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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Deutsche Zerstöer !



Festus1973
10-06-06, 08:16
Hallo

Ich wollte mal Fragen was für eine "grosse" Rolle die Deutschen Zerstöer im WWII gespielt haben????

Gab es auch neuereungen an den Deutschen Zerstöern,oder waren sie ihren Gegnern 1 zu 1 unterlegen???
In den Schifferkennungsbuch ist immer nur der Zerstöer 34 zu sehen,hatten die Deutschen keine anderen??????
Und haben sie auch feindliche Uboote versenkt,oder waren sie nur zum Schutz vor der Küste da....????

Man höt ja nur von den Deutsche Uboote,aber nix von den Zerstöten..


thx

Festus1973
10-06-06, 08:16
Hallo

Ich wollte mal Fragen was für eine "grosse" Rolle die Deutschen Zerstöer im WWII gespielt haben????

Gab es auch neuereungen an den Deutschen Zerstöern,oder waren sie ihren Gegnern 1 zu 1 unterlegen???
In den Schifferkennungsbuch ist immer nur der Zerstöer 34 zu sehen,hatten die Deutschen keine anderen??????
Und haben sie auch feindliche Uboote versenkt,oder waren sie nur zum Schutz vor der Küste da....????

Man höt ja nur von den Deutsche Uboote,aber nix von den Zerstöten..


thx

hersing89
10-06-06, 11:10
Die deutschen Zerstöer spielten im 2Wk wie viele andere deutsche überwasserfahrzeuge kaum eine bedeutende Rolle. Bei Kirgsbeginn hatten wir 22 Stück ( zum vergleich hatten die Briten ca.80.) Von den paar gingen 10 bei Navik im April 1940 verloren. Die Deutschen planten mehrer Zerstöer-Klassen wovon aber nur sehr wenige gebaut wurden, da die U-Boot ja vorrang hatten.
Und nur einer, (der ex. griechische ZG3/Hermes) versenkte ein feindliches U-Boot im Mittelmeer.
Beim D-Day machtn einige Zerstöer Himmelfahrtskommandos in den Ärmelkanal, wie das ausging kann sich ja jeder denken... http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_rolleyes.gif
Guck mal hier www.deutsche-marinegeschichte.de (http://www.deutsche-marinegeschichte.de)
Wir hatte so wenig Zerstöer und Gleitschiffe,dass wir Fischkutter oft mit Wabos und 8,8 cm Geschützen für Gleitaufgaben nutzen mussten.
Da sieht man wie gut die Marine bei Kriegsbeginn ausgerüstet war. http://www.ubisoft.de/smileys/10.gif http://forums.ubi.com/images/smilies/35.gif

U9-Sharky
10-06-06, 11:27
Laut der Briten war Deutschland ja voll auf den Krieg vorbereitet. http://forums.ubi.com/images/smilies/88.gif

Dennis-Raeder
10-06-06, 14:56
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content">Originally posted by U9-Sharky:
Laut der Briten war Deutschland ja voll auf den Krieg vorbereitet. http://forums.ubi.com/images/smilies/88.gif </div></BLOCKQUOTE>

das mag theoretisch war sein aber praktisch sah das ganz anders aus.Das Heer hatte Vorrang in der Aufrüstung die Marine war außen vor.Die optimale Kampfstärke und Ausbildung der KM war eigentlich für einen Kriegsbeginn vor 42 nie zureichend unterstüzt wurden. Zu vielen Bedenken (darunter KD und ER) konnte AH nicht abwarten.

Glykol02
11-06-06, 05:31
Na ja, es stimmt schon, das es eigentlich nur wenige dt. Zerstöer im aktiven dauerhaften operativen Einsatz gab...
Es gab zwar einige "žerfolgreiche" Minenoperationen dt. Zerstöer relativ dicht an britischen Häfen...

Aber: die dt. Zerstöer litten allgemein an einer "žüber- Exaktheit", was auf Kosten der operativen Einsatztüchtigkeit ging...
Vom Entwurf/der Auslegung waren sie den brit. Zerstöern sogar eher überlegen...

Im Klartext: Die Maschinenanlage (= Geschwindigkeit, = ein "žHauptkampfmittel" der Zerstöer) war auf dem Papier Klasse, im Einsatz allerdings oft zu schnell lahmgelegt, da noch nicht ausgereift...-àDockaufenthalt

Ausnahme: ZG3"Hermes", "žBeute-Zerstöer" im Mittelmeer, hervorragend kommandiert von Kpt.z.S. Johannesson.
Vom Schiff her war das ein an die brit. "žH-Klasse Zerstöer" angelehnter Entwurf(Mitte 30er), als "žVailevs Georgios I." unter griechischer Flagge von der LW im Hafen/Schwimmdock von Skaramanga versenkt & dann wieder gehoben und instandgesetzt...

"Spannende" Einsätze gab's aber auch außerhalb des Mittelmeeres.

Jetzt mal original Johannesson:


"žIch lag mit meinem Zerstöer (Erich Steinbrinck) in Cherbourg. Die Befehle zur Landung in England hatte ich an Bord. Wochenlang waren endlose Geleite von Schleppern, Booten und Kümos von der Nordsee an der
Küste entlang zu den Absprunghäfen am Kanal gelaufen. (...)

...Wir waren erleichtert, als die fantastischen Pläne zu den Akten gelegt wurden...(...)

Und dann das zweite Ereignis: Am 17. Oktober 1940 erlebten wir ein Wunder. Vier Zerstöer unter Führung von Kapitän zur See Bey auf "žHans Lody" sollten Handelskrieg im Bristol- Kanal führen. Bei schönster Sicht, wolkenlosem Himmel, blauer, nur schwach bewegter See liefen wir aus Brest aus und steuerten nordwärts. Unterwegs fiel eine meiner sechs Kessel aus, was den Verlust von zwei bis drei Knoten bedeutete und damit den Vorteil der größeren Geschwindigkeit gegenüber Kreuzern. Ich erstattete dem Flottillenchef keine Meldung, da ich sonst damit rechnen musste, nach Brest detachiert zu werden. Plötzlich, am frühen Nachmittag, erkannten wir vor uns die noch schwachen Mastspitzen eines Kriegsschiffs- Verbandes, dessen Stärke ich bald als zwei Kreuzer und einige Zerstöer ausmachte. Bey machte richtigerweise sofort kehrt und lief mit 34 Knoten ab. Ich dagegen sackte mit meinen 30 Knoten rettungslos achteraus. Nach den Mastspitzen kamen die Schornsteine und die Brücke in Sicht. Während sich meine drei Kameraden mehr und mehr entfernten, schließlich außer Sicht kamen, gerieten wir in ein immer besser liegendes Artilleriefeuer. Ich tat, was in meinen Kräften stand, nebelte und qualmte schwarz, fuhr in die hohen Aufschläge hinein, warf Nebelbomben und drehte schließlich zum Torpedoangriff auf. Ob einer meiner vier Torpedos, deren Blasenbahn ich verfolgen konnte, getroffen hatte, ist mir bis heute nicht bekannt. Tatsache war, dass die Entfernung nicht mehr abnahm- sogar stieg- und wir einem anscheinend unentrinnbarem Schicksal entgingen. Nur wenig beschädigt lief ich am nächsten Morgen in Brest ein, wo uns unsere Freunde wohl kaum noch wiederzusehen gehofft hatten."

Zitiert aus: Rolf Johannesson, "žOffizier in kritischer Zeit", ISBN 3-8132-0301-8