verschiedene Richtungen weiter, mit dem Versprechen sich in wenigen Tagen, wenn ihre Vorbereitungen abgeschlossen seinen, wieder zu vereinen und für ihre Sache in den Krieg zu ziehen.
Mein Freund, mein Diener berichtete, mir, das unser junger hagerer Held nun auch seinerseits die Reise fortsetzte und seine schwere Bürde mit Stolz durch die Welt weiter trug, er Rastete in mancher Burg die er erreichte. Mein Diener mußte meist draußen verweilen, daher konnte er mir nur noch Bruchstücke berichten, doch sagte er mir, daß in fast jeder Burg der junge Mann mit Wohlwollen und Freundlichkeit aufgenommen wurde und die Dienerschaft berichtete, über die große Verzückung und die Bereitschaft ihm zu folgen, der jeweiligen Herren.
Am Ende der Reise erreichte er eine Burg, hoch herausragend zwischen Hügeln, im Tale gebaut. Emsig war seine Dienerschaft und sein Gefolge da bei, die Burg auszubauen und für den bevorstehenden Kampf zu rüsten.
Er selbst verschwand im Turm mit Büchern und einem Zauberer an seiner Seite, mein Freund ich denke er lernt die Kunst der Magie.

Nach der Heimkehr meines Dieners, schrieb ich unverzüglich diese Zeilen an Euch, doch erst sandte ich Kundschafter aus, die Dinge weiter zu beobachten. Weitere Berichte folgen.

In tiefer Verbundenheit verbleibt
Eure treue Freundin






Lieber Freund,
Meine Kundschafter sind heimgekehrt. Die Vorbereitungen sind im vollem Gange. Sie berichten, dass die Städte der Verbündeten sich rasant vergrößern und neue Gebiete eingenommen wurden. Das Königreich vergrößert sich.
Einige kleine Randgruppen versuchten dies noch zu verhindern, doch unter den Truppen der jungen Recken, brachen sie ihren Wiederstand und flohen in die tiefen des Waldes.

Engel kamen vom Himmel und Dämonen aus den tiefen des Untergrundes und sie kämpften Seite an Seite, könnt ihr es fassen, nur ein wahrer Held kann diese Zusammenkunft bewirken. Sowohl die Götter, als auch die Unterwelt, wollen diesen Kampf mitbestimmen, möchten unsere jungen Helden auf ihrer Seite wissen, mein Freund ich seh das Ende des letzten Males noch vor mir, hoffen wir, dass sie die Fehler der Vergangenheit nicht erneuern.

Zur Zeit stehen die Truppen vor den Toren der großen Tyrannen, sie haben sich ausgebreitet, diese Schufte, haben unser Land zu Hauf besiedelt und beuten unsere Völker aus. Es ist eine wahre übermacht für jeden Einzelnen, doch zusammen können unsere jungen Helden es schaffen.
Große Hoffnung erfüllt mein Herz, dass die Zeiten sich wieder ändern und wir unser Land bald im alten Glanz erstrahlen sehen.
Die Herrscherrasse von einst, geknechtet über die Jahre, Not und Elend durchlitten, dem Tod ins Auge gesehen nach Jahren der Vollerei und Habgier gefallen und zu ihren wurzeln zurück gekehrt, kann wieder Auferstehen und am Geschick der Welt wirken.

In tiefer Verbundenheit
Eure treue Freundin


Lieber Freund,
Die ersten Schlachten sind geschlagen. Unsere jungen Recken waren erfolgreich. Doch ist es auch an der Zeit denen zu Gedenken, die auf dem Schlachtfeld blieben. Viele sind an der Herausforderung gewachsen und sie wachsen weiter, der gute Geist breitet sich in Windeseile über dem Land aus. Doch einige konnten nicht stand hallten. Sie unterlagen auf dem Schlachtfeldern, oder gaben sich zu sehr dem Rausch des Sieges hin, so dass sie den Bund verließen, niemand hat je wieder ein Wort von ihnen gehört.
Doch schlossen sich umliegende Bündnisse der Sache an und kämpfen nun gemeinsam mit unseren Helden gegen die Großmächte der Tyrannen.
Wie ich hörte schickte unser junger Held Boten aus, um neue Verbündete zu rekrutieren, mit Spannung beobachte ich die Lage.
Die Schar um unseren Helden wächst und wächst, sein Ruf reicht ihm weit vorraus, so auch derer die an seiner Seite kämpfen. Der Edelmut, welcher diese jungen Männer begleitet, spiegelt sich in ihren Taten wieder. Keiner wird vergessen, keiner wird auf dem Schlachtfeld zurück gelassen und keines der Völker muß Hunger leide.
Ja, wahre Kraft und Stärke entspringt aus reinen Herzen.

