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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : OT: dt. WWI U-Boote



kubanloewe
10-04-05, 13:23
mich würde mal mehr über die dt. WWI Boote erfahren; überall wird ja nur von den Dönitzbooten geredet und geschrieben.

Dabei haben die 369 U-Boote im WK1 immerhin 12 Millionen BRT versenkt bei "nur" 5250 verlorenen U-Boot Männern.

Im WK2 haben fast 1000 Boote "nur" 14,3 Millionen BRT versenkt aber etwa 30000 U-Boot Männer verloren.

Mir ist zwar klar das im WK1 es weder gute Horcheinrichtungen geschweige denn Radar gab aber das hat ja auch die U-Boote betroffen.
Gabs dort auch Konvois aber ohne Begleitschutz?
Bzw. kann es sein das damals wesentlich mehr mit der Deckkanone versenkt wurde?
Gab es Rudeltaktiken? Wie schnell lief son WK1 Boot über bzw unter Wasser? Und wie tief konnten die überhaupt tauchen?
Die Zahlen sind schon heftig find ich bzw. hat Deutschland nicht die entscheidenden Fortschritte gemacht in den Zwischenkriegsjahren um diese Waffe effizienter einsetzen zu können? Wieso hat Dönitz die Kisten 43 noch auslaufen lassen obwohl auch die Marine davon ausging das entweder der Code geknackt war und der Gegner die bessere Abwehrtechnik hatte. Na gut; der Typ war vonner Marine und die Dickschiffe konnten ja gar nix ausrichten zu der Zeit....,hmm.?

kubanloewe
10-04-05, 13:23
mich würde mal mehr über die dt. WWI Boote erfahren; überall wird ja nur von den Dönitzbooten geredet und geschrieben.

Dabei haben die 369 U-Boote im WK1 immerhin 12 Millionen BRT versenkt bei "nur" 5250 verlorenen U-Boot Männern.

Im WK2 haben fast 1000 Boote "nur" 14,3 Millionen BRT versenkt aber etwa 30000 U-Boot Männer verloren.

Mir ist zwar klar das im WK1 es weder gute Horcheinrichtungen geschweige denn Radar gab aber das hat ja auch die U-Boote betroffen.
Gabs dort auch Konvois aber ohne Begleitschutz?
Bzw. kann es sein das damals wesentlich mehr mit der Deckkanone versenkt wurde?
Gab es Rudeltaktiken? Wie schnell lief son WK1 Boot über bzw unter Wasser? Und wie tief konnten die überhaupt tauchen?
Die Zahlen sind schon heftig find ich bzw. hat Deutschland nicht die entscheidenden Fortschritte gemacht in den Zwischenkriegsjahren um diese Waffe effizienter einsetzen zu können? Wieso hat Dönitz die Kisten 43 noch auslaufen lassen obwohl auch die Marine davon ausging das entweder der Code geknackt war und der Gegner die bessere Abwehrtechnik hatte. Na gut; der Typ war vonner Marine und die Dickschiffe konnten ja gar nix ausrichten zu der Zeit....,hmm.?

A-maris
10-04-05, 13:43
Hmm...viel fällt mir aus dem Stegreif zwar nicht ein, aber ein paar Dinge kann ich vielleicht beantworten.

Anfangs gab es noch keine Geleitzüge. Die wurden erst später eingeführt was den deutschen U-Boot-Krieg sehr schwierig machte...man konnte gegen diese neue Taktik damals einfach nichts ausrichten.
Geleitsicherung gab es schon, denke ich.

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Die Zahlen sind schon heftig find ich bzw. hat Deutschland nicht die entscheidenden Fortschritte gemacht in den Zwischenkriegsjahren um diese Waffe effizienter einsetzen zu können?
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Nach dem Versailler Vertag durfte Deutschland ja gar keine U-Boote mehr haben. Erst 1935 hat sich Hitler darüber hinweg gesetzt und beauftragte Dönitz eine neue U-Boot-Waffe aufzubauen.
Dönitz hat damals erst die Rudeltaktik eingeführt, im WK1 gab es die noch nicht.

Man hat die U-Boote 1943 weiter auslaufen lassen um die allierten Seestreifkräfte weiter zu beschäftigen und vor Allem Flugzeuge zu "binden". Man wollte verhindern daß sich Bomber statt an der U-Boot-Jagd an Angriffen auf deutsche Städte beteiligen.

