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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Komet - vom Start bis zur Landung



der.Launebaer
11-06-04, 16:48
Hallöle!

Ich habe mal ein paar Fragen bzgl. der Komet in FB/AEP und der Realität.

Soweit ich das bisher getestet/gesehen habe geht der Me-163 der Sprit relativ spät aus und wirklich steil steigt sie auch nicht, wenn man nicht gerade nachhilft.

Nun meine ich aber schon des Öfteren gelesen und gesehen zu haben, dass sämtlicher Treibstoff bereits für den Start und das Höhegewinnen draufgegangen ist und man ab obberhalb der Bomberhöhe nur noch schweben konnte. So auch nach dem Verbrauch der Munition oder schweren Beschädigungen versucht hat zu landen oder wenigstens heil nach unten zu kommen. Danach von einer speziellen Zugmaschine wieder aufgelesen wurde.

Könnte mir mal jemand genau erklären wie die Komet eingesetzt wurde und wie auch der Start verlaufen ist. Vielleicht könnten auch gleich Parallelen zu FB/AEP gezogen werden.

Vielen Dank!
Launebär

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Launebär = die HL-Zielscheibe, Me-323 Ace und Member of Endlich-Crew (http://forums-de.ubi.com/eve/forums?a=frm&s=59010161&f=797105322)

der.Launebaer
11-06-04, 16:48
Hallöle!

Ich habe mal ein paar Fragen bzgl. der Komet in FB/AEP und der Realität.

Soweit ich das bisher getestet/gesehen habe geht der Me-163 der Sprit relativ spät aus und wirklich steil steigt sie auch nicht, wenn man nicht gerade nachhilft.

Nun meine ich aber schon des Öfteren gelesen und gesehen zu haben, dass sämtlicher Treibstoff bereits für den Start und das Höhegewinnen draufgegangen ist und man ab obberhalb der Bomberhöhe nur noch schweben konnte. So auch nach dem Verbrauch der Munition oder schweren Beschädigungen versucht hat zu landen oder wenigstens heil nach unten zu kommen. Danach von einer speziellen Zugmaschine wieder aufgelesen wurde.

Könnte mir mal jemand genau erklären wie die Komet eingesetzt wurde und wie auch der Start verlaufen ist. Vielleicht könnten auch gleich Parallelen zu FB/AEP gezogen werden.

Vielen Dank!
Launebär

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Launebär = die HL-Zielscheibe, Me-323 Ace und Member of Endlich-Crew (http://forums-de.ubi.com/eve/forums?a=frm&s=59010161&f=797105322)

III.JG53.Horus
11-06-04, 16:56
Könnte mir mal jemand genau erklären wie die Komet eingesetzt wurde und wie auch der Start verlaufen ist. Vielleicht könnten auch gleich Parallelen zu FB/AEP gezogen werden.

LOL, sry aber das kannste knicken..........wär mir auch neu das FB was mit Realität zu tun hat.......oder das es da parallelen gebne soll ;-)

Das Ding war auf jeden fall heikel, der kleinste fehler und.............BOOOOOOM!!!
Auf jeden fall wenn bei der landung noch treibstoffreste drin waren(T- und C-Stoff SOWEIT ich weiss).....

aber bin kein experte, könnt die flammenwerfer stecken lassen ;-)

Werg78
11-06-04, 17:04
hmm bin sicher kein experte aber die komet müsste so um 16k ft/min steigen können und treibstoff für 4-6 min vollen schub haben.

hab sie mal in aep getestet und konnte locker auf 50km (!) höhe steigen und noch etwas cruisen bevor mir der sprit ausging. also ev etwas zu viel stoff im tank http://ubbxforums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

