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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was mich schon immer gewundert hat (Propellerfrage)



Tacheles07
15-06-07, 02:50
... ist die Tatsache, daß die Form der Propeller bei deutschen und amerikanischen Maschinen sich so stark unterscheidet. Man vergleiche nur die eher kurzen und dicken, paddelfömigen Teile bei einer FW 190 oder TA 152 mit den langen und schlanken Propellern einer P 51 oder P 47. Da liegen Welten dazwischen...
Hängt dies mit der Kraftumsetzung zusammen? Man sollte doch meinen, daß es eine günstigste Form gibt. Ebenso die Frage nach drei, vier oder noch mehr Propellerblättern. von was ist dies abhängig?
Hat jemand Ahnung?
Danke und Gruß

Tacheles07
15-06-07, 02:50
... ist die Tatsache, daß die Form der Propeller bei deutschen und amerikanischen Maschinen sich so stark unterscheidet. Man vergleiche nur die eher kurzen und dicken, paddelfömigen Teile bei einer FW 190 oder TA 152 mit den langen und schlanken Propellern einer P 51 oder P 47. Da liegen Welten dazwischen...
Hängt dies mit der Kraftumsetzung zusammen? Man sollte doch meinen, daß es eine günstigste Form gibt. Ebenso die Frage nach drei, vier oder noch mehr Propellerblättern. von was ist dies abhängig?
Hat jemand Ahnung?
Danke und Gruß

Bremspropeller
15-06-07, 07:08
Das Thema ist recht komplex.

Im Prinzip ist ein Propellerblatt ja nichts anderes als ein rotierender Flügel.

Dabei sind Flügel mit großer Streckung (sehr lang im Verhältnis zur Tiefe) deutlich effizienter als Flügel mit gleicher Fläche aber kleinerer Streckung.

Das Problem: der Propellerdurchmesser hat seine Grenzen:

- die Blätter dürfen nicht den Boden berühren
- die Blattspitzen sollten möglichst im Unterschallbereich bleiben

Daher kann man nicht ein beliebig langes Blatt an die Nabe anbauen.
Man muss also mehrere Blätter anbringen, um mehr Fläche und mehr Vortrieb zu erzeugen.
Dabei hat man wieder das Problem, dass jedes vorausgehende Blatt das nachfolgende Blatt stöt.
Daher ist es wiederum besser weniger Blätter zu verwenden. Diese müssen natürlich dicker ausfallen, um den gleichen Vortrieb zu erzeugen.

Dann kann man die Blätter wieder speziell formen: will ich eher Steigleistung, will ich Speed, Reichweite, oder will ich Beschleunigung?

Sowohl für die P-47, als auch die P-51, wie auch der Fw 190 standen verschiedene Propeller zur Verfügung.
Kimura kann da vielleicht genauer drauf eingehen, weil mir die verschiedenen Blocks der amerikanischen Kisten nicht so geläufig sind.

KIMURA
15-06-07, 07:55
Als dünn würde ich die aber nicht bezeichnen. Bitte beachte, dass die US-Maschinen, im Vergleich zu den LW-Maschinen, sehr gross waren. Der Eindruck, dass die US-Blätter schmal wären, kann von der Relation grosse Jug/Prop herrühren. Des weiteren sind die US-Props der Jug und Corsair (Hamilton Standard) gute 75cm grösser im Durchmesser als die Deutschen VDM, was den Eindruk noch verstärkt.

http://home.att.net/~historyzone/p-47d-27-re.JPG

JMFT_WING
15-06-07, 10:39
4 Meter Durchmesser bei ner Jug , sind nix! http://forums.ubi.com/images/smilies/16x16_smiley-very-happy.gif

http://forums.ubi.com/groupee_files/photo_albums/3/6/4/3641065043/7551012153_94226EF1CC5D5D87F1913BD294AE5BB5.jpg

KIMURA
15-06-07, 12:29
Wing ist das die "No Guts No Glory" ??? http://forums.ubi.com/images/smilies/11.gif

I.JG27_Zimmi
15-06-07, 12:47
Yup is sie, irgendwann in den 90'ern aufgenommen.

Tacheles07
15-06-07, 12:49
Man dankt für die Info!
Tacheles07