ZarlockGE
10-04-05, 13:45
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Gabs dort auch Konvois aber ohne Begleitschutz?
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Nein, die Konvois hatten Geleitschutz, allerdings kam es erst sehr spät zur Bildung von Konvois.
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Die Zahlen sind schon heftig find ich bzw. hat Deutschland nicht die entscheidenden Fortschritte gemacht in den Zwischenkriegsjahren um diese Waffe effizienter einsetzen zu können?
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Deutschland durfte in den ersten etwa 15 Jahren nach dem 1. Weltkrieg keine U-Boote bauen.
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Wieso hat Dönitz die Kisten 43 noch auslaufen lassen obwohl auch die Marine davon ausging das entweder der Code geknackt war und der Gegner die bessere Abwehrtechnik hatte.
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Weder die Marine, noch Dönitz gingen davon aus. Man hatte sich auf den Glauben versteift, daß die Enigma-Codes nicht zu knacken wären und wollte auch nicht glauben, daß eine Enigma dem Feind in die Hände gefallen sein könnte.

Tetrapack
10-04-05, 17:12
Guckst du mal hier:
http://www.uboat.net/wwi/

Die Unterschiede zwischen den letzten U-Boottypen aus dem Ersten Weltkrieg (zB UB-III) und den im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Typen waren nicht einmal so gross.

Im Ersten Weltkrieg versenkten U-Boote ca 6600 Handelsschiffe mit 12,8 Millionen BRT. Im Zweiten Weltkrieg waren's ca 3000 Handelsschiffe mit über 14 Millionen. Die versenkten Schiffe waren im Ersten Weltkrieg also wesentlich kleiner und waren häufig nur Fischdampfer oder Segelschiffe die mit Artillerie angehalten und mittels Sprengpatronen versenkt wurden.

Cray001
11-04-05, 06:21
hi,

das es so viele brt´s im ersten wk waren wusste ich nicht!
mal´n interessanter thread....
.
Im WKI wurden die uboote nur eingesetzt um den englischen nachschub zum erliegen zu brigen, bis dann der luztiana zwischenfall eingetreten ist.sonst wäre amerika nie in den krieg eingetreten und wir könnten nur eine (WKI simu zocken.(sarkastisch gemeint)...bis dahin wurden die besatzungen der schiffe meistens aufgefordert in die rettungsbotte zu gehen, bevor sie versenkt wurden...


döniz war außerdem ein kriegsverbrecher...
und auch wenn sie davon ausgegangen sind das der code den engländern bekannt war konnten sie dies unmöglich bekanntgeben (im OKM oder in der wolfsschanze) und mussten deshalb bis zum bitteren ende weitermachen...

wir sollten dieses spiel als antikriegsspiel sehn und an die armen schwiene denken die für nix und wieder nix verreckt sind...

trotzdem good pixel hunting

pete

HerrDerSchatten
11-04-05, 11:15
Dönitz wurde *nicht* wegen des U-Boot Krieges verurteilt, das war der einzige Punkt wo das "du auch" Prinzip griff.mit "du auch" ist gemeint das die Amerikaner den U-Boot Krieg im Pazifik auf die gleiche weise führten.

Im WK1 war das Problem mit den Briten das die gerne bewaffnete Fracher und U -Boot fallen nutzten, das war eigentlich gegens Kriegsrecht aber hat die deutschen zum unbeschränkten U-Boot Krieg animiert

theRealAntEater
11-04-05, 17:05
Der Grund für den Unterschied:
Das Konvoysystem wurde erst 1918(!) eingeführt. Bis dahin waren es nur Einzelfahrer, die die Deutschen versenkten. U 35 hat unter Arnauld de la Periere genau 4 Torpedos bei über 300 Versenkungen verschossen! Alle 4 auf Kriegschiffe, der Rest wurde mit "Schuß vor den Bug" angehalten und mit Geschütz oder Sprengladung versenkt.
U-Abwehrmittel waren sehr viel mangelhafter. ASDIC gab es noch nicht, die Zerstöer waren auf Horchgeräte angewiesen. Wabos wurden erst 1916 richtig eingesetzt, zu vor konnte man gegen ein getauchtes Uboot nichts machen.
Es gab einige Versuche (und auch Erfolge) mit einer Art von Schleppgerät, wie beim Minensuchen, aber das war nicht so das Wahre.
über die Hälfte aller deutschen Ubootverluste waren durch Minen.
Die Uboote im 1. Weltkrieg wurden nicht "besiegt", sie fanden durch das Konvoysystem immer weniger Ziele und hatten außerdem nicht den Vorteil von Biskajahäfen. Die Nordsee war 1918 ein einziges Minenfeld.
Man wollte diesen Maßnahmen zweifach begegnen. Einmal durch die Rudeltaktik, die schon 1918 ausprobiert wurde (auch wenn sich dort Kommandanten noch auf See und auf Sichtweite mit Lichtsignal oder Flüstertüte verständigten) und durch die Verlegung des Ubootkrieges in ferne Gewässer mit den U-Kreuzern.
Das waren (für deutsche Verhältnisse) riesige Uboote mit über 2000 Tonnen, 2 15 cm Geschützen und 24 Torpedos. Nur 2 davon gingen noch auf Feindfahrt. Außerdem waren die ehemaligen Handels-Uboote als Kreuzer eingesetzt. Die U-139 Klasse war das Vorbild für alle japanischen Uboote bis 1945.