BorisGruschenko
11-06-04, 18:06
Ich habe mir aus dem Antiquariat Mano Zieglers "Raketenjäger Me-163" besorgt, das den Einsatz des Krafteis sehr kurzweilig beschreibt. Die Me wurde zum Start hecklastig getrimmt, um schnell vom Boden loszukommen (dennoch waren die Abhebegeschwindigkeiten verdammt hoch, Ziegler spricht, meine ich mich zu erinnern, von annähernd 300 km/h). Unmittelbar nach dem Abheben (man ließ das Triebwerk zunächst gegen einen Startkeil Schub aufbauen, der Keil wurde dann überrollt)und dem Abwurf des Startkarrens hatte man kopflastig zu trimmen, da die Kiste ansonsten einen Looping hingelegt hätte ("Man hätte sie nicht halten können"). Das tut sie ja auch in Sturmovik so ähnlich.
So getrimmt beschleunigte man im Level flight in relativ geringer Höhe auf hohe Geschwindigkeiten (700-800 km/h), um dann steil hochzuziehen. In der Testphase war die Treibstoffmenge z.T. begrenzt, bei voller Betankung ist bei Ziegler stets von einer Brenndauer von 6-7 Minuten und Höhen von 11-12.000 m die Rede. Von den aerodynamischen Eigenschaften der Maschine zeigt der Autor sich merklich begeistert. Das Flugvergnügen wurde allerdings durch den Eintritt von Antriebsgasen ins Cockpit z.T. erheblich getrübt. Bisweilen bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen.

Die Piloten des "Ekdo Bad Zwischenahn" hatten großen Respekt vor der Landung auf unebenen Böden uns setzten alles daran, zur regulären Startbahn zurückzukehren, da rauhe Touchdowns oder überschläge zum Tod oder zumindest schwersten Verletzungen führten. Wolfgang Späte, der Leiter des Kommandos, zog es einmal vor, bei Tempo 100 aus seiner Me abzuspringen, als diese aufgrund eines Defekts über die Bahn hinauszuschießen drohte. Konnte eine Maschine nicht zu ihrem Platz zurückkehren, bedeutete das i.d.R. einen Totalverlust.
Es fanden nur wenige Kampfeinsätze statt, die, die Ziegler beschreibt lesen sich von der Bilanz so: Wenige Abschüsse und Verluste in erster Linie durch technische Defekte oder tödliche Unfälle bei der Rückkeher des Krafteis.

Fazit: Männer ohne Nerven.

Ach ja: Auch die Entwicklung der sogenannten "schrägen Musik" in Zusammenarbeit mit dem Erfinder des Panzerschrecks, liest sich interessant. Man testete die Flügelmontierten Werfer mithilfe einer großen Stoffbahn, die an Ballons befestigt war und von einem Piloten unterflogen werden mußte. In den meisten Fällen funktionierte der optische Auslösemechanismus zuverlässig, das System erschien allen Beteiligten als sehr vielversprechend.

kubanloewe
12-06-04, 01:40
nicht nur Männer; Hanna Reitsch flog sie inner Erprobung auch und erhielt als Dank 3angeknackste Rückenwirbel.

http://home.arcor.de/kubanskiloewe/bf110comminghome.JPG

JG400Pips
12-06-04, 02:09
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>

Ach ja: Auch die Entwicklung der sogenannten "schrägen Musik" in Zusammenarbeit mit dem Erfinder des Panzerschrecks, liest sich interessant. Man testete die Flügelmontierten Werfer mithilfe einer großen Stoffbahn, die an Ballons befestigt war und von einem Piloten unterflogen werden mußte. In den meisten Fällen funktionierte der optische Auslösemechanismus zuverlässig, das System erschien allen Beteiligten als sehr vielversprechend.<HR></BLOCKQUOTE>


Ging eher um die Jagdfaust,da die schräge Musik eine MG-Bewaffnung war.

Mano Zieglers Buch ist SEHR zu empfehlen,ebenso Wolfgang Spätes Buch.
Ist zwar sehr trocken geschrieben,aber es steht sehr viel wissenswertes drüber drinnen.

http://www.hp-vorlagen.at/jg400/bilder/jg400avatar2.jpg

"Wie ein Floh,aber oho!"