Jeden Abend, so wurde mir berichtet, wenn die Sonne diese Welt verläßt und der Mond mit, seinem Licht, die Schatten der Dunkelheit verdrängt, sitzen diese tapferen Recken mit ihren Truppen am Lagerfeuer und feiern den vergangenen Tag, gedenken der Gefallenen und Danken, dass sie den nächsten Tag erleben dürfen. Auch wenn die Schlacht nicht siegreich verlief halten die Herrscher an dieser Tradition fest, und so wischt die Dunkelheit der Nacht die Erlebnisse des Tages hinfort und läßt die Hoffnung am wärmende Feuer und mit traurige Gesängen neu entflammen.
Lieber Freund, diese jungen Männer sollten uns ein Vorbild sein. Wir sollten aufrüsten, unsere Städte wappnen und unser Volk zusammen rufen, laß uns den Schritt gehen und helfen unser Heimatland neu aufzubauen.

In tiefer Verbundenheit
Eure treue Freundin


Lieber Freund,

Ich bin dem Ruf des Herzens gefolgt und habe mich diesen mutigen jungen Männern angeschlossen.
Diese Bündnis wächst von Tag zu Tag und es ist eine Freude, mit welcher Inbrust diese Recken für unsere Sache Kämpfen. Schlachtpläne werden erarbeitet und mit akribischer Genauigkeit ausgeführt und an Hilfe für die Schwächeren im Bunde mangelt es Wahrlich nicht.

Nach dem wir nun schon einige Wochen in Kämpfen verstrickt sind, und sich unser Reich mehr und mehr erweitert, ist es nun an der Zeit die alte Stabilität wieder einzuführen. Hierfür benötigen wir 13 Tränen, um die Welt wieder in ihr ursprüngliches Gleichgewicht zu führen.
Unser junger, hager Held hat sich auf den Weg gemacht um die Träne der Offenbarung für uns zu erringen.
Diese Träne wird uns den Weg zu den anderen weisen, die wir noch benötigen, um die Welt von den Tyrannen zu säubern.
Natürlich blieben unsere Bemühungen von außen nicht unbemerkt und so sind wir zunehmend auch Angriffen ausgesetzt, die unsere Truppen zwar Schwächen, unsere Völker dennoch nicht unmutigen und unsere Helden sorgen weiterhin für den Zusammenhalt.
Jeder Angriff auf uns wird doppelt und dreifach zurück geführt. Jeder Versuch unsere Städte zu Erobern scheiterte an dem Zusammenhalt und dem Wagemut unseres Bündnisses.
Alchimisten wurden angeheuert, sie sorgen für Tränke und Artefakte, die uns im Kampfe helfen.
Zauberer wurden ausgebildet und verstärken unserer Armeen und kein Held zieht sich feige.
Und dennoch wird das Volk langsam müde, die Erschöpfung steht ihnen in die Gesichter geschrieben. In der Hoffnung, dass uns der Mut nicht verläßt verbleibe ich in

In tiefer Freundschaft
Eure treue Freundin


Lieber Freund,

Die Träne der Zuversicht ist in unserem Besitz. Fasst im gleichen Moment wichen die Müdigkeit und die Angst aus allen Gesichter. Neuer Kampfesmut machte sich breit.Und schon sind unsere Helden auf dem Weg zur Träne des Kampfes.
Wenn ich abends auf dem höchsten Turm meiner Burg stehe und die Truppen ziehen seh, wird mein Herz mit Wagemut erfüllt. Die silbernen Rüstungen leuchten im Schein der untergehenden Sonne und es mutet recht herrlich an, wie die Helden, ihre Truppen so aus allen Himmelsrichtungen zusammen führen und sich ein silberner Strom der Einigkeit über das Land ergießt.
Burgen erstrahlen in ihrem Glanz, in den Gesinde Häusern herrscht zu jeder Tages und Nachtzeit ein reges, auflebendes Treiben und die Arbeit trägt Früchte. Kinderlachen ist wieder zu hören, Kinder lachen in unseren Straßen, wie haben wir dies vermißt.
Es ist so herrlich anzusehen, wie sie an den Straßen stehen und den vorbeiziehenden Truppen zu jubeln. Die Soldaten grüßen mit Siegesliedern fröhlich zurück.
Mein lieber Freund, diese Pracht und Gnade die uns nach so langer Zeit wieder zu Teil wird gibt Anlaß zur Feier, wir sind dabei ein großes Fest zu arrangieren, um die Recken nach ihrer Heimkehr gebührend zu empfangen.