Was die Technik angeht, die Primärdaten waren kaum anders wie bei Wk-2 Ubooten. Viele ausländische Uboote (vor allem amerikanische und französische) nehmen sich sogar wesentlich "moderner" aus als alles in den nächsten 60 Jahren, nur war damals Stromlinienform noch nicht nötig.
wichtige Unterschiede zwischen den Weltkriegen:
- im 1. gab es keine zentrale Steuerung aller Tauchzellen. Die Arbeit, die der LI mit Zentralemaat und Zentralegasten (3 Mann) im VIIC erledigte, dafür brauchte man beim UBIII (Vorläufer vom VIIC) fast die gesamte Besatzung im Schiff verteilt, wo an jeder Zelle ein Mann am Rad stehen mußte und fluten oder lenzen mußte. Da brauchte man ein wirklich gutes Team!
Andererseits mußte man selten so schnell Alarmtauchen wie im 2.
- Torpedovorhalterechner waren noch nicht erfunden.
Man schoß wie bei einem Jagdflugzeug praktisch starr geradeaus, die Berechnungen mußte man per Papier und Bleistift anstellen.

Insgesamt hatten die deutschen 3 oder 4 verschiedene Serien:
- Flottenboote (U....), das waren erst alle Vorkriegsboote, später der sogenannte "Mitteltyp" (U 81, Vorläufer vom Typ IX) und die U-Kreuzer.
- Küstenboote (UB....), zuerst sehr klein mit 2 Torpedos, später Hochseeboote mit 500 Tonnen (UBIII, Vorläufer vom Typ VII).
- Minenlegeboote (UC....) auch erst sehr klein, später auch größer geworden. Die ersten hatten nur Minen, später auch als normale Boote einsetzbar.
Es gab noch UE-Boote, das waren Hochseeminenleger, die aber normale U-Nummern hatten, und UD-Boote, die ein neuer Küstentyp werden sollten und praktisch genau dem Typ II entsprachen. Davon wurde aber keins mehr fertig.

FredFireFox
11-04-05, 18:15
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><font size="-1">quote:</font><HR>Originally posted by Tetrapack:
Guckst du mal hier:
http://www.uboat.net/wwi/ <HR></BLOCKQUOTE>

sehr interessante Seite, was ich persönlich merkwürdig finde ist, dass einige von den WWI-UBoot-Typen sogar nochmal ein Stück größer waren als die größeren UBoote der deutschen Marine während dem zweiten Weltkrieg (vgl. Typ-U-142 mit Typ IXD2) und trotzdem anscheinend bereits über genügend Maschinenkraft verfügten um ähnliche Geschwindigkeiten zu erreichen - trotz ca20 Jahre weniger Entwicklungszeit

catthunder
11-04-05, 19:23
Hi,
nur zur Info.
Von den 343 U-Booten die im ersten Weltkrieg zum Einsatz ausgelaufen sind, kehrten 178 nicht zurück.
5132 Mann kamen um.
5554 Schiffe mit 12191996 BRT wurden versenkt, einer der erfolgreichsten Kommandanten war Otto Weddingen, er hat bei einem Einsatz inerhalb von 2 Stunden 3 Panzerkreuzer versenkt.
Lothar von Arnauld de la Periere mit 450000 BRT ist der erfolgreichste U-Boots-Kommandant der Geschichte.
Die Höchstzahl der gleichzeitig vorhandenen U-Boote im ersten Weltkrieg waren 140.

cu
cat

rehfett
12-04-05, 09:04
Am Anfang von WKI hatten die Zerstöer nicht einmal Wasserbomben. Ich habe ein Bericht gelesen da ist ein U-Boot getaucht und ein Zerstöer Konnte das feindliche Boot unter wasser sehen weil sie ihr schiff drüber "geparkt" haben. Sie habens wohl mit handgranaten etc. versucht aber ohne erfolg http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_smile.gif
Außerdem wurde das Konvoi System erst sehr spät eingeführt end die hatten deswegen auch sehr hohe verluste bis dahin.....