BorisGruschenko
12-06-04, 07:12
Den Begriff "schräge Musik" habe ich ein wenig nachlässig gebraucht. Strenggenommen bezeichnet er keine konkrete Waffe, sondern lediglich eine ungewöhnliche Einbauweise.

Zu Hanna Reitsch: Auf Betreiben von Wolfgang Späte wurde sie bei Eintritt in die scharfe Erprobungsphase aus dem Kommando entfernt. Späte befürchtete, daß die aufgrund der hohen Verluste an Fliegern ohnehin schon getrübte Stimmung unter dem Tod des Gruppenmaskottchens noch stärker leiden würde. Reitsch, die bei den Fliegerkameraden sehr beliebt war, reiste tief getroffen ab.

BTB
12-06-04, 07:18
Das Buch von Mano Ziegler hab ich auch gelesen und meines erachtens ist die 163,wie in dem Buch beschrieben.Bis auf ihre Einsatzdauer die wohl zwischen 8-10 minuten lag(Quelle:Kenneth A.Merrick). Gerade wegen ihrem sehr beschränkten Einsatzradius, war die Entwicklung der Me 163 C geplant, deren Raktenmotor eine kleinere Hilfsbrennkammer für den Reiseflug bekommen sollte (HWK 509 C-1). Realität und AEP,da fällt die 163 eher weniger aus dem Rahmen als andere Flieger, meiner meinung nach.

Mess with the best
die like the rest

Mfg Michi

Dora-9
12-06-04, 08:30
Die Me-163 ist einer meiner Lieblinge in Il-2/FB. http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/11.gif

Warum ?

Weil sie perfekt ist. Keine Kinderkrankheiten, keine Schwächen, keine Mucken. http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=298

Jetzt können wir den Bodenstart ja ausführen, und ich habe zum ersten Mal in einem Einsatz allen Treibstoff verbraucht. http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/16x16_smiley-happy.gif
Nach dem Start flüssig auf 600 km/h beschleunigen und dann die Kiste an den Generatorantrieb hängen (das kleine Propellerchen an der Nasenspitze). Ueber die Einsatzhöhe steigen und den Raketenmotor abstellen. Segeln. Bei Bedarf mit einem drittel Schub rumgondeln. Aus der Ueberhöhung und einem Affenzahn angreifen. Motor an. Wieder steigen. Angriff. Genügend Ueberhöhung erreichen. Motor aus. Prozedere wiederholen bis die Muni alle ist. Dann im Gleitflug ab nach Hause. Wenn man noch etwas Treibstoff übrig hat, kann man den einsetzen, wenn ein paar feindliche Jäger am eigenen Rockzipfel naschen wollen. http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/16x16_smiley-wink.gif http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/16x16_smiley-happy.gif

Genau so hätte es sich in der Realität auch abgespielt. Nur ... Kinderkrankheiten, kleine Schwächen, einige Mucken; ... die da wären ... negative G's absolut verboten ... Manipulationen am Schubhebel konnte das Triebwerk krumm nehmen ... wieder Anlassen funktionierte oder eben halt auch nicht (meistens) ... Dichtigkeitsprobleme bei Leitungen ... Dichtigkeitsprobleme mit den Tank beim Landen (Rein-Aluminium, das weich wie Butter ist und sofort reisst) und noch ein paar andere Schnickselchen und Schnökelchen. http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=562

So wie wir sie jetzt in Il-2/FB haben ist sie absolut perfekt und DER Ueber-Jäger überhaupt. Ich fliege sogar mit Lust und Laune Fronteinsätze gegen tieffliegende Russen an der Ostfront. Ein R_i_e_s_e_n_s_p_a_s_s !!! http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=298 http://ubbxforums.ubi.com/images/smiley/16x16_smiley-very-happy.gif

http://www.i-sol.ch/secret/dora-9_sig.jpg

[This message was edited by Dora-9 on Sat June 12 2004 at 04:26 PM.]