In tiefer Freundschaft
Eure treue Freundin









Lieber Freund,

Unsere Städte leuchten im Schein der tausend und aber tausend Laternen, die Straßen sind geschmückt und das Volk wartet Sehnsüchtig auf die Rückkehr unserer Siegreichen Recken.
Am Morgen erreichte uns die Botschaft, das die Träne des Kriegsglücks nun in unserem Besitz ist und die Wirkung schon auf dem Rückweg unserer tapferen Krieger ihre Wirkung spüren ließ. Angriffe auf unsere Armeen wurden mit Leichtigkeit zurück geschlagen und so werden sie in den nächsten Stunden bei uns eintreffen.
Die Spielmacher stehen bereit, die Gaukler haben sich in den Städten eingefunden und das Volk tanzt ob der guten Nachricht auf den Straßen. Für heute soll die Arbeit ruhen um morgen mit neuen Tatendrang ans Werk zu gehen.

Die Träne der Offenbarung zeigte uns auf, das einige Tränen in abgelegenen Ecken unseres Königsreiches zu finden sind, hierzu müssen Tore die Dimensionen überwinden können durchschritten werden und gegen unvorstellbare Kreaturen gekämpft werden. Doch bedarf es hierbei besonders Kriegsgeschick, den die Truppen dürfen nicht zu groß sein, um sich unauffälliger bewegen zu können und nicht die schrecklichen Monster der anderen Welt, die unsere Helden durchschreiten müssen zu erwecken.
Einige Männer haben sich auf den Weg gemacht um so die Träne der Hoffnung, des Zusammenhaltes und der Freundschaft zu finden.
Möge der Herr ihnen beistehen und sie wohl behalten in unsere Arme zurückführen.

Mein Freund unsere Recken haben die wirren der anderen Welt überwunden und sind wohlbehalten zurückgekehrt. Mit ihnen die Tränen und ihre Eigenschaften, welche dem Volk und auch uns neuen Auftrieb geben und unser Ziel die Auferstehung des 10.000 jährigen Reiches einen Schritt weiter voran treiben.
Nie war die Einigkeit größer in unseren Reihen und nie fühlten wir so viel Verbundenheit. Der Tag des Sieges ist nahe.

In tiefer Freundschaft
Eure treue Freundin


Lieber Freund,

Unsere Alchimisten haben alte Dokumente gefunden, in welchen die Herstellung von so mancher uns noch fehlender Träne beschrieben wird. Gleich sannten sie Sammler in die Wälder und Bergwerke um die Zutaten für diese zu beschaffen. Mit Eifer wird an der Erstellung der Träne der Bescheidenheit und der Träne des Reichtums gearbeitet. Die Mengen an Zutaten sollen uns daran erinnern, dass wir etwas opfern müssen um Glückseligkeit empfangen zu können. Oh, wir dürfen nicht zögern und nicht an diesen Besitztümern festhalten, nur dann ist es uns möglich aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und gegen die Versuchungen zu bestehen.
Auch die Träne der nächsten Liebe wird aus diesen Bemühungen geboren.

