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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Letzter dt. Veteran des 1. Weltkrieges verstorben



theRealAntEater
24-01-08, 13:27
Spiegel (http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1280/der_leise_tod_des_letzten_veteranen.html)

http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_frown.gif
Man könnte meinen, daß man mit dem Thema heute gelassener umgehen könnte, aber eigentlich scheint es niemanden interessiert zu haben.
In Frankreich und England kriegt so jemand heutzutage ein Staatsbegräbnis.

theRealAntEater
24-01-08, 13:27
Spiegel (http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1280/der_leise_tod_des_letzten_veteranen.html)

http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_frown.gif
Man könnte meinen, daß man mit dem Thema heute gelassener umgehen könnte, aber eigentlich scheint es niemanden interessiert zu haben.
In Frankreich und England kriegt so jemand heutzutage ein Staatsbegräbnis.

BV222freak
24-01-08, 13:59
Traurig, ein Land das nicht mal seiner Veteranen gedenken kann. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_frown.gif Mehr kan und will ich nicht sagen... http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-indifferent.gif

Foo.bar
24-01-08, 16:25
Hätte nicht gedacht, dass man im Spiegel mal solche Beiträge zu lesen bekommen würde...

riederbirk
24-01-08, 18:12
Das ist wirklich sehr traurig. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_frown.gif

Wartet noch 3 Jahrzehnte, und es gibt keinen Zeitzeugen des groessten Krieges aller zeiten mehr.

Kacke.

riederbirk
24-01-08, 18:21
Scheisse, das regt mich jetzt echt auf!

Total unbeachtet gelassen, dass er Gestorben ist!

Foo.bar
24-01-08, 18:31
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Wartet noch 3 Jahrzehnte, und es gibt keinen Zeitzeugen des groessten Krieges aller zeiten mehr. </div></BLOCKQUOTE>

Woll'mer mal hoffen dass WW2 das auch bleibt. Denn der nächste würde dann auch der letzte werden.

Schnepfe
24-01-08, 18:36
mir doch egal http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif, die Menschheit ist nun mal so blöd um sich selber auszuradieren, und wenn nicht ein Krieg, dann verrecken wir alle an der globalen Verschmutzung unseres Planeten.

Meine 5 Cent

MFG *einMannArmee* Hasi

KJM_Eagle
25-01-08, 08:29
Traurig - noch nicht mal als Zweitältester Mann des Landes gewürdigt - und dann auch noch Weltkriegsveteran aus WWI....

Foo.bar
25-01-08, 08:32
In D braucht es keine Helden mehr. Und schon gar keine Veteranen.

Rinreiber
25-01-08, 08:35
Ich sag es immer wieder: "WIR haben beide Kriege verloren ... !" http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-wink.gif

deMolay_
25-01-08, 09:39
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Zitat von BV222freak:
Traurig, ein Land das nicht mal seiner Veteranen gedenken kann. </div></BLOCKQUOTE>

Können oder wollen... wenn mal nicht eher dürfen - das ist hier die Frage ! http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

BTW - Alle Achtung... der Fred hat Potenzial, das muß ich sagen... http://forums.ubi.com/images/smilies/59.gif

-luwi-
25-01-08, 11:46
Was wird erwartet, daß große Gedenkfeiern stattfinden? Der ehemalige Soldat war sicher, wie fast alle der letzten großen Kriege, Zwangsteilnehmer der Gemetzel.
Warum sollte man [ich] einen Kriegsveteranen besonders huldigen, den ich nicht kenne. Nur weil er der letzte Lebende dieser Ereignisse war? Ich kenne ihn nicht. Seine Familie und Freunde werden trauern.
Warum sollte ein Kriegsteilnehmer in offizielleren Staatsakten gewürdigt werden als beispielsweise ein Angestellter eines Werkes der Foschungsarbeit leistete oder halt einfach produzierte oder andersweitig ein Teil des Staatsgebildes war? Solche Menschen hatten sicher keinen unbedeutenderen Beitrag zur Gesellschaft erbracht als ein Soldat. Eher im Gegenteil, ohne die Produkte der Industrie hätten die Soldaten sich mit Steinen bewerfen können und die Verletzten hätten nicht von einer Krankenschwester Medikamente bekommen etc.

kubanloewe
25-01-08, 12:03
stimmt scho luwi aber dafür wurde heute wiedermal vom Bundestagspräsidenten den Deutschen der HOLOCAUST-Spiegel vorgehalten; und wehe da issn Wortverdreher drinne....kann er gleich gehen.

sry iss nicht erwünscht hier; also alles closen oder löschen oder zensieren oder umschreibenhttp://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

-luwi-
25-01-08, 12:11
Naja, das Wort 'Holocaust' hängt mir auch sowas von zum Halse raus. Gerad so als ob in den KZs oder bei Massenerschießungen nicht auch Millionen andere, Nichtjuden, ermordet wurden.

der.Launebaer
26-01-08, 07:35
Da hat der luwi schon recht!
Aber heute wo jeder Arsch für irgendeine Scheiße in den Himmel gelobt wird ist es schon besonders traurig, wenn ein Schicksal wie dieses nicht die geringste Beachtung in den Medien findet.

Ist ja schließlich auch viel wichtiger, wenn Paris Hilton wieder s Tempolimit überschritten hat! http://forums.ubi.com/images/smilies/10.gif

Ertwander
26-01-08, 09:18
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Zitat von -luwi-:
Warum sollte ein Kriegsteilnehmer in offizielleren Staatsakten gewürdigt werden als beispielsweise ein Angestellter eines Werkes der Foschungsarbeit leistete oder halt einfach produzierte oder andersweitig ein Teil des Staatsgebildes war? Solche Menschen hatten sicher keinen unbedeutenderen Beitrag zur Gesellschaft erbracht als ein Soldat. </div></BLOCKQUOTE>

Und man kann noch anführen, daß zb. ein Wissenschaftler seine Ziele aus eigenem Antrieb verfolgt.Und darum eine Würdigung noch eher verdient als jemand, der eine Würdigung für etwas bekommt daß er nur tat weil er es mußte.
Aber es gibt noch einen anderen Aspekt.Der Dienst an der Waffe in einem staatlichen Konflikt ist das größte Opfer, das ein Staat von einem seiner Bürger verlangen kann.Und deshalb verdient jemand, der dieses Opfer erbrachte - der sein Leben riskierte! - eine angemessene Würdigung seitens des Staates.

riederbirk
26-01-08, 13:40
Fuer mich ist auch die Symbolik dieses Mannes sehr traurig. Mit seinem Tod wurde sozusagen eines der schicksalhaftesten und einflussreichsten Kapitel deutscher geschichte abgeschlossen.

kubanloewe
27-01-08, 03:17
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Zitat von Ertwander:
Der Dienst an der Waffe in einem staatlichen Konflikt ist das größte Opfer, das ein Staat von einem seiner Bürger verlangen kann.Und deshalb verdient jemand, der dieses Opfer erbrachte - der sein Leben riskierte! - eine angemessene Würdigung seitens des Staates. </div></BLOCKQUOTE>


kann man so sehen wenn man der damaligen Jugend zugute hält das Sie massiv vom Kaiserreich beeinflußt wurde in Erziehung und Ausbildung.

Im 3ten Reich evtl. nur noch zum Teil denn es gab dort trotz aller Einschränkungen mehr Möglichkeiten den Wahnsinn zu erkennen der da kommt.

Heute hingegen muss es jeder selbst verantworten wenn er einen Krieg zieht und andere Menschen töten will; es gibt genug Möglichkeiten sich über die Für und Wider zu informieren!

da kann die Regierung (die ja bekanntlich austauschbar ist) gar nix "verlangen".

JohnMcArthur
03-02-08, 10:28
Ich habe Angst, dass der Schrecken dieser Kriege in Vergessenheit gerät. Und die Gefahr potenziert sich mit dem Verlust der Augenzeugen. Der letzte direkte Teilnehmer hätte noch einmal einen Apell für uns alle geben könnenm, dieses sinnfreie Morden nie wieder zuzulassen. Ich glaube das der erste Weltkrieg zumindest an der Westfront noch um einiges schlimmer war als irgendeine Front im zweiten Weltkrieg. Wie viele Schlimmes die Menschen in diesen Konflikt ertrugen, ist für mich einfach nicht vorstellbar. Das wäre schon wert im Gesellschaftsgedächtnis verankert zu werden, leider ist unsere Gesellschaft von dieserlei Thematik aber zu satt und entnervt geworden.

KIMURA
04-02-08, 02:27
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Zitat von -luwi-:
Was wird erwartet, daß große Gedenkfeiern stattfinden? Der ehemalige Soldat war sicher, wie fast alle der letzten großen Kriege, Zwangsteilnehmer der Gemetzel.
Warum sollte man [ich] einen Kriegsveteranen besonders huldigen, den ich nicht kenne. Nur weil er der letzte Lebende dieser Ereignisse war? Ich kenne ihn nicht. Seine Familie und Freunde werden trauern. </div></BLOCKQUOTE>
Ist jemanden persönlich kennen DAS Argument jemandem zu gedenken?

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Zitat von -luwi-:
Warum sollte ein Kriegsteilnehmer in offizielleren Staatsakten gewürdigt werden als beispielsweise ein Angestellter eines Werkes der Foschungsarbeit leistete oder halt einfach produzierte oder andersweitig ein Teil des Staatsgebildes war? Solche Menschen hatten sicher keinen unbedeutenderen Beitrag zur Gesellschaft erbracht als ein Soldat. . </div></BLOCKQUOTE>
Ich kann mir vorstellen, dass bei Forschungsarbeiten nicht von der betreffenden Person erwartet wird in den Tod zu gehen, bzw. in eine tödliche Umgebung geschickt wird. Forschungsarbeiten sind generell rein kommerzieller Natur. Mit diesem staatlichen Verlangen jemanden in den Krieg zu schicken geht der Staat gegenüber dieser(n) Person(en) eine Schuld ein.

<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">
Eher im Gegenteil, ohne die Produkte der Industrie hätten die Soldaten sich mit Steinen bewerfen können und die Verletzten hätten nicht von einer Krankenschwester Medikamente bekommen etc. </div></BLOCKQUOTE>
Der Soldat schützt die Infrastruktur eines Landes bzw. ermöglicht "ždeinem" Angestellten seine Forschungen zu betreiben.

JG53_Goetz
19-02-08, 05:17
Bisschen Gedenken gibts doch noch für die alten Herren. Heute in der lokalen Zeitung "Passauer Neue Presse" auf Seite 3 (Auflage ca.200.000 tägl.) ist ein großer Bericht/Reportage über die Veteranen des ersten Weltkriegs. Schon der erste Satz ist sinnbildlich und sehr treffend.

Hier der Link (http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-18853166&Ressort=pol&Ausgabe=&RessLang=&Map=%A7(MAP)&Titel=%A7(TITEL)&BNR=0)