In tiefer Freundschaft
Eure treue Freundin


Lieber Freund,

Etwas schreckliches hat sich zu getragen. Unsere Armeen sind in großer Zahl einem Hinterhalt zum Opfer gefallen. Einige unserer treuen Verbündeten haben sich von uns verabschiedet und selbst unser hagerer Held war den Zweifeln verfallen.
Aber hört was geschehen ist als unsere Truppen sich auf dem Weg befanden die Träne der Liebe zu erobern.
Wie stets hatten unserer Häupter alles gut vorbereitet, der Feind war bis ins kleinste erkundet worden und die Truppen waren aufgestellt, als sich nun die Armee wie ein Silberstreif in Richtung der Träne in Gang setzte konnte es keine bessere Voraussetzungen geben, die Sonne lachte unseren Männer vom Himmel aus zu und es schien das Kriegsglück auf unserer Seite. Natürlich rechneten wir mit Gegenwehr und auch mit Verlusten, auch hätten wir ertragen im fairen Kampf besiegt zu werden, doch es kam alles anders.
Kurz bevor unsere Truppen bei der Träne ankamen schaltete sich der Fürst der Finsternis in das Geschehen ein und stahl die Träne. Im Angesicht unsere Übermacht hatten sich unsere Feinde zu einem Packt mit ihm verführen lassen und überließen ihm die Träne ohne einen Gedanken an die Folgen zu verschwenden.
Die Träne der Liebe in den Händen des Fürsten der Finsternis hätte all die Bemühungen, die Welt in ein besseres Zeitalter zu führen, ohne Hass und Neid, ohne Terror und Hintertriebenheit fast zur Nichte machen können.
Als unsere Armee dies sah, wich für einen kurzen Moment all der Kampfeswille und Wagemut, die Helden ließen die Waffen sinken und ihre Männer taten es ihnen gleich. Unsere Truppen wurden niedergeschlagen und es blieb ihnen nichts, als die Flucht anzutreten. Alles schien in diesem Moment verloren und sinnlos. Alle waren ihrer Hoffnung beraubt.
Wie sollte es nun weiter gehen?
Doch ließ unser Volk den Mut nicht sinken, sie empfangen die Krieger wie Helden, die von einer siegreichen Schlacht zurück kehrten und nach und nach baute sich die Stärke in den Herzen unsere Männer wieder auf, und die Flamme entzündete sich erneut.
So das sie nächste Träne die es zu erobern galt auch, die Träne der inneren Stärke war.

In tiefer Freundschaft
Eure treue Freundin



Lieber Freund,

vor ein paar Tagen berichtete ich euch von unserer schweren Niederlage und wie verzweifelt alle ob dieses Verlustes waren, es hat sich wieder alles zum guten gewendet.
Wie ich euch vorher schon berichtete, waren sowohl die Götter als auch die Unterwelt an unserem Kampf interessiert. Nun da der Fürst der Finsternis, sich auf so heimtückische Weise in das Geschehen eingemischt hatte, kam es fast zum Krieg zwischen Himmel und Hölle, so das die Herrscher über das Götterreich sich mit den Herrschern über den Untergrund zum Konzil trafen und nach langen palaver entschieden die beiden Verbündeten zu bestrafen.
Die Träne der Liebe, welche nun so wichtig ist für unsere neue Welt wurde in unseren Besitz überstellt, da sie in den Händen von Unwürdigen ihrer Macht beraubt werden würde.

Mein Freund welch gute Nachricht, das die Herrscher der beiden Welten uns für würdig erachten die Träne zu bewahren.

In tiefer Freundschaft
Eure treue Freundin





Lieber Freund,

Das Ende der Kämpfe naht, die Tyrannen sind zurück geschlagen, nur noch wenige leisten Wiederstand und versuchen der 13 Tränen, die sich nun alle in unserem Besitz befinden habhaft zu werden.
Die letzten Arbeiten am Turm für die Drachenfahne werden in Bälde abgeschlossen sein und wir schauen einem neuen Zeitalter der Hoffnung und Zuversicht entgegen. Endlich können wir die Zukunft wieder gestalten, endlich wird unsere Herrschaft wieder erblühen und Melnibone´s Name wird wieder laut von allen Straßen klingen.
Das Volk ist in Feierlaune, die Straßen sind geschmückt und jeden abend wird zum Tanz gebeten. Nur sollten wir diesmal wachsam sein, nicht wieder die gleichen Fehler begehen, unter denen so viele zu leiden hatten.
Wir haben gelernt was unser Hochmut und Übermut, die Ausschweifungen in unsere Gelüste anrichten können.
In der Hoffnung das wir gelernt haben mit der Verantwortung umzugehen, steht bald wieder die Neuerschaffung unseres 10.000 jährigen Reiches.

Verkündet es in aller Welt und feiert mit uns, die Erben von Melnibone haben sich aufgemacht das Schicksal der Welt zu lenken

In tiefer Freundschaft
Eure treue Freundin


Alphamaus, 07.Februar 2011.